Posts Tagged 'SV Wehen Wiesbaden'

Der Einfluss des Kunsthandwerks der 70er auf die Fußballtaktik

Ganz sicher bin ich mir bei der zeitlichen Einordnung nicht. Aber ich meine, es waren die frührer 1970er Jahre, als eine frühe Form kreativen Ausdrucks ihren kulturellen Höhepunkt erreichte. Auf eine schwarz gestrichene Pressspanplatte wurde mit kleinen Nägeln eine beliebige geometrische Figur gesetzt. Das waren Kreise, Quadrate oder Rechtecke. Anschließend wurden bunte Fäden um die Nägel geführt, so dass der Raum zwischen den Nägeln sich zu unterschiedlichen geometrischen Formen verdichtete. Der individuelle Ausdruck zeigte sich in der Anordnung der durch die Fäden entstehenden farbigen Flächen. Das konnten dann übereinander gelagerte Dreiecke sein mit Quadraten als Rahmung. Oder ein buntes Wirrwarr. Was weiß ich. So etwas hing als Dekoration meist an den Wänden in Partykellern, Fluren oder Kinderzimmern.

Je nach Talent des ausführenden Kunsthandwerkers besaßen die Fäden eine unterschiedliche Spannung. Auf manchen Holzplatten hingen viele Fäden schnell schlaff herum. Ich kannte sogar damals Freunde in Duisburg, wo solch Fädenbilder angefangen und nie zum Ende gebracht wurden. Da fehlten dann oft noch Nägel, um Formen zu vervollständigen. Bei Bekannten allerdings hing so ein Bild zum Stolz der Eltern im Wohnzimmer über der Couch. Den Bekannten hatte ich im Urlaub kennengelernt. Er wohnte in Wiesbaden.

Gestern hat der MSV übrigens 2:0 zu Hause verloren. Gegen den SV Wehen Wiesbaden. Was für ein Zufall. Ich meine der Bekannte hieß nämlich Rüdiger Rehm, und wenn mich nicht alles täuscht, waren meine Freunde weitläufig mit Pavel Dotchev verwandt. Sie hatten jedenfalls einmal erzählt, wie auch Bulgarien an internationalen Kunsthandwerksmoden den Anschluss suchte. Der Dotchev-Familie wollten sie jedenfalls einige ihrer unvollendeten Werke als Beispiel gegeben haben.

Es ist doch immer wieder schön zu sehen, wenn die Beschäftigung der Kindheit im erwachsenen Alter wieder fruchtbar gemacht werden kann. Taktiktafeln mit Spielzügen sind im Grunde soche Nägelbilder in den Anfängen. Wenn man Spielzüge eines Spiels alle übereinander legen würde, entstände ein kunstvolles Gespinst. Schade, dass die unterschiedliche Qualität der 70er-Jahre-Bilder in den beiden Städten bis in die Gegenwart hineingewirkt hat. Für den weiteren Verlauf der Saison bin ich gespannt, ob nun der Salzteig-Trend von Anfang der 80er seine Wirkung entfaltet. Wenn ich mich an den Meidericher Kunsthandwerksmarkt erinnere, überwogen dort die groben Formen.

Die unerschöpfliche Welt der youtuber – LaMaTV mit Ein Tag als Ultra des MSV

In meinen Schreibwerkstätten mit Kindern und Jugendlichen bleibe ich auf dem Laufenden. Ob Bibis Beauty Palace für die Mädchen oder Gronkh für die Gamer unter den Jungen, die Welt der Youtuber ist immer ein Thema, das interessiert, wenn Schülerzeitungen gefüllt werden sollen. Die Kinder eifern den Stars der Szene nach, und die Jungen, die mit elf schon besonders cool sein wollen, erzählen beiläufig von ihrem eigenen Youtube-Kanal. Fast alle Mädchen dagegen konsumieren Youtube nur. Sie sind bei Musically unterwegs und imitieren die Popgrößen der Zeit. Ein dreifaches Hurra auf Rollenklischees.

Die Welt der youtuber kennt aber nicht nur die Stars der Szene. Diese Welt ist unerschöpflich. Als ich vorhin nach passenden MSV-Clips für meine Lesung am 2. September beim Platzhirsch Festival suchte, bin ich auf den Frankfurter LaMaTV gestoßen, der seine erste Folge der Fanhopping-Reihe dem MSV widmet.

Er hat in der letzten Saison das Spiel des MSV bei Wehen Wiesbaden besucht und sich in die Gästekurve gestellt. Authentisch ist ja das Zauberwort der Social-Media-Welt. Auf mich, in meinem fortgeschrittenen Alter, wirkt diese Authentizität der ersten Minuten des Clips allerdings kurios, und ich sehe geradezu, wie mancher Anhänger des MSV diese Bilder zu Beginn zum Ventil für die eigenen schlechten Gefühle machen könnte. Anscheinend möchte er die Atmosphäre bei Spielen dokumentieren und Bilder für sich sprechen lassen. Ich selbst empfinde das für die Länge des Clips als zu wenig, aber jeder, wie er will. Sein Clip zeigt also vor allem den Support.

Die Kurve sollte sich freuen über diese Aufmerksamkeit von LaMaTV. Schließlich steht der MSV in der ERSTEN Folge im Blickpunkt. Und ab Minute 13.30 sehen wir den Fanhopper im Resumée vom Dauer-Support trotz hohem Rückstand beeindruckt. Er bedauert die 0:3-Niederlage für die vielen mitgereisten Fans.

Wenigstens ist morgen schon das nächste Spiel

„Wenn zwei Mannschaften, deren Ziel es ist, ein Tor mehr als der Gegner zu erzielen aufeinandertreffen, entsteht ein spannendes Spiel. Wenn beide ausschließlich defensiv denken und die Tor-Verhinderung im Vordergrund steht, leidet der Zuschauer.“ Eigentlich stammt dieser Satz aus dem Spielbericht in der Süddeutschen Zeitung über das 1:1-Unentschieden vom SC Freiburg gegen TSG Hoffenheim, und er ist als Anfang eines Lobes gemeint, aber warum soll ich nicht mal einen vorbeifliegenden Satz nehmen, wenn er zugleich auf das Spiel vom MSV Duisburg gegen Wehen Wiesbaden passt und von mir keinesfalls als Lob gemeint ist.

Der MSV führte vor diesem Wochenende mit Abstand die Tabelle der 3. Liga an. Zu Gast war mit dem SV Wehen Wiesbaden der 14. der Tabelle, der 16 Punkte weniger gesammelt hatte. Doch auf dem Spielfeld sah es von Anfang an so aus, als ginge es den Spielern des MSV vor allem darum ein Tor des SV Wehen Wiesbaden zu verhindern. Das war ein Problem, und so haben wir am Samstag gelitten beim Spiel des MSV Duisburg gegen Wehen Wiesbaden. Da sind wir uns einig, Ilia Gruev als Trainer und wir Zuschauer. Wie die Spieler dieses Spiel ausgehalten haben, weiß ich nicht so genau.

Diese Spieler des MSV haben mich in der ersten Halbzeit jedenfalls derart eingeschläfert, dass ich in der Pause die frei werdenden Stehplatzräume nutzte, um den Wellenbrecher neben mir zu erobern und mich fortan anzulehnen. Soziale Ansteckung nennt man das. Die Spieler haben mich kraftlos gemacht und desorientiert. Das Stadion um mich herum, das Spielfeld vor mir waren zwar noch vorhanden, aber ich war nicht mehr im Spiel. Ich war hundemüde, kämpfte darum stehen zu bleiben und sehnte den Schlusspfiff herbei. Dabei war noch eine Halbzeit zu spielen. Was für eine immense Aufgabe. Wie sollte ich jemals in dieser zweiten Halbzeit ein Tor bejubeln können. Das war unvorstellbar für mich. Zu meiner großen Erleichterung brachte mich die Mannschaft des MSV nicht in die Verlegenheit, meine Leistung als Zuschauer abrufen zu müssen.

Ich konnte mich über das Gegentor zwar noch ein wenig ärgern, aber Unmut passt energetisch besser zur Kraftlosigkeit. Er stellt sich auch dann noch ein, wenn Freude unerreichbar scheint.  Ich werde heute nicht mehr ins Detail des Spiels gehen. Dank der englischen Woche könnte die Leistung der Mannschaft morgen Abend schon wieder alles vergessen machen. Im Grunde bestätigte das Spiel gegen Wehen Wiesbaden nur, was wir schon länger wissen. Der Versuch ein Spiel zu kontrollieren gerät dem MSV sehr schnell zur Spielverwaltung. Den Rhythmus eines Spiels zu gestalten ist für die Mannschaft schwierig, wenn die Räume in der Offensive sehr eng sind. In den engen Räumen mangelt es den Offensivspielern an Ballsicherheit, um Tempo aufzunehmen. Besteht die Möglichkeit zum schnellen Pass fehlt oft der Mut, weil das Denken der Spieler auf Sicherheit ausgerichtet ist. Dieser Mut entsteht manchmal im Spiel nach gelungenen Aktionen. Manchmal aber, wie im Spiel gegen Wehen Wiesbaden verflüchtigt er sich völlig, weil die Spieler zu oft im eins gegen eins oder im eins gegen zwei, drei scheitern. Wenn dann der Gegner sehr gut kontern kann, ist die Niederlage nah. Wir haben das im Hinspiel gesehen. Das Rückspiel bestätigte das. Da der MSV Duisburg dennoch aufsteigen wird, müssen wir vom Angstgegner Wehen Wiesbaden gar nicht erst sprechen. Andere Liga, andere Gegner.

Wirklich Schuld an der Niederlage sind ohnehin die Stadionregie und Stadionsprecher Stefan Leiwen. Als vor dem Spiel von dieser Serie des Erfolgs die Rede war, von diesen dreizehn Spielen ohne Niederlage, wussten wir bei uns in der Ecke schon, damit war das Fundament für eine Niederlage gelegt. Das Einblenden der Blitztabelle im Spielverlauf war dann gar nicht mehr nötig.

Stillstand wäre so schlecht in Wiesbaden nicht gewesen

Daraus lässt sich etwas lernen. Das ging mir nicht nach der 3:0-Auswärtsniederlage des MSV Duisburg gegen den SV Wehen Wiesbaden durch den Kopf. Das dachte ich schon Freitagmorgen, als ich Ilia Gruev im Vorbericht zu diesem Spiel hörte. Er wollte die Stimmung in der Mannschaft beschreiben. Dazu berichtete er, dass Nico Klotz eines der zentralen Motivationsrezepte unserer Leistungsgesellschaft ins Mannschaftsgespräch gebracht hatte. Keine Bühnenshow der Gurus der Motivationsbranche ohne diese Worte, kein Lebenshilferatgeber á la Lebe deinen Traum verzichtet auf diesen scheinlogischen Zusammenhang, für den Nico Klotz einen Dreisprung des Syllogismus noch zuspitzte: Zufriedenheit ist Stillstand. Stillstand ist Rückschritt. Zufriedenheit ist dann was? Auf jeden Fall schlecht. Denn folgen wir der Logik, heißt Zufriedenheit Rückschritt. Wo der Denkfehler steckt, schauen wir uns später an.

2016_svww_msv_4In Wiesbaden hätte ich nämlich gerne nach dem Schlusspfiff etwas weniger Rückschritt und etwas mehr Zufriedenheit gesehen. Ein Punkt wäre dann im Gepäck gewesen. Jemand, der nur die erste halbe Stunde vom Spiel mitbekommen hat, wird bei dem Ergebnis von 0:3 den Kopf schütteln. Wie konnte das geschehen, nachdem der MSV Duisburg in gewohnt souveräner Weise das Spiel begonnen hatte? Die Mannschaft hatte mehr Spielanteile, kombinierte sicher und konnte die wenigen Nadelstich-Versuche der Wiesbadener jeweils unschädlich machen. Die Wiesbadener versuchten mit Härte und viel Einsatz, den Zebras den Schneid abzukaufen. Lange Bälle waren vergebliche Versuche, sich in der Offensive zu behaupten. Da die Wiesbadener so zurückgezogen und sehr konzentriert in der Defensive arbeiteten, blieb dem MSV nicht viel Raum, um in den Strafraum zu gelangen. Und schon ziehe ich die Schublade Chancenverwertung hervor. Dieses Wort wird uns weiter begleiten, ob nun viele Chancen zu wenig Toren führen, oder wenig Chancen zu keinem Tor.

Wenn eine gut aufgestellte Defensive wenig Chancen zulässt, muss ein frei gespielter Tugrut Erat aus halbrechter Position im Strafraum den gegnerischen Torwart zumindest zu einer Glanzleistung zwingen, damit er und wir zufrieden sein können. Zugegeben, er hatte nur wenig Zeit zu diesem völlig freien Schuss, um den Ball in eine der Ecken zu zirkeln. Für ihn nicht genügend, er schoss zwar kräftig, aber zentral auf das Tor, wo normalerweise ein Mann steht, der solche Schüsse dann problemlos aufnehmen kann.

2016_svww_msv_1Da der Raum um den Strafraum herum von den Wiesbadenern erfolgreich abgedeckt war, wurde das bevorzugte Mittel der Zebra-Offensive in diesem Spiel die Flanke. Doch auch diese Flanken wurden gut verteidigt. Der MSV brauchte also Geduld und durfte keine Fehler machen. Kevin Wolze aber verschätzte sich bei einer Flanke in den Strafraum. Sein Gegenspieler hinter ihm stoppte den Ball. Seine Chance aufs Tor war groß. Wolze stocherte nach und traf den Stürmer statt den Ball. Aus dem fälligen Elfmeter wurde das Tor zur Wiesbadener Führung.

Zum ersten Mal in dieser Saison spielte die Mannschaft nach einem Gegentreffer nicht ungerührt weiter. Das Tor führte zu Verunsicherung und zum Bruch im Spiel des MSV. Beide Mannschaften waren nun gleichwertig. Beide Mannschaften hatten noch jeweils eine Chance auf ein Tor, beide Male eine gute Gelegenheit für die beiden Torhüter, sich auszuzeichnen.

Nach der Halbzeitpause schien diese Viertelstunde vergessen zu sein. Der MSV trat wieder sicher auf und versuchte sich am Ausgleich. Geduld war wieder gefragt und das Vermeiden von Fehlern. Vor einem Eckstoß von Wehen Wiesbaden aber bahnte sich schon bei der Aufstellung der MSV-Defensive dieser Fehler an. Ein Wiesbadener Spieler im Rückraum wurde vollkommen frei gelassen. Ein zweiter Ball war dessen sichere Beute. Was zu befürchten war, geschah. Der Eckball konnte nur kurz geklärt werden. Sofort erfolgte der nächste Angriff mit einem weiteren Fehler. Die Flanke wurde zu kurz abgewehrt und erneut war der zweite Ball einer der Wiesbadener. Es  folgte Zug zum Tor, Abspiel und die 2:0-Führung.

Noch blieben 27 Minuten für Tore des MSV. Doch dazu wären klare Gelegenheiten nötig gewesen. Flanken führten nicht zum Ziel, und hatte sich die Mannschaft einmal in Strafraumnähe durchgespielt, stand dieser Strafraum voller Beine, so dass nur bei großem Glück ein Schuss die Richtung zum Tor hätte nehmen können. Das war nicht der Fall. Es war absehbar, an diesem Tag waren die Anstrengugen des MSV fruchtlos. Im Gegenteil, bei der entblößten Defensive konnten die Wiesbadener kurz vor dem Schlusspfiff einen Konter mit dem dritten Tor abschließen. Selbst auf den Ehrentreffer hoffte ich nicht mehr.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel dankte Ilia Gruev für die besondere Unterstützung der Fans. Tatsächlich war der Support in diesem Spiel sehr eindrucksvoll. Die Mannschaft hat sich einen Kredit erspielt. Das wurde deutlich. Die Stimmhoheit in der Wiesbadener Arena war auf Seiten des MSV. Wenn am Dienstag den Worten der Spieler zum Spiel gegen Kiel Taten folgen, wird diese Unterstützung weiter vorhanden sein. Auch unter den Anhängern des MSV  hat sich etwas Besonderes entwickelt, Stichwort: „Du bist es schon immer gewesen.“ Sollte die Stimmung einmal mit entscheiden in dieser Saison, bin ich sicher, wir auf den Rängen sind bereit.

Und die Klotzsche Logik? Die erinnert daran, dass nicht alles, was sich logisch anhört, auch wahr ist. Ob Zufriedenheit nicht auch etwas anderes als Stillstand bedeuten kann, ist nicht ausgemacht; ganz zu schweigen davon, ob Stillstand nicht tatsächlich nichts anderes bedeutet als auf der Stelle zu bleiben. Was ja auch mal nötig ist, um in Ruhe zu schauen, was gerade geschieht. Vielleicht kommt die Bewegung rückwärts ganz woanders her. Also, aufgepasst bei Wirklichkeitsbeschreibungen, die sich logisch geben, wenn es um Einstellungen und Gefühle geht. Das gilt nicht nur für den Fußball.

Saisonvorbereitung VI – 3. Liga: Bloggen, Podcast

Als der Abstieg des MSV Duisburg feststand, tröstete mich auch der Gedanke an das Auswärtsspiel der nun schon bald beginnenden Drittliga-Saison gegen den SC Paderborn. Auswärtsspiele dort in Paderborn enden für den MSV Duisburg kaum mal mit einer Niederlage, oft gibt es Siege. Diese Wahrscheinlichkeit half beim Blick in die Zukunft. Hinfallen, das kann immer passieren. Man muss nur wieder aufstehen, und dann ist es gut, wenn einem ein Krückstock gereicht wird, auf dem sich erst einmal aufstützen lässt.

Doch nicht nur die Auswärts-Bilanz gegen den SC Paderborn tröstete mich.  Erfahrungsgemäß dünnt sich ja die Blogger-Präsenz desto mehr aus, je weiter es in den Ligen nach unten geht. Der SC Paderborn aber wird ausdauernd und intensiv von Blog und dem inklusiven Podcast Schwarz und Blau – SC Paderborn 07 Blog begleitet. In dem Fall wird also das höherklassige Social-Media Niveau gehalten. Ich begann mich an die Dritte Liga wieder zu gewöhnen.

Zumal wir dort auch dem 1. FC Magdeburg begegnen, einem Verein mit einer großen und sehr aktiven Fanbasis. Der sehr gute Blog Nur der FCM! begleitet den Verein und bietet ebenfalls einen Podcast inklusiv. Schon früh ist bei Nur der FCM! die Grundlagenarbeit für einen Text wie meinen heute erledigt worden. „Social Media“ hieß es dort, und wer weiterklickt, findet für jeden Verein – so weit vorhanden – nicht nur Blogger sondern auch eine Twitter-Empfehlung sowie den Facebook- und Twitter-Link zu den Vereinen. Falls über einen Verein von einzelnen nicht gebloggt wird, gibt es alternativ den Hinweis auf Fanforen oder von Fans verantworteten Web-Seiten.

Auf alte Bekannte treffen wir auch. Über den SV Wehen Wiesbaden wird im Stehblog  geschrieben. Rot-Weiß Erfurt wird von stellungsfehler.de im Blick behalten. Zu Holstein Kiel oder, wie der Verein offiziell heißt, dem Kieler SV Holstein von 1900 haben Calcio Culinaria Kiel einiges zu sagen. Zudem gibt es einen Podcast zum Verein sogar mit einer eigenen Seite: 1912FM – Der Holstein Kiel Podcast.

Mehr individuelle Stimmen zu Drittligavereinen habe ich nicht mehr gefunden. Wie immer nehme ich eure Hinweise hier gerne auf.

Saisonabschluss Teil 1 – Soll und Haben im Tabellenrechner: 38. Spieltag

Nach all dem Feiern des Aufstiegs will ich mich mal an den Saisonabschluss in diesen Räumen hier machen. Es gibt mit dem Tabellenrechner einen losen Faden, den ich mir als erstes vornehme – aus einem einfachen Grund: Zum zweiten Mal habe ich recht gute Erfahrungen damit gemacht. Zum zweiten Mal konnte ich schon früh meine Nerven beruhigen, weil der Tabellenrechner mir große Zuversicht gab, das Saisonziel des MSV wird erreicht.

Wenn also mal wieder Not am Mann ist, kurzer Hinweis und ich schaue wieder, wie unter möglichst schlechten Vorzeichen für den MSV eine Abschlusstabelle zustande kommt, die uns allen Freude macht. Ich gebe zu, ich habe großen Spaß daran, die alles entscheidenden Tabellenplätze recht genau kalkuliert zu haben.

Eines erweist sich bei diesem Abgleichen auch noch: Bis ungefähr zum letzten Viertel der Saison haben die Trainer der in einem Spiel favorisierten Drittligisten immer wieder darauf hingewiesen, in dieser Liga könne jeder jeden schlagen. Die Zahlen bestätigen das. Bei  meiner Prognose bin ich fast immer von Favoritensiegen ausgegangen. Der erste Blick auf die Tabelle zeigt, wieviel Punkte mehr die Vereine im unteren Tabellensegment geholt haben, als es die Prognose nach der einfachsten Bewertungsgrundlage erwarten ließ.

Um so klarer wird auch erkennbar, wie sehr die ersten drei Mannschaften sich vom Rest der Liga unterschieden. Sie zeigten in jeweils unterschiedlichen Phasen der Saison stabil positive Ergebnisse. Der MSV war im letzten Viertel des Saison erfolgreich, als es entscheidend wurde. Im Rückblick lassen sich die Unentschieden zu Beginn der Saison auch anders bewerten. Was in der Anfangsphase der Saison für das Ziel Aufstieg nicht erfolgreich genug war, erweist sich in dieser Perspektive als das Fundament des Aufstiegs. Diese Unentschieden machen die Siegesserie zum Saisonende zu einem Erfolgsendspurt.

Im Abgleich seht ihr die Abschlusstabelle samt Punkten; in der ersten Klammer steht meine Prognose der Platzierung, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die endgültig Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  74  (77) -3
2. (2.) MSV Duisburg 71 (70) +1
3. (3.) Holstein Kiel 69 (69) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 65 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 59 (50) +9
6. (10) Dynamo Dresden 56 (54) +2
7. (6.) Energie Cottbus 56 (60) -4
8. (5.) Preußen Münster 54 (65) -11
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 53 (55) -2
10. (11.) Hallescher FC 53 (53) 0
11. (8.) VfL Osnabrück 52 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 51 (59) -8
13. (14.) VfB Stuttgart II 47 (42) +5
14. (13.) Fortuna Köln 46 (43) +2
15. (17.) SG Sonnenhof Großaspach 46 (36) +10
16. (18) Mainz 05 II 42 (34) +8
17. (15) Hansa Rostock 41 (41) 0
18. (17) Borussia Dortmund II 39 (30) +9
19. (16.) SpVgg Unterhaching 39 (36) +3
20. (20) Jahn Regensburg 31 (27) +4

Soll und Haben im überflüssig gewordenen Tabellenrechner – 36. Spieltag

Schnell und kurz schon mal die reine Freude an diesem Tag. Der Blick auf den Tabellenrechner ist ein lustiger Zeitvertreib geworden, eine Spielerei. Dank der Erfolge des MSV brauchen wir ihn nicht mehr. Vier Punkte über Soll steht der MSV nun da. Er sollte uns Stütze sein in der Sorge, der MSV könne vom Weg abweichen und das geplante Ziel nicht erreichen. Er war eine Art Landkarte und gab Sicherheit. Nun brauchen wir nicht mehr allzu viele Möglichkeiten im Kopf hin und her bewegen. Ein einziges Spiel kann nächsten Samstag alles entscheiden. Dabei muss der MSV nicht alles wagen. Es gibt noch einen Spieltag. Für meine Nerven wäre die Entscheidung nächste Woche sicher das beste. Dabei geht gerade ganz unter, dass mit dem Sieg in Erfurt dem MSV der Relegationsplatz sicher ist. Was hätten wir uns vor Wochen schon darüber gefreut. Aber was brauchen wir eine Relegation, wenn wir einen Lauf haben.

Ganz verwegen habe ich gestern sogar an Jahn Regensburg gedacht, die nach dem sicheren Abstieg plötzlich befreit aufspielen und Bielefeld überraschen, und dann… Ihr wisst schon. Aber das war nur die Siegesfreude. Ich schwöre. Ich will hier keine Götter des Fußballs reizen. Ich bin auch kein Fischer und habe keine vrouw, die immer mehr will von dem butje in der See. Also, nächste Woche gilt es. Und jetzt freut euch einfach an dem Blick auf diese Spielerei, die ganz überflüssig geworden ist.

 Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  70 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 68 (70) +4
3. (3.) Holstein Kiel 67 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 61 (67) -2
5. (12.) Chemnitzer FC 55 (50) +9
6. (5.) Preußen Münster 54 (65) -6
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +1
8. (6.) Energie Cottbus 53 (60) -3
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 50 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 50 (54) +2
11. (8.) VfL Osnabrück 48 (57) -5
12. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -11

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 35. Spieltag

Zur Tabellenrechnerprognose gibt es immer weniger zu sagen: Die Prognosen gehen auf. Kiel konnte mit dem einen Punkt in Bielefeld die zwei unter Soll wider Erwarten auf einen reduzieren. Aber Hauptsache, die Kieler haben nicht gewonnen. Ansonsten: Läuft!  Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  69 Punkte (77) -1
2. (2.) MSV Duisburg 65 (70) +2
3. (3.) Holstein Kiel 64 (69) -1
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -5
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 53 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 53 (53) +2
8. (12.) Chemnitzer FC 52 (50) +7
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
10. (10) Dynamo Dresden 47 (54) +2
11. (7.) Rot-Weiß Erfurt 47 (59) -9

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 34. Spieltag

Großartig! Der MSV hat die zweite Möglichkeit genutzt, um meine Erwartungen zu übertreffen. Was ohnehin schwierig für die Mannschaft ist, weil ich fast nur Siege habe getippt. Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  68 Punkte (77) +1
2. (3.) Holstein Kiel 63 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 62 (70) +2
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -2
5. (5.) Preußen Münster 54 (65) -3
6. (6.) Energie Cottbus 52 (60) 0
7. (11.) Hallescher FC 50 (53) +2
8. (9.) SV Wehen Wiesbaden 49 (55) -4
9. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -9
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) -1

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Soll und Haben im Tabellenrechner – 33. Spieltag

Sehr zufrieden macht mich dieses Abgleichen des Tabellenrechners mit der Wirklichkeit, wenn sich alle Vereine an meine Vorgaben  halten. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn die Kieler auch noch beim Schlusspfiff unter meinen Erwartungen geblieben wären. So sah es ja zunächst lange aus. Langsam stellt sich zudem heraus, dass ich bei meiner Tabellenrechner-Prognose den Chemnitzer FC und Rot-Weiß Erfurt verwechselt haben muss. Der eine fährt die vorausgesagten Ergebnisse des anderen ein.

Beim Einsatz des Tabellenrechners vor dem 31. Spieltag war ich dem MSV insofern nicht übermäßig gewogen, als ich die Konkurrenten um den Aufstieg so erfolgreich wie möglich sein ließ. Das Ergebnis ganz unten: Der 2. Platz für den MSV Duisburg.

Im Abgleich seht ihr die aktuelle Tabellenplatzierung samt Punkten, in der ersten Klammer die Platzierungs-Prognose, in der zweiten Klammer meine Prognose der Punktezahl am Saisonende, daneben die momentane Punkteabweichung von dieser Punkteprognose.

1. (1.) Arminia Bielefeld  65 Punkte (77) -1
2. (3.) Holstein Kiel 60 (69) -2
3. (2.) MSV Duisburg 59 (70) 0
4. (4.) Stuttgarter Kickers 58 (67) -1
5. (5.) Preußen Münster 51 (65) -3
6. (11.) Hallescher FC 49 (53) +3
7. (12.) Chemnitzer FC 49 (50) +7
8. (6.) Energie Cottbus 49 (60) -2
9. (9.) SV Wehen Wiesbaden 45 (55) -6
10. (7.) Rot-Weiß Erfurt 46 (59) -8
11. (10) Dynamo Dresden 44 (54) 0

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