Archive for the 'Fußball im Buch' Category

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Bissingheim MSV Fußballfibel – 29. September, 19.02 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Meine kleine Septembertournee mit dem Buch über mein Leben mit den Zebras seit den 70ern bis heute geht am Donnerstag in Bissingheim zu Ende. Momentan machen wir uns den Spaß mit den Zebras eben selbst. Meinen Teil trage ich diese Woche dazu bei mit der Lesung aus der MSV Duisburg Fußballfibel am Donnerstag, den 29. September, 19.02 Uhr, im Zum Hocker, Vor dem Tore 76 , in Bissingheim. Eintritt frei.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

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Briefe aus Westende – Von Fußball-Wanderarbeitern und erster Trikotwerbung

Geschichten über gescheiterte Karrieren von Jugendfußballern kommen mir inzwischen wie ein Subgenre der Fußballberichterstattung vor. Besonders geeignet dafür sind solche Jugendnationalspieler, die als Senioren etwa in der der Oberliga landen. So ein Werdegang hat die passende Fallhöhe für Geschichten, die einerseits berühren, aber auch nicht allzu sehr beunruhigen. Denn natürlich hören wir von all den Anstrengungen der Jugendleistungszentren, für die jungen Menschen auch den Lebensweg ohne die Bundesligakarriere zu ermöglichen.

So bekommen wir bestätigt, wie hart die Auslese in der Profiwelt ist, während der Spieler selbst mit seinem unerfüllt gebliebenen Traum berührt. Zugleich bleibt der soziale Zusammenhang unangetastet. So ist nun mal die Welt. Nicht jeder kann zu den Allerbesten gehörten. Im versöhnlichen Ende gewinnt der Fußball in der Spielerbiografie seine Kraft zurück, weil bei Ausbildung oder Studium mit der Unterstützung durchs verdiente Geld mit Oberliga-Fußball alles einfacher wird.

Senad Jarovic war zwar kein Nationalspieler, aber bis zur U17 bei Fortuna Düsseldorf. Jetzt ist er 24 und spielt wie nebenan ablesbar bei Sloboda Tuzla in Bosnien-Herzegowina, für ihn als Senior bereits sein neunter Verein. Kürzlich las ich in der ZEIT eine längere Geschichte über ihn von Henning Sußebach (hinter der Paywall).

Senad Jarovics Weg geht nicht in einer so leicht zu deutenden Geschichte auf. Sein Traum, Fußballprofi zu werden, mündete in den Beruf des Fußball-Wanderarbeiters. Zu Zweitliga-Zeiten unter Walter Hellmich gab es solche Spieler auch in Duisburg. Deren Namen erinnere ich nicht mal mehr ohne Hilfe aus dem unerschöpflichen Datenschatz des Netzes. So viele Zufälle spielten bei der Karriere eine Rolle, neben Trainerwechseln auch das Vetrauen in Spielerberater, die statt in Deutschland in Südosteuropa ihre Kontakte besitzen. Er verdient nicht viel Geld in Bosnien-Herzegowina. Dennoch übt er den Beruf aus, den er anstrebte. Das ist ein anderer Weg als einer in Deutschland. Er rückt die ökonomischen Hintergründe des Gegenwartsfußballs mehr in den Blick. Er führt zudem zu der Frage nach dem Sinn und was Zufriedenheit mit dem Leben bedeutet.

Davon ab habe ich kurz besonders aufgemerkt, als ein Datenanalyst in Deutschland nach der Spielstärke Senad Jarovics befragt wurde. Der meinte, er könnte zumindest ein Zweitligaspieler sein. Girth war schon verletzt, und es war absehbar, wie schwer es für den MSV in der Offensive wird. Jarovic ist wohl ein spielender Mittelstürmer, technisch sehr gut, aber weniger Kopfballstark, als es sein Größe erwarten lässt. Der braucht nur das passende Umfeld. Ein Portrait als Bewerbungsunterlage – vielleicht sollte ich Ralf Heskamp den Link zum Artikel schicken.

Und nun zu etwas anderem: einmal mehr gilt, jede Geschichte hat eine Vorgeschichte. Bislang dachte ich,  Trikotwerbung habe Günter Mast zuerst in Deutschlands Fußballwelt ausprobiert, als er das Jägermeister-Emblem bei Eintracht Braunschweig einführte. Doch dort blieb Trikotwerbung nur das erste Mal unangetastet. Schon 1967 hatte es einen Versuch bei Wormatia Worms gegeben, Trikots mit Werbung zu versehen. Deutschlandfunk Nova widmete diesem Geschehen Eine Stunde History – als Podcast bei den üblichen Anbietern oder hier abrufbar in der ARD-Mediathek. Allerdings geht es in der zweiten Hälfte kaum mehr um die Historie, sondern um die Gegenwart. Von Grundlagen des Sponsorings erzählt der unvermeidliche Experte aus der Branche. Viel Substanz kommt nicht dabei herum. Dass Verein und Unternehmen zusammen passen müssen, ist kein nur Experten vorbehaltenes Wissen.

Über Trikotsponsoren und über die Halbjahresengagements von längst vergessenen Profis beim MSV können wir übrigens auch persönlich sprechen. Entweder am kommenden Donnerstag nach der Lesung im Gleis 3 um 20 Uhr in Großenbaum oder eine Woche später, am 29., bei gleichem Anlass in Bissingheim, im „Zum Hocker“. Dort beginne ich um 19.02 Uhr mit meinem Programm zur Fußballfibel MSV Duisburg „Bundesliga, ich komm‘ aus dir“ – Geschichten aus einem Leben mit den Zebras.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Großenbaum MSV Fußballfibel – 22. September, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Fortsetzung der Septembertournee mit dem Buch über mein Leben mit den Zebras seit den 70ern bis heute. Aber wie schnell ist der Spaß mit dem Fußball unseres Herzensvereins nun schon wieder vorbei. Vor der Lesung in Moers am 9. 9. noch sprach ich davon, wie der mir für die Lesung Rückenwind gab. Nun müssen wir für den Spaß zunächst mal wieder alleine sorgen. Meinen Teil trage ich diese Woche dazu bei mit der Lesung aus der MSV Duisburg Fußballfibel am Donnerstag, den 22. September, im Gleis 3, Angermunder Straße 2-4, in Großenbaum. Eintritt 10 Euro.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Am 29. September geht es in Bissingheim beim Zum Hocker weiter.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Moers MSV Fußballfibel – 9. September, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Was für Zweifel während der Sommerpause bei der Planung der Lesungen für September Wie soll das nur was werden, wenn wir wieder mäßig bis desaströs in die Saison starten? Und nun das! Wieviel Spaß macht dieser MSV wieder. Wieviel Rückenwind durch die Zebras für den ohnehin immer vorhandenen Spaß bei den Lesungen. Am Donnerstag, den 9. September lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Bollwerk 107, Zm Bollwerk 107, bei freiem Eintritt in Moers.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms Aufgeschlagen! des Landes Nordrhein-Westfalen

Euer ältestes Trikot und vieles mehr beim Tag der Trinkhallen am 6.8.

Nicht nur zur Extraschicht ist die Ruhrstadt unterwegs. Auch am Tag der Trinkhallen werden Konzerte, Lesungen und allerlei Kultur quer durch das Ruhrgebiet geboten. Die Büdchenkultur wird an diesem Tag gefeiert.

Ein besonderer Duisburger Ort als Programmbude für Fußballfans ist an diesem Tag Rosis Stübchen auf der Münzstraße. Dort spielt der MSV von 15 bis 22 Uhr eine gewichtige Rolle. Ich freue mich auf die Moderation an dem Tag. Und ja, Weinfest ist in Duisburg zugleich. Die Veranstaltungskolision ist mal wieder ein Fall für die Diskussion um die Einheit der Ruhrstadt. Für den Samstag bedeutet das aber auch, mal ein bisschen Bewegung, um hin und her zu pendeln. So haben wir das früher immer gemacht, wenn es in die „Stadt“ zum Einkauf ging. Das Wort „Shopping“ gab es noch nicht, doch die Einkaufsralley von Münzstraße bis Bahnhof war auch immer wieder mal ein Hin und Her.

Besonders wichtig an diesem Tag ist euer ältestes Trikot. Denn von 16 bis 17 Uhr gibt es eine Trikotmodenschau, für die das MSV Museum Trikots der Vergangenheit zusammengestellt hat. Ihr könnt mit euren Trikots und euren Geschichten zu diesen Trikots diese Modenschau bereichern. Bedingung, das Trikot müsst ihr noch tragen können. Im Notfall reichen auch die Hände. Ich hoffe, ihr enttäuscht mich nicht und wir werden am Ende der Schau ein Foto von uns allen machen können, das die Geschichte des MSV auf einen Blick erfahrbar macht.

Was wird es noch geben? Die Zebraherde ist mit einem Special des Kneipenquiz zu Gast von 20 bis 21 Uhr. Im MSVPortal habe sie schon erste Hinweise gegeben, wie das aussehen wird. Tina Halberschmidt kommt um 15 Uhr und erzählt Interessantes aus der MSV-Historie. Dann etwa wird auch das Zebramaskottchen Ennatz vor Ort sein. Mit Michael Bella erzählt zwischen 17 und 18 Uhr eine der absoluten Legenden des MSV über glorreiche Zeiten. Ich hoffe auf einen weiteren Überraschungsgast bis 19 Uhr. Ich selbst lese aus der MSV Fußballfibel gegen 18 Uhr. Philipp Eisenblätter gibt ein Konzert zwischen 19 und 20 Uhr. Und zum Abschluss veranstalten Jörg Kaiser und ich mit euch zusammen ein Rudelsingen von Fußballschlagern und Stadionsongs zwischen 21 und 22 Uhr.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir – Lesung Dinslaken MSV Fußballfibel – 14. Juli, 20 Uhr

Sicher, man kann sich entscheiden, ob man jetzt jeden unbedingt regelmäßig sehen muss. Mancher bricht ja sogar den Kontakt zu den Eltern ab. Aber sie bleiben deine Eltern. Der du bist, bist du auch durch sie. Neben vielem anderen. So ähnlich geht es mir mit dem MSV.

Ralf Koss alias Kees Jaratz: Fußballfibel – MSV Duisburg, Culturcon medien, 2022

Am Donnerstag vor dem ersten Zweitligaspieltag lese ich aus der Fußballfibel – MSV Duisburg im Schnierstrax, Eppinghofer Straße 21 bei freiem Eintritt in Dinslaken. Das scheint mir die Behauptung zu rechtfertigen, der MSV und ich eröffnen die Fußballsaison 2022/23 am 14. Juli um 20 Uhr.

Hier der Link zur Veranstaltungsankündigung bei Facebook.

Bundesliga, ich komm‘ aus dir

Was Ralf Koss in der „MSV Duisburg Fußballfibel“ von Fußballspielen, Auswärtsfahrten mit Freunden und verloren geglaubten Spielen erzählt, stößt bei Fans aller Vereine eigene Erinnerungen an. Dabei heißt es, kein Verein in Deutschland verschafft seinen Anhängern mehr Aufregung als der MSV Duisburg. Was ein Datenspezialist mit komplizierter Formel errechnete, weiß der Schriftsteller seit jeher. Die Dauerkarte kennt Ralf Koss noch als Abrissblock während der 1970er Jahre. Damals hielt er die Zebras als Teilnehmer im UEFA-Pokal für unabsteigbar. Er feierte die Erfolge vom Lienen- und Funkel-Fußball der 90er ebenso, wie er später skeptisch auf das Wirken von Walter Hellmich schaute. Nun erzählt er in der „Fußballfibel MSV Duisburg“ die berührende, oft komische und tief emotionale Geschichte seines Lebens mit dem Herzensverein. Seine Erlebnisse und Erinnerungen geben Duisburg und dem Ruhrgebiet Kontur. Ein Fußballbuch, das zum Portrait der Region wird.

Entspannt im Studio der Lokalzeit Duisburg

Im Grunde arbeiteten der MSV, ich und auch meine Kollegin Tina Halberschmidt seit dem letzten Herbst an einem ganz neuen Angebot für MSV-Fans. Dabei ging es im weitesten Sinn um etwas Transzendentes, Religiöses. Es ging um das ewige Leben. Wir schrieben zwei Bücher, mit denen wir uns unabhängig von den Aussichten des MSV in der Gegenwart machen wollten.

Sowohl die „Populären Irrtümer und anderen Wahrheiten“ über den MSV im unterhaltsamen Sachbuchsegment als auch die literarisch angelegte „MSV Duisburg Fußballfibel“ mit der Erzählung über ein Leben mit dem MSV in Duisburg setzten ein immer währendes Interesse am MSV Duisburg voraus; ein Interesse, das vom sportlichen Erfolg nicht beeinträchtigt wird, ewig ist und sich dem bedrohlichen Siechen und Sterben vom MSV in einer Liga widersetzt.

Noch braucht unsere Haltung Propheten und Missionare, noch zeigt sich, sportlicher Misserfolg verleidet vielen die Laune so sehr, dass die weitere Beschäftigung mit dem MSV nur alte Wunden wieder aufreißt. Ich kann das verstehen. In gewisser Weise ging es mir ähnlich bei der Berichterstattung über die Fußballfibel. Ein leichtes Gespräch über den MSV angesichts eines drohenden Abstiegs passte nicht.

So führte erst die Erleichterung über den Sieg gegen Freiburg zu jener Entspannung, die den Studiobesuch bei der Lokalzeit Duisburg möglich machte. Beim Dreh für den Beitrag 14 Tage vorher musste ich gerade die Niederlage gegen 1860 verdauen und die wieder real gewordene Abstiegsgefahr verdrängen. Kein angenehmer Zustand. Welch Unterschied zum Montag. Beitrag und Studiogespräch sind noch 5 Tage in der Mediathek online. Ab Minute 9.29, davor gibt es einen Spieltagsbericht ab Minute 6.50.

Wo der MSV mir weiter große Freude macht

Vielleicht sollte ich den wirklichen MSV allmählich gegen den MSV in meinen Büchern und in diesem Blog hier eintauschen. Dieser MSV aus Worten macht mir doch seit geraumer Zeit anhaltender Freude als der des wirklichen Fußballs. Nicht nur dass die MSV Duisburg Fußballfibel morgen dem Wochen-Anzeiger in Duisburg die Titelgeschichte wert ist.

Weil sie heute schon online zu lesen ist, kam ich überhaupt auf die Idee. Denn es gibt eine kleine Fotogalerie dort, und Reiner Terhorst, der Journalist des Wochen-Anzeigers, hat mich mit der Unterzeile des Fotos nebenan zum Träumen gebracht. Das Foto habe ich in der letzten Aufstiegssaison des MSV aufgenommen beim Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft von Werder. Und bei dem Wort Weserstadion in der Unterzeile entstand in mir eine ganz andere Geschichte der Vergangenheit. Die Fantansie kennt keine Grenzen.

Damit es einfacher für euch ist, zitiere ich den den entscheidenden Satz:

Hier blickt Ralf Koss am Bremer Hauptbahnhof in die Linse, bevor es ins Weserstadion geht.

Ich weiß es noch wie heute. Ich traf mich mit den Hamburger MSV-Auswärtsfreunden am Bahnhof. Wir gingen zu Fuß, erst durch die Stadt, dann an der Weser entlang, bis wir das große Stadion vor uns sahen und es uns wie selbstverständlich schien, dorthin abzubiegen. Die volle Gästekurve im Weserstadion erinnerte uns an das legendäre 5:1, als Ewald Lienens Aufsteiger-Mannschaft die Liga aufmischte. Und nun war der MSV wieder da. Klingt gut, müsst ihr zugeben. Wahrscheinlich versteht ihr jetzt, warum ich bei einem MSV mit Worten gerade deutlich besser klar komme als mit einem MSV der Wirklichkeit.

Falls ihr auch probieren wollt, die Fußballgegenwart des MSV mit einem erfreulicheren Erlebnis zu überbrücken, habe ich da einen Vorschlag. Der Beifall der bisherigen Leserinnen und Leser sagt mir, dass dieser Vorschlag kein leeres Versprechen ist. Leseproben gibt es einmal hier und einmal da.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Sieg auf ganzer Linie – Koos heißt Koss bei Amazon

Ihr dürft mich master of the amazon finals nennen. Sieg in 3 Runden und vielen, vielen Textnachrichten. Ich gewann durch meine Ausdauer und taktische Klugheit. In der dritten Runde habe ich von Anfang an die Verunsicherung beim Gegner gespürt. Die haben nur noch langsam geantwortet. Anscheinend hatte ich ihre Defensive zermürbt und sie begannen hinzunehmen, dass Ralf Koss tatsächlich Koss heißt und nicht Koos. Das Gaze war die Vorlage zu einer Groteske in einem meiner Programme frei Haus.

Bild 1 ist die Momentaufnahme meiner Beweisführung in der 2. Runde. Nachteil Koss. Mir wurde nicht geglaubt.

Nun wird das Buch auch bei Amazon gelistet, wenn man nur meinen Namen kennt. Nun wird die Welt meine literarisch ambitionierte Erzählung über mein Leben als MSV-Fan auf allen Suchwegen finden können. Meine Messlatte fürs Buch war natürlich die Urgeschichte dieses Schreibens, Fever Pitch von Nick Hornby. So habe ich meine Erfahrungen mit und im Fußball immer wieder ins Allgemein-Menschliche gedeutet. Komik sollte nicht fehlen und natürlich auch all die Emotionen, die die Spiele in Anhängern eines Vereins hervorrufen.

Es bleiben dennoch genügend Argumente sich an die Buchhändler vor Ort zu wenden. In Duisburg und Umgebung sollten sie es vorrätig haben.

Ralf Koss alias Kees Jaratz
MSV Duisburg. Fußballfibel
Taschenbuch, ‏ 170 Seiten
ISBN: ‎ 978-3730817926
€ 13,99

Trend! Wer solche Freunde hat

Der Trend war our friend. Es ging lange Zeit aufwärts und die anderen unten blieben auf ihren Abstiegsplätzen. Aber wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Was für ein wankelmütiger Geselle. Bleib mir bloß weg, mein Trend. Verl gewinnt am Samstag, Viktoria Berlin gewinnt gestern – gegen Magdeburg! Gegen den uneinholbar wirkenden Spitzenreiter. Und der MSV verliert so, dass sämtliche weggepackten Abstiegsängste aus ihren Ecken hervorspringen und Party machen. Chancenlos waren die Zebras am Samstag in Kaiserslautern. Als erschreckende Wahrheit sah ich bei diesem Spiel, der MSV trat beim Spielaufbau nicht so viel anders auf als gegen Zwickau.

Der Ball wurde immer wieder beim Spiel nach vorne verloren, weil die meisten Spieler zu wenig Ballkontrolle besitzen in dem geforderten schnellen Offensivspiel oder die Übersicht fehlt, im richtigen Moment abzuspielen. Wieder stehe ich vor der Frage, überfordert diese Taktik die Mannschaft, weil die individuelle Qualiät in Summe nicht ausreicht oder weil nicht genügend Entwicklungszeit beim Training für die nötige Ballsicherheit im Zusammenspiel war. Meine Beunruhigung als Ergebnis entsteht allerdings unabhängig von der Antwort auf die Frage.

Wenn dann ein perfekt eingespielter Gegner nahezu jeden misslungenen Angriff in eine Bedrohung des eigenen Tores verwandelt, erlahmt die Energie bei der Defensive. Ich sehe das Problem also nicht in der letzten Zone der Defensive, sondern sehr viel früher an dieser Schnittstelle von Ballverlust und Gegenpressing. Der Ballverlust ist beim MSV wahrscheinlich und dann fehlt die erste wirksame Gegenmaßnahme. Gegen Zwickau resignierte die Mannschaft angesichts derselben Offensivfehler nur deshalb nicht, weil der Gegner deutlich schwächer war als der 1. FC Kaiserslautern.

Mein unlängst offensiv nach vorne preschender Optimismus in Sachen Klassenerhalt ruft angesichts der Abstiegsangst-Party kleinlaut, ein bisschen Unterstützung von den Kumpels aus der Mannschaft könnte ich gebrauchen. Sonst stehe ich bei dieser Party hier weiter als Mauerblümchen in der Ecke.

Wir denken nur von Spiel zu Spiel. Das ist schon klar. Aber nun weiß ich wieder nicht mehr, was ich denken soll. Das ist ja das Problem. Was werden wir im Spiel gegen Halle sehen? Wie wird die Mannschaft auftreten, damit der unbedingt nötige Sieg gelingt? Und dabei habe ich noch keinen Gedanken an Verletzte verschwendet. Mein Optimismus hat es seit gestern Abend verdammt schwer.

Das mag auch daran liegen, dass mein Denken von Spiel zu Spiel begleitet wird von einem anderen Denken meines Daseins. Ich denke nämlich auch von Lesung zu Lesung, und für meine nächste Lesung am 19. April aus der MSV Duisburg Fußballfibel verläuft die Vorbereitung perfekt, keine Stimmbandverletzung ist zu beklagen. Ich kenne Schwächen und Stärken des Berliner Publikums, fühle mich fit und will beim Auswärtsspiel im BAIZ punkten. Nun könnte der Ausgang der Samstagbegegnung der Zebras bei Viktoria Berlin meine Auswärtsaufgabe schwieriger machen. Ich möchte doch bei einer mir heute möglich vorkommenden Niederlage keinen Mentaltrainer kurzpflichtig verpflichten müssen. Das sprengt meinen Etat. Ihr seht, welche weiten Kreise das letzte Wochenende zieht. Gegen Halle werde ich als Zuschauer auf jeden Fall alles geben, damit mein Leben als Autor zehn Tage drauf etwas einfacher wird.


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