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Brust raus. Kopf hoch. Bauch rein?

Die Saisonvorbereitung für den Klassenerhalt hat letzten Donnerstag begonnen, und eines ist jetzt schon deutlich erkennbar. Die Zweite Liga sieht in dieser Saison einen MSV Duisburg, der mit einem anderen Selbstverständnis in die Saison startet als vor zwei Jahren. Das ist ein guter Grund, um dieser Saison mit Zuversicht entgegen zu sehen. Der Kopf ist tatsächlich hochgereckt und die Brust rausgestreckt. Den Bauch müssen allenfalls wir auf den Rängen dabei einziehen, um eine gute Figur zu machen.

Vor zwei Jahren war das anders. Den Aufstieg des MSV Duisburg bestimmten 2015 noch immer die Nachwirkungen des Zwangsabstiegs. Ich spreche von atmosphärischen Auswirkungen. Der Verein, wir und die Mannschaft waren sich ihrer selbst nie ganz sicher. Der Aufstieg gelang durch eine immer mächtiger werdende, sich selbst nährende Erfolgsserie. Der Aufstieg war nicht das Ergebnis eines im Detail umgesetzen Plans.

Ungeachtet dessen fühlte sich die Zweite Liga nach der Klasse an, der der MSV mindestens angehören sollte. Gleichzeitig lagen zwei Jahre hinter uns, in denen die Verantwortlichen im Verein immer wieder von den Schwierigkeiten der Gegenwart, ob finanziell oder sportlich in Anspruch genommen waren. Die täglichen Anforderungen in der Dritten Liga hatten viel Aufmerksamkeit in Anspruch genommen, Aufmerksamkeit, die dem Blick auf die Zukunft verloren ging. Die Zweite Liga schien auf gewisse Weise trotz nur kurzer Abwesenheit Neuland gewesen zu sein. Vor dem Aufstieg in diesem Jahr hatte es mehr Ruhe gegeben, auch wenn die spielerische Leistung der Mannschaft vielen, mich eingeschlossen, nicht immer gefiel. Dennoch war die Zweite Liga die ganze Saison über stets als Bild der Zukunft vorhanden. Der MSV Duisburg kehrt in die Zweite Liga mit größerer Selbstverständlichkeit zurück als vor zwei Jahren.

Wenn Ilia Gruev sagt, wir müssten die Euphorie des Aufstiegs mitnehmen in die neue Saison, klingt das für mich nicht nach unbedingt notwendigem Hilfsmittel, um den Klassenerhalt zu schaffen. Das klingt nicht nach beliebiger Fußball-Floskel, sondern nach realistischem Bezug zur Gegenwart des MSV. Für mich zeigt sich in seinen Worten, dass der MSV gerade sehr mit sich selbst im Einklang ist und wir darauf vertrauen können, dass Verantwortliche und Mannschaft sich wie in der letzten Saison ihrer selbst und ihrer Fähigkeiten sicher sind.

Das ist der Unterschied zum Aufstieg von vor zwei Jahren. Damals wussten die Menschen im Verein und wir drumherum nicht so recht, wer der MSV in dieser Zweiten Liga nun war. Das wussten wir alle nicht, obwohl uns allen klar war, dass die Mannschaft gegen den Abstieg spielen würde. Dieses Nicht-Wissen erschwerte die Konzentration auf die eigentliche Aufgabe, den Sport. Heute wissen die Verantwortlichen im Verein und wir besser, wo der MSV Duisburg im Moment steht. Und deshalb wird es hoffentlich etwas leichter, sich auf den Sport zu konzentrieren. Die Ausgangslage sieht auf den ersten Blick genauso aus wie vor zwei Jahren. Doch die Rahmenbedingungen sind besser. Über die fußballerischen Möglichkeiten der Mannschaft wird dann auch noch zu sprechen sein.

Und noch eins, ihr könnt es ruhig zugeben. Sagt mir nicht, dass ihr nicht auch schon einmal dran gedacht habt nach der Pokalauslosung. Ein Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg zu Beginn der Saison. Da gab es doch am Ende der Saison dann etwas, was uns sehr gefiel. Es muss ja nicht gleich noch einmal ein Aufstieg sein.


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