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Heimatlied Sektion Ruhrstadt – Folge 48: Donato u.v.a. mit Der Ruhrpott ist unendlich

Den Hiphop als reiche Quelle des Ruhrstadtlieds habe ich hier schon oft gerühmt – mit der Ruhrpott AG, mit Snagga und Pillath,  mit Too Strong oder mit Jason Bartsch. Nun ist die erste Hiphop-Generation dieser Stadtlandschaft im gesetzten Erwachsenenalter angekommen, einige von ihnen berühren mit dem Ensemblestück „Der Ruhrpott ist unendlich“ das Lebensgefühl einer Generation, die um die Jahrtausendwende jung gewesen ist.

Innerhalb weniger Tage wird der Clip zum Stück bald 100.000 mal gesehen sein. „Der Ruhrpott ist unendlich“ weckt Erinnerungen und zeigt, wie eine einstige Jugendkultur altert und die damals junge künstlerische Ausdrucksform weiter genutzt werden kann. Gerappt wird von unterschiedlichen Lebenswegen. Der Blick geht zurück in die Anfänge des eigenen Hiphops. Manchmal wird Resumée gezogen und immer wieder geschaut, wie es weitergehen kann.

Das alles geschieht nicht in einer abstrakten Kulturwelt. Die Wirklichkeit im Ruhrgebiet ist immer auch Thema, weil sie Biographien aller Künstler bestimmte. Das wirkt als Lyrik des Realismus. Die Bilder des Clips machen die Städtelandschaft sichtbar. „Der Ruhrpott ist unendlich“ ist ein gelungenes Gesamtkunstwerk, das das Leben in der Stadtlandschaft spürbar macht.

Leider fehlt mir die Zeit, um die einzelnen Künstler mit besonderen Worten vorzustellen und zu würdigen. Auf der Seite Ruhrpotthiphop.com lässt sich ein Überblick zur Hiphopszene der Ruhrstadt gewinnen. Das letzte lange Gespräch dort war mit Terence Chill, der auch am Stück beteiligt ist. 

 

Und als Zugabe der Blick in die Vergangenheit. Wenn ich das richtig verstehe, ist der Titel oben ein Zitat aus dem folgenden Stück von ABS feat. Creutzfeld & Jakob. Falls ich mich irre oder ihr weitere Anmerkungen habt, in die Kommentare und Feuer frei. 

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 23: Snaga mit Glück auf

Für manchen Hiphop-Künstler des Potts ist seine Heimatregion ein immer wiederkehrendes Thema in seinen Stücken. Manchmal habe ich den Eindruck, im Hiphop geschieht das nicht nur wegen des autobiografischen Zugangs vieler Hiphop-Künstler zu ihren Tracks sondern auch, weil die Ruhrstadt als Thema gleichermaßen Größenfantasien und Outcast-Empfinden transportieren kann. Das passt bestens zu den sich aggressiver gebenden Subgenres des Hiphop.

Der aus Gladbeck stammende Snaga hat auf einer unlängst erschienenen CD mit Glück auf wieder ein Heimatlied der Sektion Ruhrstadt dabei. Das Stück klingt düster und aggressiv. Die Sprache ist roh und nicht jugendfrei. Wenn ich solche Stücke höre, weiß ich, warum der Umgangston in manchen Cliquen, den ich zufällig mitbekomme, sich für mich so anhört, als ob die Jugendlichen sich gerade beschimpfen und beleidigen. Sei es drum, Ruhrstadt als Thema heißt Heimatlied. So sind die Regeln für diese Sammlung.

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Akzente inoffiziell: Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 17: M.I.K.I feat. Reece und Sonikk sowie Rudy Cash

Schon einmal bemerkte ich, an zwei entgegengesetzten Polen populärer Musik, im Schlager und im Hiphop, finden sich die meisten Werke im Ruhrgebiet, in denen die eigene Stadt, der eigene Herkunftsort gerühmt wird. Sollten hier Musikstudenten mitlesen, die noch nach einem Thema für ihre Bachelorarbeit suchen und zudem soziologisch interessiert sein, ich hätte da eine Idee.

Für den Hiphop stehen heute M.I.K.I feat. Reece & Sonikk. Gerappt wird ein kurzes Portrait des „Ruhrpott“.  In dem Subgenre fällt der Blick normalerweise auf die Härten der Wirklichkeit. Schlimmer als die fehlende Arbeit sind nur die tödlichen Folgen von harter körperlicher Arbeit. Träume zerplatzen und Freundschaften wachsen, und bei allem ist „Ruhrgebiet die Droge, die uns süchtig macht“.

Der Auftritt der Schlagerwelt besitzt keine Bindung ans professionelle Musikgeschäft, auch wenn Rudy Cash online präsent ist. Er war 35 Jahre Bergmann, stammt aus Essen und singt Schlager, die die Wirklichkeit der Bergleute im Text aufgreifen. In „Auf Kohle gebor´n“ klingt die heile Welt einer bergmännischen Vater-Sohn-Beziehung an, deren Zusammenhalt sich aus der Arbeitswelt im Ruhrgebiet ergibt.

 

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