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Das Siegtor vor dem Ausgleich in der Nachspielzeit

Die Mannschaft des MSV Duisburg samt Karsten Baumann und Markus Reiter bringt die Saison eindeutig motivierter zu Ende als ich. Mir fallen im Moment die Worte über die Spiele der Zebras schwer. 1:0 hat der MSV Duisburg diese so wichtige Begegnung gegen den direkten Konkurrenten um Platz 4, dem VfL Osnabrück, gewonnen. Aber der Kampf um Platz 4 entfacht in mir keine besonderen Gefühle. Besonders dann, wenn die Spielweise der Mannschaft weiterhin dem Dauermotto der Rückrunde folgt, was muss der MSV besser als der Gegner sein? Die Zebras gewinnen auch so. Meistens jedenfalls. Im schlechteren Fall gibt es ein Unentschieden. Niederlagen sind ja tatsächlich selten.

Der Kampf um Platz 4 ist wichtig, aber eine sehr rationale Sache. Der Platz 4 ist wichtig, falls das Niederrheinpokalfinale doch verloren geht, wegen der möglichen Einnahmen der dann dennoch möglichen Teilnahme am DFB-Pokal. So viel Irrealialität, so viel Materialismus, so viel schnöde Notwendigkeit des wirtschaftlichen Lebens. Der Fußball als Gegenwelt zum Alltag ist vergessen. Willkommen bei dem, womit ich mich sowieso täglich herumschlagen muss. Vielleicht kommt daher meine Unlust, das Spiel mit Worten noch einmal zu vergegenwärtigen, verbunden mit den Widrigkeiten, die mich momenten sowieso plagen? Vielleicht ist es aber auch nur die stete Wiederholung, die wir auf dem Platz sehen, bei der sich nur die Ergebnisse unterscheiden? Ich finde keine neuen Worte mehr für das, was wir in jedem Spiel sehen. Ich könnte den Spielbericht der Vorwoche nehmen, den Gegner austauschen, das Ergebnis anpassen und schon wären wir annähernd bei dem, was wir in der letzten Begegnung gesehen haben.

Deshalb hat mich auch der Ausgleich von Greuther Fürth beim SC Paderborn in der Nachspielzeit mehr geärgert als jede Aktion eines Spielers vom MSV Duisburg gegen den VfL Osnabrück. In Paderborn ging es um den Vorteil im Kampf um den direkten Aufstiegsplatz zur Bundesliga. Der Ausgleich zum 2:2 war eine Frechheit, weil der Torschütze Ilir Azemi seinen Gegenspieler zuvor wegschubste und er nur deshalb völlig unbedrängt einköpfen konnte. Das war nicht ein Ringen um den Platz im Strafraum. Der Verteidiger hatte keine Chance sich gegen dieses Wegschubsen zu wehren. Schiedsrichter Manuel Gräfe pfiff nicht, schickte dafür den schimpfenden Trainer Paderborns André Breitenreiter auf die Tribüne und verweigerte ihm den Handschlag nach dem Spiel zum Abschied. Da war einer sehr beleidigt. Dieser Ausgleich zum 2:2 war um so ärgerlicher, weil er im direkten Gegenzug nach einer miserabel ausgespielten Konterchance fiel. Dreißig Meter vor dem Tor hatte dieser Angriff noch nach dem sicheren 3:1 ausgesehen. Ihr kennt vielleicht meine Sympathie für den Verein der angeheirateten Heimat?  Es wäre eine große Ungerechtigkeit, wenn Fürth durch dieses eine Foulspiel sich den zweiten Platz des sicheren Bundesligaaufstiegs erstohlen hätte. Gegebenfalls werde ich daran erinnern.

Nach einem so erstohlenen Aufstieg spielte Daniel Brosinski mit Vollbart und den bekannten Langsprints in der Bundesliga? Träte Goran Sukalo dort ebenfalls nochmals an? Vielleicht wie im Spiel gegen Paderborn weiter vorne spielend als bei uns noch? Als ich beide Spieler im grünen Trikot sah, schien mir die vergangene Zweitliga-Saison so ungeheuer weit entfernt. Es war wirklich verblüffend. Die Tage seit dem letzten Spieltag der Saison 2012/2013 waren für unser Leben mit dem MSV Duisburg so angefüllt, dass das Erlebte mindestens für drei Spielzeiten ausreichte. So lange muss es eigentlich her sein, dass Daniel Brosinski und Goran Sukalo mit einem Zebratrikot aufliefen.

Und nun hat der MSV Duisburg nur ein Jahr später gute Aussichten, am Ende der Saison den vierten Tabellenplatz der 3. Liga zu erreichen. Diese Aussicht gibt es, weil gegnerische Stürmer trotz vieler Chancen selten Tore erzielen, wenn sie nicht über lange Meter alleine auf Michael Ratajczak zulaufen. Auch der VfL Osnabrück hätte in der ersten Halbzeit in Führung gehen müssen. Zwar wirkte die Mannschaft in Tornähe zu verspielt und ließ im Strafraum Zielstrebigkeit vermissen, doch sah ich den MSV zwei-, dreimal schon im Rückstand liegen. Vielleicht aber sind die unpräzisen Abschlüsse der Stürmer ein Hinweis darauf, warum die Osnabrücker immer weiter auch in Tornähe das nächste Abspiel suchten. Eins war aber überdeutlich, die Osnabrücker reagierten in jeder Hinsicht schneller als die Mannschaft vom MSV Duisburg. Freie Räume auf dem Spielfeld wurden vorausschauend so besetzt, dass zweite Bälle so gut wie nie bei den Zebras landeten. Das Aufbauspiel des MSV wurde durch frühes Pressing im Keim erstickt.

So war die Frage für die Offensivbemühungen der Zebras eigentlich nur die, ob beim vergeblichen Kurzpassspiel der Ball in der eigenen Hälfte verloren wurde oder der lange Ball, wahlweise von Branimir Bajic oder Michael Ratajczak geschlagen, von den Osnabrückern in ihrer Hälfte fast immer sicher aufgenommen werden konnte. Mir persönlich war der lange Ball dann noch lieber, weil er nicht die sofortige Torgefahr nach sich zog und zumindest die Minimalchance einer offenen Spielsituation erbrachte. Dennoch schafften die Osnabrücker für ihr laufintensives Spiel zu wenig deutliche Torchancen, so dass ich trotz der Osnabrücker Überlegenheit jedes Spielergebnis weiter für möglich hielt.

Als dann noch die Mannschaft des MSV Duisburg die zweite Halbzeit sehr viel entschlossener begann, stellte sich sogar ein spielerisches Gleichgewicht ein. Allmählich begann zudem die Kraft der Osnabrücker etwas nachzulassen. Sie liefen nicht mehr ganz so schnell und viel, dementsprechend hatten die Zebras etwas mehr Platz, um zu agieren. An Chancen aus dem Spiel heraus kann ich mich dennoch nicht erinnern. Die Standards mussten her auf beiden Seiten. Als Branimir Bajic dann seine Torjägerqualitäten der letzten Saison wieder entdeckte, fiel das Siegtor nach dem Standard, Unterkategorie Eckstoß. Einen Ausgleich befürchtete ich danach nur noch selten. Ich muss doch nicht wiederholen in welchen Momenten? Für den MSV hingegen gab es Raum für nicht allzu schnelles Konterspiel. Strukturierte Ansätze waren zu erkennen. Dass ein Sieg die Stimmung schließlich doch viel besser macht als die Niederlage, lässt mich übrigens wieder an Grundwahrheiten des Fußballs glauben.

Dass Regelverstöße nicht immer bestraft werden, gehört ebenfalls zu diesen Grundwahrheiten. Um so mehr gefallen dann solche Geschichten, in denen der Übeltäter von seinem Regelverstoß an ganz anderer Stelle wieder eingeholt wird. So bleibt mir die Hoffnung auf eine Erzählung von großer moralischer Tiefe beim Blick nach Ostwestfalen. Was mir als zusätzliches Angebot zur Fortsetzungsgeschichte des MSV mit dem Grundmotiv „leistungsunabhängiges Ergebnis“ bestens zurecht kommt.

 

 

Und nun die ganze Konzentration für Liga 3

Wahrscheinlich denken die Verantwortlichen vom SC Paderborn immer weiter über noch mehr Worte nach, die den 3:2-Sieg im Spiel gegen den MSV Duisburg als Resultat der eigenen Leistung beschreiben. Wenn etwas kaum vorhanden ist, bedarf es großer Erklärungen, damit die Menschen etwas so verstehen, wie man es selbst gerne wünscht. André Breitenreiter, der Trainer vom SC Paderborn, hatte nach der hohen Niederlage gegen den FC Energie Cottbus mehr Einsatz von seiner Mannschaft gefordert. Diesen Einsatz zeigten die Paderborner Spieler. Viel mehr aber auch nicht. Für den Sieg brauchte der SC Paderborn tatkräftige Unterstützung vom MSV Duisburg.

So fühlt sich diese Niederlage auf eine merkwürdige Weise unangenehm an. Es gibt verdiente Niederlagen, unglückliche Niederlagen, Niederlagen ohne notwendige Gegenwehr und diese Niederlage, die sich auf zwei Fehler reduzieren lässt, die innerhalb von einer Minute eine 0:1-Führung in einen 2:1-Rückstand verwandeln. Von weiteren Fehlern lässt sich natürlich auch erzählen. Doch diese eine Minute wirkt wie eine Skizze des Spiels, die das Wichtigste zeigt. Deshalb schillert dieses Gefühl der Enttäuschung so sehr. In diese Enttäuschung mischt sich immer mal wieder leiser Ärger, der keinen rechten Adressaten findet, weil ich dieser Mannschaft noch immer mit viel Nachsicht begegne. Zu Recht! Deshalb ist meiner Enttäuschung als Grundbass die so gegenläufige Begeisterung unterlegt.  Begeisterung über die weiter vorhandene Stimmung in diesem Stadion, aber auch über die immer klarer erkennbaren Möglichkeiten für eine druckvolle Offensive in dieser Mannschaft. Und letztlich mischt sich als Schlussakkord Sorge ein, dass diese Ansätze doch nicht in einer dauerhaften Wirklichkeit enden.

Die Mannschaft vom MSV Duisburg wollte den Sieg und im dritten Pflichtspiel der Saison war erneut ein Fortschritt zu erkennen. Die Mannschaft wollte sich den Sieg erspielen. Diese Mannschaft brauchte nicht die üblichen Mittel des niederklassigen gegen den höherklassigen Gegner. Kampf und durch begeisterte Zuschauer zusätzliche Kräfte kamen allenfalls hinzu. Die Grundlage des Spiels vom MSV Duisburg war der Versuch, schnell, geordnet und variabel den Ball nach vorne zu bringen. Die Paderborner spielten sehr zurückgezogen und attackierten nur manchmal plötzlich in der Hälft des MSV, was sofort aber ein grundsätzliches Problem im Spiel des MSV offen legte. Im zentralen Mittefeld fehlt der ballsichere Spieler als erste Anspielstation. Wenn es nicht im Klein-Klein über die Flügel gehen kann oder ein halblanger Ball als sicheres Anspiel ins Sturmzentrum kommt, wird es bei einem Angriff des MSV gefährlich und zwar für die eigene Defensive. Im schlimmsten Fall entstehen Gegentore wie das 2:1 für Paderborn.

Weil der Ärger über Fehler sich im Moment niemals gegen die eigene Mannschaft richten wird, musste im Stadion der Schiedsrichter als Sündenbock her. Verständlich, aber ohne Grund. Die gelb-rote Karte gegen Tobias Feisthammel war die Konsequenz aus seinem unsicheren Spiel auf der Position im defensiven Mittelfeld. Ob er auch immer wieder in Notsituationen gerät, weil der Mannschaftsverbund noch nicht perfekt harmonisiert, muss das Trainerteam beurteilen. Offensichtlich wird er aber immer wieder auch überfordert auf dieser Position, wenn er alleine gefragt ist und die Spielsituation lösen müsste. Das war schon in den ersten zwei Spielen so. Auf seiner Position gibt es also einige Arbeit. Überhaupt wirkt die Defensive in der Mitte anfällig, auch in der letzten Reihe. Beispielhaft ist für mich ein Freistoß der Paderborner, knapp in der MSV-Hälfte während der ersten Halbzeit. Irgendein Duisburger blieb sogar lange vor dem Ball, um die schnelle Ausführung zu verhindern. Dennoch schaffte es die Abwehrreihe nicht, sich so zu organisieren, dass der halbhohe Ball in den Strafraum kein Anspiel fand, ganz zu schweigen von dem folgenden freien Schuss. Sie durften sich dann beim Paderborner Spieler für seinen schlechten Abschluss bedanken. Vielleicht gehört der von Branimir Bajic verschossene Elfmeter in diese Schublade. Wer in der Defensive die Unsicherheit spürt, ist beim Schuss aufs Tor genauso beeinträchtigt.

Die Verpflichtung von Pierre De Witt wurde am Nachmittag bekannt gegeben, abends stand er von Anfang an auf dem Platz. Sofort wurde deutlich, seine Verpflichtung steigert die Qualität des MSV-Spiels. Wahrscheinlich hat er schon seit ein paar Wochen mit Bart und Perücke am Training teilgenommen, so gut fand er in die Mannschaft und so wenige Missverständnisse gab es zu sehen. Zehn Duisburger setzten die Paderborner weiter unter Druck. So wurde die Mannschaft anfällig für Konter. Doch auch die Konter spielten die Paderborner nur einmal mit Erfolg aus. Als nach diesem dritten Tor der Paderborner das Stadion fast sofort in den feiernden Gesang des MSV einfiel, wurde die Enttäuschung über das drohende Ergebnis das erste Mal gemildert. Wieder arbeiten die Anhänger des Vereins mit daran, dass eine Entwicklung stabil bleibt.

Zehn Minuten waren noch zu spielen und zehn Minuten wurde mit letzter Kraft das Tor der Paderborner bestürmt. Der Druck auf das Tor konnte nicht kontinuierlich hoch gehalten werden, dennoch wurde es immer wieder gefährlich, wurden die Paderborner selbst bei diesen zwei Toren Vorsprung nervös. Der verschossene Elfmeter von Branimir Bajic hätte den endgültigen Bruch im Spiel bedeuten können. Selbst das geschah nicht. Selbst in den letzten Minuten wurden Chancen erspielt und mit einem zweiten Tor durch Filip Oršula belohnt. Oršula von mir eher als schneller Flügelstürmer im Blick gewesen, behauptete im Übrigen immer wieder den Ball auch auf engem Raum gegen die mehrbeinige Defensive. Auch das sah für mich nach Zukunft aus. Eine Zukunft, die André Breitenreiter in der Pressekonfernz ausmalte, an die ich aber bislang nur mit einem heimlichen Seitenblick gedacht habe. Ab heute also, die ganze Konzentration für Liga 3 und das heimlich ins Auge genommene Unaussprechliche.

Mit einem Klick weiter zum Spielbericht der Sportschau.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

Als zwölfter Mann in Paderborn – Den Pokalgegner schwächen

Noch immer gibt es keinen ganz normalen Saisonalltag beim MSV Duisburg. Noch immer wird bei laufendem Spielbetrieb daran gearbeitet, diesen Spielbetrieb überhaupt erst kontinuierlich zu ermöglichen. In solch schweren Zeiten braucht der Verein unserer Zuneigung auch unkonventionelle Unterstützung bei der Spielvorbereitung. Als zwölfter Mann wollte ich nicht nur am Montag auf den Rängen dabei sein, sondern habe mit einer Guerilla-Aktion auf gegnerischem Terrain in Paderborn versucht, den Pokalgegner weiter zu schwächen.

Denn der SC Paderborn ist momentan angreifbar. Die Lage dort erinnert mich an die vorletzte Saison des MSV Duisburg. Nach äußerst schwachem Saisonstart stand damals das Pokalspiel bei Holstein Kiel an. Milan Sasic war es nicht gelungen, alle Spieler des Kaders  so zu erreichen, dass die Mannschaft eine Einheit formte. Die Zebras verloren in Kiel mit 2:0.  Als ich die Berichterstattung wie hier in der Neuen Westfälischen nach der 0:4-Niederlage des SC Paderborn gegen den FC Enerige Cottbus las, wusste ich, wir haben eine Chance. Die Stimmung vor Ort schwankt zwischen Ratlosigkeit und Ärger. Sie wird begleitet von starken Worten der Verantwortlichen, die Zuversicht für den Montag geben sollen. Wir kennen das aus der damaligen Zeit. André Breitenreiter wird im Anriss eines Artikel des Westfalen-Blatt zitiert: »Es wird auf jeden Fall personelle Änderungen geben. In Duisburg brauche ich Krieger auf dem Platz. Ich will Spieler sehen, die Zweikämpfe annehmen und gewinnen.« Wer solch martialischen Worte wählt, bewegt sich schon sehr weit oben auf der Trainer-fühlt-sich-von-Spielern-verlassen-Skala.

2013-07-029-Paderborn 006_bearDiese Stimmung kann uns nützen, dachte ich. Man muss sie nur befeuern. Die Libori-Woche spielte mir dafür in die Karten. Der ein oder andere wird es wissen, Paderborn ist meine angeheiratete Heimat und zu Libori bin ich sehr gern in der Stadt. Das sind die Tage des Jahres, in denen das Paderborner Leben auf der Straße stattfindet. Die Stadt ist voller Menschen.  Sie gehen auf den Pottmarkt und die Kirmes. Abends warten viele Konzerte. Die Menschen sind entspannt. Man kommt miteinander ins Gespräch. Gute Gelegenheiten, um für weitere  Unruhe im Umfeld des Vereins zu sorgen. Wir waren am Sonntag angereist, und Montag war die hohe Niederlage des SC Paderborn immer wieder ein Thema auf der Straße. Hin und wieder schaltete ich mich ein 2013-07-029-Paderborn 010b und fragte voller Interesse, wie denn so eine Mannschaft in Duisburg gewinnen wolle. Ich konnte nichts dafür, dass mein ehrliches Interesse nur allzu oft als rhetorische Frage abgetan wurde. Anscheinend hatten viele Paderborner am Montag noch nicht genug geschimpft. Vielleicht wurde der SC Paderborn-Fanshop auf Libori auch aus diesem Grund nur von Nachmittag an bis zum frühen Abend geöffnet.

2013-07-28_Ralf_vor_SCP_1b Was mir allerdings nach Einbruch der Dunkelheit die Gelegenheit gab, auch die mehr esoterischen Mittel meiner Guerilla-Aktion anzuwenden. Die Kraft des Daumens sollte schon am nächsten Tag eine erste Wirkung entfalten, kamen doch der Paderborner Abwehrchef Markus Krösche und der in der Saison neu verpflichtete niederländische Stürmer Rick ten Voorde zur Autogrammstunde in den fahrbaren Fanshop. 2013-07-029-Paderborn 011bGerade der erfahrene Krösche soll nach längerer Verletzungspause das Spiel der Paderborner stabilisieren. Zunächst ließ ich die Kraft des Daumens ihre destabilisierende Wirkung entfalten. Markus Krösche mit den besseren Nerven ließ sich im Gegensatz zu dem sichtlich mitgenommenen ten Voorde aber nichts anmerken. Deshalb bin ich in die Offensive gegangen und habe unter Vorspiegelung des Interesses an einem Autogramm das Gespräch mit beiden Spielern gesucht, um den psychischen Druck auf beide zu erhöhen.

Als ich Rick ten Voorde als Dank für das Autogramm die Niederlage am Montag ankündigte, gab er vor zur Minderheit der Niederländer zu gehören, die des Deutschen nicht mächtig sind. Weitere Ausführungen habe ich mir gespart. 2013-07-029-Paderborn 022b Wer auf diese Weise kneift, wird am Montag kein Tor erzielen. Um so mehr Zeit hatte ich für Markus Krösche, der auf heimischen Terrain offensichtlich nur Unterstützung für den Montag erwartet hatte. Meine Ankündigung der Niederlage seiner Mannschaft versuchte er lächelnd zu kontern, um halbherzige Worte der Abwehr hinterher zu schieben. Genauso werden wir ihn am Montag sehen. Überrascht von den immer wieder angreifenden Zebras werden er und seine Mitspieler erneut nur die vom SC-Präsidenten Wilfried Finke als zu wenig empfundenen dreißig bis vierzig Prozent Leistung abrufen und sich halbherzig gegen die Niederlage stemmen.


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