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Das Straßenbahnderby

Wenn ich Straßenbahnderby höre, muss ich immer an einen Stein denken, der in den 1970er Jahren nach einem Abendspiel des MSV in Düsseldorf an der Haltestelle gegen die Scheibe eben einer Straßenbahn geflogen kam. Sicher bin ich mir nicht, was mit der Scheibe geschah. Die gute Geschichte suggeriert mir, sie ging zu Bruch. Beschwören kann ich das nicht. Erinnerungen sind ja manchmal einfach nur das Ergebnis einer als gut erachteten Geschichte.

Damit die Zweitligasaison 2017/2018 als die kurioseste der Fußballgeschichte eingeht, weil der Punkteabstand zwischen Erstplatziertem und Absteiger nicht mehr als sieben Punkte beträgt, hoffe ich auf einen Heimsieg des MSV. Ganz zu schweigen von meinem ureigenen Interesse am Erfolg der Zebras.

Genesene Spieler und eine deshalb hoffentlich stabilere Defensive lassen die Voraussetzungen für das Spiel gegen die Fortuna auf jeden Fall besser erscheinen als letzte Woche. Spielerzitate schaue ich mir nach der Erfahrung der letzten Woche allerdings lieber nicht an. Nicht dass ich wieder irgendwas von einer besonderen Einstellung der Spieler lese und irgendeiner Hitze, die die Spieler spüren, einer Hitze, die vermeintlich Leistungsbereitschaft zeigt, aber wahrscheinlich nichts anderes ist als hochtouriger Leerlauf.

Was die einstige D-Bahn angeht, habe ich übrigens ein paar Bewegtbilder gefunden. Diese D-Bahn erhielt ja immer mal wieder besondere Aufmerksamkeit, weil sie als Straßenbahn einen Speisewagen besaß. Beim Fantransport zwischen beiden Städten war der allerdings geschlossen, wenn nicht ohnehin ganz normale Straßenbahnzüge eingesetzt wurden.

Als der Speisewagenbetrieb aufgenommen wurde in den 1950er Jahren, war das wohl auch für das Fernsehen von Interesse. Auch wenn der folgende Clip nicht die D-Bahn zeigt, sondern die K-Bahn nach Krefeld, so wird der Speisewagenbetrieb selbst sich nicht unterschieden haben. Während der 1950er Jahre wurde auch im Nahverkehr auf äußere Formen noch sehr viel Wert gelegt. Kellnerinnen mussten unverkennbar Kellnerinnen sein.

In den 1980er Jahren hieß die D-Bahn dann schon Linie 79. Den Speisewagen gab es noch, doch der Kleidungsstil der Kellnerinnen hatte gelitten. Die Kittelschürze wirkt deutlich weniger stilvoll als das schwarzes Kleid mit weißem Kragen und weißer Schürze.

Ab Minute 1.29 ist die D-Bahn als Auftaktstraßenbahn der Ruhrgebietstour hier auch noch einmal zu sehen.

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