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Kein Blick zurück

Der MSV Duisburg hat in Aalen mit 2:1 verloren. Es gibt zum Ende der Saison für mich nichts weiter darüber zu sagen. Alles, was dieses Spiel beschreibt, hat hier immer wieder gestanden. Es gibt nichts weiter darüber zu sagen. In dieser Saison reden wir seit Monaten über dasselbe Geschehen. Als Fakt können wir nur festhalten: Mal ist die Mannschaft mit ihrer Spielweise erfolgreich, mal nicht. Die einen verstehen nicht, wieso der Druck auf den Gegner nicht das ganze Spiel über gezeigt wird und damit vermeintlich unnötige Niederlagen und Unentschieden verhindert werden. Die anderen sagen, es mangelt den Spielern für diese dauerhafte Leistung an der individuellen Qualität. Im Moment ist mir das vollkommen egal. In den nächsten drei Spielen geht es nur um den Aufstieg.

Ohne den Aufstieg können wir uns mit denen aus Essen, Wattenscheid und Oberhausen zum Stammtisch Fidele Potttraditionalisten treffen. Die Aachener begrüßen wir dann gerne als regelmäßige Gäste. Mich interessiert keine Problembetrachtung mehr. Mich interessiert nur noch eins. Jeder, dem der MSV am Herzen liegt, muss sofort ohne Schuldzuweisung seine Enttäuschung zurückstellen und nach vorne sehen. Lotte kommt, und gegen Lotte muss gewonnen werden. Das ist das, was zählt. Sofort muss es heißen, Energie sammeln, nach vorne sehen, für uns speziell, Lotte aus dem Stadion schreien und für die unten auf dem Rasen, Lotte aus dem Stadion schießen.

Erstaunliche Janjic-Wahrnehmung

Momentan fehlt mir manchmal der Zugang zum Netz. Was mein Schreiben hier aus dem Rhythmus bringt, angesichts der Leistung des MSV am letzten Samstag mir aber zurecht kommt. Gestern Abend bin ich gefragt worden, ob ich im Stadion war. Mir fiel gar nicht sofort ein, dass vom 2:2 gegen Aalen die Rede war. Das Spiel hatte ich schon komplett verdrängt. Ich wollte auch nicht erinnert werden. Zu sehr hatte mich die Spielweise der Mannschaft geärgert.

Nun war es aber geschehen, das Spiel war wieder da, und heute Morgen ging mir dazu noch eines durch den Kopf. Über das Spiel selbst brauchen wir nicht mehr zu reden. Ich möchte aber auf eine kurz aufgeblitzte Einschätzung zu dem Spiel hinweisen, die vielleicht Rückschlüsse zulässt auf die Mannschaftsleistung. Ich weiß nicht, ob darüber schon geschrieben, gesprochen wurde. Gesehen, gehört habe ich nichts.

Mich hat nämlich erstaunt, wie Zlatko Janjic das Spiel wahrgenommen hat, und ich frage mich, ob solche Wahrnehmung nicht Teil des Problems ist. Im Reviersport wird er folgendermaßen zitiert: „Bis zum Ausgleich hatten wir alles im Griff. Danach haben wir komplett die Orientierung verloren, das darf uns einfach nicht passieren. Daran sieht man, dass wir mental noch nicht aus dem Loch raus sind.“

Mir ging das anders. Ich habe keinen MSV gesehen, der das Spiel bis zum Ausgleich im Griff hatte. Die Führung des MSV war doch nicht durch eine gelungene Mannschaftsleistung kontinuierlich erspielt. Diese 1:0-Führung war nicht erwartbar gewesen. Die Mannschaft hatte die Aalener doch nicht im Griff. Diese Aalener kombinierten deutlich sicherer und präziser als die Zebras. Sie waren schneller im Kopf und hatten die klarere Spielanlage. Dass diese Aalener nicht führten, lag alleine an ihrem ebenfalls nicht sonderlich erfolgreichem Torabschluss.

Wenn Zlatko Janjic dennoch auf dem Spielfeld das Gefühl hatte, seine Mannschaft hätte den Gegner im Griff gehabt, liegt eine Vermutung nahe. Der Versuch, das eigene Spiel kontrolliert zu gestalten, steht so sehr im Fokus der einzelnen Spieler, dass für den  Eindruck erfolgreich zu sein, schon der Ballbesitz als solcher genügt oder die Anmutung eines planvollen Vorgehens. Das eigene Spiel wird nicht mehr in Beziehung zum Spiel des Gegners gesetzt. So kommt es mir jedenfalls vor, wenn ich Janjics Worte lese.

Vielleicht muss man ihm deshalb auch die Pfiffe des Publikums übersetzen, wenn ich von seinem Unverständnis für die Pfiffe, zitiert bei „Funkes“, lese.  Diese Pfiffe galten doch nicht zwei, drei misslungenen Aktionen. Diese Pfiffe galten einer vermeintlichen Kontrolle des Spiels, die nichts anderes war als ein häufig viel zu langsames Grundtempo, mit dem die Spieler sowohl mental als auch körperlich auf dem Platz standen. Sinnbild für dieses Grundtempo war das 2:1 der Aalener, als es so aussah, als hätte die eine Hälfte der Mannschaft  das Spielen komplett eingestellt, während die andere vorne darauf wartete, ob Mark Flekken nicht doch im eins gegen eins rettete, was zu retten ist.

Sicher, der MSV ist weiter Tabellenführer, und darüber freue ich mich. Ich würde mich noch mehr freuen, wenn die sportlich Verantwortlichen erkennen, dass bei der Selbstwahrnehmung der eigenen Spielweise schon etwas schief läuft, noch ehe überhaupt von Verunsicherung und mentalen Schwierigkeiten zu sprechen ist.

Serie!

Zum ersten Mal gewinnt der MSV Duisburg in dieser Saison zwei Spiele hintereinander, und ich denke, nach den vielen Enttäuschungen der letzten Wochen sei es mir erlaubt zumindest probehalber einmal diese Folge von zwei Siegen eine „Serie“  zu nennen. Schließlich soll die Freude über den 1:0-Auswärtsieg beim VfR Aalen möglichst umfassend ausgekostet werden.

Ich konnte nichts sehen, nur hin und wieder auf dem Weg von Duisburg nach  Köln im Radio etwas hören. Erst Marco Röhling, dann nur die Ergebnisdurchsagen im WDR 2. Ein torloses Unentschieden hielt nicht nur ich für wahrscheinlich nach den ersten Worten zum so schwer bespielbaren Rasen. Aber der Jubel war groß, als ich schließlich in Köln die letzten Minuten des Spiels am Laptop verbrachte. Die Meinungen über das Spiel gehen ja nicht allzu weit auseinander. Zu sehen waren zwei Mannschaften, die mit langen Bällen auf diesem durch den Schnee seifigen Spielfeld ihre Chance suchten. Ein VfR Aalen, der in der ersten Halbzeit etwas stärker in der Offensive war. Ein MSV Duisburg, der über das gesamte Spiel gesehen sicher in der Defensive stand und dennoch auch immer wieder vor das Tor der Aalener gelangte. Die Mannschaft mit dem größeren Glück gewann. So hatte es Kosta Runjaic auch in der Pressekonferenz kommentiert. In der Schwäbischen Zeitung wird dieser Kommentar als Eingeständnis angesehen, dass der Sieg des MSV schmeichelhaft gewesen sei. Das ist natürlich Unsinn und einer Aalener Vereinsbrille des Journalisten zuzuschreiben. Glücklich ist etwas anderes als schmeichelhaft. Auch ein Aalener Sieg wäre glücklich gewesen, weil ein Fußballspiel dieser Art immer mehr als gewöhnlich mit Glück und Zufall zu tun hat. Obgleich das  Siegtor keineswegs zufälllig zustande kam. Dieses Tor war hervorragend herausgespielt. Ranisav Jovanović, mit dem Rücken zum Tor, nahm den weiten Ball wunderbar an und behauptete ihn in jener Zeit, die Kevin Wolze brauchte, um steil zu laufen. Im richtigen Moment steckt Jovanović den Ball durch, in einer einzigen Bewegung nimmt Wolze den Ball mit und kann halblinks im Strafraum alleine vor dem Tor abschließen. Kevin Wolze schoss zudem nicht aus dem einfachsten Winkel aufs Tor. Es gibt leichtere Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. Wer es sich noch einmal ansehen möchte, hat  im  kurzen Spielbericht bei Sky dazu Gelegenheit.

Dieser Sieg erweist sich nach den Ergebnissen vom Samstag und Sonntag als noch wertvoller. Alle Mannschaften dort unten in der Tabelle, mit Ausnahme von Sandhausen und Dresden, haben an diesem Spieltag gepunktet. Der VfL Bochum und der FC Erzgebirge Aue gewannen sogar. Nur durch den Sieg des MSV Duisburg lässt sich die Tabelle auch heute weiter entspannt betrachten.

Bleiben noch Bilder von der Pressekonferenz und die Stimmen zum Spiel von Kevin Wolze und Julian Koch:

Und als Schmankerl noch die Szene, in der am Spielfeldrand ein Aalener-Wer-auch-immer dem Schiedsrichter souflieren möchte. Nach einem Sieg erinnert mich diese Gestalt an Kino-Komödien und an jene Figuren, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, auf Pressefotos der Welt mit zu posieren. Namen fallen mir jetzt gerade nicht ein:

Medienhype um Theo Bücker und der Verletzte der Woche

Bevor ich mir gleich noch kurz die gelungene Vorbereitung des MSV Duisburg auf das Auswärtsspiel gegen den VfR Aalen vornehme, will ich noch auf einen Medienhype aufmerksam machen, der seit Sommer dieses Jahres um einen ehemaligen Spieler des MSV Duisburg entstanden ist. Ich denke, dreimalige Präzenz in überregionalen Medien darf man Hype nennen, wenn es um einen Mann wie Theo Bücker geht. Als Trainer hat er sich schon früh im Nahen Osten seine Arbeitgeber gesucht. Im Moment ist er Nationaltrainer im Libanon.

Im August war ein Interview mit Theo Bücker bei 11Freunde zu lesen. Damals ging es vornehmlich um sportliche Belange. Wer nachzieht und für ein breiteres Publikum aus der Welt berichtet, öffnet die Bücker-Berichterstattung hin ins Politische. In Die  Zeit ist zu lesen, wie der Fußball im Libanon auf der Vereinsebene seine Organisationsstruktur aus den Religionen herleitet. In der Nationalmannschaft des Libanons aber werden solche religiösen Differenzen überwunden, und mit ihr entsteht ein Gefühl der nationalen Einheit.

Sehr kritisch muss ich allerdings anmerken, dass in dem Artikel der ZEIT die Vergangenheit Theo Bückers in deutlich zu schlechtem Licht geschildert wird: „Theo Bücker, 64 Jahre alt, gebürtiger Sauerländer, spielte früher im Mittelfeld bei Borussia Dortmund und Schalke 04.“ Diese Disqualifizierung seiner Fußballerkarriere  hat Theo Bücker nicht verdient.  Die Journalistin verdreht die Wahrheit seiner Vergangenheit, wenn sie neben seinen wirklich tragischen Irrwegen in Dortmund und Gelsenkirchen gerade seine glücklichen Jahre zwischen 1974 und 1978 unterschlägt. Das waren die Jahre beim MSV Duisburg, für den er die meisten Spiele seiner aktiven Zeit bestritt. 153 wurden es, 31 Tore erzielte er in dieser Zeit, und er wechselte erst nach der Saison zum FC Schalke 04, in der sich der MSV Duisburg durch das Erreichen des 6. Tabellenplatzes für den UEFA-Pokal qualifiziert hatte. Das alles lässt die Journalistin unter den Tisch fallen. Wahrscheinlich bewusst, damit die Gegenwart im Libanon um so heller erstrahlt gegenüber der vermeintlich so tragischen Vergangenheit als Spieler.

Im Bewegtbild gibt es einen Bericht mit ähnlicher Ausrichtung vom ZDF. Dort  wird ebenfalls der besondere gesellschaftliche und politische Hintergrund für den Fußball im Libanon in den Blick genommen.

So weit also der Medienhype um Theo Bücker. Bleibt noch ein Blick auf das Spiel gegen den VfR Aalen. Wahrscheinlich ist es für die Mannschaft einfacher beim Auswärtsspiel dort zu gewinnen als nächste Woche im Heimspiel gegen Regensburg. Schließlich verlief die Vorbereitung während der Woche in gewohnten Bahnen. Die schöne Gewohnheit, sich den Anhängern als Verletzten zu präsentieren, hat dieses Mal Maurice Exslager übernommen. Einer muss es eben inzwischen jeweils machen. Alles Psychologie! Mit jedem Mittel versuchen die Veantwortlichen und die Spieler, Stabilität ins mannschaftliche Gefüge zu bekommen. Und da ist es bei der Spielvorbereitung unter der Woche von Vorteil, wenn zumindest bis zur Winterpause die Zeit zwischen den Spieltagen so vergeht, wie es die Spieler und wir alle seit Anfang der Saison gewöhnt sind. Wollen wir hoffen, dass es am frühen Abend etwas nützt.

Ojeh…!

Lohnt es sich zu diesem Auftaktspiel der Saison 2012/2013 gegen den VfR Aalen irgendetwas zu sagen? Sind nicht die bislang geschriebenen Worte schon mehr Leistung als sie die Mannschaft gestern gezeigt hat, und sollte nicht der Text immer auch im angemessenen Verhältnis zu seinem Gegenstand stehen?  Entsetzliche Leistung, und Schluss!

Andererseits könnte ich aber den den Gegenstand meines Textes, nämlich das Spiel, einfach nehmen, um meine Leistung ohne große Anstrengung im Vergleich als grandios überlegen zu zeigen. Wann ist das schon mal möglich? Jedes auf die Tastatur gehauene Wort strahlt gegenüber den unzähligen Fehlpässen, die gestern zu sehen waren. Jeder auch nur halbwegs verständliche Satz gefällt als Meisterstück gegenüber den zwei gelungenen Angriffen über mehrere Stationen, von denen der zweite in der 70. Minute durch Antonio da Silva eingeleitet wurde. Jeder Fehler wird mir als neckische Eigenart ausgelegt, weil das Gesamtbild problemlos passabel ist – im Gegensatz zu dem Gesamteindruck, der sich gestern ergab. Was für ein Desaster!

Ich kann mich an kein erstes Spiel einer Saison erinnnern, dem ich, unabhängig vom Ergebnis, nicht irgendetwas Positives als hoffnungsvollen Vorgriff auf die nächsten Wochen habe abgewinnen können. Am Spiel gestern scheiter ich. Da müsst ihr jetzt alleine rauskommen, ihr Trainer Oli und Uwe, und ihr Spieler alle. Von mir kommt da nichts. Ich habe nichts gesehen, was mir für die nächsten Spiele  Hoffnung gibt. Nichts!!! Ich kann das gar nicht glauben.

Haben die Ausfälle von drei Spielern tatsächlich solch dramatische Konsequenzen? Dass es ohne Jürgen Gjasula nach vorne schwierig werden würde gegen jede Mannschaft, die eng steht und mit großem Laufeinsatz gut verteidigt war vermutbar. Die Einfallslosigkeit eines Spiels ohne ihn hatte ich aber schon vergessen. Wenn dann noch Komplettversagen der einzelnen Spieler beim Spiel eins gegen eins hinzukommt, braucht man nicht mal mehr auf Glück zu hoffen.

Das war das Spiel nach vorne. Die Verteidigung steht dem Komplettversagen nicht nach. Mit dem Finger auf André Hoffmann zu zeigen ist dabei eine der unsinnigsten Übungen. Einer ist am Ende der Dumme, wenn eine Kette von Fehlern zuvor passiert. Die Details erspare ich mir, sonst muss ich mich wieder so maßlos ärgern, weil im Ansatz zu sehen war, wie die Bemühungen unserer Defensive zur Gefahr für das eigene Tor werden würde.

Ich wäre gerne mal dabei, wie so eine Leistung differenziert bewertet wird. Bewertung und Schlüsse verspricht Oliver Reck ja. Meiner Meinung nach gibt es da nichts zu differenzieren. Meiner Meinung nach war das ein Totalschaden, und die interessante Frage ist die nach einer übergeordneten Ursache. Ich hatte mich selbst gescholten, als ich die Spieler nach dem Ausgleich zum Anstoß trotten sah und dachte, wie gehen die denn? Ich dachte, ich würde den Teufel an die Wand malen. Aber die Spieler gingen tatsächlich so hilflos und getroffen nach vorne, wie sie dann letztlich weiterspielten. Sie sahen so aus, als hätten sie befürchtet, was da geschehen ist und wüssten schon insgeheim, dass sie von nun an nichts mehr ausrichten könnten. Das verstehe ich nicht, und warum das so gewesen ist, darauf hätte ich gerne ein Antwort.

Die Ursache für leichtes Farbgeriesel auf die Köpfe seht ihr hier. Wenn eine Mannschaft so schlecht spielt wie der MSV Duisburg gestern, werden andere Dinge wesentlich.

Und wen es nach der Pressekonferenz dürstet, bitte schön!

Saisonvorbereitung – Die Blogs über die Neuen

Zur Abrundung meiner diesjährigen sehr kurzen Saisonvorbereitung folgt heute der schnelle Blick auf die Blogwelt. Viel Zeit nehme ich mir dafür nicht. Dazu ist der Ligaauftakt zu nah. Drei Punkte, Tore und Stadionatmosphäre sind dann doch die handfesteren Themen fürs Schreiben als begleitende Bestandsaufnahmen, die eigentlich mal als Texte fürs Sommerloch gedacht waren. Da aber mit dem VfR Aalen am Sonntag der erste Gegner dieser Saison einer der Aufsteiger ist, geht nahtlos die Saison- in die Spielvorbereitung über. Und die ist dann schnell erledigt: Bislang habe ich keinen Blog zum VfR Aalen gefunden. Dagegen haben die sportlich Verantwortlichen beim MSV die Testspiele des VfR Aalen beobachtet und mehr als Nichts erkennen können. So heißt es. Denn ernst genommen wird der Gegner immer. Bei den Prognosen sollten wir aber alle wirklich angesichts der letzten Wochen vorsichtig sein und nicht gleich den deutlichen Sieg als fraglos gegeben ansehen.

Wenn auch der SSV Jahn Regensburg der Verein von den drei Aufsteigern mit dem klangvollsten Namen ist, so folgt daraus nicht unbedingt ein Interesse von Bloggern. Auch da blieb mein kreisendes Suchen im Netz ergebnislos. Im Gegensatz zum SSV Sandhausen, über den im Blog Hardtwald Helden regelmäßig geschrieben wird. Hinweise auf Blogs, die die Lücken füllen, sind erbeten und werden schnell in die Linkliste aufgenommen.

Bei den Absteigern aus der Bundesliga begegnen wir alten Bekannten. Noch immer in Paderborn sitzend fehlt mir gerade der Zugang zu ein paar Links, die ich in den nächsten Tagen einfach in die Linkliste übernehme. Sowohl um die Hertha als auch um den 1. FC Köln gibt eine rege Blogszene, in Berlin etwas größer als in Köln. Von der Linkliste aus, klickt ihr euch ab morgen weiter. Heute fülle ich die nicht mehr auf. Etwas weniger Auswahl gibt es in Kaiserslautern, auch dabei gilt der Verweis auf die Linkliste.

In Paderborn habe ich übrigens in der Beilage der Neuen Westfälischen zum Saisonstart von fast allen Trainern der Zweitligamannschaften lesen müssen, dass sie so gar nicht mit mir in der Aufstiegsfrage übereinstimmen. Ich glaube ja, sowohl Hertha als auch der FC aus Köln werden im Laufe der Saison zwischen Platz vier und sechs ihren bevorzugten Tabellenplatz finden. Der FC aus Kaiserslautern wird dagegen oben mitspielen. Die Trainer zählen wieder alle Bundesligaabsteiger zu den großen Aufstiegsfavoriten. Wir werden sehen. Sonntag geht es los. Das wurde auch Zeit. Europameisterschaftsspiele sind doch nur ein dürftiger Ersatz für das, was wirklich bewegt.

Saisonvorbereitung – Sieg-Trikot raussuchen, Kerze aufstellen und das Fluchen beenden

Jetzt ist aber allmählich gut. Da sitze ich in der angeheirateten Heimat Paderborn beim Libori-Fest, höre abends die anscheinend aus Köln heimlich mitgereiste Genesis-Cover-Band Stil Collins hier sowie die Fury-in-the-Slaugtherhouse-Brüder dort, bin gut gelaunt bei wunderbarem Wetter und lese gerade für meine weitere Saisonvorbereitung die Nachricht vom mehrwöchigen Ausfall Julian Kochs. Eigentlich wollte ich ein paar der Blogs zusammenstellen, die über die in dieser Saison in die 2. Liga hinzugekommenen Vereine schreiben. Jetzt heißt es erst mal mentale Soforthilfe durch andauerndes Schimpfen und Fluchen.

Im Moment stehe ich vor denselben Problemen wie Oliver Reck. Wo ihm die Spieler ausgehen, fehlen mir allmählich die Ideen, wie sich aus diesen Unglücks-Nachrichten vor dem Spiel am Sonntag gegen den VfR Aalen noch ein positiver Kern herausschälen ließe. Da muss ich erstmal einen Tag lang drüber nachdenken. Die Mannschaft wird am Sonntag auf jeden Fall sämtliche Unterstützung durch glücksversprechende Rituale und das Anziehen ausgewählter Sieger-Trikots brauchen. Ich stelle hier im Dom auch mal eine Kerze auf. Schaden wird’s nicht, und wahrscheinlich singt gerade sowieso schon wieder ein Chor. Eigentlich ist das Libori-Fest sowieso eine Art Cross-Over-Festival nebst Kirmes und katholischem Beiprogramm. Wer´s genauer wissen will, siehe auch Heiliger Liborius.

Übrigens langweilen sich die Sicherheitskräfte vor Ort ein wenig, wenn der MSV Duisburg gerade mal nicht in Paderborn spielt. Da trifft es sich gut, dass die britische Armee noch immer Soldaten hier stationiert. Es scheint so, als ob sie uns Auswärtsfans gut vertreten. Bis Dezember gibt es also genug Gelegenheit für Polizei und ihre privaten Helfer, in der Gegend rumzustehen und unfreundlich gucken zu üben.  Die Blogs gibt es wahrscheinlich  morgen, dann ordne ich auch die Linkliste um. Einfach weitermachen, egal, was passiert. Anders geht es ohnehin nicht. Das hilft. Im Moment kann ich trotz allem schon wieder auf einen siegreichen Saisonauftakt hoffen.


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