Archive for the 'Fundstücke' Category

Fundstück – extra 3 Vorbild Fußballer – Scheißegal

Gestern Abend tauchte folgender Clip in meiner Netzblase auf. Ich gebe zu, der Text ist mehr was für die Säle des Karnevalhumors. Holzhammer und dicker Pinsel lassen aber auch schmunzeln im Zusammenspiel mit zusammengeschnittenen Werbeclipbildern von Fast-Food, Snack und Co. Kann man mit in den Tag starten, wenn ihr weiter zu Youtube klickt.

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Fundstück – Legendeninflation

Beim Einloggen in den web.de-Account zog ein Teaser des Qualitätsmediums der Fußballberichterstattung an mir vorbei mit einem Wort, das mich schmunzeln ließ. Denn das Wort sollte mächtig Wind machen über einen der besten Windmacher in der Windmacherbranche, also eine wirkliche Windmacher-Legende. Mir war ganz unbekannt, dass die Handbücher für Contentmanagement und Clickbating unter Neururer, Peter neben „Experte, der“ auch „Legende, die“ verzeichnen.

2019_Legende_neururer

Fundstück: Matthias Reuter mit der Lederhosenschizophrenie in Gelsenkirchen

Manche der Beiträge hier haben ihren jahreszeitlich bedingten Grund. Neujahrsgrüße kommen im Sommer schlecht an. Besinnliche Adventsgedichte passen nicht zu knospender Natur. Deshalb liegt Matthias Reuter mit seinem gesungenen Kommentar zur grassierenden Oktoberfestlust im Ruhrgebiet schon knapp zwei Jahren bei mir auf Halde. Letztes Jahr ist mir „Oktoberfeste im Revier“ aus dem Blick geraten. Dieses Jahr nun habe ich dran gedacht.

Zu einem Fußballblog passt dieses Lied auch, weil der spöttelnde Text ab Minute 4.00 mit der letzten Strophe in eine Pointe mündet, mit der die Lust am Oktoberfest und gleichzeitiges Fußballfantum auf Schalke zum Ausdruck einer milden Schizophrenie wird.

Jérôme Boateng – In Interviews so deutlich wie wenige Fußballprofis

Am Mittwoch veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung ein ganzseitiges Interview mit Jérôme Boateng – für SZ-Leser mit Online-Abo per Klick. Es lohnt sich, Interviews mit ihm zu lesen. Denn Jérôme Boateng gehört zu den wenigen aktiven Spielern, die ihre Meinung bei Konflikten nicht verhehlen. Wenn er spricht, gibt es stets auch einen Einblick in die Welt des Fußballs, der über das individuelle Spielerleben hinaus führt. Mit seiner Meinung nimmt er uns mit auf die Hinterbühne des Fußballs. Nachvollziehbar und klar vertritt er seine Interessen in dem Spannungsgefüge von Verein, Mannschaft und individueller Karriere.

Außerdem sind uns in Duisburg von Jérôme Boateng die neulich schon von mir festgestellten strukturellen Gemeinsamkeiten von Nationalmannschaft und dem MSV der ersten vier Spiele bestätigt worden.

 

 

Timothy Garton Ash über Deutschland als Zidane Europas

Gerade erst in der Süddeutschen Zeitung vom 1. Mai gelesen: Wenn der britische Historiker und Publizist Timothy Garton Ash über die Rolle Deutschlands im gegenwärtigen Europa nachdenkt, nimmt er den Fußball und Zinédine Zidane zum Vergleich. Timothy Garton Ash denkt immer anregend über Europa und seine Schwierigkeiten nach. Wahrscheinlich unbeabsichtigt aber unterstreicht der Zidane-Vergleich die aktuellen Schwierigkeiten Europas. Zidanes große Zeit ist schon einige Jahre her, die Probleme Europas sind gegenwärtig.

 

Pelé im Düsseldorfer Weindorf der 60er – Fußball- und Lokalhistoriker sind gefragt

Ein Fundstück im Fotoalbum eröffnet eine Welt und regt zu Geschichten an. Pelé ist mir am Wochenende etwas näher gerückt, weil eine Tante ab Ende der 1950er Jahre bis in die 60er hinein im Düsseldorfer Weindorf gekellnert hat. Das Weindorf muss seinerzeit ein renommiertes Lokal gewesen sein. Den Ruf hatte es auch erworben durch Prominenz der Gäste.

Auf dem im Weindorf aufgenommen Foto erkenne ich einen Prominenten und das ist Pelé. Das Foto ist mehr als ein Erinnerungsschnappschuss, denn es erzählt offensichtlich eine Geschichte. Die wahren Fußballfreaks unter euch wissen vielleicht, wer der Mann ist, auf dessen Schulter die Hand der kellnernden Tante liegt. Vermutlich ist das ebenfalls ein Fußballer. Der stehende Mann rechts, Pelé, der trinkende Mann und die Kellnerin bilden die eine Gruppe des Bildes. Die drei älteren Männer am Tisch bilden die andere Gruppe, die vom Drama hinter ihnen nichts mitbekommen. Auf dem Tisch befindet sich ein Wimpel der ehemaligen brasilianischen Fluggesellschaft Panair do Brasil.

Der missbilligende Blick des stehenden Mannes und Pelés Blick richten sich auf den trinkenden anderen jungen Mann. Trank er zu viel? Suchte er zu sehr die Nähe der Kellnerin? Sieht ein Betreuer, der Trainer gar auf einen Fußballer, der über die Strenge schlägt? Am 5. Mai 1963 fand im Hamburger Volksparkstadion das erste Länderspiel gegen Brasilien statt. War Düsseldorf davor oder danach eine Zwischenstation für die Brasilianer? Und wenn ja, warum? Vielleicht weiß einer von euch, wer die anderen Männer auf dem Bild sind. Fußball- und Düsseldorfer Lokalhistoriker rührt euch.

 

 

Deutsche Regierung zeigt Herz für Zebrastreifenblog

Angela Merkel hat doch immer viel zu tun, nicht nur jetzt mit den Koalitionsverhandlungen, und dass sie selbst, also, das glaube ich nicht. Der Zebrastreifenblog gehört ja ins Ressort von Monika Grütters. Sie ist Staatsministerin für Kultur und Medien. Aber ob sie auch auf lokaler Ebene sich zuarbeiten lässt? Das scheint mir zweifelhaft. Vielleicht hat Ralf Jäger als MSV-Fan es dem Sigmar gesteckt? Im Auswärtigen Amt sind ja die Goethe-Institute zu Hause. Kulturvermittlung im Ausland. Bin ich demnächst mit dem Zebrastreifenblog für die deutsche Fußballkultur auf Lesetour in Asien? So was könnte doch sein. Seit gestern eine Mail bei mir reinrauschte, träume ich jedenfalls von einer paradiesischen Zukunft. Denn die deutsche Regierung will dem Zebrastreifenblog helfen:

Betreff: {zebrastreifenblog} deutsche Regierung will dir helfen!

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