Archiv für Juli 2017

Bei hundert Ecken trifft es einen Verein

Wir Menschen sind für Statistik nicht gemacht. Wir erleben Momente und keine Zahlenverhältnisse. Wirklich ist nun einmal, was wirklich wird, so unwahrscheinlich es auch ist. Nur 1.27 Prozent aller Ecken führen zum Torerfolg. Das las ich letzte Woche noch auf der 11FREUNDE-Seite. Nun hat der MSV gestern im Spiel gegen Dynamo Dresden erst einmal dafür gesorgt, dass die anderen Zweitligavereine ein wenig gelassener bei Eckbällen sein können. Wir ja natürlich auch. Bis wieder ein Tor nach einer Ecke fällt, müssen wieder ein paar getreten werden. Oder wie ist das Verhältnis von Statistik und Wirklichkeit?

Nach einem Eckball in der 88. Minute fiel das 1:0 für Dynamo Dresden in einem Spiel, das auch der MSV Duisburg hätte gewinnen können. Ein Zeitpunkt, der die Enttäuschung größer macht. Ein Unentschieden wäre zumindest sehr verdient gewesen. Die Chancen auf ein Tor waren sogar zuvor für den MSV klarer gewesen als für Dresden. Bei Schüssen von Moritz Stoppelkamp und Simon Brandstetter war ich jeweils schon aufgesprungen. Ich hatte meinen Mund aufgerissen zum Torschrei. Tonlos musste ich mich wieder setzen.

Der MSV Duisburg hat in diesem ersten Punktespiel der Saison 2017/2018 gezeigt, diese Saison in der Zweiten Liga wird eine andere als die vor zwei Jahren. Nicht einen Moment ließ die Mannschaft einen Zweifel daran, dass sie in dieser Liga mithalten kann. Wie schwer der Klassenerhalt wird, ist natürlich immer noch eine offene Frage. Das Spiel war spannend und  abwechslungsreich. Mit dem kombinationsstarken Offensivspiel schaffte es die Mannschaft schon in der ersten Halbzeit, Spieler in aussichtsreiche Schusspositionen zu bringen. Bei dieser guten Offensive stand die Defensive meist sicher, und wenn nicht, gab es Mark Flekken. Bei zwei sehr guten Chancen der Dresdner in der ersten Halbzeit zeigte sich Mark Flekken mit großartigen Reflexen zuständig. Zudem strahlte er große Sicherheit aus, wenn es im Strafraum einmal voller wurde.

Im gesamten Spiel waren beide Mannschaften gewillt, für einen Sieg etwas zu riskieren. Dabei wurde die Defensive nicht vernachlässigt. Das machte das Spiel unterhaltsam. Darüber hinaus wurde sehr deutlich, wie wettbewerbsfähig der MSV in dieser Saison ist. Die Spieler hatten keine Schwierigkeiten mit dem höheren Tempo der Zweiten Liga selbst bei der Hitze. Sie hatten offensiv keine Schwierigkeiten mit den engen Räumen und defensiv nur wenige nach schnellem Umschalten der Dresdner. Das alles stimmt mich zuversichtlich. Das war vor zwei Jahren bis in den Winter nicht gegeben. Nun ist es am ersten Spieltag vorhanden. Nun gilt es die Leistung gegen den VfL Bochum zu bestätigten, damit die leisen Stimmen des Misstrauens in mir endgültig vestummen.

Mit dem Sieg durch das Tor nach dem Eckball ist Dynamo Dresden übrigens wahrscheinlich in Abstiegsgefahr geraten.  Wenn ich Fan von Dynamo Dresden wäre, begänne ich mir jedenfalls Sorgen zu machen. Auf jeden Fall würde ich auf kein weitere Tor nach einem Eckball hoffen. Denn die oben erwähnte Statistik verrät noch eins: Je mehr Tore eine Mannschaft nach Eckbällen erzielt, desto wahrscheinlicher wird diese Mannschaft am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz landen.

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Die 11FREUNDE-Redaktion fragt – Kees Jaratz antwortet

Zurück in der 2. Liga – das heißt auch mehr Berichterstattung über den MSV durch die versammelten Fußballmedien und mehr Arbeit für mich. Wie gewohnt in den letzten Zweitliga-Jahren der Zebras landete nämlich die E-Mail  mit ein paar launigen Fragen aus der 11FREUNDE-Redaktion im Posteingang. Im Bundesliga-Sonderheft erscheinen dann die Antworten, die von den Erst- und Zweitligabloggern zurückgesendet werden. Ein paar Seiten kostenloser Content für 11FREUNDE. Damit kennen wir uns aus. Für euch nun exklusiv die Sonderedition Jaratz zum MSV des 2017er 11FREUNDE-Jahrgangs.

Die nächste Saison wird eventuell legendär, weil…

nicht nur der Klassenerhalt früh feststeht und die Teilnahme am Pokalfinale den Anfang einer langjährigen Erfolgsära bedeutet, sondern auch der 50-Millionen-China-Deal im Winter – siehe unten – den Verein endgültig saniert

Wenn ich an die vergangene Saison denke, dann…

…haben alle im und um den MSV mit anfänglich sehr überlegener Spielweise und der Tabellenführung seit Spieltag neun samt Drittliga-Meisterschaft eine völlig neue Erfahrung des Dauer-Favoriten-Daseins gemacht. Dennoch wurde die Tradition nicht verraten, uns auf den Rängen bis zum Abpfiff am Erfolg zweifeln zu lassen. Tradition! Wichtig!

Auf diesen Videobeweis-Fauxpas freue ich mich besonders:

Foul ist Foul, auch wenn die foulenden Abwehrspieler klein und viele sind während der gefoulte Spieler alleine sowie athletisch und groß ist wie Kingsley Onuegbu. Würde ich gerne im Videobeweis mal sehen.

Für 50 Millionen in Richtung China verlässt uns im Winter…

…Physio, Greenkeeper und zwei Ticketing-Mitarbeiter. An Fußballer aus Deutschland traut sich nach Modeste-Deal-Fast-Scheitern gerade niemand ran.

Mein Verein muss an den DFB Strafe zahlen, weil…

Beim Pyro-Abo sind wir wie alle dabei. Dazu plädiere ich für Sonderstrafen bei Mickie-Krause-Auftritten vor einem Spiel.

Die neue Vereinshymne sollte komponiert werden von…

Von niemandem. Reden wir nicht drüber, weil Hymnenkram schon immer gegenüber dem Besten vom Besten enttäuscht. Muss ich mehr sagen als Zebratwist?

Aus unserem Team unverzichtbar für Jogi Löw ist in Russland…

Wie Confed-Cup und U21-Euro zeigen, deutsche Fußballspieler hat Jogi Löw ja mehr als genug. Einen Spieler wie Branimir Bajic aber hat er nicht. Mit seinen fast 38 Jahren gibt er inzwischen durch die Aura seines Auftretens auch von der Bank aus Sicherheit bis in alle Ecken des Spielfelds. Wenn es nötig ist, auch auf dem Spielfeld präsent. Großartiger Mann. Deshalb Nationalitäten-Sondersstatus für den Bosnier Bajic.

Fußball schön und gut, aber Weltmeister würde unsere Truppe in…

Textsicherheit beim deutschen Party-Schlager der Gegenwart, der aufklärenden Arbeit des nigerianischen Schlagersammlers und -forschers Kingsley Onuegbu sei Dank.

Auswärts schmeckt gut: Die beste Bratwurst gibt es in…

Überall dort, wo Auswärtssiege den Blick aufs Wesentliche lenken und Geschmackssinne vernebeln.

Jetzt reicht’s: Das müsste passieren, damit ich nicht mehr ins Stadion gehe…

Ich interessiere mich schon jetzt kaum mehr für die Bundesliga oder Champions League. Aber als wandelnder Zuschauer-Widerspruch wird sich das natürlich sofort ändern, wenn mein Verein in die Nähe des nächst möglichen Erfolgs kommt. Sprich: ich weiß nicht, was passieren müsste.

Dieser Filmtitel beschreibt meinen Klub perfekt…

Zurück in die Zukunft

Dieser Twitter-Account ist für Fußballfans unverzichtbar…

Zu viele, um einen zu nennen. Schaut selbst.

Zweite Liga ist eh viel schöner als Bundesliga, weil…

…mich Bundesliga kaum mehr  interessiert. Siehe oben. Und Union Berlin und St. Pauli immer eine Reise wert ist, dabei Bochum und Düsseldorf um die Ecke liegen und die Chance zum Bundesligaaufstieg greifbar nahe ist. Denn siehe oben.

Das ist die zweitklassigste Zweite Liga seit…

…der MSV vor zwei Jahren schon einmal nach dem Zwangsabstieg wieder aufstieg und die Klasse nicht halten konnte. Deshalb beste Aussichten in dieser Saison. Siehe oben.

In der Relegation scheitert diesmal…

…nicht der MSV. Denn die Grammatik der Ruhrgebietssprache verbietet es, das Verb scheitern zusammen mit dem Kürzel MSV zu gebrauchen.

Und wenn ihr nun ganz andere Antworten gewusst hättet, ich bin gespannt. Nachspielzeit in den Kommentaren.

MSV Museum stellt sich vor – Impressionen vom Tag

Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck davon, wie eine zukünftige Dauerausstellung aussehen könnte. Eine Sonderausstellung zu den vier Pokalfinalendes MSV war improvisiert. Natürlich kann das heute nur eine Schau möglicher Exponate sein, aber deutlich wird die konzeptionelle Arbeit, die schon jetzt beim Aufbau des Museums geleistet wird. Außerdem haben Spieler verschiedener Generationen Autogramme gegeben. In den nächsten Tagen werde ich auch die Interviews online stellen, die ich gemacht habe. Sie müssen noch transkribiert werden. Deshalb zunächst erste Impressionen vom Ausstellungstag per Bild.

 

Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museums die entsprechenden Kontaktinformationen.

Schreib-Workshop am 10. August in der Arena – Mein schönstes Fußballerlebnis

Ein Termin ist nicht nur zu notieren, sondern kann selbst mitgestaltet werden. Am Donnerstag, den 10. August, können Kinder und Jugendliche ab 15 Uhr  in der Arena bei einem Workshop einen Text über ihr schönstes Fußballlerlebnis schreiben Ich werde den Workshop leiten, Anregungen geben und wenn es hakt, helfen.

Die entstandenen Texte nehmen an dem Schreibwettbewerb teil, den DU schreib(s)t in Kooperation mit Platzhirsch Festival und dem  MSV Duisburg durchführt. Zu gewinnen sind Eintrittskarten für ein Zweitligaspiel und der Auftritt beim Platzhirsch Festival am ersten Septemberwochenende, wo die Texte vor Publikum gelesen werden können.

Wir werden uns an dem Donnerstag in einer der Logen zusammensetzen und loslegen. Wer Inspiration braucht, kann sich auch mal kurz ins Stadionrund zurückziehen und das seltene Gefühl genießen, die Arena für sich allein zu haben. Die jungen Teilnehmer der Zebrabande waren letzten Donnerstag jedenfalls sehr produktiv. Für den 10. August hoffe ich nun auf einige Jugendliche, die teilnehmen.

Anmeldungen bei mir über die Kontaktseite oder bei Riccarda Schröder-Lorenz vom MSV Duisburg, Telefon: 93 102 013, E-Mail:  riccarda.schroeder-lorenz[at]msv-duisburg.de.

Lasst mich auch noch etwas zum Wettbewerb selbst schreiben. Am Wettbewerb kann selbstverständlich jeder im Alter bis 18 Jahren teilnehmen, auch ohne zum Workshop zu kommen.

Erzählt also von einem besonderen Stadionbesuch. Schreibt über den Fußball, den ihr spielt. Schreibt Siegeslieder oder Geschichten, wie ihr Niederlagen weggesteckt habt! Erzählt von besonderen Momenten mit eurem Team, ob als Fußballer oder als Zuschauer in der schauinsland-reisen-arena. Oder ihr lasst eure Fantasie spielen und erfindet die tollsten Geschichten rund um den Fußball.

Ihr könnt Aufsätze schreiben und kurze Geschichten. Oder ihr verfasst einen Rap oder Gedichte. Ihr könnt die Texte mit dem Computer schreiben und per E-Mail einschicken. Ihr könnt aber gerne auch handgeschriebene Texte per Post einreichen.

Einsendeschluss ist der 20. August 2017. Schickt eure Text bitte entweder per Post an MSV Duisburg, ZebraBande, Margaretenstraße 5 – 7, 47055 Duisburg oder per E-Mail an Riccarda.Schroeder-Lorenz@msv-duisburg.de.

Bei WAZ und NRZ wurde auch schon über den Schreibwettbewerb und die Lesebühne berichtet.

Unabhängig von dem Wettbewerb können sich aber auch Kinder und Jugendliche mit Texten anderer Inhalte für einen Auftritt beim Platzhirsch Festival am Dellplatz bewerben. In dem Fall gilt ebenfalls, was gelesen wird, bestimmen die jungen Duisburger selbst. Das können sowohl Rap als auch Liedtexte sein oder Gedichte. Es kann eine Kurzgeschichte sein oder der Ausschnitt einer längeren Erzählung. Auch hier wählt eine Jury aus den Einsendungen aus. Ich werde die Veranstaltung moderieren und bei Lampenfieber zur Seite stehen. Bis zum 20. August sollten die Texte an  ralf.koss[at]web.de geschickt sein, dann haben die jungen Autoren die Möglichkeit sie am ersten Septemberwochenende auf der Bühne zu präsentieren.

So oder so?

Siegerfans

Das lässt mich für die nächste Woche hoffen: Die Auftaktniederlage gegen Kaiserslautern vor zwei Jahren hat der MSV in dieser Saison schon mal beim Cup der Traditionen in nur 45 Minuten gegen Aston Villa abgearbeitet. 20 Minuten ansehnlich spielen, immer schön kombinierend Richtung Strafraum, ohne eine zwingende Chance zu erhalten. Wenn Aston Villa in der Zeit überhaupt einmal vor das Tor der Zebras kam, brachte das keine Gefahr. Nach dem ersten wirklich schnellen Angriff von Aston Villa aber stand es ohne viel Gegenwehr 0:1. Von nun an kam Aston Villa im Strafraum immer wieder zum Abschluss. Zwei weitere Tore fielen gegen eine hilflose Defensive und aus den Offensiv-Kombinationen wird ein Flügelspiel auf ein statisches Sturmzentrum der Zebras, die natürlich der stets bereits stehenden Defensive geschuldet ist. Das war also MSV Duisburg in so, Nummer 1.

Siegerfans, So Nummer 2

Allerdings gab es den MSV auch in so, Nummer 2, im Spiel danach gegen Malaga. Statt Haijri und Blomeyer spielten Bomheuer und Nauber in der Innenverteidigung. Rechts spielte Erat für Klotz, nur Kevin Wolze, der neue Mannschaftskapitän, blieb im Spiel. Diese Defensive wirkte schon deutlich sicherer, wobei das vor allem an der Innenverteidigung lag und weniger an der Besetzung des Rechtsverteidigers mit Erat oder Klotz. Malaga spielte weniger dynamisch. Die Spieler waren mit vielem anderen neben ihrem Fußballspiel beschäftigt. Gemeckert wurde, und es gab Reibereien mit den Spielern des MSV. Deshalb machte die Mannschaft es dem MSV vielleicht auch ein wenig leichter als Aston Villa. Auch in der Offensive rund um Schnellhardt und Fröde im Mittelfeld wurde durchgetauscht.

Siegerfans, So Nummer 2

Die unterschiedliche Spielweise der Gegner macht es aber schwierig für die Offensive Schlüsse zu ziehen. Offensichtlich wurde einmal mehr nur eines für mich: Wenn Simon Brandstetter frei im Kopf ist und er intuitiv seine Entscheidungen trifft, kann er sowohl im eins gegen eins als auch beim Abschluss in Liga 2 problemlos mithalten. Es ist so offensichtlich, dass er sich oft selbst im Weg steht, ihm oft zu viele Handlungsmöglichkeiten durch den Kopf gehen. Ich hoffe sehr, seine Intuition des gestrigen Tages bleibt ihm in den Pflichtspielen erhalten.

Beim Cup der Traditionen deutete der MSV-Museum-Verein zudem an, was möglich sein kann, wenn es denn einmal eine Dauerausstellung zum MSV Duisburg geben wird. „Final Four“ hieß die kleine Ausstellung zu allen Pokalendspielen, an denen der MSV teilgenommen hatte. Ich habe die Ausstellung zum Anlass genommen ein paar Interviews zu machen. In den nächsten Tagen könnte ihr dann zu Plänen und Möglichkeiten hier etwas lesen.

Die Möglichkeit sich von allen Spielern des MSV Autogramme geben zu lassen, wurde übrigens nach dem Cup von sehr vielen Anhängern des MSV genutzt. Bei solch einer Schlange mussten die Spieler nach dem Duschen nochmals kräftig ran.

Man darf sich vor Saisonbeginn auch wohl fühlen

Am Freitag begann der professionelle Fußball in Deutschland die Saison 2017/2018. Der KSC nahm im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück sein Projekt direkter Wiederaufstieg auf und in Karlsruhe musste man feststellen, so einfach ist das nicht mit dem sofortigen Wiederaufsteigen. Ein Unentschieden stand zu Buche statt eines Heimsiegs. Das geht mir durch den Kopf, weil dieser Verein so eindeutig zum Meisterschaftsfavoriten ausgerufen wurde wie schon lange kein Verein mehr in der 3. Liga. Das geht mir durch den Kopf, weil ich neulich vom Blogger-Kollegen aus Ingolstadt zur letzten Saison befragt wurde und unser aller Hadern mit der Spielweise des MSV wieder so lebendig vor mir stand. Es ist schwerer aufzusteigen als die Liga zu halten. Davon bin ich überzeugt. Ob das den Fakten Stand hält, müsste die Sportwissenschaft mal klären. Für mich ist das Erfahrungswissen aus meinem Sport Basketball, das ich auf die andere Sportart mit dem Ball am Fuß anwende.

Gestern hörte ich dann vom weiteren Verlauf des Spieltags, ich hörte von Siegen und Unentschieden in Spielen mit Vereinen, deren Namen mich noch viel weiter in die Vergangenheit warfen als nur das Auftaktspiel. Meppen ist zurück im professionellen Fußball, jener Verein, der jahrelang sinnbildhaft für die 2. Liga stand. Heute klingt dieser Name fast schon exotisch für mich. Jena, Halle, Erfurt, Magdburg, Zwickau, Chemnitz, Rostock, das klingt nach Oberliga DDR und sie ist als Teil der 3. Liga vor Jahren schon wieder geboren worden. Das ist oft schon bemerkt worden und ich denke ein wenig darüber nach, habe eine Art historisches Interesse und dabei bleibt es dann. Lotte, Münster und Fortuna Köln werden in irgendeiner Fußballsendung genannt und ich höre gar nicht richtig hin.

Ich freue mich auf den Cup der Traditionen heute, ich sehe einem entspannenden Tag entgegen, an dem ich Freunde treffe, an dem ich den MSV Duisburg der Saison 2017/2018 zum ersten Mal überhaupt sehen kann. Noch geht es nur darum zu schauen, was gelingt und was noch verbessert werden muss. Um Punkte geht es erst in dern nächsten Woche. Der Saisonstart für den MSV Duisburg eine Woche nach der 3. Liga fühlt sich gut an. Das will ich jetzt genießen.

Halbzeitpausengespräch: Masterarbeit braucht Empirie – Eine Umfrage

Eure Meinung ist gefragt. Der Mainzer Student Michael Neidel untersucht in seiner Masterarbeit, wie Fußballfans jene Angebote bewerten, die derzeit  für den Stadionbesuch entwickelt werden. Damit ihr wisst, welche Entwicklungen er meint, hat er im unten stehenden Text einige beispielhaft erwähnt.

Unter allen Teilnehmern verlost der Student zwei 15 €-Gutscheine von amazon.

Teilnehmen kann jeder, der in der vergangen Bundesliga-Saison 2016/2017 einmal ein Stadion der 1. Bundesliga besucht hat.

Nun also, Michael Neidel, bitte schön:

Umfrage zur Akzeptanz von medialen Innovationen im Fußballstadion

Die neue Bundesliga-Saison bringt nicht nur auf dem Platz mit der Einführung des Videobeweises eine erneute, technische Weiterentwicklung des Sports mit sich. Auch die Zuschauer in den modernen Fußball-Arenen könnten bei einem Stadionbesuch zeitnah von medialen Innovationen profitieren.
Schon jetzt haben Vereine wie Borussia Dortmund und FC Bayern München ihre Arenen mit einem eigenen WLAN-Zugang ausgerüstet, den Zuschauer während ihres Stadionbesuchs kostenfrei mit ihrem Smartphone nutzen können. Doch dies ist erst der Anfang.
Mit einer Stadion-App wird es beispielsweise bald möglich sein, vor dem Spiel gezielt einen freien Parkplatz am Stadion zu finden, sich während dem Spiel Essen und Getränke direkt an seinen Platz liefern zu lassen oder sich Live-Statistiken zum Spiel auf seinem Smartphone anzeigen zu lassen. Aktuell bereits ebenfalls möglich gemacht durch die Wearable-Technologie, ethisch und regeltechnisch aber sehr umstritten: Die Anzeige von Körperwerten der Spieler (z.B. Pulsschlag) während eines Spiels.
Darüber hinaus könnte es die Technik der Holographie sogar ermöglichen, ein Auswärtsspiel als holographische Übertragung, lebensgroß und in 3D, im heimischen Stadion zu verfolgen. Doch wollen wir Zuschauer das alles überhaupt? Schon die Einführung von Hawk-Eye oder Videobeweis wird unter den Traditionalisten des Fußballsports kontrovers diskutiert.

Leserinnen und Leser vom Zebrastreifenblog lade ich herzlich zur Teilnahme an der Umfrage ein – weiter mit einem Klick.

 


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