Archive for the 'Fußball im Buch' Category

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Dinslaken MSV Fußballfibel – 14. Juli, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Am Donnerstag vor dem ersten Zweitligaspieltag lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Schnierstrax, Eppinghofer Straße 21 bei freiem Eintritt in Dinslaken. Das scheint mir die Behauptung zu rechtfertigen, der MSV und ich eröffnen die Fußballsaison 2022/23 am 14. Juli um 20 Uhr.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Entspannt im Studio der Lokalzeit Duisburg

Im Grunde arbeiteten der MSV, ich und auch meine Kollegin Tina Halberschmidt seit dem letzten Herbst an einem ganz neuen Angebot für MSV-Fans. Dabei ging es im weitesten Sinn um etwas Transzendentes, Religiöses. Es ging um das ewige Leben. Wir schrieben zwei Bücher, mit denen wir uns unabhängig von den Aussichten des MSV in der Gegenwart machen wollten.

Sowohl die „Populären Irrtümer und anderen Wahrheiten“ über den MSV im unterhaltsamen Sachbuchsegment als auch die literarisch angelegte „MSV Duisburg Fußballfibel“ mit der Erzählung über ein Leben mit dem MSV in Duisburg setzten ein immer währendes Interesse am MSV Duisburg voraus; ein Interesse, das vom sportlichen Erfolg nicht beeinträchtigt wird, ewig ist und sich dem bedrohlichen Siechen und Sterben vom MSV in einer Liga widersetzt.

Noch braucht unsere Haltung Propheten und Missionare, noch zeigt sich, sportlicher Misserfolg verleidet vielen die Laune so sehr, dass die weitere Beschäftigung mit dem MSV nur alte Wunden wieder aufreißt. Ich kann das verstehen. In gewisser Weise ging es mir ähnlich bei der Berichterstattung über die Fußballfibel. Ein leichtes Gespräch über den MSV angesichts eines drohenden Abstiegs passte nicht.

So führte erst die Erleichterung über den Sieg gegen Freiburg zu jener Entspannung, die den Studiobesuch bei der Lokalzeit Duisburg möglich machte. Beim Dreh für den Beitrag 14 Tage vorher musste ich gerade die Niederlage gegen 1860 verdauen und die wieder real gewordene Abstiegsgefahr verdrängen. Kein angenehmer Zustand. Welch Unterschied zum Montag. Beitrag und Studiogespräch sind noch 5 Tage in der Mediathek online. Ab Minute 9.29, davor gibt es einen Spieltagsbericht ab Minute 6.50.

Wo der MSV mir weiter große Freude macht

Vielleicht sollte ich den wirklichen MSV allmählich gegen den MSV in meinen Büchern und in diesem Blog hier eintauschen. Dieser MSV aus Worten macht mir doch seit geraumer Zeit anhaltender Freude als der des wirklichen Fußballs. Nicht nur dass die MSV Duisburg Fußballfibel morgen dem Wochen-Anzeiger in Duisburg die Titelgeschichte wert ist.

Weil sie heute schon online zu lesen ist, kam ich überhaupt auf die Idee. Denn es gibt eine kleine Fotogalerie dort, und Reiner Terhorst, der Journalist des Wochen-Anzeigers, hat mich mit der Unterzeile des Fotos nebenan zum Träumen gebracht. Das Foto habe ich in der letzten Aufstiegssaison des MSV aufgenommen beim Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft von Werder. Und bei dem Wort Weserstadion in der Unterzeile entstand in mir eine ganz andere Geschichte der Vergangenheit. Die Fantansie kennt keine Grenzen.

Damit es einfacher für euch ist, zitiere ich den den entscheidenden Satz:

Hier blickt Ralf Koss am Bremer Hauptbahnhof in die Linse, bevor es ins Weserstadion geht.

Ich weiß es noch wie heute. Ich traf mich mit den Hamburger MSV-Auswärtsfreunden am Bahnhof. Wir gingen zu Fuß, erst durch die Stadt, dann an der Weser entlang, bis wir das große Stadion vor uns sahen und es uns wie selbstverständlich schien, dorthin abzubiegen. Die volle Gästekurve im Weserstadion erinnerte uns an das legendäre 5:1, als Ewald Lienens Aufsteiger-Mannschaft die Liga aufmischte. Und nun war der MSV wieder da. Klingt gut, müsst ihr zugeben. Wahrscheinlich versteht ihr jetzt, warum ich bei einem MSV mit Worten gerade deutlich besser klar komme als mit einem MSV der Wirklichkeit.

Falls ihr auch probieren wollt, die Fußballgegenwart des MSV mit einem erfreulicheren Erlebnis zu überbrücken, habe ich da einen Vorschlag. Der Beifall der bisherigen Leserinnen und Leser sagt mir, dass dieser Vorschlag kein leeres Versprechen ist. Leseproben gibt es einmal hier und einmal da.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Sieg auf ganzer Linie – Koos heißt Koss bei Amazon

Ihr dürft mich master of the amazon finals nennen. Sieg in 3 Runden und vielen, vielen Textnachrichten. Ich gewann durch meine Ausdauer und taktische Klugheit. In der dritten Runde habe ich von Anfang an die Verunsicherung beim Gegner gespürt. Die haben nur noch langsam geantwortet. Anscheinend hatte ich ihre Defensive zermürbt und sie begannen hinzunehmen, dass Ralf Koss tatsächlich Koss heißt und nicht Koos. Das Gaze war die Vorlage zu einer Groteske in einem meiner Programme frei Haus.

Bild 1 ist die Momentaufnahme meiner Beweisführung in der 2. Runde. Nachteil Koss. Mir wurde nicht geglaubt.

Nun wird das Buch auch bei Amazon gelistet, wenn man nur meinen Namen kennt. Nun wird die Welt meine literarisch ambitionierte Erzählung über mein Leben als MSV-Fan auf allen Suchwegen finden können. Meine Messlatte fürs Buch war natürlich die Urgeschichte dieses Schreibens, Fever Pitch von Nick Hornby. So habe ich meine Erfahrungen mit und im Fußball immer wieder ins Allgemein-Menschliche gedeutet. Komik sollte nicht fehlen und natürlich auch all die Emotionen, die die Spiele in Anhängern eines Vereins hervorrufen.

Es bleiben dennoch genügend Argumente sich an die Buchhändler vor Ort zu wenden. In Duisburg und Umgebung sollten sie es vorrätig haben.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Trend! Wer solche Freunde hat

Der Trend war our friend. Es ging lange Zeit aufwärts und die anderen unten blieben auf ihren Abstiegsplätzen. Aber wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Was für ein wankelmütiger Geselle. Bleib mir bloß weg, mein Trend. Verl gewinnt am Samstag, Viktoria Berlin gewinnt gestern – gegen Magdeburg! Gegen den uneinholbar wirkenden Spitzenreiter. Und der MSV verliert so, dass sämtliche weggepackten Abstiegsängste aus ihren Ecken hervorspringen und Party machen. Chancenlos waren die Zebras am Samstag in Kaiserslautern. Als erschreckende Wahrheit sah ich bei diesem Spiel, der MSV trat beim Spielaufbau nicht so viel anders auf als gegen Zwickau.

Der Ball wurde immer wieder beim Spiel nach vorne verloren, weil die meisten Spieler zu wenig Ballkontrolle besitzen in dem geforderten schnellen Offensivspiel oder die Übersicht fehlt, im richtigen Moment abzuspielen. Wieder stehe ich vor der Frage, überfordert diese Taktik die Mannschaft, weil die individuelle Qualiät in Summe nicht ausreicht oder weil nicht genügend Entwicklungszeit beim Training für die nötige Ballsicherheit im Zusammenspiel war. Meine Beunruhigung als Ergebnis entsteht allerdings unabhängig von der Antwort auf die Frage.

Wenn dann ein perfekt eingespielter Gegner nahezu jeden misslungenen Angriff in eine Bedrohung des eigenen Tores verwandelt, erlahmt die Energie bei der Defensive. Ich sehe das Problem also nicht in der letzten Zone der Defensive, sondern sehr viel früher an dieser Schnittstelle von Ballverlust und Gegenpressing. Der Ballverlust ist beim MSV wahrscheinlich und dann fehlt die erste wirksame Gegenmaßnahme. Gegen Zwickau resignierte die Mannschaft angesichts derselben Offensivfehler nur deshalb nicht, weil der Gegner deutlich schwächer war als der 1. FC Kaiserslautern.

Mein unlängst offensiv nach vorne preschender Optimismus in Sachen Klassenerhalt ruft angesichts der Abstiegsangst-Party kleinlaut, ein bisschen Unterstützung von den Kumpels aus der Mannschaft könnte ich gebrauchen. Sonst stehe ich bei dieser Party hier weiter als Mauerblümchen in der Ecke.

Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Das ist schon klar. Aber nun weiß ich wieder nicht mehr, was ich denken soll. Das ist ja das Problem. Was werden wir im Spiel gegen Halle sehen? Wie wird die Mannschaft auftreten, damit der unbedingt nötige Sieg gelingt? Und dabei habe ich noch keinen Gedanken an Verletzte verschwendet. Mein Optimismus hat es seit gestern Abend verdammt schwer.

Das mag auch daran liegen, dass mein Denken von Spiel zu Spiel begleitet wird von einem anderen Denken meines Daseins. Ich denke nämlich auch von Lesung zu Lesung, und für meine nächste Lesung am 19. April aus der MSV Duisburg Fußballfibel verläuft die Vorbereitung perfekt, keine Stimmbandverletzung ist zu beklagen. Ich kenne Schwächen und Stärken des Berliner Publikums, fühle mich fit und will beim Auswärtsspiel im BAIZ punkten. Nun könnte der Ausgang der Samstagbegegnung der Zebras bei Viktoria Berlin meine Auswärtsaufgabe schwieriger machen. Ich möchte doch bei einer mir heute möglich vorkommenden Niederlage keinen Mentaltrainer kurzpflichtig verpflichten müssen. Das sprengt meinen Etat. Ihr seht, welche weiten Kreise das letzte Wochenende zieht. Gegen Halle werde ich als Zuschauer auf jeden Fall alles geben, damit mein Leben als Autor zehn Tage drauf etwas einfacher wird.

Vom Pokalaus hin zum Aufstieg – Eine Kostprobe aus der MSV Fußballfibel

Schon 1991 hatte es der MSV als Zweitligist verdient im Pokal gegen den Bundesligisten 1. FC Köln weiterzukommen. Damals wurde der Pokal noch mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Torlos endete das Hinspiel. Anschließend erhöhten am 7. Mai die MSV-Anhänger an einem Dienstagabend das Verkehrsaufkommen auf A57 und A3.

Zwischen 15.000 und 17.000 Duisburger unterstützten die Zebras in Köln. Damals hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Smartphone gab es noch nicht. Ohnehin teilt das Foto, 19 Jahre später aufgenommen, eine deutlich bessere Stimmung mit, selbst wenn man kaum was erkennen kann. Dieselbe Konstellation, dieses Mal die Entscheidung in einem Spiel, dieses Mal gewann der MSV 2:1. Die legendäre Pokal-Saison ging weiter.

Unlängst hat der Verlag noch eine Leprobe per Facebook geteilt, die mit dem 91er-Pokalspiel ihren Anfang nimmt. Die will ich euch nicht vorenthalten.

Im Müngersdorfer Stadion saßen Hatte, Spille, Heili, Riesenhatte und ich mit vielen anderen Duisburgern im Unterrang der Nordkurve. In der zweiten Halbzeit füllte sich der Block über uns mit Kölner Hooligans. Als Oberkörper vor- und zurückschwangen, Fäuste drohend geschüttelt wurden sowie unartikuliertes Geschrei die Luft füllte, glich die Szenerie doch sehr dem Ausschnitt einer Dokumentation von Heinz Sielmann, Deutschlands Tierfilmer Nummer eins jener Tage. Weder konnten die einen runter, noch die anderen hoch. Der Flüssigkeitsaustausch hielt sich auch in Grenzen. Mir fehlte nur der oft altväterlich klingende Sielmann-Kommentar zum rituellen Imponiergehabe.

Keine Vereinszeichen und schwarzgraue zivile Kleidung wie in Köln oder grüne Bomberjacken wie andernorts bei einer geschlossen auftretenden Gruppe im Fußballstadion gab es noch nicht lange in Deutschland. Von Großbritannien aus war die Subkultur rübergeschwappt. Die Kölner Hooligans über uns waren irgendwann wieder weg. Wahrscheinlich trafen sie an anderer Stelle noch auf MSV-Anhänger.

Zu Auswärtsspielen fuhren wir als größere Gruppe weiter zusammen. Im Wedaustadion waren Hatte, Spille und Heili auf die Tribüne gezogen, während ich mit Jörg und Reiner, ebenfalls alte Schulfreunde, auf der Geraden neben dem Marathontor in den ehemaligen Mob-Gefilden stand. Ein Fußballspiel kann ich mir nur schlecht im Sitzen ansehen. Ich brauche die ständige Bewegung, selbst wenn ich in drangvoller Enge wie beim Aufstiegsspiel 1991 gegen Blau-Weiß 90 Berlin nur etwas hin- und herrücken kann.

Lange vor Ende des Spiels hatten wir aber wieder mehr Platz. In Scharen strömten die Anhänger des MSV runter zum Rasen. Wie nah konnten Fußballzuschauer ihrer Mannschaft kommen, wenn sie be- geistert waren. Trotz all der Diskussionen um Gewalt von Fußballfans herrschte ein grundsätzliches Vertrauen in die Sicherheit im Innenbereich. Dass jemand dort ernsthaft Schaden nehmen könnte, glaubte niemand. In mehreren Reihen umschloss ein Menschenkarree den Rasen. Nach neun Jahren Abwesenheit nahte die Rückkehr in die Bundesliga. Tore waren noch nicht gefallen. Eins von unzähligen Transistorradios gab es an jenem Tag auch in unserer Nähe. Wir wussten, der Aufstiegskonkurrent Stuttgarter Kickers führte zwar, doch das Torverhältnis des MSV war selbst bei der noch möglichen knappen Niederlage besser geblieben. Noch zügelten wir die Begeisterung, noch ließen wir die Freude nur kurz aufwallen, schrien unkoordiniert EM-ES-VAU, reckten die Arme in die Höhe und sahen uns freudestrahlend in der Menge um.

Dort unten am Rand des Rasens sah der Bundesligist in spe wieder wie der Stadtteilverein der 1950er Jahre aus. Es wirkte, als ob jeder jeden kannte. Als ob die Spieler mit den Zuschauern hinterher einen trinken gehen. Als ob alle nicht Zuschauer und Sportler bei einer wichtigen Begegnung des Fußballs waren, sondern ein weiter reichen- der Sinn alle verband. Die Jahre zuvor wurde der Duisburger Alltag durch Nachrichten über immer größere wirtschaftliche Schwierigkeiten bestimmt. Nun gab der MSV den Bürgern der Stadt ein Beispiel, wie Anstrengungen aus der Stadtgesellschaft heraus zum Erfolg führten. Duisburg hungerte nach guten Nachrichten. Der MSV gab sie.

Die MSV Duisburg Fußballfibel habe ich als literarisch ambitionierte Erzählung angelegt, bei denen Erlebnisse aus meiner Fan-Biografie die Grundlage ausmachen. Meine Messlatte war dabei natürlich die Urgeschichte dieses Schreibens, Fever Pitch von Nick Hornby. So habe ich meine Erfahrungen mit und im Fußball immer wieder ins Allgemein-Menschliche gedeutet. Komik sollte nicht fehlen und natürlich auch all die Emotionen, die die Spiele in Anhängern eines Vereins hervorrufen.

Der anfängliche Fehler bei der Aufnahme des Buchs ins Verzeichnis lieferbarer Bücher ist bei einigen Onlinehändlern immer noch vorhanden. Weiter werde ich bei ihnen statt mit Doppel-s mit Doppel-o gelistet, so dass das Buch dort momentan nur unter Koos und Jaratz zu finden ist. Ein Argument mehr für die findigen Buchhändler vor Ort, denen ihr vertraut.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Briefe aus Westende – Von ZebraFM und dem Gemeinsinn

Etwas Schwund ist immer. Dumm, wenn das drei Punkte des MSV bei einem eigentlich vielversprechenden Spiel gegen den FSV Zwickau sind. Ausgerechnet bei meinem Premierenbesuch bei einer der Livereportagen von ZebraFM verlor der MSV mit 1:0. Während des Spiels blieb ZebraFM-Reporter Mark Zeller kaum Gelegenheit, mich ins Gespräch zu holen. Zu viel passierte auf dem Rasen. Es gab während des ganzen Spiels kaum Ruhephasen. Was natürlich auch mit den vielen Stockfehlern auf beiden Seiten zu tun hatte. Es ging hin und her. Während der Halbzeitpause war ich so optimistisch wie immer. Wenn ein Spiel noch nicht vorbei ist, glaube ich an den möglichst guten Ausgang. Genauso wie ich die Niederlage noch in der 80. Minute fürchte, obwohl der MSV mit zwei Toren führt.

Foto: Jens Thiem

In der Halbzeitpause hoffte ich noch, dass die zuweilen wenig klar wirkenden, letzten Momente einer Offensivaktion beim kontinuierlichen Spielaufbau aus der eigenen Hälfte heraus nicht in Ratlosigkeit münden würden.

Nach dem Spiel hätte ich genau von dieser Ratlosigkeit sprechen müssen. Aber es fiel mir schwer, in der Enttäuschung Worte zu finden. Besonders nach so einem intensiven, vergeblichen Anrennen gegen die drohende Niederlage mit einer letzten großen Chance auf den Ausgleich bin ich normalerweise vollkommen stumm und leer. Es war anstrengend dann noch mit Mark Zeller abschließende Worte zu sprechen.

Meine Erinnerung an den Sonntag soll nur noch einmal etwas hervorheben, was viele von euch natürlich wissen. Das Team von ZebraFM ist unfassbar gut, wenn sie eine Spieltagsreportage machen. Mark Zeller, Florian Hermann und Tim Zeiger an den Mikros finden immer Worte. Das ist so beeindruckend, weil sie ja auch mit ganzem Herzen Anhänger dieses Vereins sind. Sie erleben dieses Spiels emotional und schaffen es, im selben Moment andere Fans ohne Blick aufs Spielfeld an diesem Erleben teilhaben zu lassen. Anders als die meisten von uns, stöhnen sie nicht nur auf und stoßen komische Laute hervor, wenn eine gefährliche Situation sich anbahnt. Sie schaffen es, zu beschreiben, was sie sehen.

Gerd Scharrenbroch fehlt noch in dieser Reihe. Bei ihm zu Hause ist die technische Anlage untergebracht. Er bringt sie an jedem Spieltag aufs Neue an ihren Platz, verstöpselt Kabel, reicht Kopfhörer und Mikros. Seine Frau Thordis ist Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverein Duisburg. Normalerweise kommt sie auch ins Stadion. Am Sonntag war sie erkrankt.

Beide engagierten sich schon sehr lange für sehbehinderte MSV-Fans, als ein Zufall ihre Möglichkeiten erweiterte. Gerd Scharrenbroch erinnert sich nicht mehr, in welchem Jahr es war, als sie auf einer Rückfahrt von einem Spiel der Zebras in Berlin Andreas Peters kennenlernten.

Andreas Peters gehört dem MSV Fanclub Zebraherde an. Er war zu Zeiten von Walter Hellmich als Vertreter von Fangruppen in den Aufsichtsrat gewählt worden und rannte dort gegen Mauern, als er sich um die Existenz des Vereins zu sorgen begann. Die finanziellen Schwierigkeiten jener Zeit waren für Anhänger des MSV früh ein Thema und Verantwortliche im Verein sahen das nicht gern. Man legte ihm den Rücktritt nahe. Kommuniziert wurde eine einvernehmliche Entscheidung. Andreas Peters hatte seinerzeit einiges auszuhalten. Wie wertvoll für einen Fußballverein aber die Bindung an die Fanbasis ist, erwies sich nach seiner Zufallsbegegnung mit den Scharrenbrochs. Er unterstützte sie dabei, für die sehbehinderten und blinden MSV-Fans regelmäßig eine Spielreportage während der Heimspiele anzubieten.

Heute funktioniert dieses Angebot reibungslos, auch weil inzwischen mit dem Fanclub Innenhafen der nächste Fanclub sich für die Unterstützung des Angebots verantwortlich fühlt. Der Fanclub hat die Kosten für eine neue technische Anlage vor einiger Zeit komplett übernommen. 20 Hörerinnen und Hörer im Stadion können nun versorgt werden. Er stellt den Ehrenamtlern von ZebraFM Jacken und T-Shirts, die sie in ihrer besonderen Funktion erkennbar machen. Letztlich gehört ZebraFM zu jenen vielfältigen Fanaktionen, die zeigen, welche soziale Kraft rund um den Fußball entsteht, wenn Anhänger des MSV neben ihrem Vereinsherz auch noch den Gemeinsinn im Blick haben.

Morgen geht es an dieser Stelle nicht mehr um meine verlorene Sprache, sondern um vermisste Buchstaben. Bei Namen führt das augenblicklich zu Identitätskrisen. Auch ein interessantes Thema.

Briefe aus Westende – Von Jubelsprints und einer Premiere als Feier

Ein Wochenende zum Einrahmen liegt hinter mir. 2:0 gewinnen die Zebras auch ein Spiel, bei dem die Kräfteverhältnisse nicht so eindeutig durch den Tabellenstand wie gegen Würzburg oder äußere Umstände wie gegen Türkgücü München die Siegeserwartungen bestimmten. Dazu am Vortag meine gelungene Premierenlesung beim Heimspiel im Ruhrorter Plus am Neumarkt vor ausverkauftem Haus. Eine Lesung, die zur Feier wurde.

Bei Funkes WAZ/NRZ findet sich hinter der Pay-Wall ein Artikel, der einen lebendigen Eindruck von Lesung und Buch gibt. Diese Momente der Freude am Wochenende rückten die dunkle Wirklichkeit dieser Tage für einige Stunden in den Hintergrund.

Dass der Sieg gegen Viktoria Köln nötig war, darüber brauchen wir nicht zu sprechen. Im Grunde ist alles zu dem Sieg gesagt. Interessant ist allenfalls die uneinheitliche Bewertung der ersten Halbzeit. Manches Urteil dazu scheint mir geprägt durch die erste Hälfte der zweiten Halbzeit. Ihr seht, für mich lässt sich dieses Spiel im Grunde in klar abgetrennte Phasen einteilen – in vier, um genau zu sein.

Phase 1: Ein bemühtes Spiel von beiden Seiten auf Augenhöhe bis zum Lieblingsfehler von Leo Weinkauf. In der Schule wäre jetzt mal wieder der Elternbesuch fällig. So oft haben wir es ihm doch gesagt, aber manchmal sticht ihn der Hafer, und er vergißt alle Regeln, die bei uns herrschen. Dann sagt ein Lehrer: Das hattest du doch schon zwangigmal abschreiben müssen, lieber Leo. Wann lernst du das? Du darfst bei der ersten Aktion deine Ballsicherheit mit dem Fuß beweisen. Danach geht das Spiel weiter. Tausendenmal habe ich dir das gesagt! Kein Stürmer wirft sich heute verzweifelt auf den Boden, weil er beim Torwart ins Leere gelaufen ist. Bei deinem Opa wäre so einer vielleicht am Boden zerstört gewesen. Doch heute ist ein Stürmer sofort wieder da und versucht weiter sein Tor zu schießen.

Fast wäre dieses Tor nach dem Lieblingsfehler von Leo Weinkauf einmal mehr gelungen. Aber vielleicht wird beim Torwart nur das grundsätzliche Niveau dieser Mannschaft besonders deutlich. Letztlich geht es auch bei den Feldspielern immer wieder um die Anschlussschnelligkeit nach einer ersten gelungenen oder auch missratenen Spielaktion. Und da staune ich auch bei anderen Spielern nicht selten über manches Innehalten, während der Gegner in normaler Geschwindigkeit weiterspielt. Belassen wir es dabei.

In diesem nach dem Weinkauf-Fehler beginnenden Mittelteil des Spiels mit Phase 2 bis zum Halbzeitpfiff – unsicher werdende Zebras, ohne besonderen Vorteil für die Kölner – und Phase 3 nach Wiederbeginn – immer überlegenere Kölner – schien das Tor der Kölner in Halbzeit zwei nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Der Dreifachwechsel markierte den Beginn der vierten Spielphase. Welch wunderbares Tor durch Alaa Bakir. Welch Können zeigte er in dem Moment. Welch Hoffnung machte er mit diesem Tor auf Konstanz der Leistung und gesteigerte Widerstandstandskraft, um nicht mehr wie zu Saisonbeginn an Gegenspielern einfach abzuprallen.

Das 2:0 durch Julian Hettwer trieb mir sogar drei, vier Freudentränen in die Augen. Nicht wegen des dann sicher werdenden Sieges, nicht weil ich diesem jungen Spieler Julian Hettwer das Tor so gönnte, sondern weil im Moment des Torerfolgs alle Spieler von jeder Stelle, wo sie sich gerade befanden, zu dem Torschützen sprinteten. Sie sprinteten alle! Sie konnten nicht schnell genug ihre Freude teilen. Dann kamen die Spieler von der Bank noch dazu. Dieses Bild von der Mannschaft bezeugte nicht nur die Freude, sondern auch die große Erleichterung. Wir sahen Zusammenhalt, Gemeinsamkeit und innere Stärke.

Welch Befreiung war danach auch auf den Rängen zu spüren. So unbelastet freudig fühlten wir uns in dieser Saison nur am ersten Spieltag gegen Havelse. Ehrlich gesagt, kann ich bis Mai noch ein paar solcher Spieltage gut brauchen.

Zurück zum Freitag. Vor der Lesung bin ich noch schnell zum Studio 47. In dem Gespräch dort ging es um die Anfänge meiner Fankarriere, um Fußball zu Coronazeiten im Allgemeinen und um den MSV im Besonderen. Viel Meinung war gefragt. Studio 47 sorgt auch für eine Verlosung bei FB oder per mail, kaum dass das Buch im Handel erhältlich ist. Die Gewinner werden am 11. März um 11 Uhr bestimmt. Mit einem Klick findet sich hier eine Leseprobe aus dem Buch als Vorgeschmack. Und nun Film ab:

Außerdem noch einmal der Hinweis: Bei einigen Online-Händlern, so auch bei dem „Größten“, hat sich in die bibliogafischen Angaben ein Fehler eingeschlichen. Irgendjemand hat für die Onlineverzeichnisse aus dem Doppel-s ein Doppel-o gemacht, so dass das Buch dort momentan nur unter Koos und Jaratz zu finden ist. Wie schon geschrieben: Ein Argument mehr für die findigen Buchhändler vor Ort, denen ihr vertraut.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Die Fußballfibel MSV Duisburg ist erschienen

Diese Exemplare für mich. Den Rest der Auflage ab heute für euch im Buchhandel. Die Fußballfibel MSV Duisburg ist nun erhältlich. Ich freue mich sehr über das Buch, in dem ich meine Geschichte als Fan seit der Kindheit erzähle.

Ich wollte mich aber nicht auf persönliche Erfahrungen beschränken, sondern mit meinem Erleben zugleich die Geschichte des MSV seit den 60ern sowie in Ausschnitten die des Ruhrgebiets bzw. Duisburgs miterzählen.


Das Buch ist als literarisch ambitionierte Erzählung angelegt, bei denen Erlebnisse aus meiner Fan-Biografie die Grundlage ausmachen. Meine Messlatte war dabei natürlich die Urgeschichte dieses Schreibens, Fever Pitch von Nick Hornby. So habe ich meine Erfahrungen mit und im Fußball immer wieder ins Allgemein-Menschliche gedeutet. Komik sollte nicht fehlen und natürlich auch all die Emotionen, die die Spiele in Anhängern eines Vereins hervorrufen.

Die folgende Leseprobe gibt euch einen Vorgeschmack:

Vor dem Spiel gegen den TSV Havelse gab es für Hatte und mich keine Zweifel. Wir fuhren mit dem Fahrrad. Wir wollten volle Stadionbusse nach dem Spiel vermeiden. Mit seinem Spitznamen folgte Hatte übrigens keineswegs den Spuren des MSV-Verteidigers der 1960er Jahre Hartmut Hatte Heidemann. Der Schweizer Kabarettist Emil mit eigener TV-Sendung sprach in einer seiner Nummern vom imaginären Hardy, ein Name, der von jungen Ruhrgebietsmündern pottgerecht ohne „r“ schnell zum Hatte verschliffen wurde. In unseren ersten gemeinsamen Jahren im Stadion war nicht immer so eindeutig vorherbestimmt, wie wir anreisten. Zumal wir uns mit unseren Klassenkameraden abstimmen mussten.
„Stadionbus oder Straßenbahn?“
„Lass uns früh fahren, und wir steigen in‘er Stadt aus. Von da zum Stadion laufen.“
„Dann Straßenbahn.“
„Elf?“
„Nicht früher?“
Schließlich passte elf Uhr. Ich wohnte 1974 weiter in Beeck, fuhr also als erster mit der Eins los. Umsteigen in den Bus in Laar. Dort kam Hatte dazu. Holger in Berg. Am Meidericher Bahnhof warteten Roland, Heili und Jockel. Manchmal kam André dazu. Wir gingen zusammen in eine Klasse am Max-Planck-Gymnasium und schon lange gemeinsam alle vierzehn Tage ins Stadion. Wir trugen Trikots und brachten die von den Müttern selbst genähten Fahnen mit. Im Winter nur wickelten wir die mindestens zwei Meter langen blauweißen Schals um den Hals, auch die von den Müttern oder deren Freundinnen selbst gestrickt.
Roland schleppte von uns allen die größte Fahne. Schon das Hochhalten beim Laufen strengte ihn so an, dass er sie nach kurzer Zeit wieder auf die Schulter legen musste. Beim Schwenken setzte er seinen ganzen Oberkörper ein. Sie besaß einen Stock, den man für den besseren Transport auseinanderschrauben konnte. Er muss um die drei bis vier Meter lang gewesen sein. Man muss bedenken, wir selbst waren in dem Alter vielleicht gerade mal um die 1,70 groß.
Natürlich fertigten solche Schraubkonstruktionen die Väter an ihrem Arbeitsplatz in einem der Werke an. Auch das gehörte zum Ruhrgebiet der 1970er Jahre. Metallarbeiten erledigte man selbst. Im Zweifel kannte man jemanden, der einem einen Gefallen tat. In den Schränken der Region sammelten sich die selbst gedrehten Vasen, manche sogar auf kurze Ständer geschweißt. Selbst Gebasteltes war im Ruhrgebiet jahrelang auch eine Sache der Männer.
An dem Tag spielte der MSV gegen die Bayern. Deshalb fuhren wir so früh. Es war ein besonderes Spiel. Die Bayern waren Meister gewesen. Wir wussten dennoch, bei uns in Duisburg wird es schwer für die. Wir stiegen am König-Heinrich-Platz aus, rollten unsere Fahnen aus und zogen durch die Innenstadt. Die U-Bahn gab es noch nicht. Die Königstraße war auch keine Fußgängerzone, so dass erst auf dem Sonnenwall, schon ohne Autoverkehr, unsere Gesänge nicht im Straßenlärm untergingen. Heja MSV, heja MSV, heja, heja, heja MSV, das wurde noch außerhalb des Stadions gesungen, ein bald verhallender Nachklang der Fußball-WM 1958.
Wir scheuten auch keine großen Ziele für uns und den Verein.
Wen wollt ihr fressen?
Rot-Weiss Essen!
Wen wollt ihr verschmausen?
Rot-Weiß Oberhausen!
Wenn wollt ihr lynchen?
Bayern München!
Und dann, und dann, und dann?
Kommt Ajax Amsterdam!
Dem Wechselruf folgte der Gesang. Ajax ist zum Putzen da, der Fernsehwerbung für das Putzmittel gleichen Namens eins zu eins entnommen. In den 1970er Jahren fiel es einem Anhänger des MSV leichter, solche Zeilen ironiefrei zu singen. Da hatten wir noch Träume. Und die Bäume wuchsen in den Himmel der Champions League jener Jahre, dem Europapokal der Landesmeister, selbst wenn die Tabellensituation das im WM-Jahr 1974 nicht hergab. Der MSV befand sich im Mittelfeld oder tiefer. Aber als Anhänger eines Vereins, der die Bayern zu Hause auch in deren Meisterschaftsspielzeiten regelmäßig besiegte, durften wir behaupten, Europas damalige Vorzeigemannschaft, Ajax Amsterdam, genauso aus dem Stadion zu jagen. Wir bekamen nur nicht die Chance, das auch zu beweisen.
Die meisten jungen Anhänger von Fußballvereinen neigen heute nicht mehr zu solchen Träumereien. Dazu sind die Erfolge und Niederlagen im Fußball zu erwartbar geworden. Viel zu klar sind die Möglichkeiten des eigenen Vereins auf mittlere Frist inzwischen umrissen. Gleich geblieben ist im Ruhrgebiet aber die tradierte Abneigung gegen den Verein in der Mitte der Stadtlandschaft. Wir sangen auf die Melodie von ‚Hier ist ein Mensch‘, einem 1970 zum Hit gewordenen Schlager von Deutschlands Lieblings-Österreicher Peter Alexander ‚Er ist kein Mensch, er ist kein Tier, er ist ein Fan von S04‘. Die Aussage wirkt zeitlos, wenn man sich bei Anhängern des MSV und bei denen von Rot-Weiss Essen, dem VfL Bochum, Rot- Weiß Oberhausen oder dem BVB umhört.

Am Freitag mache ich in Ruhrort im Plus am Neumarkt ab 19.02 Uhr die Premierenlesung. Hier die Angaben dazu.

Und die bibliogafischen Angaben gibt es inzwischen auch, allerdings hat es irgendwo einen Fehler gegeben und irgendjemand hat für die Onlineverzeichnisse aus dem Doppel-s ein Doppel-o gemacht, so dass das Buch bei Online-Händlern momentan nur unter Koos und Jaratz zu finden ist. Ein Argument mehr für die findigen Buchhändler vor Ort, denen ihr vertraut.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Premierenlesung – MSV Fußballfibel am 4. März, 19.02 Uhr

Bundesliga,
ich komm‘ aus dir

Geschichten aus einem Leben als Fan

Im Berliner Verlag Culturcon medien erscheint seit 2015 die Bibliothek des Deutschen Fußballs. Damit der MSV in der Reihe vertreten ist, habe ich ein Buch geschrieben. In den nächsten Tagen erscheint es. Ich habe das Buch zu meiner Biografie als Fan gemacht im Spiegel der Geschichte des MSV und des Ruhrgebiets bzw. Duisburgs. Durch meine Erlebnisse mit dem MSV seit der Kinderheit wollte ich zugleich die Wirklichkeit des Ruhrgebiets zeigen. Emotional und inhaltsreich würde ich als Verkaufsclaims aufs Cover packen.

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden [Verwandten, K.J.] unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Was ich mit diesem Verein erlebte, macht mich aus. Daran ist nichts zu ändern. Es schmerzt, wenn ich nicht ins Stadion kann. Es schmerzt, wenn die Zukunft des MSV bedroht ist, und der Montag beginnt mit gehobener Laune, wenn die Zebras am Wochenende erfolgreich waren.

Ralf Koss: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Die bibliografischen Angaben sind noch nicht online. Dennoch plane ich schon die Premierenlesung.

Sie findet am 4. März um 19.02 Uhr im Plus am Neumarkt statt, Neumarkt 19, Duisburg-Ruhrort. Bei allen Schwierigkeiten des MSV momentan, ich möchte das Erscheinen dieses Buchs feiern. Das Ganze, ohne Eintritt, allenfalls der Hut geht rum fürs Kreativquartier Ruhrort.
Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.


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