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Ein diplomatischer Fan: Sparkassenchef Grzesiek

Welchen Stellenwert der Fußball in unserer Gesellschaft einnimmt, zeigt sich gerne auch dann, wenn öffentlich bedeutsame Führungspositionen einer Stadt mit Stadtfremden neu besetzt werden. Von der Spitze der Duisburger Sparkasse wechselte Artur Grzesiek zum 1. November letzten Jahres rheinaufwärts an die Spitze der Sparkasse KölnBonn. Nun gab es am Wochenende im Kölner Stadt-Anzeiger das große Antrittsinterview. Natürlich spielte zunächst der umstrittene Beratervertrag für Rolf Bietmann die Hauptrolle im Interview – für Nichtkölner: einmal mehr steht die KölnBonner Sparkasse unter Klüngel-Verdacht, doch zum Ausklang menschelte es ein wenig und der Imi Grzesiek wurde auf seine Kölntauglichkeit hin abgeklopft:

Haben Sie schon Mentalitätsunterschiede festgestellt?

GRZESIEK: Nein. Duisburg ist ja nicht so weit weg. Im Revier ist man sehr offen. Das ist hier ähnlich. Deshalb fühlen wir uns hier sehr wohl. Mit dem Menschenschlag werde ich gut klar kommen.

Dann müssen Sie den Fußballverein aber nochmal wechseln. Erst Dortmund, dann Duisburg, jetzt Köln.

GRZESIEK: Das klingt ja so, als sei ich ein Wendehals. Das stört mich sehr. Ich bin seit 1963 Fan von Borussia Dortmund. Man kann sein Fan-Herz nicht einfach wechseln. In Duisburg bin ich sehr schnell in die Gremien des MSV gekommen, weil es dem Verein sehr schlecht ging. Durch diese intensive Tätigkeit ist mir der MSV ans Herz gewachsen. Aber ich weiß natürlich, wie diese Region am FC hängt. Der Verein ist wichtig für die Region und damit auch für uns. Ich freue mich auf die Spiele und auf das Stadion.

Man sieht, der zugezogene Wirtschaftsführer einer Stadt, die einen Teil ihrer Identität auch aus dem Fußball bezieht, tut gut daran, sich diplomatischen Sympathie-Bekenntnissen nicht zu verwehren.


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