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Soll und Haben im überflüssig gewordenen Tabellenrechner – 36. Spieltag

Schnell und kurz schon mal die reine Freude an diesem Tag. Der Blick auf den Tabellenrechner ist ein lustiger Zeitvertreib geworden, eine Spielerei. Dank der Erfolge des MSV brauchen wir ihn nicht mehr. Vier Punkte über Soll steht der MSV nun da. Er sollte uns Stütze sein in der Sorge, der MSV könne vom Weg abweichen und das geplante Ziel nicht erreichen. Er war eine Art Landkarte und gab Sicherheit. Nun brauchen wir nicht mehr allzu viele Möglichkeiten im Kopf hin und her bewegen. Ein einziges Spiel kann nächsten Samstag alles entscheiden. Dabei muss der MSV nicht alles wagen. Es gibt noch einen Spieltag. Für meine Nerven wäre die Entscheidung nächste Woche sicher das beste. Dabei geht gerade ganz unter, dass mit dem Sieg in Erfurt dem MSV der Relegationsplatz sicher ist. Was hätten wir uns vor Wochen schon darüber gefreut. Aber was brauchen wir eine Relegation, wenn wir einen Lauf haben.

Ganz verwegen habe ich gestern sogar an Jahn Regensburg gedacht, die nach dem sicheren Abstieg plötzlich befreit aufspielen und Bielefeld überraschen, und dann… Ihr wisst schon. Aber das war nur die Siegesfreude. Ich schwöre. Ich will hier keine Götter des Fußballs reizen. Ich bin auch kein Fischer und habe keine vrouw, die immer mehr will von dem butje in der See. Also, nächste Woche gilt es. Und jetzt freut euch einfach an dem Blick auf diese Spielerei, die ganz überflüssig geworden ist.

 Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  70 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 68 (70) +4
3. (3.) Holstein Kiel 67 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 61 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 55 (50) +9
6. (5.) Preußen Münster 54 (65) -6
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +1
8. (6.) Energie Cottbus 53 (60) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 50 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 50 (54) +2
11. (8.) VfL Osnabrück 48 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -11

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 35. Spieltag

Zur Tabellenrechnerprognose gibt es immer weniger zu sagen: Die Prognosen gehen auf. Kiel konnte mit dem einen Punkt in Bielefeld die zwei unter Soll wider Erwarten auf einen reduzieren. Aber Hauptsache, die Kieler haben nicht gewonnen. Ansonsten: Läuft!  Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  69 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 65 (70) +2
3. (3.) Holstein Kiel 64 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -5
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 53 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +2
8. (12.) Chemnitzer FC 52 (50) +7
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 47 (54) +2
11. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -9

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 34. Spieltag

Großartig! Der MSV hat die zweite Möglichkeit genutzt, um meine Erwartungen zu übertreffen. Was ohnehin schwierig für die Mannschaft ist, weil ich fast nur Siege habe getippt. Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  68 Punkte (77) +1
2. (3.) Holstein Kiel 63 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 62 (70) +2
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -2
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 52 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 50 (53) +2
8. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
9. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -9
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) -1

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 33. Spieltag

Sehr zufrieden macht mich dieses Abgleichen des Tabellenrechners mit der Wirklichkeit, wenn sich alle Vereine an meine Vorgaben  halten. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn die Kieler auch noch beim Schlusspfiff unter meinen Erwartungen geblieben wären. So sah es ja zunächst lange aus. Langsam stellt sich zudem heraus, dass ich bei meiner Tabellenrechner-Prognose den Chemnitzer FC und Rot-Weiß Erfurt verwechselt haben muss. Der eine fährt die vorausgesagten Ergebnisse des anderen ein.

Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  65 Punkte (77) -1
2. (3.) Holstein Kiel 60 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 59 (70) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -1
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) -3
6. (11.) Hallescher FC 49 (53) +3
7. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
8. (6.) Energie Cottbus 49 (60) -2
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -6
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -8
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) 0

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 32. Spieltag

Das Abgleichen von Wirklichkeit und Tabellenrechner-Prognose geht schnell! Meine Worte zum Spiel mit diesen Wahnsinns-Schlussminuten schreibe ich aber erst morgen früh. Ich bin immer noch wie gerädert nach diesem Bangen um den Sieg.

Nach den Ergebnissen gestern habe ich nur kurz gewagt, mir die Auswirkungen eines MSV-Sieges vorzustellen. Nun ist es eingetreten: Alle Mitkonkurrenten um den Aufstieg liegen bislang mindestens einen Punkt unter meiner Endprognose. Alleine der MSV Duisburg nimmt mich genau beim Wort. Denn wie gesagt, ich war dem MSV Duisburg beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis seht ihr ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Ihr seht die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

 

1. (1.) Arminia Bielefeld  62 Punkte (77) -1
2. (3.) Holstein Kiel 59 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 56 (70) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 55 (67) -1
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) -3
6. (11.) Hallescher FC 49 (53) +3
7. (6.) Energie Cottbus 49 (60) -2
8. (12.) Chemnitzer FC 46 (50) +5
9. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -6
10. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -6
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) +2

 

 

 

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 31. Spieltag

Der ein oder andere wird es mitbekommen haben,  vor dem 31. Spieltag habe ich den Tabellenrechner vom “Kicker“ in Gang gesetzt. Ich hatte schon einmal in der Saison 2011/12 gute Erfahrungen mit seiner für die Zebras zieladäquaten Vorhersagekraft gemacht, und so möchte auch in dieser Saison meinen schmetterlingsflügelschlagstarken Beitrag für das Erreichen des Ziels Aufstieg leisten. Ich war meinem Verein bei den Prognosen insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis seht ihr ganz unten: der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Schön ist es, die eigenen Prognosen mit der eingetretenen Wirklichkeit zu vergleichen, wenn sie denn eintreffen. Doch verringert sich der Spaß sofort, wenn der eigene Verein schon am ersten Spieltag unter dem Prognoseziel bleibt. Das deutet auf eine, vorsichtig gesagt, wohlwollende Ergebnisorientierung von mir hin. Aber noch sind wir im Plan, selbst mit zwei Punkten unter Soll, ist das Ziel 2. Tabellenplatz nicht gefährdet, weil Kiel ebenfalls meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Andererseits würde es mich entspannen, wenn auf diesen Prognosefehler ein weiterer folgen würde und in der nächsten Woche der Verein meines Herzens über meinen Erwartungen bliebe.

Von nun an wird es nach jedem Spieltag zur besseren Orientierung den Abgleich mit den Ergebnissen geben. So lange, bis irgendetwas entschieden ist. Ihr seht die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

 

1. (1.) Arminia Bielefeld  62 Punkte (77) 0
2. (3.) Holstein Kiel 56 (69) -2
3. (4.) Stuttgarter Kickers 55 (67) 0
4. (2.) MSV Duisburg 53 (70) -2
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) 0
6. (6.) Energie Cottbus 48 (60) 0
7. (11) Hallescher FC 46 (53) 0
8. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -3
10. (12) Chemnitzer FC (43) (50) +2
11. (10) Dynamo Dresden (41) (54) -2

 

 

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Die erwartungsvolle Spannung nach der Winterpause

Anfang dieser Woche meldete sich bei mir Oliver Leiste, der für die Mitteldeutsche Zeitung über den Halleschen FC berichtet. In Köln riefen sie daraufhin alle, was für eine schöne Tradition. Schließlich sprachen wir schon einmal mehr miteinander, als es für den Kölner und seiner Vorstellung von Tradition nötig ist. Zum vierten Mal spielt der MSV Duisburg um Punkte gegen den Halleschen FC. Hoffentlich ist es das letzte Mal, ging mir durch den Kopf, während wir uns am Telefon begrüßten, und nur einen Moment später hing eine leise Unhöflichkeit in der Luft. Denn diesen Satz hatte einer von uns beiden gerade ausgesprochen, und dieser eine war ohne Zweifel ich. Es ist aus mir einfach als allererstes herausgeplatzt. Der Schaden war aber nicht groß. Inzwischen weiß ich, meine Hoffnung war eine Steilvorlage für seinen Vorbericht in der Mitteldeutschen Zeitung.

Nicht wenigen von euch, deren Zuneigung dem MSV Duisburg gilt, wird es ähnlich gehen. Die Anspannung vor diesem Spiel spüre ich jedes Mal, wenn ich mit jemandem über den MSV rede. Diese Anspannung ist größer, als es nach einer Winterpause in den letzten Jahren jeh war. Um so klarer die Zielvorgabe erkennbar ist, desto größer wird die Hoffnung und entsprechend mächtiger droht zugleich Enttäuschung. Wenn wir beim MSV Duisburg von Fallhöhe sprechen können, so wissen wir, es ist tatsächlich ganz ernst mit dem Vorhaben, aufzusteigen.

Dabei gelingt es dem MSV Duisburg im Moment sehr gut, die Stimmung in und rund um den Verein in der Balance zu halten und gleichzeitig Selbstvertrauen sowie positive Energie auszustrahlen. Das beeindruckt deshalb, weil die Wahrheiten, so weit es irgend geht, auf dem Tisch liegen. Spieler bekennen sich entschieden zu ihrem Aufstiegswillen. Die sportlich Verantwortlichen halten sich etwas zurück, erinnern an Schwierigkeiten auf diesem Weg und bremsen dennoch nicht die Hoffnung auf Erfolg aus. Die Verwaltung in Person von Ingo Wald spricht die finanziellen Folgen eines Nichtaufstiegs ohne Alarmismus an. So wissen wir, die von Ivo Grlics in den Raum gestellte Aussicht von einer Saison Spielraum gibt es weiterhin. Dennoch würde es 2015/2016 schwieriger.

Alles in allem ist der Boden für den Erfolg bereitet. Die Verpflichtung von Martin Dausch war die erste Nachricht, die in der Winterpause als klares Bekenntnis zum Aufstieg gedeutet werden konnte. Die in den Testspielen gezeigten Leistungen gaben weitere Fingerzeige. Pierre De Wit kann wieder spielen. Kingsley Onuegbu scheint die spielerische Klasse seiner ersten Monate in Duisburg zurück gewonnen zu haben und, und, und. Wegen all dem ist meine Anspannung vor dem Spiel gegen Halle so groß. Erst in diesem Spiel wird es wieder ganz echt. Erst in diesem Spiel zeigt sich, was aus all den Simulationen des Wettkampfs in der Winterpause in die Wirklichkeit hineingebracht werden kann.

Bei all dem darf nicht vergessen werden, in den anderen Vereinen wurde auf ähnliche Weise versucht, dem Ziel Aufstieg näher zu kommen. Auch Halle etwa hat Testspiele gewonnen, den mannschaftlichen Zusammenhalt weiter gestärkt und sucht den Erfolg. Am liebsten wäre mir, diesem ersten Eindruck eines anspruchsvollen Gegners folgte im Spiel jene Ernüchterung, die sich beim Betrachten der Pressekonferenz des Vereins einstellt. Was für ein Premier-Pay-TV-Vorspann begegnet dort dem ganz normalen Fußballalltag.

Die Streifen der Zebras

„Warum hat das Zebra Streifen?“, hieß es letzten Montag im Kölner Stadt-Anzeiger. Diese immer wieder aus der Klamottenkiste der Biologie hervorgeholte Frage im unterhaltenden Wissenschaftsjournalismus ist für uns in Duisburg natürlich längst schon völlig uninteressant. Wir gähnen und denken, ach Gott, das schon wieder. Soll man auch denen nun einen Leserbrief schreiben? Sich empören? Das kann doch kein Zufall sein, so ein  Text kurz vor der Ende der Winterpause. Das ist pure Provokation. Samstag geht es endlich wieder los mit den Punktespielen, und schon werden die wildesten Theorien verbreitet.

Das soll Unruhe in Duisburg schaffen, das soll doch Kräfte binden, die eigentlich für den sportlichen Erfolg gebraucht werden. Wenn da nicht mal der Hallesche FC selbst was in der Presse lanciert hat. Für die fängt der Pott doch bestimmt schon in Bonn an. Ist doch überall in Deutschland so. Alles eins an Rhein und Ruhr. Da kann es schon mal vorkommen, dass der falsche Kontakt zur Presse anbeißt.

Und dann wird gemächlich das alte Spiel gespielt: Statt mal Leute zu fragen, die es wissen, werden wieder sogenannte Experten zitiert. Warum geht es eigentlich nicht in diese Biologenköpfe hinein, dass auch einmal die nahe liegende Antwort eine wissenschaftliche Wahrheit ist? Es wird gemutmaßt über den Krankheitsschutz und die Wärmeregulierung. Was für ein Unsinn! Fragt uns! Ein Zebra hat Streifen, damit es weiß, dass es ein Zebra ist und Fußball spielt. Hätte es keine Streifen, glaubte es nachher noch, es hätte Flügel und müsse Eishockey spielen. Wie schnell hält sich ein streifenloses Zebra für einen Löwen mit geringem Haarwuchs und versucht dann erfolglos auf Körbe zu werfen? So einfach ist das, Zebras wollen wissen, dass sie Zebras sind und einen Ball ins Tor schießen können. Das nächste Mal am Samstag in Halle – trotz aller Störfeuer!

Immer noch drei Punkte über Soll

Es ist immer leicht, das Beste aus den Dingen zu machen, wenn man sie gar nicht genau gesehen hat. So war ich in Amsterdam trotz meiner Hoffnung auf einen Sieg des MSV Duisburg gegen den Halleschen FC nicht sonderlich enttäuscht über das 1:1 im Heimspiel. Warum soll ich es mir auch schwer machen? Laut SC-Paderborn-Fahrtenbuch zum Aufstieg immer noch drei Punkte über Soll. Nach dem Abpfiff habe ich also begonnen, Meinungen zum Spiel zu lesen, ich habe den Spielbericht vom MDR  gesehen und summte kurze Zeit später mit guter Laune wieder die Hymne Amsterdams, Aan de Amsterdamse Grachten. In der Version von Wim Sonneveld wurde sie in den Niederlanden am populärsten. Den aber lässt youtube in Deutschland nur in folgendem Clip als Hintergrund durch die Filter. Dennoch: Wer mal ausprobieren will, wie sich gute Laune in Amsterdam anfühlt, bitte schön.

Gönnt sie mir, die gute Laune, wenn ihr euch schon über die Leistung der Mannschaft geärgert haben solltet. Die Saison beginnt nicht als stete Steigerung auf ein spielerisches Niveau, das keine Zweifel am Saisonausgang lässt. Die Mannschaft muss sich weiter entwickeln. Das wissen die Spieler selbst, und unter den Zuschauern gibt es nicht wenige, die genügend Grundlagen für solch eine Entwicklung sehen. Die Lage ist also nicht eindeutig. Das sind wir in Duisburg nun seit ein paar Jahren gewöhnt. Ich kann die Spieler momentan aber auch besonders gut verstehen, weil es mir und dem MSV Duisburg ganz ähnlich geht. Der Verein und ich, wir mussten die Saison beginnen, im Wissen um Schwächen bei der Vorbereitung. Wir setzen beide auf Entwicklung, und dennoch müssen wir manchmal präsenter sein, als es uns derzeit eigentlich möglich ist.

So plingte vor dem Spiel gegen den Halleschen FC von der Mitteldeutschen Zeitung eine E-Mail im Postkasten. Antworten zum MSV sollte ich geben. Ich gab meine fehlende Vorbereitung sowie Entwicklungsrückstand zu bedenken. Dann antwortete ich schnell in der Meinung, ich gäbe eine Grundlage, von der aus ein eigener Text entstände. Doch einen Tag später las ich das „Interview“ in der Mitteldeutschen Zeitung. Ob ich die Standardsituationen in den Fragen nach der gegenwärtigen Lage beim MSV einigermaßen gelöst habe, müsst ihr selbst beurteilen. Bei den spielerischen Momenten jedenfalls, den Fragen nach den Neuverpflichtungen und Abgängen, fühlte ich mich auf sehr dünnem Eis und suchte den sicheren Pass mit dem Namen Grote oder den Verlegenheitspass mit dem Namen Schnellhardt. Die Frage nach den Abgängen knüppelte ich weg und löste so angesichts des Zeitdrucks vorübergehende Gedächtnisschwächen. Ihr seht mit dem Blick hinter die Kulissen des Lokaljournalismus nicht nur, wie Wirklichkeit entsteht, sondern ihr erhaltet auch einen Hinweis darauf, dass Entwicklung Zeit braucht.

Beim Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg werde ich in dieser Saison den nächsten großen Entwicklungsschritt machen und endlich zum ersten Mal wieder im Stadion sein. Für dieses Spiel habe ich mir viel vorgenommen. Eines hat meine Saisonvorbereitung nämlich ergeben. In den Niederlanden konnten in den Städten während meiner Anwesenheit jeweils Heimsiege gefeiert werden, letztes Wochenende Groningen, dieses Wochenende Amsterdam, Ajax schlägt Vitesse Arnheim im ersten Spiel der diesjährigen Erstligasaison in den Niederlanden mit 4:1, wie ihr in dem youtube-Clip sehen könnt. Ich hoffe, von nun an kann ich in der eigenen Stadt meinen Ruf als Heimsieggarant untermauern.

Dans le port d’Amsterdam

Dans le port d‘ Amsterdam gibt es heute einen, von dessen Träumereien Jaques Brel seinerzeit nicht hat singen können. Da draußen sitzen aber bestimmt ein paar Filmspezialisten, die ihm eine Strophe ins Konzert basteln könnten über Kees, der an die Arena denkt und auf einen Sieg gegen Halle hofft. Träumerei ist das noch nicht ganz, aber Bier boive ich ja auch noch, nur nicht ganz so viel wie des marins. Also, auf geht´s Zebras.


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Kees Jaratz bei Twitter

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