Posts Tagged 'Sportpsychologie'

Unsicher auf dem Spielfeld? Dann Urlaubsunterkunft buchen

Wir Fußballanhänger verfolgen die Arbeit in den Vereinen unserer Herzen ja in jeglicher Hinsicht. Nicht selten haben wir Ideen, wie etwa Training, Scouting oder Merchandising erfolgreicher gestaltet werden können. Ein Teil von uns gehört zur ehrenamtlichen Consulting-Gilde. Der möchte ich mich heute in Sachen Persönlichkeitsentwicklung der Spieler anschließen.

Wie stärkt ein Trainer das Selbstbewusstsein seiner Spieler? Die großen Vereine mit entsprechendem Saisonetat zweigen dafür inzwischen sogar den Etatposten Psychologen-Honorar ab. Für die finanzschwächeren Vereine habe ich jetzt einen kostengünstigeren Vorschlag: Schenkt euren Spielern eine Übernachtung, die sie selbst mit eigener E-Mail-Adresse buchen. Nicht irgendwo, bei booking.com.

Seitdem ich selbst diesen Anbieter in Anspruch genommen habe, erhalte ich in recht hoher Frequenz Aufforderungen, in meinem Buchungsort zu unglaublich günstigen Konditionen noch einmal zu übernachten. Was mich wenig interessiert, da ein niederländisches Straßendorf abseits der See nicht zu meinen vordringlichsten Zielen der kommenden Zeit gehört. Eine dieser E-Mails aber brachte unlängst ein Strahlen in mein Gesicht. Sie war anders. Ich habe sie mir ausgedruckt und schaue sie täglich an, vor schweren Aufgaben auch mehrmals.

Also, lieber Ilia Gruev, wenn deine Spieler an ihrem Torschuss zweifeln; wenn sie mal wieder das Gefühl haben, kein Pass über zwei Meter kommt an; wenn sie jedes Mal den berühmten Schritt zu spät kommen, sei es beim Gegenspieler, sei es beim Versuch die Flanke des Mitspielers zu erreichen, dann lass sie einmal nur bei booking.com etwas buchen. Kurze später werden sie aufgerichtet und selbstbewusster denn je das nächste Spiel bestreiten. Nicht zuletzt werden sie beim MSV mit der Stadt Duisburg viel zufriedener sein. Ich glaube nämlich nach täglicher Betreff-Lektüre inzwischen nicht mehr, dass es irgendeine Stadt auf der Welt gibt, die so toll ist wie ich selbst.

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Zebrastreifenblog demnächst mit sportpsychologischem Serviceangebot?

Seit ich gestern im Reviersport das Interview mit dem Sportpsychologen Jürgen Walter gelesen habe, denke ich mal wieder über einen Nebenerwerb nach. Sportpsychologe darf ich mich wahrscheinlich nicht nennen, aber dieser Markt rund um die Psyche bietet ja immer einige Notlösungen. Das muss nur passgenau auf die Ansprüche des Fußballs  hin formuliert werden. Achtsamkeitstrainer etwa hätte keine Chance, auch wenn der Trainer sportnah klingt und der Psychohyghiene-Markt seit einiger Zeit große Wachstumsraten beim Achtsamkeitstraining verzeichnet.

Auch vom reinen Motivationstrainer Daumscher Prägung scheint der Fußball nicht mehr so viel zu halten. Man möchte doch was Seriöses, Berater, die im beruflichen Werdegang durch eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung abgesichert sind. Übrigens ist der Motivationstrainer ohnehin aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden. Das hängt mit dem wirtschaftlichen Aufstieg der Achtsamkeitstrainer eng zusammen. Diese Gesellschaft brauchte ein Gegenmittel zu all denen, die ab Ende der 90er für etwa ein Jahrzehnt erzählten, ihr könnt alles schaffen, wenn ihr nur die richtige Einstellung habt. Nun haben fast alle nach all ihren Motivationsseminaren die richtige Einstellung, und dennoch schaffen sie es nicht. Zumindest nicht ohne leidvolle Folgen für alles, was nicht der Beruf war, Gesundheit zum Beispiel.

Aber ich wollte ja eigentlich über meine Karriere als Sportpsychologe erzählen, der nur anders heißen wird. Meine Analysefähigkeiten stehen jedenfalls schon mal außer Frage. Mein Kollege in spe Jürgen Walter hat nämlich dasselbe festgestellt wie ich in der Rückrunde, die Mannschaft des MSV fand erst zu ihrem guten Spiel, wenn sie nichts mehr zu verlieren hatte; in Jürgen Walters Worten, „als dann alles ausweglos schien und die Spieler sich keine Gedanken mehr gemacht haben, haben sie plötzlich frei aufgespielt.“

Allerdings bin ich optimistischer als er. Er fragt sich noch, ob der Flow, in dem sich die Mannschaft nun befindet, in den letzten beiden Spielen anhielte. Die Mannschaft hätte sich an die Konkurrenz herangekämpft, sei nun wieder im Rennen und nun könnten die Spieler wieder ins Nachdenken kommen, eine Gefährdung ihrer Leistung. Ich bin optimistischer, weil das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf schon jene Prüfung des Flows gewesen ist, die er erst in Sandhausen auf die Mannschaft zukommen sieht. Die Ausgangslage für die letzten fünf Mannschaften der Tabelle ändert sich nicht mehr an diesem vorletzten Spieltag. Eine Niederlage macht den Abstieg wahrscheinlich. Darüber braucht niemand großartig nachzudenken. Es geht wieder um alles. In dieser Situation zu bestehen, das macht der MSV im Moment verdammt gut. Ob der Flow dann langt, um zu gewinnen, ist schließlich noch  eine andere Frage. Dass der Flow anhält, dessen bin ich sicher.

Halbzeitpausengespräch: Erstligafans zur Mithilfe bei Magisterarbeit gesucht – Belohnung möglich

Neulich erreichte mich eine E-Mail mit einer Bitte um Hilfe. Auch wenn es für uns mit dem eigentlich einzigen Fußballverein von besonderem Interesse als aktive Teilnehmer noch etwas dauern wird, um direkt dabei zu sein, will ich der jungen Wissenschaftlerin auf der Suche nach Fans von Erstliga-Vereinen helfen. Die Psychologin möchte ihre Masterarbeit schreiben, in der sie sich mit den Auswirkungen von Spielergebnissen auf die Stimmung von Fans der beteiligten Vereine beschäftigt.
Der Einfachheit halber zitiere ich ihren Aufruf samt zugehörigem Link. Chance auf Belohnung gibt es auch.

Lust, zwei Tickets für ein Heimspiel der deutschen Nationalmannschaft im Wert von ca. 200 € oder direkt 100 € oder 50 € in bar zu gewinnen? Dann nehmt teil an der Kölner Fanstudie 2015! In dieser Studie werden die Auswirkungen von Spielen der 1. Fußball-Bundesliga auf die Stimmung der Fußballfans untersucht.

Ihr müsst dabei lediglich 10 Tage vor Saisonbeginn einen einmaligen Online-Fragebogen (ca. 15 Min.) ausfüllen und an den ersten 10 Spieltagen jeweils drei kurze Fragebögen (ca. 3 Min.), was ihr nach Erhalt einer SMS bequem am Smartphone erledigen könnt.

Wenn ihr einmal ein Spiel verpasst, ist das kein Problem, ihr müsst nur über 18 Jahre alt sein und ein Smartphone besitzen.
Interesse bekommen?

Dann meldet euch direkt nach einem weiteren Klick an.

Eigentlich kann sie froh sein, dass der MSV noch kein Bundesligist ist. So viel, wie wir im Moment erzählen können, von dem Fansein zwischen Himmel hoch jauchzend und vom neuen Alltag frustriert, sie würde im Leben nicht vor dem Abgabetermin ihrer Arbeit fertig.

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Kees Jaratz bei Twitter

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