Posts Tagged 'Duisburg'

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 35: Philipp Eisenblätter – Duisburg-Lied

Am 7. September stellte Phillipp Eisenblätter sein „Duisburg-Lied“ bei Facebook und YouTube online. Kurz nach der Veröffentlichung wurde mir das Stück zum ersten Mal in meiner Timeline angezeigt, weil jemand es geteilt hatte. Innerhalb der nächsten 24 Stunden wurde mir das Lied bei Facebook aus sehr verschiedenen Richtungen immer wieder in die Timeline gespült. Das Lied teilten Menschen, von denen ich wusste, wie unterschiedlich ihr Musikgeschmack war. Das Lied hat einen Nerv getroffen. Knapp eine Woche später ist das Lied bei Facebook über 150.000 mal gesehen worden. Bei YouTube ist die Klickzahl nicht ganz so hoch. Was mehr über das Funktionieren der Social-Media-Welt verrät als über das „Duisburg-Lied“.

Philipp Eisenblätters „Duisburg-Lied“ gehört fraglos zu den schönsten Stücken meiner Sammlung über den Ruhrstadt-Stadtteil Duisburg. Es vermittelt das Lebensgefühl von Duisburgern, die wachen Auges durch ihre Stadt gehen, nichts verherrlichen und zugleich innig verbunden sind mit der Stadt, in der sie leben. Das Stück verdichtet in seiner Gebrochenheit von Stimme, Text und Melodie das vielschichtige Heimatgefühl von Menschen, die Duisburg mit Wohlwollen betrachten und die ein realistisches Verhältnis zu den Möglichkeiten ihrer Stadt besitzen. Das „Duisburg-Lied“ ist große Singer-Songwriter-Kunst, von der ich gerne noch sehr viel mehr hören möchte.

 

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 34: Andrea Maria Schroeter – Duisburg Hymne

Vergesst Claudia Jung, Beatrice Egli und Helene Fischer. Ohne Schlager über Duisburg wird keine Erinnerung an die Karriere bleiben. Im Zebrastreifenblog gelten harte Kriterien. Die Walsumerin Andrea Maria Schroeter dagegen singt eine Duisburg Hymne, die sie selbst komponiert und getextet hat. Nun klingt diese Hymne weniger hymnisch als gegenwartsschlagerhaft. Sie ist unterlegt mit dem aus vermutlicher Produktionsnot heraus geborenen Rhythmusmaschinenbeat, der das Ganze beim ersten Hören Richtung Partyschlager zieht.

Wie es sich für einen Schlager gehört, singt Andrea Maria Schroeter in einfachen Reimen davon, was Duisburg bedeutet. „Du bist meine Sucht, haust mich um mit deiner Wucht. Hier in Duisburg, hier im Westen wohn’n  die Echten, wohn’n die Besten.“ Die idealisierte Selbstbeschreibung der Duisburger darf nicht fehlen. „Wir sind ein bunt gemischter Haufen und das genießen wir hier sehr“. Das ist nicht meine Musik, und ich habe Spaß an der Komik durch Satzreihen, die der Reimzwang schafft. Aber dieses Stück ist gutes Schlagerhandwerk und braucht den Vergleich mit Sängerinnen-Werken der größeren Reichweite nicht zu scheuen.

Am Schlagerstandort Duisburg muss allerdings zum Umsatz mit Konzerten noch dazu verdient werden. Noch kann man Andrea Maria Schroeter auch für Auftritte zu „besonderen Anlässen“ buchen. Als Hochzeitssängerin versteht sie sich bei bei Youtube. 

Bitte schön: „Die Duisburg Hymne“

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Nach dem Anpfiff alles möglich – Kees Jaratz beim Platzhirsch Festival

In 14 Tagen beginnt das Platzhirsch Festival. Dieses Festival bereichert Duisburg auf eine sehr eigene Weise, weil es an einem zentralen Ort der Stadt Menschen im Zeichen freier Kultur zusammenbringt. Das Platzhirsch Festival macht Duisburg lebenswerter. Umso mehr freue ich mich, in diesem Jahr dort mit meinem Programm „Nach dem Anpfiff alles möglich“ dabei zu sein. Um 18.30 Uhr lese ich im SG1 Kunstraum. Die Galerie befindet sich in der Schmalen Gasse 1. Und was euch erwartet? Bitte schön:

Zur Veranstaltung bei Facebook.

Keine Angst vor dem FC-Bayern-Museum – Der MSV Museumsvereinsvorsitzende Volker Baumann im Interview

Museums-Verwirklicher
Volker Baumann (r.),
Thomas Heine

Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen.  In den letzten Tagen In den letzten Tagen hatte ich Interviews mit den Sammlern Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und  Wolfgang Berndsen veröffentlicht. Die drei engagieren sich im MSV Museumsverein.

Vorgestern kam nun Volker Baumann zu Wort, der Vorsitzende des Vereins MSV Museum. Er war treibende Kraft der Vereinsgründung, die sechs Jahre nach dem „MSV Museumswochenende“ in Buchholz erfolgte. Im ersten Teil des Interviews erklärte er, warum die Vereinsgründung wichtig war und welche Arbeit mit dem Aufbau eines MSV Museums verbunden ist. Heute erzählt Volker Baumann von den Begegnungen mit den Museumsmachern anderer Vereine und von der Haltung der Stadt Duisburg zu einem MSV Museum.

Zebrastreifenblog: In Dortmund gibt es mit BVB-Museum und DFB-Museum ja zwei gut besuchte Museen in der Nähe. Auch in Gelsenkirchen gibt es ein Museum. Gibt es auf solcher Seite womöglich Erfahrungen, von denen ihr profitiert könnt?

Volker Baumann: Auf jeden Fall, es gibt in Deutschland ein Netzwerk der deutschen Fußballmuseen und Archivare. Dort sind die Fußballvereine der 1., 2. Und 3. Bundesliga vertreten. Die Mitglieder treffen sich zweimal im Jahr. Es gibt Vorträge und man diskutiert miteinander, tauscht sich aus. Dort erhalten wir große Hilfe. Wirklich alle dort teilen ihre Erfahrungen, erklären, worauf in unserer Situation jetzt zu achten ist. Da hilft der Dortmunder dem Schalker, der 60er dem Bayern.

Man sieht natürlich auch die riesigen Unterschiede. Zwischen uns beim MSV zum Beispiel, wo alles ehrenamtlich passiert und einem FC Bayern, wo es eine gewisse Anzahl Festangestellte gibt. Dazwischen liegen Welten. Vor solcher Art Museum darf man sich nicht verschrecken lassen. Das ist eben so, trotzdem kann man auch von denen lernen.

Nach solchen Veranstaltungen wurde ich auch schon angeschrieben, von Union Berlin, vom SC Freiburg. Wir haben hier noch alte Stadionhefte von Spielen gegen den MSV, hieß es. Wir misten gerade aus. Wollt ihr die Hefte haben? Die wurden mir dann zugeschickt.

Wie steht die Stadt Duisburg zu dem Projekt „MSV Museum“?

Ich habe mit Herrn Krützberg, dem Kulturdezernenten, gesprochen. Die Stadt war natürlich eine der ersten meiner Ansprechstationen. Die sagten natürlich, Geld könnt ihr nicht von uns erwarten. Klar, Duisburg ist eine arme Stadt. Thomas Krützberg sagte aber auch, sie unterstützen gerne, sei es bei Räumlichkeiten, seien es Ideen für Kontakte.

So entstand die Verbindung zum Stadthistorischen Museum. Von dort habe ich zum Beispiel sämtliche Unterlagen zu der Ausstellung zum hundertjährigen Vereinsjubiläum einsehen dürfen, und mir wurde gezeigt, wie dort Ausstellungen gemacht werden.

Jetzt gibt es hier diese Ausstellung zu den vier Pokalfinalen. Gibt es schon weitere Vorhaben in der nächsten Zeit?

Im Landesarchiv NRW findet am 10. September, dem Tag des offenen Denkmals, eine Ausstellung zur Sportgeschichte des Ruhrgebiets statt. Dort werden wir als MSV Museum einige Vitrinen  bestücken. Außerdem werde ich 2018 mit einem Sporthistoriker aus Berlin, Zentrum für deutsche Sportgeschichte, eine Vortragsreihe zum Thema „DDR-Fußball und der MSV Duisburg“ mache. Solche Institutionen treten im Augenblick an uns deshalb heran, weil wir öffentlich präsent sind über unsere Homepage, über die Homepage des MSV und über die Gemeinschaften. Es wird auf unsere Arbeit reagiert und das hilft uns wiederum sehr, dass freut uns aber auch sehr. Denn das bedeutet, dass wir einiges richtig machen.

Habt ihr Interesse daran eure Sammlung zu erweitern, etwa wenn Menschen mit Fundstücken zum MSV nicht wissen wohin?

Sofort, einfach über unsere Homepage Kontakt mit uns aufnehmen und dann melden wir uns. Wir haben einen eigenen Archivraum, der abgeschlossen und versichert ist. Dort lagern wir Dinge, die uns zur Verfügung gestellt werden. Das wird auch mit einem Vertrag geregelt, sei es mit einer Schenkungsurkunde, wenn es eine Schenkung ist oder einem Leihvertrag, wenn es eine Leihgabe ist. Das wird alles juristisch einwandfrei geregelt. Wir haben einen Juristen bei uns im Vorstand.

Wenn jemand etwas für uns hat, wird das Exponat archiviert. Es wird aber nicht einfach nur eingelagert, wir wollen die Geschichte dahinter auch hören. Wir wollen wissen, wo das Teil herkommt, die Geschichte dahinter hören. Das gehört mit zum Exponat. Und wenn es in Vitrinen ausgestellt wird, steht dann dort natürlich „Schenkung von …“, keine Frage.

Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen. 

Das MSV-Museum hat eines der besten Archive Europas – Der MSV Museumsvereinsvorsitzende Volker Baumann im Interview

Museums-Verwirklicher Volker Baumann (r.), Thomas Heine

Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen.  In den letzten Tagen hatte ich Interviews mit den Sammlern Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und  Wolfgang Berndsen veröffentlicht. Die drei engagieren sich im MSV Museumsverein.

In der letzten Folge meiner kleinen Reihe kommt nun Volker Baumann zu Wort, der Vorsitzende des MSV Museumsvereins. Er war treibende Kraft der Vereinsgründung vor vier Monaten. Im ersten Teil des Interviews erklärt Volker Baumann, warum die Vereinsgründung wichtig war und welche Arbeit mit dem Aufbau eines MSV Museums verbunden ist. Den zweiten Teil des Interviews stelle ich übermorgen online. Darin geht es u. a. um die gegenwärtigen Kontakte zu anderen Museen und die Haltung der Stadt Duisburg zu dem Projekt

Zebrastreifenblog: Eine Ausstellung mit Sammelstücken rund um dem MSV Duisburg gab es mit dem „MSV Museumswochenende“ vor sechs Jahren in Buchholz. Schon damals war auf dieser Ausstellung ein zukünftiges MSV Museum im Gespräch. Sechs Jahre später wird nun ein MSV Museumsverein gegründet. Wie ist es dazu gerade jetzt gekommen?

Volker Baumann: Nach dem Museumswochenende im März 2011 haben sich im Grunde zwei Parteien unabhängig voneinander und ohne Wissen von dem Anderen Gedanken zu einem Museum gemacht. Da waren zum einen Wolfgang Berndsen und Holger Glücks von der Zebraherde, die es schließlich auch geschafft haben, dass der MSV Duisburg die Unterstützung für ein MSV Museum in die Präambel der aktuellen Satzung aufgenommen hat, und zum Zweiten Randolf Wiederer vom Fanomenal und ich, die sich als Privatpersonen Gedanken gemacht haben. Beide Gruppen wussten wirklich nichts voneinander. Dies war auch ein wenig den turbulenten Zeiten des MSV geschuldet. Ich wollte immer ein Museum, dass die hundertprozentige Unterstützung des MSV Vorstands hat, und da der MSV gerade in den vergangenen Jahren doch sehr turbulente Zeiten mit immer wechselnden Vorständen durchleben musste, kamen wir auch nicht wirklich weiter mit dem Museum.

So ein Museum muss unabhängig vom Verein gegründet werden, braucht aber die Unterstützung vom Verein. Nun haben wir mit Ingo Wald an der Vereinsspitze jemanden, mit dem ich mich zu einem ersten Gespräch habe treffen können. Er war offen für unsere Ideen und wusste nun auch von beiden Gruppen. So hat er uns vorgeschlagen, und das war natürlich sinnvoll, dass beide Gruppen sich erst einmal zusammensetzen. Also habe ich mit Holger Glücks und den anderen ein Treffen organisiert. Dabei haben wir sämtliche Ideen zusammengeschmissen und unsere Vorstellungen übereinander gelegt, um zu sehen, wie wir das Museum durch die Gründung eines Vereins vorantreiben können.

Ich habe dann zu einer Gründungsversammlung eingeladen und für die Besetzung des Vorstands engagierte Mitstreiter gefunden. Und es war schön, dass bei dieser Gründungsversammlung alle mir bekannten Sammler anwesend waren und das Gründungsprotokoll mit unterschrieben haben. Den Aufbau des Museums müssen wir auf der einen Seite strategisch angehen, auf der anderen Seite aber auch mit einer wirtschaftlichen Grundlage. Damit die Arbeit für das Museum eine Basis erhält, mussten wir den Verein gründen. Der Vorstand des MSV musste zudem hinter dem Verein stehen. Und nun müssen wir als Verein beweisen, dass die Idee Museum lebt.

Du stellst die Anwesenheit der Sammler bei der Gründungsversammlung so besonders heraus.

Ja, weil sie die Basis für das Museum legen. Wir haben mit Wolfgang Berndsen, Willi Blomenkamp, Detlef Luderer und Randolf Wiederer die Sammler, die letztlich aus der Geschichte des MSV die Unikate gesammelt haben, Spielberichte, Aufstellungen, Stadionzeitungen, Trikots, Plakate, Fotos und so weiter. Und das ab 1902. Wir haben mit dem MSV-Archiv eines der besten Archive Europas.

Der MSV ist natürlich ein Verein, der nur wenige Auszeichnungen hat. Deshalb sagt unser Leitspruch eigentlich das aus, was wir im Museum präsentieren wollen. „Geschichte erleben, Tradition bewahren, Zukunft gestalten“. Wir wollen die Geschichten des MSV Duisburg und der Stadt Duisburg aufarbeiten und erzählen. Damit bewahren wir unsere Tradition und geben sie weiter an die folgenden Generationen, also Zukunft gestalten.

In Duisburg kann man Geschichten erzählen. Das müssen wir als Museum machen. Wir haben keine großen Meisterschaften und damit Pokale, die wir ausstellen können. In der letzten Saison sind ja Gott sei Dank mal zwei Pokale gewonnen worden. Wir haben aber Unikate, die man nicht kaufen kann, wie etwa die Schuhe von Dietmar Linders aus dem Pokalfinale 1975. Nur so können wir ein Museum aufbauen, indem wir Geschichten erzählen.

Auch die Stadtgeschichte soll dann eine Rolle spielen. Wir haben schon über eine Ausstellung Stahlstandort Duisburg und der MSV nachgedacht – mit besonderem Blick auf die Spieler, die am Hochofen arbeiteten, wie Joachim Hopp oder Michael Bella etwa. Wir sehen auch einen Lehrauftrag für das Museum. Da gibt es viele Themen. Duisburger Hafen und MSV. Sportpark und MSV. Wir haben schon viele Ideen.

Gibt es denn bei euch im Verein jemanden, der bereits Erfahrungen mit Museumsarbeit hat?

Nein, den gibt es nicht. Noch nicht. Wir haben uns mit der Zeit schon viele andere Fußballmuseen angesehen. Eine Ausstellung einrichten, ist außerdem nur das eine. Das andere ist später das Museum in Betrieb zu halten. Das ist wieder etwas ganz anderes als ein Museum aufzubauen. Wir haben viele Ideen, aber die professionelle Hand eine Dauerausstellung einzurichten, fehlt noch im Moment. Wir brauchen etwa Innendesigner, um die Ausstellungsfläche zu kreieren. So eine reine Schau von Sammelstücken kann auch langweilig sein. Es nützt nichts, wenn ich alle Trikots von 1902 bis jetzt irgendwo aufhänge. Da kommen dann die Leute rein, gucken einmal rum und dann ist das Thema durch. Wir werden das anders angehen. Wir werden dieses Wissen uns beschaffen. Davon bin ich überzeugt.

Es wird also später mal einen festen Ort für das Museum geben, die Ausstellung wird eigene Räumlichkeiten irgendwo haben, und es wird auch Angestellte des Museums geben. Ein Museumsarchiv wird es geben, das gepflegt werden muss. Gibt es eine zeitliche Perspektive für euch?

Ich habe immer wieder erklärt, wenn wir in fünf Jahren unser Museum haben, bin ich glücklich. Wir brauchen auch locker ein bis zwei Millionen, um irgendwo Räumlichkeiten zu erwerben, zu bauen, oder eben ein tolles Konzept, wie wir Miete zahlen können. Die Standortfrage ist noch ungeklärt. Wir werden Angestellte haben müssen, die bezahlt werden wollen. Es gibt noch sehr viel Arbeit, mit der wir überhaupt noch nicht angefangen haben.

Das hat einen ganz bestimmten Grund: Wir sind ein wirklich junger Verein, existieren erst seit vier Monaten. Wir als Verein müssen uns nun erst einmal selbst finden. Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, seine eigenen Ideen. Auch die müssen übereinander gelegt werden. Kompromisse müssen gemacht werden.

Gleichzeitig haben wir schon einen so hohen Zuspruch, dass damit erst einmal viel Arbeit gebunden ist. Wir brauchen zunächst ein bis anderthalb Jahre, um zu beweisen, dass wir ein seriöser Verein sind. Die Leute müssen merken, da entsteht wirklich etwas. Das sind nicht nur irgendwelche Spinner-Sammler, die sagen, wir gründen mal einen Verein. Die Leute sollen sehen, der Verein arbeitet wirklich im Sinne eines MSV Museum, im Sinne des Vereins MSV. Die Verantwortlichen im MSV Museumsverein machen wirklich etwas mit Sinn und Verstand. Das möchte ich bis Mitte nächsten Jahres schaffen. Und ich hoffe, dann können wir den nächsten Schritt machen und größere Sponsoren ansprechen.

Denn ohne die großen Sponsoren werden wir das Museum nicht finanziert bekommen. Ohne dass wir auch mal eine sechsstellige Summe erhalten, kann so ein Museum nicht auf seriöse Weise geführt werden.

Teil 2 des Interviews folgt übermorgen.

Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen. 

Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 33: Wahre Freunde – Das Lied vom Landschaftspark

„Volksmusik – Schlager – Lieder mit Gefühl, verpackt mit einer guten Prise Humor, das sind wir die ‚Wahren Freunde‘.“ Das ist auf der Seite der Musikgruppe zu lesen, die aus Lust und Laune in der Freizeit Musik macht und die besagte Musiktraditionen ungebrochen aufgreift und eben auch ein Duisburg-Lied geschaffen hat.

Nicht Duisburg als Stadt wird darin besungen, sondern der Landschaftspark. Das ist ein gutes Zeichen für das Heimatlied der Sektion Duisburg, wenn Stücke entstehen, in denen nicht das Verhältnis zur Stadt als Ganzes das Thema ist, sondern Teile der Stadt in ihrer Besonderheit vorgestellt werden. Die Aktivitäten der „Wahren Freunde“ werden mit der Anmutung eines Hobbys und Freizeitvergnügens in die Öffentlichkeit gebracht. Dahinter steht kein professioneller Anspruch. Ich sehe das völlige Ignorieren medialer Bilder- und Designstandards mit viel Sympathie. Das ist gelingende Alltagskultur, die gängige Schlagermelodien der Gegenwart nutzt und sie in dem Fall mit einer eigenen Idee verbindet. Originalität braucht so etwas nicht. Für die „Wahren Freund“ geht es um etwas anderes.

Bitte schön: „Das Lied vom Landschaftspark“.

Hinweise auf weitere online zu findende Duisburg-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Halbzeitpausengespräch: Platzhirsch Festival sucht die Crowd-Unterstützung

Was Crowdfunding bedeutet, wissen einige von euch schon länger. „Mehr als Fußball“, das Buch über den Zusammenhalt in Duisburg rund um den MSV im Sommer 2013 und die Folgen bis zum Aufstieg 2015, konnte ich mit Hilfe von vielen Unterstützern drucken lassen. Geld im Vorhinein geben, dafür je nach Betrag unterschiedliche Gegenleistungen erhalten und somit etwas ermöglichen, was ohne Vorfinanzierung nicht verwirklichkt werden kann. Das bedeutet Crowdfunding.

Startnext war die Crowdfunding-Plattform, mit der ich kooperierte und bei Startnext sucht auch das Platzhirsch Festival nun Unterstützer.  Als ich 2014 das erste Mal über das Festival schrieb, war ich noch ein begeisterter Festivalgast und unabhängig. Inzwischen bin ich Partei. Ich gehöre mit zu denen, die es ermöglichen wollen, die planen und selbst Teil des Programms geworden sind: Der Schreibwettbewerb in Kooperation mit dem MSV für Kinder und Jugendliche läuft noch bis August. 

Das Festival bereichert Duisburg auf eine sehr eigene Weise, weil es an einem zentralen Ort der Stadt Menschen im Zeichen freier Kultur zusammenbringt. Das Platzhirsch Festival macht Duisburg lebenswerter. Es schafft ein besonderes Programmangebot unterschiedlicher Kultursparten. Es schafft Öffentlichkeit und Zusammenhalt von und für Duisburger, die mit ihrem Interesse und Engagement in Sachen Kultur, was oft zugleich auch soziales Engagement ist, meist nur vereinzelt wahrgenommen werden. Deshalb ist dieses Festival wichtig. Deshalb braucht der Platzhirsch Planungssicherheit. Und deshalb lohnt es sich als Unterstützer des Platzhirsch Festivals dabei zu sein.

Deshalb ab zu Startnext und ausgwählt, was euch gefällt: Von T-Shirt über Festival-Pass hin zum Wohnzimmerkonzert.



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