Posts Tagged 'Dagmar Albert Horn'

Sommerrückblick mit Bewegtbild-Collage und Zusammenschau

Einer war im Sommer letzten Jahres bei den meisten Fanaktionen für den MSV Duisburg mit seiner Kamera dabei: Frank-M. Fischer von duisburg365.de. Fast täglich stellte er einen Clip ins Netz, der die Geschehnisse seinerzeit dokumentierte. Nun hat er aus Bildern des Sommers eine sehenswerte Collage erstellt. Sie erinnert mit der sichtbaren Verbundenheit der am MSV interessierten Menschen auch daran, warum dem Fußballverein überregional viel Sympathie entgegengebracht wurde. Es war absehbar, dass diese intensive Verbundenheit der Menschen untereinander im Alltag nicht dauerhaft lebbar sein wird. Was an solch einer Verbundenheit als erstrebenswertem Ziel und steter Aufgabe aller nichts ändert.

Die Clips von Frank-M. Fischer waren seinerzeit in meinen Zusammenschauen der Bewegtbilder zu finden gewesen. Ich habe seine Collage nun zum Anlass genommen, diese Zusammenschauen noch einmal zu bündeln und als eine Art Videothek zum Geschehen damals präsent zu halten.

Noch einmal Vorstand- und Sponsorenlob, Medienkritik und Bewegtbilder von Fanaktionen

Schon für den letzten Mittwoch hatte ich auf die Nachricht gehofft, die wir heute erst erfahren. In jedem Film wäre das der Fall gewesen. Keinem Publikum hätte ein Drehbuchautor zugemutet sich die letzten zwanzig Minuten des Films ohne nennenswerte Handlung anzusehen. Schließlich glich unser Film der letzten Woche einem Thriller. Dieses als letzte Fanaktion vor dem Stadion angekündigte Abendprogramm wäre in einer perfekten Dramaturgie der Höhepunkt der letzten Wochen gewesen. Wir wussten aber alle schon längst, die erhoffte Nachricht würde nicht kommen. So befand nicht nur ich mich in einer komischen Stimmung. Es war zu spüren, ein einzelnes Thema lässt sich nur schwer über eine lange Zeit hinweg in der Öffentlichkeit halten. Zumal in diesem Fall die aktuellen Wirkmöglichkeiten des Fan-Engagements für den MSV sich erschöpft hatten. Die Welt hatte gesehen, was der MSV Duisburg den Menschen vor Ort bedeutet. Einfluss auf irgendwelche Verfahren waren nicht gegeben. Der Vorstand handelte so, wie es sich fast alle Anhänger  des MSV Duisburg vorstellten. Daran änderte auch  Ralf Birkhans Urteil zum Vorstandshandeln in der WAZ/NRZ  wenig. Die Anspannung richtete sich nur noch auf die erhoffte Nachricht vom DFB. Die meisten von uns waren einfach auch müde geworden.

Dennoch stellten Michael Koch, Hajo Schneider und Detlev Gottschlich für diesen Mittwochabend erneut ein Programm zusammen, und dennoch kamen auch an diesem Mittwochabend wieder etwa 400-500 Menschen an das Stadion. Bilder vom Anfang dieses Programms hat Frank-M. Fischer für Duisburg365.de zusammengeschnitten. Dagmar Albert Horn ist zu sehen, dem es gelang dem Abend die Müdigkeit auszutreiben. Für einen ruhigeren Moment sorgte meine Wenigkeit mit drei Texten. Wer mit Übermotivierte Vierte Offizielle das Wagnis Spaßgedicht am Stadion nachlesen will, mit einem Klick weiter. Ivo hatte meiner Meinung nach ein Würdigung verdient, kein neuer Text, sondern der Abschied nach dem Ende seiner aktiven Zeit. Und der Kommentar zu dem völlig verfehlten Birkhan-Kommentar brauchte jede Öffentlichkeit. Denn eines sollte diese Zeit jedem klar gemacht haben, man sollte in Sachen MSV Duisburg nicht allzu sehr dem vertrauen, was in den Zeitungen steht – nebenbei gesagt, am saubersten wird unterschieden zwischen Meinung und Fakten seit einiger Zeit bei der Rheinischen Post. Das müsst ihr also weiter erzählen. Jedem am MSV Interessierten bleibt nichts anderes übrig als verschiedene Quellen zu lesen und sich selbst eine Meinung zu bilden.

Was im übrigen auch für die Sache „Geld von Pottvereinen“ gilt. Was kochten die Emotionen hoch, weil die Nachricht verkündet wurde, der FC Schalke 04 gibt dem MSV Duisburg Geld. Für einige im Netz meinungsfreudige MSV-Anhänger bedeutete das eine persönliche Schmach. Heute nun lesen wir, auch der BVB hilft. Und wenn man sich diesen Vorgang genau ansieht, ist die Finanzkonstruktion sehr viel komplizierter, als sie das Wort Kredit beschreiben kann. Nur beim Weglassen von viel Wahrheit lässt sich das Geschehen auf die populistische Schlagzeile  bringen: Schalke rettet MSV.  Mir ist übrigens immer noch nicht klar, ob BVB und Schalke nur bürgen und damit helfen, die Auflage des DFB „Sicherheitsbürgschaft “ zu erfüllen wird oder ob tatsächlich Geld fließt. Beide Versionen sind im Umlauf.

Zurück zum Mittwoch, im Clip sind noch kurz die jungen Musiker von Die Jugend von heute zu sehen. Nicht zu sehen sind Michael Wildberg der sein Vorwort zu den neu aufgelegten Erinnerungen von Günter Preuß las, der Rapper Baracuda und Andreas Rüttgers, als Vertreter des Hauptsponsors Schauinsland Reisen, aber auch als einer, der in den letzten Wochen mitarbeitete, um die DFB-Anforderungen zu erfüllen. Auf ihn komme ich noch zu sprechen.

Jetzt also noch Andreas Rüttgers; wer dem Gespräch von Detlev Gottschlich mit ihm zuhörte, erhielt auch einen Eindruck von der ungeheuren Arbeit, die von Seiten der MSV-Verantwortlichen in dieser vergangenen kurzen Zeit hatte geleistet werden müssen. Andreas Rüttgers wies keinesfalls besonders drauf hin. Diese Einsicht konnte aber jeder gewinnen, der kurz nachdachte, wenn er all die Informationen zur möglichen Zukunft vom MSV Duisburg hörte. Über 100 hundert Sponsoren sind bereit, den MSV Duisburg in der 3. Liga zu unterstützen. Mit all diesen Sponsoren hatten neue Vereinbarungen getroffen werden müssen. Dazu musste sicher mehr als einmal miteinander gesprochen werden. Nocheinmal für Liga 3 gab es im Verein keinerlei Vorbereitung. Zudem unterscheiden sich die Anforderungen von DFB und DFL, so dass nicht einfach die Lizenzunterlagen für die DFL mal eben kurz angepasst werden konnten. Diese Lizenzunterlagen für den DFB mussten neu erarbeitet werden.

Wenn man sich allein diese Arbeit vorstellt, liegt es auf der Hand, wie leichtfertig Ralf Birkhan sein Urteil über die Arbeit der Verantwortlichen beim MSV fällte. Andreas Rüttgers machte aber noch mehr deutlich. Der Einsatz für den MSV Duisburg gilt dem Lebenswert der Stadt selbst. Das ist die besondere Botschaft, die hinter dem Engagement für den MSV Duisburg steht. Dieses Engagement von Schauinsland Reisen ist eingebunden in ein Gesamtbild, das der Unternehmer Gerald Kassner von der Stadt Duisburg hat. Es unterstützt die Stadt in ihrem Selbstbewusstsein und in der Wahrnehmung der eigenen Qualitäten. Dieses Engagement ist aber auch eingebunden in die Vision vom MSV Duisburg als Teil einer vielfältigen Stadt des Sports, eine Stadt, in der Eishockey ein Publikum findet, die eine bemerkenswerte Regattabahn besitzt und die mit dem ASC Duisburg sensationell den Deutschen Meister im Wasserball stellt. Der Serienmeister Spandauer SV war besiegt worden. Gerade diese Nachricht war in der spannungsgeladene Zeit rund um den Fußball nicht genug gewürdigt worden. So beschrieb Andreas Rüttgers jenen Moment, in dem das Engagement der Fans und das von Gerald Kassner, dem Unternehmer, eins sind. Mit ihren jeweiligen Mitteln sind sie der Stadt und der Region verbunden, und der MSV Duisburg gibt die Möglichkeit, diese Verbundenheit zu zeigen und zu fühlen.

So war es folgerichtig, dass am Freitag Anhänger des MSV Duisburg dieses Engagement von Gerald Kassner für den MSV Duisburg und die Stadt am Unternehmensitz von Schauinsland Reisen mit einem Flashmob würdigen wollten. Bilder dazu gibt es ebenfalls.

Sonntag, 9. Juni 2013, vor dem Stadion im Bewegtbild – Eine Sammlung

Das Duisburg-Lied  war 1994 eine Gemeinschaftsproduktion von Bülent Aksen, Peter Közle und Dagmar Albert Horn. Lange Jahre hatte man sie nicht mehr gemeinsam auf der Bühne gesehen. Durch die bedrohliche Lage des MSV Duisburg kam es gestern aber zu einem Konzert, das selbst immer wieder aufkeimende Hoffnungen auf eine Tournee von Pink Floyd vergessen macht. Der Reunion-Aufritt der drei Interpreten des Heimatlied-Klassikers degradiert die Wiedervereinigungskonzerte von Altrockern in den vergangenen Jahren zur Vorgeschichte des wirklich bedeutenden Augenblicks der jüngsten Musikhistorie. Frank M. Fischer verhilft uns bei Duisburg365.de zum Konzertmitschnitt.

Übrigens habe ich unlängst begonnen, hier im Zebrastreifenblog Lieder über Duisburg zu sammeln. Mit einem Klick weiter geht es zu den bisherigen Fundstücken. Auch in dem Fall gilt, Hinweise auf weitere Heimatlieder, Sektion Duisburg, werden dankend und gerne entgegengenommen.

Hier aus anderer Perspektive und mit übersteuertem Ton von Stephan Jäger das Wesentliche im Blick: das Duisburg-Lied

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 1

Neulich plingte es und eine Mail von einem in Hamburg lebenden Exil-Duisburger war im Briefkasten. Er brachte mich auf eine Idee, weil er mir in der Mail den Link zu einem Musik-Clip schickte. Dem Mann liegt seine Heimatstadt am Herzen, der MSV und das Lebensgefühl im Pott. Mit einem noch in Duisburg lebenden Freund zusammen hat er dieses lebendige Duisburg in seinem Kopf in ein Heimatlied der Gegenwart verwandelt. Wenn ich das heute  online stelle, möchte ich damit eine kleine Serie zu Songs und Liedern über Duisburg beginnen. Ich verstehe diese Serie als dokumentierende Sammlung und nicht immer entspricht, was zu hören ist, meinem musikalischem Geschmack. Doch gute Heimatlieder entstehen nur, wenn eine breite Basis regelmäßigen Schaffens vorhanden ist.

Da meldet sich nämlich der Kölner in mir. Es gibt wahrscheinlich keine Stadt in Deutschland, die derart oft besungen wird – nur zu häufig mit den simpelsten Melodien und den entsprechend simpelsten Worten über das Kölsch, den Dom und das lecker Mädche. Wie gesagt, das macht nichts, weil sehr gute, überdauernde Lieder nur auf der breiten Basis einer selbstverständlichen Alltagskultur entstehen.

Ich beginne heute mit einer Mischung aus sehr unterschiedlichen Liedern über Duisburg. Den Auftakt aber macht das Duo, das mir den Anstoß für diese Serie gegeben hat. Sie nennen sich Montan  & Matena, und ihr Hiphop-Stück heißt „Kaltes Beecker“. Das Video zur Musik wurde zum meditativen Bilderfluss aus einer Kameraperspektive. Es zeigt, die Musik war beiden wichtiger. Sie sollte unverzüglich raus in die Welt.

In der ersten Folge möchte ich sofort auch den Klassiker der Moderne, das Duisburg-Lied, präsentieren. Der MSV-Stürmer Peter Közle und der damalige Stadionsprecher Bülent Aksen haben es zusammen 1994 aufgenommen, Musik und Text kommen vom Duisburger Dagmar Albert Horn. Für die Stadiongänger gehört es ja weiterhin zum Standardliedgut. Deshalb kann in dem Fall jeder Interpret auf Duisburger Bühnen große Textsicherheit bei seinem Publikum voraussetzen. Bei youtube ist es mehreren Clips unterlegt. Hier zunächst eine lange Fassung des Liedes, in dem der bayerische Zungenschlag Peter Közles die Integrationskraft des Potts immer wieder schön unterstreicht.

Außerdem der Live-Auftritt des Komponisten bei der Aufstiegsfeier zum Ende der Saison 2004/2005.

Und wie ihr im Folgenden seht, fühlten sich auch in früheren Zeiten Musiker und Komponisten der Stadt verbunden. Dieses Lied erinnert an eine Zeit, in der Märsche die Popmusik jener Gegenwart waren. Matthias Lixenfeld heißt der Komponist und Textdichter. Zu hören ist eine textlose Version, wahrscheinlich ein Mitschnitt jener Aufführung am 14. November 2010 anlässlich der Feier zum „111. Geburtstag“ von Matthias Lixenfeld. Der gesamte Text auf einen Blick findet sich mit einem Klick weiter dank Harald Molder hier.

Mit einem Klick weiter findet ihr Heimatlied – Sektion Duisburg – Alle Folgen


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