Posts Tagged 'David Karpathy'

Als Grund für Streit ist Eitelkeit zu kurz gedacht

David Karpathy ist gestern zurückgetreten. Er war der Aufsichtsratschef der KGaA. Damit ist die gesamte neu gefundene Führungsebene des MSV Duisburg der Nach-Hellmich-Zeit Geschichte. Was bedeutet das nun? Klaus Wille schreibt bei Der Westen einen Kommentar, den er folgendermaßen einleitet: Der MSV Duisburg ist Spielball persönlicher Interessen und Eitelkeiten geworden.“ Mit diesem Kommentar macht er nichts anderes, als was alle am MSV interessierten Menschen auch können. Er schimpft und meckert über die Zustände. Erhellend ist dieser Kommentar nicht. Klaus Wille vertritt Volkes Stimme, ohne diesem Volk auch Argumente für diese Meinung mitzugeben. Was sollen denn diese persönlichen Interessen sein? Das hätte ich gerne gewusst. Persönliche Interessen, das scheint mir ein hingeschmissenes Schlagwort zu sein, das ungedeckt immer gerne gelesen wird, weil ja jeder inzwischen nur noch das Schlimmste denkt von dem, was die Eliten in unserer Gesellschaft bei ihrem Handeln antreibt. Willkommen beim Populismus.

Also, was bedeutet das Geschehen nun? So eine Berichterstattung könnte ja auch einmal davon ausgehen, dass das Geschehen einen anderen Hintergrund hat, als den der persönlichen Interessen und Eitelkeiten. Diese Eitelkeit legt sich natürlich über die eigentliche Ziele, und es ist billig sich daran zu reiben. Interessant wäre es, vermutete Beweggründe für das Verhalten der beiden Parteien aufzuzeigen. Danach kann man sich immer noch über das Alpha-Männchen-Gehabe mokieren. Zu den persönlichen Interessen habe ich schon was gesagt.

Noch einmal, anscheinend geht es bei der Auseinandersetzung in der Führungsebene ja doch auch um Strukturen im Verein, wenn David Karpathy mit genau der Begründung zurück tritt, den Weg für Veränderungen freimachen zu wollen. Wir erinnern uns, er musste ja seinerzeit zum Aufsichtsratsstuhl nahezu getragen werden. Aus tiefstem Herzen hatte er das Amt nicht gewollt. Um so leichter fällt ihm nun der Abschied. Dieter Steffen ist da ein anderes Kaliber, wenn man seine Vita betrachtet. Zwar wurde auch er anscheinend in einem längeren Prozess für das Amt gewonnen, aber er scheint das Gefühl zu mögen, etwas gestalten zu können – auch wenn in seiner Amtszeit bislang davon beim MSV Duisburg nicht viel zu merken war. Auf mich wirkt es jedenfalls stimmig, dass er nicht ohne weiteres den Vorsitz des Gesamtvereins hat aufgeben wollen. So weit erneut die Oberfläche.

Journalisten hätten nun zu fragen, wie die beiden Parteien im Verein sich zu den Strukturen verhalten. Wenn dann keine Antworten gegeben werden, ist das auch etwas, was berichtet werden kann. Aber um diese Fragen geht es, wie wollte Dieter Steffen mit dem jährlichen Verlust des MSV Duisburg in der 2. Liga umgehen? Welche Vorstellung bewegt Hans-Werner Tomalak stellvertretend für den Aufsichtsrat des Gesamtvereins? Möchte er tatsächlich, wie im MSVportal vermutet wird, an bestehende Verträge ran und mit „härteren Bandagen“ verhandeln?

Vielleicht wurden diese Fragen schon irgendwo gestellt und ich habe es nur nicht mitbekommen. Hinweise sind hier dankend erbeten. Ansonsten lässt sich nichts anderes machen, als den Ball flach zu halten und darauf zu hoffen, dass Herr Tomalak weiß, dass er so eine Auseinandersetzung nicht hat anfangen dürfen, wenn er nicht schon längst eine Lösung für die Führungsfragen ausgearbeitet hat.

Die Pressekonferenz zur Entlassung von Milan Sasic im Bewegtbild

Wer sagt denn endlich was zum Trainer?

Eine Woche können wir uns den Anblick nun schon gönnen. Die Tabelle der Zweiten Liga zeigt den MSV Duisburg vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn auf einem Relegationsplatz. Dummerweise erhält dieser Relegationsplatz nicht die Hoffnung auf den Aufstieg. Es ist der Relegationsplatz des Tabellenendes, und er bringt uns Schicksalsmonate eines Bielefelder Retter-Lienens näher. Ich schreckte sogar schon einmal nachts auf, weil ich von einer Auswährtsfahrt träumte nach Darmstadt, der heimlichen Hauptstadt der  Blümchenmustertapete. Und Freunde schwören, ein verschämtes Wispern aus dem Wasser des Rhein-Herne-Kanals  gehört zu haben: „Ihr vermisst uns doch auch! Zusammen hatten wir so viel Spaß beim Kleeblattsuchen und dem Wassertreten in meinen Kanalkurven-Containerklo-Pfützen.“

Was für eine Woche! Es was eine Woche, die uns verdeutlichte, konzeptionelles Arbeiten braucht immer auch Menschen, die sich für Konzepte verantwortlich fühlen. Beim MSV Duisburg ist aber seit dem Weggang von Bruno Hübner nicht so ganz klar, wer da welche Verantwortung trägt oder tragen möchte. Wenn dann ein 16. Tabellenplatz als Möglichkeit genutzt wird, um Zeitungsseiten mit Schicksalsspielgeraune zu füllen, bleibt es erstmal still im Verein. Dann wird noch irgendwas hinterhergeschoben von Spielern, die über eine Sasic-Entlassung sprechen und allmählich merken die Verantwortlichen, jetzt müssten sie auch erstmal was sagen. Nur diese Verantwortlichen kennen sich außer Roland Kentsch im Fußball nicht sonderlich gut aus. Deshalb klingen die Worte von Dieter Steffen und David Karpathy auch mehr nach Getriebenwerden als nach Herren des Geschehens sein. Erst als Roland Kentsch sich bemerkbar machte, hatte ich endlich zu meiner Beruhigung den Eindruck, da versucht einer die Deutungshoheit über die Situation beim MSV Duisburg zurückzugewinnen.

Man kann den 16. Tabellenplatz in Zeitungen übrigens auch zu sachlichen Überlegungen nutzen. Das kann als Bestandsaufnahme des Qualitätsverlusts im Kader geschehen wie von Dirk Retzlaff bei Der Westen am Montag oder als kommentierende Analyse des Gesamtzusammenhangs wie von dessen Essener Kollegen aus der Zentralredaktion Ralf Birkhahn einen Tag später.

All diese Worte bisher haben noch gar nichts mit der Frage zu tun, ob Milan Sasic in der Situation ein guter Trainer für die Mannschaft ist oder nicht. Meine Sorge galt ja bislang zunächst gar nicht der fachlichen Kompetenz, sondern den Möglichkeiten, die Milan Sasic besitzt, um diese Mannschaft anderer Charaktere zu einer Einheit zu formen. Diese Sorge wird gerade durch die Berichterstattung beruhigt. Die Stimmung in der Mannschaft sei gut, heißt es im Reviersport.  Bleibt also, sich den fußballspezifischen Fragen zu widmen. Und da hätte ich gerne mehr erläuternde Worte von Milan Sasic gegenüber der Öffentlichkeit. Das würde ebenfalls die Stimmung beruhigen. Argumente für einen Trainerwechsel werden ja nur deshalb gesammelt, weil Unverständnis gegenüber Entscheidungen herrscht. Unverständnis lässt sich mit Erklärung begegnen.

Und natürlich mit einem Erfolg gegen den SC Paderborn.  Der Verein dort lässt für mich die Hellmich-Ära noch einmal so richtig lebendig werden, wird er doch von einem Bruder im Geiste geführt. Dort im Ostwestfälischen kann sich der Patriarch als Vereinspräsident noch richtig austoben und dem Selbstbild gemäß auch große Ziele einmal aussprechen. Vielleicht können wir als einst aufstrebende dritte Fußballkraft im Revier unser Wissen weitergeben, wie solche Fantasien durch die Wirklichkeit ausgebremst werden. Per praktischer Anschauung den Finkschen Träumereien vom „Aufstieg“ einen Dämpfer geben. Fände ich persönlich ganz gut.

Heute wird es offiziell verkündet

Die Pressekonferenz vor dem morgigen Heimspiel gegen den FC Augsburg wird heute Nachmittag anders verlaufen, als es üblicherweise vor den jeweiligen Spieltagen einer Saison geschieht. Das wird so sein, obwohl sich dieses Mal eine Frage an Milan Sasic besonders aufdrängt. Wie wird er die wegen der gelb-roten Karten gesperrten Innenverteidiger Bruno Soares und Daniel Reiche ersetzen? Wahrscheinlich wird Goran Sukalo von Anfang an spielen, aber wird er das in der Innenverteidigung tun? Oder ersetzt er den nach hinten rückenden Branimir Bajić im defensiven Mittelfeld? Und wer kommt als zweiter Mann? Da könnte also heute Nachmittag eigentlich einige Zeit über die Mannschaftsaufstellung zu reden sein.

Doch vielleicht will Milan Sasic die Karten noch nicht aufdecken, und es kommt ihm deshalb ganz zupass, dass bei derselben Pressekonferenz ein anderes Thema von dem morgigen Spiel mit Sicherheit schnell ablenken wird. David Karpathy und Roland Kentsch stellen laut Pressemitteilung des MSV Duisburg „Herrn Bernard Dietz in seiner neuen Aufgabe als Berater und Repräsentant des MSV“ vor. Herr Bernard Dietz arbeitet also ab 1. Oktober offiziell für den MSV Duisburg und setzt seinen guten Ruf für den Verein ein. Da dürfen wir ruhig laut sagen: Endlich, MSV Duisburg! Und: Alles Gute, Enatz!

Dieses offizielle Verkünden der Mitarbeit des „Herrn Bernard Dietz“ scheint mir die derzeitige gute Arbeit im Verein zu belegen. Denn sowohl die Verantwortlichen beim MSV Duisburg als auch Bernard Dietz brauchen aus besonderem Grund gegenseitiges Vertrauen für ihre gemeinsame zukünftige Arbeit. Unsicherheiten auf beiden Seiten können nämlich entstehen, wenn Bernard Dietz als so überragende Persönlichkeit in der Geschichte des MSV Duisburg nun im Arbeitsalltag des Fußballbetriebs präsent ist.

Gerade weil die Loyalität von Bernard Dietz dem MSV Duisburg gegenüber ohne Zweifel ist, werden sich die Verantwortlichen des MSV Duisburg über dessen Unabhängigkeit Gedanken gemacht haben. Wenn Bernard Dietz in seiner Arbeit die eigenen Vorstellungen und Werte nicht verwirklicht sieht, zieht er Konsequenzen. So etwas hätte Folgen für das öffentliche Bild des MSV Duisburg. Die Verantwortlichen beim MSV Duisburg müssen also darauf vertrauen, dass so etwas mit großer Sicherheit nicht geschieht. Demgegenüber muss Bernard Dietz darauf vertrauen, dass er ohne eigentliche Macht innerhalb der Vereinsstruktur bei der sportlichen Leitung und der Geschäftsführung mit seinen Ansichten so weit Gehör findet, dass ihm seine Arbeit sinnvoll vorkommt. Wie gesagt, in der offiziellen Zusammenarbeit von Bernard Dietz und MSV Duisburg zeigt sich dieses gegenseitige Vertrauen, und es bestätigt meinen Eindruck, dass beim MSV Duisburg zurzeit sehr sachorientiert gearbeitet wird.

Vom Vorstandsvorsitz, Ennatz und zehn Tagen Pause

„Beim MSV folgt Karpathy auf Hellmich“. Damit ist der Vorsitz des MSV-Aufsichtsrats besetzt. Fehlt noch der Vereinsvorsitzende, weil diese Personalunion der Hellmich-Zeit in Zukunft aufgehoben werden soll. Die Fans im MSVportal bewerten die Personalie als ein Weitermachen in alten Strukturen. Mancheiner hatte gehofft, mit dem Hamburger Unternehmer Jürgen Uhlemann wäre nicht nur ein klarer Schnitt zur Hellmich-Ära vorgenommen worden, auch die Hoffnung auf neues Geld war mit seinem Engagement verbunden gewesen.

Ich kann das alles mal wieder nicht so eindeutig bewerten. Jürgen Uhlemann ist für mich nicht die verpasste große Chance. Trotzdem denke auch ich an die entgangenen möglichen Investitionen. Ich glaube an David Karpathy als  einen eigenständig handelnden Vorsitzenden des Aufsichtsrats, dennoch erkenne ich mögliche Kontinuitäten auf der Verwaltungsebene.

Einmal mehr erweist sich dieses Fußballgeschäft als sehr widersprüchlich. Jeder Fan mit Traditionsbewusstsein müsste eigentlich den Aufsichtsratsvorsitzenden ohne finanzielle Interessen aus lokalen Zusammenhängen vorziehen gegenüber dem überregionalen Kandidaten, dessen Motive nicht ganz klar waren, bei dem sehr wahrscheinlich aber geschäftliche Überlegungen eine Rolle gespielt hatten. So eindeutig ist es nun einmal nicht. Wir werden abwarten müssen, um David Karpathys Arbeit bewerten zu können.

Bis dahin beschäftigt uns Walter Hellmich noch ein wenig weiter. Der Pressesprecher des MSV Duisburg Martin Haltermann erlebt gerade jedenfalls seine Sturmtaufe. Nun kann er sich ein Bild vergangener Zeiten machen und darauf hoffen, dass der neue Aufsichtsratsvorsitzende David Karpathy mit seinen Worten bedächtiger umgeht. So genau nimmt es Walter Hellmich nämlich nicht mit den Worten, weil er von sich selbst weiß, er hat immer lautere Absichten. Die glaube ich ihm sogar zunächst, und wer sich das Video bei Youtube mit seiner Ansprache vor Fans ansieht, wird mir vielleicht zustimmen. Ich glaube ihm, der MSV Duisburg, Duisburg selbst oder die Region liegen ihm am Herzen und er sehnt sich danach, dass die Menschen das erkennen. Deshalb schießt er mit seinen Versprechungen immer wieder über das Ziel hinaus. Deshalb erzählt er das, von dem er glaubt, es kraft seines Einsatzes irgendwie erreichen zu können. Es gehört zur Tragik seiner Person, dass er dabei vergisst, die Welt ist nicht seine Firma. Dass er bei aller Emotion rund um den MSV Duisburg sein Geschäft nicht vergisst, steht auf einem anderen Blatt.

Walter Hellmich kommt gut mit Bernard Dietz aus. Wahrscheinlich kommt er im direkten Kontakt mit jedem Menschen gut aus. Deshalb macht er mit dem Namen von Bernard Dietz Versprechungen. Ich denke, für ihn ist die Mitwirkung von Bernard Dietz nur noch eine Formsache gewesen. Da muss es mit den Worten und zeitlichen Abläufen nicht mehr so genau genommen werden. Ich erinnere mich an einen hochlobenden O-Ton von Bernard Dietz über Walter Hellmich aus der Web-Doku „Mitten in Meiderich“. Ich schätze Walter Hellmich so ein, dass er glaubt, wer so über mich spricht, wird auf jeden Fall auf meiner Seite sein. Und dann wird er völlig überrascht von den „Misstönen„, die entstanden sind, weil Bernard Dietz offiziell noch gar nichts weiß von seinem Glück. Noch am selben Tag werden aus den Misstönen „Irritationen„. Ganz so schlimm ist es also doch nicht. Man sieht, sobald man nicht gemeinsam an die Öffentlichkeit tritt, geht es drunter und drüber. Das ist normal. So verläuft Kommunikation. Das ist das alte Flüsterspiel der „Stillen Post“. Ich hoffe sehr, dass Martin Haltermann die Verantwortlichen beim MSV Duisburg darauf einmal deutlich hinweist.

Zu Bernard Dietz geht mir aber noch etwas anderes durch den Kopf. In dieser noch nicht genau definierten Tätigkeit als Berater steckt einiges Konfliktpotential, und es besteht für alle Beteiligten die Gefahr zu großer Enttäuschung. Gerade dann, wenn alle mit frischer Tatkraft daran gehen, den MSV Duisburg „voran zu bringen“ – wie es so schön immer gesagt wird. Ich hoffe sehr, die Verantwortlichen beim MSV Duisburg und Bernard Dietz selbst sind sich darüber im Klaren, es reicht nicht aus, das Gute zu wollen. Man muss auch Vorstellungen davon haben und demgemäß sehr konkrete Verabredungen treffen, wie das Gute umgesetzt werden soll.

Das Gute verkörpert in dem Fall vor allem Bernard Dietz. Er soll integrierend wirken und sogar noch sein Fußballwissen einbringen. Allerdings befände sich  Bernard Dietz im Vereinsgefüge auf eigenen Wunsch ohne klar umrissene Position im freien Spiel der vorhandenen Kräfte von sportlich und geschäftlich Verantwortlichen. Er besitzt in diesem Spiel keine faktische Macht und damit gestalterische Kraft. Er muss also darauf hoffen, dass man seine Stimme hört. Im Leben aber ist es nun einmal so, dass unterschiedliche Meinungen zu Sachverhalten nicht selten sind.

Ich hoffe, über diese Begleiterscheinung jeglichen Lebens machen sich die Verantwortlichen und Bernard Dietz jetzt zu Beginn sehr viele Gedanken, mehr Gedanken, als sie es eigentlich für nötig halten. Wenn beim MSV Duisburg darüber gesprochen wird, was genau dort Bernard Dietz in Zukunft machen soll, dann müssen Strategien für Meinungsverschiedenheiten her. Über mögliche Konflikte müssen sie ebenso reden wie über die beratende Arbeit. Das hat überhaupt nichts mit den einzelnen Verantwortlichen beim MSV Duisburg und deren Motiven zu tun. Das liegt in der Natur der Sache.

Und nun gibt es hier etwa zehn Tage Pause. Danach hat sich die Aufregung hoffentlich gelegt. Die restlichen Spieler sind verpflichtet und wir können uns wieder vornehmlich um den Fußball kümmern. Bis dahin!


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