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Welt, dich gibt es ja noch …

Das passt zum ersten Punktespiel des MSV Duisburg in diesem Jahr: Ich habe wieder Zeit – um ins Stadion zu gehen und um ein paar Worte zu schreiben. Dass hier über über sechs Wochen nichts Wesentliches über den MSV Duisburg zu lesen war, ist ein ein gutes Zeichen. Denn in der Zeit hätten mich Nachrichten über den MSV Duisburg schon sehr beunruhigen müssen, um meine Arbeit zu unterbrechen. Ich schrieb nämlich mit vollkommen beanspruchender Intensität an anderer Stelle.

So beobachtete ich am Rande zufrieden, wie beim MSV Duisburg lose Fäden verknüpft und offene Fragen beantwortet wurden. Gesucht war ja eine neue Führung des Vereins. Es wurde um sie gerungen, gestritten, vielleicht auch gekämpft? Was auch immer. Es las sich jedenfalls nicht so, als ob es da konfliktfrei zuginge. Nun kam aber niemand des Weges daher mit Geld, um den Verein zu übernehmen. Weder das bekannte Hoffnungsspielchen konnte beginnen noch im selben Moment gefragt werden, was will so ein Mann ohne vorherigen Bezug zum MSV Duisburg vom MSV Duisburg eigentlich?

Stattdessen gibt es mit Andreas Rüttgers einen Mann, dem der MSV Duisburg schon lange etwas bedeutet und der zudem führender Mitarbeiter eines Hauptsponsors ist. Das sieht aus wie der etwas andere und doch nicht ganz exotische Versuch die Führungsposition im Verein zu besetzen. Klassisch wirkt die Nähe zu einem führenden Duisburger Unternehmen, die andere Schublade geht aber sowohl mit der schon lange bestehenden Zuneigung dieses Präsidenten zum eigenen Verein auf als auch mit seinen ersten Personalien, die schnell in der Öffentlichkeit platziert waren.

Da ist etwa der unlängst als „klügster Deutscher“ etwas prominent gewordene Duisburger Student Sebastian Runge, den Andreas Rüttgers in den Vorstand holte. Da sind aber auch die zwei ehemaligen Spieler des MSV Duisburg, Uwe Weidemann und Alfred Nijhuis, die er für die Mitarbeit im Verein gewann. Völlig auf der Hand liegen diese Personalien nämlich nicht. Sie sind aber ein Zeichen für die Öffentlichkeit. Uwe Weidemann etwa hat zwar die beste Zeit seiner Karriere beim MSV verbracht, aber nach den zwei Jahren in Duisburg scheint es mir nicht falsch zu sein, von einer bislang unscheinbaren Verbindung zum MSV zu sprechen. Das ist bei Alfred Nijhuis anders, der in seiner aktiven Zeit für den MSV eine Leitfigur war.

Auf mich wirkt es so , als wisse Andreas Rüttgers, dass Öffentlichkeit symbolhaft bedient werden will. Damit solch Handeln aber nicht symbolhaft bleibt, braucht es Anbindung an die sportlichen Belange. Und auch da haben sich die Wogen geglättet. Ivo Grlic hat sich zudem zum ersten Mal planerisch zu Wort gemeldet, und den Rahmen seines Arbeitens abgesteckt. Die Saison soll so publikumswirksam wie möglich zu Ende gespielt werden. Das Ziel Aufstieg ist auch in der nächsten Saison erstmal hintenan gestellt. Es scheint so, als befände sich der MSV Duisburg wieder auf festem Boden. Die ein oder andere Treppenstufe nach oben kann auf solchem Boden vielleicht gebaut werden. Im Moment wird aber zunächst das herum liegende Material zusammen gesucht. Vielleicht ist die Mannschaft heute Abend schon so weit, so eine Stufe mal probehalber aufzustellen. Mir reichte es aber auch, den Boden noch ein wenig mehr zu festigen. Noch eine Schicht Fundament kann nicht schaden. Auch dazu wäre ein Sieg nicht schlecht.

 

 

 


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