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90plus – Das Wundermittel gegen Zweitehalbzeitschwäche

Sehe ich die Pressekonferenz in Kaiserslautern vor dem Spiel heute Abend gegen den MSV, habe ich den spaßigen Werbeclip für die Postillion-Seite schon im Kopf.

Fühlen auch Sie sie sich in zweiten Halbzeiten matt und müde im Kopf? Haben sie gar manchmal diese schweren Beine? Fallen Ihnen die verabredeten Spielzüge nicht sofort ein? Wissen Sie nicht mehr, wie Sie sich zu Ihrem Gegenspieler bei Eckbällen positionieren müssen? Haben Ihre Fans und ihr Trainer keinen Spaß mehr mit Ihnen in der zweiten Halbzeit?

Dann hat Boris Schommers etwas für Sie. Mit 90plus sensibilisiert er Sie und zeigt visuell auf. Mit 90plus werden sie wieder leistungsfähig für 90plus. Auch wenn Sie führen, reichen 80 Prozent nicht aus. Hundert Prozent sind gefragt. Die Körner sind doch alle da. 90plus ist sein Mittel für Ihr Ziel 90plus. 90plus für volle Konzentration bei 90 Minuten Spielzeit plus Nachspielzeit, so lange sie auch dauert. 90plus von Boris Schommers.

Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Anscheinend hat der FCK ein ähnliches grundsätzliches Problem mit der zweiten Halbzeit wie der MSV. Torsten Lieberknechts Sprache und Umgang mit der Schwäche des MSV in Halbzeit 2 liegen mir mehr als die kühle Strenge von Boris Schommers. Es könnte ein lustiges Spiel heute Abend werden.

Wenn wir im Fußball auch sportferne Taktik sehen würden, wäre es je nach Spielstand sogar angebracht, der MSV setzte seine Leistungen der letzten Spiel in der zweiten Halbzeit fort. Dann würde es nämlich wahrscheinlicher, dass 90plus von Boris Schommers wirkunglos bleibt. Der FCK könnte sich in Sicherheit wiegen und auf besagte 80 Prozent runterfahren. Das würden wir natürlich sofort ausnutzen und sofort zwei Tore  nacheinander erzielen. Andererseits ist es beruhigender für mich, diese zweite Tore fielen zuvor schon bei souveräner Überlegenheit, egal wieviel Prozent der FCK auf dem Platz aufbietet.

Favorit vom Aussterben bedroht

Heute Abend stehen beim Spiel des MSV gegen den 1. FC Kaiserslautern am Spielfeldrand zwei Trainer, die auf die Leistung ihrer Mannschaften hoffen und dabei offensichtlich nicht sicher sind. So deutlich sagen das Torsten Lieberknecht und Boris Schommers  auf den Pressekonferenzen vor dem Spiel natürlich nicht. Sie sagen das anders.

Sie machen den Favorit zu einer seltenen Spezies. Womöglich gehört er sogar auf die Liste der bedrohten regionalen Arten in der Pfalz und am Niederrhein. Denn in Kaiserslautern kann Boris Schommers ihn nicht entdecken. Die Mannschaft ist schlecht in die Saison gekommen. Normalerweise würde sich beim Spiel eines Tabellenfünfzehnten gegen einen Tabellenvierten die Frage nach dem Favoriten überhaupt nicht stellen. Doch die Hoffnung der Öffentlichkeit, der Favorit habe in der Pfalz überlebt, ist groß. Die Journalisten auf der Pressekonferenz fragen für ihre Leser, die vom FC Kaiserslautern in der Saison mehr Erfolg erwartet hatten. Und schließlich gab es im letzten Spiel endlich einen Heimsieg. Für Boris Schommers ist die Favoritenfrage aber eine für die Zukunft. Auch in der Pfalz könne irgendwann der Favorit wieder heimisch werden. Ob er bis dahin die bedrohte Art in unzugänglichen Rheinauen überleben sieht, lässt er offen.

Die Kaiserslauterner Journalisten hätten Torsten Lieberknecht fragen sollen. Der wusste überzeugend davon zu erzählen, dass er in Kaiserslautern einen Favoriten am Osthang des Betzenbergs gesehen hat. Er legte mit Kaderwert und Kaderkonstanz sogar eindeutige Belege für das Überleben des Favoriten auf den Tisch. Boris Schommers werden diese Belege wahrscheinlich nicht reichen. Er braucht sicher mehr Beweise. Torsten Lieberknecht ist außerdem anzumerken, dass er den  am Niederrhein heimischen Favoriten in den letzten drei Wochen nicht mehr gesehen hat. Über das Verschwinden scheint er nicht allzu besorgt zu sein. Erfolg kennen wir eben auch ohne Favoriten-Auftrauchen. Wahrscheinlicher wird er allerdings nicht. Deshalb hätte ich nichts dagegen, wenn man so einen Favoriten demnächst auch wieder am Niederrhein sichten kann.

Wer einen Blick in die Pressekonferenzen werfen will, bitte schön:

Und die PK aus Kaiserslautern


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