Archive for the 'Fußball und Kultur' Category

Fußballlyrik – Der neue Trainer

Der neue Trainer

Mit Wochen ohne Sieg
nun Letzter der Tabelle.
Nach Abstieg droht der Absturz.
Was hilft denn auf der Stelle?

Entlassungen von Trainern!
Statistik weiß Bescheid.
Erfolg kommt oder nicht.
Nur lindert Handeln Leid.

Statistik sagt egal,
ob Trainer bleiben, gehen.
Ein Team muss so und so
den Abstiegskampf bestehen.

Statistik sind die Fälle.
Wir aber sind der Fall.
Was wirklich wird, das zeigt
sich erst im Spiel mit Ball.

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Mit der Anmeldung beim FC-Innenhafen-Kickerturnier das MSV-NLZ unterstützen

Am 27. Januar 2019, einem Sonntag, veranstaltet der MSV-Fanclub Innenhafen zum zweiten Mal sein Kickerturnier für Fans. 40 Zweier-Mannschaften werden am Innenhafen im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr den Sieger ausspielen. Neben den selbstverständlichen Pokalen gibt es Sachpreise, seien es Logen-, Business- und Sitzplatzkarten zu einem Heimspiel des MSV Duisburg, MSV-Trikots sowie Wellness-Gutscheine. Turnierbeginn ist um 13 Uhr. Gegen 17 Uhr wird das Finalspiel beendet sein.

Ein Team besteht aus mindestens zwei und maximal vier Spielern. Gespielt wird in 8 Gruppen zu 5 Mannschaften im Turnier-Modus. Die ersten beiden Mannschaften je Gruppe ziehen in die Finalrunde ein.

Startplätze sind noch frei.

Die Startgebühr pro Team beträgt 40 Euro. Bei Firmenmannschaften erwartet der gemeinnützige Fanclub eine zusätzliche Spende von 200 Euro. Hierfür erhalten die Unternehmen selbstverständlich eine Spendenquittung.

Der Erlös der Veranstaltung wird dem MSV-Nachwuchsleistungszentrum gespendet.

Alle weiteren Infos und das Anmeldeformular findet Ihr mit einem Klick auf der Seite des Fanclub Innenhafen.

Radiogespräch mit Helmut Hahues beim Bürgerfunk Moers und Weihnachtsgeschenke

Neulich bekam ich eine E-Mail mit dem Betreff: „Zebrastreifenblog! Sie sind so verführerisch. Sie“. Man kann von Spam-Mails halten, was man will, aber manchmal machen sie mit einfachen Mitteln gute Laune. So eine gute Laune hatte ich auch nach meinem Gespräch mit Helmut Hahues vom Bürgerfunk Moers an jenem Samstag, als der MSV gegen Paderborn gespielt hat. Es war mein persönliches Vorprogramm zu dem Heimspiel, wie auf dem Foto unten leicht zu erkennen ist. Gutes Gespräch, gutes Spiel: Der Heimsieg folgte als Hauptprogramm.

Am 11. November wurde das Gespräch dann gesendet, bei dem uns wir zunächst über meine Fußballbuchprojekte unterhalten haben, über 111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss und über Mehr als Fußball. Anschließend kamen wir auf die Geschichte des Ruhrgebiets zu sprechen. Dabei hatte ich auch die Gelegenheit einen Text aus 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen zu lesen, den Text über die „Zeche Friedrich Heinrich“ in Kamp-Lintfort, ab Minute 12.35.

Und was die Bücher angeht, bleibt noch das Stichwort Weihnachtsgeschenke. Die Fußballorte im Ruhrgebiete gibt es zusammen mit Mehr als Fußball für 20 Euro statt früher knapp 30 Euro. Die Fußballorte alleine kosten 8,90 Euro statt früher 14,95 Euro. Mehr als Fußball alleine kostet 14,90 Euro. Einfach oben klicken und bestellen. Wenn ihr in Duisburg oder näherer Umgebung wohnt, bringe ich die Bücher auf meinen Wegen durch die Stadt vorbei, sonst kommt Versand noch hinzu.

Und wer die gesamte Sendung einschließlich Zebratwist und anderer Musik hören möchte, der kann das über NRWision machen.

Feuchte Fußballbloggerträume – Ein Lied

Feuchte Fußballbloggerträume

Klick, klick, klick
Besucherzahlenblick

Fotos nackter Spielerfrauen,
die lasziv auf Betten liegen
oder sich den Hintern hauen
lassen, wenn die Männer siegen.

Schwuler Profi, der sich outet,
Ehebruch und Megastar.
dessen Torschussquote flautet.
Auch die Welt, wie sie mal war.

Google gibt mir page impressions.
Facebook algorhitmet Blasen.
Die Geschmacksverstärker nutzen.
Findet mich mit Schlagwortphrasen.

Schwul, fail, Foul und komisch.
Freundin von und Wut-PK.
Was die Welt in Massen sucht,
ist in meinem Blog schon da.

Klick, klick, klick
Visitgeneratorglück

Die Jubiläumswochen – 22. 9. 2008 – 16. 12. 2008 Im Sturm des Knöchels mit Manesseh Ishiaku

Zehn Jahre Zebrastreifenblog – ein Anlass, um in den Jubiläumswochen bis zum Saisonstart zurückzublicken. Eins der besten Transfergeschäfte in den letzten zehn Jahren war der Verkauf von Manesseh Ishiaku an den 1. FC Köln. Für einen Spieler, der eigentlich nicht mehr spielen konnte, gab es viel Geld. Schon beim MSV war er immer mehr zum Darsteller einer vorabendseriengleichen Geschichte mit dem immerselben Knöchelverletzungs-Inhalt geworden. Nach seinem Wechsel zum 1. FC Köln war er endgültig als Fußballdarsteller auf die Endlosserie „Im Sturm des Knöchels“ festgelegt. Seinerzeit habe ich diese Kölner Soap in sechs Folgen verfolgt und für uns Duisburger zusammengefasst. Allerdings habe ich sie mit einigen Verbesserungsvorschlägen für mein damals noch kleineres Publikum versehen.

Im Sturm des Knöchels – Folge 1

Fortsetzungsgeschichten haben ja immer eine ähnliche Dramaturgie. Ein Serienheld erlebt immer neue Abenteuer bei immer gleicher Persönlichkeit. Allerdings braucht es in jeder weiteren Folge auch immer einen neuen Ausschnitt der Welt, in der sich unser Held umschaut. Insofern folgt die Geschichte um den verletzten Knöchel von Manesseh Ishiaku alten erzählerischen Regeln. Letzte Woche hatte er nach längerer Verletzung während der Saisonvorbereitung das Training wieder begonnen. Schon schmerzte der Knöchel erneut, und nun bricht der Held  auf in seine alte Heimat, um dort zu finden, was er in der Fremde so lange vergeblich gesucht hat. In diesem Fall ist es ein für den Profi-Fußball geeignetes Sprunggelenk. Ishiaku befindet sich in Belgien bei einem Arzt seines Vertrauens, so lässt der FC verlauten. Am letzten Donnerstag war es, als ich lesen konnte, noch vier Wochen wird es dauern, bis alles gut wird. Als Freunde von Fortsetzungsgeschichten wissen wir aber, wenn erstmal alles gut ist, bedeutet das das Ende jeder Geschichte.

Im Sturm des Knöchels – Folge 2

Allmählich wurde ich schon nervös und habe daran gedacht, die nächste Folge unserer kleinen Abenteuerserie um den ehrgeizigen und talentierten Fußballer Ishiaku selbst zu schreiben. Nun hat mir das richtige Leben die  Arbeit abgenommen und ich erzähle nur, wie es tatsächlich geschehen ist, genauer, wie es tatsächlich geschehen sein soll. Schließlich habe ich meine Informationen aus der Kölner Lokalpresse. Im übrigen zeigt dieser kleine Artikel im Stadtanzeiger einmal mehr, nicht immer schreibt das Leben die besten Geschichten. Manchmal ist so ein Leben auch verdammt langweilig.

So lese ich zwar zunächst leicht gerührt, wie der Trainer, gespielt von Christoph Daum, den lange vermissten hoffnungsvollen Stürmer mit einer zeremoniellen Begrüßung bei seinen Mannschaftskameraden einführt. Der Trainer hat die Kameraden nämlich aufgefordert, einen Kreis um Ishiaku zu bilden, so wie er es immer mit völlig neuen Spielern bei ihrem ersten Training macht. Ganz stark, wie symbolhaft hier alles Alte abgestreift werden sollte, wie die üble Vergangenheit voller Verletzungssorgen sich in der liebevollen Freundschaft der in den letzten Spielen so überaus erfolgreichen Sturmkollegen auflösen sollte. All das ist wunderbares Serienformat. Respekt, mein Leben!

Aber dann, was für ein einfaltsloses Ende dieser Folge. Eine Stunde lang trainiert Ishiaku und plötzlich, er stoppt im vollen Lauf  – so muss es gewesen sein. Ein erfahrerener Geschichtenschreiber hätte nun aber eine andere Auflösung gewählt. Er hätte die in Antwerpen wieder getroffene alte Liebe hervorgeholt, eine wunderschöne Frau, die leider gerade eine schwere Zeit zu durchleben hat, weil sie ihren Mann bei einem Verkehrsunfall verlor und nun mitsamt ihrer drei kleinen Kinder erfahren muss, dass dieser Mann das gesamte Familienvermögen beim Pokern verloren hat. So eine Frau hätte der Fortsetzungsgeschichte gut getan. Vielleicht hätte sie sogar kurz zuvor eine mittelschwere Krankheit diagnostiziert bekommmen, eine Krankheit, die ganz selten sogar tödlich verlaufen kann. So eine Frau hätte ihre große Liebe der Jugend, Ishiaku, schweren Herzens wieder nach Köln ziehen lassen. Sie hätte es aber gemacht, denn sie weiß, der Fußballer muss tun, was ein Fußballer tun muss. Tore schießen für den FC. Und in Köln hätte Ishiaku im Trainingspiel nach drei grandios erzielten Toren angesichts der eigenen Gefühlslosigkeit trotz seines so überragenden Trainingsauftakts dann gemerkt, was seine wahre Bestimmung ist. Er hätte für seine wahre Liebe da sein wollen, zumal ihm die Kinder nicht aus dem Kopf gingen, womöglich Waisen … Ach, was steckte nicht alles in solcher einer Wendung. All das hat das Leben aber in dieser Fortsetzungsserie verschenkt. Ishiaku musste, ganz wie wir es schon kennen, nach einer Stunde Training aufhören – Schmerzen! –  und ging mit dem Reha-Trainer, gespielt von Cem Bagci, auf eine Laufrunde in den Grüngürtel. “Ishiakus Rückkehr gescheitert” titelt der Kölner Stadtanzeiger, und ich überlege nun, ob ich mir nicht abwechslungsreichere Fortsetzungsgeschichten angucken soll.

Als 2013 die belgische vierte Liga die Soap rund um Ishiaku übernahm, habe ich die sechs Folgen noch einmal zusammengefasst. Mit einem Klick könnt ihr also dort die restlichen vier Folgen von „Im Sturm des Knöchsels“ lesen.

 

Die Jubiläumswochen – 4. September 2010 – Schon damals hat Ivo Grlic ein Gedicht verdient

Zehn Jahre Zebrastreifenblog – ein Anlass, um in den Jubiläumswochen bis zum Saisonstart zurückzublicken. Mit dem Text heute möchte ich Ivo Grlics Arbeit für den MSV würdigen. Allerdings geht es zunächst um seine Spielerkarriere. Denn noch habe ich kein Huldigungsgedicht auf die Arbeit von Ivo Grlic als Sportdirektor geschrieben. Notiz an mich selbst: Mach mal bald eins, verdient hat er es. Bis das Sportdirektoren-Gedicht fertig ist, hole ich deshalb das ihm gewidmete Spieler-Gedicht hervor. Es feiert Ivos Leistung als Freistoßschütze. In der Saison 2009/2010 spielte der MSV gegen den TSV 1860 München. Zuvor hatte Ivo per Freistoß gegen Rot Weiß Ahlen, wo Sascha Kirschstein im Tor stand, und gegen den VfL Osnabrück mit Tino Berbig im Tor, jeweils ein Tor erzielt. So stellte ich mir vor, welche Gedanken sich der Löwen-Torwart Gabor Kiraly über Ivo Grlic als Freistoßschützen wohl machte.

 

Gabor Kiraly bekommt langsam Angst – veröffentlicht am
4. September 2010

Wie kriegt es nur der Trainer
in alle Spielerköpfe rein?
In unser´m Strafraum foulen: Ja!
In Strafraumnähe aber: Nein!

Wie ändert er für´s Spiel in Duisburg
die Kampf-um-Ball-Normalität?
Das Grätschen nur nach Strafraumgrenze!
Nicht früh das Tackling, sondern spät!

Beim Sondertraining Defensivverhalten,
ist immer einer, der´s vergisst.
Doch nur der Elfer lässt mir Chancen.
Ein Freistoß macht mich zum Statist.

Was nutzt die Zehn-Mann-Freistoßmauer
bei Grlics Schüssen mit Effet?
Nichts ist zu sehen. Dann Ball im Tor
und IvoIvo-Ruf-Tournee.

So Ivo, Ivo: Das will keiner.
Da könnt ihr Tino Berbig fragen,
Kollege Kirschstein, wen auch immer.
Ein Torwart will das nicht ertragen.

Nach außen stark, Mund abgeputzt
und Grlic-Freistoß-Trauma innen.
Zu siebzehnt etwa nächstes Jahr
die Gruppentherapie beginnen?

Wie kriegt es nur der Trainer
in alle Spielerköpfe rein?
Wenn überhaupt kann ich in Duisburg
nur der Elfmetertöter sein.

Die Jubiläumswochen – 21. 7. 2009 Aufstiegshoffnung und öffentliche Meinung

Zehn Jahre Zebrastreifenblog – ein Anlass, um in den Jubiläumswochen bis zum Saisonstart zurückzublicken. Heute erlaube ich mir eine zwiespältige, in Teilen schmerzhafte Erinnerung. Das mache ich, weil der Text uns etwas über die Gegenwart lehrt, über öffentliche Meinung nämlich. Ich schaue mit diesem Text auf eine Hoffnung für den MSV, die es nach dem Bundesligabstieg tatsächlich einige Zeit in der 2. Liga gegeben hat. Die Hoffnung auf den Wiederaufstieg in die Bundesliga. Diese Hoffnung war angreifbar. Denn das Vertrauen in die Arbeit im Verein unter Walter Hellmich hatte sehr gelitten.

Es war jene Zeit, in der wir vermuten konnten, dass Walter Hellmich im Alleingang Trainer und Spieler engagierte, während es in der Öffentlichkeit hieß, alles geschähe in Absprache mit anderen sportlich Verantwortlichen. Es war jene Zeit, als in der zweiten Zweitligasaison auch im Umfeld deutlich wurde, welch Rasierklingenritt die Finanzierung von Zweitligaspielzeiten war. Und dennoch dachte ich noch nicht daran, meine Hoffnungen ganz zu begraben. Durch die Sorgen um den MSV entstanden rund um den Verein widersprüchliche Stimmungen unabhängig von kommunizierten Fakten. Über das Eigenleben von Stimmungen habe ich deshalb vor der Saison 2009/2010 nachgedacht.

 

Stimmungsschwankungen überall – veröffentlich am 21. Juli 2009

Vor einigen Jahren habe ich mich einmal mit dem Begriff der öffentlichen Meinung beschäftigt. So eine öffentliche Meinung ist ja nicht ein Naturereignis. So eine öffentliche Meinung ist menschengemacht. Und weil sie menschengemacht ist, müssen die gesellschaftlichen Verhältnisse so sein, dass Meinungen öffentlich gesagt werden dürfen. Aufklärung und in Deutschland vor allem die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts sind hier die Stichworte. In jener Zeit begann also ganz zaghaft so etwas wie öffentliche Meinung zu entstehen, und die Menschen haben sich sehr intensiv darüber Gedanken gemacht, was diese öffentliche Meinung eigentlich ist und wie sie idealer Weise zu befördern sei. Ganz aufklärungsoptimistisch, wie gerade Popularphilosophen damals so waren, glaubten diese an einen vom Verstand geleiteten Prozess.

Die Menschen – damit war das Bürgertum gemeint – sollten ihre Meinungen mit Texten in die Welt bringen. Die Leser sollten aber auch zu Verfassern von neuen Texten werden und somit zum einen das Flüchtige der öffentlichen Meinung verfestigen und ihr zudem zu größerer Wahrheit verhelfen. Ein kleines Problem war der Irrtum in Gemeinsamkeit. Den kannte man, und Bildung sollte die Lösung dieses Problems sein.

Klingt alles doch sehr aktuell und moderner denn je, da im Zeitalter des Internets wir endlich jenen Zustand erreichen, den die Popularphilosophen des 18. Jahrhunderts als Voraussetzung für eine aufgeklärte öffentliche Meinung eigentlich als notwendig angesehen hatten und der damals natürlich überhaupt nicht gegeben war. Heute kann jeder Leser zum Verfasser eines veröffentlichten Textes werden. Jede Stimme, sofern sie des Produktionsmittels PC und Internetzugang habhaft ist, kann gehört werden.

Allerdings war seinerzeit so etwas wie wechselhafte Stimmung eine etwas vernachlässigte Einflussgröße zur Herausbildung von öffentlicher Meinung. Das geht mir nämlich durch den Kopf, wenn ich versuche die öffentliche Meinung zur Saisonvorbereitung beim MSV Duisburg zu erfassen. Mir kommt das so vor, als seien die der Meinung zugrunde liegenden Tatsachen keine so große Einflussgröße wie die Sorge um den Erfolg des Vereins. War es um das vorletzte Wochenende herum, als die Berichterstattung in den Print-Medien für mich aus unerklärbaren Gründen plötzlich einen positiven Klang bekam? Ende der letzten Woche nun schwankte diese Stimmung wieder in die andere Richtung. Peter Neururer wird mit seinen Aussagen zum nicht-aufstiegsfähigen Kader in den Blick gerückt. Die Situation selbst war aber überhaupt nicht verändert. Alle – die sportliche Leitung, die Spieler und die Fans – wissen, ohne weiteren Stürmer wird es schwer. Das ist aber schon die ganze Zeit bekannt.

Es gab kein Ereignis nach dem Verhandlunsdesaster mit Markus Brzenska – das in großen Teilen ein Kommunikationsdesaster war -, das für sich genommen den zukünftigen Erfolg des MSV Duisburg wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher gemacht hätte und das der sportlichen Leitung anzulasten war. Der Strihavka-Wechsel scheiterte, Ben-Hatira-Verpflichtung wurde sehr unwahrscheinlich. Dafür geriet die Ausleihe von Caiuby Francisco da Silva in den Blick. Die sportliche Leitung machte also ihre Alltagsarbeit. Und da vertraut man entweder oder man vertraut nicht. Fakten werden nur durch Anwesenheit von Spielern geschaffen.

In den herkömmlichen Medien gilt, Seiten müssen gefüllt werden und immer das gleiche zu schreiben wird als uninteressant bewertet. Wie öffentliche Meinung sich verfestigt, wie also Texte der herkömmlichen Medien nun zusammenspielen mit den Texten von Lesern, die heute ebenfalls Sender oder einfacher Verfasser von Texten sein können, das lernen wir gerade erst. Die Popularphilophen der Vergangenheit hätten jedenfalls ihren großen Spaß an dem Geschehen heute, und wahrscheinlich stellten sie dann recht schnell auch fest, womöglich mit ein wenig Wehmut, neben Bildung und Verstand spielen die Emotionen beim Zustandekommen der öffentlichen Meinung keine kleine Rolle. Welche Chancen der MSV Duisburg zum Aufstieg hat, wird sich jedenfalls nicht schon jetzt endgültig entscheiden.


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