Posts Tagged 'Punk'

Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 32: Eisenpimmel mit Ruhrpott Rhapsodie

Heute mal eine schnelle Folge der Heimatlied-Sammlung des Potts mit Eisenpimmel, die auch schon früh in der Sektion Duisburg mit einem Song über ihren Herkunfts-Ruhrstadt-Stadteil Duisburg vertreten sind. Für die Ruhrstadt gehört die Band geradezu zur kulturellen Avantgarde, weil sie schon seit Mitte der 1990er die identitätsstiftenden Selbstbeschreibungen der Ruhrstadt und der eigenen Musik in einen ironischen Kontext stellt. Kulturelle Avantgarde deshalb, weil die Band sich von dieser Identität nicht grundsätzlich distanziert. Sie nimmt sie spielerisch. Sie nimmt die Selbst- oder auch Fremdbilder als Material für ihre Songs, ohne einzelne Teile der Identität wie etwa Proletenkult oder den Rückbezug auf Kohle und Industriearbeit zu denunzieren.

Nun haben Eisenpimmelhier der Wikipedia-Eintrag zur Band –  mit Ruhrpott Rhapsodie der gesamten Ruhrstadt ein Lied gewidmet. Entstanden ist eine karikierende Zusammenschau aus Selbst- und Fremdbildern, der man den freundlichen Blick dahinter auf die Ruhrstadt-Wirklichkeit weiter anmerkt.

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Heimatlied – Sektion Ruhrstadt – Folge 30: Mittelklasse mit Ruhrpott

Einiges weist darauf hin, dass die Punkcombo Mittelklasse ein kurzlebiges Projekt wiederbelebter Punkbegeisterung ist. Viel findet sich jedenfalls im Netz über die Band nicht. Konzerttermine, die schon länger zurück liegen und eine Facebook-Seite, auf der der letzte Eintrag nun auch schon fast drei Jahre alt ist. 

Ungeachtet dessen gibt es mit Ruhrpott ein Stück der Band, das fraglos in die Heimatlied-Sammlung gehört. Zentrale Motive des Lieds für das Gefühl zu Hause zu sein, sind viele Menschen, die malochen, die A40 und Fußballfieber. 5 Millionen leben hier, 4 Millionen malochen hier. Punk gefühlvoll, eine schöne Mischung.

Hinweise auf weitere online zu findende Ruhrstadt-Lieder nehme ich gern entgegen. Helft mit die Sammlung wachsen zu lassen.

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Heimatlied – Sektion Duisburg – Folge 3

Fürs erste wird meine kleine Serie zum „Heimatlied – Sektion Duisburg“ mit dieser 3. Folge heute schon ein vorläufiges Ende nehmen. Soll es weiter gehen, ist Duisburg gefragt. Das heißt, Hinweise geben oder Duisburg-Lieder produzieren. Wie ihr schon bemerkt habt, ganz kann ich mir Kommentare nicht verkneifen. Deshalb werde ich entgegen meines ersten Vorhabens auch nicht alles, was vorbeikommt, in die Sammlung aufnehmen.

Nun aber zum Punk, der Anfang der 1990er Jahre ja auch schon seine Tradition hatte, in die man sein Duisburg-Lied hineinstellen konnte.  Außer „Duisburg Kidz“ verstehe ich nichts von dem Text, der da ins Mikro gegrölt wird. „Affront“ hieß die Band, die ich nicht kenne und vielleicht hat ja jemand aus der damaligen Szene noch die ein oder andere Info zusätzlich.

Hingegen hat Eisenpimmel, die Band mit dem gewöhnungsbedürftigen Namen, einen Wikipedia-Eintrag, in dem das Wort Satire fällt und der die Musik in den Zusammenhang eines größeren Kunstprojekts stellt. Ich habe den Eindruck, dazu braucht man eigentlich das gesamte Setting eines Konzerts. Im Lied als Einzelstück lässt sich der satirische Moment auch leicht überhören, zumal wenn man den Punk nacheinander hört und dem Gesprächsintermezzo des Stücks nicht viel Aufmerksamkeit entgegen bringt. Rausgeschrieenes „Duisburch“ übertüncht erstmal alles andere, ob mit „Kids“ danach oder ohne.

Auch wenn ich die Duisburger Musikszene nicht bis ins einzelne kenne, aber die Annahme scheint mir berechtigt, „independent“ sind fast alle Musiker der Stadt.  Andererseits gibt es welche, die gewissermaßen Independent-„independent“ sind, die wie Tom Liwa und die Flowerpornoes in dieser Schublade der Musikindustrie sogar schon erfolgreich waren, als Einkaufsplattformen für Musik noch Plattenläden hießen.

Ein Duisburg-Lied im engeren Sinn haben die Flowerpornoes oder Tom Liwa – so weit ich weiß – nicht aufgenommen. Dennoch gehören sie und er hierher, weil Tom Liwa der Stadt atmospärischen Raum in seinen Songs gab und das Ich seiner Songs in der lokalen Topographie verortet hat. Auch wenn es nahe liegt, „Den Sternbuschweg entlang“ mit dem Straßennamen im Song-Titel als ein Beispiel zu nehmen, für mich ist das Duisburg-Lied der Flowerpornoes „Kiosk“. Und das nicht, weil ich „Den Sternbuschweg entlang“ im Netz nicht gefunden habe.

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