Archive for the 'Historie' Category

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 7: Was macht Horace Wimp nur samstags?

In meiner Jugend gehörte das Electric Light Orchestra nicht gerade zu meinen bevorzugten Bands, auch wenn man schon Anfang der 1970er Jahre als Hörer der  Diskothek im WDR mit Mal Sondock wegen ihres  Chuck-Berry-Covers Roll over Beethoven nicht an ihnen vorbeikam. Dazu muss man wissen, damals gab es noch eine für alle Pop- und Rockmusikstücke wirksame Vergänglichkeit. Jeder Hit, der ein Jahr zuvor herausgekommen war, begann in eine namenlose Übergangszeit von unbestimmter Dauer einzutreten, um schließlich in der Sphäre der „Oldies“ anzukommen. Dort war das Alte, hier war das immer Neue. Deshalb konnte in einer wöchentlichen Rubrik der Diskothek im WDR an das Alte erinnert werden. In einer Endlosschleife wurden die Künstler alphabetisch abgearbeitet und die Oldies der Woche gewählt.

Kam der Buchsstabe „B“ an die Reihe, war unweigerlich Chuck Berrys Roll over Beethoven zu hören, und der Verweis auf die Aufnahme des Electric Light Orchestra blieb nicht aus. Nach dem ersten Hit mit dem Chuck-Berry-Cover entwickelte sich die Musik des Electric Light Orchestera in eine andere Richtung. Die Rockeinflüsse und Experimentelles gingen zurück, die Melodien wurden eingängiger und populärer. Meinen Geschmack trafen sie immer noch nicht. Ein Song aber sprang mir dennoch irgendwann in die Ohren: The diary of Horace Wimp.

Weder wusste ich damals, dass Fußball den Text dieses Songs bestimmt, noch machte ich mir Gedanken über den Grund für meine besondere Aufmerksamkeit. Heute erfahre ich, der musikalische Laie, es gab gute Gründe, warum ich den Song mochte. ELO-Kopf Jeff Lynne variierte mit diesem Song den Beatles-Klassiker A Day in the life  hier bei youtube – und präsentierte mir damit eines meiner Lieblingsstücke der Beatles in neuem Gewand.

Und nun zum Fußball, der im Song abwesend ist und doch das Leben von Horace Wimp bestimmt. Jeff Lynne nimmt den Verlauf einer Woche, um zu erzählen, wie aus einem einsamen Menschen, der noch nie eine Freundin hatte, ein glücklicher Bräutigam wird. An jedem Wochentag  geschieht etwas neues, mit dem wir Horaces Wimps Leben etwas näher kennnenlernen. Nur was er samstags macht, erfahren wir nicht. Als der Song 1979 erschien, wurde kein TV-Programm täglich mit der Unterhaltungsware Fußball bestückt. Es gab einen einzigen Spieltag, und das war der Samstag. Jeder Fan eines Fußballvereins weiß, dass wenigstens so ein Fußball-Samstag  die Tristesse des Alltags erträglich macht. Horace Wimp ist samstags im Stadion. Dieses Stadion ist der einzige Ort, wo Horace Wimp seinem Leben bis dahin hat entfliehen können.

Deshalb schreibt der Fan von Birmingham City Jeff Lynne nichts darüber, was Horace Wimp am Samstag erlebt. Das liegt auf der Hand. Darüber brauchen wir Ende der 1970er Jahre nicht zu reden. Ein Mensch wie Horace Wimp sieht samstags ein Fußballspiel. Dass das auch noch so bleibt, nachdem er sonntags geheiratet hat, kommt mir sehr wahrscheinlich vor. Hoffen wir, dass seine große Liebe für diesen Stadionbesuch auch heute noch Verständnis hat. Und lassen wir es offen, ob Jeff Lynne beim Schreiben schon im Kopf gehabt hat, wieso der Samstag im Liedtext fehlt. Seine Erklärung Jahre später ist jedenfalls eine schöne Geschichte.

Ein großer Hit wurde The diary of Horace Wimp für ELO nicht. Richtig erfolgreich wurde erst die Variation der Variation: Mister Blue Sky.

Tür 8 öffnet sich morgen an dieser Stelle.

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Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 6: Mitten in das Schalker Herz

Im Dezember 1977 trat am ersten Samstag des Monats der MSV Duisburg beim FC Schalke 04 an. Es war das letzte Spiel der Hinrunde, und viel erhoffte ich mir nach den Ergebnissen der davor liegenden Jahre nicht. Bei den drei Niederlagen in den Spielzeiten zuvor war der MSV zweimal mit fünf Gegentoren nach Hause gefahren. Andererseits lag eines der beeindruckendsten Spiele der MSV-Geschichte gerade knapp einen Monat zurück. Das war jener legendäre MSV-Heimsieg gegen den FC Bayern München, bei dem Bernard Dietz den MSV nach zweimaligen Rückstand in der 78. Minute mit 4:3 in Führung brachte und als einziger und damit viermaliger Torschütze des MSV bis dahin für die Führung sorgte. Fünf Minuten später brachte ein Tor von „Ronnie“ Worm die endgültige Entscheidung. Das 6:3 von Norbert Stolzenburg war dann noch das Sahnehäubchen in diesem Spiel.

Bis zu diesem kalten Dezembersamstag hatte ich also eine der besseren Spielzeiten vom MSV gesehen, der in meinem jugendlichen Empfinden schon seit Ewigkeiten mein Verein war. Als mein Stiefvater mir anbot, nach Gelsenkirchen zu fahren, war das eine Überraschung. Seine Heimat war Oberhausen, sein Sport war früher der Feldhandball und am MSV-Geschehen nahm er erst Anteil durch mich. Da vor den Heimspielen Schalkes auf der A 42 schnell ein Stau vor der Stadionabfahrt entstand, wollte er früh in Meiderich aufbrechen. Viel zu früh. Problemlos erreichten wir den Parkplatz, der noch so gut wie leer war. Nur vereinzelt schlenderten Zuschauer zusammen mit uns zum Stadion. Die Stadiontore waren noch geschlossen, und die Ordner verteilten sich gerade auf die Eingänge. In den Kartenhäuschen wurde alles getan, nur keine Eintrittskarten verkauft.

In der blau-weißen Schalker Umgebung fiel mein etwa zwei Meter langer MSV-Schal in denselben Farben nicht weiter auf. Ganz im Gegenteil, wie sich herausstellte. Als ich zu einem Kassenhaus laufen wollte, sprach mich ein Mann an. Ob ich mir ein paar Mark verdienen wollte?, fragte er. Eintritt für das Spiel müsste ich auch nicht zahlen, fügte er hinzu und mein Platz befände sich sogar auf der Sitzplatztribüne. Ich müsste nur vor dem Spiel am Eingang die Eintrittskarten der Zuschauer abreißen. Er würde auch dafür sorgen, dass ich auf jeden Fall so früh gehen könne, dass ich zum Anpfiff an meinem Platz sei.

Ich zögerte. Doch aufmunternde Worte von meinem Stiefvater zusammen mit der Aussicht, das erste Mal einen Sitzplatz einzunehmen, gaben den Ausschlag. So stand ich kurz danach an einem Eingangstor. Die Schalker Zuschauer freuten sich am vermeintlichen Blau-Weiß des Schals um den Hals des ungewohnt jungen Kartenabreißers. Für mich sahen die Ordner alle nach Rentnern aus. Aber wahrscheinlich war es damals nicht anders als heute, und auch Männer im mittleren Alter rissen die Karten ab. Nur Sicherheitsunternehmen gab es eben nicht als Sub-Unternehmer, und Fan-Utensilien waren fast immer eine Angelegenheit von Jugendlichen. Deshalb fiel der Schal am Stadioneingang besonders auf. Denn erwachsen waren damals nahezu alle Zuschauer ab Mitte zwanzig.

Besonders wohl fühlte ich mich nicht. Keineswegs wagte ich all den Männern zu widersprechen, die mir väterlich und erwartungsfroh den Schalke-Sieg verkündeten. Dafür hielt sich der Ansturm in Grenzen. Das Entwerten der Eintrittskarten war kein Problem. Kurz vor dem Spiel durfte ich dann mit einer ersten Gruppe von Ordnern zu meinem Tribünenplatz gehen. Er befand sich nahe an einer Kurve, auf dem Oberrang der Tribüne, etwas abseits von den anderen Zuschauern. Unter all den älteren Männern, die sich schon seit Jahren zu kennen schienen, fühlte ich mich einsam. Dieses Fußballspiel des MSV wurde anders als das Gemeinschaftserlebnis Stadion, das ich bislang kannte.

An die erste Halbzeit des Spiels habe ich nur verschwommene Erinnerungen. Ich meine, das Spiel war ausgeglichen, und der MSV gestaltete das Spiel offen. Das Halbzeitergebnis von 0:0 könnte meine Erinnerung bestätigen. In der Pause wurde das Geld ausgezahlt. Ich weiß nicht mal mehr, wie groß die Summe gewesen ist. Zwanzig Mark? Fünfzehn? Als die zweite Halbzeit begann wusste ich allmählich nicht mehr, ob ich vor dem Spiel richtig entschieden hatte. Auf dem Stehplatz hätte es mir mehr Spaß gemacht, das Spiel zu sehen. Andererseits wusste ich, am Montag konnte ich in der Schule eine gute Geschichte erzählen. Und diese Geschichte wurde noch besser.

Das Spiel blieb zwar zäh, aber dann erhielt Kurt Jara etwa Mitte der zweiten Halbzeit in zentraler Position an der Mittellinie den Ball und begann in die gegnerische Hälfte zu dribbeln. Kurt Jara war 1975 vom FC Valencia zum MSV gekommen. Zusammen mit dem Niederländer Kees Bregmann hatte er die Spielkultur des MSV verwandelt. Größere technische Fertigkeiten waren auf dem Rasen ab Mitte der 1970er Jahre zu sehen. An jenem Tag in Gelsenkirchen hielt sich das allerdings in Grenzen. Dafür lief Kurt Jara ungehindert Richtung Schalker Tor und setzte zum Schuss an. Solche Weitschüsse begleitete er mit einer sehr typischen, weit ausholende Armbewegung. In meiner Erinnerung taucht diese Armbewegung immer wieder auf. Dabei weiß ich nicht mal genau, ob ich sie für das Schalke-Spiel nicht aus einem Heimspiel oder aus einem Sportfoto in meine Erinnerung hineinkopiert habe.

Mit Sicherheit weiß ich, Volkmar Groß im Tor der Schalker war bei dem Schuss chancenlos. Dieses 1:0 durch Kurt Jara in der 72. Minute war zugleich der Endstand des Spiels. Unter all den älteren Schalker Herren wagte ich nicht, mich laut zu freuen. So erhielt ich an diesem Nachmittag in Gelsenkirchen neben freiem Eintritt und dem zusätzlichem Taschengeld noch eine überraschende Übung in Selbstbeherrschung. Erst bei der Rückfahrt konnte ich den von mir nicht erwarteteten Auswärtssieg genießen. Und ich begann mich zu freuen über die erste und einzige Siegprämie, die ich als Zuschauer erhalten habe. Eine Siegprämie vom Verlierer, vom FC Schalke 04.

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Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender, Tür 5: Duisburg – die Fußballmacht der Anfänge im Westen

Noch ist der Fußball ein junger Sport in Deutschland. Doch 1905 zeigt der Duisburger SV als einer der ersten Vereine im Kaiserreich mit einem Zaun um die eigene Sportanlage, hier entsteht etwas Dauerhaftes, und das soll geschützt werden. Keine Leichenzüge zum nahe liegenden Friedhof unterbrechen nunmehr Spiele, und nicht zuletzt kann so von Zuschauern auf einfachere Weise als zuvor Eintrittsgeld genommen werden.

Manche Spieler des Duisburger SV kennen sich noch aus der Zeit, als sie Anfang der 1890er Jahre im Duisburger Turnverein von 1848 zum ersten Mal den Ball auf ein Tor geschossen haben. Auch im Ruhrgebiet sind es die jungen Söhne des Bürgertums, die sich mit dem neuen Sport Fußball gegen den Sport der Väter, das Turnen, wenden. Arbeiter haben im deutschen Kaiserreich keine Zeit, um Fußball zu spielen. Je intensiver die jungen Männer Fußball spielen, desto deutlicher wird eine Art Sportkulturkonflikt in den Turnvereinen. Dort gibt es das weiter gelebte Ideal der ganzheitlichen körperlichen „Ertüchtigung“. Sie ist eng verbunden mit dem Nutzen für das Militär. Im Fußball rückt der Wettkampfgedanke in den Vordergrund. Fußballer suchen Spannung und die besondere Leistung in Konkurrenz. Die Lösung des Konflikts ist die Trennung. Eigene Fußballvereine entstehen wie 1900 der Duisburger SV.

Die „Rotblusen“, so wird die Mannschaft ab der Saison 1905/1906 genannt, verlieren nur selten ihre Spiele. Als erster Verein der Region engagiert der DSV 1910 einen Trainer. Er kommt aus England, wo der Fußball schon professionell gespielt und entwickelt wird. Dagegen ist in Deutschland mannschaftliches Training statt individueller Körperertüchtigung kaum bekannt. Sein exklusives Wissen wird ihm mit dem damals sehr hohen Jahresgehalt von 2000 Mark entlohnt, das zur Hälfte mit den „Zaunkasse“ genannten Eintrittsgeldern gezahlt wird.

Bis 1927 gewinnt der Verein zehnmal die Westdeutsche Meisterschaft und erreicht 1913 als erste Mannschaft aus dem Westen sogar das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen den VfB Leipzig, das allerdings 1:3 verloren geht. Alleine der Duisburger SC Preußen ist zeitweilig ebenso spielstark. Beide Vereine machen Duisburg vor dem 1. Weltkrieg zur frühen Fußballhochburg des Ruhrgebiets, in der Grundlagen des zukünftigen Massensports mitentwickelt werden.

Denn bis 1908 ist mit Gottfried Hinze ein Mann Torwart der Mannschaft, der zugleich als Schiedsrichter aktiv ist und im Rheinisch-Westfälischen Spielverband als Funktionär im Jahr 1902 entscheidend mitwirkt, einen regelmäßigen Meisterschaftspielbetrieb zu organisieren. 40 Vereine mit etwa 1000 Mitgliedern gibt es zu dieser Zeit in dem Verband, 23 Vereine nehmen am ersten Meisterschaftswettbewerb teil. Wenig später wird Gottfried Hinze den Zusammenschluss des Westfälischen Spielverbandes mit dem Deutschen Fußballverband voran treiben. Für all diese fußballerischen Aktivitäten bleibt dem 1873 in Aachen geborenen Gottfried Hinze die Zeit, weil er ein Geschäft für „Bergwerks- und Hüttenartikel“ führt. Zum Vorsitzenden des DFB wird er 1905 gewählt. Er bleibt es bis 1925 und wird danach zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Als Gottfried Hinze 1953 stirbt, trauert Deutschlands Sportwelt, und deren bedeutendste Funktionäre sowie unzählige Fußballer von Nationalspielern bis hin zu Jugendspielern des DSV erweisen dem Fußballpionier bei seiner Beerdigung die letzte Ehre.

 

Tür 6 öffnet sich morgen in diesen Räumen wieder.

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Was ein MSV Museum auch bewirkt

Heute im Spiel gegen Erzgebirge Aue steht Manfred Manglitz neben Stadionsprecher Stefan Leiwen auf dem Rasen. Stefan Leiwen fragt dann ja ritualhaft nach Spieleindruck und nach möglichem Endergebnis. Ich hoffe doch, Manfred Manglitz kann dann schon von einer verdienten Führung sprechen. Nicht nachlassen, so was in etwa wird dann sicher auch als Aufforderung für die zweite Halbzeit fallen. Vielleicht auch noch, ein weiteres Tor schnell nachlegen und den Sack zu machen, was eben so zu sagen ist, wenn dem MSV der Sieg gewünscht wird. Der Heimsieg wäre schön, damit endlich einmal wieder möglichst viele Anhänger vom MSV, eben mehr als bei einer Auswärtstour, ihre Freude mit der Mannschaft teilen können.

Manfred Manglitz – hier bei Wikipedia – war von 1963 bis 1969 Torwart beim MSV. Er kam als Verstärkung für die erste Bundesliga-Saison zusammen mit Heinz Höher von Bayer Leverkusen und gehörte zur Vizemeister-Mannschaft. In dieser ersten Saison bekam er bei der Anzahl seiner Spiele die wenigsten Tore aller Bundesligatorwarte, was Jahre später das Online-Medium Stadioncheck.de dazu bewog, die Manfred-Manglitz-Medaille auszuloben.

Manfred Manglitz lebt in Spanien und ist für dieses Spiel auf Initiative vom MSV Museum angereist. Gestern gab er zusammen mit Horst „Pille“ Gecks und Heinz van Haaren Autogramme im Fanshop. So vielfältig vestehen die Macher das MSV Museum ihre Arbeit. Die Grundlagen für eine Ausstellung zu schaffen ist das eine, diese Ausstellung zu einer lebendigen Erinnerung zu machen das andere. Ein Stadionbesuch und eine Autogrammstunde sind nur ein Anfang, die Begegnung mit ehemaligen Spielern des MSV zu ermöglichen. Wer sich jetzt schon derart engagiert, lässt für die Zukunft eines etablierten MSV Museums sehr viel tiefer gehende und aufschlussreichere Begegnungen erhoffen, als sie in der Halbzeitpause eines Fußballspiels möglich sind. Zumal mit der Aussicht auf den Heimsieg die Gegenwart die Vergangenheit mächtig überlagert.

So brutal ist das Fußballgeschäft – Wie Trainerentlassungen Menschen verändern

Gestern Abend noch habe ich ihn gesehen, wie ich ihn in Erinnerung hatte. Sicher, Dietmar Hirsch war etwas älter geworden, doch als Trainer im VDV-Fußballcamp war er unzweifelhaft erkennbar. Gestern Abend wurde die Duisburger Filmwoche mit einem Dokumentarfilm über dieses Fußballcamp für vereinslose Fußballprofis eröffnet. Die anderen Plätze heißt der Film, und Mittwoch werde ich die Filmemacher Marco Kugel und Simon Quack interviewen.

Noch das eine und andere recherchieren wollte ich schon mal, weil ich natürlich auch über den Film etwas schreiben will. Dietmar Hirsch habe ich auch gegoogelt, und dann dieser Schock! Am Ende des Dokumentarfilms sieht man ihn 2015, wie er das Fußballcamp des VDV hinter sich gelassen hat und bei seinem neuen Verein, dem VfB Oldenburg, mit Tatkraft ankommt. Zwei Jahre später, im August diesen Jahres, wurde er wieder entlassen. Und nun seht selbst, wie sehr diese Entlassung Dietmar Hirsch verändert hat. Google listet nur die Wahrheit.

Jetzt bestellen: Mehr als Fußball – Das Buch über Duisburg im Sommer 2013 und die Zeit danach

Mehr als Fußball ist weiter lieferbar. Das Buch ist in den meisten Duisburger Buchhandlungen erhältlich, im ZebraShop und beim Oligarchen des Onlinebuchhandels. Am meisten unterstützt ihr meine Arbeit hier, wenn bei mir bestellt wird.

Mehr als Fußball – so  habe ich das Buch genannt, in dem ich vom Zusammenhalt in Duisburg im Sommer 2013 rund um den MSV und von der Zeit bis zum Wiederaufstieg des Vereins in die 2. Liga zwei Jahre später erzähle. 

Mit einem Klick zu den Informationen zum Buch und zu Leseproben.

Ralf Koss, Kees Jaratz: Mehr als Fußball, 363 Seiten, € 14,90
ISBN 978-3-00-054423-1
Plus 2,10 Euro Versand, wenn ihr bei mir per Kontaktformular bestellt.

Zunächst habe ich das Buch immer sofort nach dem Mail-Eingang versendet im Vertrauen auf Bezahlung. Leider gab es so viele Besteller, die nicht bezahlt haben, dass ich nur noch nach Vorkasse verschicke.

 

Rechtliche Hinweise und Datenschutz.

Auch 1989 gewann der aufgestiegene MSV gegen Eintracht Braunschweig

Unterhalb der Zweiten Liga gab es in den 1980er Jahren offiziell nur den Amateurfußball. Die Oberliga war die dritthöchste Spielklasse in Deutschland, und in dieser Oberliga spielte der MSV Duisburg für drei Jahre seit der Saison 1986/1987. So konnte der Aufstieg des MSV nach den Jahren in der Oberliga im Juni 1989  „Rückkehr in den bezahlten Fußball“ genannt werden. Das war eine Standardfloskel des Sportjournalismus, die schon damals nicht ganz der Amateuer-Wirklichkeit entsprach.

Mit Blick auf den kommenden Freitag findet sich bei YouTube aus der ersten Zweitligasaison nach den Oberligajahren ein Spielbericht von der Begegnung des MSV gegen Eintracht Braunschweig. Ein Klick, wer die Spieldaten vom 18. November bei Fussballdaten.de nachlesen will. Dieser Spielbericht stimmt passend auf den Freitag ein. Denn damals wie heute trifft der MSV als Aufsteiger auf Eintracht Braunschweig. Wenn ich am Freitagabend dasselbe Ergebnis sähe, wäre ich sehr zufrieden. Uwe Kober erzielte per Foulelfmeter in der 44. Minute das 1:0. Erst in der 86. Minute stellte Ference Schmidt mit dem zweiten Tor für den MSV den Sieg sicher.

Mir ist übrigens aufgefallen, wie sehr sich mein Blick auf den Fußball an die Athletik der Sportler von heute gewöhnt hat. Die Braunschweiger Spieler wirken sogar besonders schmächtig auf mich. Ob das am Schnitt der Trikots lag oder an der Vorliebe für bestimmte Spielertypen in Braunschweig, wo Uwe Reinders als Trainer wirkte. Auch das: Die Bewegtbilder wecken für Momente auch zwiespältige Erinnerungen. Uwe Reinders als Trainer in Duisburg in der Zweitliga-Saison 1992/1993 war kein schönes Kapitel der MSV-Geschichte. Trotz Einhalten des Wegs zum Wiederaufstieg entstand im und um den Verein eine sehr schlechte Stimmung. Die Entlassung von Reinders war die Folge. Halten wir uns lieber an die Saison des Spielberichts und hoffen auf Wiederholung am Freitag.


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