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Und vor dem Spiel noch etwas ganz anderes: Sabine Kühlich und Fundstücke

In Köln, bei mir um die Ecke, findet in Dellbrück Mitte Oktober bis Anfang November irgendwann die Dellbrücker Jazzmeile statt. Das bedeutete in diesem Jahr zum fünfzehnten Mal bei freiem Eintritt drei Tage lang Musik hören in Kneipen, Ladenlokalen und Werkhallen. Ich weiß, manchen schreckt das Wort Jazz, doch wird der Jazz-Begriff dort sehr weit gefasst. Blues und Funk ist immer auch zu hören neben der ganzen Bandbreite desssen, was sich die meisten vorstellen, wenn sie Jazz hören.

Vermutlich war es ja ein Referent von Oberbürgermeister Jürgen Roters, der das Grußwort im Programmheft verfasst hat. Mir macht es den Eindruck, als müsse er beim Stichwort ersteinmal respektvoll schlucken. Ich habe jedenfalls gelernt Jazzmusiker sind Risikokünstler: „Lebendiger Jazz ist vor allem die Kunst der Improvisation, die Fähigkeit aus dem Moment heraus Musik zu gestalten. Hinzu kommmen Erfindungsreichtum, Liebe zum Detail und das Wagnis, ungewohnte Wege zu beschreiten. Dabei hält die Improvisation unvorhersehbare Glücksmomente bereit, birgt aber auch die Gefahr des Scheiterns. Doch gerade aus dieser Spannung bezieht der Jazz seine Kraft und Lebendigkeit.“

Klingt alles dann doch sehr viel schwerer, als sich die Musik fast immer anhört. Denn darauf will ich eigentlich hinaus: Ich habe ein schönes Konzert gesehen mit einer Künstlerin und ihrer Combo, die auch in Duisburg demnächst auftreten werden. Sabine Kühlich spielte zusammen mit einer Drei-Mann-Combo ihr „Fundstücke“-Programm. Das waren Songs von Swing bis Bossa Nova, bei denen sie sich aus den Standards des Jazz ebenso bedient hat wie bei Schlager- und Pop-Klassikern meistens deutscher Herkunft.

Auf folgendem Clip ist sie mit anderer Band und dem Jazz-Klassiker „Fly me to the moon“ zu sehen. Es ist der einzige Clip mit einer einigermaßen vernünftigen Tonqualität, bei dem man sich von ihrer Stimme einen Eindruck machen.

Wem selbst dieser swingige Standard noch zu verjazzt ist, dem sei versichert, beim Fundstücke-Programm ist das, was gemeinhin mit Jazz verbunden wird, noch mehr zurückgenommen.

Konzerttermin in Duisburg ist der 17.11.

Das Konzert findet im Rahmen des Kunstsalon-Programms „Musik in den Häusern“ statt. Deshalb spielt die Combo in keinem normalen Veranstaltungssaal sondern in den Räumen von aib – agiplan integrale bauplanung, Philosophenweg 31-33 am Innenhafen, das Konzert beginnt um 20.00 Uhr, Einlass ist 30 Minuten vor Konzertbeginn. Einen Klick weiter gibt es  Karten für € 18,00 oder ermäßigt € 11,00.


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