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Ein paar Gedanken zur Meinungsbildung rund um den MSV durch die lokale Sportpresse

Seit letzten Dienstagabend weiß die Öffentlichkeit, für den MSV Duisburg geht es ums Überleben. Zuvorderst geht es um das Weiterbestehen von Fußball auf professionellem Niveau in Duisburg. Es geht aber auch um ein Kulturgut der Stadt. Es geht um das Zugehörigkeitsgefühl vieler Menschen. Es geht für die Stadt und für die Anhänger um Identität. Außerdem geht es um Geld, das Investoren verlieren können. Es geht um Arbeitsplätze rund um den eigentlichen Sport. Die drohende Insolvenz ist also ein vielschichtiges Thema, über das man sich besser nicht in den lokalen Printmedien informiert.

Halt, ich will genauer sein, weil mich auch die fehlende Genauigkeit in den seit Dienstag erschienenen Artikeln zur Finanzsituation ärgert. Genauer sein, das heißt in dem Fall, ich empfehle die Berichterstattung in der Rheinischen Post  als einigermaßen neutral und faktenbasiert. Dort ist  das Bemühen bemerkbar, ein komplexes Thema zunächst mit Fakten angereichert darzustellen. Selbst wenn direkt nach dem Rücktritt von Andreas Rüttgers auch dort Sätze in den Artikel eingestreut wurden, die Stimmung machen, weil sie nur vermeintlich argumentativ unterfüttert sind. Als es etwa anfänglich um die Forderung nach mehr Unabhängigkeit für die Kapitalgesellschaft gegenüber dem eingetragenen Verein ging, hieß es: „Die Bundesligavereine machen es vor. Dort hat kein Verein eines Klubs derart viel Mitsprache gegenüber der KGaA.“

Ich nehme nicht an, dass die Journalistin sämtliche Verträge jener Vereine nachgeprüft hat, die diese Organisationsform in der Bundesliga aufweisen. Da hätte sie tief in die Materie einsteigen müssen, ohne Zeit dafür zu haben. Hinzu kommt, nicht alle Bundesligavereine haben diese Organisationsform. Es gibt tatsächlich auch noch Bundesligavereine, in denen der gemeinnützige Verein auch das geschäftsführende Organ für den Profibetrieb ist.  Bei Wikipedia findet sich in dem Artikel zur „50+1-Regelung“ eine Auflistung der unterschiedlichen Organisationformen der Bundesligaklubs. Das Argument nirgendwo sonst ist es so wie in Duisburg, entpuppt sich also als heiße Luft. Solche Sätze wie der zur reformbedürftigen Organisationsstruktur folgen der von der Investorengruppe gesteuerten Deutung des Geschehens. Und um diese Deutung dreht sich im Kern die Berichterstattung. Wie ist zu bewerten, was da gewollt wird?

Ich stelle mir vor, eigentlich müsste man die Berichterstattung über das Geschehen so beginnen: Es gibt Finanzprobleme beim MSV Duisburg, weil die laufenden Kosten schon seit langer Zeit höher sind als die Einnahmen. Nun kommt eine Investorengruppe und bietet Geld an. Damit die Investorengruppe Kontrolle über die Verwendung des Geldes hat, ist die Bedingung, Einfluss auf die Geschicke des ausgelagerten Profibetriebs. Dazu soll der Verein auf Einfluss verzichten. So weit, so verständlich.

Nun wäre es die Aufgabe des Lokaljournalismus auf ein paar weitere Fakten hinzuweisen, die nicht ganz so offensichtlich sind, die aber wichtig für die Bewertung des Geschehens sind. Zuvorderst wäre anzumerken, da gibt es besagte 50+1-Regel, die seitens des DFB den Einfluss des Vereins auf den Profibetrieb sichern soll. Dagegen darf nicht verstoßen werden. Darüber hinaus wäre der Hinweis nicht schlecht gewesen, wenn die Investorengruppe mehr Einfluss möchte, gehört mit Walter Hellmich jener Mann dazu, dessen strategische Entscheidungen zu dem Defizit des MSV Duisburg beigetragen haben. Die gerade im Reviersport so deutlich inszenierte Wirklichkeit von professionellen Wirtschaftsfachleuten gegenüber eitlen amateurhaften Vereinsfunkionären erweist sich bei näherem Hinsehen also als Karikatur der Wirklichkeit. Ich will zugunsten des Journalisten sogar annehmen, dass es diese Eitelkeiten auf Vereinsseite tatsächlich hin und wieder gibt, aber wo wurde Profibetrieb durch den Verein behindert? Das ist interessant zu wissen, gesagt wird es nicht.

Natürlich müssen Hierarchien der Entscheidung vorhanden sein, doch das Ausspielen des Profibetriebs gegen den Verein führt in die falsche Richtung. Gerade Vereine wie der MSV Duisburg leben vom Mythos ihrer Geschichte. Diesen Mythos zapft das Wirtschaftsunternehmen Profibetrieb vom Verein an. Gleichzeitig muss ein professionelles Arbeiten möglich sein. Dazu braucht es Strukturen. Die muss man schaffen, wenn sie nicht vorhanden sind. Ob sie nicht vorhanden sind, kann ich als Leser der Printmedien nicht entscheiden. Deshalb ist auch nicht zu bewerten, was die Forderung nach mehr Einfluss bedeutet. Es ist unlauter, wenn Journalisten diese Bewertung vornehmen, ohne dazu Fakten zu liefern.

Im Grund geht es im Moment auch um die Deutung der Hellmich-Ära und damit um die Verlagerung der Verantwortung für die wirtschaftliche Situation. War er ein erfolgreicher Präsident oder war er es nicht? Dass es darum geht, zeigt auch sein Auftritt gestern Abend in der Lokalzeit Duisburg des WDR. Hier gibt es ihn in der Mediathek noch eine Woche einen Klick weiter, Sendung vom 19.11. Wieso kommt er zum Studiogespräch? Das ist Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache, weil er zum Gesicht der Investorengruppe wurde. Was er sagte, mag im Wortlaut stimmen, die Kritik an ihm lässt das nicht verstummen. Natürlich verdient er am Stadion des MSV Duisburg im Moment kein Geld. Natürlich sind die Mieteinnahmen ein durchlaufender Posten für Zinsen und Tilgung. Aber wenn ich Vertrauen in mein Handeln schaffen will, kann ich die Schwierigkeiten nicht auf die Schultern meiner Nachfolger abladen und behaupten, ich hätte in achteinhalb Jahren erfolgreich gearbeitet.

Diese zwei Nachfolger, Dieter Steffen und Andreas Rüttgers,  haben eine Finanzsituation übernommen, die sich in der Verantwortung von Walter Hellmich entwickelt hat.  Dafür war die Fehlkalkulation, der MSV wird dauerhaftes Mitglied in der ersten Liga“ verantwortlich. Die Miete für das Stadion ist in der 2. Liga nicht zu erwirtschaften. Warnungen vor dem jetzt eingetretenen Szenario gab es schon lange vor dem Rücktritt von Walter Hellmich. Seine Stellungnahme befeuert nun die Befürchtungen, erneut ginge es nur um das vorübergehende Beheben der Liquidtätsschwierigkeiten, ohne das Grundproblem in den Griff zu bekommen. Vertrauen schaffen für die Investorengruppe sieht also anders aus. Um dieses Vertrauen geht es aber, weil über die Vereinbarungen zwischen den Vertretern der Investorengruppe und dem Aufsichtsrat des eingetragenen Vereins die Vereinsmitglieder entscheiden.

Jetzt hat es mich weggetragen von der anfänglichen  Medienkritik zur Zukunft des MSV Duisburg. Die liegt mir anscheinend doch etwas mehr am Herzen.

Nachtrag: Nun rundet es sich doch noch mit der Medienkritik: Mit den unterschiedlichen Meinungen in der Investorengruppe  über den Weg zur Rettung gibt es einen weiteren Beleg, wie sehr die anfänglichen Darstellungen von Gut und Böse vor allem in Reviersport und WAZ an der Wirklichkeit vorbei gingen. Die Beteiligten sehen unterschiedliche Wege, und nichts anderes hatte Andreas Rüttgers als Vereinsvertreter auch im Sinn, einen anderen Weg. Wie all diese Wege zu bewerten sind, dazu fehlen letztlich Fakten. Da lässt sich trefflich spekulieren.

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Ist für den MSV Duisburg etwas vom TSV 1860 München zu lernen?

Nur mal so zur Erinnerung: Beim TSV 1860 gab es vor einem Jahr denselben Konflikt, der Dienstag beim MSV Duisburg nicht gelöst wurde. Dort stand ja der berühmte Scheich vor der Tür, rettete den Verein vor der Insolvenz und forderte recht schnell die Ablösung des Vereinspräsidenten. Der DFB hatte  schnell ein Auge drauf. Was also gestern von der Investorengruppe gefordert wurde,  ist nicht so einfach durchzuwinken, nur damit das Geld fließt. Der Aufsichtsrat folgte also auch vorgegebenen Statuten des DFB, als er die Forderung der Investorengruppe zurückwies.

Deutet man das Geschehen in Duisburg im Spiegel der Münchner Ereignisse, so hat Andreas Rüttgers mit seinem Rücktritt quasi das vorweggenommen, was damals in München der jordanische Investor Hasan Ismaik vom Präsidenten Dieter Schneider forderte. Der Vereinspräsident der Münchner wollte seine Entscheidungskompetenz nämlich nicht vollends aus der Hand geben. Diese Forderung Ismaiks stand als erstes vor der später erst folgenden Forderung zum Rückttritt. Wir in Duisburg sind also einen Schritt weiter. Was die  Verhandlungsposition für den Verein schwächt. Deutlich wird aber auch, wie sehr Andreas Rüttgers Außenseiter in den städtischen Machtzirkeln war. Dieter Schneider hingegen ist, so weit ich mich entsinne, ein renommierter Münchner Lokalpolitiker mit einer größeren Lobby in seiner Stadt.

Der Verein muss also eigenständig handeln können. Es scheint im Moment utopisch. Wahrscheinlich wird sich jemand aus dem Machtzirkel rund um Walter Hellmich und der Investorengruppe bereit erklären, Präsident des MSV Duisburg zu werden. Das ist deshalb wahrscheinlich, weil es keine starke Duisburger Persönlichkeiten gibt, für die der MSV Duisburg eine Herzensangelegenheit ist. Es fehlt so eine Person nicht nur für das Präsidentenamt, es fehlt so eine Person auch als Vermittler zwischen Verein und Investorengruppe.

Denn das ist ein weiterer Unterschied zur Situation in München. Dort wurde der Geschäftsführer des TSV 1860 München Robert Schäfer zum Vermittler zwischen Investor und Vereinspräsident. In Duisburg wirkt es auf mich so, als empfinde Roland Kentsch den Einfluss des Vereins schon seit langem als hinderlich. Vermitteln kann er deshalb nicht. Er ist Partei in diesem Konflikt. Von hier an bin ich nun ratlos. Den wahrscheinlichen Verlauf des Geschehen habe ich skizziert. Der Weg gefällt mir nicht wirklich. Die Alternative ist die Insolvenz und der Weg in den Amateurfußball.

Der ganz schnelle Nachtkommentar zum Rücktritt von Andreas Rüttgers

Nach dem dienstäglichen Basketball spät abends nach Hause kommen und dann die Nachricht lesen, Andreas Rüttgers sei zurückgetreten, so etwas möchte ich nicht.  „Über die weitere Ausrichtung des MSV gibt es zu unterschiedliche Auffassungen“, so heißt es auf der Seite des MSV Duisburg. Die Auffassung von Andreas Rüttgers kennen wir. Das Beunruhigende für mich: Die andere Auffassung kennen wir nicht. So war es schon einmal. Das beunruhigt mich noch etwas mehr.

Ein Machtkampf ist da zu Ende gegangen, und der transparente Weg ist nun erst einmal zu Ende. Vielleicht hat Transparenz im Fußballgeschäft auf kurze Frist nicht unbedingt etwas mit Solidität zu tun. Auf lange Frist zahlt sie sich für Vereine wie den MSV Duisburg aus. Mein großer Respekt gilt Andreas Rüttgers für seinen Versuch, diesem Verein eine andere Basis zu geben als sie in den letzten Jahren vorhanden war. Man muss sich das wirklich einmal ausmalen, dass da ein Mensch mit Idealismus sehr viel Arbeit geleistet hat und dennoch häufig in Schnellschuss-Manier kritisiert und angegangen wurde. Ohne Substanz konnte jeder irgendetwas über ihn daherreden und macht es jetzt angesichts des Rücktritts noch immer. Wer so etwas auf sich nimmt ohne irgendein finanzielles Interesse, dem geht es um diesen Verein, dem geht es um den MSV Duisburg, um das Fortbestehen von etwas, was für so viele Menschen sehr wichtig ist. Dafür gilt mein Dank ihm, und ich hoffe sehr, dass sehr viel mehr Anhänger dieses Vereins den gleichen Gedanken im Kopf haben.

Angesicht dieses Rücktritts kommt mir Hajo Sommers, der Präsident von Rot-Weiß Oberhausen, in den Sinn, mit dem ich vor ein paar Monaten über seine Erfahrungen als Fußballfunktionär sprach. Als Fan wurde er Präsident seines Vereins zu einer Zeit, als Rot-Weiß Oberhausen auf dem Weg zum Amateurverein war. Damals trat er mit der Illusion an, er könne diesen Verein so führen, dass all die am Verein Interessierten entspannt mal mit dem Erfolg, mal ohne Erfolg einfach Spaß mit dem Verein haben. Das, so musste er erfahren, klappte nur in eine Richtung. Sportlicher Erfolg war das, was alles andere unwichtig machte. Fußball ist anscheinend zu wichtig geworden in unserer Gesellschaft. Emotional und wirtschaftlich.

Im Moment scheint es so, als fuße der Unterschied in der Ausrichtung des MSV Duisburg allein auf wirtschaftlichen Interessen, die beteiligte Akteure mit dem MSV Duisburg verbinden. Wer bei der Stadionmiete nachgibt, möchte Einfluss auf das operative Geschäft, so heißt es in der WAZ, und gleichzeitig wird die Zukunft mit einem Konzept von GEBAG-Sanierer Utz Brömmekamp rosig ausgemalt. Ein Fragezeichen ist dabei leicht zu übersehen. Letztlich wird dieses Geschehen heute niemanden mehr interessieren, wenn der MSV Duisburg tatsächlich dauerhaft sportlich erfolgreich wäre. Ob der Verein dann solide geführt wäre? Wir wissen es nicht, und wir werden es wahrscheinlich auch nicht erfahren. Denn der Mann, der als Präsident das Amt auf diese transparente Weise führen wollte, ist nun zurückgetreten. Wir wissen nur noch, es geht ums Geld, das Investoren des einstigen Stadionbaus verlieren könnten. Nämlich dann, wenn die wirtschaftliche Lage dieses Vereins so schlecht würde, dass Punkte abgezogen werden könnten und  die 3. Liga drohte.

Also, der Kommentar zur Nachricht in dieser Nacht:

Konflikte

Das war ja zu erwarten, dass aus dem Kommentar von Roland Kentsch zu Andreas Rüttgers Stellungnahme im MSVPortal eine Geschichte für die Öffentlichkeit wird. Nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt wurde er im Reviersport zitiert: „Für so ein Verhalten habe ich keinerlei Verständnis. Er suggeriert, dass unsere finanziellen Probleme schnell zu lösen seien. Solche Aussagen gehören nicht in die Öffentlichkeit und das werden wir am Dienstag in der Aufsichtsratssitzung auch ganz deutlich ansprechen.“ Nun poltert die WAZ in mittlerweile gewohnter Boulevard-Manier, während die Rheinische Post umfassender und differenzierter berichtet. In beiden Zeitungen entsteht aber  der Eindruck, Andreas Rüttgers Stellungnahme sei ein Fehler gewesen.

Wenn ich die Rüttgers-Worte aber lese, lese ich nichts anderes als einen Versuch aus einem Katastrophen-Szenario der bald erfolgenden Insolvenz die Luft raus zu lassen. Ich lese nicht, morgen wird alles wunderbar und wir kriegen das leicht hin. Ich meine sogar, es war nach der Niederlage gegen den KSC die Stellungnahme eines MSV-Offiziellen notwendig, weil vor dem Pokalspiel genau dieses Katastrophen-Szenario beim Aus als Gerücht im Netz sehr lebendig war.

Was sind denn die Interna, die er ausspricht und die Roland Kentschs Arbeit erschweren? Will Roland Kentsch uns sagen, potentielle Sponsoren kommen erst gar nicht, weil Andreas Rüttgers sagt, es ist ohnehin gut. Das hat er eben nicht gesagt. Will er uns sagen, der DFB wird uns zu sehr vertrauen und dann gibt es für den DFB ein böses Erwachen, wenn wir doch nicht genug Geld haben? Och, der arme DFB. Will er uns sagen, die Fans müssen die Lage viel dramatischer wahrnehmen, als sie es ohnehin schon tun, wenn sie sich um den Verein sorgen. Ich erkenne nicht, was da nicht hätte gesagt werden sollen. Im Artikel der  Rheinischen Post wird als Kritikpunkt noch angeführt, dass Rüttgers über einen Punkteabzug spekuliert. Bitte schön, darüber spekulieren sämtliche Anhänger des MSV Duisburg, die einen Meter weit denken können und die finanzielle Lage dieses Vereins kennen.

In dem Fall ist es doch wie an der Börse und in der Politik. Es geht hier um Psychologie, um die Stimmung rund um den Verein. Und da hat Rüttgers den Hebel angesetzt. Ihm ging es darum, in einem Forum, das für diese Stimmung eine Multiplikatoren-Wirkung hat, präsent zu sein. Ich sehe also nichts, was ihm vorzuwerfen ist. Auch wenn da bei der WAZ von den „Vereins-Gremien“ fabuliert wird, die ihn nun kritisierten. Als ob Andreas Rüttgers  alleine gegen den vernünftig denkenden Rest im Verein steht.  Das ist Unsinn.

Ginge es Roland Kentsch tatsächlich nur um das, was er sagt, hätte er gegenüber den Journalisten geschwiegen und die Angelegenheit intern bei eben jener fast schon als Strafgericht angekündigten Aufsichtsratssitzung geklärt. Roland Kentsch geht es also anscheinend um mehr. Worum ist nicht genau ersichtlich. Vielleicht geht es alleine um Macht. Wenn ich mich recht entsinne, wurde aus seiner Bielefelder Zeit genau dieser sich nun abzeichnende Grundkonflikt  immer wieder erzählt. Er war schon in seiner Funktion bei Arminia Bielefeld ein machtbewusster leitender Angestellter seines Vereins, der mit dem Präsidium nicht immer gut zusammen arbeitete. Hin und wieder soll er er sogar in die Arbeit von Trainern hineingeredet haben. Die entsprechenden Zeitungsartikel müsstet ihr euch selbst ergoogeln. Das schaffe ich jetzt nicht mehr. Das Machtgerangel wäre aber noch der angenehmere der möglichen Beweggründe für Kentschs Handeln. Möglich wäre es auch, dass er sich in der Fußballöffentlichkeit positionieren will für den Fall einer Insolvenz des MSV Duisburg. Vielleicht hat er Andreas Rüttgers Worte tatsächlich als klares Bekenntnis zur baldigen Sanierung wahrgenommen. Er selbst ist sich der Sache vielleicht nicht so sicher. Das wäre doch ein sehr unangenehmer Grund für sein Handeln. Eins ist aber für mich gewiss, Roland Kentsch hatte einen Grund für seine Aussage, der allenfalls in zweiter Linie mit dem MSV Duisburg und der finanziellen Entwicklung dieses Vereins zu tun hat. Es hat da eigene Karten im Spiel.

Lesehinweis: MSV-Präsident Andreas Rüttgers zur Lage nach dem Pokal-Aus

Der Präsident des MSV Duisburg Andreas Rüttgers war schon von seiner Wahl ins Amt im MSVPortal unter dem Nick „diplomat“ angemeldet. Auch in seiner Amtsfunktion meldet er sich immer wieder mit Stellungnahmen zur aktuellen Lage im Verein. Um es mal politisch einzuordnen: Er hat ein sichereres Gespür dafür, was die „Piraten“ als politische Partei nicht so ganz hinkriegen. Die eigene Arbeit transparent machen, das hat für ihn eine sehr große Bedeutung, gleichzeitig weiß er um die Notwendigkeit von Entwicklungen, die das Licht der Öffentlichkeit zunächst nicht gebrauchen können.

Seit dem Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC sorgen sich viele Anhänger der Zebras um die wirtschaftliche Lage des Vereins. Schließlich hieß es vor dem Spiel, der MSV Duisburg benötige das Geld aus der nächsten Runde dringend. In der letzten Nacht nun nahm Andreas Rüttgers im MSVPortal sehr detailliert zu den Folgen des Ausscheidens Stellung. Es ist eine Einschätzung der gegenwärtige Lage, verbunden mit der dringlichen Bitte, die Mannschaft weiter zu unterstützen. Wer immer sich Sorgen um den MSV Duisburg macht, muss das lesen. Da wird nicht schön geredet. Da werden Argumente aufgezeigt, die jeglichen Katastrophenszenarien den Nährboden entziehen.

Ich mache mir den Hoffnungsschimmer selbst

Es hilft nichts, ich muss mir meine Gedanken zum Saisonverlauf erst einmal unabhängig von Ergebnissen machen. Nicht wegen der 2:0-Niederlage, sondern wegen der Spielweise der Mannschaft des MSV Duisburg beruhigt mich die Unabhängigkeit von dieser Mannschaft ein wenig und gibt mir einen versöhnlichen Ausblick auf diese Saison. Vielleicht passt sich die Mannschaft dem ja nach und nach an. Gedanke für Gedanke mit Rückkopplungseffekten ohne Garantie: Auch eine Welt als Wille und Vorstellung.

Im Moment kommt von der Mannschaft nämlich nichts. Von den Trainern kommt ebenfalls nichts. Zudem lässt sich Präsident Andreas Rüttgers von Journalisten aufs Glatteis führen, kommentiert die Trainerfrage im allgemeinen und gibt damit die Möglichkeit, irgendetwas zur Situation von Oliver Reck zu schreiben. Da hilft das Statement von Ivo Grlic auch nicht viel weiter, so etwas gehöre nicht in die Öffentlichkeit. Wo er meiner Meinung nach recht hat, war Andreas Rüttgers vielleicht naiv. Andererseits: Vielleicht war Andreas Rüttgers aber auch zeitgeistgemäß transparent, sodass Ivo und ich unrecht haben. Ach ja, worüber man sich alles so seine Gedanken macht, wenn die Mannschaft entsetzlich spielt. Was aber auch nicht weiter stört, da niemand im Verein anscheinend weiß, was gerade notwendig ist.

Es ist aber etwas notwendig. So dramatisch erlebe ich diese zwei Niederlagen, weil nicht zu begreifen ist, wieso ein wenig veränderter Kader, eine derart unzusammenhängende Spielweise abliefert. Das will ich erklärt haben und nicht mit allgemeinem nichtssagenden Trainer-Gerede. Ich will wissen, was sich das Trainergespann zur Spielweise überlegt hat, sonst kann ich nur den Schluss ziehen, sie können es nicht. Was ich aber nicht vermuten will, angesichts des Rückrundenverlaufs. Ich begreife nicht, was in diesem Kader vorgegangen ist. Ich begreife allerdings auch nicht, warum Maurice Exslager im Spiel gegen Regensburg hoch angespielt werden soll. Oder war das aus der Not mangelnder Spielgestaltung heraus geboren und eigentlich nicht so geplant? So etwas braucht längere Erklärungen der Trainer, sonst wird die Stimmung rund um den MSV Duisburg ganz schnell gekippt sein, so sehr, dass nach einem heute mir doch sehr wahrscheinlich vorkommenden Pokal-Aus gegen Halle nichts mehr geht. Darüber müsste sich Ivo Grlic im Klaren sein. Natürlich müssen Probleme intern geklärt werden. Derart schlechte Leistungen brauchen aber eine Erklärung in der Öffentlichkeit.

Selbst der Sportjournalist der Süddeutschen Zeitung Markus Schäflein widmet angesichts dieses Spiels dem MSV Duisburg einen ganzen Abschnitt Fragen. Man muss sich vor Augen führen, eigentlich erfolgt seine Berichterstattung aus eben jener süddeutschen Perspektive und der Schwerpunkt liegt beim Heimverein. Doch die Leistung des MSV Duisburg war zu schlecht, um sie nach einer freundlichen Einleitung zum Regensburger Erfolg unkommentiert zu lassen: „Es ist schade, dass man dieses kleine Märchen mit einigen Fragen an den MSV Duisburg unterbrechen muss. Wieso wirkte die Duisburger Verteidigung nicht nur bei diesem Gegentor so indisponiert? Warum reichte ein einziger Schlag, um Adli Lachheb in die Not zu bringen, den Elfmeter zu verursachen und mit Rot vom Platz zu fliegen? Wieso holte sich eien Viertelstunde vor Schluss Kevin Wolze mit einer unmotivierten Grätsche einen weiteren Platzverweis ab? Was ist überhaupt mit dieser Mannschaft los, die ja zum Auftakt schon 1:4 im Heimspiel gegen den VfR Aalen verloren hatte? Trainer Oliver Reck wählte jedenfalls die in solchen Momenten üblichen Worte. Man werde ‚jetzt noch enger zusammenrücken, kämpfen, beißen, uns wehren.'“ Online ist das noch nicht zu lesen.

Genau solche Worte von Oliver Reck reichen leider nicht aus. Niemand braucht am Anfang einer Saison Durchhalteparolen. Nötig sind Erklärungen zu den Absichten. Wie gesagt, es sind nicht die Ergebnisse dieser zwei Spiele, sondern es ist das völlig hilflose Agieren der Mannschaft. Beim sorgenlosen Blick in die Zukunft muss die Mitwirkung dieser Mannschaft deshalb leider ausgeblendet werden. Wenn die Verantwortlichen beim MSV Duisburg meine Haltung zu diesem Verein kennen würden, müsste dort nicht nur Unzufriedenheit herrschen und die übliche Fehleranalyse betrieben werden. Es müsste Alarm auf allen Vereinsebenen herrschen. Jedem müsste klar sein, die Katastrophe ist nicht mehr unwahrscheinlich, aber wir haben noch Zeit, etwas zu tun. In meinem Leben mit dem MSV Duisburg habe ich bei allen Mannschaften bis zum etwaigen schlechteren Ende immer auch Möglichkeiten erkennen können, wie sie im nächsten Spiel besser hätten spielen können. Wenn ich nun aber nach den ersten zwei Spieltagen an eine nächste Saison mit dem MSV Duisburg in der Zweiten Liga denke, kann ich auf die jetzige Mannschaft nicht zählen. Da muss ich mir meine Mannschaft selbst machen. Als einziger Hoffnungsschimmer mit Bezug zur Realität bleibt die Zeit. Erst der dritte Spieltag steht bevor.

Und wer sich für Oliver Reck im O-Ton nach dem Spiel interessiert:

 

Lesehinweis: Interview mit MSV-Präsident Andreas Rüttgers

Die meisten von uns am MSV Duisburg Interessierten werden das Interview mit MSV-Präsident Andreas Rüttgers in der WAZ schon gelesen haben. Hier aber noch einmal sicherheitshalber der Hinweis darauf, weil in diesem Interview wieder deutlich wird, wie jemand eigene Positionen für die Gegenwart formulieren kann, die auch eine für die Beteiligten akzeptable Haltung gegenüber der Vergangenheit mit einschließt. Ich betone das so sehr, weil ein Mensch mit dieser Haltung als Präsident dieses Vereins so unbedingt notwendig war. Weil es ihn nicht gab, waren die letzten zwei Jahre ein Übergangsprozess. Erst mit Andreas Rüttgers konnte ein Neuanfang geschehen, weil er sowohl die Leistung von Walter Hellmich anerkennt als auch dessen Scheitern sieht und daraus Konsequenzen zieht.  Ihm gelingt es in dem Interview, Walter Hellmichs Leistung der Vergangenheit anzusprechen und sich dennoch von ihm abzugrenzen. Diese Haltung ist die Voraussetzung gewesen, um dem MSV Duisburg eine Chance für die Zukunft zu geben. Dass er darüber hinaus viele andere Dinge anstößt, brauche ich doch nicht extra zu erwähnen?

Da holt sich wer den Verein zurück

Die Rheinische Post hatte es Mittwoch vermeldet. Der MSV werde am Donnerstag ein neues Leitbild vorstellen, mit dem der Klub sportlich und wirtschaftlich in eine erfolgreiche Zukunft steuern wolle. Das klang schon in der Ankündigung nach der Begegnung von begrüßenswertem unternehmerischen Denken mit idealistischer Vereinskultur.

Was nun hier unter dem Motto „1902 – Wir sind dabei“ zu lesen ist, dreht das Ganze noch etwas. Ich finde zunächst die an humanistische Ideale anknüpfenden Werte. Ich finde zudem das Bewahren von Tradition, die Orientierung für Handeln geben kann. Gleichzeitig wird diese Revitalisierung von Vereinskultur des Breitensports im Unternehmen MSV Duisburg für eine weitere deutliche Botschaft genutzt: Das neue Leitbild des MSV Duisburg ist zugleich die Duisburger Variante des „reclaim the game“. Wir haben uns den Verein zurück geholt. Nichts anderes lässt sich aus jedem der dort zu lesenden Worte entnehmen. Der MSV Duisburg verkörpert keine Welt, in der bestimmte Regeln eines Leitbilds vorgegeben werden. Die Werte entstehen durch uns alle, die wir dem MSV Duisburg in Zuneigung verbunden sind. Wir sind als Zuschauer nicht nur zahlende Kunden. Wir sind mehr.

Lebten wir in der besten aller möglichen Welten, verwandelte sich dieses Leitbild sogar in wirkliches Handeln. Denn machen wir uns nichts vor, so etwas wie zum Beispiel Respekt und Toleranz sind vor, während und nach einem Fußballspiel oft doch sehr dehnbare Begriffe. Was natürlich nicht gegen die Worte spricht, sondern gegen jeden, der sie für sich nur mit dem Blick nach innen, auf sich selbst bezogen auslegt. Es ist gut, dass es diese Worte nun gibt.

„1902 – Wir sind dabei“ ist ein pathetisches Einschwören auf den MSV Duisburg als Ort für überdauernde Werte. Sehnsucht ist in den Worten zu spüren. Es ist die Sehnsucht nach dem Zusammenhalt und den emotionalen Momenten der Spielzeit 2011/2012 2010/2011. (Alles geht so schnell, man kommt ganz durcheinander) Nicht umsonst ist auf dieser Seite mit „Unser MSV“ auch ein berührender Text zu lesen über die legendäre letzte Viertelstunde des Pokalendspiels.

Die Wirkung auf die Anhänger des MSV Duisburg ist das eine, doch da gibt es ja auch den Menü-Punkt „Sponsoring“. Nehme ich ein wenig Abstand und erinnere mich an die Herkunft des Begriffs Leitbild in unternehmerischen Zusammenhängen, dann sehe ich den entschiedenen Versuch, den MSV Duisburg mangels wahrscheinlichem nahen sportlichen Erfolgs durch seinen emotionalen Gehalt für Sponsoren attraktiv zu machen. Im Moment scheint das ein kluger Weg zu sein.

Und noch eins: Wer ein Leitbild derart emotional unterfüttert, wird in Einzelheiten nicht jeden Geschmack treffen. Das Ganze stimmt aber. Darauf kommt es an.

Aufbruch und der neue Präsident

Wenn Visionen ausgesprochen werden und der Istzustand gleichzeitig in sachlicher Weise miterwähnt wird, weckt das bei mir sofort Vertrauen. Dieser Art deutet sich in der Rheinischen Post schon jenes Leitbild im und für den MSV Duisburg an, über das am Donnerstag Präsident Andreas Rüttgers zusammen mit Roland Kentsch und Ivica Grlic vor der Presse und geladenen Gästen sprechen wird.

Nicht alleine die Tatsache, dass überhaupt an ein Leitbild gedacht wird, kann Vertrauen schaffen. Solche Leitbilder werden gerade vielerorten entworfen. Auch in Köln beim FC etwa wird versucht, mit so einem Leitbild die Interessen der im Verein Beschäftigten und der sich für den Verein begeisternden Menschen wieder zu bündeln. Es ist ein Versuch, den ideellen Gehalt des Vereinsgedankens früherer Zeiten in der Gegenwart des Wirtschaftsunternehmens wirksam werden zu lassen. Es ist der auch im Fußball dringlich gewordene Wunsch nach überdauernden Werten. Es wäre mal interessant nachzuschauen, in welchen Vereinen es notwendig scheint und schien, solche Leitbilder zu entwerfen. Meine These: es sind jene Vereine, die zerrissen werden zwischen den Erinnerungen an Erfolge vergangener Zeiten, den damit verbundenen Hoffnungen in der Gegenwart und den finanziellen Möglichkeiten, diesen Hoffnungen gerecht zu werden.

Solche Leitbilder brauchen nun Menschen, die sie in der Öffentlichkeit überzeugend vertreten. Sonst sind die Worte dieser Leitbilder trotz aller Anstrengung und Arbeit bei deren Finden nichts wert. Es ist banal, aber deshalb nicht weniger wahr: Worte müssen durch Taten erfahrbar gemacht werden. Mit Andreas Rüttgers verbinde ich bereits jetzt solche Taten. Er kommuniziert dauerhaft mit Anhängern des Vereins. Er steht bereits jetzt für den sauberen Neubeginn nach der Ära Hellmich, indem ihm die Auflösung des Vertrags mit Hellmich-Marketing gelang, bei der alle Beteiligten ihr Gesicht wahren und einigermaßen zufrieden auseinander gehen konnten. Andreas Rüttgers macht auf mich den Eindruck, er besitzt jene grundlegende Eigenschaft, die solche – sagen wir mal – Anstrengungen im Überbau auf die materielle Basis zurück wirken lassen können: Ihm geht es zuerst um die Sache und danach vor allem noch um – die Sache. Damit erinnert er mich schon jetzt an einen Präsidenten des MSV Duisburg, dessen Motivation das Amt einzunehmen  in der Gegenwart wieder zu finden, ich für sehr unwahrscheinlich gehalten habe: Dieter Fischdick.

Teilnahmsloses Grillen statt Paderborn-Support

Der Montag ist nach Freitagspielen des MSV Duisburg doch eigentlich der Tag für den resümierenden Spieltags-Artikel. Den vermisse ich heute bei DerWesten, stattdessen Lizenzvergabe und Nachbessern. Komme ich gleich noch zu. Eigentlich hatte Maurice Exslager nach dem dreckigen Unentschieden in Braunschweig nämlich eine Steilvorlage für so einen Die-Stimmung-nach-dem-Spieltag-Artikel gegeben. Ich suche die Stelle jetzt nicht mehr, aber ich glaube, er war es, der davon sprach, vielleicht träfen sich die jüngeren Spieler zum Grillen, um sich dabei das Spiel vom SC Paderborn gegen den Karlsruher SC anzusehen.

Hätte der SC Paderborn in Karlsruhe Unentschieden gespielt, hätten ja die Rechnereien mit den den zu vergebenden Punkten der letzten beiden Spieltage in Duisburg eingestellt werden können. Nun haben die Paderborner bei der vorzeitigen Sicherung des Klassenerhalts versagt. Die Mannschaft vom MSV Duisburg muss nächsten Sonntag gegen Aue also selbst ran, um die restlichen Punkte für Platz 3 einzufahren. Oder war es am letzten Spieltag gegen Düsseldorf? Der Ex- und Neu-Trainer vom 1. FC Köln Frank Schaefer wusste nicht umsonst, die letzten 3 Spieltage einer Saison sind besondere Spieltage, an denen alles möglich ist. Da verliert einer wie ich leicht den Überblick.

Sicher weiß ich aber, besser geht immer. Das weiß der Lokalsport bei DerWesten sonst auch. Die Modalitäten der Lizenzvergabe ließen nur keine Zeit für den sportnahen Montagsstimmung-Artikel. Deshalb habe ich mir die entsprechenden Schlagzeile dazu auch selbst gemacht. Man kann sich an schlechte Nachrichten gewöhnen und sie vermissen. Man darf doch mal vermuten, wahrscheinlich hätte die Paderborner Niederlage in Karlsruhe abgewendet werden können, wenn es ein wenig mehr Einsatz von Duisburger Seite gegeben hätte. Dem Paderborn-Support fehlte der Support aus Duisburg. Stattdessen Hard-Core-Grillen von teilnahmslos wirkenden Jung-Zebras, während die nicht spielenden Verantwortlichen des Vereins sich um nichts anders als ums Geld kümmerten. Da muss man doch schwarz sehen.

Aber nur ein bisschen aus Gewohnheit. Dann leuchtet das Licht am Ende des Tunnels um so heller. Als ich die Meldung Ende letzter Woche las, alle Vereine der Profi-Ligen hätten die DFL-Lizenz erhalten, einige müssten allerdings noch Auflagen erfüllen, war schon klar, der MSV Duisburg wird, wie das im Finanzfunktionärs-Deutsch heißt, nachbessern müssen. Nun läuft alles wie gehabt. Roland Kentsch gibt sich ruhig und zuversichtlich. Zahlen kursieren, ohne dass sie offiziell bestätigt werden.  Wir Zuschauer hoffen, alles wird gut ausgehen.

Ein wenig unterscheidet sich die Situation dann allerdings doch von anderen, weil MSV-Präsident Andreas Rüttgers schon zuvor das Gespräch mit Zuschauern und Unterstützern des MSV suchte und um Verständnis für das Handeln im Verein warb, wie hier im MSVPortal. Durch die Auflösung des Marketing-Vertrags mit Hellmich-Marketing gibt es einen grundsätzlich neuen Ansatz, zur Finanzierung des MSV Duisburg. Der trägt allerdings laut Andreas Rüttgers erst ab der übernächsten Spielzeit Früchte. Bis dahin wird der Haushalt immer eng kalkuliert sein. Andererseits gab es bislang kein Versprechen von Andreas Rüttgers, das nicht gehalten werden konnte. Es spricht nichts dafür seiner Arbeit und der von Roland Kentsch zu misstrauen.


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