Archive for the 'Duisburg' Category

Der „Deepsky“ fehlt seit Freitag für immer – Holger Glücks †

Manchmal bleibt die Welt mit einem mal für einen Moment stehen. Plötzlich und unerwartet, so wird später eine ritualisierte, formelhafte Sprache für diesen Moment angeboten. Mich traf die Nachricht vom Tod Holger Glücks zudem mit einer Wucht, die ich nicht erwartet hätte. Unbemerkt von mir war meine Verbindung mit ihm durch den MSV als gemeinsames Zentrum über Jahre entstanden. Obwohl wir uns nicht näher kannten, war er mir seit nunmehr über zehn Jahren stets präsent. Immer wenn ich über die mögliche Bedeutung des MSV schrieb und mehr als den Fußball meinte, hatte ich auch ihn vor Augen mit seinen Aktivitäten abseits des Stadions sowie seinen Meinungen zum MSV-Geschehen, die ich im MSVportal las.

Im MSVportal schrieb er als Deepsky. Er meinte nichts, ohne es mit klaren Argumenten zu begründen. Er suchte den Austausch und seinen Worten war das Suchen nach der Wahrheit eines Geschehens jederzeit anzumerken. Er war klar in seiner Sprache und legte großen Wert darauf, Mensch und zu diskutierende Sache auseinander zu halten. Ich erzähle das so genau, weil darin eine Lebenshaltung erkennbar wird, die auch durch Handeln deutliche Spuren hinterließ.

Für Holger Glücks ergab sich aus der Freude am Stadionbesuch selbstverständlich das Engangement mit anderen MSV-Fans für etwas Gemeinsames, das Menschen dauerhafter zueinander bringt als nur für die Zeit eines Fußballspiels. Kennengelernt habe ich Holger Glücks in der krisenhaften Zeit zum Ende der Hellmich-Präsidentschaft. Vor dem Zwangsabstieg war er für mich ein prägendes Gesicht der Zebraherde mit all ihren Aktivitäten, die so spürbar von zutiefst demokratischen Ideen durchdrungen waren. Transparenz und Aufklärung stand damals angesichts der finanziellen Lage des MSV im Vordergrund. Minutiös wurden Zusammenhänge mit großer Geduld erklärt. Aber auch Teilhabe, Debatte und Gemeinschaft spielten wie beim Engangement für das MSVportal eine große Rolle.

Später begann die Zebraherde Kinder und Jugendliche in Tansania zu unterstützen. Dass Holger Glücks stets über Strukturen nachdachte, um für anstehende Aufgaben beste Gelingensbedingungen zu schaffen, zeigte sich auch, als diese Aktivitäten in Tansania in dem eigens gegründeten Verein ZAC – Zebras active community e.V. ausgegliedert wurden. Er wurde dessen Vorsitzender und konnte regelmäßig über den Erfolg dieses Projekts berichten. Immer wieder suchte er für die gute Sache die Verbindung mit anderen Fanclubs und Anhängern des MSV. Dass auch die Strukturen beim MSV ein wiederkehrendes Debattenthema für ihn waren, versteht sich in dem Zusammenhang von selbst.

Alle meine Eindrücke erhielt ich bei zufälligen Begegnungen und im MSVportal. Holger Glücks lebte seinen MSV und sein Engagement im (halb)öffentlichen Raum. Sein plötzlicher Tod im Alter von 69 Jahren erschüttert viele Anhänger des MSV. Seit Freitag ringen sie im MSVportal im Thread Ruhe in Frieden Deepsky um Worte für ihre Trauer und versuchen den Menschen Holger Glücks kenntlich zu machen. Viele kannten ihn näher als ich und so zeigt neben vielen anderen lesenswerten Beiträgen etwa die Würdigung des Portalisten mit dem Nick JimPanse weitere Facetten seiner Persönlichkeit.

Über den Tag mit vielen Erinnerungen an Gespräche, Diskussionen, Streits, Versöhnungen und einfach launigen Blödeleien, habe ich viel über Holgers einzigartige Fähigkeit des Ausgleiches nachgedacht.
Holger war ein ziemlicher Anker dieser Fanszene, ein Kitt der das brüchige Mauerwerk wenigstens etwas zusammenhalten konnte.
Ich kann mich da nur aus unserer intensiveren, gemeinsamen Zeit rund um die ganze Hellmich-Rebellion, den Anfangsjahren des Zebraherde e.V., die vielen schönen AGC-Turniere, das Museums-Wochenende, der Fan-Sonderzug zum Pokalfinale erinnern.

Die MSV-Fanszene trägt, wie wir ja alle wissen, teilweise tiefe Gräben in sich.
Es gibt wenige Personen die in viele Richtungen dieser Szene wirken können.
Eine davon war definitiv Holger.

Er konnte Brücke sein für Aktionen um Kutten, Hools, Ultras und Normalos zusammenzubringen.
Er war streitbar und ehrlich, vertrauenswürdig und verlässlich.
Er war Argumenten niemals verschlossen und konnte ( was eine unglaubliche Stärke ist) seine Meinung auch ändern.
Er konnte seine Meinung aber ebenso gut verteidigen und wiederum andere überzeugen.
Er war unglaublich fleißig und akribisch, konnte begeistern und anfeuern.

Seine weitere große Stärke war Ideen zu entwickeln, sie zu analysieren und dann in eine umsetzbare Form zu bringen.
Dies war ihm dann durch sein umfangreiches Netzwerk möglich, welches ihm vertraute und sich oftmals anstecken ließ von seiner Begeisterung.

Er war MSV durch und durch.

Ich muss mich wiederholen, wir haben hier einen ganz wichtigen Baustein der Fanszene verloren.

Ruhe nun zwischen deinen geliebten Sternen.

MSVportal

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Dinslaken MSV Fußballfibel – 14. Juli, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Am Donnerstag vor dem ersten Zweitligaspieltag lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Schnierstrax, Eppinghofer Straße 21 bei freiem Eintritt in Dinslaken. Das scheint mir die Behauptung zu rechtfertigen, der MSV und ich eröffnen die Fußballsaison 2022/23 am 14. Juli um 20 Uhr.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Premierenlesung – MSV Fußballfibel am 4. März, 19.02 Uhr

Bundesliga,
ich komm‘ aus dir

Geschichten aus einem Leben als Fan

Im Berliner Verlag Culturcon medien erscheint seit 2015 die Bibliothek des Deutschen Fußballs. Damit der MSV in der Reihe vertreten ist, habe ich ein Buch geschrieben. In den nächsten Tagen erscheint es. Ich habe das Buch zu meiner Biografie als Fan gemacht im Spiegel der Geschichte des MSV und des Ruhrgebiets bzw. Duisburgs. Durch meine Erlebnisse mit dem MSV seit der Kinderheit wollte ich zugleich die Wirklichkeit des Ruhrgebiets zeigen. Emotional und inhaltsreich würde ich als Verkaufsclaims aufs Cover packen.

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden [Verwandten, K.J.] unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Was ich mit diesem Verein erlebte, macht mich aus. Daran ist nichts zu ändern. Es schmerzt, wenn ich nicht ins Stadion kann. Es schmerzt, wenn die Zukunft des MSV bedroht ist, und der Montag beginnt mit gehobener Laune, wenn die Zebras am Wochenende erfolgreich waren.

Ralf Koss: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Die bibliografischen Angaben sind noch nicht online. Dennoch plane ich schon die Premierenlesung.

Sie findet am 4. März um 19.02 Uhr im Plus am Neumarkt statt, Neumarkt 19, Duisburg-Ruhrort. Bei allen Schwierigkeiten des MSV momentan, ich möchte das Erscheinen dieses Buchs feiern. Das Ganze, ohne Eintritt, allenfalls der Hut geht rum fürs Kreativquartier Ruhrort.
Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Sportlicher Erfolg der TanZebras bringt sozialem Engagement Aufmerksamkeit

Wenn ich wie am Freitag im Innenhafen auf einer Bühne Fußballlyrik lese, Erlebnissen mit dem MSV Komik abgewinne und Fußballschlager singe  (mit dem Klick geht es zur Besprechung), könnte manchem Zuhörer der Gedanke kommen, der MSV und Glücksgefühle finden selten zueinander. Statt von großen Erfolgen zu schwärmen, geben mir oft Niederlagen Anlässe für meine Texte. Und wenn dann doch einmal wie im Pokal ein bedeutender unerwarteter Sieg zu feiern ist, steht mit dem nächsten Punktespiel die Enttäuschung schon vor der Tür.

Deshalb erinnere ich kurz vor Ende meines Programms immer daran, das eigene Glück nicht vom Handeln anderer abhängig zu machen. Ich erinnere daran, dass jeder selbst entscheidet, was er aus seiner Verbundenheit mit dem MSV macht. Dabei weise ich auch auf die im Fanumfeld entstandenen Initiativen hin, die ganz unterschiedliche soziale Projekte fördern. Gemeinsam ist allen, dass sie über den Fußball hinaus wirken und damit gemeinschaftlichen Sinn befördern, sei es in Duisburg selbst oder sogar mit dem Blick auf die Weltgemeinschaft in anderen Ländern.

Momentan prasseln positive Nachrichten als Folge eines solchen Handelns über Duisburg, den MSV und die Zebraherde ein. Überall wird der fußballerische Erfolg vom TanZebras FC zum Anlass genommen, einen umfassenden Blick auf das von Anhängern des MSV initiierte Projekt in Tansania zu werfen. Die Welt berichtete (online nicht zu finden), was allerdings zu einer sehr eigenen Geschichte im Artikel wurde. Das wahre Geschehen konnten die Beteiligten darin nicht immer wieder erkennen. Wirklichkeit wird manchmal dann doch mehr für Lesererwartungen an die Welt in Tansania gemacht. Dass sich dabei die beteiligten MSV-Fans sogar ins schummrige Licht gestellt sehen, wird dabei billigend in Kauf genommen. Funkes aber schreiben im Lokalen vor allem über den Sport, Sat1 drehte für einen Beitrag und auch der DFB schmückt seine Seite damit, dass Fußball auch etwas anderes sein kann als ein umsatzstarker Unterhaltungsbetrieb. Was inhaltlich aber sehr viel mehr der Wirklichkeit entspricht als der Welt-Artikel.

2014 nahm das Ganze seinen Anfang, als eine Straßenfußballmannschaft vom Zebraherde-Mitglied Jörg Ahlbach mit einem MSV-Trikotsatz ausgestattet wurde. Im Jahr drauf erfolgte die Gründung eines offiziellen Vereins, der TanZebras FC. Zunächst gab es nur Freundschaftsspiele der Jugendlichen. In dieser Saison nun nahm der Verein zum ersten Mal am Ligabetrieb und kann nun aufsteigen. Das negative Torverhältnis dabei wirkt wie eine Hommage an unsere Zebras aus Deutschland.

Der überbrachte Trikotsatz führte außerdem zu einem weit reichenden Entschluss der damals Verantwortlichen bei der Zebraherde. Ein Waisenhaus der Planet of Hope Organization sollte nachhaltig unterstützt werden. Seitdem sind verschiedene Anhänger des MSV vor Ort gewesen und haben geholfen, dass die soziale Arbeit mit den Kindern langfristig und immer eigenständiger geschehen kann. Schon bei einem ersten solcher Besuche konnte ich im Zebrastreifenblog einen Bericht über diesen Aufenthalt mit Fotos als Gastbeitrag veröffentlichen.

Letztlich wurde die Unterstützung des Waisenhauses aus den Aktivitäten der Zebraherde ausgelagert und mit dem Zac e.V., der Zebras Activity Comunity, ein eigener Verein gegründet, der wiederum mit anderen Fanorganisationen kooperiert. So unterststützte etwa auch der Fanclub Innenhafen das Projekt. Der Zac e.V. verfolgt den Plan „für bis zu 60 besonders benachteiligte Kinder in Tansania ein schützendes und förderndes Kinderdorf samt eigenen Ausbildungsstätten“ zu finanzieren, zu bauen und zukunftssicher zu betreiben.

Zugleich unterstützen auch die jetzigen Verantwortlichen im Zebraherde e.V. weiter die Jugendlichen in Tansania. Coronabedingt sind Bildungsmaßnahmen aber ausgefallen, die finanziert werden sollten. Dahinter stand die Losung „Hilfe zur Selbsthilfe“. Deshalb liegt die Aufmerksamkeit momentan auf den Aktivitäten der Fußballspieler. Besondere Spenden ermöglichten etwa die erstmalige Krankenversicherung von Spielern. So ergänzen sich die zwei Vereine der MSV-Fans mit jeweils eigenen Schwerpunkten bei der Unterstützung des Projekts.

Wer das Projekt unterstützen möchtet, findet auf der Seite der TanZebras weitere Informationen. Spenden auf das Konto der Zebraherde e. V. brauchen den Verwendungszweck „Tanzebras“ oder „Tanzebras + Zweck“. Infos zur Zebraherde bei Facebook. Auch der Link zum Zac e.V. nochmals für weitere Informationen dort. Und nun viel Spaß mit dem TanZebras Song.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 43: Illegale Farben mit Duisburg

So weit ich mich erinnere, habe ich solch einen Song in meiner Heimatliedsektion Duisburg noch nicht präsentiert. Selbst wenn der Text die Stadt nicht weiter vorstellte, so tauchte doch zumindest das Wort Duisburg in einem Text auf. Nun gibt es Gelegenheit zu intensiver Textauslegung, heißt der Song der Kölner Band Illegale Farben doch Duisburg, ohne dass die Stadt im Text selbst auch nur einmal erwähnt wird. Mehr noch, zu hören ist ein Song über Selbstbezogenheit.

Die Musik erweist sich als luftige Gute-Laune-Melodie von einer Band, die sich zwischen Punk, NDW-Reminiszenz und Indie-Rock bewegt. Also, deutet schön und überlegt, ob Duisburg vielleicht doch mit dem „Du“ des Textes angeredet wird. Spricht die erste Strophe gar die Alltagswirklichkeit an? „Du bist verloren“, heißt es da. Und hören wir mit dem Refrain nicht das große Seufzen der Stadt? „Alles dreht sich nicht um dich. Alle drehen sich nur um sich.“

Ich darf ein wenig herumspinnen, weil es in Wahrheit eine sehr sympathische Erklärung für diesen Titel gibt, bei der einer der rührigen Kulturorte Duisburgs, das djäzz, eine gewichtige Rolle spielt. Mehr spoiler ich jetzt aber nicht. Wer es genau wissen will, hört in den zweiten Clip hinein, in dem die Band über das Entstehen des Songtitels redet und über ihr sehr hörenswertes Verhältnis zur Stadt.

Des Rätsels Lösung im Making of ab Minute 1.50.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen

Die 1. Zebraherde Filmnacht präsentiert als Stream MSV-Doku

Der Termin und Ort für die dritte Auflage des nächsten MSV-Kneipenquiz der Zebraherde standen schon. Wie so vielem anderen auch kam Corona dazwischen. Es hieß also, überlegen, was stattdessen getan werden kann. Das Ergebnis der Überlegungen ist die 1. Zebraherde Filmnacht. Neulich wurde die Doku Von Anfang bis Westende- Meidericher Vizemeister schon im provisorischen Autokino vom filmforum präsentiert. Nun heißt es am Freitag, Premiere für die weltweite Vorstellung über das Netz.

Ab 19.02 Uhr beginnt der Stream. Mit 5 Euro seid ihr dabei. Die Einnahmen kommen dem MSV zugute. Doch nicht nur der Film wird gezeigt. Außerdem gibt es ein Gewinnspiel. Als Preise erwarten euch Fotos der Vizemeister-Mannschaft inkl. einiger Autogramme, ein Trikot vom MSV,  zwei Retro Bälle und mehr. Gegen Aufpreis von 2 Euro erhaltet ihr eine Sammelkarte vom MSV. Damit ihr wisst, wie ihr am bei der Filmnacht-Premiere dabei sein könnt, übernehme ich der Einfachheit der halber die FAQs aus dem MSVportalRückfragen könnte ihr über E-Mail, Facebook oder im MSVportal.
Was findet statt?
Die Zebraherde präsentiert in Zusammenarbeit mit dem MSV Duisburg die 1. Zebraherde Filmnacht. Gezeigt wird der Film „Meidericher Vizemeister“.Wann findet die Veranstaltung statt?
Am 15. Mai starten wir pünktlich um 19:02 Uhr mit dem Vorprogramm.Was kostet die Teilnahme?
Für nur 5 Euro seid ihr dabei. Nur zwei Euro mehr und ihr bekommt zusätzlich eine exklusive Sammelkarte vom MSV dazu, die wir euch nach der Veranstaltung per Post zuschicken.Wie kann ich teilnehmen?
Dazu schickt uns einfach eine Mail an info@zebraherde.de mit eurem Namen. So können wir überprüfen, ob ihr den Eintritt gezahlt habt. Etwa eine Stunde vor Beginn des Streams schicken wir euch den Link, mit dem ihr den Film Zuhause streamen könnt. Zusätzlich schicken wir euch eine kurze Testmail, um etwaige Buchstabendreher etc. ausschließen zu können.Wohin muss ich das Geld überweisen?
Bitte überweist das Geld auf das Konto der Zebraherde. Wir werden dann eine gesammelte Überweisung an den MSV tätigen. Bitte achtet darauf bei eurer Überweisung beide Verwendungszwecke anzugeben!Zebraherde e.V.
Sparkasse Duisburg
IBAN DE48 3505 0000 0200 2864 41
BIC DUISDE33XXX
Verwendungszweck 1: „Name – Mail-Adresse“
Verwendungszweck 2: „Spende MSV Duisburg e.V.“

Und nun noch der Trailer als Vorgeschmack.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 42: Jestic mit Immer noch hier (Duisburg-Lied)

Nach dem Zeitvertreib mit dem kabarettistisch inspirierten Ruhrstadt-Heimatlied von Matthias Reuter am Donnerstag habe ich heute eine neue Stadtteilfolge der Reihe für euch. Der Rap erweist sich mal wieder auch für Das Heimatlied Duisburg als ergiebige Quelle. Martin Lukas nennt sich als Rapper Jestic. Bei Facebook ist er mit seinen Projekten präsent.

Begonnen hat Jestic mit dem Rappen schon als Jugendlicher, was wir auch in seinem Song „Immer noch hier“ erfahren. Er reiht markante Erinnerungen seines Lebens in Duisburg aneinander. Blitzlichter wirft er auf seine Jugend in Hamborn und Marxloh; der MSV wird erwähnt, ein erster Videodreh. Seitdem sei viel passiert, und er sei immer noch hier. Die Erklärung dafür ist die Stadt selbst, und das Wortspiel mit dem emblematischen DU für Duisburg kennen und mögen wir:

„Immer wieder du
bist, was ich brauch, i
mmer wieder du,
du fängst mich auf,
immer wieder du
bist meine Frau.“

 

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Kickern beim Turnier des FC Innenhafen heißt MSV-Nachwuchs-Leistungszentrum unterstützen

Während am kommenden Samstag das MSV-Quiz seine Premiere hat, kann das MSV-Kickerturnier am 19. Januar im Atrium der Volksbank-Rhein-Ruhr schon mit Fug und Recht auf seine Tradition verweisen. Als halber Kölner darf ich das sagen, weil im Klüngelbezirk weiter südlich schon bei einem zweiten Mal gerne an die reiche Geschichte der jeweiligen Veranstaltung erinnert wird.
Das MSV-Kickerturnier findet sogar bereits zum dritten Mal statt. Verantwortet wird das Kickerturnier vom Fanclub Innenhafen. Es ist eine von sehr vielen Veranstaltungen, die den Anhängern des MSV Spaß im Moment ermöglichen und letztlich einem dienen: Die erzielten Gewinne werden dazu genutzt, die Arbeit des MSV und soziale Projekte in Duisburg zu unterstützen. Im November erst waren 100.000 Euro Spenden für verschiedene Zwecke erreicht worden. Das meiste Geld war an das Nachwuchs-Leistungszentrum geflossen. Pflegeheimen wurden für ihre Bewohner Eintrittskarten zu Heimspielen des MSV gekauft. Oder das Crowdfunding vom entstehenden Film über Marxloh wurde unterstützt.
So heißt es am Sonntag, den 19. Januar 2020 im Atrium der Volksbank-Rhein-Ruhr ab 15 Uhr Kickern für den guten Zweck. Einlass ist ab 14.30 Uhr. Noch sind Plätze frei. Die Anmeldung erfolgt als Team von mindestens 2 und maximal 4 Spielern. Gespielt wird im Turnier-Modus. Der gesamte Erlös geht an das MSV-Nachwuchs-Leistungszentrum. Die Startgebühr beträgt 40 € pro Team.  Firmen-Mannschaften können sich gegen eine zusätzliche Spende von 200 € ebenfalls anmelden. Dafür wird automatisch eine Spendenquittung ausgestellt. Die kompletten Turnierregeln finden sich mit einem Klick weiter. Wie es sich für ein Turnier gehört, erhalten die ersten drei Teams Pokale. Doch auch Verlierer erhalten die Chance zu gewinnen. Denn unter allen teilnehmenden Teams werden verschiedene Preise und Gutscheine verlost. Das sind VIP-und Logenkarten für ein MSV-Heimspiel, Brauereibesichtigungen, Fanshop-Artikel oder Restaurant-Gutscheine.
Doch Siege am Kickertisch sind das eine, das andere ist der so spürbare Spaß an dem Tag in diesen Räumen der Volksbank. Getragen wird dieser Tag von der Freude bei der Begegnung und dem Austausch zwischen all den Menschen, die den MSV in ihrem Herzen tragen.

Mit einem Klick geht es zur Anmeldung beim Fanclub Innenhafen.

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 41: Frank Reuter – Ich bin DU

Es gibt einen Versuch in Duisburg, meine Sammlung Heimatlied – Sektion Duisburg  institutionell zu unterstützen. Oder sagen wir, ich nehme diesen Musikwettbewerb mal als institutionelle Unterstützung. Ich meine, momentan wird erneut zu einem Wettbewerb rund um Duisburg-Lieder aufgerufen. Ich weiß allerdings nicht, ob es dieselben Veranstalter sind. Letztes Jahr kooperierten Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg mit der Gitarrenschule Peter Bursch, und das Ganze nannte sich „Ich bin DU!“  oder „Ich und meine Stadt Duisburg“.

Die Zielgruppe des Wettbewerbs hatte sich erweitert. Zunächst waren vornehmlich Kinder und Jugendliche angesprochen. Die Teilnehmerliste im Jahr 2018 aber zeigte, gestandene Musiker der Duisburger Szene hatten sich ums Heimatlied – Sektion Duisburg gekümmert. Philipp Eisenblätter war mit seinem auch in meiner Sammlung schon aufgenommen Duisburg-Lied dabei und hat gewonnen. Anna Maria Schroeter hat nach ihrer Duisburg-Hymne eine Ballade zur Stadt aufgenommen und wurde zweite. Das Lied finde ich leider nicht in einer Version im Netz, die ich hier einbinden kann; auf der oben verlinkten Seite ist es zu hören. Die drittplatzierten Die Krauses mit ihrem von Punk bestimmten Sound habe ich bereits vorgestellt. Ebenfalls schon vorgestellt Platz vier: Exemplarischer Lebenszyklus eines Duisburgers von Max und Florian

Fehlt Platz fünf mit Ich bin DU von Frank Reuter. Er versucht im Text mit einem realistischen Blick auf die Gegenwart Duisburgs die Probleme der Stadt anzureißen. Der Anblick tue oft weh, Verfall an allen Ecken, doch die Stadt gebe niemals auf. Die Stadt werde niemals untergehen und Duisburger werden immer zu ihr stehen. Denn zu Heimat fällt Frank Reuter nur Duisburg ein. Stimmlich kommt er in dem Lied an seine Grenzen, was die Musik, die überhaupt nicht von einer Gitarre bestimmt wird, in Richtung Liedermacher-Sound zieht.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Obwohl Duisburg auch schöne Ecken hat

Lobende Worte findet der Trainer des Hamburger SV Hannes Wolf für die Spielanlage des MSV. Die Duisburger wollten wie die Paderborner „kicken“, verfolgten also einen spielerischen Ansatz. Gegen Duisburg sei es unbequem zu spielen, und die hohen Niederlagen der beiden letzten Spiele würden klarer aussehen als sie sind. Der MSV hätte vor den ersten Toren der Gegner jeweils viele Chancen gehabt in Führung zu gehen und die Chancen nicht genutzt. Interessant ist die andere Perspektive auf ein Wissen, das wir in Duisburg ja teilen. Für Hannes Wolf stellen die Chancen eine potentielle Gefahr dar. Für uns in Duisburg sind Chancen eng verbunden mit Versagen und Fehlern. Ich denke in dem Fall nicht einmal nur an die gegenwärtige Saison.  Ich denke sofort auch an die ersten Spiele der letzten Saison. Hoffen wir, dass der MSV heute Abend trotz all der Spielerausfälle den Erwartungen von Hannes Wolf in der Spielweise entspricht und die Hamburger es eben nicht nur nicht verhindern können, dass auch mal ein Ball in die „Box“ kommt, sondern diese Bälle auch ins Tor geschossen werden.

Die Pressekonferenz illustrierte zudem kurzzeitig das allgemeine Ringen um die Identität des Ruhrgebiets. Dem Dortmunder Hannes Wolf wurde die Frage gestellt – ab Minute 4.05, was so ein erstes Spiel mit dem HSV in der Heimat mit ihm „als Kind des Ruhrgebiets“ mache. Für den Journalisten war es also überhaupt keine Frage, dass das Ruhrgebiet als Ganzes Heimat eines Dortmunders ist und damit auch die anderen Städte der Region. Hannes Wolf überraschte die Frage. Seine etwas längere Antwort ist beispielhaft für das Verhältnis von vielen Ruhrstädtern zur Stadtlandschaft. Seine spontane Reaktion ist Abwehr, auch wenn er zunächst einlenkend zustimmt, das Ruhrgebiet sei seine Heimat. Aber Duisburg sei das nicht, sofort schließt er aber auch an, „obwohl Duisburg auch schöne Ecken hat“. Seine Antwort ist typisch Ruhrpott, klarstellen, aus welchem Teil dieser Region man stammt, nur das weckt die besonderen heimatlichen Gefühle und dann in einem Atemzug das Ruhrgebiet als Ganzes vorab verteidigen. Er bezieht sich also auf ein vermutetes Bild vom gesamten Ruhrgebiet. Einmal mehr stelle ich mir vor, welche Kraft sich entwickelte, wenn dieser Heimat-Begriff einmal mit all seinen Facetten auf die gesamte Region angewendet würde.

 


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