Bitte, liebe Zebras, glaubt nicht, was die Online-WAZ titelt!

Gestern, auf der Fahrt nach Berlin war ich noch entspannt. Jetzt gerade aber kriecht die Sorge in mir hoch. Schuld ist die Online-Redaktion bei Funkes. Soweit ich weiß, verantworten die Online-Leute auch die Online-Titel der Printredaktionen. Eigentlich wollte ich nur kurz schauen, was die Heimat noch Neues zum MSV weiß. Doch was muss ich bei der Online-WAZ als Titel des Vorberichts zum Spiel lesen? Was für ein Omen!

Der MSV muss doch nichts abliefern. Liebe Leute, seid ihr verrückt? Wenn überhaupt, muss der MSV liefern. So heißt dieses ausgeuferte Wirtschaftssprech, das im Sportsprech vor langer Zeit begierig aufgenommen wurde. Beim Abliefern denke ich sofort an drei Punkte, die in Berlin gelassen werden und nicht an eine Leistung, die gezeigt wird.

Nicht dass einer der Spieler auf die Idee kommt, diesen Titel zu lesen. Ihr kennt doch die self-fulfilling prophecy und die Wirksamkeit dessen, woran eigentlich nicht gedacht werden sollte. Oh Gott, oh Gott, mein Vertrauen in die Mannschaft verträgt solche Nebengeräusche nicht. Dieses Vertrauen ist nicht so groß, als dass ich solche kleinen Begleiterscheinungen als unwichtige Spielerei abtun könnte.

Der Druck auf die Mannschaft heute Abend ist immens groß. Hat je ein Trainer länger weiter gearbeitet, wenn im Vorbericht zu einem Spiel die Standardsätze des Entlassungsunkens fielen, bei einer Blabla-Niederlage wäre Blablabla wohl nicht mehr zu halten. Ich frage mich, ob die beabsichtigte Kontinuität überhaupt wieder herstellbar ist. Selbst wenn die Mannschaft heute erfolgreich ist, wird es Ilia Gruev weiter schwer haben. Um die Stimmung bei den Anhängern des MSV zu verändern, kann sich die Mannschaft über mehrere Wochen keine schlechten Spiele mehr erlauben. Ich wünsche so sehr Kontinuität beim MSV Duisburg. Gleichzeitig weiß ich, dass die Diskussion um Ilia Gruev nicht mehr alleine durch die vor der Saison erhoffte Leistung beendet werden kann. Wahrscheinlich müsste die Mannschaft sehr viel besser spielen, als es das Saisonziel Klassenerhalt erwarten lässt. Erst dann wird Ilia Gruev die Zweifel an seiner Arbeit beseitigt haben. Eigentlich ist das kein schlechter Gedanke. Eigentlich könnten die Zebras heute bei Union damit beginnen, sehr viel besser zu spielen, als wir es erwarten.

Ein Feuerwerk möchte die Mannschaft entzünden, sagt Lukas Fröde. Das gefällt mir deutlich besser als irgendetwas abzuliefern. In Berlin habe ich übrigens gelesen, dass die Umkleideräume der Gäste saniert werden und die Mannschaft sich deshalb in Containern umziehen muss. Ein gutes Omen! Zurück zu den Wurzeln, heißt das. Zurück zu dem, was diese Mannschaft in den letzten zwei Jahren ausgezeichnet hat. Zurück zum Erfolg.

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