Nicht mal eine Chance durch den Tabellenrechner

Mehr als meine Worte von gestern über den Blick auf die Vergänglichkeit braucht diese Niederlage gegen den VfL Bochum eigentlich nicht. Das Vergängliche lässt sich nicht mehr verdrängen. Es wird ein Ende der Saison geben, und meine Hoffnung wird immer geringer, dass diese Saison für den MSV Duisburg ein gutes Ende nimmt.

Nicht das Ergebnis ist entscheidend. Gegen den VfL Bochum kann der MSV Duisburg 2:1 verlieren. Wie diese Niederlage zustande kam, zerbröselt jedes meiner fantasierten Bilder von erfolgreichen Spielern der Zebras. Auf ein Unentschieden hatte ich gehofft. Stattdessen hatte ich in der ersten Halbzeit schon Angst vor einer demütigenden Niederlage mit vier bis fünf Toren Unterschied. So schlimm ist es nicht geworden. Das ist aber auch schon zugleich die bittere Einsicht dieses Spiels.

Der MSV kann allenfalls sehr hohe Niederlagen verhindern. Mehr ist nicht drin. Tore gelingen der Mannschaft nur, wenn der Gegner krasse Fehler macht. Die Tore gegen den MSV fallen nach kleineren Fehlern in der Defensive. Ein Gegner wie der VfL kann auch kleine Fehler nutzen. Darin drückt sich auch das unterschiedliche Leistungsvermögen beider Mannschaften aus.

Seitdem ich den Zebrastreifenblog schreibe, habe ich in einem Abstiegskampf der jeweiligen Saison immer eine Mannschaft des MSV gesehen, die mir Hoffnung machte. Auch wenn sie wie im ersten Zweitligajahr nach dem Wiederaufstieg  in der Relegation den Abstieg dann doch nicht verhindern konnte. Ich habe bislang immer diese Hoffnung mit dem Tabellenrechner untermauern können, wenn ich in meiner Prognose die ungünstigsten Spielergebnisse für den MSV berücksichtigt habe.

In dieser Saison sehe ich keine Chance für Hoffnung durch den Tabellenrechner. Denn meine Prognosen waren ja nicht blind gegenüber der Realität. Für meine Prognosen braucht es aber den Glauben, dass den Spielern zwar Fehler unterlaufen, diese Fehler aber durch das Erzielen eigener Tore behoben werden können. Mit realistischem Blick auf diese Saison gibt es diese Tore so gut wie nie. Fehler allerdings geschehen immer. Daran ändert auch ein Tabellenrechner nichts. Natürlich beginnt am Freitag das Spiel gegen Darmstadt mit einem 0:0. Momentan sage ich, genau das ist das Problem: Kein Tor Vorsprung beim Anpfiff. Ich kann nur hoffen, die Spieler des MSV finden den Glauben an den Erfolg schneller wieder als ich.

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3 Responses to “Nicht mal eine Chance durch den Tabellenrechner”


  1. 1 meykel dänecke 30. Januar 2019 um 10:44

    …Los lass dich nicht hängen…abgerechnet wird zum Schluss…..

    Gefällt 1 Person


  1. 1 Verdienter Sieg heißt, die Statistik angemessen deuten | Fakten und Gerüchte aus dem Stadionbus Trackback zu 3. Februar 2019 um 12:27

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