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Ein 3:0 nach dem Zwiebelprinzip: Unter der Souveränität die Lage Glück

Englische Wochen haben es in sich. Große Lust verspüre ich nicht an diesem Donnerstagmorgen, über das gestrige Spiel des MSV Duisburg gegen SV Elversberg zu schreiben, besonders weil der Sieg souverän und gleichzeitig auch glücklich war. Wenn beides zutrifft, muss einiges erklärt werden. Aber wie gesagt, eigentlich ist mein Kopf nicht frei für einen gründlich erklärenden Spielbericht. Eigentlich steht heute Aufbauschreiben für die Wochenendbegegnung an, vielleicht noch ein paar Lockerungsübungen in Sachen Heimatlied – Sektion Duisburg, aber doch nicht Gedanken zu einem Spiel, das mit einem sehr frühen Kopfballtor durch Tanju Öztürk in der 2. Minute begann und dann für ungefähr weitere 55 Minuten  sich so anfühlte, als sei es den Spielern des MSV Duisburg gestern genauso gegangen wie mir heute.

Nach diesem frühen Führungstor wollten die Zebras nicht viel riskieren, sie wollten den Einsatz in Grenzen halten und das Spiel dennoch kontrollieren. Was wirklich nicht schön anzusehen war, weil zu so einer Spielkontrolle die nötige Ballsicherheit beim Spiel nach vorne vollends fehlte. Das führte in der Offensive zu großem Gewurschtel, unpräzisen Pässen, ergebnislosen Einzelaktionen und dem Ball abgeben an den Gegner. Der Elversberger Spielaufbau wurde dann in deren Hälfte halbherzig angelaufen. Mir fehlt gerade das passende Wort. Stören möchte ich das nicht nennen, Pressing darf jeder völlig vergessen. Wie gesagt, das wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn die Defensive in der eigenen Hälfte souverän gestanden hätte. Da aber die Sicherheit der Defensive bei solch einer Spielweise  besonders mit der Qualität der Offensive zusammenhängt, war absehbar, dass die Elversberger zu ihren Chancen kommen würden. Die Mannschaft erwies sich als abschlussschwach, zudem kam bei einem Pfostentreffer in der zweiten Halbzeit Pech dazu. Oder war es die Latte?

Ihr seht, ich knüpfe an die Mannschaftsleistung an, Unsicherheiten und Fehler durchzogen das Spiel. Die Konsequenz war großer Unmut auf den Rängen. Das Pfeifkonzert zur Halbzeitpause trotz Führung machte deutlich, das Duisburger Publikum ist mit Ergebnisfußball momentan nicht zufrieden. Ich machte keine Ausnahme, obgleich ich Pfiffe zu diesem Zeitpunkt für verfehlt hielt. Aber auch Fans sind manchmal hilflos wie die Spieler und greifen auf unpassende alte Schlager des Unmuts zurück wie „Wir woll’n euch kämpfen sehen“. Wenn eines sicher ist, die Spieler kämpfen. Die Schwierigkeiten dieses Mal lagen in dem notwendigen Aufbauspiel bei einer solchen Spielanlage in der Defensive.

Als Karsten Baumann dann in der 60. Minute etwa Patrick Zoundi für Gerrit Wegkamp einwechselte, gab es endlich das Ventil für allen Unmut. Pfiffe, „Baumann raus“ und Sprechchöre für Gerrit Wegkamp. Ein großer Teil des Duisburger Publikums hält Karsten Baumann für den Schuldigen an der Spielweise. Ihr merkt, ich gehöre nicht dazu. Natürlich ist er verantwortlich mit seinen Vorgaben für die Spielweise. Ich ärger mich auch und wenn ich mich beruhigt habe, überlege ich, welche Alternative es gibt. Ich sehe keine. Ich glaube nicht, dass ein anderer Trainer erfolgreicher mit der Mannschaft gewesen wäre. Ich sehe aber auch, solche Überlegungen spielen keine Rolle mehr. Es geht nicht mehr alleine um den Erfolg. Es geht um Spielkultur. Es geht um die Entwicklung der Mannschaft. Wahrscheinlich fehlen  zwei, drei Spieler für diese Entwicklung.

Natürlich hat sich Karsten Baumann bestätigt gefühlt, als Patrick Zoundi nicht nur die Angriffe des MSV Duisburg sofort gefährlicher machte, sondern bald auch durch sein konsequentes Nachgehen das 2:0 erzielte. Andererseits beweist diese Einwechslung gleichzeitig auch nicht viel. Patrick Zoundi kommt meist in dieser Spielphase und nicht immer ist er so erfolgreich. Nicht alles ist eben so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint, ob nun positiv oder negativ über Karsten Baumann geurteilt wird. Ich vertraue auf Ivo Grlics Urteil über die grundsätzliche Qualität von Karsten Baumanns Arbeit. Es ist aber auch klar, die Mannschaft und damit Karsten Baumanns Arbeit wird von vielen MSV-Zuschauern in den nächsten Spielen nicht nur an den Ergebnissen gemessen.

Das dritte Tor wurde zwar ebenfalls durch Patrick Zoundi erzielt, der Beifall muss aber vor allem Phil Ofosu-Ayeh gelten, der in der 79. Minute bei einem Konter noch einen Sprint samt Ball über das ganze Spielfeld hinlegen konnte, ohne dass ihn ein Gegenspieler einholte. Zudem behielt er an der Strafraumgrenze den Überblick,  um quer auf Zoundi abzulegen. So wirkt der Sieg souveräner, als er war. Glück gehörte besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit hinzu, als die Elversberger ihre Abschlussschwäche zu überwinden begannen.

Tanju Öztürk und Phil Ofosu-Ayeh mit Kommentaren nach dem Spiel

 

Ein Sieg zeigt Gründe für den Tabellenplatz

Fußballspiele des MSV Duisburg wie das beim FC Hansa Rostock kann ich mir eigentlich nicht an heimischen Bildschirmen ansehen, ohne den Familienfrieden zu gefährden. Zwangsläufig schreie ich schließlich immer wieder einmal so bedrohlich bangend auf, dass meine Frau regelmäßig besorgt ins Zimmer eilt. Diese Mischung aus Aufschrei und Stöhnen muss sich nach schwerem körperlichen Unwohlsein anhören. Sollte ich einmal tatsächlich etwa nachts gesundheitliche Probleme haben, wird sich meine Frau nur noch über die ungewöhnlichen Anstoßzeiten beim MSV wundern.

Ich bangte so sehr um den 1:0-Sieg, weil die Fallhöhe in diesem Spiel so hoch war. Der MSV Duisburg gestaltete in der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Hälfte das Spiel so überlegen, dass  die Hoffnung auf einen sicheren Sieg übermächtig war. Gleichzeitig war aber auch eins klar, diese Überlegenheit verdankte sich großer Laufbereitschaft und sehr viel Einsatz. Bis zum Ende des Spiels war diese Intensität nicht beizubehalten. Zum Ende des Spiels würde der FC Hansa Rostock zu Chancen kommen. Der MSV Duisburg brauchte ein zweites Tor, und dieses Tor fiel nicht.

Meine Sorge speiste sich aus einem vorweggenommenen Mitleiden. Denn die Mannschaft vom MSV Duisburg ist sich ihrer selbst nicht sicher genung, um einfach wegzustecken, dass sie nicht belohnt wird, obwohl sie so viel in ein Spiel investiert.  Die Enttäuschung der Mannschaft fürchtete ich genauso wie die Enttäuschung vieler Anhänger, die die Stimmung rund um den MSV noch ungemütlicher gemacht hätte. Das zweite Tor, das nicht fallen wollte, gibt aber auch die Antwort auf die Frage, warum die Mannschaft nicht immer so spielt. Die eine schnelle Antwort ist banal. Die Spieler können es nicht.

Die andere etwas ausführlichere Antwort habe ich in den letzten Wochen schon öfter geschrieben. Die Entwicklung des Spiels bestimmt mit, zu welchen Leistungen die einzelnen Spieler fähig sind und wie groß ihr Einsatz werden kann. Marcel Lenz und Matthias Kühne betonten beide nach dem Spiel, wie sehr jeder alles für die Mannschaft gegeben habe. Man könnte nun vermuten, das habe mit Karsten Baumanns wechselnden Motavitationkünsten zu tun. Sehr viel wahrscheinlicher ist etwas anderes. Dieser Einsatz wurde möglich, weil Michael Gardawski schon früh, in der 11. Minute, ein Tor erzielte, das im Übrigen durch ganz feine  Schusstechnik möglich wurde. Diese frühe Führung gab nicht nur der eigenen Mannschaft Sicherheit, gleichzeitig reduzierte dieses Tor die Risikobereitschaft der Rostocker. So konnte das frühe Pressing so erfolgreich werden.

Das zweite Tor fiel nun deshalb nicht nur, weil klare Chancen vergeben wurden. Hinzu kam, viele Spielaktionen nach dem jeweiligen Ballerobern waren nicht präzise genug oder es fehlte dem Ballführenden der Blick für die Mitspieler. Auch in dem Fall kann Michael Gardawski genannt werden, beispielhaft für die gesamte Mannschaft. Um die 30. Minute herum spielte er den nötigen Steilpass eben nicht, der Kingsley Onuegbu im Strafraum alleine vor dem Torwart hätte auftauchen lassen. Oder in einer anderen Spielsituation dribbelte er im eins gegen eins den Ball zwar am Gegner vorbei, aber dafür auch knapp ins Aus. Auf demselben Niveau bewegten sich seine Mitspieler. Die Mannschaft brauchte stets mehrere Anläufe, um den Ball einmal gefährlich vor das Rostocker Tor zu bringen. Aus der Feldüberlegenheit ergaben sich deshalb zwar weitere Chancen, doch entfaltete sich durch sie kein zwingender Druck aufs gegnerische Tor. Die Chancen ragten aus dem Spielfluss heraus. Dass sie nicht genutzt wurden, verweist ebenfalls auf die Antwort zur oben gestellte Frage.

Wenn eine Mannschaft diese Überlegenheit in keine deutliche Führung verwandelt, braucht sie zum Spielende hin neben dem aufopfernden Kampf in der Defensive einen starken Torwart. Musste Marcel Lenz im Heimspiel gegen Holstein Kiel noch seine Stabilität finden, so war er dieses Mal von Anfang an präsent. Erste Fernschüsse der Rostocker nahm er gelassen auf, und als es ab der 70. Miute herum ein paar Mal wirklich heikel wurde, zeigte er sowohl beeindruckende Reflexe auf der Linie als auch ein starkes Stellungsspiel, das die gegnerischen Stürmer zu Schüssen aus ungünstigen Positionen zwang. Wahrscheinlich langt der Auswärtssieg noch nicht, um die Stimmung rund um den MSV Duisburg zu stabilisieren. Erst nach einem weiteren Erfolg im Heimspiel gegen Elversberg wird die Saison ruhig zu Ende gespielt werden können. Hoffen wir darauf.

Die Pressekonferenz nach dem Spiel sowie die Stimmen von Marcel Kühne und Marcel Lenz.

Der MDR-Spielbericht:

Teilen MSV und Hansa ihr Leid?

Angesichts der momentan durchwachsenen Stimmung rund um den MSV Duisburg, möchte ich vor dem Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock zunächst mit einer guten Nachricht aus dem Umfeld des Vereins aufwarten. Das Umfeld bin in dem Fall ich. Fokus Fußball, die Blog- und Presseschau zum Sport unseres Interesses, hat meinen Spielbericht zum 2:1-Sieg gegen RB Leipzig als einen von fünf Texten für die Wahl zum Fußballblogbeitrag des Monats Februar nominiert. Dafür gedankt, und das natürlich als Ansporn begriffen. Dieser einen guten Nachricht folgt sofort eine weitere. Denn mit dem ebenfalls nominierten Text von Trainer Baade „Ein echter Schalker“ kommt ein weiterer potentieller Fußballblogbeitrag des Monats Februar von einem Duisburger Autoren. Und wenn es einen Verein für Trainer Baade gibt, bei dem er mitfiebert, so ist es der MSV Duisburg.

Ob solche guten Nachrichten auch als Ansporn bei den sportlichen Aktivitäten des MSV Duisburg wirken, bleibt abzuwarten. Direkte Einflüsse dürfen wir wahrscheinlich nicht vermuten, aber schmetterlingsflügelschlaggleiche Energiezuflüsse über esoterisch anmutende Kanäle können bei einer Liga mit etwa 15 nahezu gleich starken Mannschaften schon mal den Ausschlag geben. Karsten Baumann hat in der Pressekonferenz noch einmal darauf hingewiesen, dass in allen Spielen mit Ausnahme des Heimspiels gegen Darmstadt jeder Spielausgang möglich gewesen wäre.  Christian Eichner berichtet zudem in der Pressekonferenz von der weiterhin guten  Stimmung in der Mannschaft. Auf bleibenden Siegeswillen und die dazu nötige Einstellung sollten wir also hoffen dürfen.

Zu Beginn der Pressekonferenz vom FC Hansa Rostock wähnt man sich in der Morgenkonferenz auf Station 2a des Klinikums Südstadt. Eine Neuaufnahme noch ohne klaren Befund, die länger liegenden Patienten mit gutem Verlauf, demnächst eine Entlassung. Ab Minute 3.50 stellen wir dann fest, was wir beim MSV erlebten, kennen Hansa-Anhänger und -Spieler nicht weniger. Demnächst sollen Hansa- und MSV-Spieler sogar die erlittenen Enttäuschungen dieser Saison in einer Online-Selbsthilfegruppe gemeinsam bearbeiten. Geteiltes Leid ist halbes Leid, und Sprechen oder Schreiben im geschützten Raum führt zu gereiften Mannschaften. Mannschaften, die in der nächsten Saison erreichen werden, was sie aufgrund der ähnlichen finanziellen Situation ihrer Vereine erreichen müssen: den Aufstieg in Liga 2. Neben den allgemeinen Befindlichkeiten gibt es noch ab Minute 13.18 Hansa-Spieler Julian Jakoks, der über seine persönliche Situation spricht.

Alles in allem, zwei Mannschaften mit demselben Vorhaben und ähnlichen Bedingungen, mal sehen, welche Kleinigkeit dieses Mal wieder den Ausschlag gibt.

Always look on the bright side of life

Das Leben ist zu kurz, und ich bin zu alt, um mir für längere Zeit die Laune verderben zu lassen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu genervt von all dem, was ich im Stadion gesehen habe. Schneller Abstand muss her. Spruchbänder auf der Gegengerade, mit denen gegen die MSV-Erklärung Stimmung gemacht wird, überfliege ich und habe sie währenddessen bereits wieder vergessen. Hauereien von Duisburger Fans untereinander entwickeln sich zum Rahmenprogramm eines MSV-Spiels? Passen sich halt einige der Leistung der Mannschaft an. Alles nur ein großer Plumpaquatsch. Ich bin zu alt für schlechte Gefühle wegen zu vieler Nasen auf den Rängen, die sich selbst wichtiger nehmen als den Fußball vom MSV.

Ich bin zu alt für schlechte Gefühle, nur weil ich zudem noch ein Fußballspiel gesehen habe, bei dem sich die Spieler beider Seiten besser auf ein anderes Wettkampfziel als Tore geeinigt hätten. Wieviel unterhaltsamer wäre es gewesen, den Sieger anhand der Fehlerzahl im Spiel zu ermitteln. Wir hätten ein spannendes Basketballergebnis bejubeln können. Dazu noch B-Noten verteilt für Fehler von besonderer Komik und ausdrucksstarker Schönheit, schon ließe sich das 1:1-Unentschieden zwischen dem MSV Duisburg und Holstein Kiel in ein herausragendes Ergebnis der Saison verwandeln. Zu meinem großen Glück entstehen solche Bilder von einer freundlichen Welt beim MSV Duisburg wie selbstverständlich in mir und bringen meine gute Laune zurück. Ich brauche außerdem nur noch die Freunde auf dem Stehplatz um mich herum, den Rest mache ich nach der gemeinsam erlittenen Enttäuschung alleine.

Warum soll ich eine schlechte Mannschaftsleistung noch einmal genauer mit unterhaltsamen Worte beschreiben? Als ich noch sehr viel öfter Literaturkritiken schrieb, waren Verrisse eine meiner leichtesten Übungen. Doch gleichzeitig hielt ich jedes Wort über einen schlechten Roman für ein Wort zu viel. Schließlich braucht kein einziger schlechter Roman Aufmerksamkeit der Leser, die zudem ein Affront war gegenüber der Vielzahl der ungenannten guten Romane. Ich hingegen brauchte das Geld. Es war die Zeit ohne Internet und mit beschränktem Raum in den Medien. Ihr seht, welch komplizierte berufsethischen Fragen die Literaturkritik einfach glatt bügelt.

Beim Fußball liegen die Dinge für mich einfacher. Da hilft das Verschweigen schlechter Leistungen sogar dem Gegenstand meiner Kritik. Und weil der Gegenstand meiner Kritik gleichzeitig der meiner Zuneigung ist, kann ich nichts falsch machen. Meine unausgesprochen bleibenden harschen Urteile stabilisieren vielleicht die Zuschauerzahlen. Das sind Gedanken, an denen man sich freuen kann! Irgendwie muss es ja weitergehen. Was hilft es, das einmal mehr im Verlauf immer zufälliger wirkende Spiel vom MSV Duisburg gegen Holstein Kiel zu beschreiben? Warum sollte ich noch einmal daran erinnern, dass sich die erste vage Torchance aus dem Spiel heraus für den MSV in der 60. Minute ergab? Die Standards mussten es bringen und konnten es nur in engen Grenzen. Was soll man über den Kieler Rafael „Alle-auf-die-elf“ Kazior sich aufregen? Wäre er kein mäßiger Fußballer geworden, hätte er sich wohl als mäßig talentierter Schauspieler durchgeschlagen. Aber vielleicht sollten wir ihm geradezu danken,  sich als Ventil für Duisburger Frust geopfert zu haben. Komm gerne wieder, Rafael Sündenbock!

Mein Spaß am Basketballergebnis verschwände auch wieder, weil ich ja auf die guten Ansätze in der ersten Halbzeit hinweisen müsste, auf vereinzelt gelungene Kombinationen, bei denen nur der letzte oder auch schon vorletzte Pass misslang. Ich hätte den etwas stärkeren Kingsley Onuegbu erwähnen müssen, dem endlich einmal wieder die Bälle nicht allesamt versprangen. Dessen neue Schuhe schienen seine Klebekraft bei der Ballannahme auch hier in guten Ansätzen zurück gebracht zu haben. Aber gleich wie der Kieler Trainer Karsten Neitzel auf der Pressekonferenz von einem guten Spiel zu sprechen?

Als ich das gerade hörte, musste ich erstmal tief durchatmen. Wird Holstein Kiel demnächst von der NSA aufgekauft? Ist die Datenüberwachung der Kieler so weit fortgeschritten, dass sie in die Zukunft schauen können? Heute habe ich erst begonnen, meinen anderen Blick aufs Spiel niederzuschreiben, gestern schon wusste Karsten Neitzel davon? Mir gibt das zu denken. Verständlich, dass Karsten Baumann gegen so eine deutliche Wertung keine großen Einwände hat, nachdem er sich im Stadion laute „Baumann raus“-Rufe gefallen lassen musste. Mir missfällt auch die mangelnde Entwicklung der Mannschaft, und ich hätte gerne mehr Erklärung von Karsten Baumann, was da schief läuft. Dann könnte ich darauf vertrauen, dass er eine Vorstellung davon hat, wie er die Mannschaft weiter bringt. Bis jetzt ist an der Spielweise der Mannschaft das nicht deutlich zu erkennen. Aber ich finde auch, bis zum Ende der Saison wäre angesichts der Lage im letzten Sommer etwas mehr Demut auf den Rängen angebracht.

Vielleicht sind Karsten Neitzel, Karsten Baumann und ich ohnehin Brüder im Geiste. Wahrscheinlich heiße ich sogar in Wirklichkeit Karsten-Kees Jaratz, denn wir drei always look on the bright side of life. So lässt sich einem Spiel wie vom MSV Duisburg gegen Holstein Kiel viel Gutes abgewinnen. Ich kann nur jedem raten, das mal auszuprobieren, ist in jedem Lebensalter möglich, wie man dank Eric Idles Auftritten über die Jahre hinweg sieht.

Der Saisonweg ist das Saisonziel

So lange auf Live-Tickern nur von torlosen Unentschieden  zu lesen ist, lässt meine Aufmerksamkeit für Spiele vom MSV Duisburg schnell nach, wenn ich bei Freunden sitze und das Leben dort gerade mit vielen seiner bestimmenden Momente den Raum erfüllt. Der Geburtstag der Freundin als Anlass, die Beerdigung ihrer Mutter drei Tage zuvor, ein fast erwachsener Sohn in Shanghai, all das stößt ein Erinnern an, für das Smartphone-Sätze zu Spielen mit nur von irrationaler Hoffnung befeuerter Bedeutung keine ablenkende Konkurrenz sind.

Von der 1:0-Niederlage des MSV Duisburg gegen den SV Darmstadt 98 habe ich also lange nach dem Schlusspfiff recht teilnahmslos gelesen. Die Eindrücke derjenigen, die vor Ort gewesen sind, verraten mir zudem, die Zebras zeigten kein schlechtes Spiel, trotz mangelnder Offensivkraft. Natürlich ist die rote Karte gegen Michael Ratajczak bedauerlich. Natürlich kann man sich über einen Elfmeterpfiff kurz nach dem Platzverweis ärgern. Selbstverständlich kann die Spielweise der Mannschaft Hinweise auf Erfolgsaussichten in der kommenden Saison geben, aber im Moment betrachte ich das Ergebnis nur mit entspannter Gelassenheit. Ich mache mir keine Gedanken, ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Der Weg des MSV Duisburg wurde mir zum Ziel.

Um nichts anderes geht es nun noch als um den Moment. Ich werde im Heimspiel gegen Holstein Kiel auf meinem Platz stehen und weder an Aufstieg noch an Abstieg denken. Ich werde die Gegenwart des Spiels in jeder Minute in mich aufnehmen, mich mit den Freunden zu Hause fühlen, Spaß haben und dabei den geschrumpften Punkteabstand zum Tabellenende wie den unvermeidlichen Regen nehmen, der nun mal zum Wetter gehört und irgendwann auch wieder vorbeigeht.

Glaubt nun bloß nicht, dass ich den Zebrastreifenblog allmählich am Esoterik-Markt positionieren möchte. Wer es handfester haben möchte: Es geht um den Unterhaltungswert eines Stadionbesuchs bei einem Verein ohne konkrete Nahziele. Es geht um Einnahmen durch Eintrittskarten. Es geht darum, wie attraktiv der MSV Duisburg unabhängig von sportlichen Zielen als Kulturangebot Duisburgs wirkt. Und schon schwindet die entspannte Gelassenheit.  Großes Thema für ein anderes Mal.

Auf die Spannungsdramaturgie der Geschichte vom Aufstieg werde ich übrigens in dieser Saison nicht verzichten. Es gibt genügend  Vereine, bei denen noch alles möglich ist, und es trifft sich gut, dass mir bei dem Riesenangebot im deutschen Sport die Auswahl leicht fällt. Zumal mir der Blick darauf wiederum Hinweise auf den MSV Duisburg gibt. Beim anderen Verein des anderen Sports meiner Zuneigung, dem Deutzer TV und dem Basketball dort, kann ich sogar das Wort Aufstieg einfach aussprechen, ohne damit die bösen Geister einer sofortigen Niederlage zu beschwören. Eine Mannschaft, die einen 7-Punkte-Vorsprung 55 Sekunden vor dem Schlusspfiff auf einen Punkt Vorsprung zehn Sekunden vor Schluss runterspielt, dann zudem zwei Freiwürfe verwirft, nur um den Sieg mit einer Defense-Aktion retten zu können, bei so einer Mannschaft sehe ich gute Chancen das selbstgesteckte Ziel Aufstieg in die 2. Regionalliga zu erreichen. Vom Ergebnis schweige ich mit gutem Grund. Wir Zuschauer konnten von Glück sagen, nach desaströser Wurfquote auf beiden Seiten ein zweistelliges (!) Ergebnis am Ende zu sehen. Doch Siege helfen, schlechte Spiel zu ertragen.

Beim MSV Duisburg war es in dieser Saison genau umgekehrt. Zunächst halfen gute Spiele Niederlagen zu ertragen, und nun bringen die durchwachsenen bis schlechten Spiele gemischte Ergebnisse. Beim Deutzer TV gibt es eben zu jedem Zeitpunkt des Spiels mindestens drei Spieler auf dem Spielfeld, die in Drucksituationen dem Spiel Impulse geben. Mehr als die Hälfte der Mannschaft auf dem Spielfeld ist jederzeit bereit, trotz eigener Fehler die Verantwortung für eine risikoreiche Spielaktion zu übernehmen. Meist machen das alle Deutzer Spieler auf dem Spielfeld. Bei allen Unterschieden zwischen den Sportarten. Für dauerhaften Erfolg gibt es beim MSV Duisburg eben genau dieses Verhältnis nicht unter den Spielern auf dem Platz. Zu viele Spieler der Mannschaft sind abhängig vom Verlauf des Spiels, um sich ihrer eigenen Qualität und ihres Selbstbewusstseins sicher zu werden.

Deshalb ist nun der Weg bis zum Saisonende unser Ziel beim MSV. Zweitvereine in anderen Sportarten helfen dann, die wettstreitenden Lebensphilosophien der östlichen und westlichen Welt in mir gleichermaßen lebendig zu halten. Ein Zwischenziel auf dem Weg, der das Ziel ist, macht die ganze Angelegenheit Leben doch immer wieder auch aufregender.

Schon im ersten Jahrhundert muss Epiktek MSV-Fan gewesen sein

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Foto: Hajo Schneider

Nichts da! Wer sich auf Karnevalsfeiern gar von Rabaue-Stücken nicht aus der Bahn werfen lässt, dessen Laune wird auch von Fußballspielen wie dem des MSV Duisburg gegen den SV Wehen Wiesbaden mit seinem 0:0 als Ergebnis nur kurz beeinträchtigt. Allenfalls für einen Moment stand gestern kurz vor vier die Qual des Zuschauens mir noch ins Gesicht geschrieben. Dann aber begann ich schon, das Spiel zu drehen und zu wenden. Das Gute im Schlechten sehen! Wer, wenn nicht wir in Duisburg, kann Kalendersprüchen zur ewigen Gültigkeit verhelfen? Nicht die Dinge selbst sind es, die uns berunruhigen, sondern die Meinungen, die wir uns von den Dingen machen. Hättet ihr gedacht, dass es schon in der Antike MSV-Fans gab? So viel Tradition beim Traditionsverein könnte den ein oder anderen potentiellen Sponsor vielleicht beeindrucken. Brauchen nicht irgendwelche Unternehmen, geführt von Dale-Carnegie-Jüngern, ideologiekonforme Aufmerksamkeit?

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Fotos von kostümierten Fans heben übrigens auch die Stimmung. Und Plaudern – so merke ich gerade – hilft, über das hinwegzukommen, was gestern zu sehen war. Vielmehr was nicht zu sehen war. Bewegung etwa im Spiel des MSV, Kombinationen von mehr als nur zwei Spielern. Tore! Aber gerade bei den Toren sehen wir auch das Gute des Spiels. Trotz einer unglaublich schlechten Mannschaftsleistung in der ersten Halbzeit geriet der MSV Duisburg nicht in Rückstand. Schließlich hat es die Zebras in dieser Saison noch nicht davon abgehalten, ein Tor hinzunehmen, obwohl der Gegner aus dem Spiel heraus keine Torgefahr entwickelte. Es gibt ja noch Freistöße und Ecken. Wenn wir uns das also einmal ganz bewusst machen, sollte sich allmählich etwas Entspannung in euch ausbreiten.

Man muss dann natürlich  darüber hinwegsehen, dass durch das Unentschieden zur Halbzeitpause viele von uns sogar für einige Zeit auf einen Sieg hofften. Wir dachten schließlich, unsere Zebras zu kennen. Eine Halbzeit spielen sie schlecht bis sehr schlecht, die andere Halbzeit aber zeigen die Spieler, was sie können. Gestern strengten sie sich dann nur noch mehr an. Das erinnerte an das Spiel gegen Dortmund. Die Mannschaft bemühte sich und erreichte nicht viel. Wenn dann keine der wenigen ungefähren Chancen zum Tor führt, stellt sich irgendwann dieses lähmende Gefühl ein, sich vergeblich anzustrengen. Es ist mit eines der unangenehmsten Gefühle im Mannschaftssport. Jeder denkt, er gibt alles und versteht nicht, warum die eigene Mannschaft dennoch schlecht spielt. Man sah die Hilflosigkeit den Spielern zuweilen an. Pierre De Wit schien bei manchem Fehlpass und -schuss erst einmal im Rasen einsinken zu wollen. Markus Bollmans hob immer wieder ratlos die Arme. Kevin Wolze suchte gerne das Gespräch mit dem Gegner. Jeder hat eben seine eigene Methode mit dem Frust umzugehen.

2013-03-01_Msv-wiesbaden_karneval 008webEine Szene des Spiels wurde für mich zum Sinnbild der 90 Minuten. Hat man sie gesehen, hat man das ganze Spiel gesehen. Ich weiß nicht mal mehr, ob es in der ersten oder zweiten Halbzeit war, ob ich also Defensiv- oder Offensivaktion sah. Von der KöPi-Tribüne aus gesehen bewegte sich das Spielgeschehen komplett in der linken Hälfte des Spielfelds. Ein Spieler des MSV schlug den Ball an allen Spielern vorbei in die rechte Ecke. Nahezu gleichzeitig sprinteten Phil Ofosu-Ayeh und ein Wiesbadener Spieler dem Ball hinterher. 2013-03-01_Msv-wiesbaden_karneval 003webOb der Duisburger den Ball vor dem Toraus erreicht, war fraglich. Im letzten Moment grätschte er dann den Ball vor Toraus und Gegenspieler ab. Der Ball rollte parallel zur Außenlinie. Doch nur Gerrit Wegkamp hatte die Spielbewegung mitgemacht. Er alleine war zur Außenlinie gelaufen, um anspielbereit zu sein. Und erst kurz bevor er den Ball annahm, bewegte sich der Rest der Mannschaft, um die immense Lücke zwischen linker und rechter Spielhälfte zu füllen.

Das war das Spiel des MSV Duisburg zu einem großen Teil der Zeit: Neun Spieler warten darauf, was der Spieler mit dem Ball gerade anstellt. Bleibt noch einer, der versucht, sich frei zu laufen. Das reichte nicht, um eine eng stehende Defensive zu überwinden. Immer wieder zeigte sich, dass die Spieler oft gedanklich nicht schnell genug sind. Sogar Michael Ratajczak schien bei einem Rückpass oft einen Moment zu lang zu warten, bis er das machte, wozu er sich längst entschlossen hatte, den Ball weit nach vorne zu schlagen.

Alles wird gut Foto: Hajo Schneider

Alles wird gut
Foto: Hajo Schneider

Ihr merkt, beim Drehen und Wenden des Spiels bleiben nur wenige Meinungen über Dinge, die uns zu guter Laune verhelfen. Die Spielweise von Gerrit Wegkamp gehörte für mich noch einmal dazu. Vielleicht hat das aber auch damit zu tun, dass sie noch immer neu und frisch für mich ist und ich sie deshalb unabhängig von der Mannschaftsleistung schätzen kann. In der Summe haben sich meine wenigen guten Meinungen von dem Ding „MSV Duisburg gegen den SV Wehen Wiesbaden“ aber gelohnt. Sonst hätte ich nicht schon vor dem Stadion wieder zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Eine gewisse Grundentspannung war auch nötig, weil im Zug zurück nach Köln eine Gruppe Dortmunder Bienen mittleren Alters einige Aufmerksamkeit des Großraumwagens in Anspruch nahm. Dann kann man auch problemlos helfen und schnell antworten, wenn verirrte Bienen laut nach ihrem Schwarm fragen. In dem Sinne, weiter schöne Karnevalstage. Alaaf und helau!

Die Pressekonferenz nach dem Spiel sowie die Stimmen von Kevin Wolze und Sascha Dum.

Und wer es sich unbedingt noch einmal antun möchte, der Spielbericht. Ich habe ihn mir noch nicht angesehen.

Zwischen Fastelovend und der Fußballnormalität mit Hausverbot sowie Kentsch

Zwei Parallelluniversen begegnen sich in diesen Tagen des Straßenkarnevals jedes Jahr aufs Neue in meinem Leben. Sie bewegen sich in unterschiedlichem Tempo. Wenn in der Karnevalswelt trotz immer wieder neuen Erlebens die Zeit gleichsam still steht, nimmt die Welt des Fußballs ihren normalen Lauf. Die armen Frankfurter mussten sogar gestern Abend richtig arbeiten und sind nicht mal als Entschädigung für die Karnevalsabstinenz eine Runde weitergekommen. Ich hoffe für mich und den MSV, wenn international, dann sofort Champions League. Ein Pflichtspiel am Weiberfastnachtstag entspricht nicht meinen Vorstellungen von einem zufriedenstellenden Leben.

Schon in der Vergangenheit musste ich immer einige Mühe darauf verwenden, mein verdoppeltes Leben als Jeck und MSV-Fan wenigstens zum Spieltag hin mit ihren beiden unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Einklang zu bringen. Doch in diesem Jahr überfordert mich die Fülle unterschiedlicher Meldungen zum MSV geradezu. Wie soll ich, dem die Veedels-Feier-Lieder noch im Ohr klingen, sinnvolle Sätze zu gleich zwei bis drei gewichtigen Themen beim MSV Duisburg schreiben? Und da ist das Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden noch gar nicht dabei. Das geht heute nur begrenzt. Karneval bringt auch mich in einen Ausnahmezustand, und  Hausverbote im großen Zusammenhang einzuorden wird mir heute zu viel. Da reicht ein: Gut gemacht, MSV Duisburg! Der Verein reagiert auf die unterschiedlichen Vorfälle am letzten Samstag bei An- und Abreise von MSV-Fans nach Dortmund mit einem deutlichen Zeichen. Zudem wird in der Pressemitteilung das weitere Vorgehen erläutert.

Weil ich online von dem Hausverbot noch nichts gefunden habe, hier die Pressemitteilung vom MSV Duisburg im Wortlaut.

Der MSV Duisburg hat nach den Ausschreitungen sogenannter „Fans“ auf der An- und Abreise zum Auswärtsspiel der Zebras am Samstag, 22. Februar 2014, bei Borussia Dortmund 21 Hausverbote ausgesprochen. Diese Hausverbote gelten vorerst für das Heimspiel des MSV gegen den SV Wehen Wiesbaden am Samstag, 1. März 2014.

„Ob diese Hausverbote danach in bundesweite Stadionverbote ausgeweitet werden, entscheidet der DFB“, erklärte Michael Meier, Sicherheitsbeauftragter des MSV; über Vorfälle auf Reisewegen darf allein der DFB urteilen.

Ob darüber hinaus weitere Randalierer durch Stadionverbote vom MSV fern gehalten werden können, sollen weitere Auswertungen der umfangeichen Videoaufzeichnungen und Unterlagen der Polizei zeigen. Meier: „Wir arbeiten dabei wie in der Vergangenheit eng zusammen!“

Der MSV distanziert sich erneut von allen Personen, die Fußballspiele als Plattform für Gewalt, Rassismus und Diskriminierung nutzen. Der MSV verdeutlicht in seinem Leitbild u.a.: Als Zebrafamilie, mit all unserer Vielfalt, sind wir weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt. Wir halten zusammen, insbesondere in schweren Zeiten.
Integration wird von uns gelebt. Respekt und Toleranz prägen unseren Umgang miteinander.

Wir fordern erneut alle unsere Anhänger auf, gemeinsam mit dem MSV gegen Gewalt, Diskriminierung und Rassismus aufzutreten und bei und rund um unsere Spiele weiter so fröhlich und begeistert Streifen zu zeigen, wie Duisburg das im vergangenen Sommer gezeigt hat!

Aber das ist noch nicht alles. Kaum feier ich mal Karneval, gibt der Sportjurist Christoph Schickhardt  dem Kicker ein Interview, in dem er auf die Entscheidung des DFB zu sprechen kommt, dem MSV Duisburg keine Spiellizenz für Liga 2 zu erteilen. Er ist der erste, der klar sagt, alleine Roland Kentsch ist verantwortlich für den Entscheid des DFB. Die Finanzen hätten keine Rolle gespielt, formale Fragen hätten geklärt werden müssen.

Nun frage ich mich allerdings, welchen Einblick Christoph Schickhardt in das Verfahren hatte, um diese Einschätzung geben zu können? Wer war im Sommer nochmals Rechtsbeistand vom MSV Duisburg in dem Berufungsverfahren? Suche ich jetzt nicht, und sag im Vorgriff auf Dienstag, der Nubbel ist schuld. Mein juristisches Laienverständnis sieht manche formale Frage eng verknüpft mit dem vorgelegten Finanzplan. Wir erinnern uns an das vertraglich festgehaltene Mitbestimmungsrecht von Walter Hellmich bei der Abberufung des Geschäftsführers. Dass sich diese formale Frage nicht ohne Beschäftigung mit den Finanzen hätte klären lassen, liegt auf der Hand. Was Roland Kentsch natürlich nicht aus der Verantwortung entlässt, sondern nur den Begründungszusammenhang ein wenig komplexer macht. Sprich: Mein Laienverstand sagt, wer auf der sicheren Seite sein will, muss argumentativ nachlegen. Aber Rechtssprechung soll ja für Eindeutigkeit sorgen, und vielleicht brauchen Juristen im Nachhinein nur die Sätze des Vertrags und nicht die dahinter stehende Vorgeschichte, wie es zu den Sätzen kam.

In den Zusammenhang, aber natürlich längst eigenes Thema, gehören die Finanzen beim MSV Duisburg als Voraussetzungen zur DFB-Lizenz für die 3. Liga in der kommenden Saison. Ob eine dieser nötigen Voraussetzungen dann noch Schuldenschnitt heißen wird, sei dahin gestellt. Ohne die erneute Hilfe von Gerald Kassner und Schauinsland Reisen ließ sich jedenfalls das beim Schuldenschnitt aufgetauchte Problem der Gleichbehandlung aller Gläubiger nicht lösen. Schuldenkauf, ist das bei WAZ/NRZ genannte Stichwort. Nächste Woche mehr dazu.

Fußball gespielt wird schließlich auch noch. Gerrit Wegkamp begleitet dieses Mal Karsten Baumann auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen SV Wehen Wiesbaden. Wir hören vom Trainer, wieder geht es am Samstag gegen einen Gegner, dessen Konterspiel gefährlich ist. Was schon vor dem Spiel gegen den BVB die Ausgangslage war. In Dortmund hatte der MSV diese Stärke des Gegners einigermaßen kontrollieren können. Mir wäre also auf der PK mal wieder auch ein Wort zur besonderen Gefahrenlage bei Standards lieb gewesen. Einfach für et Hätz un Jeföhl. Für Stimmungen bin ich nämlich momentan noch anfälliger als sonst. Aber seht selbst.

Nun muss ich mich bei so viel Rasanz im Geschehen rund um den MSV Duisburg erstmal wieder aufs Lebenstempo hier vor Ort entschleunigen. Mach ich mit dem dazu passenden Motto-Karnevalspop von Cat Ballou. In dem Sinne noch einmal: „Alaaf!“ und „Helau!“. Wir sehen uns morgen im Stadion. Narrenkappe meines Großvaters wird das nötige Glück bringen. Ich hoffe zudem auf kreative Fankostüme. Den Spielbericht über einen Sieg mit Fotos anzureichern ließe ich mir vor dem Veedelszoch am Karnevalsonntag gefallen.

Sind auch im Fußball Männer manchmal Herren und die Frauen Damen?

Die ganz großen Zeiten einschlägiger Beweise für die unaufhebbar vorformende Kraft der Sprache auf das Denken sind ja vorbei. So viele Wörter für Schnee haben die Eskimos dann doch nicht und schon gar nicht war aus der behaupteten Schneewortzahl  á la Sapir-Whorf  ein Schluss über Möglichkeiten der Welterfahrung zu ziehen. Auch wir im schneeunsicheren Duisburg aufgewachsene Mitteleuropäer können bei genauem Hinsehen unterschiedliche Zustände von Schnee erkennen, und nichts hindert uns daran, diese Zustände mit je eigenen Wörtern zu benennen.

Wie ja auch bei weniger genauem Hinsehen schon die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu erkennen sind. Was seit jeher zu eigenen Wörtern für die beiden vorherrschenden Varianten führte, entsprechend gibt es für den Ballsport unseres Interesses Männerfußball und Frauenfußball. Pressekonferenzen vom MSV Duisburg führen übrigens zu solchen Überlegungen. Seitdem ich den gemeinsamen Auftritt von MSV-Torhüter Michael Ratajczak und MSV-TorhüterinStürmerin Sofia Nati gesehen habe, ist mir der kommende Spieltag etwas aus dem Blick geraten. Mir geht nämlich die Frage nicht mehr aus dem Kopf, wie oft im Fußball auch von „Herren“-Mannschaften die Rede ist und entsprechend von „Damen“-Mannschaften.  Ich habe keine Lust das zu recherchieren. Klärt mich auf. Karsten Baumann kam das „Damen“ auf der Pressekonferenz ganz selbstverständlich über die Lippen.

Das geht mir als Basketballer mit der Herren- und Damen-Begrifflichkeit genauso.  Sollten soziale Hintergründe des Sports bei der Verwendung von einst feiner klingenden Geschlechterbezeichnungen eine Rolle spielen? Bundesligabasketball wird heute noch von Damen gespielt. Die Herren aber sind dem Bundesligabasketball durch den Sponsornamen abhanden gekommen, ganz davon abgesehen, dass der „Männer“-Basketball dem der Herren große Konkurrenz macht. Wie ist das also nun im Fußball? Stimmt mein Eindruck, dass hier fast nur Frauen und Männer Sport treiben?

Als der MSV Duisburg zur Pressekonferenz lud, ging es jedenfalls erst einmal um Frauen und Männer. Die einen spielen in der Bundesliga das erste Punktespiel im Zebratrikot und zwar gegen Bayer Leverkusen, die anderen spielen gegen Rot-Weiß Erfurt in Liga 3. Überraschendes gibt es nach dem Termin nicht zu erzählen. Die Gegner werden ernst genommen. Frauenfußball wird von Männern ernst genommen. Frauen finden Zebratrikots gut. Siege sind das Ziel. Kleinigkeiten entscheiden das Spiel der Männer.

Für den Rückrundenauftakt der Frauenmannschaft war die gemeinsame Pressekonferenz eine gute Idee, als dauerhafte Lösung scheint mir diese Art von Synergieeffekt allerdings nicht geeignet. Wenn vier Personen auf dem Podium sitzen, ist zu viel gleichzeitig abzuhandeln, selbst wenn es keine wesentlichen Informationen zu erzählen gibt. Vielleicht würde dieses Bemühen um Wertschätzung der Frauen durch die Männer sich irgendwann legen, dennoch scheint mir das Ungleichgewicht des Zuschauerinteresses zu groß, als dass die gemeinsame Pressekonferenz dauerhaft gut funktioniert. Dieses Ungleichgewicht führt zu Subtexten, die so eine Pressekonferenz für die Sprechenden kompliziert machen. Man musste nicht sonderlich feinfühlig sein, um mitzubekommen, dass Karsten Baumann sein Berufsziel nach der aktiven Karriere mit dem Athletiktrainer der U19-Nationalmannschaft der Fußball-Damen (!) noch nicht erreicht sah und froh war, einen Job bei den Männern annehmen zu dürfen. Das ist bunt, da blitzt das Männer-Frauen-Thema auf, und wahrscheinlich gefällt das nicht wenigen. Mir wären Sätze über das kommende Spiel aber schon genug.

Wer sich selbst ein Bild machen möchte:

Radioreporter macht MSV-Aufstieg dringend nötig

Seit gestern weiß ich,  dass ich den MSV Duisburg lieber gestern als heute wieder in der 2. Liga sehen möchte. Vergesst das Geld, was für eine Nebensache gegen die Medienlage. Sehen will ich den MSV, auch wenn ich nicht ins Stadion komme! Dann wäre so eine Radioreportage, wie wir sie uns beim Spiel vom MSV in Chemnitz haben anhören müssen, nur noch der Anlass zur unterhaltsamen Anekdote über eine dunkle Vergangenheit. Wahrscheinlich haben sich die Kollegen vom MDR angesichts akuten Sportjournalistenmangels einfach breit schlagen lassen, auch mal ein Fußballspiel zu kommentieren. Wahrscheinlich sollten wir deshalb mit den gelernten Brauchtumsreportern viel nachsichtiger sein.

Wahrscheinlich sitzen Ronny Maiwald und Alexander Schubert sonst beim „Tag der Sachsen“ in ihrer Sprecherkabine und kommentieren stundenlang vorbeiziehende Fußgruppen in lustigen historischen Verkleidungen. Wahrscheinlich trinken sie sonst beim jährlichen Verbandstreffen der Brauchtumsreporter ihr Bier mit Wicky „De Zoch is ming Ding“ Junggeburth und den SWR-Fassnachtsfachleuten und prahlen damit, wie sie jüngst wieder einen ganzen Tag lang die Zeit kaputtkommentiert haben.  Die haben einfach nicht gewusst, dass selbst ein torloses Fußballspiel eine eigene Spannung mit sich bringt. Wahrscheinlich empfanden sie das Fußballspiel einfach als Brauchtumsumzug ohne festgelegte Wegstrecke und hauten deshalb bei dem Durcheinander vorsichtshalber mal ein paar Dönekes und launige Belanglosigkeiten mehr raus.

Ich habe in diesem dahinplätschernden Dauergeplauder meist nicht mitbekommen, wenn vom Fußballspiel selbst die Rede war. Vorsichtshalber habe ich darum einen Live-Ticker aufgerufen, damit mir wenigstens der aktuelle Spielstand klar war. Als ich die Aufstellung las, kitzelte die Hoffnung auf den Auswärtssieg mächtig. Karsten Baumann wollte der Mannschaft mehr Offensivkraft geben und ließ Gerrit Wegkamp von Anbeginn spielen. Wenn ich nun über das Spiel bei unterschiedlichen Quellen lese, Karsten Baumann auf der Pressekonferenz höre und den dann doch vorhandenen Spielbericht vom MDR sehe, war es mit den Möglichkeiten zum Sieg recht bald schon vorbei. Wir können froh über das Unentschieden sein, und dürfen Michael Ratajcak danken, der einige große Chancen der Chemnitzer zunichte machte. Viel mehr kann ich über das Spiel selbst nicht schreiben.

Es zeigt sich aber einmal mehr, die Mannschaft vom MSV Duisburg kann ihre Leistungen nicht stabil abrufen. Sie spielt nicht sicher genug, um ein Spiel dauerhaft zu gestalten. Darin gleicht sie den meisten Mannschaften der 3. Liga – Heidenheim und Leipzig ausgenommen -, deren spielerische Möglichkeiten vom Spielverlauf abhängig sind.  Tagesform und auch der Zufall entscheiden, welchen Ausgang ein Spiel jeweils nimmt. Deshalb können wir mit diesem Unentschieden zufrieden sein. Zu hoffen ist, dass Christian Eichner sich nicht schwerer verletzt hat. Zu hoffen ist aber auch, dass sich eine Erkenntnis des MDR-Reporters dauerhaft bewahrheitet. Leitmotivisch erkärte er uns ja den entscheidenden Unterschied zwischen der Regensburger und der Duisburger Mannschaft: „Duisburg ist von der Kompaktheit her ein anderes Kaliber.“ Gewonnen hat Regensburg gegen Chemnitz trotzdem, was mich wiederum rätseln lässt, ob wir mit diesem Kaliber nur auf weitere ausbleibende Niederlagen hoffen dürfen oder auf mehr.

Hochgefühle halten lang und länger

Statt fehlender Worte war es fehlende Zeit, die mich heute erst in Erinnerungen an den Samstag schwelgen lassen. Aber so ein Hochgefühl wie nach dem 2:1-Sieg des MSV Duisburg über RB Leipzig lässt sich auch noch einen Tag länger auskosten. Allzu oft war in den letzten Jahren in unserem Stadion so ein ekstatischer Jubel wie nach dem Tor von Kingsley Onuegbu kurz vor Abpfiff nicht zu hören. Was für eine Explosion der Begeisterung! Welch ein Torjubel! Manchmal möchten wir gerne daran glauben, dass irgendjemand die Fäden für so ein Ereignis in der Hand hat. Respekt, würde ich dann sagen, derjenige hat ein hervorragendes Gespür für Dramaturgie und Spannung gewürzt mit einer Prise Moral. An diesem Samstag hatte sich das Geld nicht durchsetzen können.

So ein Jubel entsteht nur, wenn wir alle um unsere Helden bangen; wenn wir lange spüren, wie gefährdet sie sind, wie sehr sie sich mit allem, was sie können und haben für das einsetzen, was sie erstreben. Unsere Helden wollten den Sieg, keine Frage. Aber die Leipziger Mannschaft spielte sehr gut. Wider Erwarten wurde die Hoffnung auf den Sieg früh schon lebendig. Etwas überraschend erzielte Deniz Aycicek nämlich in der 29. Minute die Führung für den MSV. Das Tor verhalf dem Spiel zudem zu einem Moment der Komik. Während in der Mitte vor dem Leipziger Tor Kingsley Onuegbu und Patrick Zoundi nach vergeblichen Schussversuchen sich als Klageduo versuchten, spielte Aycicek einfach weiter und nahm dem Leipziger Abwehrspieler den eigentlich schon geklärten Ball wieder ab.

Nach vorne ging von beiden Mannschaften danach nicht mehr viel Gefahr aus. Schließlich kam die Halbzeitpause, um Atem zu holen. Nach Wiederanpfiff meinten wir uns für kurze Zeit noch mehr beruhigen zu können, weil sich in das Spiel der Leipziger Mannschaft Fehler einschlichen. Die Zebras schienen nicht mehr nur zu reagieren, sie begannen aktiver zu werden. Und wie es sich für eine perfekte Dramaturgie gehört, kommt in genau diesem Moment der Rückschlag. Der Ausgleich fällt und fortan dreht sich alles in die andere Richtung. Nun erarbeiten sich die Leipziger klarere Chancen, die mit ihrer Torgefahr erst jetzt zu der schon in der ersten Halbzeit gezeigten Spielanlage passten. Vor diesen Chancen hatten wir uns schon in den ersten 45 Minuten gefürchtet. Bei uns herrschte nämlich schnell die Meinung, eine bessere Mannschaft hatten wir in dieser Saison in Duisburg noch nicht gesehen.

Das Pressing der Leipziger beindruckte. Die gesamte Mannschaft bewegte sich gemeinsam so, als ob die Spieler weiterhin durch die Hilfsbänder des Defensivtrainings miteinander verbunden waren. Ein ballführender Duisburger stand sofort drei Gegenspielern gegenüber. Das wiederum verweist aber auch auf die Qualität des Duisburger Spiels. Trotz dieses so gut funktionierenden Pressings wurde kontinuierlich versucht, den Ball im kontrollierten Passspiel aus der eigenen Hälfte in den Angriff zu tragen. Nur selten erfolgte als letztes Rettungsmittel aus der Bedrängnis der Befreiungsschlag als Passversuch in die Weite. Dennoch wirkte im Vergleich die Leipziger Spielanlage überlegen. Die Leipziger Stürmer waren beeindruckend schnell, und es war klar, ein kleinster Fehler auf Zebraseite könnte zu einem Tor führen.

Für Zuschauer ohne spirituelle Neigungen sind es ja die Spieler selbst, die auf dem Feld an der perfekten Dramaturgie arbeiten. Dazu passte die erste Ballberührung von Gerrit Wegkamp nach seiner Einwechslung, die sogleich zu einer Torchance führte. Sein Schussversuch wurde erst im allerletzten Moment geblockt. Der Neuzugang war sofort präsent, wirkte selbstbewusst und zwang die Leipziger Defensive sich mit ihm zu beschäftigen. Freiräume entstanden so für seine Mitspieler, und allmählich geriet das Spiel wieder ins Gleichgewicht. Der MSV reagierte nicht mehr nur und musste aufs Glück setzen. Die Spieler gewannen die Kontrolle über das eigene Schicksal zurück.

Und wer sich als Dramaturgie-Perfektionist so gelungen um den großen Bogen kümmert, lässt sich den kleinen Bogen eines sich steigernden spannenden Finales nicht entgehen. In diesen letzten Minuten des Spiels war das Spiel völlig offen. Es wogte hin und her. Beide Mannschaften wollten den Sieg. Die Zebras aber wirkten mit einem Mal entschlossener. Sie waren zu noch mehr Einsatz bereit. Ganz vorsichtig begann ich meinem Eindruck zu trauen, die Zebras glaubten mehr an den Sieg als die Leipziger. Die endgültige Krönung dieser Dramaturgie wurde dann ein sich steigernder Chancen-Dreischritt.

Das Finale begann mit der Ahnung von Torgefahr durch einen Wegkamp-Kopfball nach weiter Flanke. Im Ansatz war zu sehen, die Defensive hatte viel Zeit sich vorzubereiten. In so einem Fall gelingt ein Tor nur mit viel Glück. Die nächste Chance machte schon mehr Hoffnung. Kingsley Onuegbu wurde im Strafraum angespielt, und er, der das Spiel über immer wieder Schwierigkeiten hatte sich durchzusetzen, tanzte mehrere Leipziger Spieler aus, ohne zum Torschuss zu kommen. Der Übermacht musste er sich schließlich beugen. Dann aber kam die dritte Chance, die Vollendung, der Anfang des allgemeinen Durchdrehens, der so lange vermissten Ekstase. Ein Freistoß fliegt in den Strafraum. Ordnung ist dort nur in Ansätzen noch vorhanden. In dem Strafraum konnte alles möglich werden, wenn nur ein Spieler des MSV Duisburg an dem Ball käme.

Der Abwehrversuch landete in der Nähe des Elfmeterpunktes beim MSV, es folgte ein überlegter Kopfball auf den rechts neben dem Tor frei stehenden Tobias Feisthammel, der zurück passte in die Mitte auf den ebenso frei stehenden Kingsley Onuegbu. Jede Richtungsänderung des Balles begleitet ein immer lauter werdendes bangendes Rufen der Erwartung, das schließlich im besagten Jubel explodiert. Natürlich weiß der perfekte Dramaturg, dass so ein Jubel Ausklang braucht, Raum, um sich zu beruhigen. So ein Dramaturg weiß, ein erneutes Kitzeln des Schicksals ist dafür das beste Mittel. Und so blieb noch ein Torschuss der Leipziger abzuwehren. Tanju Öztürk erledigte das kurz vor der Linie. Erst dann kam der Abpfiff. Erst so blieb Hochgefühl und nicht Erschöpfung durch den Jubel.

Und noch das: Es ist immer wieder schön, wenn während Heimspiel-Pressekonferenzen der gegnerische Trainer  spricht an Karsten Baumanns Gesicht abzulesen, wie es in ihm arbeitet. Dabei stehen die beiden Trainer-Meinungen für mich in keinem Widerspruch.

Beim Rotebrauseblogger das Spiel aus Leipziger Sicht, mit ähnlicher Spielbeobachtung aber natürlich anderer emotionaler Wertung.


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