Posts Tagged 'Christian Tiffert'

Adventskalender meiner kurzen Nebensächlichkeiten – 3. Türchen

Im Januar 2010 wurde das Duisburger Stadion im Spiel gegen den FSV Frankfurt zur Wellness-Oase. So kam es mir im Spielbericht damals jedenfalls vor. Alle – mit Ausnahme der Frankfurter – fühlten sich nach und nach immer wohler. Anders konnte ich es mir nicht erklären, dass der Linienrichter ein Bonus-Geschenk verteilte. Er schenkte Christian Tiffert und dem MSV das Tor zum 5:0-Endstand im Spiel. Tiffert hatte die Latte getroffen und der Ball war weit ins Feld zurück gesprungen. Dass ein youtube-Clip rund um den MSV sechsstellige Klickzahlen erreicht, gibt es zudem auch eher selten.

 

 

Egal mit welchem Tor zum Heimsieg

Die Mannschaft ist bereit, wir Zuschauer sind bereit, heute gilt es drei Punkte herbeizusiegen. Angesichts der vielen Verletzten stellt sich die Mannschaft fast von alleine auf. Es geht vor allem darum, diesen Siegesdruck mit dem Anpfiff aus den Köpfen herausbekommen zu haben. Dann wird sich die Leichtigkeit einstellen, die nötig ist um im Gleichgewicht von Wollen und Können dieses eine Tor mehr als der Gegner zu erzielen. Wir werden jedes Tor nehmen, egal wie es fällt. Damit kennen wir uns gegen den FSV Frankfurt gut aus.

Das Ganze von der Gegengerade im Handymodus

1000 – 1 + 1 = Führungstreffer

Vielleicht ist es eine ganz gute Idee von Daniel Brosinski und der Mannschaft gewesen, nicht sofort das 1000. Zweitligator des MSV Duisburg mit dem Mannschaftsessen zu feiern. So ist es im Reviersport zu lesen. Hinter einfachen Zahlen über die Welt steckt ja nicht allzu selten eine kompliziertere Wirklichkeit. So könnte Daniel Brosinski sich das Bezahlen des Mannschaftsessens im Grunde mit jenem Spieler teilen, der das erste Tor des MSV Duisburg gegen den 1. FC Köln erzielen wird.

Schließlich wurde am 17. Januar 2010 dem MSV Duisburg zwar ein Tor in der Statistik gutgeschrieben. Ein echtes Tor war es aber nicht, für das Christian Tiffert damals verantwortlich war.

Hier einmal von der Gegengerade aus:

Und hier von der Haupttribüne aus im damaligen Spielbericht.

Wenn wir die Aufmerksamkeit also ein wenig auf die historische Wirklichkeit richten, ist heute Abend der von uns erhoffte Führungstreffer gegen den 1. FC Köln ein weiteres 1000. Zweitligator des MSV Duisburg. Der Torschütze könnte dann zum Mannschaftsessen anlässlich des alternativen 1000. Zweitligator des MSV Duisburg laden. Oder Daniel Brosinski könnte sich Kosten teilen.

Entlassene Trainer und die Spielstärke von Fußballern

Manchmal wünsche ich mir von den Menschen mehr Verstand. Ich weiß, ein vergeblicher Wunsch besonders, wenn es um Fußball und um den Erfolg von Mannschaften geht. Gestern war wieder so ein Tag, und dass ich über den 1. FC Kaiserslautern schreibe, hängt mit der Trainerdiskussion um Oliver Reck zusammen. Der Trainer vom 1. FC Kaiserslautern Marco Kurz ist gestern entlassen worden. Die Begründung: „Um aber wirklich jede denkbare Möglichkeit für den Klassenerhalt ausgeschöpft zu haben, müssen wir diesen Weg gehen.“ Nun kann man auch Kerzen anzünden in Kirchen oder Medizinmänner einen Kaiserslautern-Rettungs-Tanz tanzen lassen. Macht man das nicht, hat man schon einiges unterlassen, was vielleicht auch zum Klassenerhalt beigetragen hätte. Das ist doch aus Kaiserslautern eine etwas erbärmliche Erklärung für die Trainer-Entlassung. Wäre es nicht ehrlicher zu sagen, der Druck der Straße war zu groß? In einer idealen Welt müsste so eine Entscheidung doch von klaren Analysen begleitet werden, die sich auch kommunizieren ließen: Nach unserer Überzeugung haben die taktischen Maßnahmen in den letzten sieben Spielen nicht funktioniert. Die Beziehung zwischen entscheidenden Spielern des Kaders und dem Trainer ist gestört.  Die Mannschaft ist in einem konditionell schlechten Zustand. All das wären Erklärungen, die ich akzeptiere. Ich akzeptiere nicht, wir wissen auch nicht mehr, was wir machen sollen, also entlassen wir wenigstens den Trainer.

Man sehe sich doch bitte einmal diesen Kader vom 1. FC Kaiserslautern an. Vier Spieler dieses Kaders kennen wir aus ihrer Zeit beim MSV Duisburg. Dort haben sie sich in ähnlicher Situation befunden. Nur guckten sie damals von unten nach oben. In Duisburg ging es für sie um den verzweifelten Versuch, den Aufstieg hinzubekommen. Dorge Kouemaha, Christian Tiffert, Sandro Wagner und Olcay Sahan kennen Vorgaben, die nur schwer zu erfüllen sind. Das ist kein Zufall. Es gibt Einsichten, die sind schmerzhaft. Aber es lebt sich am besten mit ihnen, wenn man sie akzeptiert und sein Handeln darauf abstellt. Die Wahrscheinlichkeit für das mittlere Drittel der Vereine von erster und zweiter Liga zwischen den Ligen hin und her zu pendeln ist groß. Leider gibt es kein Kontinuum für die notwendige Finanzstruktur. Das macht den Verbleib in der ersten Liga so schwierig. Neulich habe ich „Why England loose“ angefangenen zu lesen. Der englische Fußballbuchautor Simon Kuper hat es zusammen mit dem Wirtschaftswissenschaftler Stefan Szymanski geschrieben. Sie haben einen einzigen statistisch messbaren Einflussfaktor für sportlichen Erfolg gefunden, und der war die Höhe des Spieleretats einer Mannschaft.

In einer idealen Welt könnte ein Fußballverein sein Publikum damit dauerhaft vertraut machen, was momentane realistische Möglichkeiten des sportlichen Erfolgs der eigenen Mannschaft sind. Für Kaiserslautern gehörte der Abstieg dazu. Und warum kann ein Trainer, der vor vier Monaten noch für gut genug befunden wurde, diese Mannschaft zu trainieren, nicht auch mit dieser Mannschaft in die 2. Liga gehen? Weil das Fußballstadion einer der wenigen Orte in unserer durchrationalisierten Welt ist, in der Emotionen öffentlich ausgelebt werden können? Ich weiß es nicht. Mir ging jedenfalls angesichts von Marco Kurz Entlassung durch den Kopf,  nur gut, dass der Druck zur Trainerentlassung in Duisburg nicht so groß war. Aus welchen Gründen auch immer. Ich hoffe natürlich, der ein oder andere rationale neben dem mangelnden Geld war auch dabei.

Schade!

Manchmal verrennt man sich beim Nachdenken über ein Problem. Das Problem hieß: Misstrauen bei Betrachtung der zu erwartenden Leistung eines Fußballspielers zum Ende der Saison hin. Ich habe vorgestern die Verantwortung für die Lösung des Problems zu einseitig bei denjenigen gesehen, die mit dem Fußball ihr Geld verdienen. Die Zuschauer des Fußballs stehen aber ebenfalls in einer Verantwortung. Die Spieler kamen gestern ihrer Verantwortung nach, ein Teil der Zuschauer nicht. Diese Mannschaft des MSV Duisburg wollte gestern gewinnen. Diese Mannschaft versuchte, was ihr möglich war. Was sollen da Pfiffe im Stadion? Vor dem Spiel gegen Christian Tiffert, während des Spiels gegen die Mannschaft, als nach der Halbzeitpause zunächst die Versuche immer wieder scheiterten, den Ball kontrolliert in Tornähe zu bringen.

In den Fußballspielen der Gegenwart erleben wir sowohl in Bundesliga als auch in der 2. Liga so häufig solche Spielverläufe. Die Defensive  beider Mannschaften steht sehr gut und die fortwährenden Angriffe der einen Mannschaft wirken in Strafraumnähe oft hilflos. Es ist so viel einfacher, im Training die kollektive Bewegung gegen den Ball führenden Spieler zu üben als den Angriff. In Ballbesitz kommt es für den Erfolg viel mehr auf die technische Fertigkeit jedes einzelnen Spielers an. Es ist eine Binsenweisheit, dass der Raum für den Ball und damit der Raum, das Spiel zu gestalten, so gering geworden ist. Wo setzt man also beim Training an?

Zu sehen war eine zu Beginn sehr entschlossene Mannschaft des MSV Duisburg, die wusste, sie muss dieses Spiel gewinnen. Doch wir sahen wieder, wie schwierig es im heutigen Fußball ist, die Verantwortung für das Spielgeschehen zu übernehmen, ohne in der Defensive große Lücken zu schaffen. Gestern spielte der MSV Duisburg in der Defensive wirklich gut. Dennoch wurde Ballverlust manchmal gefährlich, weil unsere Außenverteidiger diese Vorwärtsbewegung mit unterstützen müssen, um den notwendigen Druck auf den Gegner zu erzeugen. Die Ballverluste geschehen aber. Diese Mannschaft steht also immer vor der Aufgabe, den notwendigen Druck zu erzeugen, ohne die Kontermaschinerie des Gegners zu füttern. Das gelang gestern gut, im Vergleich zu so vielen anderen Spielen der Saison, in denen die Mannschaft offensiv spielen sollte. Dass in der Vorwärtsbewegung eine gesicherte Ballkontrolle selten mit einer gefährlichen Aktion endete, ergibt sich aus dem Zusammenwirken von guter Defensive der Fürther und den spielerischen Möglichkeiten während der Vorwärtsbewegung des MSV Duisburg. Die Angriffe kann die Mannschaft über das gesamte Spiel hin nicht so präzise vortragen, wie es nötig wäre, weil die technischen Fähigkeiten der einzelnen Spieler bei der Ballverarbeitung nicht dauerhaft so gut sind, um Angriffe mit vielen zwingenden Chancen abzuschließen.

Die großen Chancen in der zweiten Halbzeit ergaben sich deshalb durch Standardsituationen. Wer darauf hinweist, um zu mäkeln, dem sei gesagt, das ist bei anderen Mannschaften, auch der Bundesliga, häufig nicht anders; und auch diese Standardsituationen müssen erst einmal erarbeitet werden. Außerdem: wann haben wir diese mehrmalige Torgefahr nach Ecken und Freistößen das letzte Mal gesehen? Fahrenhorst an den Pfosten und zweimal knapp vorbei.  Tiago, dessen wuchtigen Kopfball der Fürther Torhüter Max Grün mit einem beeindruckenden Reflex hält. Nicky Adler mit einem Kopfball kurz vor Spielende an den Pfosten. Das sind nur die Chancen, an die ich mich ganz klar erinnere. Es waren mehr, und es ist schade, dass nicht eine dieser Chancen zum Tor wurde.

Will man Kritik üben, muss man in der ersten Halbzeit ansetzen, als nach etwa 25 Minuten mit einem Mal Unsicherheit in der Mannschaft zu spüren war. Der Grund waren Fehlpässe im Mittelfeld. Im Gegensatz zur zweiten Halbzeit, in der die Angriffe des MSV Duisburg erst in Strafraumnähe mit einem zu unpräzisen Pass endeten, wurden in der ersten Halbzeit die Bälle auf einfache Weise hergegeben. Deshalb kamen die Fürther ins Spiel zurück und fühlten sich mit jeder Balleroberung wieder etwas stärker. So kam es zum von Caiuby verursachten Elfmeter, den Tom Starke mit eindrucksvoller Parade hielt. Die Begeisterung, mit der seine Mitspieler ihm danach gratulierten, zeigte ebenfalls, wie motiviert die Mannschaft war.

In einer idealen Fußballwelt würde dieses Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth von den Zuschauern genommen, um sich trotz aller Enttäuschung mit dem MSV Duisburg verbunden zu fühlen. In dieser idealen Fußballwelt könnte der Verein mit ein wenig Abstand die Fehler vor allem der ersten Halbzeit noch einmal benennen. Es könnte überlegt werden, dass im mittelfristigen Trainingsplan auf jeden Fall Laufwege beim Konterspiel einen Platz finden müssten. Und schließlich könnte auf kurze Frist mit dem Vertrauen auf die verbesserte Stimmung im Umfeld an das Spiel in Augsburg gedacht werden – das ja als Auswärtsspiel vielleicht mal wieder mit einem Sieg enden könnte. Ich bin gespannt, welche Momente der idealen Fußballwelt ich in der Wirklichkeit vorfinde.

Stimmungen schaffen – Eine schnelle Medienbetrachtung

Zwei Zeitungen vom selben Tag mit jeweils einem Artikel über den MSV Duisburg: zwei Stimmungen, die im Vorfeld des Spiels gegen die SpVgg Greuther Fürth rund um den MSV Duisburg geschaffen werden – zumindest im Netz. Wie es in den Print-Ausgaben aussieht, kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls sehen wir bei der Der Westen eine sich auflösende Mannschaft, ohne dass der Blick in die Gegenwart fällt. Wie soll eine solche Mannschaft noch einmal alles geben, um die letzte Chance zu packen? Wenn ich nur diesen Bericht lese, wage ich nicht mehr, der gegenwärtigen Mannschaft zu vertrauen.

Doch die Rettung der Hoffnung naht durch Bernd Bemmanns Vorbericht zum morgigen Spiel in der Rheinischen Post. Nicht nur, dass er in dem Artikel der Hoffnung überhaupt Öffentlichkeit einräumt, mehr noch, er trägt dazu bei, die Stimmung morgen im Stadion zu verbessern, indem er Christian Tifferts Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern einordnet und Christian Tifferts Einstellung zum MSV Duisburg zum Thema macht. Das meinte ich gestern mit der Entwicklung eines grundsätzlichen Arbeitsethos von Berufsfußballern. Alleine durch die Beschreibung einer weiter bestehenden Verpflichtung des wechselnden Spielers ergibt sich ein öffentliches Bild, mit dem sich die Berufsfußballer auseinandersetzen müssen. Davon ab habe ich Christian Tiffert ebenfalls mit solchen Eingeschaften und der sich daraus ergebenden Einstellung eingeschätzt, wie sie im Artikel beschrieben werden.

Ich wünsche mir, möglichst viele Zuschauer werden ihre Informationen vor dem Spiel im Netz eher in der Rheinischen Post suchen und traue mich auch wegen solcher Vorberichterstattung zu hoffen, dass die Mannschaft des MSV Duisburg jedes der kommenden Spiele unabhängig von allen Planungen im Verein gewinnen will. Der FC Energie Cottbus und Fortuna Fortuna Düsseldorf haben sich vorhin jedenfalls erneut an meinen Plan gehalten.

Einfach nur Hoffen können wäre schöner

Eigentlich ist es ganz einfach. In jedem Fußballspiel geht es darum zu gewinnen. Noch aus dem belanglosesten Fünf gegen Fünf auf Tore, die durch Sporttaschen markiert werden, kann ein hartes Kämpfen um den Moment des absoluten Glücks werden, den Sieg. War ich irgendwo Teil einer Mannschaft, egal in welchem Sport, gab es immer genügend Spieler, deren Ehrgeiz nicht nur von der einzelnen gelungenen Spielaktion befriedigt wurde, sondern die bei Spielende den Gegner bezwungen haben wollten. Im Wettkampf werden archaische Gefühle lebendig, und ein Spiel entwickelt deshalb eine auf den Tag bezogene Bedeutung des Spielausgangs.

Werden diese archaischen Gefühle auch bei Berufsfußballern am Ende einer Saison lebendig, wenn ihre Mannschaft nur noch geringe Chancen hat, das gesteckte Ziel zu erreichen oder wenn es sogar um nichts mehr als das Ergebnis des aktuellen Spiels geht? Am Sonntag spielt der MSV Duisburg gegen die SpVgg Greuther Fürth, und es herrscht eine zwiespältige Stimmung rund um den MSV Duisburg. Rechnerisch gibt es noch die Chance den dritten Platz zu erreichen, und die Art und Weise, wie viele an dem Verein Interessierte mit dieser Chance umgehen, weist über Skepsis angesichts des Saisonverlaufs hinaus. Für viele am MSV Duisburg Interessierte ist es fraglich, ob sowohl alle Spieler als auch die Verantwortlichen im Verein diese Chance wirklich wahrnehmen wollen. Dieses Misstrauen scheint mir ein Symptom zu sein für ein Missverhältnis zwischen der Sehnsucht nach dem Fußball als sportlichem Vergnügen und den Strukturen, die für das Funktionieren dieses Sports als Unterhaltungsbranche notwendig sind.

Aus dem Verein heraus gibt es von der Spielerseite her eine klare, professionelle Haltung zu den restlichen Spielen der Saison, die etwa von Tom Starke und Nicky Adler deutlich gemacht wird. In ihrer Haltung drückt sich Realismus aus, der für die Hoffnung auf das Erreichen des unwahrscheinlichen dritten Platzes dennoch genügend Raum lässt. Lese ich das, vertraue ich ganz der eigenen Dynamik eines jeden Spiels, weil auch ein  Berufsfußballer grundsätzlich an Siegen größere Freude hat als an Niederlagen. Was weckt nun Skepsis?

Auch bei mir stellt sich etwa eine andere Stimmung ein, wenn die nächste Saison den Schwerpunkt der Berichterstattung über den MSV Duisburg darstellt. Ivica Grlic hat Lust bei einem Neuanfang des MSV Duisburg zu helfen. Die Zukunft von Christian Tiffert hat sich als „Teufel aus Überzeugung“ geklärt. „Tiago hängt beim MSV in der Warteschleife„, und es wird gefragt, ob Marcel Herzog die neue Nummer eins wird. Die Zukunft als Thema der Artikel trübt angesichts der ungewissen Aussichten für den MSV Duisburg naturgemäß jegliches Gefühl der Hoffnung ein. Denn dabei geht es nicht in erster Linie um den Sport, dabei geht es vor allem um den MSV Duisburg als ein Unternehmen der Unterhaltungsbranche Fußball und als Hintergrund der einzelnen Geschichten klingen die Rahmenbedingungen für das Wirtschaften dieses Unternehmens an. Hoffnung auf den Erfolg im Augenblick spielt in diesen Artikeln, wenn überhaupt, nur am Rande eine Rolle.

Rückt aber der Verein als Wirtschaftsunternehmen in den Blick, gerät unser Empfinden sofort unter den Einfluss ökonomischen Denkens. Die Kategorien für die Motivation in einem Spiel heißen dann nicht mehr Sieg oder Niederlage sondern Gewinn oder Verlust. In dieser Perspektive werden die Berufsfußballer zur Projektionsfläche des eigenen Verhaltens. Wir kennen das nämlich aus unserem Alltag: Nicht jeder von uns arbeitet jeden Tag mit derselben Intensität und Effizienz, die von uns gefordert wird. Wir kennen ebenfalls den Abschied vom Arbeitsplatz, der schon einige Zeit vor dem letzten Arbeitstag beginnt. Und wir alle überlegen immer wieder sehr gut, wie und wo wir günstige Angebote wahrnehmen und wo unser Einsatz sich lohnt.

Unser Misstrauen wirkt wie eine passiv-aggressive Kritik an den so lange einzig gültigen Werten unserer Gegenwart. Wir wollen es auf dem Platz spüren, wie sehr dort die Berufsfußballer sich für unseren Verein einsetzen und damit für einen anderen Wert als das Geld. Das gelingt immer weniger, je länger die Saison andauert und ein erhoffter Erfolg sich nicht einstellt. Sowohl Spieler als auch Zuschauer müssen dann mit dem Widerspruch umgehen, dass im Spiel individueller Gewinn jedes Spielers und mannschaftlicher Sieg nicht mehr per se zusammen fallen. Je länger die Saison andauert, desto heller erleuchtet wird daher eine Leerstelle in der Unterhaltungsbranche Fußball, die Berufsethos heißt. Was erhält ein Verein, wenn ein Fußballspieler seine Arbeitskraft verkauft? Wie groß wird die Bereitschaft an körperliche Grenzen zu gehen? Es ist sinnlos, solche Fragen an einzelne Spieler zu richten und jemanden Söldner zu schimpfen, wenn er dem Wunsch der Zuschauer nach Leistung nicht nachkommt.

Nehmen wir vergleichsweise einen Musical-Künstler. Muss dieser eine besondere emotionale Beziehung zu seinem Musical-Theater aufbauen, damit ihm ein guter Auftritt gelingt?  So eine Beziehung kann sich entwickeln, notwendig ist sie nicht. Denn so ein Musical-Künstler ist neben der einzelnen Bühne auch seinem Handwerk verpflichtet. Das reicht. Ich habe den Eindruck, bei den Spitzenvereinen ist der Fußball auf diesem Niveau der Professionalisierung als Unterhaltungsbetrieb angekommen. Doch schon im unteren Tabellendrittel der Bundesliga klagen Anhänger über Söldnertum in ihren Vereinen.

Noch fehlt in der Unterhaltungsbranche Fußball solch eine Selbstverpflichtung der Akteure auf eine höhere Idee. Institutionell drückt sich das im Nebeneinander von DFB und DFL aus – beim DFB kümmert man sich um die Idee, bei der DFL um das Geschäft. Nur zu Beginn einer Saison wird die Leerstelle durch die Verpflichtung zum Verein besetzt. Doch was geschieht am Ende einer Saison. Ich weiß es nicht. Deshalb muss ich am Sonntag mein Misstrauen besänftigen und auf die Kraft archaischer Gefühle hoffen. Sich keine Gedanken über die Interessenlage von Spieler und Verein zu machen und einfach nur auf den Sieg hoffen können wäre aber schöner.

Ich, Kees Jaratz – MSV-Anhänger und Gott per Tabellenrechner

Nachdem mir vor ein paar Wochen das Bekenntnis zur Derby-Gefühlslosigkeit einfach fiel, zögere ich jetzt mit den Worten. Das hat einen einfachen Grund. Unverständiges Kopfschütteln oder gar ärgerliche Empörung sind als Reaktion allemal leichter zu ertragen als spöttisches Lachen und sarkastische Kommentare. Dennoch gibt es innere Wahrheiten, die aus einem herausdrängen.

Deshalb verstehe ich im Gegensatz zu einigen anderen Fans des MSV Duisburg übrigens auch Christian Tiffert, der anscheinend bei Sky im Live-Interview nach dem Spiel gegen die TuS Koblenz Pfiffe der Zuschauer beim Stand von 3:1 kritisch kommentierte. Was genau er gesagt hat und in welcher Weise kann ich nirgendwo finden. Ein wenig wirkt das Ganze auf mich wie ein plötzlicher kurzer Schusswechsel nach einem allgemeinen und schon beendeten Schlachtengetümmel.

Alle Beteiligten rund um den MSV Duisburg, ob Spieler, Vereinsverantwortliche, Zuschauer oder Medienarbeiter, zu denen ich mich mit dem Blog im weitesten Sinn auch zähle, wir alle befinden uns noch in Alarmbereitschaft. Bei  jedem kleinen Gefahrenzeichen geht der Adrenalinspiegel hoch. Dann wird von einzelnen Zuschauern bei einem schwachen Torschuss gepfiffen, Spieler hören diese einzelnen Pfiffe besonders laut, und ich schreibe noch einmal ein paar Sätze mehr als nötig und beschwichtigend ums Wortschussgeplänkel drumherum.

Eigentlich haben wir nämlich am Freitag vom MSV Duisburg nicht nur ein passables Spiel gesehen, sondern auch das öffentliche Reden von Spielern und Vereinsverantwortlichen wirkte auf mich so, als wäre tatsächlich der Konflikt im Verein selbst als Chance genutzt worden. Das Bild des Vereins in der Öffentlichkeit zeigt trotz eines Milan Sasic mit dem Versprechen sich zu ändern weder Gewinner noch Verlierer. Eine gute Voraussetzung für die Beteiligten, sich im Konflikt nicht nur als Person weiter zu entwickeln sondern auch gemeinschaftlich dazu beizutragen, Strukturen im Verein zu verbessern. Davon ab, die Pfiffe im Spiel haben mir ebenfalls nicht gefallen.

Merkt ihr, wie meine Worte zu Konflikten mein Schweigen verhüllt? Kennt ihr das, wenn viele Worte das Aussprechen einer peinlichen Wahrheit hinauszögern. Tabellenrechner! Ohne diese Wahrheit bin ich kein ganzer Mensch. Es kommen in einer Fußballsaison mit dem MSV Duisburg immer wieder jene Wochen, in denen ich beginne meiner Allmachtssehnsucht heimlich zu verfallen. Mein Instrument dieser Allmachtssehnsucht ist der Tabellenrechner des Kicker. Seit gestern ist es wieder so weit. Augsburgs Auswärtsniederlage gegen Aachen war für mich wie der erste Schluck Bier für einen trockenen Alkoholiker. Als Gott der Zweitligatabelle bin ich kein Fantast. Der MSV Duisburg wird Dritter. Ich kriege das mit gut bedachten  Spielergebnissen hin, und empfinde mich dabei auch nicht als zu größenwahnsinnig.

Ein wenig glaube ich dann sogar im Alltag an solch eine Vollendung der Saison. Damit unterscheide ich mich nicht sehr von jenen Alkoholikern, die auch beim Trinken ihr Schicksal in dieser Welt alleine durch die Bilder in ihrem Kopf im Griff behalten. Fast immer tauchen sie aus diesen Bildern mit einem Kater auf und müssen weitertrinken, um die Wirklichkeit zu ertragen. Ganz, ganz selten aber, da nähert sich diese Wirklichkeit den Bildern im Kopf an und wird mit diesen Bildern identisch. Ich weiß gerade nicht genau, ob mir der Gedanken gut gefällt.

Milde Freude beim Sieg über einen schwachen Gegner

Erst vierzehn Minuten nach Anpfiff betrat ich gestern das Stadion, und wer war schuld? Auf jeden Fall niemand vom MSV Duisburg. Was schon mal eine gute Nachricht ist. Mein Zug war in Düsseldorf am Hauptbahnhof über eine halbe Stunde stehen geblieben, weil sich „Personen in den Gleisanlagen zwischen Düsseldorf und Duisburg“ befanden. Ich vermute deshalb der Einfachheit halber, Fans aus Koblenz waren schuld; Fans, die am Bahnhof Schlenk ihren Sonderzug nicht über den Bahnsteig verlassen haben oder den Bahnsteig nicht durch den Ausgang an dessen Ende oder wie auch immer. Wer meine Anfahrt aber derart behindert, dessen Verein wird mit einer Niederlage nicht unter 4:1-Toren nach Hause geschickt.

So kann der MSV Duisburg also die Saison zu Ende spielen. Wir freuen uns dann milde über einen höchstens fünf Minuten umkämpften Sieg gegen einen Gegner, der mit der bislang schlechtesten Saisonleistung einer Gastmannschaft in der MSV-Arena aufwartete. Vielleicht war die Laufbereitschaft der Duisburger Spieler aber dieses Mal auch hoch genug, so dass sie die Koblenzer Spieler stets unter Druck setzen konnten, sobald diese in Ballbesitz waren. Andererseits ließen die Koblenzer durch ihr langsames Spiel dem MSV auch die Zeit, den Druck aufzubauen. Außerdem sah ich Versuche der Koblenzer Spieler, den Ball unter Kontrolle zu bringen oder zu spielen, die mit Bolzen noch geschönt beschrieben sind. Zum Bolzen gehört in meinem Verständnis nämlich, dass der Ball im Spielfeld bleibt.

Von der ersten recht frühen, großen Chance für den MSV Duisburg durch Olcay Sahan musste ich mir noch erzählen lassen. Das Führungstor habe ich dann selbst gesehen. Christian Tiffert spielte auf den rechten Flügel in den Lauf von Olcay Sahan und dem gelang jenes Abspiel, das er zuvor bereits einige Male zu ungenau versucht hatte. Srdjan Baljak vollendete zum Tor. Solche Spielzüge wurden auch später immer wieder versucht. Allerdings kannten wir das auch: Oft haperte es dabei am letzten Pass. Stärkere Gegner entwickeln aus dem abgefangen Ball ihre Konter. So etwas war von der TuS Koblenz nicht zu befürchten.

Der Torjubel der Spieler nach dem 1:0 galt vor allem Olcay Sahan, der selbst in den knapp fünfzehn Minuten, die ich bis dahin nur gesehen hatte, durch seine unermüdlichen Versuche auffiel, die Angriffe spielerisch zu entwickeln. Das ist um so mehr hervorzuheben, weil ihm die letzte Aktion am Ball nicht durchweg gelingt. Da gehen dann Flanken ins Nichts oder er prallt im Dribbling am Verteidiger ab und geht zu Boden, aber er übernahm Verantwortung. Deshalb war er oft am Ball und riskierte, ein Ziel möglicher Kritik am Spiel zu werden. Dass er zudem durch einen nicht allzu starken und von Rasenunebenheiten zum Aufsetzer werdenden Schuss das zweite Tor kurz nach dem Wiederanpfiff erzielte, war deshalb eher eine Art Vorschuss für seine sich wieder stabilisierende und in Zukunft noch besser werdende Leistung. Denn abschlussstark ist er ganz sicher ebenfalls noch nicht.

Für etwa fünf Minuten geriet das Spiel für den MSV Duisburg nach dem sofortigen Anschlusstor der Koblenzer etwas aus den Fugen und kurz stand die Frage im Stadion, hat Koblenz das Spiel des MSV gegen Ahlen eingehend studiert und die TuS beginnt die Chance auf den Ausgleich nur viel früher wahrzunehmen? Doch sogar ohne drittes Tor gewann der MSV die Spielkontrolle zurück. Aus dieser Spielphase muss ich noch ein technisches Kabinettstückchen von Srjdan Baljak erwähnen. Nach steilem Zuspiel fand er mit schnellen Zweischritt und zwischen den Füßen tanzendem Ball die Lücke zwischen zwei eng stehenden Gegenspielern. Anschließend schoss er gefühlvoll aus halblinker Position am Torwart vorbei aufs lange Eck. Der Ball ging leider nur an den Pfosten, doch was für ein Überblick; und welche Kunst am Ball da aufblitzte. Beeindruckend.

Das 3:1 unterstrich dann auch vom Ergebnis her, was sich auf dem Spielfeld abgezeichnet hatte. Der Sieg war ungefährdet. In so einem Spiel gelingt dieses Tor dann sogar nach einem Eckstoß, wenn auch im Nachschuss von Frank Fahrenhorst. Mit der Torgefahr nach Eckstößen und dem MSV Duisburg verhält es sich ja schon seit einigen Spielzeiten fast so wie mit der Meisterschaft und dem FC Schalke 04.  Das 4:1 war auch wegen der anschließenden Freude von Caiuby über sein Tor bemerkenswert. Als ich ihn und die auf ihn zueilenden Mitspieler sah, schien es mir für einen Moment so unwirklich, was in der letzten Woche über die Stimmung im Verein zu hören und zu lesen war.

Auch wenn dieser Sieg keine großen Gefühle bei uns Zuschauern weckt, es geht in diesen letzten Spielen der Saison um etwas Wichtiges, und das ist nicht nur der mögliche vierte Platz. Egal, wie die Mannschaft in der nächsten Saison aussehen wird, das Auftreten dieser Mannschaft jetzt und die daraus sich ergebende Stimmung im Verein und im Umfeld werden eine Grundlage für diese kommende Saison bilden. Darum sind diese Siege vor allem wichtig.

Ballack und Overath mit Kommentaren zum MSV

Gestern las ich in einem Zeitungsartikel folgenden Spielkommentar: Die erste Halbzeit sei noch okay gewesen. Die Mannschaft habe einige Chancen gehabt. Doch nach dem Wechsel sei die schlechteste zweite Halbzeit überhaupt zu erleben gewesen, und Antworten habe man keine mehr gefunden. Was ganz nach einem Kommentar zum Montagsspiel des MSV Duisburg klingt, gehört, wie ihr natürlich längst ahnt, in eine andere Liga. In diesem Fall wurden die Fragen durch die überaus kompakte, defensive Spielweise von Inter Mailand aufgeworfen, und Michael Ballack kommentierte mit diesen Worten das Spiel vom FC Chelsea. Trotz des Unterschieds im spielerischen Niveau begegnen Mannschaften also ähnlichen Problemen mit den gleichen Folgen.

Mir geht es im öffentlichen Reden seit dem Spiel gegen den TSV 1860 München zu wenig darum, wie ein Spiel zurückwirkt auf die Leistungen der einzelnen Spieler. Mit geht es deshalb darum, weil in dieser Rückwirkung die Hoffnung für den Erfolg im nächsten Spiel liegt. Das Hauptaugenmerk der Berichterstattung liegt leider fast immer auf der Leistung einzelner Spieler. Alles andere scheint zu komplex zu sein, um es in den Medien darzustellen und zu bewerten. Natürlich war die Niederlage gegen den TSV 1860 München am Montagabend auch für mich eine Enttäuschung. Ich habe auf Spieler nach Fehlern geschimpft und mich über die schlechte Leistung der Mannschaft in der zweiten Halbzeit geärgert. Nach dem Schlusspfiff aber erwarte ich mit zunehmendem Abstand zum Spiel neben dem Ärger eine analysierende Einordnung des Spiels und eine Haltung, die über das Ausschimpfen von Spielern hinausgeht. Ich möchte gerade durch die Verantwortlichen im Verein von jener Rückwirkung hören. Schließlich gibt es einen Zusammenhang zwischen den spielerischen Möglichkeiten eines Christian Tiffert und eines Ivica Grlic und der kompakt agierenden Spielweise beider Mannschaften. Mir ist der Verweis auf die Erfahrung dieser Spieler zu wenig. Auch Michael Ballack ist erfahren und kam als Teil einer Mannschaft anscheinend mit der defensiven Spielweise des Gegners nicht klar.

Ich hatte am Montagabend in der ersten Halbzeit nicht den Eindruck, die diszipliniert spielende Mannschaft des MSV Duisburg könne nicht mit Druck umgehen. Deshalb möchte ich von der Rückwirkung des Spiels auf die Leistung der Spieler während der zweiten Halbzeit hören, weniger weil ich daraus auf fachliche Qualitäten der sportliche Verantwortlichen schließen will, sondern vor allem weil solche Worte von Seiten des Vereins die Grundstimmung innerhalb der Mannschaft und im Umfeld des Vereins beeinflussen.

So eine Enttäuschung wie nach der Niederlage gegen den TSV 1860 München öffentlich zu verarbeiten ist immer ein Tanz auf dem Hochseil. Einerseits gilt es, die Stimmung der Fans zu beachten. Dabei dürfen die Fehler von Spielern nicht verschwiegen werden. Andererseits muss das Selbstvertrauen der Spieler wieder aufgerichtet werden. Man muss also idealer Weise die Aufarbeitung der Enttäuschung im Verlaufe der Woche nach dem Spiel mit einem Blick nach vorn verbinden. Das ist beim Abschied vom Aufstiegsgedanken um so schwerer.

Beim Blick nach vorn heißt es aber auch Zurückhaltung mit der Spielerschelte. Macht man das von Vereinsseite geschlossen nicht, wirken Medien einerseits als Übermittler der schlechten Nachrichten, andererseits aber verfestigen sie dann die schlechte Grundstimmung. So kommen Sätze wie im RevierSport-Kommentar zustande: „Seit Wochen sieht man in Duisburg nur noch hängende Köpfe.“ Ich glaube diesen Satz nicht. Denn diese Wochen sind ja gerade gekennzeichnet von dem Auf und Ab der Gefühle und zwar nicht nur von Gefühlen der Fans. Ich habe in Bielefeld in freudige Spielergesichter gesehen. So ein zuspitzender Satz passt aber zur jetzt vorhandenen Grundstimmung rund um diesen Verein, die bei Enttäuschungen schnell spürbar wird in Duisburg.

Bei so einer Grundstimmung ist konstruktive Arbeit auf längere Frist überaus schwierig. Es ist also wieder einmal an der Zeit, an grundsätzliche Aufgaben zu erinnern.  Denn für diese Grundstimmung in der Öffentlichkeit ist der Verein mit verantwortlich. Es ist eine mühsame Arbeit, aber sie muss getan werden. Es ist also wieder an der Zeit, an das Erarbeiten von Konzepten zu erinnern und an vorsichtige Worte von Vereinsseite. Manchmal habe ich das Gefühl, die Verantwortlichen eines Vereins – der MSV Duisburg ist damit nicht alleine – ahnen nicht, wieviel Wahrheit Anhänger eines Vereins über die Erfolgschancen ihres Vereins ertragen können. Was sie mit Sicherheit nicht ertragen, sind falsche Versprechungen.

Die Leistung des MSV Duisburg in dieser Saison angesichts der Verletzungen und Spielerverkäufe betrachtet, scheint mir bei aller Enttäuschung über den Verlauf der Saison nicht so schlecht zu sein wie sie jetzt gemacht wird. Wo stehen Rostock oder Cottbus? Lasst mich auch kurz einen Blick nach Köln werfen. Dort gibt Wolfgang Overath dem Kölner Stadt-Anzeiger ein großes Interview, um die Unzufriedenheit im Umfeld des 1. FC Köln zu dämpfen. In diesem Interview sagt er an einer Stelle:  „Mir war klar, wenn die beiden Stürmer keine Tore machen, dann wird es schwer.“ Er redet über den lange verletzten Milivoje Novakovič und Lukas Podolski mit üblichen Schwierigkeiten fast aller Heimkehrer. Er hätte den Satz auch über den MSV Duisburg sagen können und hätte damit auch den verletzten Sandro Wagner gemeint und einen Dorge Kouemaha, für den es die ganze Zeit keinen Ersatz gab.

Was den wahrscheinlich verpassten Aufstieg angeht, so kann ich enttäuscht sein und muss dennoch nicht alles in Grund und Boden stampfen – allein deshalb, damit in der nächsten Saison die Stimmung rund um den MSV Duisburg nicht aus dem tiefsten Keller gehoben werden muss.


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