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Die Stimmungsreaktions-PK

Gute Laune und der MSV haben sich gerade eine Paar-Auszeit genommen. Die On-Off-Beziehung von beiden kennen wir ja schon länger. Aber manchmal kommt das doch wieder unerwartet. Erneut der Abstand, um zu sich selbst zu finden. Schon wieder Zeit für Treffen mit Freundinnen und Freunden, die einen verstehen. Schon wieder intensive Beziehungsgespräche. Das dauert dann bei so einer Therapiesitzung vulgo Pressekonferenz auch länger als die üblichen 15 bis 20 Minuten.

Eines lässt sich vorab feststellen. Die Verantwortlichen beim MSV wissen um die brisante Stimmung unter den Anhängern und sie versuchen darauf zu reagieren. Sie nehmen die Fans ernst. Deshalb war Ivo Grlic an der Seite von Pavel Dotchev bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers. Jeder scharfe Kritiker der Verantwortllichen müsste darüber zufrieden sein. Wenn diese Welt die beste aller Welten wäre, entspannte sich jetzt die Stimmung und wir könnten sachlich über Inhalte sprechen. Da sie es nicht ist, wird nur ein Sieg gegen Würzburg zur Entspannung führen.

Dabei hat Pavel Dotchev auf der Pressekonferenz eine grundsätzlichen Kritik an ihm entkräftigen können. Zu emotionslos wirkt er auf viele MSV-Fans. Diese Pressekonferenz sahen wir ihn von Anfang an in kämpferischer Stimmung. Wir können nur rückschließen, ob er in dieser kämpferischen Weise auch bei Ansprachen vor der Mannschaft motivierend wirken kann. Lethargisch ist er jedenfalls nicht. Auch Ivo Grlic hat seine Sache grundsätzlich gut gemacht. Nicht oft wirkt er zuletzt bei angespannter Stimmung um den Verein so souverän wie in diesem Fall.

Allerdings wurde er auch nichts gefragt, was seine Arbeit als Sportdirektor konkret in Frage gestellt hätte. Ganz allgemein gefragt, ob er irgendwas falsch bei der Vorbereitung gemacht haben, wird jeder etwas erfahrende Mensch antworten, niemand könne immer alles richtig machen. Was soll man da schon anderes sagen? Und Corona war für ihn ein sicheres Terrain, weil alle geimpft sind, Hyginiemaßnahmen eingehalten werden und Infektionen nun einmal dennoch geschehen können. Wer diese Corona-Infektionen beim MSV zum Anlass nahm, die Arbeit dort zu kritisieren, folgt dem Irrglauben dieser Gesellschaft, das Schicksal komplett kontrollieren zu können. Deshalb braucht diese Gesellschaft immer Schuldige. Das erleichtert die Hoffnung, man selbst werde niemals von Leid betroffen sein.

Zurück zur PK. Machmal bringt mich dieses Starren auf die emotionalen Seiten des Fußballs zum Verzweifeln. So sehr bewegte sich das Sprechen immer wieder hin zur Psyche. Wie niedergeschlagen sind alle gerade? Die eigene Mannschaft, der Gegner? Was haben Sie für die Stimmung gemacht? Und schon reden wir über Bauchgefühl und Küchenpsychologie. Pavel Dotchev machte mir die Möglichkeiten eines Vereins wie dem MSV unfreiwillig deutlich. Er hat mit Ivo überlegt, ob sie Szenen des Spiels aus Dortmund mit den Fehlern der Spieler noch einmal zeigen oder nicht. Beide entscheiden aufgrund eigener Erfahrungen. Die Unterhaltungsunternehmen Fußball der Oberklasse haben für solche Entscheidungen eine Abteilung Psychologie, in der basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen Anleitungen gegeben werden, wie Spieler ihre Fehler konstruktiv verarbeiten. Wir sehen, dieses Wissen ist in einem Verein wie dem MSV zufällig vorhanden. Es fehlt einfach das Geld, um es dauerhaft im Verein zu speichern. Pavel Dotchev mag dennoch die richtige Entscheidung getroffen haben. Der nächste Trainer dann vielleicht nicht. Oder auch umgekehrt.

Nun haben wir dennoch auch Fakten rund um die Defensivabteilung erfahren. Wir haben bestätigt bekommen, dass Fehler geschehen und die möglichst nicht geschehen sollen. Wir haben von der Bedeutung von Marvin Bakalorz, Moritz Stoppelkamp und Aziz Bouhadouz erfahren. Wir haben immer wieder über einzelne Spieler gesprochen. Mich wundert, dass eine entscheidende Frage einfach nicht gestellte wurde. Wieso wirkt die Mannschaft so planlos in der Offensive? Das ist eigentlich die einzige Frage, die mich interessiert hätte. Die anderen Fragen konnte sich im Grunde jeder selbst beantworten.

Natürlich ist es wichtig, dass die Verantwortlichen das Offensichtliche auch selbst einordnen und Zeitungen dann darüber schreiben können. Aber manchmal träume ich davon, dass einmal ganz sachlich über den ominösen Matchplan gesprochen wird. An der Stelle lichtete sich kein Nebel. Aber es war ja auch eine Stimmungsreaktions-PK, und Stimmung beantwortet man mit Stimmung. Was gut gelungen ist. Die Menschen hinter dem Trainer und dem Sportdirektor wurden erkennbar. Mir ihrer Energie, die sie in der täglichen Arbeit aufbringen. Was vielleicht hilft. Sicher helfen 3 Punkte gegen Würzburg. Auch das habe ich deutlich als Botschaft von Pavel Dotchev gehört und ebenfalls zuvor schon gewusst.

Punktverlust mal zwei ist noch viel besser als der Punktgewinn

Moderatoren folgen als Handwerker oft den ungeschriebenen Gesetzen der Improvisation bei Baumaßnahmen. Ist der Zeitdruck zu groß verspachteln sie mit herumliegenden groben Holzstücken und Eimern Füllmasse tiefe Risse zwischen den präsentierten Themen. So überrascht es nicht, dass am Samstag der Moderator im WDR den abwegigen Kommentarklassiker der Fußballberichterstattung lächelnd in die Kamera sprach, die Fans würden sich jetzt sicher fragen, warum der MSV nicht von Anfang so gespielt habe wie zum Schluss.

Nun, für meinen Teil kann ich sagen, das frage ich mich nicht. Diese Frage wird sich niemandem stellen, der das Spiel mit klarem Verstand gesehen hat. Warum das so ist? Weil der MSV in der ersten Halbzeit versucht hat, so zu spielen wie in den letzten zwanzig Minuten und es zunächst auch nicht so aussah, als ob die Zebras sich nicht durchsetzen könnten. Doch zwei Gründe haben den Erfolg verhindert. Sie hängen unmittelbar zusammen. Der MSV und Würzburg rangen in dieser ersten Halbzeit um die Hoheit des Spiels. Es war nicht abzusehen, welche der beiden Mannschaften sich einen entscheidenden Vorteil erspielen könnte.

Für mich wird die bis jetzt zu hörende Geschichte der ersten Halbzeit zu sehr von deren zweiter Hälfte und dem Führungstor der Kickers bestimmt. Selbst Torsten Lieberknecht bewertete diese erste Halbzeit ja nur mit dem Blick auf die Zeit nach der Verletzung von Moritz Stoppelkamp. Das ist der eine Grund, warum sich in der ersten Halbzeit die Würzburger durchsetzten. Nachdem Moritz Stoppelkamp ausgewechselt werden musste, brauchte die Mannschaft Zeit, um sich zu orientieren.

Moritz Stoppelkampf trägt in dieser Mannschaft eine Verantwortung, die über die spielerische Qualität hinauswirkt. Wie früher Branimir Bajic wirkt er alleine durch seine Anwesenheit, weil er der Mannschaft Vertrauen gibt. In der Not ist er da. Selbst wenn also ein Spieler mit identischen spielerischen Möglichkeiten hineinkommt, schwächt die Stoppelkamp-Abwesenheit nach Auswechslung.

Der zweite Grund für die spürbar werdende Gefahr eines Misserfolgs ist die hohe Intensität, mit der die Kickers weiter im Spiel blieben. So erspielten sie sich die Überlegenheit in dieser ersten Halbzeit, die nicht nur mich immer mehr auf die Pause hoffen ließ. Die Zebras brauchten Ruhe zur Neuorientierung. Sofort nach der Stoppelkamp-Verletzung habe ich nur noch auf das Unentschieden gehofft.

Trotz der immer überlegener spielenden Kickers und ihrer Chancen war das Führungstor nicht zwingend zu erwarten gewesen. Dazu brauchte es kurz vor dem Halbzeitpfiff einen Freistoß nahe Strafraumgrenze und Torauslinie. Dazu brauchte es eine überflüssige Grätsche von Arnold Dubimbu. Im Ansatz war zu sehen, die Flanke war geschlagen und das Hineinrutschen holte den Würzburger Stürmer viel zu spät von den Beinen. Freistoß, Kopfball, Tor. Eine sehr gute Mannschaft kann das aus dieser Freistoßposition.

Zunächst war nach dem Wiederanpfiff in Halbzeit zwei nicht erkennbar, dass dem MSV der Ausgleich gelingen könnte. Noch knüpften die Kickers an die erste Halbzeit an, ohne dauerhafte Torgefahr zu entwickeln. Die wirklich klare Chance ergab sich aus dem fehlerhaften Rückpass von Matthias Rahn, den Leo Weinkauf gegen den Würzburger Spieler ablief. Beide Trainer bewerteten das Fallen des Würzburgers als mögliches Foul und den ausgebliebenen Schiedsrichterpfiff als Glück der Zebras. Für mich sah dieses Fallen nicht unbedingt nach einem Foul aus.

Doch je länger das Spiel dauerte und den Kickers kein zweites Tor gelang, desto größer schien die Angst zu werden, diesen Sieg noch zu verlieren. Das Spiel war ab Mitte der zweiten Halbzeit längst wieder im Gleichgewicht. Allmählich begann sich der MSV nun die Überlegenheit zu erspielen. Kombinationen gelangen. Läufe und Pässe wurden risikoreicher und damit gefährlicher. Schließlich hatten Vincent Vermeij und Leroy Mickels zwei klare Chancen zum Ausgleich. Nachdem Mickels seine Chance vergab, begann ich mich mit der Niederlage abzufinden.

Ruhig ansehen konnte ich es mir schon nicht mehr. Ich rannte aus dem Zimmer, kam zurück und sah dann den Angriff über den rechten Flügel. Die Flanke kam zu meiner Enttäuschung zu kurz. Doch hinzu kamen die Zufälle des Fußballs. Der Torwart musste zum Ball gehen und konnte ihn nicht sicher genug abwehren. Der Ball kam zum frei stehenden Sinan Karweina. Kurz befürchtete ich, er könne noch über das Tor schießen. Aber nein. Ausgleich. Das Bangen in den Schlussminuten habe ich dann ohne Bewegtbilder verbracht. Dieses Unentschieden ist genauso wichtig wie der Sieg in Kaiserslautern. Der gewonnene Punkt ist dabei sogar weniger wichtig, als dass Würzburg zwei Punkte verloren hat.

Wenn ich zudem die Leistung des MSV in den letzten Minuten sehe, wächst mein Vertrauen weiter angesichts der immer deutlicher werdenden Belastung dieser Restsaison für alle Mannschaften. Es gibt eine gute konditionelle Grundlage, diese Saison zu durchstehen. Es geht auch um das Einteilen der Kräfte. Wenn jetzt noch Moritz Stoppelkamp nur kurz ausfiele. Hoffen wir das Beste, und morgen schmeiße ich zur Beruhigung den Tabellenrechner an.

Die Kaffeefahrt nach Würzburg

So Kaffeefahrten beginnen ja oft in aller Herrgottsfrühe. Für wenig Geld weit weg fahren, da muss man früh starten. Die Bahn hatte mir vor etwa vier Wochen ein Lockvogelangebot gemacht. Nach Würzburg  hin und zurück für 35 Euro, super, der Supersparpreis. Für diesen Tag kooperierte die Bahn sogar mit dem MSV Duisburg. Die Zebras hatten in Würzburg einen Gastauftritt. Ich kam also nicht umhin, mir ein Fußballspiel anzusehen, und ich wusste um des Risikos, dass man bei Kaffeefahrten oft irgendwo am Rand der Stadt abgesetzt wird, wo man nicht wegkommt und einem dann irgendwas angeboten wird, was man eigentlich nicht sehen will.

Zu meiner großen Überraschung war das aber zunächst gar nicht der Fall. Der MSV machte in den ersten Minuten des Spiels gegen die Würzburger Kickers eine gute Figur, zumal die befürchteten Ausfälle sich auf die Langzeitverletzten und Joshua Bitter beschränkten. Die Wackelkandidaten Tim Albutat und Leroy-Jacques Mickels waren dabei. Diesen ersten Eindruck erinnere ich noch genau. Deshalb war ich zunächst überrascht, dass der Würzburger Spieler Robert Hermann im Interview nach dem Spiel von einer Möglichkeit zum Führungstreffer erzählte. Sollte denn der Auftakt zum großen Kaffeefahrts-Tore-Sonderangebot des MSV schon vor dem Torbeispiel von Moritz Stoppelkamp gewesen sein? Vincent Gembalies habe ich mit einem riesigen Fehler vor Augen. Dieser führte nur  zur Ecke und zum sofortigen zweiten riesigen Fehler von Gembalies, der von den Würzburgern nicht genutzt wurde. War das etwa vor dem Führungstreffer schon? Ich weiß es nicht mehr.

Meiner Erinnerung nach war die Anfangsphase ausgeglichen mit Einviertel- bis Halbchancen auf beiden Seiten. Dann kam es zu dem wunderbaren Konter des MSV nach Balleroberung an der Mittellinie. Leroy-Jacques Mickels setzte sich am linken Flügel durch, flankte und Moritz Stoppelkamp schob zum Führungstreffer ein. Im Nachhinein entpuppte sich dieser Treffer aber nur als besagtes Beispielangebot des MSV für die Würzburger Kickers.

Aus alt mach neu. Nicht in der Ecke.

Ich hatte ganz vergessen, dass ich ja auf einer Kaffeefahrt war, und anscheinend gehörten die Würzburger auch zum erhofften Kundenkreis der Zebras, die an diesem Tag Tore im Angebot hatten. Ich sah die Spieler der Mannschaft mit Mikro auf der Strafraumbühne. Offensichtlich wollten sie die Würzburger dazu animieren, bei ihren unschlagbar günstigen Angeboten zuzugreifen. Sie redeten auf die Würzburger geradezu ein: Seht doch, das ist ganz einfach, ihr braucht hier im Strafraum jetzt sofort nur rechts unten in das Tor zu schießen. Nimm den Ball und probier mal. Ist ganz einfach. Tatsächlich ließ sich ein Würzburger darauf ein. Doch der Schuss ging daneben.

Wir in der Gästekurve sahen das mit Erleichterung, weil wir nicht wussten, dass am Samstag zumindest in der ersten Halbzeit die Mannschaft ein anderes Ziel hatte, als Tore des Gegners zu verhindern. Weil der eine Schuss daneben ging, nahmen die Zebras weitere Bälle und kickten sie den Würzburgern zu. Wahrscheinlich haben sie noch weitere Kaffeefahrt-Verkäufersprüche dazu gesagt à la so eine Gelegenheit bekommst du nie wieder. Nutz die. Wenn du morgen zu Hause daran zurück denkst, wirst du dich ärgern, dass du nicht zugeschlagen hast.

Doch die Würzburger wollten nicht. Ich kann es mir nur so erklären. Bei den Würzburgern spielten einfach zu wenig Rentner in der Mannschaft. So ein Rentner wäre irgendwann weich geklopft gewesen, und er hätte, egal, was es auch kostet, das Angebot angenommen. Stattdessen ging jeder freie Schuss neben das Tor. Und was waren das für freie Schüsse. Nicht einmal ein zweites Beispieltor durch Lukas Daschner kurz vor dem Halbzeitpfiff konnte die Würzburger in ihrer ablehnenden Haltung umstimmen.

Anscheinend war den Zebras dann in der Halbzeitpause die Lust an der Kaffeefahrt vergangen. Irgendwie mussten sie sie aber zum Abschluss bringen. und so hielten sie das Spiel aufrecht. Auf besondere Probe-Angebote verzichteten sie in der zweiten Halbzeit. Die Würzburger dagegen wollten wahrscheinlich plötzlich doch noch ein Tor haben. Warum sonst bewegten sie sich immer wieder Richtung Duisburger Strafraum? Da es keine wirklich günstigen Angebote mehr gab, versuchten sie sich bei anderen Gelegenheiten. Doch verpasst, war verpasst. Unter Bedrängnis ist es natürlich schwerer zum Abschluss zu kommen.

Wir in der Kurve fühlten uns derweil wieder mit unserer Mannschaft einig im Ziel. Hinten Tore verhindern und vorne welche schießen. So kennen wir ein Fußballspiel. Kontinuierlich ging es dem Abpfiff entgegen. Wirklich bedroht habe ich den Sieg in der zweiten Halbzeit nicht erlebt. Trotz noch vorhandener Würzburger Chancen. Durch die Kaffefahrt-Atmosphäre der ersten Halbzeit wird der 2:0-Sieg in Würzburg entweder als glücklich oder effizient oder erarbeitet angesehen. Glücklich empfinde ich etwas unpassend. Dazu waren die Würzburger nicht überlegen genug. Das „glücklich“ behalte ich mir für das Pokalspiel morgen vor. Neben der Toreverkaufsveranstaltung habe ich übrigens auch in Würzburg noch einiges gesehen. Das Dienstleistungsangebot in der Stadt ist breit gefächert und hat an manchen Orten eine lange Geschichte. Tradition verpflichtet, wie ihr seht.

Wann beginnt nochmal der Dauerkartenverkauf für die nächste Saison?

Mir ist noch nicht klar, ob ich zum Rückspiel der Relegation vom MSV gegen die Würzburger Kickers gestern noch etwas schreiben werde.  Im Zebrastreifenblog sind die Fakten des Spiels ja nur Grundlage für etwas anderes. Mit meinem Schreiben über Fußball möchte ich immer über den Fußball hinausweisen. Für reine Sportberichterstattung gibt es Leute, die dafür bezahlt werden. Mich langweilt das auch. Dieses Spiel gestern bietet keine Geschichte. Dieses Spiel war mit dem Ausgleich vorbei, und dieser Ausgleich fiel früh. Das gilt sowohl für den zeitlichen Abstand zum Führungstor als auch für den Zeitpunkt im Spiel. Die 40. Minute war noch nicht einmal angebrochen. Es war früh, und ich ärgerte mich nur kurz. Zu mehr war ich nicht mehr fähig.

Beide Spiele der Relegation bieten in ihrem Ablauf nichts für eine Geschichte. Die gesamte Relegation bietet nichts für eine Geschichte. Das liegt vor allem daran, dass die anderen Geschichten in den Wochen zuvor über den MSV Duisburg zusammen mit uns auf den Rängen so ungeheuer dramatisch waren. Die Mannschaft führte uns in emotionale Höhen und ließ uns von dort im freien Fall mehrere Male hart in der vermeintlichen Tiefe des Abgrunds aufschlagen. Das schmerzte so sehr, dass wir uns schon am Ende dieser Saison wähnten, der Aussichtslosigkeit des Abstiegs. Doch die Tiefe des Abgrunds erwies sich mehrmals als Felsvorsprung auf halbem Weg. Die Mannschaft und wir auf den Rängen standen auf. Wir kletterten wieder hoch. Das war unglaublich. Staunend sahen wir uns immer wieder an, wenn wir die plane Fläche direkt neben dem Abgrund erreichten.

Der Mensch ist auf dieser Erde deshalb so eine erfolgreiche Spezie der Säugetiere geworden, weil es keine andere konkurrierende Art zu einer derartigen Meisterschaft der Anpassung gebracht hat. Egal bei welchen Lebensbedingungen, der Mensch pegelt seinen Zustand auf dieser Welt auf Normalität ein. Das gelingt über Generationen, wenn es um klimatische Bedingungen geht. Das macht jeder für sich selbst, wenn es um die Emotionen geht. Anscheinend war der Ausnahmezustand Fall in den Abgrund für mich so normal geworden, dass ich gestern staunend merkte, wie nervenschonend ich mir dieses Spiel anschauen konnte. Der Grund war nicht nur die Chancenlosigkeit des MSV in diesem Spiel. Wir hatten den Abstieg in dieser Saison schon oft genug erlebt. Als Zwischenresultat in einem einzigen Spiel, aber auch als Gefühl, wenn nach dem Abpfiff die Niederlage feststand. Für mich ist dieses Erleben anscheinend so normal geworden, dass ich nicht mehr mit größeren Gefühlsausschlägen reagiert habe.

Der MSV Duisburg ist abgestiegen. Mich schmerzt das heute nicht sehr. Heute Nacht, als ich nach Hause kam, war ich leer. Ich fand keine Worte für diesen Verlauf der Relegation. Ich sah nur dieses Missverhältnis zwischen der ungeheuren Intensität in den letzten Wochen der regulären Saison und dem, was in den beiden Relegationsspiele von der Mannschaft zu sehen war und was ich selbst dabei empfand. So viel Anstrengung für so wenig, fast nichts in der Relegation. Auf dem Rasen war Freitag und gestern von der Intensität der entscheidenden Meisterschaftspiele kaum etwas zu spüren. Jeder einzelne Spieler kämpfte, das war sichtbar. Diese Einzelanstrengungen konnten aber nicht zusammen geführt werden zu einem geschlossenen Ringen und Kämpfen gegen den Abstieg. Die Mannschaft hat gestern die Stimmung im Stadion zu Anfang des Spiels nicht aufgenommen. Der Versuch, das Spiel zu kontrollieren, stand dem im Weg. Das kontrollierte Spiel des MSV emotionalisiert nicht, unkontrolliertes Spiel birgt aber unkontrollierte Risiken. Vielleicht hätte man die eingehen müssen? Vielleicht hätte Würzburg dann schon nach zehn Minuten wieder geführt? Müßige Fragen.

Der MSV Duisburg ist abgestiegen nach nur einer Saison in der 2. Liga. Die finanzielle Lage macht die Zukunft schwierig. Uns beschäftigt also einmal mehr die Frage, erhält der Verein die Lizenz für die 3. Liga. Welche Aussichten gibt es in der nächsten Saison mit welchem Etat? Einmal mehr wissen wir,  der sofortige Wiederaufstieg müsste das Ziel sein. Der Teufelskreis Schuldenanstieg und abnehmende Kaderqualität droht wieder. Ist er schon Wirklichkeit? Diese Fragen sind gestern Abend nach dem Schlusspfiff aufgetaucht.

Heute aber denke ich schon wieder: MSV Duisburg. Der Verein ist da, und das ist verdammt nochmal großartig. Vor knapp 3 Jahren konnte das niemand sicher sagen. Die Rettung des Vereins damals zeigte, der MSV Duisburg, das ist mehr als der Wettkampfsport Fußball. Der MSV, das sind die Menschen, die von diesem Verein bewegt werden. Der MSV, das ist die Verbundenheit zwischen diesen Menschen. Der MSV, das ist das soziale Engagement dieser Menschen für Kinder in Duisburg, die in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen aufwachsen Der MSV, das ist das grenzüberschreitende Engagement seiner Anhänger für elternlose Kinder in Afrika. Der MSV, das ist der Einsatz seiner Anhänger für Gerechtigkeit und Toleranz in der Stadtgesellschaft Duisburgs. Der Fußball des MSV Duisburg ist nur Anlass für all das. Deshalb ist der MSV Duisburg sehr viel mehr als dieser Wettkampfsport. Deshalb ist dieser MSV mehr als die Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt.

Wann beginnt der Dauerkartenverkauf? Ich beginne mich auf die nächste Saison zu freuen. Klingt komisch, ist aber so.

 

Warum der Klassenerhalt wichtig ist – BILD erklärt

Erst heute habe ich verstanden, warum der Klassenerhalt so wichtig ist. Die Schlagzeile der BILD klärt auf. Nur der Klassenerhalt verhilft dem MSV Duisburg zur sicheren Lizenz für die 3. Liga.

 

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Nicht zuletzt aus diesem Grund sind auch wir auf den Rängen besonders gefordert. Für ein Wunder hielte ich den Klassenerhalt nach einem 2:0-Rückstand übrigens nicht, auf den Gesamtverlauf der Saison trifft das Wort natürlich, aber in der Relegation alleine bringt mir dieses Wort zu viel Aussichtslosigkeit mit sich. Aber selbstverständlich wird es verdammt schwer, und wir auf den Rängen werden da sein. Was am Samstag erst in Ansätzen zu spüren war, steht nun außer Frage. Das Stadion wird die „Hölle“, die Bernd Hollerbach für seine Spieler erwartet und wie ich es am Samstag nur erhofft hatte.

 

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Das Stadion ist ausverkauft. Die Mannschaft des MSV Duisburg wird nun hoffentlich ihren Teil zum Klassenerhalt dazu tun. Wir sind alle bereit. Endspieltag.

Fußball ist doch auch nur eine andere Form Tennis

Sportbegeistert wie ich durchs Leben gehe, habe ich ja schon die ein und andere sportliche Mode in Deutschland mitgemacht. Als nach dem ersten Wimbledon-Sieg von Boris Becker 1985 das Tennis neben dem Fußball zum bedeutendsten TV-Sport wurde, staunte ich immer wieder, wie fokussiert Tennisspieler – ich meine Frauen wie Männer – auf jeden einzelnen möglichen Punktgewinn sind.

Egal, wie hoch der Gegner in einem Satz führt, die Kunst der Besten bestand immer darin, diese hohe Führung im eigenen Kopf zum Verschwinden zu bringen. Ich sah zu und staunte, wie sie selbst bei hohem Rückstand im Satz sich auf diesen einen Aufschlag und den folgenden Ballwechsel konzentrierten. Als Zuschauer wusste ich, der nächste Fehler bringt sie der Niederlag so nahe, dass jeder neue Ballwechsel in meinen Augen auch gleich abgeschenkt hätte werden können. Nichts dergleichen geschah.

Oft genug sah ich dann zu, wie es Spielern gelang, diesen einen Ballwechsel noch zu gewinnen. Dann folgte ein weiterer Punktgewinn und schließlich war der eigene Aufschlag durchgebracht. Der Aufschlag wechselte, und weiter wurde Ballwechsel um Ballwechsel der Rückstand vermindert.

Diese Fähigkeit im Moment zu bleiben und sich von der Gesamtsituation zu lösen ist das, was die Spieler vom MSV Duisburg morgen brauchen. Im Grunde ist der Fußball morgen nur eine andere Form Tennis. In jeder Spielsituation geht es um deren erfolgreiches Bestehen als Einzelaktion. Bei jedem Angriff geht es nur darum ein Tor zu erzielen. Bei jeder Defensivaktion gilt es diesen einzelnen Ball zu erobern. Mehr nicht. Das müssen die Spieler im Kopf haben. Der Rest ergibt sich von alleine. Hoffentlich kennt Ilia Gruev   professionelle Tennisspieler, mit denen er sich schon mal ausgetauscht hat.

Wir Zuschauer im Stadion werden unseren Teil ebenfalls beitragen müssen. Wir dürfen den Trainer der Würzburger Kickers, Bernd Hollerbach, und seine Spieler auch nicht enttäsuchen. Bernd Hollerbach erwartet die „Hölle“ für seine Mannschaft. Wir müssen also die Zebras sehr laut unterstützen. Nicht nur die Nord, das ganz Stadion. Wie schon geschrieben, gegen Leipzig hat das schon einmal sehr gut geklappt. Das wiederholen wir einfach, nur sehr viel länger und von Anpfiff an.

Wenn eine Befürchtung wirklich wird

Nun spielt auch der Tatort heute Abend in Würzburg. Die Nürnberger Tatort-Kommissare machen einen ermittelnden Ausflug. Mir hilft das, wenigstens ein paar Worte noch zum Hinspiel der Relegation  zu schreiben. Eigentlich schaue ich nämlich nicht mehr zurück. Eigentlich bin ich mit jedem Gedanken schon beim endgültigen Endspiel um den Klassenerhalt am Dienstagabend und bereite mich vor. Eigentlich will ich so schnell wie möglich auf meinem Platz im Stadion stehen und mit aller Energie die Mannschaft nach vorne treiben, zusammen mit allen anderen auf den Rängen. Ich will ein frühes Tor der Zebras herbeischreien, den folgenden Ausgleich des 2:0-Rückstands und dann weitersehen. Lese ich im Netz herum, weiß ich mich nicht alleine. Überall gibt es wieder die kämpferischen Stimmen. Überall wird die Hoffnung auf die kleine Chance im Rückspiel lebendig. Überall wird nach vorne gesehen.

Der Tatort gibt mir aber etwas zur Hand, um ein letztes Mal zurück zu blicken. Überraschend sind Tatorte so gut wie nie. Wir wissen fast immer, was auf uns zukommt. Mit der Relegation verhält es sich nun ebenso. Vor dem Spiel in Würzburg hatte ich befürchtet, es könne sich wiederholen, was wir beim MSV Duisburg diese Saison mit einer einzigen Ausnahme im Spiel gegen Düsseldorf gesehen haben. Ich hatte gehofft, wir kämen drum herum. Dem ist nicht so. Wenn die Mannschaft etwas zu verlieren hatte und gegen Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe spielte, war sie zu vorsichtig, häuften sich Fehler, nutzte keine Anstrengung eines jeden Spielers. Erst wenn fast alles verloren schien, konnte der Gegner unter Druck gesetzt werden. Vielleicht waren erst dann die Köpfe frei. Es gab nichts mehr zu verlieren. Es gab nur noch etwas zu gewinnen.

Das Spiel in Würzburg erinnerte an das Auswärtsspiel in Sandhausen. Die Kickers suchten vom Anpfiff an ihre Chance. Sie hatten nichts zu verlieren. Sie konnten frei aufspielen. Die Aufgabe der Zebras war es, dem Offensivdruck dieser ersten Minuten Stand zu halten. Das schien allmählich zu gelingen. Auch der MSV konnte Angriffe in die Nähe des Strafraums bringen, wenn auch in der Defensivbewegung auf dem gesamten Feld oft noch der ein und andere Schritt zu spät kam. Dann kam der Elfmeterpfiff und der Führungstreffer für die Kickers.

Der Elfmeterpfiff gegen den MSV gehört für mich in die Rubrik Erklärungsbedarf, auch wenn er anscheinend nicht weiter diskutiert wird. Der hohe Ball fiel in den Schussraum von Kingsley Onuegbu. Er wollte den Ball mit hohem Bein rausschlagen und traf den von der Seite in seinen Schussraum hineinspringenden Würzburger Stürmer am Kopf. Spektakulär sah das aus, eine Platzwunde war die Folge, aber Verantwortung hatte der Stürmer genauso. Oder ist jedes hohe Bein im Strafraum potentiell ein gefährliches Spiel? Schiedsrichter, helft mir.

Nach dem Führungstreffer bemühten sich die Zebras unbeeindruckt weiter zu spielen. Die Würzburger standen defensiv sicher und suchten ihre Konterchancen. Angestrengt wirkte das Duisburger Bemühen, und es blieb erfolglos. Dagegen wirkte jeder begonnene Kickers-Konter im Ansatz gefährlich, weil Pässe ankamen, oft sicher verarbeitet oder schnell weiter geleitet wurden. Ab der 30. Minute aber erspielte sich der MSV eine leichte Überlegenheit. Die Würzburger gerieten tatsächlich etwas unter Druck. Als Folge schoss Kevin Wolze kurz vor der Halbzeitpause an den Pfosten. Die Chance zum Ausgleich war vorüber.

Nach der Pause schien die Mannschaft wieder gehemmt zu sein. Vielleicht schien das 1:0 keine zu schlechte Ausgangsposition für das Rückspiel? Vielleicht war die Sorge vor einem weiteren Würzburger Tor zu groß? Jene Dynamik im Spiel des MSV der letzten Viertelstunde in der ersten Halbzeit war jedenfalls wieder verschwunden. Übrig blieben lange Bälle in die Spitze, ohne dass sie abgelegt werden konnten oder auf andere Weise für Gefahr sorgten. Auch die Würzburger riskierten kaum etwas. Sie hatten ihre Konter und wie in der ersten Halbzeit bargen sie Gefahr, sobald die Mittellinie überquert war. Einmal hatten die Zebras Glück, das zweite Mal in der 80. Minute fehlte das. Branimir Bajic konnte den scharfen Pass in die Mitte nicht verhindern. Im Strafraum gelang dem Würzburger Stürmer ein klassischer, schwer zu verteidigender Mittelstürmerschuss zum 2:0.

Im Tatort wird am Ende fast immer die Lösung des Falls schön aufbereitet erzählt. Damit auch noch der schläfrigste Zuschauer alles versteht. Es ist ein Erzählmuster, wie auch der MSV Duisburg in dieser Saison das immer selbe Erzählmuster für die Entwicklung seiner Spiele und für den Saisonverlauf selbst genutzt hat. Was ich Freitag noch befürchtet hatte, ist nun meine Hoffnung. Am Dienstagabend sind die Vorzeichen nun umgekehrt, die Würzburger Kickers haben etwas zu verlieren.  Der MSV besitzt nichts mehr. Er kann nur noch gewinnen. Ein letztes Mal kann das Erzählmuster dieser Saison erfüllt werden. Die ganze Saison in der Relegation en miniature, wie wir Franzosen gerne sagen. Das ließe ich mir gefallen. Das ist meine große Hoffnung für Dienstag.

 

 

Es wird verdammt schwer, und wir sind da

Bevor ich hier irgendetwas zum Hinspiel der Relegation schreibe, ist anderes sehr viel wichtiger: Unsere Spielvorbereitung für Dienstagabend. Seit gestern, 21 Uhr, hat diese Spielvorbereitung für mich begonnnen. Ich hoffe, das gilt für jeden, der ins Stadion kommt. Für mich hieß es als erstes, Enttäuschung aushalten, den Ärger rausschimpfen, dann noch ein Bier trinken, sich beruhigen. Die spät in der Nacht nochmals aufwallende Enttäuschung habe ich schon nur noch verächtlich angesehen und stehen gelassen. Soll sie irgendwoanders ihr Glück versuchen. Heute morgen der Samstagsalltag zur weiteren Ablenkung, und seit dem Mittag weiß ich, der Dienstag kann kommen.

Es wird verdammt schwer, mit dem 2:0-Rückstand den Klassenerhalt noch zu schaffen. Das wissen wir alle. Aber wie oft haben wir in dieser Saison so einen Satz mit „es wird verdammt schwer“ schon gesprochen? Wie oft schien die Situation der Mannschaft nahezu aussichtslos? Aussichtsloser als jetzt.  Es wird verdammt schwer, aber mit der Unterstützung von uns Zuschauern kann es gelingen.

Nach der Halbzeitpause im Spiel gegen Leipzig sah es für 15 bis 20 Minuten nicht mehr gut für den MSV Duisburg aus. Dass die Mannschaft die Spielkontrolle zurückgewann, haben wir Zuschauer auf den Rängen durch unsere Unterstützung mitgeschafft. Stellt euch vor, ich könnte nach dem Spiel gegen die Würzburger Kickers  die Worte zu dem Spiel gegen Leipzig wiederholen:

Das gesamte Publikum spürte, diese Mannschaft braucht Unterstützung und zwar nicht nur die Unterstützung des Stimmungsblocks. Diese Manschaft braucht das ganze Stadion, und das Stadion war da. Das Anfeuern aus der Nord wurde auf den Geraden aufgegriffen, und es wurde laut. Pausen bei diesem Anfeuern gab es nicht mehr. Ununterbrochen wurde nun die Mannschaft zu jener Stärke getrieben, die sie…

Stellt euch vor, ich könnte diese Sätze mit einer kleinen Änderung im letzten Teil noch einmal schreiben. Damit ich denn dann stimmigen Rest des Satzes schreiben kann, muss das ganze Stadion am Dienstagabend bereit sein, die Mannschaft des MSV bedingungslos zu unterstützen, nicht nur die Nord, auch die Geraden und die Süd. Das ganze Stadion muss da sein. So lange es irgend geht.

Es wird verdammt schwer für die Mannschaft, bei diesem 2:0-Rückstand den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dem Stadion im Rücken kann es gelingen.

Die Statistik der Relegationsspiele spricht

Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. So lautet es ja gerne bei den etwas unübersichtlicheren Zahlen als die einer Aneinanderreihung von Spielergebnissen. Ich möchte das heute etwas abwandeln. Traue keiner Statistik, die du nicht  selbst gedeutet hast. Betrachten wir also die Relegationsspiele für die 2. Liga.

Seit der Saison 2008/2009 gibt es die Relegationsspiele, bei denen der Drittletzte der 2. Liga gegen den 3. der 3. Liga für die Folgesaison einen Platz in der 2. Liga ausspielen. Das sind insgesamt 7 Wettbewerbe, bei denen sich fünfmal der Drittligist und zweimal der Zweitligist durchgesetzt haben. In den 14 Begegnungen gewannen die Drittligisten siebenmal. Es gab vier Unentschieden und dreimal gewann der Zweitligist. Wer sich die genauen Ergebnisse ansehen möchte, bitte schön, mit einem Klick weiter zu Wikipedia.

Ihr seht, die Drittligisten sind in den Relegationsspielen bislang klar erfolgreicher gewesen als die Zweitligisten.  Was mir Zuversicht gibt für die Spiele des  den MSV Duisburg gegen die Würzburger Kickers. Der Saisonverlauf hat gezeigt, je unwahrscheinlicher ein Erfolg des MSV in einem Spiel wurde, je näher ein möglicher Abstieg rückte, desto erfolgreicher spielte die Mannschaft. Die Gesamtstatistik der Relegationsspiele für die 2. Liga zeigt zwar eine höhere Wahrscheinlichkeit für den Erfolg des Drittligisten, doch im besonderen Fall des Zweitligisten MSV Duisburg erhöhen sich dessen Chancen auf den Klassenerhalt. Die Statistik der Relegationsspiele spricht zu uns, und sie spricht für den Erfolg der Zebras gegen die Würzburger Kickers.


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