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Trainingsauftakt 2018

Trainingsauftakt für den MSV nach der Pause im Winter, von dem es früher in der Werbung hieß, das sei die Erkältungszeit. Mal sehen, ob heute an der Westender Straße jemand fehlt. Früher hätte ich diese Frage nicht gestellt. Denn früher waren Fussballer noch ganz harte Jungs. Die spielten mit Halswirbelbruch ebenso wie mit gebrochenener Wade. Eine Erkältung war damals gar nichts, und notfalls gab es ein überraschendes Hilfsmittel, das die Leistungskraft zurückgab, äußerlich angewendet wurde und den Ruf des Fußballs ein dopingfreier Sport zu sein nicht gefährdete.

 

 

Wer den Jahresrückblick des MSV noch nicht gesehen hat, der schaue gerne weiter. Nach meinem Geschmack gibt es etwas zu viel Historie für einen Jahresrückblick. Denn die zwei Fliegen „Jubiläum“ und „2017“ mit einer Klappe zu schlagen und auch noch beide zu treffen, passt für mich nicht zusammen. Das sind aber nur ein paar gestalterische Gedanken, die mit jedem neuen Fußballbild immer mehr verfliegen. Am Ende denkt nur noch der MSV-Anhänger in mir und sagt, schön.

 

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Fundstücke – Jorge Valdano und Wolfgang Grupp in der SZ vom Wochenende

In der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende gibt es es ein Interview von einer Seite, das Javier Cáceres mit Jorge Valdano geführt hat. Man weiß, der heute 60-jährige Ex-Profi von Real Madrid macht sich viele kluge Gedanken über den Fußball. Einen dieser Gedanken aus dem Interview möchte ich hervorheben, weil er über den Fußball hinausweist.

Javier Cáceres und Jorge Valdano kamen auf die wirtschaftliche Macht des englischen Fußballs zu sprechen und über die Folgen, die das Geld haben wird, das die Fußballunternehmen dort in diesem Jahr zur Verfügung haben.

Welchen Effekt wird das haben?
Sie werden mit dem Besen zusammenkehren, was essenziell ist im Fußball: Talent. Die Frage ist dann aber, was sie mit so viel Talent anstellen. Wenn man keinen Geschmack hat, ist es fast viel schlimmer viel Geld zu haben; dann siehst du verkleidet aus, wenn du Armani trägst. […]
Was setzt man gegen die Macht des Geldes?
Kultur.

Jorge Valdano sagt nur dieses eine Wort dazu. Offensichtlich meint er nicht nur die Spielkultur einer Mannschaft, sondern etwas Gewachsenes, etwas was sich nicht allein auf den Sport beschränkt. Es geht um etwas, was sich nicht kaufen lässt.  Weil er selbst als Sportchef für Real Madrid gearbeitet hat, braucht er auch nicht darüber reden, dass Kultur ohne finanzielle Grundlage unmöglich ist.

In derselbsen Ausgabe gibt es im Wirtschaftsteil ein Interview mit dem Unternehmer Wolfgang Grupp, der Inhaber des Textilunternehmens Trigema. Thema des Interviews ist die neue Werbestrategie des Unternehmens. Anscheinend wurde nur für die Werbung ein sehr großes Luftschiff gebaut, das seinen Jungfernflug am Tag des Pokalfinales hatte und dabei in Berlin über dem Stadion flog. Der Kapitän des Luftschiffes berichtete danach, der DFB habe sofort einen Hubschrauber aufsteigen lassen, um zu prüfen, ob alle Genehmigungen auch ordnungsgemäß waren.

Wolfgang Grupp ist als Mann deutlicher Worte bekannt und kommentiert die Nachfrage:

Als der DFB kam, hat Kapitän dann abgedreht?
Natürlich nicht; es war ja alles ordentlich vorbereitet und genehmigt, aber sicher hat sich der DFB geärgert, dass wir indirekt eine kostenlose Werbung hatten. Es ist ja interessant, dass der Fußball-Bund sich um solche Dinge sofort kümmert und dafür auch noch sinnlose Kosten ausgibt, etwa einen Hubschrauber aufsteigen lässt, obwohl er ja selber mit einigen Skandalen nicht gerade positiv aufgefallen ist. Aber Geld scheint ja bei diesen Herr nicht unbedingt eine Rolle zu spielen.

 

Wenn Drittliga-Unterhaltungsstars im Geiste die Bälle spielen

Egal wer vom MSV Duisburg gerade etwas herumschaut, der blickt sofort auf etwas in Augenhöhe und das sind die Fußballer der Stuttgarter Kickers.  Sofort denke ich, wie kann das denn sein? Können die nicht mal aus dem Weg gehen, damit unsere Fernsicht in Duisburg nicht behindert wird. Was sind denn das für Leute? Aber wahrscheinlich ist es mit diesen Fußballern von den Stuttgarter Kickers wie immer im Leben. Wenn einer erstmal da ist, wo er gerade ist, bleibt er auch gerne, wen es ihm gefällt. Dann muss die Mannschaft vom MSV Duisburg die Stuttgarter Kickers eben erst höflich und schließlich mit Nachdruck daran erinnern, einmal beiseite zu treten.

Sollten die Fußballer vom MSV Duisburg aber nachdrücklich werden müssen, ist es immer gut, den Gegner genau zu kennen. Das wissen übrigens auch die Selbstoptimiererbibeln des erfolgreichen Wirtschaftens. Die haben in solchen Fällen immer blumige Merksätze aus fernöstlichen und nahwestlichen Strategieklassikern parat. Ob die jemals so geschrieben wurden, weiß oft kein Mensch. Erkenne den Schatten auch nach dem Untergang der Sonne. Das klingt doch gut, weise und passt zu mir.

Schließlich ist es einfach zu verwirklichen. Wir haben doch elektrisches Licht und youtube. Das ist mein Metier. Die rein sportliche Faktenbeobachtung weiß ich beim MSV Duisburg in guten Händen. Ich kümmer mich ums Atmosphärische und werde dabei durch den Imagefilm der Stuttgarter Kickers inspiriert. Vor knapp einem Jahr ist der Film online gegangen. Hier sehen wir ein kurzes Making of, das die Frage aufwirft, ob nicht auch die mentale Beschäftigung mit der Ballverarbeitung regelmäßig ins Training aufgenommen werden sollte. Ihr kennt die Bilder von Rodlern und Bobfahrern, die vor dem Start den Bahnverlauf im Geiste durchgehen und dabei auch die Körperbewegungen leicht mitmachen. Entsprechend haben es die Stuttgarter Spieler für die Filmaufnahmen machen müssen. Der Imagefilm selbst zeigt übrigens nicht sonderlich mehr als das Making of.

Trainingsmethodik ist das eine, daneben verblüffte mich die Inszenierung dieser Fußballer innerhalb der Stuttgarter Ausgehszene. Selbst Drittligafußballer werden also inzwischen mit der Aura von Unterhaltungsstars versehen, ohne dass das jemand als lächerlich empfindet. Wie groß ist der Fußball in dieser Gesellschaft geworden. Diese Fußballer sind die charming boys, die im Vorübergehen junge Frauen mit einem Sternstaubherz zum Lächeln bringen. Die jungen Männer sind eher die beobachtende und in Teilen jubelnde Masse. Wir stellen fest, es gibt keine gängigen Bilder, um junge Männer als im Herzen berührte Fans von Unterhaltungsstars zu zeigen. Interessant. Das sind so federleichte Gedanken, die mir beim Betrachten des Clips kamen. Viel zu leicht für wirkliche Substanz. Ich müsste  länger darüber nachdenken, ob mehr dahinter steckt. Sie müssten mit weiteren Sätzen an irgendetwas anderes gebunden werden. Dazu fehlt mir gerade die Zeit.

Außerdem geht es doch eigentlich nur darum, die Stuttgarter Kickers aus dieser Augenhöhe wegzubekommen. Ich wollte meinen Teil dazu beitragen. Und vielleicht ist mir das ja doch gelungen. Vielleicht sind diese Stuttgarter Fußballer ja doch nackter als sie denken –  nicht nur als Unterhaltungstars der deutschen Provinz, sondern auch als sportlicher Gegner des MSV Duisburg.

 

Der Sting spricht: Freche Angebote

Jetzt habe ich die Schnauze voll. Das war vorhin die dritte Anfrage in kurzer Zeit. Leute, merkt ihr noch was? But I also must say it in english! Ein paar von denen verstehen kein deutsch. Dear Mr. Jaratz, so schreiben sie dem Kees. Sehr geehrter Herr Jaratz! Wir sind ein internationaler Vermarkter. Ihr, marketing agencies, I mean you und eure Kunden – die Unternehmen mit was weiß ich für Angeboten, die so gut zum Zebrastreifenblog passen. Denken ist nicht so euer Fall, oder? Mehr so das Süßholzraspeln und Heimlichtun. Und Billigheimern natürlich, ist ja nur  ein schnöder Blogger, für dessen Ruf ihr mal 60 Euro rüberschieben wollt, manchmal auch was mehr als das Doppelte. Aber auf keinen Fall will euer Kunde, dass der Post in irgendeiner Weise gekauft wirkt. Professioneller Auftritt. Wir suchen Kooperationspartner. Pah!

Versteht ihr Typen, was ihr da macht? Ihr sägt den Ast ab, den ihr  braucht. Oder seid ihr eher von der alten Wegwerfschule? Nutzen und ab in den Eimer. Wachsen ja genügend Blogger nach auf der prächtig sprießenden Onlinewiese. Nehmen wir beim nächsten Mal halt den nächsten. Ihr wisst wahrscheinlich genau, was ihr tut! So hohl ist eure Birne gar nicht. Aber Kees und ich sind es selbst, die für jedes Wort hier einstehen. Da gibt es keinen Verlag, den ein Presserat mal anpissen kann, wenn ein bisschen Schleichwerbung mitgenommen wird und der das dann locker wegsteckt. Versendet sich ohnehin, nach dem Motto. Wir haben nichts anderes als unseren Stil, die Haltung und unsere Glaubwürdigkeit. Unsere Leser vertrauen uns. Und der Missbrauch dieses Vertrauens ist euch nur bis zu 140 Euro wert? Ihr spinnt doch.

Am meisten kotzt mich an, irgendwo da draußen sitzt gerade irgendjemand, der dieses Geld braucht. Und dem macht ihr dasselbe Angebot. Ganz dringend braucht er es, weil er seine Miete bezahlen will und was essen muss. Ihr macht kein Marketing, ihr nutzt Menschen aus. Und ich weiß nicht mal, ob Kees und ich nicht in einem Jahr auch dringend Geld brauchen. Vielleicht werden wir dann  ja sagen und uns mal eine Weile nicht mehr ins Gesicht gucken können. Weil euch grundlegende Regeln in der Demokratie  scheißegal sind. Vierte Gewalt, was für ein Quatsch. Mit Schreiben lässt sich doch eh nur selten Geld im Netz verdienen. Also, ab dafür. Zerstört Glaubwürdigkeit, wo ihr nur könnt. Ihr seid in guter Gesellschaft.  Wenn schon Zeitungsverlage beim Geschäftsmodell dabei sind, wie lächerlich wirkt dann die Integrität einzelner Blogger.

Plaudereien nach dem Pflichtsieg

Seht es mir nach, ich muss mich mal mit einer wenig zielgerichteten Plauderei ablenken. Seit dem letzten Samstag schwirrt mir nämlich  immer mal wieder dieses Wort „Spitzenspiel“ im Kopf herum. Mir ist das unheimlich. Das „Spitzenspiel“ hatte ich vollkommen aus meinem Sprachschatz gestrichen. Es gab für mich in den letzten Jahren niemals Spitzenspiele, egal von welchem Tabellenstand aus der MSV Duisburg gerade an Platz vier kratzte. Es gab immer nur Spiele, nach denen vielleicht noch einmal demnächst wieder ein Spiel beginnen könnte, das dann mit großer Vorsicht Spitzenspiel hätte genannt werden können. Aber auch nur falls dieses und auch jenes Spiel gewonnen würden, während zugleich drei andere Vereine verlieren. Da ist es doch kein Wunder, dass ich heute rätsel, ob „Spitzen“ nicht doch mit Doppel-z geschrieben wird.

Aber wenn der MSV Duisburg am Samstag gegen die Stuttgarter Kickers spielt? Also, der Tabellenführer kommt zu einer Mannschaft, und nun wird mir etwas mulmig, wenn ich das schreibe, der Tabellenführer kommt zu einer Mannschaft, die erst einmal in dieser Saison verloren hat. Das fühlte sich bis Samstag nur nicht so an wie ein kontinuierlicher Erfolgsweg. Aber seitdem ist mir unheimlich. Ich kann nichts dagegen machen, dass mir dieses blöde Wort ständig in den Sinn kommt. Deshalb wird der Niederrheinpokal nun wieder in die richtige Dimension gerückt. Championsleague kann jeder, aber Niederrheinpokal mit Sicherheit auch und für eine Saison habe ich auch großen Spaß daran gehabt, mich an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen. Es führt aber kein Weg an der Einsicht vorbei, in dieser Saison reicht mir das nicht. Im Gegensatz zu den Jahren in Liga 2 will ich mich nicht mit irgendeiner Platzierung am Ende Saison begnügen. Es gibt genau zwei Tabellenplätze, mit denen ich am Ende zufrieden bin.  So denke ich kaum an das Weiterkommen im Niederrheinpokal und viel an den kommenden Samstag.

Da bin ich dann froh, dass mich in den letzten Tagen mal wieder Anfragen zu Werbekooperationen von diesen mir unheimlichen Gedanken ablenkten. Grundsätzlich bin ich solchen Anfragen gegenüber nicht abgeneigt. Ich verdiene mit Schreiben mein Geld, warum also nicht auch mit dem Schreiben im eigenen Medium Geld verdienen? Ich verfolge das nicht offensiv, aber wenn mal einer fragt, lasse ich mir gerne konkrete Vorschläge unterbreiten. Adam hatte jedenfalls für seine Firma, die Becher mit Deckel verkauft, eine, wie sich später rausstellte, lustige Idee. Seine Firma nennt ihre Becher mit Deckel  „Shaker Cup“, was zugegebnermaßen kürzer ist und vielleicht unbedingt notwendig, weil nur in einem „Shaker Cup“ allerlei Nahrungsergänzungsmittel mit Wasser so gemischt werden können, dass sie leistungssteigernd wirken. Ich kenne mich da nicht so aus.

Dagegen gefiel es mir gut, wie Adam von den regelmäßigen Lesern hier als meiner „community“ schrieb.  Diese englische Gemeinschaft klingt doch nach Beständigkeit und Zusammenhalt, und dieses besitzanzeigende Fürwort kitzelte meine väterlichen Gefühle. Als Sektenführer hatte ich mich bislang zwar noch nicht gesehen, aber dieses Social-Media-Gedöns ist ausbaufähig. Menschen suchen in diesen unübersichtlichen Zeiten schließlich Orientierung, und wenn es nur die Kaufempfehlung für einen „shaker cup“ ist. Wie immer möchte der Sektenführer an so was aber Geld verdienen.

Doch nach einem ersten Mail-Wechsel zeigte sich, Adam wollte bei mir keine Werbung schalten, schon gar nicht sollte ich sie als Werbung kennzeichnen. Er wollte mich zu einer Art Online-Tupperparty-Verkäufer machen und  das Ganze nur anders nennen. Die schöne  gefühlige Welt der Netz-Unternehmen war endlich auch bei mir angekommen. Bislang musst ich punkto Werbung mir nur die Frage beantworten, wieviel Wert ich einem Werbeplatz im Blog zumesse. Nun aber ging es in erster Linie nicht ums Geld, es ging um mein Wohlgefühl, und fürsorglich wie Adam war, überließ er mir aus genau diesem Grund alle Freiheiten.

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Ich war im ersten Moment natürlich überaus dankbar, dass ich dieses Shaker-Zeug nicht kaufen musste, um darüber zu schreiben. Als ich dann aber in mich ging und meinen Gefühlen intensiv nachspürte, um herauszufinden, wann ich mich besonders wohl fühlte, erspürte ich eine für Adam bittere Wahrheit. Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich für die Arbeit, die ich im Auftrag anderer leiste, auch bezahlt werde. Deshalb machte ich ihm einen Kostenvoranschlag für PR-Arbeit. Seitdem ich ihm das geschrieben habe, hat sich Adam nicht mehr gemeldet. Ich hätte doch eine Provision bekommen für jeden über diese Seite verkauften Becher mit Deckel. Er hat es gut mit mir gemeint, und ich habe ihn wohl enttäuscht. Ich hoffe nur, ihr als meine community bleibt mir erhalten, weil ich zugleich auch euch enttäusche. Wegen meiner egoistischen Forderung nach Bezahlung für geleistete Arbeit müsst ihr nun auf einen Discount von 20 Prozent beim Kauf dieses Shaker-Zeugs verzichten.

Kann ich das mit einem artistisch erzielten Basketballkorb im Viertelfinale der Basketball-WM zwischen Frankreich und Spanien wieder gut machen? Spanien hat das Spiel übrigens dennoch verloren. Es fielen wenige Körbe in diesem europäischen Spitzenspiel. Beide Mannschaften spielten defensiv sehr gut. Irgendwie führt alles, was ich schreibe doch wieder zurück zum nächsten Samstag. Spitzenspiel keine Frage, auch wenn es mir unheimlich ist.

 

1. FC Köln reagiert auf erste MSV-Guerilla-Aktion

14 Tage etwa konnte Ivo Grlic dank der Unterstützung von Rheinpower in Köln Präsenz für den MSV Duisburg zeigen. Nun reagiert der 1. FC Köln mit der Unterstützung von REWE Bittburger, wie hier gestern am Bahnhof Köln-Mülheim. Natürlich kommt der FC  auf heimischen Terrain sofort mit halber Mannschaftsstärke daher. Da wird nicht gekleckert sondern geklotzt, in der Hoffnung solche Guerilla-Aktionen wie die mit Ivo Grlic in Zukunft ganz verhindern zu können. Begleitet wird das Überkleben der Grlic-Plakate durch eine PR-Offensive, mit der ganz offensichtlich Zweifel am Erfolg des Werbeplakats aus Duisburg gestreut werden sollen. Doch obacht, wie sagt der Werbefachmann in solchen Fällen, um ein abschließendes Urteil darüber zu fällen, was Ivos Abbild in Köln erreicht hat, ist es noch zu früh.

Den Werbefachmann fragen

Ob da eine Werbeagentur Guerilla-Marketing ganz neu interpretiert hat? Wahrscheinlich ist letzte Woche irgendwann mitten in der Nacht ein Guerilla-Plakatkleber mit der zersetzenden Propaganda auf das Gebiet des Gegners gedrungen. Offenbar konnte er seine Aufgabe ohne weitere Anfeindungen erledigen. Seitdem wird den Kölner Autofahrern an dieser Kreuzung einer Durchgangsstraße im Rechtsrheinischen der weiter nördlich beheimatete Energieversorger bekannt gemacht. Was nicht weiter erwähnenswert wäre, wenn dieser Versuch nicht mit dem Abbild des Duisburger Sympathieträgers Ivo Grlic gemacht würde. Nun wissen auch Kölner, Ivo Grlic ist eine „MSV-Legende“ und sie werden vielleicht vermuten, Rheinpower lässt sich beim MSV nicht lumpen. Ob er sich deshalb an Rheinpower erinnert und gar den Energieversorger wechseln wird? Eine Woche später hängt dieses Plakat immer noch unbeschädigt an der Kreuzung. Was mich über diese Welt weiter rätseln lässt. Nicht nur, dass sich kein FC-Fan an der Botschaft stört, ich frage mich immer noch, ob der Lokalheld ein paar Kilometer außerhalb seiner Heimat als Blickfang und Sympathieträger funktioniert? Ich sollte mal einen Werbefachmann fragen, wie das mit der Werbung so ist. Der erklärt mir dann bestimmt, dass es zuallererst um grundsätzliche Aufmerksamkeit geht. Wahrscheinlich erklärt er mir dann sogar, dass die Plakatwand durch meinen Text ja schon eine erste Wirkung entfaltet hätte und für abschließende Kosten-Nutzen-Rechnungen sei es einfach noch zu früh. Ich sage dann erstmal, gern geschehen und staune weiter.


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