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Saisonabschluss Teil 1 – Soll und Haben im Tabellenrechner: 38. Spieltag

Nach all dem Feiern des Aufstiegs will ich mich mal an den Saisonabschluss in diesen Räumen hier machen. Es gibt mit dem Tabellenrechner einen losen Faden, den ich mir als erstes vornehme – aus einem einfachen Grund: Zum zweiten Mal habe ich recht gute Erfahrungen damit gemacht. Zum zweiten Mal konnte ich schon früh meine Nerven beruhigen, weil der Tabellenrechner mir große Zuversicht gab, das Saisonziel des MSV wird erreicht.

Wenn also mal wieder Not am Mann ist, kurzer Hinweis und ich schaue wieder, wie unter möglichst schlechten Vorzeichen für den MSV eine Abschlusstabelle zustande kommt, die uns allen Freude macht. Ich gebe zu, ich habe großen Spaß daran, die alles entscheidenden Tabellenplätze recht genau kalkuliert zu haben.

Eines erweist sich bei diesem Abgleichen auch noch: Bis ungefähr zum letzten Viertel der Saison haben die Trainer der in einem Spiel favorisierten Drittligisten immer wieder darauf hingewiesen, in dieser Liga könne jeder jeden schlagen. Die Zahlen bestätigen das. Bei  meiner Prognose bin ich fast immer von Favoritensiegen ausgegangen. Der erste Blick auf die Tabelle zeigt, wieviel Punkte mehr die Vereine im unteren Tabellensegment geholt haben, als es die Prognose nach der einfachsten Bewertungsgrundlage erwarten ließ.

Um so klarer wird auch erkennbar, wie sehr die ersten drei Mannschaften sich vom Rest der Liga unterschieden. Sie zeigten in jeweils unterschiedlichen Phasen der Saison stabil positive Ergebnisse. Der MSV war im letzten Viertel des Saison erfolgreich, als es entscheidend wurde. Im Rückblick lassen sich die Unentschieden zu Beginn der Saison auch anders bewerten. Was in der Anfangsphase der Saison für das Ziel Aufstieg nicht erfolgreich genug war, erweist sich in dieser Perspektive als das Fundament des Aufstiegs. Diese Unentschieden machen die Siegesserie zum Saisonende zu einem Erfolgsendspurt.

Im Abgleich seht ihr die Abschlusstabelle samt Punkten; in der ersten Klammer steht meine Prognose der Platzierung, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die endgültig Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  74  (77) -3
2. (2.) MSV Duisburg 71 (70) +1
3. (3.) Holstein Kiel 69 (69) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 65 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 59 (50) +9
6. (10) Dynamo Dresden 56 (54) +2
7. (6.) Energie Cottbus 56 (60) -4
8. (5.) Preußen Münster 54 (65) -11
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 53 (55) -2
10. (11.) Hallescher FC 53 (53) 0
11. (8.) VfL Osnabrück 52 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 51 (59) -8
13. (14.) VfB Stuttgart II 47 (42) +5
14. (13.) Fortuna Köln 46 (43) +2
15. (17.) SG Sonnenhof Großaspach 46 (36) +10
16. (18) Mainz 05 II 42 (34) +8
17. (15) Hansa Rostock 41 (41) 0
18. (17) Borussia Dortmund II 39 (30) +9
19. (16.) SpVgg Unterhaching 39 (36) +3
20. (20) Jahn Regensburg 31 (27) +4

Soll und Haben im überflüssig gewordenen Tabellenrechner – 36. Spieltag

Schnell und kurz schon mal die reine Freude an diesem Tag. Der Blick auf den Tabellenrechner ist ein lustiger Zeitvertreib geworden, eine Spielerei. Dank der Erfolge des MSV brauchen wir ihn nicht mehr. Vier Punkte über Soll steht der MSV nun da. Er sollte uns Stütze sein in der Sorge, der MSV könne vom Weg abweichen und das geplante Ziel nicht erreichen. Er war eine Art Landkarte und gab Sicherheit. Nun brauchen wir nicht mehr allzu viele Möglichkeiten im Kopf hin und her bewegen. Ein einziges Spiel kann nächsten Samstag alles entscheiden. Dabei muss der MSV nicht alles wagen. Es gibt noch einen Spieltag. Für meine Nerven wäre die Entscheidung nächste Woche sicher das beste. Dabei geht gerade ganz unter, dass mit dem Sieg in Erfurt dem MSV der Relegationsplatz sicher ist. Was hätten wir uns vor Wochen schon darüber gefreut. Aber was brauchen wir eine Relegation, wenn wir einen Lauf haben.

Ganz verwegen habe ich gestern sogar an Jahn Regensburg gedacht, die nach dem sicheren Abstieg plötzlich befreit aufspielen und Bielefeld überraschen, und dann… Ihr wisst schon. Aber das war nur die Siegesfreude. Ich schwöre. Ich will hier keine Götter des Fußballs reizen. Ich bin auch kein Fischer und habe keine vrouw, die immer mehr will von dem butje in der See. Also, nächste Woche gilt es. Und jetzt freut euch einfach an dem Blick auf diese Spielerei, die ganz überflüssig geworden ist.

 Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  70 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 68 (70) +4
3. (3.) Holstein Kiel 67 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 61 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 55 (50) +9
6. (5.) Preußen Münster 54 (65) -6
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +1
8. (6.) Energie Cottbus 53 (60) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 50 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 50 (54) +2
11. (8.) VfL Osnabrück 48 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -11

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Die Duisburger Außenstelle der Paderborner Firmfeier

Als ich mich am Sonntagmorgen früher als gewöhnlich auf den Weg ins Stadion machte, sprachen mich viele Reisende am Bahnhof an. Sie sahen das Blau meines Schals. Sie alle wollten den Sieg spüren zusammen mit einem, der ihn mit eigenen Augen gesehen hat. Den Auswärtsieg des Vereins ihrer Stadt. In Paderborn, der angeheirateten Heimat, stand ich am Bahnhof. „Nein, ich war nicht in Freiburg. Mein Verein ist der MSV Duisburg.“ Wenn der SC Paderborn den Abstieg tatsächlich noch verhindern sollte, ist es vorbei mit der Vorstellung, in Ostwestfalen seien die Menschen mundfauler als anderswo. Dann kann das Rheinland in Sachen Redefluss einpacken. Da die Paderborner in mir zweifellos einen Sieg verkörpert sahen, nahm ich diese Gewissheit schon mal vorsichtshalber mit auf den Weg nach Duisburg.

Ich hatte in Paderborn am Bahnhof gestanden, weil der Patensohn meiner Frau an diesem Sonntag gefirmt werden sollte. Zu meinem Ärger gibt es zwischen  katholischer Gemeinde und dem DFB keine Absprachen bei den Rahmenterminplänen. So begannen vor einiger Zeit multilaterale Verhandlungen zwischen meiner Frau, der Mutter des Firmlings, die eine langjährige Freundin von ihr ist, und mir. Mit dem Ergebnis konnten alle Beteiligten zufrieden sein. Nach gemeinsamer früher Anreise am Vortag der Feier blieben meine Frau und mein Sohn in Paderborn. Als Außenstelle der Firmung richteten wir das Stadion in Duisburg ein. Das wurde möglich, weil wir die Glaubensinhalte der Firmung geringfügig erweiterten.

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Ich war mir sicher, ich glaubte an den MSV und seinen Wiederaufstieg in die Zweite Liga. Ich wollte das mit einem Sieg bestätigt sehen, zumal mir eine Feier ohne etwas zu feiern komisch vorgekommen wäre. Als ich am Stadion ankam, wusste ich, so ging es immer mehr Anhängern des MSV. Schon mit der Öffnung der Stadiontore strömten die Zuschauer herbei. Innerhalb kurzer Zeit wuchsen die Schlangen. Vor allem die Stehplätze waren früh besetzt. Selbst das Aufwärmen der Spieler wurde immer wieder von Gesängen begleitet. Auf den Rängen ging es mehr oder weniger euphorisiert zu. Auch ich wehrte mich nicht gegen die Stimmung und wusste zugleich, was für Voraussetzungen, um so richtig eins auf die Fresse zu bekommen. Das sind wir in Duisburg gewohnt, das erwarten wir mit spöttischem Gleichmut, das ist unser Leben.

Doch nichts deutete in der ersten Halbzeit auf diesen Schlag hin. Die Mannschaft hielt dem Erwartungsdruck stand. Die Euphorie auf den Rängen hemmte sie nicht. Beflügelt wirkten die Spieler aber auch nicht. Dazu stand Preußen Münster zu tief. Die Spieler des MSV erhielten zu wenig Raum, um eine dynamische Offensive aufzuziehen. Geduld war gefragt und sehr wache Köpfe in der Defensive, weil den Preußen bei eigenem Druckaufbau entsprechend viel Raum für ihr schnelles Umschaltspiel gelassen werden musste. Wenn die Münsteraner den Ball eroberten ging es meist über deren rechten Flügel nach vorne. Oft kam es dann zur Flanke, doch in der Mitte gab es nie jemanden, der damit etwas hätte anfangen können. Harmlos blieben die Angriffe, auch wenn uns das schnelle Zusammenspiel der Preußen immer wieder sorgte.

Ganz rund lief es beim MSV nicht. Wenn einmal Platz in der Offensive war, versprang der Ball bei jenem Spieler, der hätte in den freien Raum sprinten müssen. Besonders Kevin Scheidhauer spielte bei allem Einsatz in solchen Momenten sehr unglücklich. Zwischendurch konnte man weniger eine gelungene Aktion von ihm bewundern als seinen Mut, noch etwas mit dem Ball im eins zu eins zu wagen. Wir wünschten ihm ein Duseltor als Akutmaßnahme gegen Zitterfüße. So erspielte sich der MSV Vorteile, ohne zwingend überlegen zu werden. Wir hatten Geduld und warteten auf die flüssigen Momente in dem zäher werdenden Spiel. Die 1:0-Führung war einer dieser Momente. Auf dem rechten Flügel hatte Steffen Bohl etwas Platz, um zu flanken. Eine klare Chance war daraus nicht unbedingt zu erwarten. Doch Dennis Grote stand in der linken Hälfte des Strafraums so alleine, dass er den Ball volley ins Tor hämmerte. Die Mannschaft spielte die Halbzeit souverän zu Ende und eigentlich wirkte sie sicher auf dem eingeschlagenen Weg zum Ziel.

Damit war es in der zweiten Halbzeit aber schnell vorbei. Eine etwas defensivere Ausrichtung des MSV, zusammen mit den aggresiver auftretenden Preußen verschob das Spiel in die Duisburger Hälfte. Nach vorne ging so gut wie gar nichts mehr. Auch wenn die Preußen aus dem Spiel heraus weiterhin harmlos blieben, wissen wir alle doch, wie schnell ein Tor durch einen Standard fällt, wie unerbittlich das Schicksal zuschlagen kann, wenn das Glück auf der falschen Seite zum Mitspieler wird. Michael Ratajczaks Reflex auf der Torlinie ist es zu verdanken, dass der Ausgleich nicht fiel. Ab etwa der 60. Minute wurde es so anstrengend sich das Spiel anzusehen, weil dieser so sicher geglaubte Sieg immer bedrohter schien. Jedes Mal wenn der Ball über die Mittellinie Richtung Preußen-Tor rollte, hoffte ich auf das 2:0 aus eben diesem Nichts für den MSV.

Als Nico Klotz für den gelb-rot gefährdeten Dennis Grote eingewechselt wurde, hoffte ich außerdem auf dessen Schnelligkeit. Denn lange Bälle nach vorne waren das Mittel der Wahl des MSV. Einmal ergab sich eine Chance – nicht aus dem Nichts, sondern durch einen Konter über Nico Klotz und Martin Dausch sehr gut herausgespielt. Doch wurde Martin Dausch vor seinem Torschuss zu weit an die Torauslinie gedrängt, ehe er zum Abschluss kam. Der Winkel wurde zu spitz, und der Ball ging rechts am Tor vorbei. Dann musste Zlatko Janjic ausgewechselt werden, und unser Bangen wurde wieder stärker, weil ein ballsicher Spieler weniger auf dem Platz war. Selbst die Standardauswechslung von Martin Dausch vergrößerte nur die Angst vor dem Ausgleich. Es war die 83. Minute, und er war schon länger Platz geblieben als sonst. So lange war noch bis zum Schlusspfiff zu spielen. So langsam verging die Zeit.

Doch die Erlösung folgte vier Minuten später. Nach einem weiten Abschlag von Michael Ratajczak wehrt ein Spieler der Preußen den Ball zu ungenau ab. Der Ball kommt zu Kevin Wolze auf Höhe der Mittellinie, erneut schlägt er den Ball weit Richtung Strafraum in den Lauf von Kingsley Onuegbu. Schon das gesamte Spiel über war konnten ihn höchstens drei Gegenspieler vom Ball trennen. Wie sollte ein einziger Gegenspieler ihn nun aufhalten? Wuchtig schoss er zum 2:0 ein. Was für ein Jubel! Was für eine Erleichterung.

Für einen Moment verblüffte uns wenige Minuten später der Anschlusstreffer für Preußen Münster, als jeder schon den Abpfiff erwartet hatte. So richtig habe ich dieses Tor immer noch nicht begriffen. Anscheinend waren die Spieler vom MSV ebenso schon bereit zum Schlussjubel wie wir auf den Rängen. Die Nachspielzeit war lange schon angezeigt worden und so richtig ernst nahm niemand mehr diesen Angriff der Preußen. Doch dann hielt Marc Heitmeier aus der Distanz einfach mal drauf. Schneller ist ein Tor in Duisburg in den letzten Wochen nicht vergessen worden. Ein Wochenende wie gemalt – von der Paderborner Auswärtssiegfreude mitten rein in die Duisburger Heimsiegbegeisterung.

Soll und Haben im Tabellenrechner – 35. Spieltag

Zur Tabellenrechnerprognose gibt es immer weniger zu sagen: Die Prognosen gehen auf. Kiel konnte mit dem einen Punkt in Bielefeld die zwei unter Soll wider Erwarten auf einen reduzieren. Aber Hauptsache, die Kieler haben nicht gewonnen. Ansonsten: Läuft!  Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  69 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 65 (70) +2
3. (3.) Holstein Kiel 64 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -5
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 53 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +2
8. (12.) Chemnitzer FC 52 (50) +7
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 47 (54) +2
11. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -9

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 34. Spieltag

Großartig! Der MSV hat die zweite Möglichkeit genutzt, um meine Erwartungen zu übertreffen. Was ohnehin schwierig für die Mannschaft ist, weil ich fast nur Siege habe getippt. Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  68 Punkte (77) +1
2. (3.) Holstein Kiel 63 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 62 (70) +2
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -2
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 52 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 50 (53) +2
8. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
9. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -9
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) -1

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 33. Spieltag

Sehr zufrieden macht mich dieses Abgleichen des Tabellenrechners mit der Wirklichkeit, wenn sich alle Vereine an meine Vorgaben  halten. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn die Kieler auch noch beim Schlusspfiff unter meinen Erwartungen geblieben wären. So sah es ja zunächst lange aus. Langsam stellt sich zudem heraus, dass ich bei meiner Tabellenrechner-Prognose den Chemnitzer FC und Rot-Weiß Erfurt verwechselt haben muss. Der eine fährt die vorausgesagten Ergebnisse des anderen ein.

Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  65 Punkte (77) -1
2. (3.) Holstein Kiel 60 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 59 (70) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -1
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) -3
6. (11.) Hallescher FC 49 (53) +3
7. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
8. (6.) Energie Cottbus 49 (60) -2
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -6
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -8
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) 0

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 32. Spieltag

Das Abgleichen von Wirklichkeit und Tabellenrechner-Prognose geht schnell! Meine Worte zum Spiel mit diesen Wahnsinns-Schlussminuten schreibe ich aber erst morgen früh. Ich bin immer noch wie gerädert nach diesem Bangen um den Sieg.

Nach den Ergebnissen gestern habe ich nur kurz gewagt, mir die Auswirkungen eines MSV-Sieges vorzustellen. Nun ist es eingetreten: Alle Mitkonkurrenten um den Aufstieg liegen bislang mindestens einen Punkt unter meiner Endprognose. Alleine der MSV Duisburg nimmt mich genau beim Wort. Denn wie gesagt, ich war dem MSV Duisburg beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis seht ihr ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Ihr seht die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

 

1. (1.) Arminia Bielefeld  62 Punkte (77) -1
2. (3.) Holstein Kiel 59 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 56 (70) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 55 (67) -1
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) -3
6. (11.) Hallescher FC 49 (53) +3
7. (6.) Energie Cottbus 49 (60) -2
8. (12.) Chemnitzer FC 46 (50) +5
9. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -6
10. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -6
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) +2

 

 

 

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 31. Spieltag

Der ein oder andere wird es mitbekommen haben,  vor dem 31. Spieltag habe ich den Tabellenrechner vom “Kicker“ in Gang gesetzt. Ich hatte schon einmal in der Saison 2011/12 gute Erfahrungen mit seiner für die Zebras zieladäquaten Vorhersagekraft gemacht, und so möchte auch in dieser Saison meinen schmetterlingsflügelschlagstarken Beitrag für das Erreichen des Ziels Aufstieg leisten. Ich war meinem Verein bei den Prognosen insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis seht ihr ganz unten: der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Schön ist es, die eigenen Prognosen mit der eingetretenen Wirklichkeit zu vergleichen, wenn sie denn eintreffen. Doch verringert sich der Spaß sofort, wenn der eigene Verein schon am ersten Spieltag unter dem Prognoseziel bleibt. Das deutet auf eine, vorsichtig gesagt, wohlwollende Ergebnisorientierung von mir hin. Aber noch sind wir im Plan, selbst mit zwei Punkten unter Soll, ist das Ziel 2. Tabellenplatz nicht gefährdet, weil Kiel ebenfalls meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Andererseits würde es mich entspannen, wenn auf diesen Prognosefehler ein weiterer folgen würde und in der nächsten Woche der Verein meines Herzens über meinen Erwartungen bliebe.

Von nun an wird es nach jedem Spieltag zur besseren Orientierung den Abgleich mit den Ergebnissen geben. So lange, bis irgendetwas entschieden ist. Ihr seht die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

 

1. (1.) Arminia Bielefeld  62 Punkte (77) 0
2. (3.) Holstein Kiel 56 (69) -2
3. (4.) Stuttgarter Kickers 55 (67) 0
4. (2.) MSV Duisburg 53 (70) -2
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) 0
6. (6.) Energie Cottbus 48 (60) 0
7. (11) Hallescher FC 46 (53) 0
8. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -3
10. (12) Chemnitzer FC (43) (50) +2
11. (10) Dynamo Dresden (41) (54) -2

 

 

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Die Tabelle nach dem 38. Spieltag und wie es dazu kam

Noch acht Spieltage hat diese Saison in der 3. Liga. Zeit für den Tabellenrechner beim Kicker. Und ihr glaubt es nicht: Acht Unentschieden reichen für den Aufstieg des MSV Duisburg. April! April! Das wäre mal ein etwas anderer Aprilscherz gewesen. Mir fehlt nur die Fantasie zu einer Geschichte, die diese Behauptung unterfüttert. Nicht einmal für einen Moment wird das irgendjemand mit Interesse für den MSV Duisburg glauben.

Der Tabellenrechner ist mein ganz persönlicher Glücksbringer. Denn schon einmal habe ich diesen Tabellenrechner ans Laufen gebracht. Das war in der Saison 2011/12. Der MSV war vom Abstieg bedroht, die Stimmung war schlecht, und ich wollte zeigen, dass trotz der noch zu erwartenden Niederlagen der Nichtabstieg kein Problem sein wird. Mit meiner Prognose lag ich im Endergebnis richtig bei allen Unschärfen im Detail. Daran habe ich mich erinnert, um die glücksbringende Kraft meiner Tabellenrechnerprognose noch einmal ihre Wirkung entfalten zu lassen. Zudem lässt sich so leicht nachverfolgen, wie der MSV und die Mitkonkurrenten im Soll liegen.

Allerdings muss ich auch sagen, beim MSV als Abstiegskandidaten durfte ich bei meinen Spieltagsprognosen weitaus pessimistischer sein als in dieser Saison, in der das Ziel Aufstieg heißt. Denn die eine Grundregel meiner Prognosen lautet, lasse alle Mitkonkurrenten so gut wie möglich abschneiden. Wenn ich das in dieser Saison aber mache, bleibt es nicht aus, dass der MSV gut daran tut, seine Heimspiele alle zu gewinnen und auswärts Unentschieden zu spielen – mit der Ausnahme des letzten Spiels in Wiesbaden. Auch da muss dann ein Sieg für Platz 2 her. Siege sind in meiner Prognose übrigens immer 1:0-Siege.

Beruhigend, dass in Wirklichkeit nicht alle Mannschaften so gut spielen werden, wie ich angenommen habe. Mit Ausnahme des MSV natürlich. Wie gesagt, das habe ich schon einmal in gewisser Weise vorausgeahnt. Und nun bastelt euch eure eigenen Abschlusstabellen.

 

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Der MSV, ein halbfertiges IKEA-Teil

Wenigstens der Schrank meines Sohnes steht nun in seiner neuen Münsteraner Studentenbude. Der Teil des gestrigen Vorhabens hat also geklappt.  Was hätte das für ein schöner Tag in Münster werden können, erst gemeinsam von Köln aus anfahren, ins Stadion gehen, einen schönen Auswärtssieg sehen, danach dem Sohn helfen und sich nicht die gute Laune von IKEA-Bauanleitungen vermiesen lassen. Nun war es genau anders herum, jede Inbusschlüsseldrehung half das gerade Gesehene zu vergessen. Jeder Blick auf den wachsenden Schrank sagte mir, Pläne können auch wirklich werden. Alle Bohrlöcher waren an der vorgesehen Stelle, und sogar die zwei vermissten Schubladenböden waren im Pack dabei gewesen. Wir hatten sie nur zwischendurch gedankenlos auf die Fensterbank gelegt. Erwachsen ist mein Sohn also noch nicht. Ohne Wut über das halbfertige IKEA-Teil wird niemand ein Mann.

Wir Anhänger des MSV Duisburg kennen allerdings auch das Spiel der Mannschaft unserer Zuneigung als halbfertiges IKEA-Teil. Auch für so ein Spiel wie das gegen Preußen Münster gibt es ja einen schön skizzierten Plan. Dann beginnt das Spiel, ansatzweise ist zu erkennen, die Spieler haben sich ein paar Bauteile für einen Erfolg zurecht gelegt und fangen mal an. Für ein paar Minuten sah ich deshalb eine selbstbewusste Mannschaft, die mit kontrolliertem Spielaufbau versucht, den Gegner zu beeindrucken. Dummerweise ließ sich der Gegner nur wenig beeindrucken. Dieser Gegner hatte ebenfalls einen Plan und der fußte auf dem beliebten schnellen Umschaltspiel. Nach der Balleroberung war den Spielern von Preußen Münster klar, wohin der Pass zu spielen war. Die Räume waren frei und die Außenstürmer sehr schnell. Das führte in den ersten 30 Minuten zu zwei, drei immer gefährlicheren Strafraumsituationen, hingegen dem MSV Duisburg die Offensivkraft völlig abhanden kam.

Es sah so aus, als ob für den Bauplan ab der dritten oder vierten Seite entscheidende Teile fehlten. Zu oft blieben die Versuche im Spiel nach vorne Stückwerk, zu oft verhedderten sich einzelne Spieler nach zwei, drei Ballkontakten der Mannschaft im eins gegen eins. Sie haderten wie der kraftlos spielende Zlatko Janjic mal wieder mit dem Schiedsrichter. Sie wirkten ratlos in ihrem Bemühen. Oft schien es an Wachheit zu fehlen. Oft schien die innere Anspannung in einer Spielsituation nicht lange genug gehalten werden zu können. Immer wieder gaben einzelne zu früh auf. Eine Mannschaft mit solch einer Ausstrahlung kann kaum einen Rückstand aufholen.

Preußen Münster führte aber ab der 30. Minute durch ein Elfmetertor. Zum Gesamtbild der Mannschaft passt die Strafraumsituation, die zum Elfmeter führte. Dennis Grote holte übermotiviert den schnellen Marcus Piossek von den Beinen, obwohl Michael Ratajczak den Ball fast schon sicher aufgenommen hatte. Dieser isoliert handelnde Dennis Grote entsprach mit seiner Defensivaktion den häufig als Einzelaktionen wirkenden Offensivbemühungen. War die Mannschaft im Spiel gegen den FC noch eine gut funktionierende Einheit, wirkte sie im Spiel gegen Preußen Münster zerteilt und ohne Abstimmung. So gab es auch Spielsituationen, in denen  Preußen Münster  aufgerückt war. Doch ein schneller Angriff des MSV geschah nach der Balleroberung nicht. Klare Spielvorgaben waren nicht mehr zu erkennen. Ball führende Spieler rannten sich fest.  Eine positive Beobachtung war dennoch zu machen. Thomas Meißner entwickelt sich zu einem spieleröffnenden Innenverteidiger und damit meine ich nicht den langen Pass. Thomas Meißner führte ein paar Mal den Ball per Dribbling ins Mittelfeld und löste auf diese Weise souverän enge Spielsituationen.

Mich erinnerte dieses Spiel sehr an die zurück liegenden Zweitligaspielzeiten in der Helllmich-Ära, als der Aufstieg eigentlich Pflicht war und dann im Verlauf der Saison immer deutlicher wurde, das erhoffte Ziel rückt in weite Ferne. Es ist erst nur ein flüchtiges Gefühl des Wiedererkennens, und ich hoffe nicht, dass sich in den nächsten drei Wochen eine Aufstiegsgruppe von fünf, sechs Mannschaften ohne den MSV Duisburg von einem entstehenden Mittelfeld der Tabelle absetzt. Momentan hilft mir die Mannschaft nicht, dieses Gefühl beiseite zu schieben. Dazu gab es zu viele Spiele, die Zweifel am Funktionieren der Einheit wecken. Dieses Gefühl verschwindet momentan von alleine, nur durch die Kraft meiner grundsätzlichen Zuversicht ins Leben. Schließlich steht ein halbfertiges IKEA-Teil am Ende ja doch fertiggebaut in der Wohnung. Von den fehlenden Teile hat IKEA ja satt und genug. Man muss nur ein weiteres Mal hingehen und sie mitnehmen. Wo allerdings die Mannschaft für das Spiel gegen Rot Weiß Erfurt die vom Spielplan verlangten und gestern fehlenden Teile herbekommt, weiß ich nicht. Ich kann nur hoffen, Gino Lettieri hat da eine vernünftige Idee.


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