Was von zwei Tonnen Büchern nach dreizehn Tagen übrig bleibt

Ganz allmählich bin ich wieder erholt. Zehn Tage lang bestimmte vor Weihnachten mein Buch „Mehr als Fußball“ meine Zeit. Zehn Tage mit Arbeit, die mein Ein-Mann-Start-Up des Literaturbetriebs wegen der Nachfrage doch etwas überforderten. Nichts anderes gab es als mein Buch über den Sommer 2013 rund um den MSV und die zwei folgenden Jahre bis zum Wiederaufstieg. Ich habe wenig geschlafen. Ich habe Duisburger Buchhandlungen beliefert und mit Thomas Richter von der Funke Mediengruppe über das Buch gespochen. 2016-12-28_waz-msv Der Artikel in WAZ und NRZ erschien einen Tag später. Ich habe etwa 160 Buchsendungen beschriftet, eingepackt und versendet. Ich habe die Bestellungen über den Zebrastreifenblog in Excel-Dateien eingepflegt und mir per Google-Maps meine Auslieferungstouren zusammengestellt.

Denn vor allem bin ich 9 Tage lang durch Duisburg und die Nachbarstädte gefahren. Etwa 180 Adressen habe ich aufgesucht. Dabei habe ich leider nicht jeden angetroffen, der mich beim Crowdfunding unterstützt hat oder in den Tagen vor Weihnachten bei mir noch ein Buch bestellte. In diesen neun Tagen habe ich so viele freundliche und sympathische Menschen getroffen, die mir jedes Mal aufs Neue bestätigten, dass ich mit dem Titel meines Buchs richtig liege.

All diese Begegnungen gehören zu diesem „Mehr“, das der MSV Duisburg seinen Anhängern bedeutet. In diesen kurzen Begegnungen habe ich ganz unterschiedliche Gespräche geführt. Mal sind wir auf vollkommen andere Themen als den Fußball gekommen in der Kürze der Zeit, mal ging es um „unseren“ MSV, mal ging es um die Arbeit an dem Buch. Während diese Arbeit an dem Buch sich immer länger hinzog, festigte sich mein Vorsatz, nicht noch einmal so ein ähnliches Projekt mit einem Herzensthema anzupacken. So anstregend war diese Arbeit gewesen. So zäh an manchen Tagen. Heute erinnere ich diesen Vorsatz nur noch sehr dunkel. Er verblasste, weil diese Begegnungen mit all den Anhängern des MSV mir meine Energie zurückgaben.

Wahrscheinlich werde ich am 30. Januar noch einmal auf diesen Vorsatz schauen. An diesem Tag halte ich einen Vortrag in der Volkshochsschule über die Rettung des MSV und den Sommer 2013. Mir schwebt vor, dabei auch einen Blick in die Autorenwerkstatt zu werfen, weil mit diesem Blick klarer wird, dass in einer Gesellschaft das Erinnernswerte nicht aus sich selbst heraus vorhanden ist.

2016-12-28_bestseller_msv_buch Weiter wird das Buch nachgefragt und Bestellungen müssen bearbeitet werden, Mängelexemplare brauchen Ersatz beim Leser. Die Buchpremierenparty ist noch zu organisieren. Beim Crowdfunding bereits gebuchte Lesungen müssen geplant werden. Neue Lesungen wollen organisiert sein. Und wenn ein Autor in einer Buchhandlung dann unter seinem Titel ein einziges Wort nur liest, lächelt er zufrieden und denkt daran, dass von zwei Tonnen Büchern nur noch etwas über 200 Kilogramm vorhanden ist. Recht schnell muss nachgedruckt werden. Bis dahin lässt sich nach dem Klick noch bestellen.

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