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Das MSV Museum – Die Sammler I

    Museums-Verwirklicher         Willi Blomenkamp, 5. v. l.

Beim Cup der Traditionen gab der MSV Museumsverein einen Eindruck von seinen Aktivitäten. Erste Impressionen von der kleinen Ausstellung zu den vier Pokalfinalen waren im Zebrastreifenblog schon zu sehen.  In den nächsten Tagen kommen nun in loser Folge Menschen zu Wort, die sich sich für die Eröffnung eines MSV Museums engagieren. Willi Blomenkamp gehört zu den Gründungsmitgliedern vom MSV Museumsverein. Er ist einer jener Sammler, die mit ihren Exponaten die Grundlage für eine zukünftige Dauerausstellung bilden. Der Vorsitzende des Museumsvereins Volker Baumann sowie die Sammler Wolfgang Berndsen und Detlef Luderer werden folgen. 

Zebrastreifenblog: Wann hast du angefangen zu sammeln?

Willi Blomenkamp: Ich habe erst einmal mit Statistik angefangen. Ich habe damals, da war ich sieben oder acht, in der Badewanne gelegen und mir überlegt, die Ergebnisse der Spiele aufzuschreiben. Zeitungsberichte habe ich ausgeschnitten und wenn es mal eine Autogrammkarte gab, das war eine Rarität für mich. So habe ich angefangen. Das war etwa Mitte der 1970er Jahre.

Im erwachsenen Alter hast du dann einfach weitergemacht, was du als Kind begonnen hast?

Ja, im Grunde schon. Ich habe dann angefangen die Programme zu sammeln, erst die Heimprogramme, dann die Auswärtsprogramme, dann kamen Sammelbilder dazu, Autogrammkarten, weitere Zeitungsartikel, und dann Accessoires irgendwann wie Wimpel, Trikots. Das Spektrum wurde immer größer. Dann kamen irgendwann Eintrittskarten und irgendwann bekommt man nichts Neues mehr. Es wird immer schwieriger. Die Sachen werden immer teurer. Dann versucht man sein Gebiet zu erweitern, etwa Sammelbilder mit Autogramm, ohne Autogramm zu sammeln.

Diese Leidenschaft ergab sich, weil du Fan vom MSV bist?

Mein Vater ist gebürtiger Duisburger. Ich komme ja gar nicht aus Duisburg. 74 war die WM in Deutschland, da habe ich angefangen mich für Fußball zu interessieren. Dann sagte ich, Papa, was ist denn der beste Verein? Und er: Duisburg! Seitdem bin ich MSV-Fan. Damals in der Grundschule, ich komme aus Kerken, da gab es keine MSV-Fans. Gladbach, Schalke, München. Dortmund gab es. Und als Kind wird man ja schnell gehänselt. Duisburg hatte keine Titel. Ich weiß das noch wie heute, ich hab dann gesagt, ok, dann bin ich Hamburg-Fan. Das habe ich zwei Tage durchgehalten. Mit acht Jahren habe ich es nicht geschafft, mir einzureden, Hamburg-Fan zu sein. Ich kam von Duisburg nicht los. Mit acht Jahren. Ich bin immer MSV-Fan geblieben.

Wo befindet sich deine Sammlung momentan?

Bei mir zu Hause. Ich habe drei Räume. Da stehen 250 bis 300 Aktenordner plus an die 100 Trikots mittlerweile, also getragene Trikots. Jede Menge Poster hängen an der Wand. Die Ordner sind sortiert nach Zeitungsberichten, Plakaten, die Programme, Autogrammkarten, Sammelbilder, Fotos. Ich habe mittlerweile über 10.000 Fotos.

Was ist das Lieblingsstück deiner Sammlung?

Ich sag mal, die Stadionzeitung vom Tag meiner Geburt. Da haben wir noch 5:2 gegen Stuttgart gewonnen. 1966. Wenn ich also ein Stück behalten dürfte, würde ich wahrscheinlich die Zeitung behalten. Das ist nicht die absolute Rarität, aber es ist so.

Wer das MSV Museum unterstützen will, findet auf der Seite des Museum alle nötigen Informationen. 

 

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