Es gibt schlimmeres als im Pokal auszuscheiden – Erkannt und vorgetragen von Sarah Hakenberg

Die Wirklichkeit hielt sich dann doch nicht an meine gestern fantasierte Grundschularithmetik zum Pokalspiel des MSV gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Der MSV hat trotz guten Spiels 2:0 verloren. Es muss eben zum guten Spiel gegen einen Bundesligisten noch etwas hinzukommen. Das könnte man dann Glück nennen. Dieses Glück muss aber gut erkennbar sein. Wenn dieses Glück sich als Spieler an der Außenlinie entpuppt, der ein krasses Abseits aufhebt, versteckt es sich zu sehr. Dann erhält zwar Moritz Stoppelkamp den Ball wider Erwarten, alleine vor dem Torwart stehend, knapp außerhalb des Fünfmeterraums nach einer für Hoffenheim eigentlich halbwegs geklärten Situation.  Doch er wie auch die meisten von uns auf den Rängen wähnt sich dann im Abseits und schießt nur halbherzig auf das Tor. Wenn ich recht überlege, war das gar kein wirkliches Glück. Da hat sich der Zufall einen Scherz mit uns erlaubt.

Sobald die Hoffenheimer in der Offensive Tempo aufnehmen konnten, wurde es gefährlich. In der ersten Halbzeit folgte dem trotzdem nicht so oft ein Abschluss aufs Tor. Spektakuläre Rettungstaten verschiedener Spieler in der Defensive verhinderten die freien Schüsse auf das Duisburger Tor. Dagegen offenbarten die Angriffe der Zebras, dass die Mannschaft schlechter strukturierte Defensiven aus der 3. Liga gewohnt war. Durch das schnelle Kurzpassspiel, abgewechselt mit dem Dribbling der Offensivkräfte, wurde zwar das Mittelfeld immer wieder mal beeindruckend überbrückt. Doch der notwendige letzte etwas längere Pass in die Schnittstellen der Defensivreihe wurde jeweils problemlos abgefangen.

Es war schon zuvor klar, wenn im Pokalspiel ähnliche Fehler vor dem Strafraum geschähen wie in Würzburg, würde der MSV mit sieben oder acht Gegentoren noch gut bedient sein. Nun passierten nicht so viele Fehler und dennoch trat ein, was zu befürchten war. Zwei Fehler reichten den Hoffenheimern für ihre Tore. Andererseits wäre es vermessen, vom mutigen Spiel des MSV Fehlerlosigkeit zu erwarten.

In einer etwas orientierungslosen Gegenwart, in der wir uns doch um grundlegende Werte des Zusammenlebens kümmern sollten, darf man auch gerne etwas lauter davon sprechen, dass dieser Bundesligist sich nicht zu Schade war, einen Schiedsrichterball in der ersten Halbzeit in den eigenen Reihen zu behalten, obwohl bei Spielunterbrechung wegen eines verletzten Hoffenheimer Spielers, der ohne Gegnerkontakt zu Boden gegangen war, der MSV in Ballbesitz war. Leider folgt dem kein Ausgleich durch eine höhere Gerechtigkeit. Darum müssen wir uns schon selbst kümmern. Zum Beispiel indem nicht nur ich das als schlechtes kritikwürdiges Verhalten benenne.

So, und nun der Blick nach vorn. Außerdem gibt es schlimmeres als im Pokal gegen Hoffenheim auszuscheiden. Sarah Hakenberg weiß das genau.

2 Responses to “Es gibt schlimmeres als im Pokal auszuscheiden – Erkannt und vorgetragen von Sarah Hakenberg”


  1. 1 Chippo 30. Oktober 2019 um 13:43

    Ich lese nur: MIMIMI

    Gefällt mir


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