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Leichtes Auftaktschreiben zur Saison 2018/2019

Damit das mal klar ist: Schon einige Zeit vor dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft aus der WM habe ich ein paar Fragen der 11Freunde-Redaktion für deren Sonderheft zur neuen Saison beantwortet. Nach dem Motto, was fällt Kees Jaratz Launiges zu seinem MSV ein, hieß es da: „Diesen WM-Star sähe ich gerne bei meinem Klub…“ Die Antwort lag für mich auf der Hand. „Wofür steht noch mal WM? Muss ich das kennen?“, habe ich geschrieben.

Gut, das war vielleicht etwas zugespitzt. Aber meine Grundstimmung in diesen Wochen wird so klar erkennbar. Was ich schon bei Bundesliga und Champions League deutlich gemerkt habe, zeigt sich nun einmal mehr. Mich stößt dieser Fußball als Unterhaltungsangebot und gesellschaftliches Großereignis auf eine widersprüchliche Weise ab. Die Fußballweltmeisterschaft habe ich nebenbei wahrgenommen, ohne Konzentration, ohne wirkliches Interesse. Natürlich lasse ich mich in ein Spiel selbst hineinziehen. Für die Spiele der deutschen Nationalmannschaft habe ich mir sogar Zeit genommen. Ich steige aber auch bei einem Basketballspiel in der Kreisliga von mir zwei unbekannten Mannschaften ein, weil ich irgendwann zu einer Mannschaft halte. Das ist das Wesen meiner Sportbegeisterung. Alles andere interessiert mich nicht. Wenn dieses andere aber immer mehr Raum einnimmt, wird mein eigentlicher Bezug zum Sport erstickt.

Mich nervt die Inszenierung des Fußballs der Gegenwart, und ich sehe den Widerspruch, dass ich sie beim MSV in einer der Vereinsgröße entsprechenden Ausführung ebenso mitmache. Der MSV selbst lässt mich diesen Widerspruch aushalten. Denn der Fußball des MSV ist immer noch ein Fußball, der nah an der Lebenswelt seiner Zuschauer ist. Der Trainingsauftakt fand statt auf einem Gelände, bei dem ich noch immer die Sportanlage meiner Kindheit erkenne. Die Spieler des MSV sind keine fernen Stars. Ilia Gruev und Ivo Grlic wissen nicht nur, sondern fühlen es, was der Fußball des MSV in der Alltagswelt Duisburgs bedeutet. Die Menschen rund um den MSV sind eingebunden in die Alltagswelt dieser Stadt.

Insofern erhält das Inszenierte des Trainingsauftakts eine andere Qualität. Was in der Unterhaltungswelt des Glitzer- und Glamourfußballs den Sport überhöht, hat beim MSV noch einen ordnenden Charakter für den Tag. Die Überhöhung liegt allerdings immer nahe, wenn ich an die Finalspiele im Niederrheinpokal denke und an die Inszenierung der Pokalübergabe. Als Zuschauer bin ich also ein wandelnder Widerspruch, denn die Glitzer- und Glamourwelt des Unterhaltungsbetriebs ist zugleich die Sehnsuchtswelt des Aufstiegs, um den ich sportlich betrachtet immer mitspielen will. Was uns zurückführt zur neuen Saison. Nicht dass ich an Aufstieg denke, aber wenn Ilia Gruev vom erhofften attraktiveren Spiel der Mannschaft spricht, wenn ich die Neuverpflichtungen sowie die schnelle, ruhige Umsetzung der Transfers sehe, kann ich den Beginn der Saison kaum abwarten. Eine Vorfreude, die mir bei dieser WM vollkommen fremd war.

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Zeitdurcheinander klärt sich durch animierte schöne WM-Tore

Mir ging es gestern so, als wachte ich an einem Morgen Ende September auf, schaute aus dem Fenster und starrte auf eine Welt, die unter einer geschlossenen Schneedecke liegt. Trainingsauftakt des MSV Duisburg. Jetzt? Vor dem ersten Spiel der deutschen Mannschaft bei einer Fußballweltmeisterschaft? Ich wusste natürlich von dem Datum, aber die Wirklichkeit fühlt sich dann immer noch einmal anders an. Die Saisonabläufe in der Dritten Liga bringen mich durcheinander. Es wird Zeit für den Aufstieg. Fortuna Düsseldorf etwa beginnt heute erst mit dem Training.
Während ich also versuchte, mich über den Schnee vor meinem Fenster zu freuen, erinnerte mich Fritten, Fußball und Bier mit einem Hinweis auf die Animationen des Engländers Richard Swarbrick an die gerade sonst üblichen Spätsommeraktivitäten. Durch seine Bearbeitung der TV-Ausschnittvorlage von acht der schönsten Tore bei Fußballweltmeisterschaften entsteht eine Art Tanztheater. Die Bewegung der Spieler tritt in den Vordergrund und rückt den Blick auf die vollendete Harmonie bei diesen Toren.
Wenn ihr nicht selbst drauf kommt, um welche Tore es sich handelt, findet ihr die Auflösung in den Kommentaren bei Youtube.
Ihr könnt natürlich gerne auch hier in den Räumen schon die Lösung verraten, wenn ihr sie wisst.
Richard Swarbrick stellt auf seiner Seite im Netz weitere Animationen online, mit denen er sich auch anderen Sujets der Bewegung gewidmet hat: www.richardswarbrick.com. NBA-Finals des Basketball sind darunter. Nach meinem Geschmack eignet sich der Basketball aber weniger als der Fußball für diese Art künstlerischer Umsetzung.
Und zu guter Letzt: Das Tor von Arjen Robben hat Richard Swarbrick ebenfalls sehr beeindruckt.

 

Der Trainingsauftakt, 13.6.2013, im Bewegtbild – Eine Sammlung

Es regnete in Strömen zum Trainingsauftakt des MSV Duisburg. Die Zahl der anwesenden Fans schwankte je nach Medium zwischen 1500 und 2000. Sie waren trotz des Regens einmal mehr gekommen, um Streifen zu zeigen. Die Mannschaft und ihr Training an der Westender Straße im Blick hat bei Duisburg365.de Frank-M. Fischer.

Die Reportage von Reviersport TV

Dank neonwahn gibt es weitere Impressionen vom Auflaufen und ersten Trainingsrunden.


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