Posts Tagged 'Juventus Turin'

Juves ambitionierter Fannachwuchs – Darauf: Die schönsten Fußballtorten der Welt – Folge XVIII

Mit freundlicher Unterstützung von „111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben musspräsentiert der Zebrastreifenblog in loser Reihe die schönsten Fußballtorten der Welt.

Diese Nachricht vom Anfang des Dezembers ist in den Räumen hier noch gar nicht ausreichend gewürdigt worden. Juventus Turin hatte zum Heimspiel gegen Udinese Calcio 12.200 Kinder zwischen 6 und 13 Jahren in die Kurven des Stadions eingeladen. Eigentlich hätten diese Stadionblöcke leer bleiben sollen als Strafe für diskriminierende Schmähgesänge der Juve-Fans beim Spiel gegen den SSC Neapel. Das Sportgericht hielt die Einladung aber für eine ansprechende Idee.

Derart große Aufmerksamkeit hatte der talentierte U14-Fannachwuchs noch nie bekommen. Beim rhythmischen Sprechgesang erwiesen sich die Kinder ebenso wie beim situationsbedingten Anfeuern als hoffnungsvolle Nachwuchskräfte. Nur das aggressive Pöbeln gegen Gästefans und  das beleidigende Beschimpfen einzelner Spieler des Gegners braucht noch weitere Trainingsarbeit. Nur 5000 Euro Strafe musste Juventus Turin nach dem Spiel gegen Udinese Calcio zahlen für eine kümmerliche Beleidung des Gäste-Torwarts.

Da sei mehr drin gewesen, so war es von etablierten Kräfte der Kurve kurz nach dem Spiel zu erfahren. Dennoch scheint Juventus Turin  mit der guten Tat, die Nachwuchsarbeit für Fans revolutioniert zu haben. Gesonderte Spiele für U14-Fans seien eine gute Sache, war die einhellige Meinung von Juve-Ultras. So ließen sich Talente besser erkennen und allmählich an die erwachsene Kurve ranführen. Juventus Turin hält sich unterdessen bedeckt. Aus gut informierten Kreisen ist aber zu hören, in den Gremien werde schon intensiv beraten, wie ein Fluch der guten Tat wieder aufzuheben sei.

Bis zur endgültigen Klärung dieser Frage sollen Fußballtorten friedensstiftend und antidiskriminierend wirken.

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Die schönsten Fußballtorten der Welt – Folge XVI – Le torte del tifoso: Juventus Turin, Inter Mailand, AC Mailand

Mit freundlicher Unterstützung von „111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben musspräsentiert der Zebrastreifenblog  in loser Reihe die schönsten Fußballtorten der Welt.

Am Freitag spielt die deutsche Nationalmannschaft gegen Italien. Für Joachim Löw ist es das 100. Länderspiel als Bundestrainer. Der Süddeutschen Zeitung war dieses Länderspiel heute ein großes Interview wert, von dem es online eine Zusammenfassung als Vorgeschmack gibt. Dieses Interview liest sich sehr staatsmännisch, weil die Arbeit von Joachim Löw und seine Ziele  der öffentlichen Meinung  immer wieder gegenüber gestellt werden. Das ist die grundlegende Zwickmühle, in die auch regierende Politiker in Interviews häufig gebracht werden. Sie müssen ihr Handeln rechtfertigen, ohne die öffentliche Meinung gegen sich auf zu bringen und als ignorante Macher dazustehen. Sie müssen den Eindruck hervorrufen, sie nehmen die öffentliche Meinung einerseits ernst, andererseits lassen sie sich durch sie auf ihrem Weg nicht beirren. Joachim Löw ist bei diesem Seiltanz inzwischen sehr souverän.

Auf das Länderspiel bezogen stellt er fest, Italien als Gegner sei ihm sehr recht, damit die deutsche Nationalmannschaft in den Testspiele noch etwas lerne könne. Denn die italienischen Fußballer seien im taktischen Gespür weiterhin ihren Gegnern überlegen. Das beruhe auf der sehr viel längeren Tradition, sich mit taktischen Fragen zu beschäftigen. Dennoch gibt ihm die italienische Spielweise nur Anlass, sich mehr „Cleverness“ und „Effizienz“ abzuschauen. Grundsätzlich vorbildhaft ist sie für die deutsche Nationalmannschaft nicht, weil diese Spielfreude und Kreativität brauche. Mit dem bedingungslosen Einlassen auf die Effizienz bestände die Gefahr, den Rhythmus des Spiels zu verlieren.

Während Joachim Löw genauer auf die taktischen Fähigkeiten der italienischen Fußballer schaut, werfe ich einen kurzen Blick auf die Konditorenkünste des Landes. Italienische Woche bei den Fußballtorten! Dieser kurze Zusammenschnitt von Fußballtorten enttäuscht aber als Länderspiel-Vorprogramm. Das Ganze wirkt auf mich wie eine semiprofessionelle Leistungsschau des professionellen Konditoren-Handwerks.

Deutlich mehr stimmt uns folgender Clip auf den Fußballabend am Freitag ein. Atmosphärisch dicht, begleitet vom Parlando der Konditorin sehen wir eine Juve-Torte entstehen und haben sogleich die italienischen Fußballer vor Augen.

Fundstücke III: Gianlucca Vialli über sein Verhältnis zu Ex-Vereinen

Vor dem Spiel des FC Bayern München gegen den FC Chelsea wurde einer der großen italienischen Fußballspieler der 90er Jahre von der Süddeutschen Zeitung interviewt. Der 1964 geborene Gianlucca Vialli spielte ab 1996 für den FC Chelsea und wurde 1998 Spielertrainer bis 2000. Seine Vereine zuvor waren Cremonese, Sampdoria Genua und Juventus Turin. Auf die Frage, ob er den „Blues“, dem FC Chelsea, noch nahe stehe, holte er weiter aus und fand ein schönes Bild für das Verhältnis von Fußballprofis zu ihren ehemaligen Vereinen.

Mit den ehemaligen Vereinen verhält es sich wie mit Ex-Frauen oder -Freundinnen. Manche hasst man, manche mag man, manche sind einem wichtig – und man will, dass es ihnen gut geht. Aber nicht zu gut, sie liegen ja jetzt mit einem anderen im Bett. Cremonese, Sampdoria, Juve, Chelsea – ich hatte nur Frauen in meinem Leben. Und ich mag sie alle.
Süddeutsche Zeitung, 18. Mai 2012


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