Archive for the 'Duisburg' Category

Sportlicher Erfolg der TanZebras bringt sozialem Engagement Aufmerksamkeit

Wenn ich wie am Freitag im Innenhafen auf einer Bühne Fußballlyrik lese, Erlebnissen mit dem MSV Komik abgewinne und Fußballschlager singe  (mit dem Klick geht es zur Besprechung), könnte manchem Zuhörer der Gedanke kommen, der MSV und Glücksgefühle finden selten zueinander. Statt von großen Erfolgen zu schwärmen, geben mir oft Niederlagen Anlässe für meine Texte. Und wenn dann doch einmal wie im Pokal ein bedeutender unerwarteter Sieg zu feiern ist, steht mit dem nächsten Punktespiel die Enttäuschung schon vor der Tür.

Deshalb erinnere ich kurz vor Ende meines Programms immer daran, das eigene Glück nicht vom Handeln anderer abhängig zu machen. Ich erinnere daran, dass jeder selbst entscheidet, was er aus seiner Verbundenheit mit dem MSV macht. Dabei weise ich auch auf die im Fanumfeld entstandenen Initiativen hin, die ganz unterschiedliche soziale Projekte fördern. Gemeinsam ist allen, dass sie über den Fußball hinaus wirken und damit gemeinschaftlichen Sinn befördern, sei es in Duisburg selbst oder sogar mit dem Blick auf die Weltgemeinschaft in anderen Ländern.

Momentan prasseln positive Nachrichten als Folge eines solchen Handelns über Duisburg, den MSV und die Zebraherde ein. Überall wird der fußballerische Erfolg vom TanZebras FC zum Anlass genommen, einen umfassenden Blick auf das von Anhängern des MSV initiierte Projekt in Tansania zu werfen. Die Welt berichtete (online nicht zu finden), was allerdings zu einer sehr eigenen Geschichte im Artikel wurde. Das wahre Geschehen konnten die Beteiligten darin nicht immer wieder erkennen. Wirklichkeit wird manchmal dann doch mehr für Lesererwartungen an die Welt in Tansania gemacht. Dass sich dabei die beteiligten MSV-Fans sogar ins schummrige Licht gestellt sehen, wird dabei billigend in Kauf genommen. Funkes aber schreiben im Lokalen vor allem über den Sport, Sat1 drehte für einen Beitrag und auch der DFB schmückt seine Seite damit, dass Fußball auch etwas anderes sein kann als ein umsatzstarker Unterhaltungsbetrieb. Was inhaltlich aber sehr viel mehr der Wirklichkeit entspricht als der Welt-Artikel.

2014 nahm das Ganze seinen Anfang, als eine Straßenfußballmannschaft vom Zebraherde-Mitglied Jörg Ahlbach mit einem MSV-Trikotsatz ausgestattet wurde. Im Jahr drauf erfolgte die Gründung eines offiziellen Vereins, der TanZebras FC. Zunächst gab es nur Freundschaftsspiele der Jugendlichen. In dieser Saison nun nahm der Verein zum ersten Mal am Ligabetrieb und kann nun aufsteigen. Das negative Torverhältnis dabei wirkt wie eine Hommage an unsere Zebras aus Deutschland.

Der überbrachte Trikotsatz führte außerdem zu einem weit reichenden Entschluss der damals Verantwortlichen bei der Zebraherde. Ein Waisenhaus der Planet of Hope Organization sollte nachhaltig unterstützt werden. Seitdem sind verschiedene Anhänger des MSV vor Ort gewesen und haben geholfen, dass die soziale Arbeit mit den Kindern langfristig und immer eigenständiger geschehen kann. Schon bei einem ersten solcher Besuche konnte ich im Zebrastreifenblog einen Bericht über diesen Aufenthalt mit Fotos als Gastbeitrag veröffentlichen.

Letztlich wurde die Unterstützung des Waisenhauses aus den Aktivitäten der Zebraherde ausgelagert und mit dem Zac e.V., der Zebras Activity Comunity, ein eigener Verein gegründet, der wiederum mit anderen Fanorganisationen kooperiert. So unterststützte etwa auch der Fanclub Innenhafen das Projekt. Der Zac e.V. verfolgt den Plan „für bis zu 60 besonders benachteiligte Kinder in Tansania ein schützendes und förderndes Kinderdorf samt eigenen Ausbildungsstätten“ zu finanzieren, zu bauen und zukunftssicher zu betreiben.

Zugleich unterstützen auch die jetzigen Verantwortlichen im Zebraherde e.V. weiter die Jugendlichen in Tansania. Coronabedingt sind Bildungsmaßnahmen aber ausgefallen, die finanziert werden sollten. Dahinter stand die Losung „Hilfe zur Selbsthilfe“. Deshalb liegt die Aufmerksamkeit momentan auf den Aktivitäten der Fußballspieler. Besondere Spenden ermöglichten etwa die erstmalige Krankenversicherung von Spielern. So ergänzen sich die zwei Vereine der MSV-Fans mit jeweils eigenen Schwerpunkten bei der Unterstützung des Projekts.

Wer das Projekt unterstützen möchtet, findet auf der Seite der TanZebras weitere Informationen. Spenden auf das Konto der Zebraherde e. V. brauchen den Verwendungszweck „Tanzebras“ oder „Tanzebras + Zweck“. Infos zur Zebraherde bei Facebook. Auch der Link zum Zac e.V. nochmals für weitere Informationen dort. Und nun viel Spaß mit dem TanZebras Song.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 43: Illegale Farben mit Duisburg

So weit ich mich erinnere, habe ich solch einen Song in meiner Heimatliedsektion Duisburg noch nicht präsentiert. Selbst wenn der Text die Stadt nicht weiter vorstellte, so tauchte doch zumindest das Wort Duisburg in einem Text auf. Nun gibt es Gelegenheit zu intensiver Textauslegung, heißt der Song der Kölner Band Illegale Farben doch Duisburg, ohne dass die Stadt im Text selbst auch nur einmal erwähnt wird. Mehr noch, zu hören ist ein Song über Selbstbezogenheit.

Die Musik erweist sich als luftige Gute-Laune-Melodie von einer Band, die sich zwischen Punk, NDW-Reminiszenz und Indie-Rock bewegt. Also, deutet schön und überlegt, ob Duisburg vielleicht doch mit dem „Du“ des Textes angeredet wird. Spricht die erste Strophe gar die Alltagswirklichkeit an? „Du bist verloren“, heißt es da. Und hören wir mit dem Refrain nicht das große Seufzen der Stadt? „Alles dreht sich nicht um dich. Alle drehen sich nur um sich.“

Ich darf ein wenig herumspinnen, weil es in Wahrheit eine sehr sympathische Erklärung für diesen Titel gibt, bei der einer der rührigen Kulturorte Duisburgs, das djäzz, eine gewichtige Rolle spielt. Mehr spoiler ich jetzt aber nicht. Wer es genau wissen will, hört in den zweiten Clip hinein, in dem die Band über das Entstehen des Songtitels redet und über ihr sehr hörenswertes Verhältnis zur Stadt.

Des Rätsels Lösung im Making of ab Minute 1.50.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Die 1. Zebraherde Filmnacht präsentiert als Stream MSV-Doku

Der Termin und Ort für die dritte Auflage des nächsten MSV-Kneipenquiz der Zebraherde standen schon. Wie so vielem anderen auch kam Corona dazwischen. Es hieß also, überlegen, was stattdessen getan werden kann. Das Ergebnis der Überlegungen ist die 1. Zebraherde Filmnacht. Neulich wurde die Doku Von Anfang bis Westende- Meidericher Vizemeister schon im provisorischen Autokino vom filmforum präsentiert. Nun heißt es am Freitag, Premiere für die weltweite Vorstellung über das Netz.

Ab 19.02 Uhr beginnt der Stream. Mit 5 Euro seid ihr dabei. Die Einnahmen kommen dem MSV zugute. Doch nicht nur der Film wird gezeigt. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel. Als Preise erwarten euch Fotos der Vizemeister-Mannschaft inkl. einiger Autogramme, ein Trikot vom MSV,  zwei Retro Bälle und mehr. Gegen Aufpreis von 2 Euro erhaltet ihr eine Sammelkarte vom MSV. Damit ihr wisst, wie ihr am bei der Filmnacht-Premiere dabei sein könnt, übernehme ich der Einfachheit der halber die FAQs aus dem MSVportalRückfragen könnte ihr über E-Mail, Facebook oder im MSVportal.
Was findet statt?
Die Zebraherde präsentiert in Zusammenarbeit mit dem MSV Duisburg die 1. Zebraherde Filmnacht. Gezeigt wird der Film „Meidericher Vizemeister“.Wann findet die Veranstaltung statt?
Am 15. Mai starten wir pünktlich um 19:02 Uhr mit dem Vorprogramm.Was kostet die Teilnahme?
Für nur 5 Euro seid ihr dabei. Nur zwei Euro mehr und ihr bekommt zusätzlich eine exklusive Sammelkarte vom MSV dazu, die wir euch nach der Veranstaltung per Post zuschicken.Wie kann ich teilnehmen?
Dazu schickt uns einfach eine Mail an info@zebraherde.de mit eurem Namen. So können wir überprüfen, ob ihr den Eintritt gezahlt habt. Etwa eine Stunde vor Beginn des Streams schicken wir euch den Link, mit dem ihr den Film Zuhause streamen könnt. Zusätzlich schicken wir euch eine kurze Testmail, um etwaige Buchstabendreher etc. ausschließen zu können.Wohin muss ich das Geld überweisen?
Bitte überweist das Geld auf das Konto der Zebraherde. Wir werden dann eine gesammelte Überweisung an den MSV tätigen. Bitte achtet darauf bei eurer Überweisung beide Verwendungszwecke anzugeben!Zebraherde e.V.
Sparkasse Duisburg
IBAN DE48 3505 0000 0200 2864 41
BIC DUISDE33XXX
Verwendungszweck 1: „Name – Mail-Adresse“
Verwendungszweck 2: „Spende MSV Duisburg e.V.“

Und nun noch der Trailer als Vorgeschmack.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 42: Jestic mit Immer noch hier (Duisburg-Lied)

Nach dem Zeitvertreib mit dem kabarettistisch inspirierten Ruhrstadt-Heimatlied von Matthias Reuter am Donnerstag habe ich heute eine neue Stadtteilfolge der Reihe für euch. Der Rap erweist sich mal wieder auch für Das Heimatlied Duisburg als ergiebige Quelle. Martin Lukas nennt sich als Rapper Jestic. Bei Facebook ist er mit seinen Projekten präsent.

Begonnen hat Jestic mit dem Rappen schon als Jugendlicher, was wir auch in seinem Song „Immer noch hier“ erfahren. Er reiht markante Erinnerungen seines Lebens in Duisburg aneinander. Blitzlichter wirft er auf seine Jugend in Hamborn und Marxloh; der MSV wird erwähnt, ein erster Videodreh. Seitdem sei viel passiert, und er sei immer noch hier. Die Erklärung dafür ist die Stadt selbst, und das Wortspiel mit dem emblematischen DU für Duisburg kennen und mögen wir:

„Immer wieder du
bist, was ich brauch, i
mmer wieder du,
du fängst mich auf,
immer wieder du
bist meine Frau.“

 

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Kickern beim Turnier des FC Innenhafen heißt MSV-Nachwuchs-Leistungszentrum unterstützen

Während am kommenden Samstag das MSV-Quiz seine Premiere hat, kann das MSV-Kickerturnier am 19. Januar im Atrium der Volksbank-Rhein-Ruhr schon mit Fug und Recht auf seine Tradition verweisen. Als halber Kölner darf ich das sagen, weil im Klüngelbezirk weiter südlich schon bei einem zweiten Mal gerne an die reiche Geschichte der jeweiligen Veranstaltung erinnert wird.
Das MSV-Kickerturnier findet sogar bereits zum dritten Mal statt. Verantwortet wird das Kickerturnier vom Fanclub Innenhafen. Es ist eine von sehr vielen Veranstaltungen, die den Anhängern des MSV Spaß im Moment ermöglichen und letztlich einem dienen: Die erzielten Gewinne werden dazu genutzt, die Arbeit des MSV und soziale Projekte in Duisburg zu unterstützen. Im November erst waren 100.000 Euro Spenden für verschiedene Zwecke erreicht worden. Das meiste Geld war an das Nachwuchs-Leistungszentrum geflossen. Pflegeheimen wurden für ihre Bewohner Eintrittskarten zu Heimspielen des MSV gekauft. Oder das Crowdfunding vom entstehenden Film über Marxloh wurde unterstützt.
So heißt es am Sonntag, den 19. Januar 2020 im Atrium der Volksbank-Rhein-Ruhr ab 15 Uhr Kickern für den guten Zweck. Einlass ist ab 14.30 Uhr. Noch sind Plätze frei. Die Anmeldung erfolgt als Team von mindestens 2 und maximal 4 Spielern. Gespielt wird im Turnier-Modus. Der gesamte Erlös geht an das MSV-Nachwuchs-Leistungszentrum. Die Startgebühr beträgt 40 € pro Team.  Firmen-Mannschaften können sich gegen eine zusätzliche Spende von 200 € ebenfalls anmelden. Dafür wird automatisch eine Spendenquittung ausgestellt. Die kompletten Turnierregeln finden sich mit einem Klick weiter. Wie es sich für ein Turnier gehört, erhalten die ersten drei Teams Pokale. Doch auch Verlierer erhalten die Chance zu gewinnen. Denn unter allen teilnehmenden Teams werden verschiedene Preise und Gutscheine verlost. Das sind VIP-und Logenkarten für ein MSV-Heimspiel, Brauereibesichtigungen, Fanshop-Artikel oder Restaurant-Gutscheine.
Doch Siege am Kickertisch sind das eine, das andere ist der so spürbare Spaß an dem Tag in diesen Räumen der Volksbank. Getragen wird dieser Tag von der Freude bei der Begegnung und dem Austausch zwischen all den Menschen, die den MSV in ihrem Herzen tragen.

Mit einem Klick geht es zur Anmeldung beim Fanclub Innenhafen.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 41: Frank Reuter – Ich bin DU

Es gibt einen Versuch in Duisburg, meine Sammlung Heimatlied – Sektion Duisburg  institutionell zu unterstützen. Oder sagen wir, ich nehme diesen Musikwettbewerb mal als institutionelle Unterstützung. Ich meine, momentan wird erneut zu einem Wettbewerb rund um Duisburg-Lieder aufgerufen. Ich weiß allerdings nicht, ob es dieselben Veranstalter sind. Letztes Jahr kooperierten Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg mit der Gitarrenschule Peter Bursch, und das Ganze nannte sich „Ich bin DU!“  oder „Ich und meine Stadt Duisburg“.

Die Zielgruppe des Wettbewerbs hatte sich erweitert. Zunächst waren vornehmlich Kinder und Jugendliche angesprochen. Die Teilnehmerliste im Jahr 2018 aber zeigte, gestandene Musiker der Duisburger Szene hatten sich ums Heimatlied – Sektion Duisburg gekümmert. Philipp Eisenblätter war mit seinem auch in meiner Sammlung schon aufgenommen Duisburg-Lied dabei und hat gewonnen. Anna Maria Schroeter hat nach ihrer Duisburg-Hymne eine Ballade zur Stadt aufgenommen und wurde zweite. Das Lied finde ich leider nicht in einer Version im Netz, die ich hier einbinden kann; auf der oben verlinkten Seite ist es zu hören. Die drittplatzierten Die Krauses mit ihrem von Punk bestimmten Sound habe ich bereits vorgestellt. Ebenfalls schon vorgestellt Platz vier: Exemplarischer Lebenszyklus eines Duisburgers von Max und Florian

Fehlt Platz fünf mit Ich bin DU von Frank Reuter. Er versucht im Text mit einem realistischen Blick auf die Gegenwart Duisburgs die Probleme der Stadt anzureißen. Der Anblick tue oft weh, Verfall an allen Ecken, doch die Stadt gebe niemals auf. Die Stadt werde niemals untergehen und Duisburger werden immer zu ihr stehen. Denn zu Heimat fällt Frank Reuter nur Duisburg ein. Stimmlich kommt er in dem Lied an seine Grenzen, was die Musik, die überhaupt nicht von einer Gitarre bestimmt wird, in Richtung Liedermacher-Sound zieht.

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Obwohl Duisburg auch schöne Ecken hat

Lobende Worte findet der Trainer des Hamburger SV Hannes Wolf für die Spielanlage des MSV. Die Duisburger wollten wie die Paderborner „kicken“, verfolgten also einen spielerischen Ansatz. Gegen Duisburg sei es unbequem zu spielen, und die hohen Niederlagen der beiden letzten Spiele würden klarer aussehen als sie sind. Der MSV hätte vor den ersten Toren der Gegner jeweils viele Chancen gehabt in Führung zu gehen und die Chancen nicht genutzt. Interessant ist die andere Perspektive auf ein Wissen, das wir in Duisburg ja teilen. Für Hannes Wolf stellen die Chancen eine potentielle Gefahr dar. Für uns in Duisburg sind Chancen eng verbunden mit Versagen und Fehlern. Ich denke in dem Fall nicht einmal nur an die gegenwärtige Saison.  Ich denke sofort auch an die ersten Spiele der letzten Saison. Hoffen wir, dass der MSV heute Abend trotz all der Spielerausfälle den Erwartungen von Hannes Wolf in der Spielweise entspricht und die Hamburger es eben nicht nur nicht verhindern können, dass auch mal ein Ball in die „Box“ kommt, sondern diese Bälle auch ins Tor geschossen werden.

Die Pressekonferenz illustrierte zudem kurzzeitig das allgemeine Ringen um die Identität des Ruhrgebiets. Dem Dortmunder Hannes Wolf wurde die Frage gestellt – ab Minute 4.05, was so ein erstes Spiel mit dem HSV in der Heimat mit ihm „als Kind des Ruhrgebiets“ mache. Für den Journalisten war es also überhaupt keine Frage, dass das Ruhrgebiet als Ganzes Heimat eines Dortmunders ist und damit auch die anderen Städte der Region. Hannes Wolf überraschte die Frage. Seine etwas längere Antwort ist beispielhaft für das Verhältnis von vielen Ruhrstädtern zur Stadtlandschaft. Seine spontane Reaktion ist Abwehr, auch wenn er zunächst einlenkend zustimmt, das Ruhrgebiet sei seine Heimat. Aber Duisburg sei das nicht, sofort schließt er aber auch an, „obwohl Duisburg auch schöne Ecken hat“. Seine Antwort ist typisch Ruhrpott, klarstellen, aus welchem Teil dieser Region man stammt, nur das weckt die besonderen heimatlichen Gefühle und dann in einem Atemzug das Ruhrgebiet als Ganzes vorab verteidigen. Er bezieht sich also auf ein vermutetes Bild vom gesamten Ruhrgebiet. Einmal mehr stelle ich mir vor, welche Kraft sich entwickelte, wenn dieser Heimat-Begriff einmal mit all seinen Facetten auf die gesamte Region angewendet würde.

 

Mit der Anmeldung beim FC-Innenhafen-Kickerturnier das MSV-NLZ unterstützen

Am 27. Januar 2019, einem Sonntag, veranstaltet der MSV-Fanclub Innenhafen zum zweiten Mal sein Kickerturnier für Fans. 40 Zweier-Mannschaften werden am Innenhafen im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr den Sieger ausspielen. Neben den selbstverständlichen Pokalen gibt es Sachpreise, seien es Logen-, Business- und Sitzplatzkarten zu einem Heimspiel des MSV Duisburg, MSV-Trikots sowie Wellness-Gutscheine. Turnierbeginn ist um 13 Uhr. Gegen 17 Uhr wird das Finalspiel beendet sein.

Ein Team besteht aus mindestens zwei und maximal vier Spielern. Gespielt wird in 8 Gruppen zu 5 Mannschaften im Turnier-Modus. Die ersten beiden Mannschaften je Gruppe ziehen in die Finalrunde ein.

Startplätze sind noch frei.

Die Startgebühr pro Team beträgt 40 Euro. Bei Firmenmannschaften erwartet der gemeinnützige Fanclub eine zusätzliche Spende von 200 Euro. Hierfür erhalten die Unternehmen selbstverständlich eine Spendenquittung.

Der Erlös der Veranstaltung wird dem MSV-Nachwuchsleistungszentrum gespendet.

Alle weiteren Infos und das Anmeldeformular findet Ihr mit einem Klick auf der Seite des Fanclub Innenhafen.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 40: Icy Rose – Aus Kohle und Stahl

Es gibt einen Versuch in Duisburg, meine Sammlung Heimatlied – Sektion Duisburg  institutionell zu unterstützen. Oder sagen wir, ich nehme diesen Musikwettbewerb mal als institutionelle Unterstützung. Ob er nun „Ich bin DU!“  oder „Ich und meine Stadt Duisburg“ heißt, ist auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Die Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg kooperiert jedenfalls mit der Gitarrenschule Peter Bursch, und Lieder über Duisburg sollten eingereicht werden.

Die Zielgruppe des Wettbewerbs hatte sich in diesem Jahr erweitert. Ich meine, es waren zunächst vornehmlich Kinder und Jugendliche angesprochen. Die Teilnehmerliste dieses Jahres aber zeigt, gestandene Musiker der Duisburger Szene haben sich ums Heimatlied – Sektion Duisburg gekümmert. Philipp Eisenblätter war mit seinem auch in meiner Sammlung schon aufgenommen Duisburg-Lied dabei und hat gewonnen. Anna Maria Schroeter hat nach ihrer Duisburg-Hymne eine Ballade zur Stadt aufgenommen und wurde zweite. Das Lied finde ich leider nicht in einer Version im Netz, die ich hier einbinden kann; auf der oben verlinkten Seite ist es zu hören. Die drittplatzierten Die Krauses habe ich bereits vorgestellt.

Icy Rose habe ich ebenfalls über die Wettbewerbsseite kennengelernt. Mit einem Klick geht es zur Icy-Rose-Seite im Netz, mit dem anderen Klick zur Seite bei FacebookDie Band spielt Rock, „Akustik-Rock“ so schreiben sie selbst auf ihrer Seite. In „Aus Kohle und Stahl“ wird Duisburg zum einen im Text als „du“ angesprochen, zum anderen werden die Sätze als plakative positive Aussagen in die Welt gesungen. Der Gegensatz von gutem Lebensgefühl und äußerem schlechten Eindruck wird in der ersten Strophe durch das Verlieben überwunden.

Wenn das passiert ist, erlebt man nicht nur die Menschen als besonders sondern auch das Kulturangebot mit Theater am Marientor. Man fühlt den Lebenswert der Stadt durch Landschaftspark sowie den Sport mit Zebras und Wellenbad im Mattlerbusch. Das sind gängige Versatzstücke des Duisburger Stadtmarketings. Im Refrain heißt es dann Duisburg, „auf Kohle gebaut, aus Stahl deine Haut, aus Eisen deine Lunge, die Adern der Rhein, hast kein Herz aus Stein“. Dahinter steht der Stolz auf die Heimatstadt.

 

 

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 39: Pilz Herb – Heimspiel MSV Edition

Noch nicht lange her ist meine Frage, ob der Song „Ruhrpott“ von Pilz Herb immer noch einfach „Rock“ heißt. Aufgenommen habe ich den Song in die Heimatliedsammlung auch ohne eindeutige Antwort.

Pilz Herb findet man bei Facebook, wo die Seite aktueller wirkt als deren Webseite.

Dass ich nun so schnell einen zweiten Song von Pilz Herb in die Sammlung aufnehme, versteht sich angesichts des Songinhalts im Zebrastreifenblog von selbst. „Heimspiel“ gehört definitiv zum Rock, auch ohne nähere Spezifierung. Der Song ist neu gestaltet, und Pilz Herb widmen ihn dem MSV Duisburg.

Die Botschaft des Songs stimmt perspektivisch hoffentlich nach dem Auswärtssieg gegen den 1. FC Köln sowohl für uns Anhänger als auch für die Mannschaft. „Wir sind wieder da“. „Mit neuer Energie“. „Gemeinsam durch die Hölle“, dann ist man siegreich. Schließlich jener Vers, der auf den Zwangsabstieg gemünzt scheint, und doch zugleich auch für die Gegenwart gilt: „Wir waren schon am Abgrund, aber jetzt geht’s nur bergauf“. Und, ja, man kann in einem dem MSV gewidmeten Song eine Strophe nur mit der Aufzählung von Namen bestreiten.

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