Archiv für Juli 2019

Unbedingt lesen – Kiels Sportdirektor Fabian Wohlgemuth im 11Freunde-Interview

Hellauf begeistert bin ich über das Interview, das Tobias Ahrens für 11Freunde mit dem Sportdirektor von Holstein Kiel Fabian Wohlgemuth geführt hat. Was für ein tiefer und lebendiger Einblick in die Arbeitsbedingungen in der 2. Liga und damit auch in die des MSV Duisburg beim Pendeln zwischen eben jener und der Dritten Liga.  „Uns brechen die Argumente weg“ ist das Interview betitelt, und das bezieht sich auf die inzwischen unfassbar große Gehaltslücke, die zwischen Bundesliga und Zweiter Liga für Spieler klafft. Aber das ist nur ein kleiner Aspekt des Interviews. Tobias Ahrens und Frank Wohlgemuth beleuchten Grundlagen für Entscheidungen, Strategien und Konkurrenzsituation. Ganz starkes Interview. Auftritt Tobias Ahrens und Fabian Wohlgemuth, bitte schön:  „Uns brechen die Argumte weg“.

Ein Auftaktsieg als Balsam für die Zebraseele

Was waren wir ausgehungert. Was machte das Freude, einen 4:1-Sieg des MSV endlich wieder einmal zu sehen. Was machte das Spaß, drei Tore in so kurzer Zeit mit einer Konsequenz ausgespielt zu sehen, für die ich in den vergangenen zwölf Monaten nur seltene Beispiele mühsam erinnere. Besser als mit solch einem Sieg kann eine neu zusammengestellte Mannschaft nicht in die Saison starten.

Die SG Sonnenhof Großaspach bot sich als überaus geeigneter Gegner für den ungewissen Saisonstart an. Die Mannschaft war nicht gut genug, um die vorhandenen Abspielfehler beim schnellen Kombinationsspiel mehr als einmal auszunutzen. Zugleich war sie stark genug, um einen MSV, der es nach dem vierten Tor langsamer angehen lassen wollte, in Bedrängnis zu bringen. Das zeigte auf, wie souverän mit welcher Anstrengung dieser MSV tatsächlich momentan ein Spiel gestalten kann. Das Spiel gegen Großaspach machte Spaß und ließ dennoch keine Euphorie aufkommen. Zu offensichtlich waren Schwächen des MSV, die den eingespielte Konkurrenten um den Aufstieg Zuversicht geben werden. Noch!

Wie entlarvend übrigens, wenn auf der Pressekonferenz nach diesem ersten Spieltag dem Herrn von der BILD als erste Frage nach den Stellungnahmen der Trainer die nach dem Spielglück in den Sinn kommt. Mit einfacher Sicht auf diese Welt fällt es allerdings auch leichter, berufsbedingt ständig den Menschen zu begegnen, über die man gerade noch Unwahrheiten öffentlich verbreitet hat. Torsten Lieberknecht wusste auch nicht recht etwas mit dieser Frage anzufangen. Verständlich. Was wir auf dem Spielfeld gesehen haben, lag nicht am Spielglück. Um es mit einem Bonmot zu sagen, das ist das Letzte, was mir als erstes nach dem Spiel eingefallen wäre. Wir haben eine Mannschaft gesehen, die in jeder Hinsicht schneller dachte und handelte als die Mannschaft in der letzten Saison. Das hat nichts mit Glück zu tun. Was auf dem Spielfeld geschah, beruht auf dem Können jedes einzelnen Spielers, das im mannschaftlichem Gefüge seinen Platz fand. Wie das gegen einen besseren Gegner aussieht, werden wir nächste Woche gegen Ingolstadt schon sehen.

Nichts gegen den Großaspacher Trainer, aber seine Ansicht, die Mannschaft hätte sich den Ausgleich nach der 1:0-Führung des MSV verdient, scheint mir doch sehr von der Enttäuschung geprägt. Dieser Ausgleich fiel nach einem dieser Fehler des MSV im Aufbauspiel noch vor der Mittellinie. Der Ausgleich war überraschend. Spielerisch überzeugten die Großaspacher nur in der Anfangsphase, als die Zebras mit ihrer Nervosität zu tun hatten und nach dem hohen Rückstand, als die Zebras nicht mehr so intensiv im Spiel waren.

Meine Saisonvorbereitung hat ja mangels Zeit nicht stattgefunden. Ich stand also in der Kurve vor dem Spiel und kurioserweise hatte ich den Eindruck, nicht einen Spieler auf dem Spielfeld zu kennen. Das allgegenwärtige Neue hatte mir auch die bekannten Gesichter fremd gemacht. Nach einiger Zeit erinnerte ich mich an einen Spieler namens Stoppelkamp, etwas länger brauchte ich für seinen Kollegen Daschner. Ich wusste, ich kannte den Namen Albutat, aber ich fand ihn nirgendwo unter all den neuen Spielern, deren Namen ich bislang einmal bei der Nachricht von der Verpflichtung gelesen und wieder vergessen hatte, geschweige denn dass ich mir je ein Bild von ihnen hatte angesehen.

Allerdings war ich nicht der einzige, der die Orientierung verloren hatte. Das wurde mir klar dank der historischen Anzeigetafel des MSV aus den Anfängen des 21. Jahrhunderts. Irgendein nicht schnell  zu behebender Fehler machte die  Spielerankündigung zum Namensquiz. Ein schwarzer Balken verdeckte die Nachnamen und so verriet die Lautstärke des Publikumschors beim Rufen des Nachnamens vom angekündigten Spielers, bei wem wir Fans noch etwas oder auch sehr viel mehr Nachhilfe in Sachen Gesichtserkennung benötigen. Mir geht es dabei noch schlechter als der Mannschaft des MSV, ich habe weiter keine Zeit für das Training. Ich muss meine Leistung im laufenden Spielbetrieb verbessern. Ich hoffe, die Zebras und ich, wir werden uns im Erfolg ergänzen.

Nun aber wieder ins Wortewerk Dortmund. Noch 15 Texte fürs neue Buch. Danach Verwandlung zur Fotowerkstätte für 111 Fotografien. Ich freue mich auf die nächste Pause beim Spiel gegen Ingolstadt.

Samstag

Kurz auftauchen aus dem Dortmund-Wortewerk-Tunnel fürs neue Buch. Kaum schaue ich mich mal etwas länger in Dortmund um, schon ist die Sommerpause vorbei. Die Ergebnisse des Umschauens sind aber noch gar nicht alle in Worte gebracht. Das bedeutet, am Samstag gegen Großaspach Spielernamen lernen, Heimsieg feiern sowie vermisste Stehplatzkumpel treffen und am Ende des Tages drei Texte, besser vier geschrieben haben. Wie lange wächst man an den Aufgaben?, frage ich mich gerade am Laptop und freue mich aufs Stadion. Außerdem habe ich die ganze Zeit schon ein paar Worte zum „MSV – der Bionade des Fußballs“ im Kopf. Ob ich die noch geschrieben bekomme oder nur neugierig gemacht habe, um drüber zu sprechen? Samstag zum Beispiel. Wäre auch eine Möglichkeit. Wir sehen uns.

 

 

Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 43: Mike Malak mit Junge aus dem Ruhrgebiet

Auf dem Standbild des Youtube-Clips steht country music und Mike Malak präsentiert sich im Standbild auch als Großstadtcowboy. Der Sound von „Jungs aus dem Ruhrgebiet“ zieht aber deutlich in den Rock. Da hatte ich von Country George schon Songs in meiner Sammlung, die deutlicher im Country zu Hause waren. Im Text hören wir die bekannten Bilder rund um Ehrlichkeit, Pommes, Bier und Herzlichkeit. Das ist was für die Straßenfeste der Region, kein wirklicher Song zum Aufmerken, aber beim Bier mitwippen und mit den Kumpels quatschen geht ganz gut. Mehr habe ich allerdings auch nicht von Mike Malak gefunden.

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Alle Folgen


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