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Leser fragen – Kees Jaratz antwortet: Das DFB-Pokalfinale

Die beliebte Ratgeber-Rubrik dieser Seite „Leser fragen – Kees Jaratz antwortet“ widmet sich bis zum Pokalfinale am Samstag natürlich nur einem: dem Pokalfinale. Im Moment führen über Google täglich Fragen zu diesem Spiel hierher und, wie schon einmal gesagt, wer hier landet, soll nicht vergeblich gekommen sein. Ich weise gerne auch noch einmal darauf hin: Wer seine Fragen lieber genauer stellen möchte, als es die Google-Gepflogenheiten erlauben, kann auch direkt Kontakt mit mir aufnehmen.

Anonymer Google-Nutzer (Alter unbekannt): In welchem Trikot spielt der MSV am 21. Mai 2011?

Lieber anonymer Google-Nutzer, die Mannschaft vom MSV Duisburg wird in den blau-weiß gestreiften Zebra-Trikots auflaufen, das heißt in den Heimspieltrikots. Was sich übrigens keineswegs zwangsläufig daraus ergab, dass der MSV Duisburg schon bald nach den Halbfinalergebnissen vom DFB durch Losentscheid zur Heimmannschaft bestimmt wurde. Dieser erste Losentscheid hatte nur den Zweck, die Spielpaarung des Finales in einheitlicher  Form kommunizieren zu können. Die sich normalerweise aus dem Status der Heimmannschaften ergebenden Rechte wurden mit einem zweiten Losentscheid am 16. März beim „DFB-Pokal-Finalisten-Meeting“ in Berlin vergeben. Hierbei gewann der MSV Duisburg den Losentscheid und wählte daraufhin das Trikot sowie die Umkleidekabine. Nach dieser zweifachen Wahl wurde die Entscheidung für die Aufteilung der Fans innerhalb des Stadions dem FC Schalke 04 überlassen. Der MSV Duisburg informierte über die zweite Auslosung hier.

Verschiedene anonyme Google-Nutzer (Alter unbekannt): Welcher Spieler des MSV Duisburg hat schon einmal den DFB-Pokal gewonnen?

Ivica Banović weiß, wie man sich als Pokalsieger fühlt. Als Werder Bremen in der Saison 2003/2004 das Endspiel gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen gewann, gehörte Ivica Banović zum Kader des Vereins. Eingesetzt wurde er allerdings nur in den Pokalspielen der 1. Runde und des Achtelfinales. In der Saison 2006/2007 spielte er beim 1. FC Nürnberg und wurde im DFB-Pokalfinale in der 115. Minute eingewechselt. Der 1. FC Nürnberg siegte gegen den VfB Stuttgart nach Verlängerung mit 3:2.

Filip Trojan gehörte zum Spielerkader vom FC Schalke 04 in der Saison 2001/2002, als der FC Schalke 04 den DFB-Pokal mit einen 4:2-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen gewann. Allerdings wurde er in keinem Spiel der Saison eingesetzt und gehörte nicht zum 18er-Kader des Pokalspiels.

Auch Ivica Grlic kennt die Atmosphäre in Berlin, auch wenn er bislang noch nicht als Pokalsieger vom Platz ging. Für jene Aachener Mannschaft, die in der Saison 2003/2004 das Pokalfinale verlor, stand Ivo auf dem Platz. Wenn mich zudem nicht alles täuscht, ist auch der Pressesprecher des MSV Duisburg Martin Haltermann darin geübt, den Medienandrang nach Pokalsiegen abzuarbeiten. Als der 1. FC Nürnberg Pokalsieger wurde, arbeitete er dort in gleicher Funktion wie nun beim MSV.

Außerdem gibt es im derzeitigen Kader drei Spieler des MSV Duisburg, die bei Pokalsiegern anderer Nationen gespielt haben. Branimir Bajić spielte von 2000 bis 2007 mit einer kurzen Ausleih-Unterbrechung für FK Partizan Belgrad und gewann mit dem Verein den serbischen Pokalwettbewerb in der Saison 2000/2001. Ebenfalls in dem Verein spielte Srdjan Baljak schon ab 1996 als Jugendspieler. Er erlebte somit nicht nur den Pokalerfolg 2001/2001 mit, sondern auch den Pokalerfolg der Vorsaison 1999/2000.

Auch wenn Mihai Tararache für den MSV Duisburg sehr wahrscheinlich nicht mehr spielen wird – wer weiß, wer sich noch verletzt -, zum Kader des Vereins gehört er dennoch, und es soll nicht vergessen werden, dass auch er in der Saison 2004/2005 mit dem FC Zürich Sieger im Schweizer Cup wurde.

Anonymer Google-Nutzer (Alter unbekannt); sehr wahrscheinlich vermutlich ein Mitarbeiter der Geschäftsstelle vom FC Schalke 04 im Auftrag von Vorstandsmitglied Horst Heldt (41), der neben seinen Aufgaben im sportlichen Bereich mal kurz Aufgaben im Unternehmensfeld Kommunikation abarbeitete: Wie schreibe ich eine vorübergehende Schließung wegen Trauerfall?

Lieber Horst Heldt, ich kenne Sie als Mann wohlfeiler Worte und nehme an, so unglücklich drücken Sie sich nicht aus, wenn Sie sich für den Ernstfall rüsten wollen. Es wird einer Ihrer Mitarbeiter gewesen sein. Die junge Generation braucht manchmal noch ein wenig Übung beim Ausformulieren längerer Sätze. Ich glaube aber Sie richtig zu verstehen. Der Schock in der Geschäftsstelle des FC Schalke 04 wird bei einer Niederlage der Mannschaft des Vereins im Pokalfinale zu groß sein, um die anfallende Tagesarbeit zu bewältigen. Sie werden in sich gehen müssen und Zeit und Ruhe zum Trauern brauchen. Womöglich werden Ihnen erste Gedanken kommen, wo Geld einzusparen ist, da der Verein an keinem europäischen Wettbewerb teilnehmen kann. Ich schlage deshalb vor, sogleich am kommenden Montag mit dem Sparen zu beginnen. Ihre Frage geht doch dahin, wie Sie die Öffentlichkeit darüber informieren sollen, dass die Geschäftsstelle wegen des Trauerfalls „Niederlage im Pokalfinale“ geschlossen bleibt? Ich empfehle ein einfaches, handbeschriebenes Pappschild an die Tür zu kleben: „Wegen Trauerfall geschlossen“.  So einfach ist das und so kostengünstig. Vielleicht lässt sich der eine oder andere Schalker Spieler ja sogar ermuntern, die Worte niederzuschreiben.  So ein selbst verfertigtes Zeugnis mit der Originalschrift eines echten Vizepokalsiegers könnte alle zu Herzen rühren, die vor der verschlossenen Tür der Geschäftsstelle stehen. Der erste Ärger wäre gelindert, und kein Krakeler würde ihre Gedanken stören, wie es weitergehen wird mit Gazprom, Schulden, Rangnick, Raúl, dem Torwart ohne Namen und was Ihnen sonst noch alles auf der Seele lastet.

Gute Stimmung stetig besser

„Wir hatten es uns hier in Köln anders vorgestellt – sowohl was die Leistung, als auch was das Ergebnis betrifft. Die erste Halbzeit war schlecht, wir haben überhaupt nicht aggressiv gespielt. In der zweiten Halbzeit war dann die letzte halbe Stunde in Ordnung, da hat die Mannschaft noch alles versucht. Aber es fehlt ihr auch das Selbstvertrauen. Nur wenn wir so spielen wie in der letzten halben Stunde, haben wir gute Chancen, das Pokalfinale zu gewinnen.“
Ralf Rangnick, Trainer, FC Schalke 04

Zitiert nach Der Westen – 14.5.2011

„Entscheidend ist, dass wir mit einer positiven Grundstimmung nach Berlin fahren. Wir müssen den Schwung aus den letzten Minuten hier in Köln natürlich mitnehmen und im Training weiterhin hart arbeiten.“
Benedikt Höwedes, Innenverteidiger, FC Schalke 04

www.schalke04.de – 14.5.2011

„Wir haben mehrmals Latte oder Pfosten getroffen, das war vielleicht ein bisschen unglücklich. Aber wir haben schlecht angefangen, und dann kriegt man auch kein Glück. In der zweiten Halbzeit waren wir besser und haben auch Chancen bekommen. Wir nehmen kein gutes Gefühl aus diesem Spiel mit, aber das Pokalfinale wird ein anderes Spiel. Wir müssen versuchen, den Pokal zu holen. Das ist wichtig. Für uns und für die Fans.“
Klaas-Jan Huntelaar, Stürmer, FC Schalke 04

„Am nächsten Samstag aber müssen wir gewinnen!“
Julian Draxler, Mittelfeldspieler, FC Schalke 04

Zitiert nach Der Westen – 14.5.2011

„Ich habe recht wenig gesehen – von beiden Mannschaften.“

„Ich habe das Vertrauen in die Spieler, dass sie den Schalter umlegen können. Ich habe das als Spieler nie so gekonnt. Die Leistungen der vergangenen beiden Spiele werden nicht reichen, um das Pokalfinale zu gewinnen.“

„Wir müssen den Pott holen“.
Horst Heldt, Vorstand Sport/Spielbetrieb/Kommunikation, FC Schalke 04

Zitiert nach Der Westen – 14.5.2011


Weiterhin gute Stimmung

„Wir müssen jetzt einen Neustart machen, um es im Pokalfinale besser hinzukriegen. Aber automatisch gewinnen wir das nicht.“
Ralf Rangnick, Trainer, FC Schalke 04

Zitiert nach Der Westen, 8.5.2011

„Insgesamt befinden wir uns in einer schwierigen Situation, nachdem wir jetzt das fünfte Spiel in Folge verloren haben. Eigentlich haben wir gesagt, dass wir die beiden Bundesliga-Partien gegen Mainz und in Köln unbedingt gewinnen wollen, um mit Selbstvertrauen nach Berlin zu fahren. Leider ist uns das heute nicht gelungen, so dass wir nächste Woche in Köln auf jeden Fall ein Erfolgserlebnis brauchen.“
Manuel Neuer, Torwart, FC Schalke 04

www.schalke04.de – 7.5.2011

„Natürlich muss man sich Gedanken machen, wenn man fünfmal hintereinander verliert. Klar, es waren auch starke Gegner dabei. Aber heute hatte es in den entscheidenden Situationen mit Willen zu tun. Die Mannschaft hat ja bereits gezeigt, dass sie es besser kann – bis der Klassenerhalt unter Dach und Fach war und auch gegen Inter Mailand. Aber sie hat es nicht im Naturell, das immer zu tun. Deswegen müssen wir es in der verbleibenden Zeit bis zum Pokalfinale schaffen, da wieder hinzukommen. “
Ralf Rangnick, Trainer, FC Schalke 04

www.schalke04.de – 7.5.2011

„Aber ein Sieg [gegen den 1.FC Köln, K.J.] bedeutet nicht gleichzeitig, dass wir dann auch das Spiel in Berlin gegen den MSV Duisburg gewinnen.“
Horst Heldt, Vorstand Sport/Spielbetrieb/Kommunikation, FC Schalke 04

www.schalke04.de – 7.5.2011

Gute Stimmung

„Wir müssen zusehen, dass wir in der Bundesliga noch das eine oder andere Erfolgserlebnis bekommen“.
Ralf Rangnick, Trainer, FC Schalke 04

„Wir dürfen uns die Saison jetzt nicht durch eine Niederlage im Pokalfinale kaputt machen lassen.“
Horst Heldt, Vorstand Sport/Spielbetrieb/Kommunikation, FC Schalke 04

„Das Gefühl der Negativ-Serie darf nicht überhand nehmen.“
Christoph Metzelder, Innenverteidiger, FC Schalke 04

„Wir müssen wieder wissen, wie das gewinnen geht.“
Manuel Neuer, Torwart, FC Schalke 04

„Wir müssen die Enttäuschung aus den Köpfen kriegen und uns wieder in eine Verfassung bringen, in der wir unserer Favoritenrolle im Pokalfinale gerecht werden können.“
Ralf Rangnick, Trainer, FC Schalke 04

„Es geht darum, wieder aufzustehen – das ist jedoch nicht so leicht umzusetzen. Die Mannschaft hat es verdient, für ihre Leistungen in der Champions League gefeiert zu werden, doch Fußball ist ein Tagesgeschäft und sehr schnelllebig. Wir haben in Berlin viel zu verlieren, aber das sollte nicht passieren.“
„Man kann nicht einfach den Hebel umlegen und sagen: So, jetzt gewinnen wir das Pokalfinale.“
Horst Heldt, Vorstand Sport/Spielbetrieb/Kommunikation, FC Schalke 04


Zitiert nach Süddeutsche Zeitung, Printausgabe vom 6.5.2011, und Der Westen, online vom 5.5.2011( Ralf  Rangnick und hier Horst Heldt)

Hauptsache Fussball – Eine DVD-Besprechung

Als ein Verliebter dem Rest der Welt sein Verliebtsein zu erklären ist nicht einfach. Letztens schwärmte ich hier von Hermann Gerland herum, sammelte im gefühligen Nebel ein paar halbwegs rationale Momente der Begründung und dachte eigentlich, wenn der Rest der Welt nicht sofort von selbst Hermann Gerland anhimmelnd zu Füßen liegt, kann denen sowieso keiner helfen. Lieber noch einmal das ungeschnittene Interview mit Hermann Gerland auf der DVD „Hauptsache Fussball – Junge Fussballprofis auf dem Weg ins Spiel“ ansehen, weiterschwärmen und schweigen. Aber gut, dass die Macher von „Hauptsache Fussball“ neben dem Bonusmaterial auch den eigentlichen Dokumentarfilm mit auf die DVD gepackt haben. Deshalb kann ich nämlich nun, statt glückselig lächelnd dazusitzen, doch noch ein paar Worte schreiben und jedem Fußballinteressierten auch mit Argumenten empfehlen, bei dieser DVD schnell zuzugreifen.

„Hauptsache Fussball“ dauert lange 140 Minuten, dazu gerechnet die 57 Minuten Bonus-Material, und nach dem Ansehen der DVD hat man nicht nur Einblicke in Denken und Handeln von unzähligen Akteuren des Fußballgeschäfts gewonnen. Außerdem sind diese Akteure mit ihren sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten überaus präsent geworden. Das ist dieser eine so beeindruckende, grundsätzliche Wert dieses Films. Dem Produzenten und Regisseur Andreas Bach und seinen Co-Regisseuren Marco Jankowski sowie Burkhard Vorländer ist es gelungen, das Vertrauen ihrer Interviewpartner so zu gewinnen, dass sie die sonst schnell aufgebaute Kulisse dieses Fußballgeschäfts beiseite schieben konnten. Der Blick war frei auf das Innenleben dieser Bühne. Für die Macher muss sich eine unglaublich große Fülle an Material ergeben haben, die es zu bewältigen galt. Viele disparate Stimmen und ebenso viele Bilder waren rund um das Grundthema „junge Profis im Fußballgeschäft“ zu einer erzählerischen Einheit zu formen.

„Hauptsache Fussball“ ist angelegt wie ein Roman mit einigen Nebenlinien der Erzählung. Das thematische Zentrum der Dokumentation sind die Erfahrungen von jungen Spielern an unterschiedlichen Arbeitsplätzen in der Unterhaltungsbranche Fußball. Das geht vom Nationalspieler Holger Badstuber bei Bayern München über zwei Torhüter mit unterschiedlichen Perspektiven auf der Suche nach dem richtigen Verein hin zu Tobias Schweinsteiger beim Drittligisten oder Fabian Bäcker als Nachwuchsspieler auf dem Sprung in den Profikader des Bundesligisten. Ihre Trainer wie Hermann Gerland, Jürgen Gelsdorf oder Michael Frontzeck kommen ebenso zu Wort wie der Spielerberater Jörg Neblung, der für die jungen Spieler passende Arbeitsplätze finden will. In den Nebenlinien geht es immer wieder um die Bedeutung von Fußball im Leben der Menschen. Es geht aber auch um das öffentliche Bild von Vereinen wie Bayer Leverkusen oder dem FC Schalke 04, es geht um Meinungen von Fans und Journalisten. Zudem nimmt der Regisseur des Films Andreas Bach das eigene Fan-Dasein und das seiner Familie als erzählerisches Moment in den Film mit hinein.

Ein erster Eindruck lässt sich durch den Trailer mit Holger Badstuber vom FC Bayern München und dem Nachwuchsspieler von Borussia Mönchengladbach Fabian Bäcker gewinnen.

In diesen Interviews mit den Akteuren des Fußballgeschäfts, den Spielern, dem Spielerberater, den Trainern, Managern oder Nachwuchskoordinatoren, in diesen Interviews wird über den beruflichen Alltag im Fußball geredet, über die Bedeutung des Fußballs für die einzelnen Sportler und immer wieder über die Bedingungen, unter denen dem Beruf nachgegangen wird. Oft ziehen  gerade die Trainer den historischen Vergleich. Sie sehen – manchmal auch mit Skepsis – auf die veränderte Gesellschaft, in der Kinder heute aufwachsen. Sie beschreiben mit welcher Persönlichkeit und mit welchen Eigenschaften Jugendliche heute in die Vereine kommen. Sie haben die Entwicklung dieses Sports in den letzten zehn Jahren im Kopf und die Folgen der so immensen Professionalisierung in den Vereinen für die jungen  Spieler.

Die Interviews sind unterhaltsam mit atmosphärischen Bildern rund um den Fußball zusammengeschnitten, so dass die Dokumentation einen filmischen Rhythmus erhält und mehr ist als die Aneinanderreihung von „sprechenden Köpfen“. Andreas Bach, Marco Jankowski und Burkhard Vorländer haben auf jeden Fall einen Film für alle Fans des Fußballs gemacht. Noch etwas besser wäre der Film geworden, hätten sich die Macher in den Nebenlinien etwas zurückgenommen und sich gerade zum Ende des Films mehr auf das Hauptthema, die jungen Profis, konzentriert. Auch ein Roman kann im letzten Drittel nicht mehr sehr weit abschweifen vom Zentrum seiner Handlung, ansonsten droht er zu zerfasern. Einen ähnlichen Eindruck macht mir das letzte Drittel der Dokumentation. Hier wäre weniger mehr gewesen.  Die 140 Minuten bekommen im letzten Drittel Längen, wenn die 11Freunde-Mitarbeiter ihre nur für Fußballfans spaßigen Scherze treiben und der Filmemacher Andreas Bach Bilder aus einer Art Filmtagebuch der eigenen Stadionbesuche in den Film schneidet. Ohne diese Längen wäre der Film überragend und auch für ein Publikum ohne Fußballinteresse durchgehend interessant, nur wir Fußballfans nehmen jedes dieser Bilder gerne. Solche Worte verträgt der Film. Sie mindern nicht die uneingeschränkte Kaufempfehlung an alle, die hier normalerweise lesen.

Mehr Informationen über den Film finden sich auf einer eigens eingerichteten Seite im Netz. Dort sind auch Trailer zu sehen, die vor dem 21. Mai in diesen Räumen hier keinen Platz erhalten können. Schließlich müssen wir am MSV Duisburg Interessierten die Kräfte für das DFB-Pokalfinale bündeln, und auch wenn ich mich sonst an jeder Fan-Geschichte erfreue, im Moment gibt es für Sympathiebekundungen auf jeden Fall ein richtig und falsch.

Hauptsache Fussball – Junge Profis auf dem Weg ins Spiel. Ein Film von Andreas Bach, ab € 15,99.

Die Wirklichkeit eines Managers im Profi-Fußball

Ein etwas verspäteter Hinweis auf das Interview mit Horst Heldt, dem Manager des VfB Stuttgart, am letzten Freitag in der Süddeutschen Zeitung. Ich weise deshalb darauf hin, weil Horst Heldt über das Tagesgeschäft bei der Suche nach dem Gomez-Nachfolger erzählt und dabei überaus deutlich wird, wieviele Einflussgrößen bei solchen Spielerverpflichtungen zum Tragen kommen. Der Unmut in Stuttgart über Horst Heldt war jedenfalls anscheinend mindestens ebenso groß wie der in Duisburg über Bruno Hübner. Mit diesen Einflussgrößen muss sich aber ein Manager in jedem Verein auseinandersetzen. Denn die jeweiligen Bedingungen bei den Verpflichtungen werden von oben nach unten durchgereicht. Der VfB Stuttgart sieht dabei hoch zu den internationalen Konkurrenten. Wenn Bruno Hübner als Vertreter des MSV Duisburg nach oben blickt, erkennt er natürlich andere Vereine. Der strukturelle Druck ist aber identisch.


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