Man kann nicht nicht einen Spielbericht schreiben

Man kann nicht nicht kommunizieren. Von Herrn Watzlawiks Satz haben schon viele Menschen gehört oder gelesen. Er passt in gewisser Weise zu meinen Worten heute.  So schreibe ich auch ohne viele Worte zur 1:3-Niederlage des MSV gegen Dynamo Dresden einen Spielbericht. Ich hatte es schon mehrmals angedeutet, und heute passiert es. Mir fällt zu dieser Niederlage nichts mehr ein, was über das Spiel hinaus führt. Deshalb schreibe ich auch nichts zu dieser Niederlage. Ich war trotz Erkältung im Stadion, ich habe das Spiel gesehen, ich habe gesehen, was alle gesehen haben und das braucht keine Wiederholung in Worten, wenn diese Wiederholung nicht dem Spiel etwas hinzufügt, was diese schlechte Leistung des MSV erträglicher macht. Wie die Mannschaft in der ersten Halbzeit aufgestellt war, hat sie nicht funktioniert. Sinnbild dafür war Kevin Wolze, der im defensiven Mittelfeld von Anpfiff an unsicher wirkte, bloß keinen Fehler machen wollte und deshalb einen Fehlpass nach dem anderen spielte. Bedeuteten Worte zur Mannschaftsleistung also auch Worte zu Thorsten Lieberknecht? Kein Wort mehr. Es ist Heiligabendmittag, und man kann nicht nicht einen Spielbericht schreiben. Das ist schon klar. Manchmal reichen auch nicht gesagte Worte, um zu wissen, wie ein Spiel gewesen ist.

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