Archive for the 'MSV Duisburg' Category

Nur bis Donnerstagabend Karten für das Spiel gegen Magdeburg erhältlich

Gestern bin ich wieder mit jemandem ins Gespräch gekommen, der es noch nicht wusste: Eintrittskarten für das Heimspiel des MSV Duisburg gegen den 1. FC Magdeburg sind nur an den Vorverkaufsstellen bis Geschäftsschluss Donnerstagabend erhältlich. Online gibt es keine Karten. Die Tageskassen machen am Freitag nicht auf. Dieses Sicherheitskonzept wurde beschlossen, weil es Hinweise auf einen Hooligan-Zusammenschluss aus unterschiedlichen Städten Deutschlands gibt, der zusammen mit den Magdeburgern anreist. Mir geht es hier nur darum, diese Nachricht möglichst weit zu verbreiten. Die Vorverkaufsstellen finden sich mit einem Klick, weiter auf der Seite des MSV. Sie befinden sich über Duisburg verteilt, in Mülheim, Wesel, Moers, Voerde und Dinslaken.

Auch mal nur die Pflicht erfüllen

20170217_182041_burst01_resized_mIn Frühlingslaune hatte ich Mitte der Woche die Bahnkarte nach Mainz gebucht. Die Sonne schien, und draußen wärmte es sich auf 15 Grad auf. Am Freitag war es dann so frühlingshaft doch nicht mehr, weder den Tag über beim Spaziergang durch Mainz noch am Abend beim Spiel des MSV gegen die U23 von Mainz 05. Es ist eben Februar. Allerdings regnete es nicht an dem Tag trotz grauem Himmel. So war es nicht zu kalt. 20170217_174126_burst01_resized_mFür diesen Monat blieb immer noch gutes Ausflugswetter, auch wenn es einen nicht unbedingt in Hochstimmung versetzte. Insofern passte das Wetter perfekt zum Spiel des Abends. Schließlich sahen wir einen 2:0-Sieg beim Tabellenletzten; einen Sieg, dessen Grundlage in der ersten Halbzeit gelegt wurde; einen Sieg, der in der zweiten Halbzeit mehr recht als schlecht über die Zeit gebracht wurde.

Zufrieden fuhr ich nach Hause und wusste dabei eines, die Stimmung wird noch besser werden, wenn das Verfolgerduell zwischen Magdeburg und Osnabrück am nächsten Tag abgepfiffen ist. Jedes Ergebnis in diesem Spiel würde ein gutes Ergebnis für den MSV sein.

20170217_183613_burst01_resized_mWenn auf die 18.000 Plätze eines Stadions sich nur etwas mehr als 1.800 Zuschauer verteilen, kommt einem der Anblick aus dem Gästeblock heraus ins Stadionrechteck ziemlich trostlos vor. Gut, dass sich mindestens die Hälfte dieser Zuschauer um mich herum befand und lautstarke Heimspielatmosphäre die Normalität eines Fußballspiels in der 3. Liga wieder in Erinnerung brachte. Zu dieser Normalität gehören Trainerwarnungen wie die von Ilia Gruev vor dem trügerischen Bild einer Tabelle, damit eine Mannschaft auf dem letzten Platz dieser Tabelle nicht unterschätzt werden sollte.

Die ersten Minuten des Spiels zeigten, wie notwendig solche Warnungen sind. Die U23 von Mainz 05 spielte mutig nach vorne, wirkte aggressiv und entschlossen zum Abschluss. Ein Distanzschuss an die Latte war das Ergebnis, weil das Defensivverhalten des MSV in diesen ersten Minuten zu nachlässig war. Das änderte sich nach diesem Lattenschuss und die Zebras übernahmen die Spielkontrolle. Die Mainzer wurden in ihre Hälfte gedrängt. Angriff um Angriff wurde ruhig und kontrolliert vorgetragen. Der Druck auf die Mainzer Defensive war hoch. Die Mainzer machten immer häufiger Fehler.

Der Führungstreffer durch Dustin Bomheuer fiel nach einem Freistoß von rechts nahe der Strafraumgrenze. Andreas Wiegel schlug den Ball präzise in den Lauf von Dustin Bomheuer, der frei und wuchtig einköpfte. Lehrbuchmäßig. Besser geht es nicht. Nur drei Minuten später fiel das 2:0 durch ein sehr schönes Tor von Kingsley Onuegbu. Der Pass kam in seinen Lauf halbhoch in den Strafraum hinein. Wunderbar nahm er den Ball an, um ihn am Gegenspieler vorbeizulupfen. Dabei kam er vom direkten Weg aufs Tor ab, rechts Richtung Strafraumrand, was ihn nicht daran hinderte, den halbhohen Ball in feiner Drehung aufs Tor zu bringen. Auch dieses Tor war ein Lehrbuchbeitrag in Sachen Ballannahme und Schusstechnik. Trotz sicherer Führung gaben sich die Zebras nicht zufrieden. Sie wollten ein drittes Tor. Doch zwingende Chancen blieben bis zur Halbzeitpause aus.

Nach der Halbzeitpause blieben dann 45 Minuten, um sich an die Warnung von Ilia Gruev zu erinnern und gleichzeitig zu erkennen, warum die Mainzer am Tabellenende stehen. Von Spielkontrolle durch die Zebras konnte nun keine Rede mehr sein. Die Mainzer spielten offensiver und brachten nun ihrerseits immer wieder Angriffe bis in den Strafraum vom MSV oder dessen Nähe. Dennoch blieb die Mannschaft für diese Vielzahl von Angriffen zu harmlos. Pässe waren nicht präzise und Schüsse auf das Tor von Marcel Lenz waren mit einer Ausnahme leicht zu klären. Marcel Lenz spielte, weil Marc Flekken sich beim Training verletzt hatte.

20170217_205248_resized_mSo abgeklärt das nachträgliche Fazit auch wirken mag, leicht anzusehen war diese zweite Halbzeit bis etwa zur 80.Minute nicht. Es gab ja keine Garantie für erfolglose Mainzer Angriffe. Weil auch nicht erkennbar wurde, dass die Zebras die Spielkontrolle zurückgewinnen konnten, war diese zweite Halbzeit eine lästige Pflichtaufgabe mit zwischenzeitlichem Ärger, mancher Sorge und immer wieder bestätigter Erleichterung über eine Mainzer Mannschaft, die nur beim ersten Blick gefährlich wirkte. In den letzten zehn Minuten kehrte aber Ruhe ein. Die Mainzer resignierten ein wenig, die Zebras wirkten wieder sicher. Meine Zufriedenheit machte sich wieder bemerkbar.

Als nun am Wochenende die Ergebnisse der Mannschaften auf Platz 2 bis 4 den Spieltag komplettierten, wurde meine Laune, wie erwartet, noch besser. Dieses Tabellenbild mit neun Punkten Vorsprung des MSV auf Platz 3 stimmt doch sehr zuversichtlich. Wie passend, dass am nächsten Spieltag nun der FC Magdeburg zum Heimspiel kommt. Den MSV in seinem Lauf hält nicht der Letzte noch der Zweite der Tabelle auf. Ich suche schon mal vorsichtig nach passenden Schlagzeilen für das kommende Wochenende.

20170217_142023_resized_mFür die Zeit, bis ich wirklich an Schlagzeile und Spielbericht arbeiten kann, beschäftige ich mich vielleicht mit einem Bildungsangebot, auf das ich in Mainz bei meinem Spaziergang gestoßen bin. In diesem traditionsreichen Mainzer Lehrinstitut wird seit Jahren gute Arbeit in einer Nische unseres Bildungskanons geleistet. Wer dort Kurse buchen möchte, wende sich vertrauensvoll an mich. Ich leite die Anfrage dann weiter.

Ach, könnte man Kontrollverlust nur immer kontrollieren

Siege durch Tore in letzter Minute geschehen auf vielfältige Weise. Der unbändige Jubel auf den Rängen hört sich dabei vielleicht gleich an, doch der Charakter der letzten Minuten unterscheidet sich jeweils. Es gibt Siege, die durch Kampf und schiere Willenskraft einzelner Spieler errungen werden. Es gibt zwangsläufige Siege, die die unterlegene Mannschaft bis zur letzten Minute nur durch pures Glück hatte verhindern können. Und es gibt diesen Sieg des MSV Duisburg gegen Preußen Münster, der mir wie das Ideal eines solchen Sieges in letzter Sekunde vorkommt; eine Komposition vieler Eigenschaften dieses Fußballs, die in harmonischen Gleichgewicht ein vollkommenes Bild ergeben.

Die Mannschaft des MSV war in der 71. Minute 1:2 in Rückstand geraten. Das Minimalziel eines Unentschiedens war in der 87. Minute durch ein Tor von Dustin Bomheuer erreicht worden. Verhalten war die Freude auf dem Spielfeld über diesen Ausgleich. Auch auf diese Weise wurde sichtbar, dass sich die Spieler mehr erhofft hatten. Noch waren drei Minuten zu spielen, und die Nachspielzeit würde sicher etwas länger dauern, hatten sich die Preußen doch als passables Schmerzschauspielensemble bewiesen. Wahrscheinlich hat der halbe Kader einen Nebenjob an der medizinischen Fakultät der Uni Münster. Es gibt ja inzwischen Seminare, in denen die angehenden Ärzte Patientengespräche mit Schauspielern lernen. Spezialisten für die Darstellung von Muskelblessuren und Gelenkirritationen gesucht? Anruf auf der Geschäftsstelle von Preußen Münster genügt.

Die Spieler des MSV wollten noch den Sieg, dennoch entstand nicht diese Atmosphäre eines bedingungslosen Anrennens. Dazu war das Umschaltspiel der Preußen zu gefährlich. Zweimal hatte es der MSV erlebt, dass beim Ballverlust die eigene Defensive überfordert war. Beim ersten Tor der Preußen war der Weg für den Stürmer ganz frei, beim zweiten Tor war die Defensive noch zu ungeordnet. Anscheinend hatten die Spieler dieses Risiko im Kopf. Deshalb drückte der MSV Richtung Preußen-Tor, dennoch blieb das Mittelfeld abgesichert. Hier war ein erstes harmonisches Gleichgewicht zu sehen zwischen Spielkontrolle und freiem Angriff. Denn für das Spiel hintenrum blieb keine Zeit mehr. Nun mussten die Außen das Risiko im Spiel eins gegen eins in jeder Sekunde suchen, wo in der ersten Halbzeit noch nur der sichere Pass gewählt wurde. Nun ging es nur nach vorne. Es blieb keine andere Wahl.

Zudem spielten die Preußen weiter mit und suchten ebenfalls den Weg nach vorne. Es ging hin und her in dieser Nachspielzeit ohne wirkliche Torgefahr, bis Nico Klotz zu einem Dribbling auf dem Flügel ansetzte. Er konnte sich durchsetzen und den steil laufenden Tim Albutat anpassen. Dessen Flanke war harmlos. Sie war aber deshalb harmlos, weil er beim Flanken gefoult worden war. Das hatte ich nicht gesehen, weil mein Blick nur diesem Ball folgte, die Enttäuschung über die vermeintlich vergebene letzte Chance inklusive. Doch der Pfiff folgte. Martin Dausch schlug den Freistoß recht weit hinter den hinteren Pfosten, wo Stanislav Iljutcenko Mühe hatte, den Ball vor der Torauslinie zurück Richtung Strafraum zu köpfen. Dort versuchte ein Spieler der Preußen, den Ball wegzuschlagen, doch in der zweite Reihe bei etwa 25 Metern wartete Fabian Schnellhardt. Er nahm diesen Ball auf und legte ihn sich zurecht. Den Schuss von dort hatten wir nicht erwartet. Ein perfekter Schuss in den Winkel, hart, gerade, vollendete Fußballkunst. Die ganze Szene von der Ausführung des Freistoßes an war die perfekte Komposion aus Zufall, Kampf, Kraft und Technik.

Dieses Tor in letzter Sekunde bedeutet nicht nur einen Sieg in diesem Spiel. Dieses 3:2 ist ein besonderer Sieg für den Aufstieg, der Abstand auf die Verfolger ist größer geworden. Dieses Tor wurde möglich, weil der MSV die Spielkontrolle etwas aufgegeben hatte. Kontrolle als Lebensmaxime soll uns Sicherheit im Alltag geben. Kontrolle soll uns vor den Gefahren des Lebens schützen, sie soll das Risiko in unserem Leben minimieren. Die Kontrolle ist irgendwann auch im Fußball als Spielprinzip eingegangen, und da uns Menschen der Gegenwart der Fortschritt eine selbstverständliche Haltung zum Leben ist, wurde diese Kontrolle immer weiter perfektioniert. Ballbesitz schafft Kontrolle, aber auch Stabilität im Spiel insgesamt, von der in paradoxer Weise auch der Gegner profitieren kann. Denn Kontrolle macht das Mannschaftsspiel vorhersehbarer.

Der Weg des MSV Duisburg durch diese Saison in der 3. Liga ist ein kontrollierter Weg. Denn diese Kontrolle bietet die höchstmögliche Sicherheit für Erfolg am Ende der Saison, den überlebensnotwendigen Aufstieg. Der Erfolg in einem einzigen Spiel ist deshalb noch lange nicht garantiert, aber die Wahrscheinlichkeit für den langfristigen Erfolg ist größer, wie wir an der Tabelle schon vor dem Spiel gegen Preußen Münster hatten ablesen können. Dennoch reicht die Kontrolle eben nicht für den Erfolg in jedem Spiel, und eine Mannschaft, die darauf setzt, wird immer wieder vor dem Problem stehen, wieviel Kontrollverlust sie eingeht, um den Erfolg dennoch zu sichern, wenn keine Tore fallen.

In der ersten Halbzeit fiel das Führungstor durch Fabian Schnellhardt auch nicht aus einem geordneten Angriff heraus. Ein Ballverlust der Preußen und schnelles Umschalten ging dem voraus. Der erste Abschluss konnte dann noch abgewehrt werden, ein Schuss von Kingsley Onuegbu. Doch der zweite Ball bot dann die Torschussmöglichkeit für Fabian Schnellhardt, weil er lange genug frei stand. Auch dieses Tor aus etwa 18 Metern war schon wunderbar anzusehen. Es war nur eine Ouvertüre. Das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das Finale in der Schlusssekunde sollte noch besser werden.

Spieltagstoast

Beim Frühstück einstimmen aufs Heimspiel – wenn das mal nicht ein gutes Omen ist. Hoffen wir, dass gleich die Steilvorlage durch die Freitags- und Samstagsergebnisse der Mannschaften auf Platz zwei  bis vier zum Ausbau der Tabellenführung souverän verwandelt wird.

20170212_095244_resized verwandeln.

Kalle Kiesant kommentiert den Heimsieg gegen Osnabrück

Samstag spielt der MSV Duisburg gegen den VfL Osnabrück. Der Tabellenführer spielt gegen den Tabellenzweiten, und Kalle Kiesant, das Trainer-Urgestein der Kreisliga B im Kreis Düren, findet jetzt schon die passenden Worte zu diesem Spiel. Wahrscheinlich gehört er längst zum Beraterstab des MSV und zieht im Hintergrund die taktischen Fäden.

 

 

Michael Tönnies – 19. Dezember 1959 – 26. Januar 2017

Michael Tönnies ist heute Nachmittag in einem Essener Krankenhaus gestorben. Kaum Worte habe ich. Ein Bild gibt es gerade nur. Es stammt aus dem Sommer 2013, als er bei den Fanaktionen nach dem Zwangsabstieg mit einem Mundschutz zum Talk vor die Arena kam. Es war sein erster öffentlicher Auftritt nach seiner Lungentransplantation. Bewegend erzählte er, wie sehr ihm die Anhänger des MSV Duisburg zu Kraft verholfen haben. Von da an habe er wieder geglaubt an das weitere Leben. Bevor dieses Leben zu Ende ist, sei es eben nicht zu Ende. Das habe er damals gelernt. Das erinnere ich alles sinngemäß. Heute Nachmittag ist er gestorben. Dabei hatte ich längst begonnen an das ewige Leben des Mannschaftsaufstellungs-Herolds Michael Tönnies zu glauben. Er war glücklich, sich wieder lebendig zu fühlen im Stadion auf dem Rasen. Sein Rufen dort auf dem Rasen klingt mir jetzt im Ohr, seine ersten zaghaften Versuche laut zu sein mit transplantierter Lunge. Dieses Rufen wurde mit der Zeit immer kräftiger und war schließlich lautes Ausrufen: „…die Fans vom EM…ES…VAU…“ Das „Duisburg!“ schallte ihm entgegen, und er genoss es. Meist lächelte er zufrieden, wenn er nach dem Verkünden Mannschaftsaufstellung mit Stefan Leiwen auf unsere Stehplatzecke zulief. Ein schönes Bild. Ein trauriges Bild, weil das nie wieder geschehen wird.

Der erste Sieg der DDR gegen die BRD – Olympische Spiele 1972

Kaum ließ vor ein paar Tagen Uli Hoeneß noch tief in die Widersprüche des Unterhaltungsbetriebs Fußball blicken, schon stoße ich auf einen Clip aus der guten goldenen Zeit des dilletierenden Amateurunterhaltungsbetriebs dieses Sports. Heute betrachtet Uli Hoeneß RB Leipzig als einen Segen für die Bundesliga und den Absturz von Traditionsklubs mit Sorge, gestern noch spielte er mit Fußballern dieser Traditionsvereine in der Olympiaauswahl der BRD. Heute vergisst Uli Hoeneß bei seinen Wertungen strukturelle Gründe des Unterhaltungsbetriebs Fußball für den Aufstieg des einen und den Niedergang der anderen. Gestern noch erzielte er gegen die Staat gewordene Systemkritik ein Tor.

Ich teile den Clip gerne mit euch, erinnert er doch an die gute alte Zeit mit den Bewegtbildern vom Spiel der Oympiaauswahl der BRD gegen die der DDR im Münchner Olympiastadion am 8. September 1972, bei dem auch drei Spieler des Traditionsvereins MSV Duisburg teilnahmen. Der MSV-Stürmer Klaus Wunder spielte von Anpfiff an und erzielte sogar ein Tor mit der Hand, die in diesem Fall vielleicht nicht die „Hand Gottes“ sondern die der „freiheitlich-demokratischen Grundwerte“ genannt worden wäre. Es geht ja immer um ein höheres Ziel bei Regelübertretungen, die ungeahndet bleiben. Doch der Schiedsrichter unterband solch eine mögliche DDR-Kritik mit seinem Pfiff.

Klaus Wunder spielte von 1971 bis 1974 beim MSV und brachte dem Verein bei seinem Wechsel zu Bayern München 1 Millionen D-Mark Ablösesumme in die Kasse. Meiner Erinnerung nach war das damals die erste Millionen die für einen wechselnden Spieler in der Bundesliga gezahlt wurde. Auch damals brauchte der Verein das Geld dringend. Wer es genauer weiß, gerne lese ich erläuternde Kommentare.

In der zweiten Halbzeit wurde ab der 59. Minute der MSV-Stürmer Ronald Worm für Klaus Wunder eingewechselt. Das Spiel gehörte zur zweiten Finalrunde. Um weiterzukommen hätte die BRD gewinnen müssen. Bis zur 68. Minute lag die Olympiaauswahl zurück. Dann erzielte Ottmar Hitzfeld den Ausgleich. Trainer war damals Jupp Derwall, und zum Ende des Spiels hin verstärkte er die Offensivkraft noch. Er wechselte Rudi Seliger für die letzte Viertelstunde ein. Doch statt das Siegtor zu erzielen musste die Mannschaft ein Gegentor hinnehmen. In den Bewegtbildern sehen wir von den MSV-Spielern nur Klaus Wunder in Aktion. Aber auch Uli Hoeneß ist sehenswert, erzielt er doch das sehr schöne Tor zum 1:1-Ausgleich. Weitergekommen ist die BRD dann eben nicht. Die Niederlage der BRD gegen die DDR zwei Jahre später bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 hatte dann ja andere Folgen.

Mit einem Klick geht es zur Seite von Detlev Mahnert, wo nebst weiteren einordnenden Worten auch ein paar Dokumente zum Spiel zu finden sind.

 

 

BR Deutschland – DDR 2:3 (1:1)

BRD:

Hans-Jürgen Bradler – Heiner Baltes, Reiner Hollmann (75. Rudolf Seliger), Egon Schmitt, Friedhelm Haebermann, Hermann Bitz, Uli Hoeneß, Jürgen Kalb, Ottmar Hitzfeld, Bernd Nickel, Klaus Wunder (59. Ronald Worm)
Trainer: Jupp Derwall

DDR:

Jürgen Croy – Manfred Zapf – Bernd Bransch, Konrad Weise, Frank Ganzera – Jürgen Pommerenke, Wolfgang Seguin, Hans-Jürgen Kreische – Jürgen Sparwasser, Peter Ducke, Joachim Streich (70. Eberhard Vogel)
Trainer: Georg Buschner

Tore:
0:1 Jürgen Pommerenke (12.)
1:1 Uli Hoeneß (31.)
1:2 Joachim Streich (53.)
2:2 Ottmar Hitzfeld (68.)
2:3 Eberhard Vogel (82.)


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