Archiv für Dezember 2018

Frohe Weihnachten mit dem Adventskalender – 24. Türchen

In den klassischen Adventskalendern versteckt sich hinter dem 24. Türchen ja immer ein besonderes Stück Schokolade. Entsprechend sollte hier dann eine besondere Geschichte über den MSV stehen.

Leider kommt mir das gerade so vor, als gäbe es für diese Ereignisse der Vergangenheit keine Fortführung in der Gegenwart. Das ist die Krux mit der just-in-time-Produktion. Na, sagen wir fast-in-time. Die Niederlage gegen Dresden verstellt mir noch immer den Blick auf das thematische Zentrum des Zebrastreifenblogs. Das wird bestimmt auch wieder anders.

So kommen heute meine Wünsche ohne einen weiteren Gedanken an Fußball aber mit ganz besonderer Weihnachtsmusik aus dem Pott. Wenn euch dabei der MSV in den letzten Spielen dennoch durch den Kopf geht, kann ich auch nichts dran ändern.

Frohe Weihnachten!

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Man kann nicht nicht einen Spielbericht schreiben

Man kann nicht nicht kommunizieren. Von Herrn Watzlawiks Satz haben schon viele Menschen gehört oder gelesen. Er passt in gewisser Weise zu meinen Worten heute.  So schreibe ich auch ohne viele Worte zur 1:3-Niederlage des MSV gegen Dynamo Dresden einen Spielbericht. Ich hatte es schon mehrmals angedeutet, und heute passiert es. Mir fällt zu dieser Niederlage nichts mehr ein, was über das Spiel hinaus führt. Deshalb schreibe ich auch nichts zu dieser Niederlage. Ich war trotz Erkältung im Stadion, ich habe das Spiel gesehen, ich habe gesehen, was alle gesehen haben und das braucht keine Wiederholung in Worten, wenn diese Wiederholung nicht dem Spiel etwas hinzufügt, was diese schlechte Leistung des MSV erträglicher macht. Wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgestellt war, hat sie nicht funktioniert. Sinnbild dafür war Kevin Wolze, der im defensiven Mittelfeld von Anpfiff an unsicher wirkte, bloß keinen Fehler machen wollte und deshalb einen Fehlpass nach dem anderen spielte. Bedeuteten Worte zur Mannschaftsleistung also auch Worte zu Thorsten Lieberknecht? Kein Wort mehr. Es ist Heiligabendmittag, und man kann nicht nicht einen Spielbericht schreiben. Das ist schon klar. Manchmal reichen auch nicht gesagte Worte, um zu wissen, wie ein Spiel gewesen ist.

Der Adventskalender als Spieltagshoffnung – 23. Türchen

Keine Nebensächlichkeit ist die tagesaktuelle Adventskalenderproduktion, wenn der 23. Dezember noch ein Spieltag der laufenden Saison ist. Dann hört ihr beim Öffnen des Türchens und weiterhin angeschlagener Gesundheit vor allem mein dreimaliges „ja“, als in Ingolstadt der Jahn, in Hamburg St. Pauli und in Bielefeld der FC Heidenheim jeweils in Führung gingen. Allein Sandhausen meinte, mit einem Unentschieden wollen wir mal Leben in den Abstiegskampf bringen. Also, liebe Zebras, auch wenn gleich auf dem Rasen nicht nur die Tiefe des Raumes sondern auch die Tiefe Kaders geprüft wird, ein Unentschieden reicht zwar für die alten Verhältnisse, weitaus schöner wäre aber ein Heimsieg trotz der vielen Spielerausfälle.

Inspirierend könnte vielleicht Kevin Wolzes Freistoßtor aus dem letzten Jahr sein.

Ein erneuter 2:0-Sieg gefiele uns allen wohl sehr.

Adventskalender meiner kurzen Nebensächlichkeiten – 22. Türchen

Mit Fieber wird das Spielplakat der Vergangenheit zur Hauptsache. Keine Nebensächlichkeit ist zudem, dass Ilia Gruev neun Tage nach dem Spiel des MSV gegen Sofia sechs Jahre alt wurde und der Verein seiner Heimatstadt trotz des 3:2-Sieges vom MSV eine Runde weiterkam. Das Rückspiel endete mit einer 1:2-Niederlage. Auswärtstore zählen doppelt. Levski Spartak Sofia wurde dann laut Wikipedia auch der erste Verein von Ilia Gruev im Seniorenbereich

Adventskalender meiner kurzen Nebensächlichkeiten – 21. Türchen

Nebensächlich ist die krankheitsbedingte Produktionsschwierigkeit heute, die allerdings zugleich zur Hauptsache wird. Beim Öffnen des Türchens kann ich allenfalls den Zebratwist erklingen lassen.

Adventskalender meiner kurzen Nebensächlichkeiten – 20. Türchen

Nebensächlich wird ein vergebener Konter durch Michael Tönnies dann, wenn das Endergebnis stimmt. In der Saison 1989/1990 kehrte der MSV Duisburg nach den Oberligajahren in den Profifußball zurück. Am ersten Spieltag mussten die Zebras bei Alemannia Aachen antreten. Zwei Tore von Uwe Kober und der jubelnde Wilibert Kremer nach dem Schlusspfiff weisen darauf hin, dass ich das Endergebnis heute nicht verschweigen muss. 2:1 gewann der MSV. Der Sieg war die Grundlage für eine solide Saison in der Zweiten Liga. Zu Beginn des Spiels ist deutlich zu sehen, Stadionzäune waren seinerzeit noch aus nachgiebigerem Material als heute. Dem Sportreporter hat dieses Sicherheitsprüfverfahren der Zebrafans nicht gefallen.

 

Adventskalender meiner kurzen Nebensächlichkeiten – 19. Türchen

Je größer der Abstand zu einem historischen Ereignis, desto mehr verschwindet das Faktische des Geschehens, desto freier verfügbar sind die Bilder der Vergangenheit. Das wird übrigens gerade im Ruhrgebiet wieder deutlich. So, wie der Kohleabbau romantisiert wird, werden Ausbeutung und Arbeitsbedingungen der Bergleute zu Interessengebieten von Fachhistorikern. Deshalb sind die Ergebnisse dieser zwei Spiele des Meidericher SV im Clip unten auch zu vernachlässigen. Wer sie unbedingt braucht, kann sie mit einem Klick im Folgenden erfahren. Bewegtbilder gibt es aus der 1963/64 vom Auswärtsspiel gegen Preußen Münster und aus der Folgesaison ab Minute 3.00 etwa vom Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Dabei ist es wiederum nicht nebensächlich, das Wedaustadion zu sehen.


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