Archive for the 'Duisburg' Category

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Bissingheim MSV Fußballfibel – 29. September, 19.02 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Meine kleine Septembertournee mit dem Buch über mein Leben mit den Zebras seit den 70ern bis heute geht am Donnerstag in Bissingheim zu Ende. Momentan machen wir uns den Spaß mit den Zebras eben selbst. Meinen Teil trage ich diese Woche dazu bei mit der Lesung aus der MSV Duisburg Fußballfibel am Donnerstag, den 29. September, 19.02 Uhr, im Zum Hocker, Vor dem Tore 76 , in Bissingheim. Eintritt frei.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

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Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Großenbaum MSV Fußballfibel – 22. September, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Fortsetzung der Septembertournee mit dem Buch über mein Leben mit den Zebras seit den 70ern bis heute. Aber wie schnell ist der Spaß mit dem Fußball unseres Herzensvereins nun schon wieder vorbei. Vor der Lesung in Moers am 9. 9. noch sprach ich davon, wie der mir für die Lesung Rückenwind gab. Nun müssen wir für den Spaß zunächst mal wieder alleine sorgen. Meinen Teil trage ich diese Woche dazu bei mit der Lesung aus der MSV Duisburg Fußballfibel am Donnerstag, den 22. September, im Gleis 3, Angermunder Straße 2-4, in Großenbaum. Eintritt 10 Euro.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Am 29. September geht es in Bissingheim beim Zum Hocker weiter.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Moers MSV Fußballfibel – 9. September, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Was für Zweifel während der Sommerpause bei der Planung der Lesungen für September Wie soll das nur was werden, wenn wir wieder mäßig bis desaströs in die Saison starten? Und nun das! Wieviel Spaß macht dieser MSV wieder. Wieviel Rückenwind durch die Zebras für den ohnehin immer vorhandenen Spaß bei den Lesungen. Am Donnerstag, den 9. September lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Bollwerk 107, Zm Bollwerk 107, bei freiem Eintritt in Moers.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen

Erlaubtes Doping MSV

Der RE5 ist seit Wochen keine Lösung für den ÖPNV. Auch gestern nach dem Spiel des MSV gegen die Zweite vom SC Freiburg bestätigte sich das. Irgendwas von ca. 25 Minuten Verspätung. Im Wissen darum, dass daraus dann auch gerne mal 60 Minuten werden und der Zug dann oft in Duisburg stehen bleibt, bin ich die Strecke Richtung Sterkrade gleich mit dem Fahrrad gefahren. Es war großartig.

Der 3:1-Sieg des MSV war erlaubtes Doping, Jungbrunnen, irgendwas in der Richtung. In meinem Kopf spukten die Stimmen von den Radsportreporter-Legenden Herbert Watterott und Werner Zimmer, die den Namen Jaratz in für mich wohl klingende Sätze packten. In diesen Sätzen kamen Worte vor wie fliegen, geht bei keiner Steigung aus dem Sattel, was für ein Tempo und plötzlich Stoppelkamp verbunden mit einem Torschrei.

Der hatte sich dazwischen geschmuggelt und ich fand, Stoppel und ich, wir passten gut zusammen mit unserer herausragenden Leistung an diesem Tag. Wie lange haben wir dieses entspannte Gefühl nach einem Sieg vermisst? Die Siege der letzten zwei Spielzeiten waren bald immer verbunden mit dem Gefühl der Erleichterung. Gestern war das die pure Freude.

Was sind diese Spieler gelaufen! Was hat dieses Mannschaft zweite Bälle erobert. Keine Zeit wurde den Freiburgern gelassen. Ein mögliches Symbolfoto für dieses Spiel ist ein Freiburger Spieler, der in eigentlich schneller Bewegung, den Ball weiterspielen will, während genau in dem Moment, wenn er mit dem Fuß nur einen kleinen Moment Schwung holt, von hinter ihm kommend ein Spieler der Zebras an ihm vorbeiläuft und den Ball dabei mitnimmt.

Das Führungstor durch Joshua Bitter nach einer Ecke, das zweite Tor durch Aziz Bouhaddouz ebenfalls nach einer Ecke. Der MSV wird demächst das taktische Repertoire erweitern und neben dem Torabschluss als Ziel einer Offensivaktion auch das Erzwingen eines Eckballs als gleichwertig aufnehmen.

Mit Moritz Stoppelkamp sollten wir auf ähnliche Weise Caspar Jander feiern. Natürlich muss er in der kommenden Zeit, diese gestrige Leistung erst einmal verstetigen. Aber gestern besaß dieser junge Spieler eine beeindruckende Präsenz. Welch ein Stellungsspiel von ihm, wenn die Zebras in der Defensive waren. Er hat den Ball der Freiburger abgefangen und den Pass zum konternden Moritz Stoppelkamp gespielt, damit der seinen Lieblings-Move von links kommend mit einem dieser unhaltbaren Effet-Bälle abschließen konnte. Er ist die freien Räume zugelaufen. Ungeheuer selbstbewusst hat er offensiv die Bälle gefordert, um dann das Mittelfeld souverän zu überbrücken. Großartig.

Der Rest der Mannschaft hat natürlich auch sehr gut gespielt. Stoppelkamp und Jander ziehen mit der Leistung zusammen mit ihrem jeweiligen Alter nur viel Aufmerksamkeit auf sich. Bedauerlich ist die Verletzung von Alaa Bakir. Das sah nicht gut aus. Ob die Bänder im Knie heil geblieben sind?

In meiner Freude übersehe ich übrigens nicht, wie oft Offensivaktionen der Zebras beim kurzen Pass in den Strafraum oder Richtung Torauslinie ins Nichts verliefen. An dieser einen Stelle ist deutlich Luft nach oben. Wenn die Zebras auf Torchancen durch dieses Passspiel angewiesen sind, brauchen Gegner sich nur wenig sorgen. Aber wenn es irgendwann mal heißen sollte Standardkönige der Liga, würde ich auch nicht meckern. Auch das kann recht weit führen. Nicht dauerhaft. Das weiß ich schon. Aber eins nach dem andern. Erst einmal sich den Ruf weiter erspielen.

Das war der Tag der Trinkhallen – Die Fotogalerie

Am Tag der Trinkhallen drehte sich an Rosis Stübchen in Duisburg alles um den Fußball und den MSV. Die zwiespältigen Gefühle durch das Unentschieden im Derby gegen Rot-Weiss Essen verschwanden am Samstag schnell. Im Programm Lesungen von Tina Halberschmidt und mir, unterhaltsame Erinnerungen von Michael Bella an den Fußball ganz anderer Zeiten, die vom MSV Museum unterstützte Trikotmodenschau, ein Konzert von Philipp Eisenblätter und das Quiz der Zebraherde. Großer Dank an alle, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

Der Dank für die Fotos gilt der Zebraherde, Marion Basteck, Volker Baumann, Tina Halberschmdit und Marc Oliver Hänig.

Euer ältestes Trikot und vieles mehr beim Tag der Trinkhallen am 6.8.

Nicht nur zur Extraschicht ist die Ruhrstadt unterwegs. Auch am Tag der Trinkhallen werden Konzerte, Lesungen und allerlei Kultur quer durch das Ruhrgebiet geboten. Die Büdchenkultur wird an diesem Tag gefeiert.

Ein besonderer Duisburger Ort als Programmbude für Fußballfans ist an diesem Tag Rosis Stübchen auf der Münzstraße. Dort spielt der MSV von 15 bis 22 Uhr eine gewichtige Rolle. Ich freue mich auf die Moderation an dem Tag. Und ja, Weinfest ist in Duisburg zugleich. Die Veranstaltungskolision ist mal wieder ein Fall für die Diskussion um die Einheit der Ruhrstadt. Für den Samstag bedeutet das aber auch, mal ein bisschen Bewegung, um hin und her zu pendeln. So haben wir das früher immer gemacht, wenn es in die „Stadt“ zum Einkauf ging. Das Wort „Shopping“ gab es noch nicht, doch die Einkaufsralley von Münzstraße bis Bahnhof war auch immer wieder mal ein Hin und Her.

Besonders wichtig an diesem Tag ist euer ältestes Trikot. Denn von 16 bis 17 Uhr gibt es eine Trikotmodenschau, für die das MSV Museum Trikots der Vergangenheit zusammengestellt hat. Ihr könnt mit euren Trikots und euren Geschichten zu diesen Trikots diese Modenschau bereichern. Bedingung, das Trikot müsst ihr noch tragen können. Im Notfall reichen auch die Hände. Ich hoffe, ihr enttäuscht mich nicht und wir werden am Ende der Schau ein Foto von uns allen machen können, das die Geschichte des MSV auf einen Blick erfahrbar macht.

Was wird es noch geben? Die Zebraherde ist mit einem Special des Kneipenquiz zu Gast von 20 bis 21 Uhr. Im MSVPortal habe sie schon erste Hinweise gegeben, wie das aussehen wird. Tina Halberschmidt kommt um 15 Uhr und erzählt Interessantes aus der MSV-Historie. Dann etwa wird auch das Zebramaskottchen Ennatz vor Ort sein. Mit Michael Bella erzählt zwischen 17 und 18 Uhr eine der absoluten Legenden des MSV über glorreiche Zeiten. Ich hoffe auf einen weiteren Überraschungsgast bis 19 Uhr. Ich selbst lese aus der MSV Fußballfibel gegen 18 Uhr. Philipp Eisenblätter gibt ein Konzert zwischen 19 und 20 Uhr. Und zum Abschluss veranstalten Jörg Kaiser und ich mit euch zusammen ein Rudelsingen von Fußballschlagern und Stadionsongs zwischen 21 und 22 Uhr.

Der „Deepsky“ fehlt seit Freitag für immer – Holger Glücks †

Manchmal bleibt die Welt mit einem mal für einen Moment stehen. Plötzlich und unerwartet, so wird später eine ritualisierte, formelhafte Sprache für diesen Moment angeboten. Mich traf die Nachricht vom Tod Holger Glücks zudem mit einer Wucht, die ich nicht erwartet hätte. Unbemerkt von mir war meine Verbindung mit ihm durch den MSV als gemeinsames Zentrum über Jahre entstanden. Obwohl wir uns nicht näher kannten, war er mir seit nunmehr über zehn Jahren stets präsent. Immer wenn ich über die mögliche Bedeutung des MSV schrieb und mehr als den Fußball meinte, hatte ich auch ihn vor Augen mit seinen Aktivitäten abseits des Stadions sowie seinen Meinungen zum MSV-Geschehen, die ich im MSVportal las.

Im MSVportal schrieb er als Deepsky. Er meinte nichts, ohne es mit klaren Argumenten zu begründen. Er suchte den Austausch und seinen Worten war das Suchen nach der Wahrheit eines Geschehens jederzeit anzumerken. Er war klar in seiner Sprache und legte großen Wert darauf, Mensch und zu diskutierende Sache auseinander zu halten. Ich erzähle das so genau, weil darin eine Lebenshaltung erkennbar wird, die auch durch Handeln deutliche Spuren hinterließ.

Für Holger Glücks ergab sich aus der Freude am Stadionbesuch selbstverständlich das Engangement mit anderen MSV-Fans für etwas Gemeinsames, das Menschen dauerhafter zueinander bringt als nur für die Zeit eines Fußballspiels. Kennengelernt habe ich Holger Glücks in der krisenhaften Zeit zum Ende der Hellmich-Präsidentschaft. Vor dem Zwangsabstieg war er für mich ein prägendes Gesicht der Zebraherde mit all ihren Aktivitäten, die so spürbar von zutiefst demokratischen Ideen durchdrungen waren. Transparenz und Aufklärung stand damals angesichts der finanziellen Lage des MSV im Vordergrund. Minutiös wurden Zusammenhänge mit großer Geduld erklärt. Aber auch Teilhabe, Debatte und Gemeinschaft spielten wie beim Engangement für das MSVportal eine große Rolle.

Später begann die Zebraherde Kinder und Jugendliche in Tansania zu unterstützen. Dass Holger Glücks stets über Strukturen nachdachte, um für anstehende Aufgaben beste Gelingensbedingungen zu schaffen, zeigte sich auch, als diese Aktivitäten in Tansania in dem eigens gegründeten Verein ZAC – Zebras active community e.V. ausgegliedert wurden. Er wurde dessen Vorsitzender und konnte regelmäßig über den Erfolg dieses Projekts berichten. Immer wieder suchte er für die gute Sache die Verbindung mit anderen Fanclubs und Anhängern des MSV. Dass auch die Strukturen beim MSV ein wiederkehrendes Debattenthema für ihn waren, versteht sich in dem Zusammenhang von selbst.

Alle meine Eindrücke erhielt ich bei zufälligen Begegnungen und im MSVportal. Holger Glücks lebte seinen MSV und sein Engagement im (halb)öffentlichen Raum. Sein plötzlicher Tod im Alter von 69 Jahren erschüttert viele Anhänger des MSV. Seit Freitag ringen sie im MSVportal im Thread Ruhe in Frieden Deepsky um Worte für ihre Trauer und versuchen den Menschen Holger Glücks kenntlich zu machen. Viele kannten ihn näher als ich und so zeigt neben vielen anderen lesenswerten Beiträgen etwa die Würdigung des Portalisten mit dem Nick JimPanse weitere Facetten seiner Persönlichkeit.

Über den Tag mit vielen Erinnerungen an Gespräche, Diskussionen, Streits, Versöhnungen und einfach launigen Blödeleien, habe ich viel über Holgers einzigartige Fähigkeit des Ausgleiches nachgedacht.
Holger war ein ziemlicher Anker dieser Fanszene, ein Kitt der das brüchige Mauerwerk wenigstens etwas zusammenhalten konnte.
Ich kann mich da nur aus unserer intensiveren, gemeinsamen Zeit rund um die ganze Hellmich-Rebellion, den Anfangsjahren des Zebraherde e.V., die vielen schönen AGC-Turniere, das Museums-Wochenende, der Fan-Sonderzug zum Pokalfinale erinnern.

Die MSV-Fanszene trägt, wie wir ja alle wissen, teilweise tiefe Gräben in sich.
Es gibt wenige Personen die in viele Richtungen dieser Szene wirken können.
Eine davon war definitiv Holger.

Er konnte Brücke sein für Aktionen um Kutten, Hools, Ultras und Normalos zusammenzubringen.
Er war streitbar und ehrlich, vertrauenswürdig und verlässlich.
Er war Argumenten niemals verschlossen und konnte ( was eine unglaubliche Stärke ist) seine Meinung auch ändern.
Er konnte seine Meinung aber ebenso gut verteidigen und wiederum andere überzeugen.
Er war unglaublich fleißig und akribisch, konnte begeistern und anfeuern.

Seine weitere große Stärke war Ideen zu entwickeln, sie zu analysieren und dann in eine umsetzbare Form zu bringen.
Dies war ihm dann durch sein umfangreiches Netzwerk möglich, welches ihm vertraute und sich oftmals anstecken ließ von seiner Begeisterung.

Er war MSV durch und durch.

Ich muss mich wiederholen, wir haben hier einen ganz wichtigen Baustein der Fanszene verloren.

Ruhe nun zwischen deinen geliebten Sternen.

MSVportal

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Dinslaken MSV Fußballfibel – 14. Juli, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Am Donnerstag vor dem ersten Zweitligaspieltag lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Schnierstrax, Eppinghofer Straße 21 bei freiem Eintritt in Dinslaken. Das scheint mir die Behauptung zu rechtfertigen, der MSV und ich eröffnen die Fußballsaison 2022/23 am 14. Juli um 20 Uhr.

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Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Premierenlesung – MSV Fußballfibel am 4. März, 19.02 Uhr

Bundesliga,
ich komm‘ aus dir

Geschichten aus einem Leben als Fan

Im Berliner Verlag Culturcon medien erscheint seit 2015 die Bibliothek des Deutschen Fußballs. Damit der MSV in der Reihe vertreten ist, habe ich ein Buch geschrieben. In den nächsten Tagen erscheint es. Ich habe das Buch zu meiner Biografie als Fan gemacht im Spiegel der Geschichte des MSV und des Ruhrgebiets bzw. Duisburgs. Durch meine Erlebnisse mit dem MSV seit der Kinderheit wollte ich zugleich die Wirklichkeit des Ruhrgebiets zeigen. Emotional und inhaltsreich würde ich als Verkaufsclaims aufs Cover packen.

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden [Verwandten, K.J.] unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Was ich mit diesem Verein erlebte, macht mich aus. Daran ist nichts zu ändern. Es schmerzt, wenn ich nicht ins Stadion kann. Es schmerzt, wenn die Zukunft des MSV bedroht ist, und der Montag beginnt mit gehobener Laune, wenn die Zebras am Wochenende erfolgreich waren.

Ralf Koss: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Die bibliografischen Angaben sind noch nicht online. Dennoch plane ich schon die Premierenlesung.

Sie findet am 4. März um 19.02 Uhr im Plus am Neumarkt statt, Neumarkt 19, Duisburg-Ruhrort. Bei allen Schwierigkeiten des MSV momentan, ich möchte das Erscheinen dieses Buchs feiern. Das Ganze, ohne Eintritt, allenfalls der Hut geht rum fürs Kreativquartier Ruhrort.
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Sportlicher Erfolg der TanZebras bringt sozialem Engagement Aufmerksamkeit

Wenn ich wie am Freitag im Innenhafen auf einer Bühne Fußballlyrik lese, Erlebnissen mit dem MSV Komik abgewinne und Fußballschlager singe  (mit dem Klick geht es zur Besprechung), könnte manchem Zuhörer der Gedanke kommen, der MSV und Glücksgefühle finden selten zueinander. Statt von großen Erfolgen zu schwärmen, geben mir oft Niederlagen Anlässe für meine Texte. Und wenn dann doch einmal wie im Pokal ein bedeutender unerwarteter Sieg zu feiern ist, steht mit dem nächsten Punktespiel die Enttäuschung schon vor der Tür.

Deshalb erinnere ich kurz vor Ende meines Programms immer daran, das eigene Glück nicht vom Handeln anderer abhängig zu machen. Ich erinnere daran, dass jeder selbst entscheidet, was er aus seiner Verbundenheit mit dem MSV macht. Dabei weise ich auch auf die im Fanumfeld entstandenen Initiativen hin, die ganz unterschiedliche soziale Projekte fördern. Gemeinsam ist allen, dass sie über den Fußball hinaus wirken und damit gemeinschaftlichen Sinn befördern, sei es in Duisburg selbst oder sogar mit dem Blick auf die Weltgemeinschaft in anderen Ländern.

Momentan prasseln positive Nachrichten als Folge eines solchen Handelns über Duisburg, den MSV und die Zebraherde ein. Überall wird der fußballerische Erfolg vom TanZebras FC zum Anlass genommen, einen umfassenden Blick auf das von Anhängern des MSV initiierte Projekt in Tansania zu werfen. Die Welt berichtete (online nicht zu finden), was allerdings zu einer sehr eigenen Geschichte im Artikel wurde. Das wahre Geschehen konnten die Beteiligten darin nicht immer wieder erkennen. Wirklichkeit wird manchmal dann doch mehr für Lesererwartungen an die Welt in Tansania gemacht. Dass sich dabei die beteiligten MSV-Fans sogar ins schummrige Licht gestellt sehen, wird dabei billigend in Kauf genommen. Funkes aber schreiben im Lokalen vor allem über den Sport, Sat1 drehte für einen Beitrag und auch der DFB schmückt seine Seite damit, dass Fußball auch etwas anderes sein kann als ein umsatzstarker Unterhaltungsbetrieb. Was inhaltlich aber sehr viel mehr der Wirklichkeit entspricht als der Welt-Artikel.

2014 nahm das Ganze seinen Anfang, als eine Straßenfußballmannschaft vom Zebraherde-Mitglied Jörg Ahlbach mit einem MSV-Trikotsatz ausgestattet wurde. Im Jahr drauf erfolgte die Gründung eines offiziellen Vereins, der TanZebras FC. Zunächst gab es nur Freundschaftsspiele der Jugendlichen. In dieser Saison nun nahm der Verein zum ersten Mal am Ligabetrieb und kann nun aufsteigen. Das negative Torverhältnis dabei wirkt wie eine Hommage an unsere Zebras aus Deutschland.

Der überbrachte Trikotsatz führte außerdem zu einem weit reichenden Entschluss der damals Verantwortlichen bei der Zebraherde. Ein Waisenhaus der Planet of Hope Organization sollte nachhaltig unterstützt werden. Seitdem sind verschiedene Anhänger des MSV vor Ort gewesen und haben geholfen, dass die soziale Arbeit mit den Kindern langfristig und immer eigenständiger geschehen kann. Schon bei einem ersten solcher Besuche konnte ich im Zebrastreifenblog einen Bericht über diesen Aufenthalt mit Fotos als Gastbeitrag veröffentlichen.

Letztlich wurde die Unterstützung des Waisenhauses aus den Aktivitäten der Zebraherde ausgelagert und mit dem Zac e.V., der Zebras Activity Comunity, ein eigener Verein gegründet, der wiederum mit anderen Fanorganisationen kooperiert. So unterststützte etwa auch der Fanclub Innenhafen das Projekt. Der Zac e.V. verfolgt den Plan „für bis zu 60 besonders benachteiligte Kinder in Tansania ein schützendes und förderndes Kinderdorf samt eigenen Ausbildungsstätten“ zu finanzieren, zu bauen und zukunftssicher zu betreiben.

Zugleich unterstützen auch die jetzigen Verantwortlichen im Zebraherde e.V. weiter die Jugendlichen in Tansania. Coronabedingt sind Bildungsmaßnahmen aber ausgefallen, die finanziert werden sollten. Dahinter stand die Losung „Hilfe zur Selbsthilfe“. Deshalb liegt die Aufmerksamkeit momentan auf den Aktivitäten der Fußballspieler. Besondere Spenden ermöglichten etwa die erstmalige Krankenversicherung von Spielern. So ergänzen sich die zwei Vereine der MSV-Fans mit jeweils eigenen Schwerpunkten bei der Unterstützung des Projekts.

Wer das Projekt unterstützen möchtet, findet auf der Seite der TanZebras weitere Informationen. Spenden auf das Konto der Zebraherde e. V. brauchen den Verwendungszweck „Tanzebras“ oder „Tanzebras + Zweck“. Infos zur Zebraherde bei Facebook. Auch der Link zum Zac e.V. nochmals für weitere Informationen dort. Und nun viel Spaß mit dem TanZebras Song.


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