Posts Tagged 'Fußballfans gegen Homophobie'

1 Jahr „Aktion Libero“ – Ein Diskussionsabend zu Fußball und Homosexualität

Vor einem Jahr rief eine Gruppe von Sportbloggern die „Aktion Libero“ ins Leben. In der Welt der Sportblogs sollte das Engagement gegen Homophobie, insbesondere in der Welt des Fußballs, einen ständigen publizistischen Ort erhalten. Sportblogger kamen als Unterstützer und Multiplikatoren hinzu.  Seitdem wirkt die „Aktion Libero“ mit daran, die Diskriminierung von Homosexuellen in der Welt des Fußballs zu mindern.

Anlässlich des Jahrestages der Gründung des Netzwerks veranstaltet die „Aktion Libero“ am kommenden Samstag in Köln einen Diskussionsabend.  Über die Rolle der Medien bei dem Thema Fußball und Homosexualität soll dabei geredet werden.

Hier das Ganze noch einmal in kompakter Form

»Fußball und Homosexualität – die Rolle der Medien«.
Samstag, 17. November 2012
Zeit: 19 Uhr
Ort: Musikclub Zum Scheuen Reh,
Hans-Böckler-Platz 2, 50672 Köln

An dem Abend diskutieren: Ronny Blaschke, Journalist und Autor, der in dem Buch „Versteckspieler“ die Geschichte des schwulen Fußballers Marcus Urban erzählt. Andreas Stiene, Gründer und Organisator des Come-Together-Cups in Köln und Mitgründer des schwul-lesbischen FC-Fanclubs »Andersrum Rut-Wiess«.Jan F. Orth, Präsidiumsmitglied und Pressesprecher des Fußballverbands Mittelrhein (FVM), sowie Beisitzer des DFB-Bundesgerichts. Dirk Leibfried, Journalist und Autor, der gemeinsam mit Andreas Erb das Buch „Das Schweigen der Männer. Homosexualität im deutschen Fußball“ geschrieben hat. Die Gesprächsleitung übernimmt der freie Publizist Alex Feuerherdt, der auch bloggt und die »Aktion Libero« mit initiiert hat.

Wer sich auf der Seite von „Aktion Libero“ noch einmal gebündelt mit kurzen Porträts über die Diskussionsteilnehmer informieren möchte, kann das mit einem Klick weiter hier machen.

Nun erst einmal wieder nichts erwarten

Vor dem Auswärtsspiel des MSV Duisburg beim FC St. Pauli heute Abend fühle ich mich nun erst einmal wieder so wie vor einem Jahr. Ich erwarte nichts und bin mit Vorfreude darauf gespannt, welche Leistung die Mannschaft zeigt. So geht es den meisten Freunden von mir. Auch im MSVportal herrscht vor dem Spiel diese Stimmung vor. Darüber hinaus bin ich gespannt, wie sich die Personalie Benjamin Kern entwickelt. Menschen bevorzugen Anschauung statt Abstraktion. So binden sich diffuse Gefühle beispielhaft an einen Kristallisationspunkt im Geschehen, um zu zeigen so sieht es in mir aus. Um Unzufriedenheit zu thematisieren eignet sich ganz offensichtlich im Moment vor allem die Besetzung des Rechtsverteidigers und die geschwundene Wertschätzung Milan Sasics für seinen Spieler Benjamin Kern. Das geht anscheinend vielen Zuschauern so, nicht nur mir.  Thorsten Richter fragt im Interview für die Reviersport bei Milan Sasic vorsichtig nach der „Rückkehr“ Benjamin Kerns. Doch Milan Sasic erklärt implizit, Benjamin Kern spiele bislang nicht gut genug für die Zweitliga-Mannschaft.

Ich habe Mühe, das zu glauben, obwohl ich eigentlich grundsätzlich der Meinung bin, ich sollte dem Trainer meiner Mannschaft vertrauen. Er ist es, der mit den Spielern täglich zusammenarbeitet. Er beobachtet diese Spieler im Spiel und während dieses Trainings viel genauer als ich. Dennoch reicht mir die pauschale Antwort nicht aus. Ich möchte nicht zweifeln und doch führt das, was ich bislang gesehen habe,  zu der Überzeugung, ein solide spielender Benjamin Kern ist auf der Positiion des Rechtsverteidigers mindestens von gleicher Güte wie Markus Bollmann. Und das heißt nicht, ich fände Markus Bollmann schlechter. Es bedeutet nur, ich habe keine ausreichende Erklärung für die Leistungsbewertung durch Milan Sasic. Mit der Personalie Benjamin Kern nimmt mein leiser Zweifel immer wieder Gestalt an. Der heutige Abend wird ihn hoffentlich beseitigen. Genügend aufmunternde Stimmen dazu gibt es im Umfeld des MSV Duisburg allemal, wie die Kommentare hier im Blog nach dem Spiel gegen den FC Hansa Rostock zeigen. Warten wir also ab.

Die Initiative „Fußballfans gegen Homophobie“  macht übrigens eine Randnotiz zu dem Spiel möglich. So weit ich das überblicke, wird zum ersten Mal bei einem Profispiel des Fußballs der „Wanderbanner“ der Initiative zu sehen sein. Die Initiative richtet sich gegen „homosexuellenfeindlichen und menschenverachtenden Äußerungen und Aktionen im Stadion und auf dem Platz.“


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