Posts Tagged 'Rot-Weiß Erfurt'

Trotz krankheitsbedingtem Zuschauerausfall endlich wieder siegen

Die Zuschauer beim Spiel des MSV gegen Rot Weiß Erfurt mussten die Zebras mit einem Mann weniger unterstützen. Eine beginnende Erkältung raubte mir Kraft, und was übrig blieb brauchte ich für den Abend für die Lesung im RuhrKUNSTort. Schonung war also angesagt, damit die Veranstaltung so gelingen konnte, wie es dann geschah. Ich gab Prosa über Ruhrort in den 1960ern zum Besten, ich streute Komik und Witz mit Lyrik ein und natürlich las ich auch aus „Mehr als Fußball„. Bei Funkes WAZ/NRZ gibts einen Eindruck von der Lesung.

Im Stadion am Nachmittag konnte der Mann weniger durch gute Stimmarbeit kompensiert werden. In der TV-Übertragung war das deutlich zu hören. Erleichterung herrscht nun allerorten nach diesem 3:2-Sieg. Unsicherheit war zu Beginn des Spiels spürbar. Der frühe Rückstand nach dem Fehler von Dustin Bomheuer schien die Köpfe endgültig  frei zu machen. Der MSV wollte den Sieg und drückte die Erfurter in deren eigene Hälfte. Während ich noch letzte Änderungen an der Setlist meiner Texte für den Abend machte, fielen Ausgleich und 2:1 durch Stanislav Iljutcenko. In der Kopfballabfolge beim Führungstor war zunächst Branimir Bajic am Ball. Er spielte wieder, und dabei haben wir zunächst immer die Stabilität in der Defensive im Auge. Doch auch in der Offensive verbreitet er als Kopfballspieler oft Gefahr. Was aber für mich am meisten zählt und nicht wirklich als Leistung messbar ist, heißt Erfahrung, die ins Mannschaftsspiel eingeht. Die Ruhe, die er ausstrahlt, dient dem gesamten Team als Stützpfeiler.

Wie zu erwarten war, spielten die Erfurter nach der Halbzeitpause mutiger. Deshalb ist der Ärger des Gasts über den Elfmeterpfiff verständlich. An einen Pfiff nach einer solchen Aktion des Torwarts kann ich mich nicht erinnern. Wie dem auch sei, Branimir Bajic vewandelte zum 3:1. Wunderbar, wie dieser Mann sich über das Tor freute. Auch in dieser Freude ist sein Wert für die Mannschaft erkennbar. In dieser Freude zeigte sich der Wille dieses Spiel zu gewinnen.

Eigentlich hatte Fabian Schnellhardt dem Tackling von hinten nach seinem Platzverweis doch abgeschworen. Wahrscheinlich war es nur das platzverweis-würdige Foul. Nun sollte er auch das Strafraum-Tackling von hinten aus seinem Repertoire nehmen. Der fällige Elfmeter wurde verwandelt und machte das Spiel noch einmal spannend. Oder sagen wir es so, der Anschlusstreffer schenkte uns ein Heimatgefühl, das Bangen um den MSV in den Schlussminuten. Nun sind es wieder sieben Punkte Vorsprung auf den dritten Platz. Ja, auch ich bin sehr erleichtert.

Der FCM bringt Quote, während Zebras siegen

Wenn Fußballspiele uns die Welt erklären, freut sich der Sportsfreund. Denn eines hat uns dieser Spieltag gezeigt, der MDR berücksichtigt bei einer Konferenzübertragung die Popularitätswerte der beteiligten Ostvereine bei der Entscheidung, welches Spiel gerade gezeigt wird. Nicht die Spannung des Spiels gab der Senderegie das Signal zum Umschalten. Gerade in der zweiten Halbzeit war die hohe Führung des 1. FC Magdeburg in Wiesbaden von größerer Bedeutung als der knappe Rückstand von Rot-Weiß Erfurt gegen den MSV. Entsprechend wenig war vom Spiel der Zebras zu sehen. Erst zum Spielende hin konnten wir an den Bildschirmen uns einmal mehr die Gewissheit verschaffen, bei knapper Führung mal ein Tor nachzulegen, davon halten die Zebras nicht viel. Ein Urteil über die Spielqualität lässt sich aus dieser Übertragung aber kaum gewinnen.

2016-09-25_webradio_erfurtZumal ich sehr widersprüchliche Reportermeinungen zu hören bekam. Denn neben dem TV-Kommentar mit zunächst beruhigendem Fazit für die Zebras gönnte ich mir in den FCM-Auszeiten der TV-Konferenz das aufgeregt-fatalistische Reporter-Duo vom RWE-Radio. Was zwischenzeitlich sehr an meinen Nerven zerrte, weil die Hoffnung auf den Ausgleich sämtliche Andeutungen einer entstehenden RWE-Chance vor allem den Jüngeren der beiden jeweils in kurzzeitigen Optimismus-Überschwang versetzte. Wieviel Großchancen ich im Entstehen dachte, weil ein RWE-Offensivpass auf den Flügel ankam, weiß ich gar nicht mehr. Aber ich tappte jedes Mal aufs Neue in die Falle. Kurz nach dem dann missratenen Angriff sackte der Kollege in sich zusammen und beklagte die drohende Niederlage mit leisem Wehgesang. Sehr sympathisch, aber für uns in Duisburg gesundheitsgefährdend.

Wer sich vom gesamten Spiel ein Bild machen konnte, kann von keiner überzeugenden Leistung des MSV berichten. Unverdient war der Sieg aber wohl auch nicht. Für uns TV-Zuschauer begann der MSV jedenfalls mit dem deutlichen Willen, das Spiel zu gewinnen. Die Mannschaft übernahm die Spielkontrolle, ohne sich klare Torchancen zu erarbeiten. Wie sich das Spiel dann weiter entwickelte, konnten wir an den Spielzügen des 1. FC Magdeburg leider nicht ablesen. Die Webradio-Reporter waren in dieser ersten Halbzeit mehr um drohende Verletzungsausfälle ihrer RWE-Elf besorgt und dachten fatalistisch an mögliche Niederlagen. Was einen Anhänger des MSV natürlich erst einmal entspannte.

Das Führungstor durch Simon Brandstetter erinnerte uns daran, wie erfolgreich auch Stürmer des MSV im Strafraum sein können. Diese Spielaktion war fürs Fußball-Lehrbuch gemacht. Ein wunderbarer Pass in den Strafraum auf Simon Brandstetter, der, mit dem Rücken zum Tor stehend, den Ball in der Drehung technisch perfekt mitnimmt und dann frei vor dem Torwart steht. Erneut musste ich mich danach den Webradio-Reportern anvertrauen, die mit ihrer Hoffnung auf den Ausgleich meinen Blutdruck in die Höhe trieben.

Als endlich wieder TV-Bilder zu sehen waren, konnte ich die Aufgeregtheit in Erfurt einordnen. Zwar hatte es zuvor einmal einen Pfostenschuss der Erfurter gegeben, doch sah ich nun, die Reporter-Stimmen erhoben sich inzwischen schon bei jedem Steilpass der Erfurter über die Mittellinie. Wirklich gefährdet wurde der MSV nicht mehr. Der Glücksausgleich kann natürlich immer fallen. Deshalb wäre einmal mehr das zweite Tor für die Zebras schön gewesen. Es fiel nicht, selbst als Tim Albutat etwa fünf Minuten vor dem Schlusspfiff noch die Luft hatte, um nach einem Rückpass der Erfurter deren Torwart anzulaufen und ihn unter Druck zu setzen. Der Torwart-Versuch eines Passes missriet, und der Ball landete bei Stanislav Iljutcenko etwa 25-30 Meter vom Tor entfernt. Das Tor war leer, doch der sofortige Schuss von Iljutcenko ging über das Tor. Das Zittern in den letzten Minuten wäre uns erspart geblieben. Davon ab sind wir zurück im Favoriten-Leben.

Vorspiel Rot-Weiß Erfurt vs MSV Duisburg – Historische Bewegtbilder vom Heimverein

Vor dem Auswärtsspiel des MSV in Erfurt habe ich mir zum Zeitvertreib ein paar Clips mit Spielen von Rot-Weiß Erfurt aus der Vorwendezeit angesehen. Für Freunde historischer Bewegtbilder des Fußballs hat rrrstorage eine Menge Schätze aus DDR-Oberliga-Zeiten hochgeladen. Auch auf überraschendem Terrain sich nicht mit dem üblichen Vorgeplänkel von Aufstellung und Vorsätzen zu beschäftigen, sondern das Fremde kennenlernen und sich darin üben, kann ja nicht schaden.

Daten zu den den Spielen habe ich nicht weiter recherchiert. Das überlasse ich den Vereinshistorikern, und wie der Torschütze des 1:0 beim Spiel von Rot-Weiß Erfurt gegen den FC Magdeburg heißt, darauf hätte man bei den Platzverhältnissen selbst kommen können, oder, Herr Winter?

Im nächsten Clip ist die Anmoderation großartig. Diesen Ton aus fernen DDR-TV-Zeiten hören wir noch immer in jeder Morgenandacht gerne, ganz zu schweigen davon, dass in denselben Jahren die Wort-zum-Sonntag-Pfarrer und -Pastöre der BRD das  auch gut drauf hatten: Das beispielhafte Geschehen folgt einem großen Ganzen.

 

Und damit wir in Duisburg eine gute Ausgangslage für den Sonntag haben, will ich mit zwei Heimniederlagen für Rot-Weiß Erfurt enden. Zwar hat der MSV nicht einen solch einflussreichen Gönner wie der BFC Dynamo seinerzeit mit Stasi-Chef Erich Mielke, der Siege der Mannschaft seines Herzens in der DDR wahrscheinlicher machte. Dafür gibt es ja eine schon mehrmals gesehene spielerische Qualität der Mannschaft, zu der sie gegen Erfurt mal wieder zurückfinden könnte.

 

Ach, wie schön war’s Favoriten-Leben

Seit gestern Abend höre ich ständig Hans Moser in Wien beim Heurigen sentimentale Lieder singen. Den Jüngeren unter euch muss ich wohl erzählen, dass Hans Moser so eine Art Weekly-Besetzung der 1960er-Jahre war. Das war ja eine Zeit des überschaubaren TV-Angebots, bei dem eines gewiss war, Hans Moser tauchte irgendwo immer auf. Dabei war der Mann schon tot. So höre ich seit gestern, wie Hans Moser in alkolgetränkter Melancholie von der Liebe in der schönen alten Zeit singt. Ob das tatsächlich so war, weiß ich gar nicht, aber ich war jung, wir hatten ja so wenig im TV, und so machte ich mir auch mit Hans Moser meine Vorstellung von der Welt. Wie anders war das dann doch später so mit der Liebe.

Wahrscheinlich singt mir Hans Moser seit gestern wegen dieser Ernüchterung durch den Kopf herum. Was war ich jung zu Beginn der Saison, was habe ich mir für Vorstellungen von der Fußballwelt MSV Duisburg gemacht, wie rosig sah die Zukunft aus, und wie wenig passte dieses Zukunftsbild gestern mit dem 0:0 gegen Holstein Kiel zusammen. Hurra, hurra, der alte MSV ist wieder da.

Dieser MSV aus dem Spiel gegen Kiel ist ein MSV, um den man zittern muss; ein MSV, bei dem bis in die letzten Minuten noch der Gegner ein Tor schießen kann. Ein MSV, dessen Spieler Schwierigkeiten haben, einen Pass auf fünf Meter an den Mann zu bringen. Ein MSV, dessen Spieler so wirken, als führt der Versuch des kontrollierten Spiels zu Zurückhaltung beim Einsatz und zu langsamen Denken. Fehler über Fehler waren in diesem Spiel von viel zu vielen Spielern des MSV zu sehen. Sogar Branimir Bajic machte nicht nur seinen oft gesehenen einen halblangen Standardfehlpass beim Spielaufbau, der mich nur noch minimal schreckt, sondern mehrmals verschaffte er mit seinen Aktionen am und im eigenen Strafraum seinen Mitspielern oder Mark Flekken Gelegenheit, Sofortmaßnahmen am Unfallort zu ergreifen, um torbedrohliche Lagen im letzten Moment zu beseitigen. Wenn selbst Branimir Bajic derart schwankt, kann man allerdings schon wieder hoffen, dass ein Fluch auf der Mannschaft gelegen haben muss. Ein Fluch, der vielleicht schon am nächsten Spieltag wieder gebannt ist.

In diesem Spiel war allenfalls in den ersten zwanzig Minuten noch etwas von dem bisherigen Selbstvertrauen der Zebras zu spüren. Allenfalls in dieser Zeit war Stabilität in der Spielanlage zu erkennen. Von da an zerbröselte diese Stabilität nach und nach. Gerade in der zweiten Halbzeit gab es Phasen, in denen es wild hin und her ging, und in diesem wilden Spiel lag der Vorteil klar auf Kieler Seite. Die größte Torchance des Spiels hatte Holstein Kiel in dieser zweiten Halbzeit. Auf oder kurz vor der Linie wurde ein Schuss der Kieler noch geklärt. Die linke Seite der Kieler bekam der MSV einfach nicht in den Griff. Immer wieder erfolgten dort gefährliche Angriffe, und der MSV kann von Glück sagen, dass Abschlussschwäche auch auf Kieler Seite kein Fremdwort ist. Ecken der Kieler schienen durchweg gefährlicher als die des MSV. Gab es klare Chancen vom MSV? Ich kann mich nur an den Lattentreffer in der ersten Halbzeit erinnern. Der Ball wäre aber niemals ins Tor gegangen, weil der Kieler Torwart zur Stelle war. Kurzum, mit dem Unentschieden können wir alle, die Mannschaft eingeschlossen, zufrieden sein.

Und mit Hans Moser singe ich jetzt erst einmal „Ich trag im Herzen drin ein Stückerl altes Favoriten-Dasein.“ Ich hoffe natürlich, dass ich schon nach dem Spiel gegen Erfurt das als lebendige Gegenwart wieder erleben kann und ich mich nicht länger an sentimetale Erinnerungen halten muss.

 

Saisonvorbereitung – Worte über und Tore von Brandstetter, Wiegel und Poggenberg

Ob es im Netz Video-Clips gibt, die Tore von Fußballspielern zeigen, hängt ja nicht nur von den Leistungen der Spieler ab. Kameras müssen schließlich dazu überhaupt erst einmal auf ein Spiel gerichtet gewesen sein. Also ist es ab Liga 3 nicht sicher, ob eine gelungene Spielaktion dokumentiert wurde. Maßgeblich ist auch, wie aktiv die Fan-Szene des Vereins ist. Wie oft werden Clips hochgeladen? Dementsprechend gibt es von Andreas Wiegel, Simon Brandstetter und Dan-Patrick Poggenberg nicht viele Clips im Netz, zumal den Fähigkeiten der Defensivspieler wie Poggenberg meist erst in den höheren Ligen besondere Bewegtbildzusammenschnitte gewidmet werden. So kommt es heute zu einer Dreifachbesetzung dieses Teils der Saisonvorbereitung.

Am meisten lässt sich noch über Andreas Wiegel finden, wenn auch nicht als Bewegtbild. Anscheinend hat er aus seiner Schalker Zeit einen besonderen Fan, der ihm immer wieder mal eine Diashow widmet.  Darüber hinaus ist zu sehen, wie Andreas Wiegel im Spiel von Schalke 04 II gegen Rot-Weiss Essen das Führungstor erzielt. Besonders unterhaltsam ist die Slapstick-Einlage von vier Spielern als Vorbereitung für das Tor. Zusammenprallende Menschen ergeben doch immer wieder einfachste Komik – ab Minute 1.40.

Aus Andreas Wiegels Zeit bei Rot-Weiß Erfurt stammt dieses Tor im Spiel gegen VfB Stuttgart II. Er erzielte die zwischenzeitliche 2:1-Führung – ab Minute 2.07.

Zu Simon Brandstetter habe ich nur einen brauchbaren Clip vom Beginn der letzten Saison gefunden. Sehr schön deutet sich in diesem Spiel von Rot-Weiß Erfurt bei Hansa Rostock die Zukunft an, erzielt Simon Brandstetter sein Tor doch nach Vorarbeit von Andreas Wiegel. Das Zusammenspiel von Brandstetter und Wiegel  gehört zur Fußballgrundschule. Flankenlauf, Flanke, Kopfball, Tor. Gerne in Duisburg regelmäßig wiederholen.

Doch auch Dan-Patrick Poggenberg zeigt während seiner Kieler Zeit in der Saison 2011/12 mit einem Tor im Spiel gegen den 1. FC Magdeburg Offensivkraft und Abschlussstärke. Er erzielt das Siegtor zum 1:0 – ab Minute 3.35.

Saisonabschluss Teil 1 – Soll und Haben im Tabellenrechner: 38. Spieltag

Nach all dem Feiern des Aufstiegs will ich mich mal an den Saisonabschluss in diesen Räumen hier machen. Es gibt mit dem Tabellenrechner einen losen Faden, den ich mir als erstes vornehme – aus einem einfachen Grund: Zum zweiten Mal habe ich recht gute Erfahrungen damit gemacht. Zum zweiten Mal konnte ich schon früh meine Nerven beruhigen, weil der Tabellenrechner mir große Zuversicht gab, das Saisonziel des MSV wird erreicht.

Wenn also mal wieder Not am Mann ist, kurzer Hinweis und ich schaue wieder, wie unter möglichst schlechten Vorzeichen für den MSV eine Abschlusstabelle zustande kommt, die uns allen Freude macht. Ich gebe zu, ich habe großen Spaß daran, die alles entscheidenden Tabellenplätze recht genau kalkuliert zu haben.

Eines erweist sich bei diesem Abgleichen auch noch: Bis ungefähr zum letzten Viertel der Saison haben die Trainer der in einem Spiel favorisierten Drittligisten immer wieder darauf hingewiesen, in dieser Liga könne jeder jeden schlagen. Die Zahlen bestätigen das. Bei  meiner Prognose bin ich fast immer von Favoritensiegen ausgegangen. Der erste Blick auf die Tabelle zeigt, wieviel Punkte mehr die Vereine im unteren Tabellensegment geholt haben, als es die Prognose nach der einfachsten Bewertungsgrundlage erwarten ließ.

Um so klarer wird auch erkennbar, wie sehr die ersten drei Mannschaften sich vom Rest der Liga unterschieden. Sie zeigten in jeweils unterschiedlichen Phasen der Saison stabil positive Ergebnisse. Der MSV war im letzten Viertel des Saison erfolgreich, als es entscheidend wurde. Im Rückblick lassen sich die Unentschieden zu Beginn der Saison auch anders bewerten. Was in der Anfangsphase der Saison für das Ziel Aufstieg nicht erfolgreich genug war, erweist sich in dieser Perspektive als das Fundament des Aufstiegs. Diese Unentschieden machen die Siegesserie zum Saisonende zu einem Erfolgsendspurt.

Im Abgleich seht ihr die Abschlusstabelle samt Punkten; in der ersten Klammer steht meine Prognose der Platzierung, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die endgültig Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  74  (77) -3
2. (2.) MSV Duisburg 71 (70) +1
3. (3.) Holstein Kiel 69 (69) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 65 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 59 (50) +9
6. (10) Dynamo Dresden 56 (54) +2
7. (6.) Energie Cottbus 56 (60) -4
8. (5.) Preußen Münster 54 (65) -11
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 53 (55) -2
10. (11.) Hallescher FC 53 (53) 0
11. (8.) VfL Osnabrück 52 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 51 (59) -8
13. (14.) VfB Stuttgart II 47 (42) +5
14. (13.) Fortuna Köln 46 (43) +2
15. (17.) SG Sonnenhof Großaspach 46 (36) +10
16. (18) Mainz 05 II 42 (34) +8
17. (15) Hansa Rostock 41 (41) 0
18. (17) Borussia Dortmund II 39 (30) +9
19. (16.) SpVgg Unterhaching 39 (36) +3
20. (20) Jahn Regensburg 31 (27) +4

Endspielbereit bei bestmöglicher Grundlage

Was wie der typische Parkplatz von einem der vielen Toys-Dingenskirchens Deutschlands aussieht, ist in Wirklicheit der inoffizielle Autobahnhof nahe der A3, Abfahrt Köln-Dellbrück. Die Disponenten der privaten Zebraverkehrsbetriebe hatten am Sonntag eine Verbindung von Bergheim nach Erfurt eingerichtet mit Zwischenstopp an diesem Zu- und Umsteigeplatz. Die wollte ich um etwa 8.30 Uhr nehmen. Der MSV Duisburg spielte bei Rot-Weiß Erfurt. Aber sonntags auf diesem menschenleeren Platz im Nirgendwo an der Bergisch-Gladbacher Straße einen Tag lang ein Fahrrad abzustellen, schien mir kein guter Gedanke. Präsentationsfläche und Mitnahmemarkt klangen mir ununterbrochen im Ohr.

So rollte ich auf der Suche  nach einem einigermaßen sicheren Abstellplatz auf dem benachbarten REWE-Parkplatz ein. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich drei junge Männer an einem Auto und im selben Moment wurde ich mit „allez, allez MSV“ begrüßt, und, klar, fragt einer mit Wurzeln im Pott sofort trocken, ob ich meine, mit dem Fahrrad noch bis zum Anpfiff nach Erfurt zu kommen? Das klang nach Heimat. Wenn wir Anhänger des MSV Duisburg uns mit einer zweiten Direktverbindung Köln-Erfurt schon frühmorgens auf der Schäl Sick als Massenbewegung fühlen konnten, ließ das noch sehr viel mehr heimatliche Begegnungen in Erfurt erwarten, Wenig später hatte ich meinen Abstellplatz gefunden, die Fahrt konnte beginnen und all die Autos mit Zebrafans, denen wir auf dem Weg begegneten, steigerte die Vorfreude auf das Spiel.

Keine Frage, der Verkehrsstrom nach Erfurt zeigte, zur Rückkehr in die Zweite Liga war nicht nur die Mannschaft entschlossen. Anspannung spürte ich nicht. Seit einiger Zeit bin ich mir vor den Spielen sicher, das Vorhaben Aufstieg wird gelingen. Seit einiger Zeit bange ich aber auch um diese Sicherheit in den Spielen selbst immer wieder. Ich hoffte, auf eine schnelle sichere Führung, damit meine Nerven dieses Mal geschont blieben. Der MSV tat mir zunächst den Gefallen. Welch druckvolle erste Minuten zeigte die Mannschaft. Sie wollte dieses frühe Tor auch. Den Erfurtern blieb kaum Zeit, sich mit Ball und Spiel vertraut zu machen. Sie stopften Löcher und das meist vergebens. Eine Großchance vergab Kevin Scheidhauer mit einem halbgaren Schuss weit über das Tor. Kurz danach kam er er erneut zum Abschluss. Der Ball war sehr viel schwieriger zu nehmen, kam dafür aber auch genau aufs Tor. Der Erfurter Torwart klärte. Das 1:0 schien eine Frage der Zeit zu sein. Kingsley Onuegbu erzielte dann dieses Tor schon in der elften Minute und machte es zu einer Art persönlicher Leistungsschau. Der halbhohe Pass kam in seinen Lauf. Die perfekte Annahme, zusammen mit dem gleichzeitig an ihm abprallenden und niedersinkenden Abwehrspieler plus Torschuss bei leichter Verdrehung des Körpers gegen die eigentliche Laufrichtung, all das zusammen wirkte wie die Essenz seines Spiels. Großartig.

Weil die Erfurter alles in allem in der Offensive vollkommen harmlos blieben, selbst wenn sie das Mittelfeld einmal schnell überspielt bekamen, machte ich mir keine Sorgen. Einen steilen Pass allerdings brachten sie an den Strafraum. Der Erfurter Spieler kam ins Straucheln. Steffen Bohl war bei ihm und konnte nicht verhindern, dass dieses Straucheln zum Rutschen in den Strafraum wurde. Der Schiedsrichter überlegte einige Zeit, welche Zusammenhänge es gab und musste irgendetwas entscheiden. Da nahm er der Einfachheit halber den Elfmeter. So ungefähr sah der Verlauf dieser Spielszene aus. Beunruhigt hat mich dieser Elfmeter nicht. Wenn der Ausgleich fiele, war es für mich nur eine Frage der Zeit, bis der MSV erneut in Führung ginge. Es kam aber noch besser. Michael Ratajczak hielt den zentral geschossenen Ball. Der MSV führte weiter. Nun konnte die Mannschaft ohne Druck das zweite Tor nachlegen, so dachte ich. Doch weit gefehlt.

Vielleicht war die Erleichterung der Spieler über den gehaltenen Elfmeter zu groß? Vielleicht war kurz die Sorge aufgeblitzt trotz Überlegenheit könne doch etwas schief gehen? Aus der Sorge ergab sich vielleicht Vorsicht? Der MSV ließ die Erfurter jedenfalls mehr ins Spiel kommen. Passte die Erfurter den Ball im Mittelfeld quer, wurde einen Moment früher als in der Anfangsphase beim Anlaufen abgedreht. Eigene Pässe wurden überhastet aus gefährlichen Zonen gespielt. Es gab Momente des Spiels, in denen ein oder zwei Minuten von beiden Mannschaften Fehler auf Fehler geschahen, und Ballkontrolle die Eigenschaft einer anderen Sportart zu sein schien.

Da war es also wieder geschehen. Die Mannschaft und ich hatten unsere Sicherheit im Spiel verloren. Bei mir führt das inzwischen zu einer übersteigerten Bedrohungswahrnehmung. Je länger das Spielgeschehen offen wirkt, desto gefährlicher nehme ich jede Bewegung Richtung Tor des MSV Duisburg wahr. Gelangt ein Ball gar in den Strafraum falle ich in Schockstarre, die sich in Übersprunghandlungen löst. Meine Stadionnachbarn haben blaue Flecken auf den Rücken, anderen habe ich die Schultern mit meinem Angstsschweiß getränkt. Ein Lob den geduldigen Menschen, die mich durch ein Spiel begleiten.

Nach der Halbzeitpause kämpfte der MSV sehr darum, das Spiel wieder an sich zu reißen. Mit aller Kraft wollte die Mannschaft verhindern, dass die Erfurter noch druckvoller wurden. Das Spiel wirkte wahrscheinlich gerade wegen dieser Anstrengung nicht richtig flüssig, Der Mannschaft war es aber gelungen, die Ballkontrolle wieder zum Wort der Fußballersprache zu machen. Erneut ließen sich aber einzelne Pässe in die Schnittstellen der Defensive nicht verhindern. Michael Ratajczak stellte zwei Mal im eins gegen eins die Erfurter Stürmer und verhinderte den Ausgleich. Branimir Bajic klärte immer wieder souverän. Auch der MSV hatte seine Chancen. Kevin Wolze hob einen Freistoß knapp außerhalb des Strafraus  gefühlvoll über die Mauer. Der Ball ging an die Latte. Ein Kopfball von Steffen Bohl wurde auf der Linie geklärt. Meine Nervosität wuchs. So dringlich hoffte ich auf das erlösende zweite Tor.

Der King leitete dieses Tor ein. Wahrscheinlich wird der Erfurter Defensivmann niemals mehr glauben, er könne an seiner rechten Außenlinie in Ruhe den Ball nach vorne bringen, nur weil ein potientiell anlaufender Stürmer sich gerade in der Mitte befindet. Kühl wollte er sein, seine Automatismen abrufen. Doch dann kam der King. Wenn er als erster Mann der Defensive sprintet, sieht das nicht sehr schnell aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er einem Defensivspieler den Ball abjagen soll. Er soll den aufbauende Spieler irritieren, ihn zwingen, unpräzise abzuspielen. Doch offensichtlich hatte der Erfurter Spieler den King unterschätzt. Weniger sein Tempo als seinen Einsatzwillen. Er scheint nicht geglaubt zu haben, der King könne ernst machen. Mit einem Mal stocherte der ihm schon zwischen den Beinen  herum, und der Ball war erobert. Der schnelle Pass auf den heransprintenden Martin Dausch folgte. Der trieb ihn weiter Richtung Strafraum. Die Flanke kam wunderbar auf den mitsprintenden Zlatko Janjic und weil der in Dresden die Generalprobe für dieses Tor vermasselte, klappte die Erfurter Premiere um so besser. Was für eine Erleichterung. Das war der Sieg. Daran bestand kein Zweifel. Die bestmögliche Grundlage für das Endspiel um Platz 2 am nächsten Samstag war geschafft. Meinen Stehplatzkumpeln rate ich schon jetzt zu Schulterpolstern und Rückenpanzern.

Wenig Worte – viele Fotos

Nach dem 2:0-Sieg gegen Rot-Weiß Erfurt muss ich es anders machen als nach dem Auswärtssieg gegen Dresden. Erst kommen die Fotos und später meine Worte zum Spiel. So ganz habe ich noch nicht zurück gefunden zur Stimmung, die für das Schreiben nötig ist. Ich bin ein wenig erschöpft – sowohl von der Siegesfreude als auch von meiner leichten Nervositätshysterie, die ab etwa der 30. Minute bis zum Moment des zweiten Tores trotz aller zuversichtlichen Konzentriertheit des Morgens bei mir ausgebrochen war. Die Autofahrt als weiterer Grund nicht zu vergessen, mit einem herausfordernden Stau bei Leverkusen kurz vor dem Ziel. Ich lass also erstmal Bilder sprechen und erhole mich weiter. Samstag, so viel ist gewiss, wird alle Kraft wieder nötig sein.

Soll und Haben im überflüssig gewordenen Tabellenrechner – 36. Spieltag

Schnell und kurz schon mal die reine Freude an diesem Tag. Der Blick auf den Tabellenrechner ist ein lustiger Zeitvertreib geworden, eine Spielerei. Dank der Erfolge des MSV brauchen wir ihn nicht mehr. Vier Punkte über Soll steht der MSV nun da. Er sollte uns Stütze sein in der Sorge, der MSV könne vom Weg abweichen und das geplante Ziel nicht erreichen. Er war eine Art Landkarte und gab Sicherheit. Nun brauchen wir nicht mehr allzu viele Möglichkeiten im Kopf hin und her bewegen. Ein einziges Spiel kann nächsten Samstag alles entscheiden. Dabei muss der MSV nicht alles wagen. Es gibt noch einen Spieltag. Für meine Nerven wäre die Entscheidung nächste Woche sicher das beste. Dabei geht gerade ganz unter, dass mit dem Sieg in Erfurt dem MSV der Relegationsplatz sicher ist. Was hätten wir uns vor Wochen schon darüber gefreut. Aber was brauchen wir eine Relegation, wenn wir einen Lauf haben.

Ganz verwegen habe ich gestern sogar an Jahn Regensburg gedacht, die nach dem sicheren Abstieg plötzlich befreit aufspielen und Bielefeld überraschen, und dann… Ihr wisst schon. Aber das war nur die Siegesfreude. Ich schwöre. Ich will hier keine Götter des Fußballs reizen. Ich bin auch kein Fischer und habe keine vrouw, die immer mehr will von dem butje in der See. Also, nächste Woche gilt es. Und jetzt freut euch einfach an dem Blick auf diese Spielerei, die ganz überflüssig geworden ist.

 Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  70 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 68 (70) +4
3. (3.) Holstein Kiel 67 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 61 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 55 (50) +9
6. (5.) Preußen Münster 54 (65) -6
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +1
8. (6.) Energie Cottbus 53 (60) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 50 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 50 (54) +2
11. (8.) VfL Osnabrück 48 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -11

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Dänen lügen nicht – Der MSV ist kein Wenn-Dann-Verein

„Stig“, sagt Kees gestern  zu mir „kannst du Samstag schon wieder was schreiben? Und Sonntag auch nach Erfurt fahren?“ Ich guck ihn an und denk, dir muss es aber noch schlecht gehen, wenn ich so schnell nochmal randarf. Aber meinetwegen. Doch was für eine blöde Frage zu Erfurt. Als ob er nicht wüsste, das geht nur, wenn wir auch beide fahren. Kees war von den Tabletten anscheinend noch ein bisschen matschig im Kopf. Seit Mittwochabend arbeitet seine medizinische Abteilung daran, den Einsatz am Sonntag auf den Rängen zu ermöglichen. Als gestern die fiebrige Erkältung im Abklingen war, machte die Rückenmuskulatur zu. Wie ernst das Ganze ist, weiß ich nicht. Kees‘ medizinische Abteilung gibt keine Prognosen. Mit mir redet sie schon gar nicht. Eigentlich ist Müller-Wohlfahrt neulich kein schlechtes Vorbild für Kees‘ Frau. Darf ich nur nicht laut sagen.

Mehrmals schon habe ich Kees vorsichtig darauf hingewiesen, an der Stelle müssen wir professioneller werden. Mit genauen Verletzungsangaben und Krankheitsgeschichten schickt Google dir nicht nur die Arztserien-Freaks als Leser. Die Splatter-Fans nimmst du mit etwas Glück noch nebenbei mit. Entfernung der Schleimbeutelfalte, fingerbreit über dem Schambeinansatz, Querfraktur der Kniescheibe. Jeder Fußballreporter befragt doch längst eine Anatomie-App für seine Texte. Aber Kees guckt nicht mal ins Lexikon.

Wie soll das in der nächsten Saison werden? Wenn Fußballdeutschland wieder regelmäßig nach Duisburg blickt. Besonders am Anfang der Saison. Zweitligareif ohne Anatomievokabular? Wie soll das gehen? Die Mannschaft ist jedenfalls zweitligareif. Ich bin nicht zu voreilig. Ich sage nur die Wahrheit. Nichts macht stärker als das Wissen um die eigene Stärke. Der MSV ist in dieser Saison kein Wenn-Dann-Verein! Was für ein geiles Gefühl, nicht abhängig von den Ergebnissen der anderen zu sein. Ich weiß nicht mehr, in wievielen Zweitligajahren ich, damals noch in Arhus aus der Ferne, bei anderen Vereinen mitgefiebert habe, damit die Zebras am übernächsten Spieltag noch einmal an den vorderen Plätzen kratzen könnten. Aber nur wenn erneut alle anderen Vereine für uns spielten. Wieviele Wenn-Dann-Prognosen habe ich jeweils angepasst, um bessere Laune zu bekommen. Und wie oft trat nicht mal das erste entscheidende Wenn ein, der notwendige Sieg des MSV. Damals habe ich immer den Mund gehalten, wenn es um die Zukunft des MSV ging. Denn immer spielte Glück in meinen Überlegungen eine Rolle. In dieser Saison sorgt die Manschaft schon selbst für das Glück. Diese Mannschaft strahlt völlig zurecht großes Selbstbewusstsein aus. Sie hat in den letzten Wochen einen Willen entwickelt, der bis hoch in die Ränge spürbar ist. Noch auf dem entferntesten Platz vom Spielfeld ist zu sehen, wie die Spieler der eigenen Stärke vertrauen, wie sie den Rhythmus des Spiels bestimmen wollen. Der Gegner soll sich gefälligst nach uns richten.

Preußen Münster war letzte Woche einen Spieltag lang noch einmal ein Wenn-Dann-Verein. Der MSV hat dem sofort ein Ende bereitet. Nun outen sich die Stuttgarter Kickers als ein Wenn-Dann-Verein. Sie hoffen heute auf ein gutes Ergebnis von Fortuna Köln und nächste Woche auf den Sieg des MSV Duisburg. Holstein Kiel hingegen würde erst das Ergebnis des heutigen Heimspiels zu einem Wenn-Dann-Verein machen. Lese ich im Kölner Stadt-Anzeiger den Vorbericht zu dem Spiel – online steht er anscheinend noch nicht -, so fehlt mir etwas Aufmerksamkeit der Kölner für die Aufgabe des Tages. Anscheinend wird schon sehr an die nächste Saison gedacht. Was in Kiel geschieht, kann deshalb nur überraschendes Zubrot sein. Für die Fortuna und in Folge auch für den MSV. Aber das ist ja das Schöne, wenn man nicht als Wenn-Dann-Verein in die Endphase einer Saison geht. Das interessiert einfach nicht. Wir nehmen es, wie es kommt und behalten bei allem unsere gute Laune. Wahrscheinlich würde sie noch ein kleines bisschen besser, wenn die Fortuna heute zufrieden nach Hause fährt. Rein regional gesehen. Rheinland vor, noch ein Tor!  Doch wenn ich an Holstein Kiel oder Fortuna Köln denke, sehe ich sofort nur die Spieler der Zebras. Ich sehe eine Mannschaft, die in Erfurt vom Anpfiff an zeigt, dieses Spiel will sie gewinnen. Allmählich tauchen sogar auch Kees und ich in diesem Bild vom morgigen Tag auf dem Weg zum Stadion auf. Der medizinischen Abteilung sei Dank. Lassen wir das also lieber mit der Wiederaufnahme des Guardiola-Müller-Wohlfahrt-Stücks als Duisburger Inszenierung.


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