Posts Tagged 'Ajax Amsterdam'

Ajax-Fans singen uns das Mottolied für die nächsten Spiele

In wenigen Stunden ist Anstoß in Halle. Nehmen wir uns beim MSV Duisburg also die Fans von Ajax Amsterdam zum Vorbild und setzen auf die Botschaft des in Amsterdam zum Stadionsong gewordenen Bob-Marley-Klassikers Three little Birds: „Don’t worry about a thing, ‚cause every little thing gonna be alright“. Wer schon mal fürs Mitsingen üben will, mit einem Klick geht es weiter zum gesamten Text:

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Immer noch drei Punkte über Soll

Es ist immer leicht, das Beste aus den Dingen zu machen, wenn man sie gar nicht genau gesehen hat. So war ich in Amsterdam trotz meiner Hoffnung auf einen Sieg des MSV Duisburg gegen den Halleschen FC nicht sonderlich enttäuscht über das 1:1 im Heimspiel. Warum soll ich es mir auch schwer machen? Laut SC-Paderborn-Fahrtenbuch zum Aufstieg immer noch drei Punkte über Soll. Nach dem Abpfiff habe ich also begonnen, Meinungen zum Spiel zu lesen, ich habe den Spielbericht vom MDR  gesehen und summte kurze Zeit später mit guter Laune wieder die Hymne Amsterdams, Aan de Amsterdamse Grachten. In der Version von Wim Sonneveld wurde sie in den Niederlanden am populärsten. Den aber lässt youtube in Deutschland nur in folgendem Clip als Hintergrund durch die Filter. Dennoch: Wer mal ausprobieren will, wie sich gute Laune in Amsterdam anfühlt, bitte schön.

Gönnt sie mir, die gute Laune, wenn ihr euch schon über die Leistung der Mannschaft geärgert haben solltet. Die Saison beginnt nicht als stete Steigerung auf ein spielerisches Niveau, das keine Zweifel am Saisonausgang lässt. Die Mannschaft muss sich weiter entwickeln. Das wissen die Spieler selbst, und unter den Zuschauern gibt es nicht wenige, die genügend Grundlagen für solch eine Entwicklung sehen. Die Lage ist also nicht eindeutig. Das sind wir in Duisburg nun seit ein paar Jahren gewöhnt. Ich kann die Spieler momentan aber auch besonders gut verstehen, weil es mir und dem MSV Duisburg ganz ähnlich geht. Der Verein und ich, wir mussten die Saison beginnen, im Wissen um Schwächen bei der Vorbereitung. Wir setzen beide auf Entwicklung, und dennoch müssen wir manchmal präsenter sein, als es uns derzeit eigentlich möglich ist.

So plingte vor dem Spiel gegen den Halleschen FC von der Mitteldeutschen Zeitung eine E-Mail im Postkasten. Antworten zum MSV sollte ich geben. Ich gab meine fehlende Vorbereitung sowie Entwicklungsrückstand zu bedenken. Dann antwortete ich schnell in der Meinung, ich gäbe eine Grundlage, von der aus ein eigener Text entstände. Doch einen Tag später las ich das „Interview“ in der Mitteldeutschen Zeitung. Ob ich die Standardsituationen in den Fragen nach der gegenwärtigen Lage beim MSV einigermaßen gelöst habe, müsst ihr selbst beurteilen. Bei den spielerischen Momenten jedenfalls, den Fragen nach den Neuverpflichtungen und Abgängen, fühlte ich mich auf sehr dünnem Eis und suchte den sicheren Pass mit dem Namen Grote oder den Verlegenheitspass mit dem Namen Schnellhardt. Die Frage nach den Abgängen knüppelte ich weg und löste so angesichts des Zeitdrucks vorübergehende Gedächtnisschwächen. Ihr seht mit dem Blick hinter die Kulissen des Lokaljournalismus nicht nur, wie Wirklichkeit entsteht, sondern ihr erhaltet auch einen Hinweis darauf, dass Entwicklung Zeit braucht.

Beim Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg werde ich in dieser Saison den nächsten großen Entwicklungsschritt machen und endlich zum ersten Mal wieder im Stadion sein. Für dieses Spiel habe ich mir viel vorgenommen. Eines hat meine Saisonvorbereitung nämlich ergeben. In den Niederlanden konnten in den Städten während meiner Anwesenheit jeweils Heimsiege gefeiert werden, letztes Wochenende Groningen, dieses Wochenende Amsterdam, Ajax schlägt Vitesse Arnheim im ersten Spiel der diesjährigen Erstligasaison in den Niederlanden mit 4:1, wie ihr in dem youtube-Clip sehen könnt. Ich hoffe, von nun an kann ich in der eigenen Stadt meinen Ruf als Heimsieggarant untermauern.

Die schönsten Fußballtorten der Welt – VI: Borussia Dortmund –

Mit freundlicher Unterstützung von „111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben musspräsentiert der Zebrastreifenblog in loser Reihe die schönsten Fußballtorten der Welt.

Dieser 1:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Ajax Amsterdam im ersten Spiel der Champions-League verlangt nach einer besonderen Würdigung am Tag danach. Bei Kaffee und Kuchen könnte noch einmal  über die immer intensivere Spielweise beider Mannschaften und die perfekte Dramaturgie des gestrigen Abends geredet werden. Was wurden die Befürchtungen im Verlaufe des Spiels immer größer, ein zweites Mal könnte der europäische Wettbewerb für Borussia Dortmund trotz guten Spiels sofort mit einer Enttäuschung beginnen. Denn Ajax blieb nicht chancenlos, bis das Tor von Robert Lewandowski fiel. Und selbst ein Unentschieden hätte einen schalen Nachgeschmack hinterlassen. Nun also die Torten zur Feier des Sieges am Tag am danach, und wie es sich für einen Verein mit großer Anhängerschaft gehört, findet sich eine vielfältige Auswahl von BVB-Torten. Sie zeigen sehr unterschiedliche Möglichkeiten die Zuneigung zum BVB auszudrücken und weisen dementsprechend abgestufte Anforderungen an das formende Können von Konditorinnen-Händen auf. Denn es sind die Frauen, die solche kunstvollen Torten wie die folgenden backen.

Auf der Seite Torten-Talk.de findet sich
eine fast schon zur Skulptur gewordene Torte.

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Die Torte als Trikot findet sich  bei Chefchoch.de.

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Die Torte als Spielfeld mitsamt Emblem von Lauryn
findet sich mit Backanleitung bei Rezeptwiese.de.

Die Torte als Emblem findet sich in Jennys Backwelt.

BVB-Torten – Teil 2 – gibt es mit einem Klick weiter.

Sämtliche Folgen von Die schönsten Fußballtorten der Welt findet ihr ebenfalls mit einem Klick weiter.

Niederländisch für Fortgeschrittene: De Hollandse Franz Beckenbauer

In unserem Sprachkurs Niederländisch für Fortgeschrittene lesen wir heute einen etwas längeren Text des niederländischen Fußball-Journalisten Ron Westerhof über „De Hollandse Franz Beckenbauer“, dessen „loopbaan […] zich grotendeels in Duitsland afspeelde“. Die älteren Anhänger des MSV Duisburg werden sich an seinen Namen gut erinnern: Es ist Kees Bregman, der heute, einige von Ihnen wissen es, „zijn eigen kapsalon in de multiculturele Bos en Lommerbuurt aan de westkant van Amsterdam“ betreibt. Dem Fußball ist er weiterhin als Trainer sämtlicher  „recreatieteams“ des Amsterdamsche Football Club verbunden. „Recreatie“ bedeutet so viel wie Erholung oder Freizeit. Außerdem sei darauf hingewiesen, Kees Bregmans Verein ist nicht identisch mit dem Amsterdamsche Football Club Ajax. Sollten Sie Verständnisschwierigkeiten haben, empfehle ich das „Wörterbuch Niederländisch“ auf der Seite woxikon.de.

Ron Westerhof lässt Kees Bregman selbst zu Wort kommen und es ist beachtenswert, wie in seinen Erinnerungen noch die bekannten, lange kultivierten Gegensätze des deutschen und holländischen Fußballs deutlich werden. „Laufen, laufen“ hat sich ihm als Anweisung während seiner ersten Trainingseinheiten beim MSV Duisburg ins Gedächtnis gebrannt. Und Kees Bregman hat die Anweisung von einem „Oost-Duitse Trainer“ auf eine sehr eigene und ihn fünftausend Mark Strafe kostende Weise interpretiert. An den Namen des Trainers erinnert er sich anscheinend nicht mehr, Willibert Kremer hat er jedenfalls nicht gemeint. Wenn es einer von euch sofort weiß, verratet es mir, dann brauche ich es nicht nachzurecherchieren.

Außerdem bestätigt er, dass meine Erinnerung an die Mannschaft dieser Zeit nicht nostalgisch verklärt ist: „We hadden een duivels elftal destijds bij Duisburg. Het liep niet over van kwaliteit, maar op basis van inzet en mentaliteit konden we aardig meekomen.“ Zudem berühren seine Erinnerungen auch die immer mal wieder aufkommende Doping-Diskussion im deutschen Fußball. In den 70ern jedenfalls war das Captagon in den Umkleidekabinen zur Hand.


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