Mittwochs ist vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen die Welt nicht ganz in Ordnung

Haben wir in Duisburg, also der MSV, eigentlich mal irgendwas aus Sandhausen zurückbekommen für unseren Anteil daran, dass der SV Sandhausen sich in den letzten fünf Jahren als etablierter Zweitligist betrachten kann? Mir fällt als Gegenleistung für unseren Zwangsabstieg 2013 nichts ein. Die meisten von euch wissen das, nur unser Zwangsabstieg verhinderte den direkten Wiederabstieg des Aufsteigers Sandhausen. Seitdem klappt es ganz gut mit der Zweiten Liga und Sandhausen.

Aber in den gegenwärtigen Zeiten der Weltverschwörungstheorien könnten Fans von abstiegsbedrohten Traditionsvereinen wie etwa Kaiserslautern natürlich gleich über Abhängigkeiten hinter den Kulissen nachdenken. Ominöse Strohmänner besprechen Gefälligkeiten und solche Dinge. Die Bilanz lässt schließlich manchen Verdacht zu. In fünf Spielen gab es vier Siege und ein Unentschieden für den MSV. Das ist doch nicht normal.  Ist das ohne Gefälligkeit erklärbar?  Wahrscheinlich war es sogar so, dass die zwei Siege des MSV in der Saison 2012/2013 schon eine verdeckte Vorleistung für den Zwangsabstieg war. Logisch ist das nicht, aber heute darf man doch nichts mehr glauben, oder sagen wir, man darf alles glauben, was so in die Welt hinein posaunt wird.

Ich muss mich zügeln, sonst heißt es gleich wieder, im Fußball habe Politik nichts zu suchen. Ihr wisst, meine Meinung ist das nicht. Trotz solcher grundsätzlichen Sätze gibt es nämlich sehr klar benennbare Ereignisse, in denen sich das Politische in einem Stadion sehr deutlich zeigt. Das Spiel gegen Sandhausen gehört zu diesen Ereignissen allerdings nicht. Ich weiß auch nicht, wie ich darauf jetzt gekommen bin.  Vielleicht weil ich entsetzt darüber bin, dass CSU-Kollege Dobrindt höchst erfreut dem ungarischen Autokraten Orban zu seinem Wahlsieg gratuliert, noch sehr viel freundlicher als sein Kollege Seehofer. Er bezeichnet ihn und seine Partei tatsächlich als „bürgerlich-konservativ“. Ihm ist ein Politiker ein Freund, der die Unabhängigkeit von Medien, Wissenschaft und Gerichten einschränkt, wo es eben nur geht. Das macht einem doch Gedanken.

Nun habe ich nur solche zu Sorgen gewordenen Gedanken im Kopf, und schon komme ich von Hölzken aufs Stöcksken, obwohl ich eigentlich nur den sympathischen Clip zum hundertjährigen Jubiläum vom SV Sandhausen posten wollte. Er versammelt schöne Bilder aus der Vereinsvergangenheit, die uns zeigen, was Sport ausmacht. Die Geschichten von glorreichen Siegen und dem vollkommenen Glück danach gibt es für jeden Verein. In Sandhausen werden sie erzählt über die Amateurmeisterschaft und zwei Pokalsiege gegen Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart – vor allem ab Minute 3.10 etwa. Auf welchem Rasen damals noch Fußball gespielt wurde. Großartig.

 

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