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Gut gespielt mit zwei entscheidenden Fehlern

Man kann sich an Spiele ohne Niederlagen ganz schön gewöhnen. Dabei war die jüngste Erfolgsserie des MSV Duisburg gar nicht so lang. Aber so ist der Mensch, wenn er so ein Mensch ist wie ich. Schaut auf die guten Gefühle und vergisst schnell den Rest der Saison. Deshalb will ich mich auch gar nicht lange mit der Enttäuschung aufhalten, die da nach einem guten Spiel des MSV Duisburg beim TSV 1860 München aufflackerte. Eine dumme Niederlage war das gestern Abend.

Dabei wirkte die Mannschaft vom Ausfall Goran Sukalos und Jürgen Gjasulas unbeeindruckt. Sie spielte von Anfang an mit und wollte in München gewinnen. Man kann es nicht oft genug wiederholen. Dieses Selbstbewusstsein der Mannschaft ist ein Verdienst der Arbeit von Oliver Reck und Uwe Schubert. Diese Mannschaft vertraut darauf, sich Chancen zu erspielen. Die Schwächen liegen auf der Hand. Sie braucht zu viele Anläufe für diese Chancen, die wiederum nur in Ausnahmen gefährlich werden. Es gibt nicht oft jene Präzision im Spiel der Mannschaft wie bei dem Konter, der zum Ausgleich führte. Deshalb muss viel gearbeitet werden, deshalb wird oft vergeblich gelaufen. Das ist offensichtlich und bedeutet viel Trainingsarbeit. Was aber nichts daran ändert, dass dieses wunderbare Zusammenspiel zwischen Srdjan Baljak und Emil Jula beiden hoffentlich zu weiterer Sicherheit verhilft. Dieses Tor war schon große Klasse.

Solche Tore müssen aber möglichst oft fallen, weil in der Defensive immer mal wieder ein Fehler passiert und zwar im Spiel nach vorne. Gegen die Mannschaften gleicher Spielstärke ist es weniger das Stellungsspiel der Abwehr als der Versuch des kontrollierten Spielaufbaus aus der Abwehr heraus, der dem Gegner Chancen eröffnet. Manchmal hat die Mannschaft dann Glück, in München war das nicht der Fall. So fiel der Siegtreffer durch den Ballverlust von Srdjan Baljak, der beim aggressiven Pressing der Münchner nicht schnell genug reagierte. Wahrscheinlich ist es das Risiko, das wir in Kauf nehmen müssen, wenn die Mannschaft konsequent versucht, ein Kurzpassspiel zu entwickeln. Aber wer hätte vor einigen Wochen  geglaubt, dass bei dieser jungen Mannschaft ohne zwei auch nur annähernd von gleicher Spielstärke wie beim TSV 1860 München zu sprechen ist. Über die miserable Freistoßmauer vor dem ersten Tor der Münchner schweige ich hier genauso wie von dem Geplänkel, das  zu diesem Freistoß führte.

Diese Mannschaft des MSV Duisburg braucht sich nicht zu sorgen vor dem Spiel gegen Alemannia Aachen, die sich nun doch noch einmal gegen den drohenden Abstieg aufbäumen. Am Samstag lastet der Druck auf den Aachenern, die Mannschaft vom MSV Duisburg kann in Ruhe gewinnen.

Wer gibt dem Freitag einen Namen und dem MSV die Punkte?

Veilchendienstag, Rosenmontag, Tulpensonntag, Nelkensamstag. Und der Freitag? Dieser bedauerliche Tag zwischen Weiberfastnacht und dem blumigen Rest hat keinen besonderen Namen. Was soll so ein Freitag denn nun nur machen? Erst wusste er nicht so recht, ob er fürs Karnevalfeiern geeignet ist, dann strengt er sich seit einiger Zeit an, um zu den tollen Tagen dazu zu gehören und gibt seine Zeit, damit die Menschen in Kneipen feiern können. Den besonderen Namen als Lohn bekommt er aber nicht.

Da geht es dem Freitag nicht anders als dem MSV Duisburg in der Zweiten Liga am selben Tag. Die Mannschaft des MSV wusste im Spiel gegen den FC St. Pauli erst einmal auch nicht so recht, was sie machen sollte. Eine Halbzeit lang wurde da hin und her überlegt, während das Spiel schon lief und die Spieler ja irgendwie auch dabei sein mussten. So bemühten sich die Spieler mit der Geschwindigkeit der Mannschaft aus Hamburg Schritt zu halten, auch wenn sie den Eindruck machten, als hätten sie gehörigen Respekt vor dieser Geschwindigkeit des gegnerischen Umschaltens zwischen Verteidigung und Angriff.

Dabei hätten sie mit ein wenig Ruhe erkennen können, gerade die eigene Langsamkeit in den Versuchen den Ball nach vorne zu bringen, erleichterte diese Geschwindigkeit. Sie hätten vielleicht auch noch gesehen, viel mehr als diese Geschwindigkeit war da nicht. Am Ende war der FC St. Pauli für sich selbst zu schnell in seinen Angriffsbemühungen. Vor dem Tor des MSV Duisburg liefen sie nämlich alle ganz schnell am Ball vorbei. Da brauchte es  schon mehr Ruhe im Spiel des FC St. Pauli, um das eine entscheidende Tor zu erzielen.  Der FC St. Pauli nutzte die absolute Bewegungslosigkeit eines ruhenden Balles zur gezielten Flanke in den Strafraum. In dieser ersten Halbzeit konnten wir also nicht einen Moment auf Gegenwehr und Ausgleich hoffen. Einmal mehr sah das Bemühen der Mannschaft hilflos aus.

Das Publikum zeigte sich in Teilen aber ebenso hilflos wie die Mannschaft in dieser ersten Halbzeit. Halbherzig machte sich da die Verzweifelung über das erfolglose Spiel im „Wir wollen euch kämpfen sehen“ Luft.  Das wurde mehrmals angestimmt, ohne große Resonanz, aber für Momente halblbaut genug. Dieses „Wir wollen euch kämpfen sehen“ war der Emil-Jula-Sprint des Fangesangs, die  Daniel-Brosinski-Flanke und die Bajic-oder-Soares-Spieleröffnung, allesamt bemühten sie sich, und die Erfolglosigkeit dieser Bemühungen war voraussehbar.

Mangelnden Einsatz kann man den Spielern vom MSV Duisburg wirklich nicht vorwerfen. Sie kämpfen, sie versuchen sich einzusetzen. Das Problem der ersten Halbzeit war nur, dass sie nicht so recht wussten, wie sehr sie ihren spielerischen Möglichkeiten vertrauen konnten. Das Problem der zweiten Halbzeit dagegen war erneut der harmlose Sturm. In dieser zweiten Halbzeit kam das Spiel der Mannschaft endlich ins Laufen. Endlich zeigte auch der MSV schnellere Spielzüge, endlich bewegte sich die Mannschaft nicht nur auf geraden Bahnen in der gegnerischen Hälfte. Es wurde gekreuzt, auch auf kurzen Strecken steil gegangen und der aufgenommene lange Ball wurde per Doppelpass verwertet. Der Abschluss war einmal mehr nicht vorhanden. In so einem Spiel fällt ein Ausgleich dann mehr zufällig. Ich bleibe dabei, es gibt keine Wahrscheinlichkeit der Voraussage, wie diese Mannschaft spielt. Alles ist möglich.

Entscheidende Positionen im Spiel besetzen Spieler, die sich ihrer Fähigkeiten zu unsicher sind. Sie brauchen den Lauf des Spiels. Baut der sich auf, wird alles gut. Gibt es den nicht, lastet die Gefahr der Niederlage immer schwerer auf deren Schultern. Es ist mehr als ein billiger Scherz, sich Gedanken über die Frisur von Daniel Brosinski zu machen. Das hat sehr viel mit der Psyche eines Menschen zu tun. Wir kennen die Geschichten von der anderen Frisur, mit der Menschen Wendepunkte ihres Lebens äußerlich unterstreichen. Ohne Haare war Daniel Brosinski ein selbstsicherer Fußballspieler. Das ist nur ein Hinweis, was alles zu den instabilen Leistungen dieser Mannschaft beiträgt.

Die Gefahr erkennen, ohne zu erstarren. Darum wird es für diese Mannschaft in den nächsten Spielen gehen. Deshalb lohnt die Unbeschwertheit der Gegenwart, wie sie die Karnevalsgröße Jupp Schmitz mit kölscher Jelassenheit und ebensolchem Zungenschlag empfahl. Schließlich steht der MSV Duisburg zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz: „Wer weiß, was morgen  noch alles uns blüht? Wer weiß, wie lange das Lämpschen (!) noch glüht? Komm lass die Sorgen, was immer auch geschieht. Denn wer weiß, was morgen noch alles uns blüht?“ Man weiß es eben nicht. Der Abstieg muss nicht dabei sein.

Von allen Wahrscheinlichkeiten befreites Spielen

Das Gute mal als erstes: mir war es zu kalt, um mich wirklich aufzuregen über nicht mehr gezählte, vergebene Großchancen, ein Mittelfeld mit den bekannten wenigen spielerischen Möglichkeiten und eine Abwehr, die sich immer wieder überraschend für Zuschauer und Mitspieler sowie einladend für den Gegner verhielt. In so einem mit 2:1 verlorenen Spiel wie dem gegen den FSV Frankfurt werden die Grenzen dieser jetzigen Mannschaft des MSV Duisburg besonders  bewusst.

Gerät diese Mannschaft in Rückstand, besitzt sie keine variablen Möglichkeiten ein Tor zu erzielen. Dennoch kam sie gestern zu Chancen mit den meist halblang aus dem Mittelfeld gespielten Pässen. Doch wenn diese Chancen nicht genutzt werden, lässt die Abwehr dem Gegner immer Möglichkeiten, selbst ein Tor zu erzielen. Deshalb gibt es im Spiel des MSV Duisburg keine Wahrscheinlichkeiten. Meist ist alles möglich. Das ist der Leistungsstand dieser Mannschaft. Sie strengen sich an, und es geschehen eben die Fehler, die schon immer geschehen sind. Manchmal endet das gegen die gleichwertigen und schlechteren Mannschaften mit einem Sieg. Wenn es blöd läuft, folgt die Niederlage.

Am offensichtlichsten war das am gestrigen Abend im Angriff.  Valeri Domovchiyski schafft es einfach nicht, beim Schuss aufs Tor den Ball auch mal in die Nähe der Pfosten zu bringen; Emil Jula tut es ihm inzwischen gleich; und Daniel Brosinski kann bei zweiten Bällen an der Strafraumgrenze Schusstechnik und Kraft nicht in Einklang bringen, Schussentfernung entspricht bei ihm der Höhe, in der der Ball über das Tor fliegt. In so einem Spiel kann dann der Torwart der Gegner zum Held werden, auch wenn er zunächst nichts anderes machen muss, als auf der Stelle stehen zu bleiben. Zugegeben, in der zweiten Halbzeit verhinderte er mit einem großartigen Reflex die Großchance zum 2:2. Vorher aber gaben die Stürmer des MSV Duisburg alles, um ihn gut aussehen zu lassen.

Deshalb ist die Einwechselung von Srdjan Baljak in der 70. Minute eine so gute Nachricht. Natürlich ist er kein Heilsbringer, aber seine ersten Spielaktionen schon ließen ein anderes Niveau des Zusammenspiels aufblitzen. Was er tat, war nicht vorhersehbar. Er kann in einer Spielsituation auch eine zweite Möglichkeit des Ausstiegs erkennen, selbst wenn er zunächst zu etwas anderem entschlossen schien.  Vor allem in der zweiten Halbzeit war das Spiel des MSV Duisburg berechenbar, und der Erfolg hing vom Durchsetzungsvermögen des einzelnen angespielten Spielers ab. Srdjan Baljak versuchte den kurzen Pass und band damit mehr Mitspieler in den Angriff ein. Was war sein Auftritt aber auch eine Prüfung meines Mitgefühls. Durch seine hagere Gestalt wirkt er ja ohnehin schon etwas zerbrechlich, dazu dieser glatte Rasen, der die Spieler gerade zum Ende des Spiels in Reihen ausrutschen ließ und noch das Wissen um sein genesenes Knie! Am liebsten hätte ich ihn im Football-Dress gesehen, wenn ein Verteidiger auf ihn zueilte, und genauso gern hätte ich ihm mit all meiner Erfahrung des Blockstellens beim Basketball Begleitschutz geleistet. Meine Schulter zeigte immer schon in Richtung Brust des anrennenden Verteidigers. Darf man im Basketball eigentlich nicht, ist aber eines älteren Spielers letzte Waffe,  wenn die Wogen hochkochen und nicklige Fouls des Gegners bestraft werden müssen. Spätestens wenn Baki sein erstes Tor erzielt, werde ich mir um so was keine Gedanken mehr machen. Dann wird hoffentlich auch wieder etwas häufiger der Kurzpass im Mannschaftsspiel zu sehen sein. Bis dahin aber heißt es, manchmal geht es gut aus und manchmal eben anders.

Sicher nach Hause geirgendwast

Im sportlichen Bereich des MSV Duisburg kehrt allmählich Normalität ein. Der 3:1-Sieg gegen den Karlsruher SC entspricht dem, was angesichts der letzten Wochen und  was vor allem angesichts des Tabellenstandes erwartet werden konnte. Wenn ich allerdings die  Stimmen nach dem Spiel lese, war ich vor dem Anpfiff der Zeit etwas voraus. Da klingt bei den Spielern doch auch noch einmal etwas Erleichterung an. Ich hingegen war so entspannt und siegesgewiss wie schon lange nicht mehr ins Stadion gekommen, und das Slapstick-Tor in der 3. Minute bestätigte mein Gefühl auch schnell. Da fliegt ein Ball stundenlang in hohem Bogen vor das Tor, der Ball senkt sich und drei Männer prallen zusammen, während der Ball auf den Kopf des Mannes im blau-weiß gestreiften Trikots fällt. Zum Leidwesen der Karlsruher ist einer der drei Männer der Torwart der Mannschaft, der mutig fast bis an die Strafraumgrenze zum Fausten herausgelaufen ist und dabei Luftlöcher schlägt. So hat der Ball genügend Zeit über ihn hinweg ins Tor zu trudeln. Die Mischung aus Entgeisterung, Amusement und Freude über das Tor um uns herum ist auch nicht oft im Stadion zu sehen.

Was folgte war eine Halbzeit, in der dem KSC  nichts gelang. Gar nichts. Na gut, ein gefährlicher Kopfball ergab sich kurz vor der Halbzeitpause, damit Felix Wiedwald das Gefühl bekam, er müsste auch zum erhofften Sieg beitragen. So schlecht habe ich bislang keine andere Mannschaft in Duisburg gesehen. Wenn ein nach vorne gespielter Ball nicht direkt im Aus landete, so konnten ihn sich die Duisburger Spieler  erlaufen oder durch gutes Stellungsspiel abfangen. Das sah alles einfach aus und musste doch erst einmal konzentriert angegangen sein. Das Spiel nach vorne vom MSV war bemüht, blieb aber ohne kontinuierlichen, größeren Druck. Doch selbst das ergab Chancen, was mehr über die Defensive der Karlsruher aussagt als über die Offensive des MSV.

Die zweite Halbzeit gab uns dann noch eine Anschauung in Sachen Psyche von Mannschaften. Da standen die selben Spieler es KSC auf dem Platz und sie konnten sich zumindest für eine kurze Zeit daran erinnern, wie Fußball gespielt wird. Damit sie so richtig wieder alles im Kopf hatten, musste der MSV allerdings noch ein zweites Tor schießen. Emil Jula war erfolgreich. Danach steigerte sich die Fehlpassquote seiner Mannschaft. Bruno Soares hatte in dieser Phase in einem unbeobachteten Moment anscheinend seine Beine ausgeklinkt und von links auf rechts vertauscht wieder eingehängt. Anders habe ich mir die Streuweite seiner Pässe auf eine Entfernung von fünf Metern nicht erklären können.

Ich ließ  mich aus der Lethargie meiner Siegesgewissheit also doch noch rausholen, regte mich auf und begann angesichts des Anschlusstores der Karlsruher ein drittes Tor für unbedingt notwendig zu halten. Die Abwehrreihe des MSV machte jedenfalls zu diesem Zeitpunkt einen etwas unorthodoxen Eindruck. Da war Markus Bollmann, wahrscheinlich wegen einer Verletzung, ausgewechselt worden. Bei Flanken vor das Tor ging es drunter und drüber, sprich, gestern durfte man mit seiner Leistung zufrieden sein, mehr noch, als er ging, wurde die Mannschaft geschwächt. Wir konnten dankbar sein, dass bei den Karlsruhern Abschlussstärke im Moment auch nicht gerade zu den hervorragenden Eigenschaften der Mannschaft zählt.

Das Tor von Daniel Brosinski zum 3:1 war dann ein technisches Kabinettstück. Von der linken Seite hat er den Ball ins lange Eck geschlenzt. Sehr schön war das anzusehen, nachdem der Ball von ganz rechts über drei, vier Stationen an der Strafraumgrenze entlang gewandert war und man jedes Mal dachte, jetzt, mach es doch. Und tack, war der Ball noch einmal nicht auf sondern parallel zum Tor gespielt. Immer ungefährlicher schien die Schussposition und dann stand da doch Daniel Brosinski. Habe ich es schon einmal geschrieben? Ich glaube. Mir scheint er derjenige zu sein, der vom Trainerwechsel am meisten profitiert. Welch Wandel beim Selbstvertrauen ist nach der Entlassung von Milan Sasic bei ihm zu sehen.Verlierer gibt es durch den Wechsel allerdings auch. Kennt noch jemand Janos Lazok?

Wenn ich darüber hinaus, den Spielkommentar von Jörn Andersen lese, stelle ich fest, Trainer haben es auch schwer, sich zwischen Realität und Hoffnung mit Worten zu äußern. Man träumt dann gerne und hält sich an den wenigen Momenten des Spiels fest, in denen alles anders hätte werden können. So Momente gibt es so häufig bei Niederlagen. Wer aber die Mannschaft des KSC in der ersten Halbzeit gesehen hat, kann nur sagen, da muss viel zusammen kommen, damit diese Mannschaft im Moment nicht verliert. Der MSV ist da sehr viel weiter. Jetzt noch ein Unentschieden in Cottbus – ein wenig schiele ich natürlich auch auf mehr – und dann werden wir mit Gewissheit allmählich die nächste Saison planen können. Das sage ich im Hinblick auf die berühmten Verstärkungen in der Winterpause. Da sollte die erste Frage nach dem Zweck sein. Nach oben ist nichts mehr drin, das Mittelfeld scheint mir mit dieser Mannschaft als gesichert. Da braucht man also nicht überhastet irgendwelche halbgaren Hoffnungsträger gegen die Abstiegsangst verpflichten. Da braucht es Perspektive.

Zwischen Auswärtssieg und Machtpolitik

Die gute Nachricht ist, der 2:1-Auswärtssieg des MSV Duisburg gegen den FC Erzgebirge Aue hat am Freitag zu keinem Unfall auf der A3 zwischen Limburg und Bad Camberg geführt. Ich befand mich medial nicht auf der Höhe der Zeit. Ohne mobiles Internet im Auto war ich auf das Radio angewiesen. Zwar hörte ich auf keinem empfangbaren Sender eine Reporterstimme aus Aue kommentieren, doch der hessische Privatsender FFH liefert mit der Senderkennung Textmeldungen als Wortlaufband mit. Das Unentschieden begleitete mich bis Limburg. Seitenblicke auf die Mittelkonsole werfen und unfallfrei Autofahren geht dann doch meist gut, und zum großen Glück gibt es nur ganz selten jene Glücksmomente der 90. Minute irgendwo im Osten, während ich das Ende des Spiels hochrechne und auf die Bestätigung des Endergebnisses warte.

Gesehen habe ich also nichts, gehört habe ich nichts und begnüge mich daher an diesem Wochenende mit den zusammenfassenden Augenzeugenberichten. Lese ich den Spielbericht im Kicker, so bestätigt sich mein Eindruck aus dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig. Spielerisch bleibt weiterhin Luft nach oben. Die Möglichkeiten der Mannschaft reichen aber ohne Frage auch im Moment, um dauerhaft genügend Punkte Abstand zum Abstiegs-Relegationsplatz zu halten. Das gelingt durch angstfreies Spiel jedes einzelnen. Das kommt durch das gestiegene Selbstbewusstsein. Die Mannschaft braucht nicht mehr zu hadern, weil ihr Einsatz ohne Ergebnis bleibt. In solchen Momenten kehrt Glück zurück, und dann trifft ein Ball in der letzten Spielminute nach einem steilen Pass von Emil Jula auf eine Unebenheit des Rasens und macht eine minimale, unerwartete Bewegung, so dass der herauslaufende gegnerische Torwart ihn beim Abwehrversuch nicht trifft und Maurice Exslager das Angebot zum Siegtreffer annehmen kann.

Während der sportliche Erfolg zurückkehrt, wird unser aller Aufmerksamkeit aber weiterhin auch von den Streitereien auf der Vorstandsebene in Anspruch genommen. Ich habe zu wenig Zeit, um diesen Streit genauer nachzuzeichnen. Das wäre hilfreich, weil dann die Vermutungen über die Gründe dieser Auseinandersetzung mit Argumenten belegt werden könnten. Grob zusammen gefasst scheint es ja sehr wohl um inhaltliche Fragen zu gehen und nicht nur um persönliche Animositäten und Eitelkeiten. Über allem steht die Frage, wie lässt sich der Spielbetrieb in der 2. Liga für den MSV Duisburg finanzieren? Wie können bestehende vertragliche Vereinbarungen aus der Zeit der Präsidentschaft Walter Hellmichs so verändert werden, dass der strukturell sich ergebende, jährliche Verlust des MSV Duisburg in der 2. Liga sich verringert? Vermutet wird im MSVportal, dass Dieter Steffen daran wenig ändern wollte und Hans-Werner Tomalak für diejenigen steht, die das sehr wohl machen wollen. Das wäre die Erklärung, die die Beteiligten in die Guten und die Bösen unterteilt. So entsteht ein Bild in schwarz-weiß, ich selbst glaube in solchen Fällen ja mehr an Grautöne.

Die Berichterstattung in der lokalen Presse vernachlässigt diese inhaltlichen Gründe. Da muss man im MSVportal bei den betreffenden Themen mitlesen, dort die sachlichen Äußerungen identifizieren und sich selbst eine Meinung bilden. Etwa hier: „Neuer Vorstand – neuer MSV“, oder hier: „Wirtschaftliche Situation beim MSV Duisburg“ . So wie über den Streit im Moment in der lokalen Presse berichtet wird, weckt das nur den Unwillen aller am MSV Interessierten. Bei dieser Medieninterpretation des Streits interessiert es irgendwann nur noch die direkt Beteiligten, wer denn welchen Anteil am Streit hat. Alle anderen interessiert nur, wann dieser unangenehme Zustand denn endlich vorbei ist. So stehen in den lokalen Zeitungen an unterschiedlichen Stellen ja inzwischen Nachrichten unkommentiert nebeneinander, die nicht alle stimmen können. Zum Beispiel hat entweder Dieter Steffen, wie im Reviersport berichtet, einen neuen Kandidaten für den Vorstandsposten genannt oder er hat es,  wie bei Der Westen berichtet wird, nicht gemacht. Beides zusammen geht nicht.

Was mir in der Berichterstattung also zu kurz kommt, ist die Frage, wie mit der Auseinandersetzung auch Inhalte verbunden sind. In der regelmäßigen Berichterstattung liegt das Augenmerk auf dem Streit-Bericht selbst. Es wird quasi Oberfläche nachvollzogen, die natürlich nicht mehr ist als das Reviersport-Urteil „Schmierentheater“. Ich allerdings möchte bei dem Ganzen auch an das Interesse der Beteiligten am MSV Duisburg glauben.

PS: Habe gerade im Sky-Spielbericht die Aktion von Emil Jula vor dem Pass auf Maurice Exslager gesehen. Großartig, wie er den Ball annimmt und sich mit dieser Bewegung vom Gegenspieler freimacht! Anderthalb Scorer-Punkte! Mindestens.

Nur ein wenig „egal wie“ gesiegt

Einen Spieltag lang hat sich der MSV Duisburg wieder auf dem 16. Tabellenplatz befunden, dem Relegationsplatz. Wenn ich meine eigene Haltung dazu genauer in den Blick nehme, ahne ich, wie es einigen Fußballern des MSV Duisburg gehen muss. Diese Fußballer sind mit Hoffnung auf größere Erfolge nach Duisburg gekommen und müssen sich nun damit beschäftigen, andere Ziele zu verfolgen. Ich muss mich immer wieder zur Ordnung rufen. Schnell schleicht sich ein: Eigentlich sind wir ja besser. Ich bemerke eine sich gerne einstellende, grundlose Sorglosigkeit. Ich schaffe mir mit dem Verein meiner Zuneigung das gesicherte Mittelfeld selbst und muss mich dann ermahnen, die Wirklichkeit im Kopf zu behalten.

Um so besser, dass sich gestern durch den Sieg des MSV Duisburg gegen Eintracht Braunschweig inneres Bild und Wirklichkeit angenähert haben. Erneut haben die Spieler gezeigt, sie wissen, worum es geht. Eigentlich gab es diese Bereitschaft zur bedingungslosen Anstrengung, bereits im Spiel gegen den SC Paderborn, als Milan Sasic noch Trainer war. Mit Oliver Reck aber ist das Selbstvertrauen aller Spieler zurück gekommen, und der Mut von allen ist wieder spürbar. Dieser Wandel der Einstellung ist ohne Frage Oliver Reck zu verdanken.

Welch ängstlicher Spieler wurde etwa Daniel Brosinski unter Milan Sasic immer wieder. Seine Laufwege vermittelten oft den Eindruck, das Sprinten ist allein ein Zeichen für die Bank. Es schien zu verkünden, ich setze mich so sehr ein, wie ich nur kann, aber bitte spielt mich nicht an.  Unter Oliver Reck lebt Daniel Brosinski auf. Nicht seine zwei Tore gestern machen dieses Urteil möglich, sondern seine dauerhaft vorhandene Bereitschaft, sich auch auf ungewohntem Weg für den Pass anzubieten und im Spiel etwas zu riskieren.

Egal wie, so sagte Oliver Reck, solle gewonnen werden. Es wurde nur ein wenig egal wie. Schon lange fühlte ich mich nicht mehr so zufrieden wie nach der ersten Halbzeit. Eine Führung mit zwei Toren Unterschied. Das war das glückliche, frühe 1:0, bei dem Daniel Brosinskis Kopf nach Emil Julas scharfer Reingabe dem Ball im Weg war, so dass er nicht anders konnte als zu köpfen. Da war dann das zweite Tor von Daniel Brosinski, nachdem er einen von Emil Jula lang geschlagenen Ball  aus der Luft heraus annimmt, ihn dabei über den Torwart hebt und anschließend ins leere Tor einköpfen kann. Und in diesen ersten 45 Minuten kaum Gefahr für das Duisburger Tor durch die Eintracht.

Dieses „egal wie“ zeigte sich dann vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Braunschweiger druckvoller spielten. Doch entweder blieb die Eintracht beim letzten Pass zu harmlos, oder der Abschluss geriet zu ungenau. Eine Ausnahme gab es. Felix Wiedwald parierte den Kopfball. Felix Wiedwald stand an Stelle von Florian Fromlowitz im Tor. Was dieser wohl nicht erwartet hatte und nur schwer ertragen konnte. Er sah sich „mental“ nicht dazu in der Lage, ins Stadion zu kommen. Florian Fromlowitz gehört mit Sicherheit zu den Spielern, die sich ganz andere Vorstellung vom Verlauf der Saison gemacht haben. Nach den Patzern in den letzten Spielen ist die Entscheidung von Oliver Reck nachzuvollziehen. Für Felix Wiedwald war es aber auch ein angenehmes Spiel, um zu debütieren. Die Braunschweiger stellten ihn auf die Probe, ohne ihm alles abzuverlangen.

An Abschlag und Abwurf allerdings sollte er noch stark arbeiten. Die Braunschweiger nahmen seine Bälle oft dankbar auf. Vielleicht wollte er aber auch nur seinen Kollegen Bollmann und Bajic nicht nachstehen. Wobei mir Bajics Fehlpässe als so leichtfertig erscheinen, dass ich sogar schon vermutet habe, ihnen lägen grandiose Spielideen zugrunde, die seine Mitspieler nur noch nicht erkennen können.

Nach den Fehlpässen im Spielaufbau wurde dem Ball sofort im Mannschaftsverband wieder hinterher gegangen. Da war das „egal wie“ der bedingungslose Einsatz um die Kontrolle des Spiels. Dieses „egal wie“ wurde aber nicht zu dem berühmten „dreckigen“ Spiel. Dieses „egal wie“ war nur das Wissen, wir müssen rennen und rennen und rennen. Wie es zu den leichtfertig wirkenden Fehlern kommt, ist nicht so genau auszumachen. Liegt es an mangelnde Abstimmung oder am unzureichenden Spielvermögen einzelner Spieler? In Aachen sah der Spielaufbau jedenfalls besser aus. Trotz der Zwei-Tore-Führung zweifelte ich noch lange am Sieg, und erst nach dem Tor von Zvonko Pamic verschwanden diese Zweifel. In diesem Spiel gegen Eintracht Braunschweig zählt nicht nur das Ergebnis. Es war nur ein wenig „egal wie“ gesiegt. Weil der Sieg gerade trotz der Fehler in der zweiten Halbzeit so deutlich wurde, macht er mich sicher, es wird nicht mehr lange dauern, bis mein inneres Bild und die Wirklichkeit endgültig wieder übereinstimmen.

Wer sagt denn endlich was zum Trainer?

Eine Woche können wir uns den Anblick nun schon gönnen. Die Tabelle der Zweiten Liga zeigt den MSV Duisburg vor dem Heimspiel gegen den SC Paderborn auf einem Relegationsplatz. Dummerweise erhält dieser Relegationsplatz nicht die Hoffnung auf den Aufstieg. Es ist der Relegationsplatz des Tabellenendes, und er bringt uns Schicksalsmonate eines Bielefelder Retter-Lienens näher. Ich schreckte sogar schon einmal nachts auf, weil ich von einer Auswährtsfahrt träumte nach Darmstadt, der heimlichen Hauptstadt der  Blümchenmustertapete. Und Freunde schwören, ein verschämtes Wispern aus dem Wasser des Rhein-Herne-Kanals  gehört zu haben: „Ihr vermisst uns doch auch! Zusammen hatten wir so viel Spaß beim Kleeblattsuchen und dem Wassertreten in meinen Kanalkurven-Containerklo-Pfützen.“

Was für eine Woche! Es was eine Woche, die uns verdeutlichte, konzeptionelles Arbeiten braucht immer auch Menschen, die sich für Konzepte verantwortlich fühlen. Beim MSV Duisburg ist aber seit dem Weggang von Bruno Hübner nicht so ganz klar, wer da welche Verantwortung trägt oder tragen möchte. Wenn dann ein 16. Tabellenplatz als Möglichkeit genutzt wird, um Zeitungsseiten mit Schicksalsspielgeraune zu füllen, bleibt es erstmal still im Verein. Dann wird noch irgendwas hinterhergeschoben von Spielern, die über eine Sasic-Entlassung sprechen und allmählich merken die Verantwortlichen, jetzt müssten sie auch erstmal was sagen. Nur diese Verantwortlichen kennen sich außer Roland Kentsch im Fußball nicht sonderlich gut aus. Deshalb klingen die Worte von Dieter Steffen und David Karpathy auch mehr nach Getriebenwerden als nach Herren des Geschehens sein. Erst als Roland Kentsch sich bemerkbar machte, hatte ich endlich zu meiner Beruhigung den Eindruck, da versucht einer die Deutungshoheit über die Situation beim MSV Duisburg zurückzugewinnen.

Man kann den 16. Tabellenplatz in Zeitungen übrigens auch zu sachlichen Überlegungen nutzen. Das kann als Bestandsaufnahme des Qualitätsverlusts im Kader geschehen wie von Dirk Retzlaff bei Der Westen am Montag oder als kommentierende Analyse des Gesamtzusammenhangs wie von dessen Essener Kollegen aus der Zentralredaktion Ralf Birkhahn einen Tag später.

All diese Worte bisher haben noch gar nichts mit der Frage zu tun, ob Milan Sasic in der Situation ein guter Trainer für die Mannschaft ist oder nicht. Meine Sorge galt ja bislang zunächst gar nicht der fachlichen Kompetenz, sondern den Möglichkeiten, die Milan Sasic besitzt, um diese Mannschaft anderer Charaktere zu einer Einheit zu formen. Diese Sorge wird gerade durch die Berichterstattung beruhigt. Die Stimmung in der Mannschaft sei gut, heißt es im Reviersport.  Bleibt also, sich den fußballspezifischen Fragen zu widmen. Und da hätte ich gerne mehr erläuternde Worte von Milan Sasic gegenüber der Öffentlichkeit. Das würde ebenfalls die Stimmung beruhigen. Argumente für einen Trainerwechsel werden ja nur deshalb gesammelt, weil Unverständnis gegenüber Entscheidungen herrscht. Unverständnis lässt sich mit Erklärung begegnen.

Und natürlich mit einem Erfolg gegen den SC Paderborn.  Der Verein dort lässt für mich die Hellmich-Ära noch einmal so richtig lebendig werden, wird er doch von einem Bruder im Geiste geführt. Dort im Ostwestfälischen kann sich der Patriarch als Vereinspräsident noch richtig austoben und dem Selbstbild gemäß auch große Ziele einmal aussprechen. Vielleicht können wir als einst aufstrebende dritte Fußballkraft im Revier unser Wissen weitergeben, wie solche Fantasien durch die Wirklichkeit ausgebremst werden. Per praktischer Anschauung den Finkschen Träumereien vom „Aufstieg“ einen Dämpfer geben. Fände ich persönlich ganz gut.

Die Mannschaft sieht nur auf den Misserfolg

Zwei Ausfälle hatte der MSV Duisburg beim Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum zu beklagen. Zumindest Emil Julas schmerzende Achillessehne hatte direkten Einfluss auf das Spiel. Statt seiner versuchte sich Flamur Kastrati  darin, lange und hohe Anspiele zu erlaufen. Zwar hatte die Mannschaft schon mitbekommen, Kopfballduelle gewinnt der Norweger eher nicht, die langen Bälle blieben dennoch in der ersten Halbzeit das bevorzugte Mittel, den Ball in die gegnerische Hälfte zu bekommen. Da wusste die Mannschaft noch nicht so recht, auf welche andere Weise sie nach dem Ausfall von Emil Jula Angriffe versuchen sollte.  Erfolgsversprechen sehen allerdings ganz anders aus.

Dagegen lässt sich sicher darüber streiten, wie mein Ausfall durch eine fiebrige Erkältung sich auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Vor Ort konnte ich nicht dabei sein, so blieb mir der Blick aufs TV-Bild. Trotz aller stilistischen Bedenken hätte ich jetzt gerne mit dem Kalauer mitfiebernd weitergemacht. Leider gab es da nicht all zu viel mitzufiebern beim Spiel des MSV Duisburg. Etwas regte sich in mir zum Ende des Spiels hin. Da hätte ich den Spielern gerne zugerufen, merkt ihr denn nicht, wie groß die Angst diese Bochumer ist zu verlieren? Vielleicht fiele mein Urteil auch etwas anders aus, wenn ich die ersten zehn bis fünfzehn Minuten des Spiels nicht noch gesundheitsschlafend im Bett gelegen hätte. In dieser Zeit scheint die Mannschaft des MSV Duisburg ja versucht zu haben, das Spiel zu bestimmen.

Nachdem der VfL Bochum aber das Tor zur Führung erzielt hatte, blieb nichts mehr davon übrig. Das Spiel ist nicht in der letzten Minute verloren worden. Das Spiel wurde in dieser ersten Halbzeit verloren, als ein einziges Gegentor jegliches Selbstbewusstsein des MSV Duisburg pulverisierte. Ich verstehe nicht, wieso der Mannschaft ein Gegentor jegliche Kraft nimmt. Warum hat diese Mannschaft keine Routinen, an denen sie sich erst einmal festhalten kann? Das sind Fragen des Interesses. Ich finde das erstaunlich, lese ich doch von guten Trainingsleistungen, die nicht nur Milan Sasic anführte, sondern auch Nutzer des MSVportals gesehen haben.

Ich habe große Sorgen. Ich sehe keinen Fortschritt bei der Entwicklung einer Spielkultur. Ich sehe keine Fortschritte bei der Entwicklung mentaler Stärke. Ich sehe nichts, woran sich diese Mannschaft halten kann, wenn es schlecht läuft. Und es läuft immer schlecht. Wie soll diese Mannschaft außer durch Zufälle Tore erzielen? Der Ausgleich wurde nicht durch kontinuierlich wachsenden Druck auf die Bochumer erspielt. Der Ausgleich fiel durch einen  Freistoß. Er kam aus dem Nichts.  Und nebenbei: Wer schoß den Freistoß? Es war Benjamin Kern. In dieser schon länger anhaltenden Phase der völligen Verunsicherung braucht es Spieler, die sich ihrer selbst sicher sind. Benjamin Kern ist so ein Spieler.  Er strahlt auf dem Platz das aus, was diese Mannschaft in Gänze vermissen lässt. Kevin Wolze strahlt das aus. Goran Sukalo ebenfalls. Aber diese Ausstrahlung springt nicht über auf die gesamte Mannschaft. Die Angst der Bochumer wuchs nach dem Ausgleich und trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, die Mannschaft des MSV Duisburg gewinnt psychische Energie durch diese so deutlich spürbare Angst des Gegners. Sicher, die Mannschaft erarbeitete sich Chancen. Doch der Blick dieser Mannschaft liegt auf der verpassten Chance. Der Blick liegt nicht auf der Wiederholung von Chancen. Diese Mannschaft ist anfällig für die Enttäuschung. Diese Mannschaft trauert erst immer einen kurzen Moment darüber, dass aus einer Gelegenheit zu einem Tor sich doch kein Tor ergibt. Erst nach diesem kurzen Moment der Resignation wird wieder angegriffen. Dem Gegner wird so für einen Moment Zeit gelassen, sich wieder zu orientieren. Der Schreck des Gegners wird nicht ausgenutzt. Außerdem ist die eigene Anstrengung sich erneut zu motivieren weitaus größer, als wenn die Mannschaft kontinuierlich weiterspielte. Diese Mannschaft denkt zu viel über den Misserfolg nach.

Mit solcher Spielweise wird diese Mannschaft des MSV Duisburg nicht genügend Punkte schaffen, um dem Abstieg zu entkommen. Das ist kein Pessimismus. Das ist Realismus. Im Moment sehe ich bei der Spielweise der Mannschaft keinen Ansatz, um auf bessere Zeiten zu vertrauen. Natürlich kann diese Mannschaft dennoch Spiele gewinnen, und sie kann genügend Spiele gewinnen, um sich am Ende im gesicherten Mittelfeld zu platzieren. Wir können das allerdings nicht sicher glauben, sondern nur erhoffen, weil – und nun alle zusammen im Chor – im Fußball alles möglich ist.

Ich bezweifel übrigens, dass ein neuer Trainer irgendetwas ändern würde. Viel wichtiger wäre das Engagement eines Sportdirektors, der Milan Sasic auf Augenhöhe begegnet und mit dem er sich vertrauensvoll austauschen könnte.  Vielleicht überrascht euch diese Haltung bei meiner Skepsis gegenüber Milan Sasics Handeln in den letzten Wochen. Aber wir haben unter Milan Sasic schon Mannschaften gut spielen sehen. Es geht um das Abgleichen von Ideal und Wirklichkeit des Spielvermögens dieser Mannschaft. Es geht um das Überprüfen, welche Spieler welchen taktischen Anforderungen genügen können. Es geht um das Überprüfen, wo welche Spieler mit ihren Fähigkeiten am besten zu Geltung kommen. All das müsste ein neuer Trainer ohnehin machen. Warum soll es also Milan Sasic nicht mit einem neuen Sportdirektor gemeinsam machen?

Tausche Elfmetergeschenk gegen Abseitstor

Zum Glück lese ich heute Morgen deutliche Worte, die Emil Jula und Florian Fromlowitz  nach dem Spiel des MSV Duisburg gegen den 1. FC Union Berlin gesprochen haben. Schon im Stadion fürchtete ich am Samstag, der Verlauf der letzten zehn Minuten könnte den klaren Blick auf die indiskutable Leistung der Mannschaft vernebeln. Auf der Seite des MSV Duisburg geschieht das auch in Teilen. Da klingt es nach unglücklichem Spielverlauf, wenn im Vordergrund steht, wie schön es wäre, wenn solche Spiele einmal gewonnen werden  könnten. Und ein Sieg wird da auch „geklaut“.  Doch wenn ich die Moral bemühe, dann denke ich, ein geschenkter Elfmeter und ein nicht gegebenes Abseitstor heben sich punkto Gerechtigkeit einigermaßen auf.

Es ist auch überhaupt nicht wichtig, ob der MSV Duisburg am Samstag um den Sieg gebracht wurde oder nicht. Es ist wichtig, wie große Teile dieser Mannschaft auf dem Spielfeld auftreten. Es ist wichtig zu wissen, dass man auch als verunsicherter Spieler einem Gegner aus der zweiten Liga Sorgen bereiten kann. Denn wenn es eines gibt, was Zweitligaspieler können sollten, ist es zu verteidigen. Ohne den Ball im Besitz zu haben, muss ich mir nämlich um den Ball als einer Hauptfehlerquelle eines Fußballspiels keine Gedanken machen. Ich muss nur daran denken, da ist mein Gegner, der hat gerade den Ball und es damit schwieriger als ich. Diesen Ball will ich jetzt wiederhaben. Ich muss mir nicht darum Gedanken machen, dass ich gleich wieder den Ball wegspringen lasse, wenn ich angepasst werde. Ich muss mir nicht Gedanken darum machen, wie ich diesen verdammten Gegenspieler umspielen soll, obwohl ich es nicht kann. Ich muss einfach nur rennen, am besten natürlich in mannschaftlicher Geschlossenheit. Manchmal reicht es sogar, wenn ich alleine bedrohlich auf einen Gegenspieler zulaufe. Kein Ball an meinen Füßen stört mich dabei. Ich mache einfach nur dem Gegenspieler Angst, indem ich möglichst überzeugend den Ball zurückerobern will.

Im Abstand von zwei, drei Metern überzeuge ich den Gegenspieler nicht. Da kriegt kein Spieler von Union Berlin Angst. Da kann jeder Spieler sich in Ruhe überlegen, ob er den Ball zur Sicherheit noch einmal hinten rumspielt. Ob er den Ball halblang passt oder gar hoch in den Strafraum spielt. Der 1. FC Union Berlin brauchte zudem gar nicht hoch in den Strafraum spielen. Die Mannschaft zeigte ein beeindruckend schnelles Passspiel. Jede Balleroberung der Berliner Mannschaft bedeutete die Möglichkeit mit drei vier Spielzügen vor dem Strafraum des MSV Duisburg aufzutauchen.

Das Standardspiel vom MSV Duisburg sah ungefähr so aus: Pässe werden ohne viel Kraft als halbhohe oder hohe Bälle geschlagen. Diese Pässe sind so lange unterwegs, dass alle Gegenspieler sich positionieren können. Alternativ dazu versucht ein einzelner Spieler den Ball nach vorne zu treiben, aber erst nachdem er kurz überlegt hat und dadurch seine Ausgangschance verschlechterte. Dennoch gelangen Spielaktionen. Sie blieben vereinzelt und wirkten deshalb als Zufallsprodukt. Gerade der neu verpflichtete Stürmer Janos Lazok arbeitete viel, wirkt ballsicher, hat Überblick und setzte sich immer wieder durch. Wenn er dieses Niveau halten kann, ist die Verpflichtung ein Glücksfall gewesen.

Das frühe Gegentor durch die Berliner habe die Mannschaft verunsichert, heißt es. In meinen Augen war das frühe Gegentor das Ergebnis der grundsätzlichen Spielweise der Mannschaft. Das schnelle Passspiel der Berliner, nicht nur bei diesem Tor sondern während der gesamten ersten Halbzeit, ermöglichte ein MSV Duisburg, der dem Gegner grundsätzlich den Raum für dieses Spiel ließ. Und dabei geht es aus meiner Sicht, vor allen Dingen um die Laufbereitschaft.

Diese Mannschaft strahlt einfach nicht den Willen aus, den Ball in Besitz haben zu wollen. Wenn Jürgen Gjasula beim Rückstand irgendwann um die 77. Minute herum einen Fehlpass am Strafraumrand spielt, bin ich nicht ärgerlich über den Fehlpass, sondern über die Reaktion auf diesen Fehlpass von Jürgen Gjasula. Er spielt den Pass, sieht, wie der Abwehrspieler den Ball abfängt und fällt in sich zusammen. Jürgen Gjasula schaut auf den Boden, bewegt sich in Zeitlupe weiter Richtung Torauslinie und nimmt nichts mehr vom Spiel wahr. Obwohl sich der Ball noch immer in der Nähe des gegnerischen Tores befindet. Owohl mit ihm zwei weitere Mannschaftskollegen dazu bereit sein könnten, den Ball sofort zurück zu erobern. Jürgen Gjasulas Verhalten repräsentiert die Einstellung eines großen Teils der Mannschaft. Obwohl er 75 Minuten lang Zeit genug hatte zu merken, wie schnell Union Berlin die Konter spielt, wenn es ihnen erlaubt wird, scheint er nur den eigenen Fehler wahrzunehmen und nichts dafür zu tun, diesen Fehler wieder auszubügeln.

Ich überlege gerade, ob entscheidend für diesen Eindruck der mangelhaften Aggressivität im Spiel des MSV Duisburg vor allem das Verhalten der Spieler im offensiven Mittelfeld und im Sturm ist. Vielleicht gibt es nicht zu wenige Spieler in der Mannschaft des MSV Duisburg mit dieser Ausstrahlung, den Ball haben zu wollen. Es gibt einfach zu wenige Spieler an entscheidenden Stellen im Mannschaftsgefüge. Es wirkt so, als spiele diese Mannschaft nahezu immer im leichten Trab, selbst dann wenn Schnelligkeit gefordert ist. Ständig wird irgendwohin getrabt, wohin gesprintet werden müsste. Das ist weniger gefährlich, wenn es um den schnellen Einwurf geht. Da wird einfach eine Chance verpasst. Das ist aber gefährlich, wenn der Gegner seinen Angriff aufbaut und die ballführenden Spieler energisch angegriffen werden müssten. Das ist aber sogar gefährlich, wenn die Mannschaft des MSV Duisburg in Ballbesitz ist. Dann wird der Ball etwa auf den rechten Flügel gespielt und kommt offensichtlich nicht an. Die Mannschaft bewegt sich dennoch weiter etwas in Richtung Gegentor, während im Normalfall Daniel Brosinski dem Ball in einem Tempo nachgeht, als laufe er nach einer intensiven Trainingseinheit etwas aus. Schnelligkeit ist aber die eigentliche Qualität dieses Spielers. Er braucht den Ball ab der Mittellinie und er braucht Raum vor sich. In allen anderen Momenten wirkte er gegen Union Berlin überfordert und eben verunsichert. Dann nutzte er nicht mal mehr seine Schnelligkeit, um die Verteidiger unter Druck zu setzen, wenn diese den Ball abgefangen hatten. Sie wussten, sie hatten alle Zeit der Welt, um noch jede größere technische Schwierigkeit auszugleichen. Einem Berliner hätte der Ball fünf Meter vom Fuß springen können, und er hätte immer noch das Gefühl gehabt, das Spiel zu kontrollieren. So lässt sich dann der MSV Duisburg leicht auskontern, wenn die Mannschaft dem Gegner eine derart große Sicherheit im Spiel gewinnen lässt.  Wie es anders geht, war vor allem in den letzten zehn Minuten zu erkennen. Noch einmal: Verunsicherung durch das frühe Gegentor reicht mir als Erklärung für die sonstige Spielweise der Mannschaft in diesem Spiel nicht aus.

Zwischen Erleichterung, unbändiger Freude und Trauer

Eigentlich hätte der Sieg des MSV Duisburg gegen Dynamo Dresden gestern, am frühen Abend ganz im Zeichen von großer Erleichterung und unbändiger Freude gestanden. Doch an diesem frühen Abend gab es auch Momente von tiefer Trauer und Besinnlichkeit. Diese so anderen Gefühle machen heute eine Vorrede nötig. Der Fanbeauftragte des MSV Duisburg, Dirk Lechtenberg, war am Sonntag zuvor gestorben. Das Spiel gestern wurde auch zum Anlass genommen, seiner zu gedenken.

Wenn ein Stadion während der Halbzeitpause eines normalen Ligaspiels in einen Ort des Gedenkens verwandelt werden soll, ist das ein schwieriges Unterfangen. Zwischen den überbordenden Gefühlen bei einem Fußballspiel und Besinnlichkeit oder Trauer befindet sich ein tiefer emotionaler Graben. Nach einem Torjubel fällt es nicht leicht, sich einzustimmen auf ein Fühlen, das dem Moment des Gedenkens angemessen ist. Es ist dann ebenfalls nicht leicht, passende Worte zum plötzlichen und frühen Tod des Fanbeauftragen vom MSV Duisburg, Dirk Lechtenberg, zu sprechen. Es ist um so schwerer, wenn beim Sprechen der Verlust dieses Menschen so deutlich hervortritt, da dieser Mensch genau an diesem Ort des Sprechens die Freude über das Tor mit vielen der dort trauernden Menschen geteilt hätte.

Dem MSV Duisburg ist es dank der Freunde und Lebensgefährten von Dirk Lechtenberg und dank seiner Mitarbeiter auf dem Platz gelungen, diese schwierige Situation würdevoll zu gestalten. Die Zuschauer im Stadion hielten für diese Zeit des Gedenkens inne. Das stattfindende Fußballspiel entschwand in eine Nebenwelt, und im Stadion war spürbar, wie aufrichtige Anteilnahme die Menschen ergriffen hatte. Den Gästefans ist ihre stille Teilnahme an diesem Gedenken hoch anzurechnen, und selbst dem notwendigen Aufwärmen der Ersatzspieler war das Zurückgenommene, das Innehalten im alltäglichen Voranschreiten anzumerken. Es ist bezeichnend für unsere Medienwelt, dass am Rand des Spielfelds das Moderatoren-Geplapper für das Fernsehen weiterging und der grelle Scheinwerfer dort auf die scheinbare Unverwundbarkeit dieser Medienmaschinerie verwies. Der Tod von Dirk Lechtenberg ließ im Stadion überall sonst das Leben verstummen. Die Zeit stand still, und dass ein Fußballspiel nach diesem Gedenken wieder aufgenommen werden sollte, schien mir unvorstellbar.

Früh kam die Mannschaft des MSV Duisburg zurück auf den Platz. Die Spieler bewegten sich ein wenig, um warm zu bleiben. Sie blieben aber alleine, weder Schiedsrichter noch Gegner kamen dazu. Durch dieses Dasein der Spieler wagte sich das Leben zurück in das Stadion. Ob Fügung oder bewusste Entscheidung, die früh zurück gekommenen Spieler des MSV Duisburg, alleine auf dem Platz halfen den Zuschauern ihre so entgesetzten Gefühle miteinander in Einklang zu bringen. Es gab einen Zeitraum für den Gefühlswandel. Wir konnten den Spielern stumm zusehen und mit jeder ihrer balllosen Bewegungen nahmen wir die zweite Halbzeit des Fußballspiels ein wenig mehr in den Blick. Besinnlichkeit und Trauer ließen wir so weit zurück, dass die Rückkehr der Dresdner Spieler schon erwartungsvolle Unruhe hervorrief.

Die zweite Halbzeit begann, und ein wenig sorgenvoll fragte ich mich mit den Freunden, ob diese Mannschaft wirklich so gut war, dass sie den Gegner mit ihrer anfänglich leicht zurückgenommenen Spielweise kontrollieren könnte. Doch Dynamo Dresden war der richtige Gegner, um Selbstvertrauen zu entwickeln und genau das im Wettkampf zu üben, was wir in den ersten Spielen so sehr vermisst hatten. Die Mannschaft schlug kaum einen eroberten Ball mit einem langen Pass nach vorne, sondern sie versuchte fast alle Spielsituationen durch kontrolliertes Passspiel aufzulösen. Wenn konsequent so weitergespielt wird, werde ich auch einmal schreiben können, durch schnelles kontrolliertes Passspiel.

Von Spielbeginn an war deutlich, die Mannschaft wird versuchen, sich ihre Chancen durch Kombinationsfußball zu erspielen. Auch wenn steil gespielte Pässe im Nichts landeten, in jedem Angriff wurde erneut ein Kombinationsspiel versucht. Dynamo Dresden war dafür auch deshalb ein geeigneter Gegner, weil sich aus dem abgefangenen Ball nur selten ein gefährlicher Gegenangriff entwickelte. Zwar gab es zwei sehr gute Chancen für die Dresdner in der ersten Halbzeit, doch blieb die Mannschaft sonst eher harmlos. Viele zwingenden Chancen erspielte sich der MSV Duisburg allerdings auch nicht. Doch der Versuch einer konstruktiven Spielweise stimmte mich grundsätzlich optimistisch.

So schien mir das Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff als Belohnung für die konsequente Wahl der spielerischen Varianten. Einen Eckstoß nahm Branimir Bajic volley und schoß unhaltbar ein. Wahrscheinlich möchte Branimir Bajic den Ehrgeiz seiner Kollegen aus dem Sturm ein wenig kitzeln. Bislang schien er bei Eckbällen ja vor allem ein besonderes Gespür für den abprallenden Ball als zweite Chance zu haben. Nun beginnt er, schon bei der ersten Chance am richtigen Platz zu sein. Großartig!

Wie angekratzt bei den Spielern des MSV Duisburg das Vertrauen in ihre Spielweise war, wurde am Jubel über das 2:0 sichtbar. Emil Julas Tor ging ein schöner Flankenlauf von Daniel Brosinski voraus, und im Jubelknäuel zeigte sich die so große Erleichterung der Spieler. Nach diesem Tor war der Sieg gesichert. Der Mannschaft blieb weiter Zeit, sich auszuprobieren, denn die Dresdner versuchten noch mitzuspielen.

Milan Sasic braucht sich nicht zu sorgen. Nach diesem Sieg wird nichts übertrieben gut geredet. Zu offensichtlich waren die Fehlpässe durch die unzureichende Abstimmung. Zu offensichtlich war das oft gemächliche Tempo, mit dem die Mannschaft viele ihrer Angriffe in den entscheidenden ersten zwei, drei Spielzügen bestritt. Da spricht aus mir keine Unzufriedenheit sondern Realismus. Vielmehr bin ich sehr zufrieden, dass die Mannschaft trotz dieser so offensichtlichen Schwächen es geschafft hat, das Spiel auf gesamter Länge durch Kombinationsfußball zu gestalten.

Für dieses Wagnis – auch wenn nur in ganz wenigen Momenten des Ballverlustes in der eigenen Hälfte ein Wagnis war, ich nenne das so –  für dieses Wagnis also war die SG Dynamo Dresden der bestens geeignete Gegner. Die Mannschaft war gut genug, um die Spielweise zu behindern, sie war aber nicht dauerhaft gefährlich genug, um die Schwächen des MSV Duisburg zu nutzen. Komischerweise war ich nur bei der ersten Großchance der Dresdner und Filip Trojans Heber an die Latte etwas erschrocken. Als Marcel Heller alleine auf Florian Fromlowitz zulief, schlug mein Herz nicht einen Schlag schneller. Ich war sicher, er schießt vorbei.

Wenn die Riesenfreude und das Feiern von uns Zuschauern und Spielern nach diesem Sieg ein Maßstab ist, mag ich gar nicht an einen wirklich großen Erfolg denken. Was wird dann erst los sein? Aber vielleicht gehört dieser Sieg ja bereits zu einem der großen Erfolge dieser Mannschaft. Sie hat dem Erwartungsdruck mit spielerischen Mitteln stand gehalten. Wir können wirklich zufrieden sein.


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