Archiv für April 2017

Kein Blick zurück

Der MSV Duisburg hat in Aalen mit 2:1 verloren. Es gibt zum Ende der Saison für mich nichts weiter darüber zu sagen. Alles, was dieses Spiel beschreibt, hat hier immer wieder gestanden. Es gibt nichts weiter darüber zu sagen. In dieser Saison reden wir seit Monaten über dasselbe Geschehen. Als Fakt können wir nur festhalten: Mal ist die Mannschaft mit ihrer Spielweise erfolgreich, mal nicht. Die einen verstehen nicht, wieso der Druck auf den Gegner nicht das ganze Spiel über gezeigt wird und damit vermeintlich unnötige Niederlagen und Unentschieden verhindert werden. Die anderen sagen, es mangelt den Spielern für diese dauerhafte Leistung an der individuellen Qualität. Im Moment ist mir das vollkommen egal. In den nächsten drei Spielen geht es nur um den Aufstieg.

Ohne den Aufstieg können wir uns mit denen aus Essen, Wattenscheid und Oberhausen zum Stammtisch Fidele Potttraditionalisten treffen. Die Aachener begrüßen wir dann gerne als regelmäßige Gäste. Mich interessiert keine Problembetrachtung mehr. Mich interessiert nur noch eins. Jeder, dem der MSV am Herzen liegt, muss sofort ohne Schuldzuweisung seine Enttäuschung zurückstellen und nach vorne sehen. Lotte kommt, und gegen Lotte muss gewonnen werden. Das ist das, was zählt. Sofort muss es heißen, Energie sammeln, nach vorne sehen, für uns speziell, Lotte aus dem Stadion schreien und für die unten auf dem Rasen, Lotte aus dem Stadion schießen.

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Plädoyer für die Mannschaft – Ein Gastbeitrag von Trainer Baade

Nach dem letzten Spiel des MSV gegen FSV Frankfurt, wurde allerorten über den Ärger der Zuschauer diskutiert. Damit rückte  auch die Leistung der Mannschaft in den Blick. Viele Stimmen habe ich nicht gelesen oder gehört, die Verständnis für die Mannschaft äußerten, sei es punkto Leistung, sei es für die Reaktion nach dem Spiel. Auch mein Kopf sagt mir die ganze Zeit, besser kann es nicht laufen. Doch mein Bauch meckert dazwischen. Auch ich ärgere mich immer wieder über das zuweilen kraftlos wirkende Spiel der Mannschaft. Ein Text mit befeuernder Energie für die restlichen Spiele gelang mir so nicht.

Zum Glück tauschte ich mich mit Trainer Baade in den letzten Tagen über den MSV aus. In seinem Blog kennt man ihn als nicht selten scharfzüngigen Beobachter des Fußballgeschehens in Deutschland. Dass er MSV-Fan ist, wissen sehr viele seiner Leser, und er gehört zu den Zuschauern des MSV, die nicht nur als rationale Entscheidung mit der Situation zufrieden sind. Der Zuschauerärger im Spiel gegen Frankfurt führte in unserem Austausch zu einem leidenschhaftlichen Plädoyer von ihm für die Mannschaft. Auch diesen Zuspruch hat der MSV im Moment. Er soll im Ärger nicht untergehen. Deshalb freue ich mich heute über Trainer Baade mit seinem Gastbeitrag in diesen Räumen hier.

Und nun, Trainer Baade, bitte schön:

Die schlechte Stimmung zurzeit hat der MSV nicht verdient. Ich sehe es überhaupt nicht so, dass die erste Halbzeit des Spiels gegen Frankfurt so schlecht war. Natürlich sind zwei  Gegentore eine Katastrophe. Aber danach haben wir doch nur noch auf ein Tor gespielt. Acht bis zehn Strafraumszenen hat es gegeben – nur leider ohne Abschluss. Aber selbst in dieser ersten Halbzeit  hätte man das 0:2 schon umdrehen können.

Ich kann auch die Mannschaft nach dem Schlusspfiff verstehen. Um mich herum sagt fast jeder, das sind Profis, die müssen doch mal ein paar Pfiffe abkönnen. Aber es waren doch nicht nur ein paar Pfiffe. Inzwischen wird doch bei jedem ersten Fehlpass in einem Heimspiel gepfiffen, dazu der hämische Gesang, und das, obwohl der MSV gerade Tabellenführer ist. Natürlich darf sich keiner beschweren, dass nur 12.800 Zuschauer zu diesem wichtigen Spiel kommen und dann zugleich sagen, dass die Nörgelköppe zu Hause bleiben sollen. Sie haben Eintritt bezahlt. Sie haben das Recht, da zu stehen und zu pfeifen und „Gruev raus“ zu rufen. Nur habe ich genauso das Recht, denen zu sagen, dass ich anderer Meinung bin. Die müssen dann natürlich nicht ihren Mund halten.

Es geht mir nur darum, dass die Ansprüche an die Mannschaft völlig falsch sind. Kann man nicht mal gegen Wiesbaden verlieren? Mal in Rostock, mal in Kiel? Wenn man ansonsten fast nie verliert, nicht in Osnabrück, nicht in Münster, nicht in Halle, nicht in Erfurt etc. pp. Dann müssen die Zuschauer auch die Konsequenzen tragen, wenn sie pfeifen. Sie können nicht den MSV auspfeifen und dann erwarten, dass die Mannschaft zum Feiern kommt.

Ich kann mit diesem Team mitgehen. Seit ich MSV-Fan bin, habe ich noch nie so wenige Niederlagen in einer Saison gesehen. Dass wir im Stadion spielerisch selten das Gelbe vom Ei sehen, ist mir auch klar. Wenn man was anderes erwartet, darf man aber nicht zum MSV gehen. Soll man lieber in Schönheit sterben, aber keine Punkte holen? Ich erwarte nicht, dass man sich in einen Rausch spielt wie Dänemark 1986 und jeden zweiten Gegner mit 5:0 überrollt. Ich will einfach nur die Spiele gewinnen und dazu gehört es nun einmal auch, nach einem Tor zum 1:0 zurückzuschalten. Denn die Mannschaft des MSV hat nicht das Potenzial, den Gegner dann zu überrollen.

Was wir in dieser Saison mit unseren finanziellen Mitteln, mit unserem bescheidenen Kader geboten bekommen, finde ich schon ziemlich großartig. Fast keine Mannschaft gewinnt gegen uns. Was will man denn noch? Vielleicht gucken die Leute zu viel Fensehen und sehen in der Champions League etwas, von dem sie hoffen, es auch in Duisburg zu sehen. Das ist aber nicht möglich. Wer beim MSV wirklich gut ist, der ist in Nullkommanix weg. Ob Julian Koch, Andreas Hoffmann oder sogar Rolf Feltscher, der jetzt 2. spanische Liga spielt.

Ich verstehe, dass der Ärger der Zuschauer auch Ausdruck einer Enttäuschung ist. Man will mehr sehen. Man will gewinnen. Man will gerade natürlich gegen einen Vorletzten der Tabelle das Spiel dominieren, mal wieder einen 4:0-Sieg sehen wie gegen Mainz. Aber das ist mit dieser Mannschaft nicht drin. Und dass man mit diesen bescheidenen, auch spielerischen, Mitteln trotzdem Erster ist, das habe ich so nicht erwartet und bin darüber glücklich.

Frauenfußball und die Wertigkeit von Trainerstellen

Nur kurz und ohne weitere Vertiefung: Als bekannt wurde, dass Inka Grings in der nächsten Saison die U17 von Viktoria Köln trainieren wird, habe ich doch gestaunt. Die Trainerin des Bundesligisten im Frauenfußball MSV Duisburg sieht beim Jugendfußball-Bundesligisten eine bessere Perspektive für ihren weiteren Weg. Solch eine Entscheidung weist auf die Wertigkeit der Positionen hin.

Viele Einflussgrößen hat diese Wertigkeit. Da spielt dann vielleicht auch das Gehalt eine Rolle. Mich interessiert aber vor allem, welche Fragen zur Identität der Trainerperson durch diese Entscheidung aufgeworfen werden. Denn diese Entscheidung leuchtet nicht sofort ein. Wir lesen zwar, ein Ziel von Inka Grings sei schon immer die Arbeit im Männerfußball gewesen. Aber sie verlässt den Bundesligisten der Seniorinnen, um zum Bundesligisten der männlichen U17-Jugend zu gehen. Darüber hinaus gibt es die beiden Gesamtvereine. Der MSV steht als Gesamtmarke besser da als Viktoria Köln.

So begann ich mich zu fragen: Wie groß ist die Durchlässigkeit bei Funktionsstellen auf hohem Niveau zwischen Frauen- und Männerfußball, wenn es von der Frauen- in die Männerwelt gehen soll? Wie sehr wird das Bild der Trainerposition durch die weiter vorhandene Geschlechterdebatte in unserer Gesellschaft mitbestimmt? Ist die U17 von Viktoria Köln ein Umweg, den Inka Grings  machen muss? Warum ist ein Wechsel in den Seniorenbereich nicht selbstverständlich? Stimmt das überhaupt, was ich da unterstelle? Über die Entscheidung von Inka Grings nachzudenken und sie womöglich dazu selbst zu fragen, finde ich interessant, weil diese Entscheidung von Inka Grings auf Fragen verweist, die über den Fußball hinausgehen und über die in unserer Gesellschaft weiter gestritten wird.

Wenn Fußball doch nur ein Ergebnissport wäre

Es gab mal eine Zeit, in der in deutschen Wohnzimmern millionenfach die Eheratgeber des Bertelmann Leserings standen. Männer und Frauen wussten noch, wohin sie gehörten. Er ging in die feindliche Welt hinaus, um mit harter Arbeit das Geld zu verdienen. Sie kümmerte sich um den Haushalt und sorgte für die Kinder. Der Eheratgeber dieser Zeit verrät, auch diese Paare hatten es schwer.

Wenn er erschöpft von der Arbeit nach Hause kam und sich nach Ruhe sehnte, brauchte sie Zuwendung nach einem Tag, an dem sie außer mit den Kindern mit niemandem sonst gesprochen hatte. Er verstand nicht, wieso sie unzufrieden war. Sie hatte doch alle Zeit der Welt, konnte machen, was sie wollte. Er dagegen schuftete, um den Wohlstand der Familie zu sichern. Dort, wo sie jetzt waren, wären sie ohne seine Arbeit niemals hingekommen. Sie dagegen vermisste nicht mehr als ein kleines Zeichen, dass auch er etwas fühlte in dem gemeinsamen Leben. Sie wollte mit ihm zusammen lachen, liebevoll sein, vielleicht auch weinen, all das spüren, was ihr wichtig war.

Vielleicht sollten wir alle beim MSV uns die alten Eheratgeber des Bertelsmann Leserings ansehen. Wir erleben gerade eine Saison, die mich an eine Ehe der 50er Jahre erinnert. Wir auf den Rängen sehnen uns nach Gefühl. Dort auf dem Spielfeld und auf der Trainerbank geht es um das Ergebnis. Wir auf den Rängen sehen den Moment des Spiels. Dort auf dem Rasen und auf der Trainerbank steht das Ziel für die gesamte Saison im Mittelpunkt.

Was für eine widerspruchsreiche Saison erleben wir gerade. Fünf Spieltage vor Saisonende kommen nur etwa 12.800 Zuschauer ins Stadion, um einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Aufstieg zu erleben. Dann gewinnt der MSV Duisburg das Spiel gegen den FSV Frankfurt nach 0:2-Rücksstand mit 3:2. Zudem führt der MSV Duisburg mit 6 Punkten Abstand auf den Relegationsplatz weiter die Tabelle an. Diese Tabellenführung gibt es seit dem 9. Spieltag. Die Stimmung rund um den Verein ist dennoch so, als würden wir seit Wochen vergeblich auf den Relegationsplatz schielen.

Das liegt natürlich auch an den gezeigten Leistungen der Mannschaft, und dass der Fußball nicht ausschließlich eine rationale Sache ist. Es geht eben nicht immer nur um das Ergebnis. Auch ich konnte mich nach dem Spiel gestern nicht richtig freuen. Die erste Halbzeit hatte meine Stimmung auf eine Weise in den Keller gebracht, dass dazu mehr als ein in acht Minuten heraus gespielter Sieg nötig gewesen wäre. Hätte die Mannschaft so einen Eheratgeber mal gelesen, hätte sie nach dem Führungstor noch ernsthaft versucht, ein weiteres Tor zu erzielen. Damit erst wäre die erste Halbzeit halbwegs in Vergessenheit geraten. Doch mit dem weiteren Verlauf bis zum Schlusspfiff machte sich die Sicherheit als notwendiges Spielkonzept wieder deutlicher bemerkbar und brachte die erste Halbzeit sogar wieder in Erinnerung.

Hätten allerdings auch wir auf den Rängen den Eheratgeber schon gelesen, könnten wir vielleicht besser verstehen, dass ohne das erfolgreiche Erledigen der Arbeit, sprich das Erreichen des Saisonziels, unser Ärger über das Ausbleiben eines emotionalen Spiels ganz von selbst verschwinden wird, weil auch dem MSV das Verschwinden in die sportliche Bedeutungslosigkeit droht. Sicherheit ist womöglich für diese Saison kein schlechter Gedanke.

Natürlich passt das Bild der 50er-Jahre-Ehe nicht vollkommen. Sobald die sportliche Leistung in den Blick gerät, geht es nicht mehr um gegenseitiges Verstehen sondern nur noch um die Leistung. In der ersten Halbzeit mangelte es dem MSV an allem, was für den Sieg eines Fußballspiels nötig ist. Wenn fast bei jeder Ballberührung eines Zebras die Sicherheit als erklärtes Spielprinzip im Kopf vorhanden zu sein scheint, entsteht kein Offensivdruck. Wie soll die Mannschaft so ein Tor erzielen? Hinzu kamen zwei Gegentore, bei denen die Defensive der Zebras so gut wie nicht vorhanden war. Bei so einem Spielstand ist Sicherheit als Spielkonzept nicht ganz gelungen gewesen.

In der zweiten Halbzeit sah man, wie das gelingen kann. Der vornehmliche Gedanke der Spieler schien nun nicht mehr die Sicherheit zu sein, sondern die Bewegung Richtung gegnerisches Tor. Die Offensivaktionen selbst unterschieden sich gar nicht so sehr von denen in der ersten Halbzeit. Alles geschah nun nur schneller und damit wurden die Frankfurter vor Probleme gestellt. Der FSV hatte nicht mehr jedes Mal die Zeit, die Defensive zu formieren, und nur dann macht so eine Defensive Fehler. Enis Hajri hatte schon in der ersten Halbzeit einige Flanken in den Frankfurter Strafraum geschlagen. Sie blieben ungefährlich. In der zweiten Halbzeit war das anders. So eine Flanke aus dem Halbfeld schlug er erneut. Vergeblich kam der Torwart aus seinem Tor heraus, und so fiel ein Kopfballtor fast ähnlich dem von Zlatko Janjic in Halle. Ein Tor, was in der 2. Liga eher selten fällt, weil die Flanke so lange in der Luft ist, und die Defensivspieler samt Torwart sicherer spielen.

Auch beim zweiten Tor zwang der Offensivdruck des MSV zu einem noch gewichtigeren Fehler. Tugrul Erat setzte sich am rechten Flügel mit rasantem Sprint durch. Die scharfe Flanke  in den Rücken der Defensive halbhoch vor das Tor folgte. Diese Art Flanken sind immer gefährlich. Wenn ein gegnerischer Verteidiger den Ball ins eigene Tor bringt, nehmen wir das ohne Murren, aber mit zwiespältigem Gefühl, weil auch damit die Leistung des MSV nicht alleine dasteht. Im Grunde war dieses Spiel ein Sinnbild für die Saison, bei der wir uns immer auch auf die Misserfolge der Gegner verlassen können. Das Führungstor durch Enis Hajri per Kopf nach einer Ecke war dagegen ein deutliches Zeichen für den Willen zum Sieg. So wuchtig ging er zum Ball, so sehr rannte er seine Freude aus sich heraus.

Die Frankfurter waren schockiert. Sie hätten weiterem Druck nicht stand gehalten. Dazu kam es nicht. Der Fußball war nach der Führung wieder zur rationalen Sache geworden. Wenn Fußball nur ein Ergebnissport wäre, hätten wir alle zusammen den Sieg nach dem Schlusspfiff unbändig gefeiert. Doch Emotionen spielen im Fußball eine ebenso große Rolle. Das haben schon die Eheratgeber des Bertelmann Leserings Ende der 50er Jahre gewusst.

Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 35: Die Dödelsäcke mit Ruhrgebiet

Einmal mehr der Punk als Quelle des Heimatlieds in der Ruhrstadt-Sektion. Aus Mülheim kommt die Punkband Die Dödelsäcke, hier bei Wikipedia und hier mit eigener Seite im Netz. Schon mehrmals sind Punk und Ironie im Ruhrgebiet eine sehr produktive Verbindung eingegangen mit hörenswerten Ergebnissen. Unlängst habe ich hier  auf die Ruhrpott-Rhapsodie von Eisenpimmel hingewiesen. Bei den Dödelsäcken finden sich Dudelsackklänge in ihren Songs. Schon das Instrument alleine wirkt auf mich als ironisches Signal. Diese Neigung zur Ironie setzt sich im Song selbst fort.

Denn in „Ruhrgebiet“ mokieren sich „Die Dödelsäcke“ zunächst über die Volkslied-Heimattümelei und die Überhohung des eigenen Herkunftslandes. Zufällig sei das Geburtsland und zu Hause könne man überall sein. Doch dann mündet diese Strophe in den Refrain:“Ich würde niemals aus dem Ruhrgebiet wegziehen.“ Eine wunderbar ironische Wendung, die die Aussage um so heller strahlen lässt.

Der eigentliche Song beginnt bei 0.51.

 

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Alle Folgen

Verkaufsranking – Mehr als Fußball

Auch wenn der Kauf von „Mehr als Fußball“ direkt bei mir oder über das Kontaktformular im Zebrastreifenblog meine Arbeit am meisten unterstützt, ist das Buch natürlich auch in den Duisburger Buchhandlungen und beim Online-Oligarchen der Branche erhältlich. Für die Umsatzprovision hat mir Amazon gestern eine kleine Nettigkeit mit dem Bestseller-Ranking gegönnt. Zufrieden konnte ich mir ansehen, dass „Mehr als Fußball“ für einige Zeit unter den 80 best verkauften Fußballbüchern von Amazon gelistet war. Heute dann wieder nicht mehr. Im Aktienhandel heißt so etwas wohl volatil. Auf meiner internen Bestsellerliste vom Zebrastreifenblog ist davon übrigens nichts zu spüren. Dort besetzt „Mehr als Fußball“ seit Wochen unangefochten den ersten von zwei Plätzen.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 32: Christian Spließ – Kein Duisburg-Lied

Eine Premiere für die Heimatlied-Abteilung im Zebrastreifenblog: ein Notenblatt statt des produzierten Lieds. Christian Spließ begleitet seit Jahr und Tag das Geschehen in Duisburg mit kritischem Blick. Auf seinen verschiedenen Plattformen im Netz finden sich immer wieder Kommentare zur Kultur in Duisburg oder zu städitscher Entwicklung. Mit einem Klick geht es zu seiner Seite im Netz. Auf xtranews veröffentlicht er immer wieder Meinung. Bei Facebook ist Cristian Spließ zu finden.

Nicht oft finden sich Heimatlieder, die von Ratlosigkeit und einem zwiespältigem Verhältnis zur eigenen Stadt bestimmt sind. Wenn Christian Spließ ein Lied über Duisburg schreibt, klingt in seinem Text Enttäuschung über die Stadt an. Er feiert Duisburg nicht. In Duisburg erfährt man etwas, was aus der Stadt hinaustreibt. Die Bindungskraft aber ist genauso groß. Das Verhältnis ist „kompliziert“. Zunächst einmal nur der Text, weiter unten finden sich die Notenblätter.

Kein Duisburg-Lied

Die Drähte singen ihre Melodien.
Sie fragen mich: „Warum willst du nicht fliehn?
Die Scherben deines Wollens: Hier liegen sie.
Sieh doch: Herz und Hände, schwarz wie nie.“

Refrain
Ich möchte bleiben, möchte gehn,
ich kann es einfach nicht verstehn;
Diese Sehnsucht voller Zorn,
drei Schritt zurück, einer nach vorn.
Der Status zwischen uns ist kompliziert.

Die Segel sind gehißt, der Wind steht gut.
Möwenkreischen, laute Taubenbrut.
Sollte ich doch länger hier bleiben?
Ich stehe still, seh die Gedanken treiben

Zeig mir doch dein Herz, zeig dein Gesicht.
Alles was du bist, das hat Gewicht.
Die Melodie der Drähte, sie hör ich kaum,
schenkst du mir Vertrauen, einen weiten Raum.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen. Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen

Und hier nun auch die Notenblätter

 


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