Archive for the 'Fußball und Kultur' Category

Mit Jupp Schmitz durch die Sommerpause

Soll ich euch denn tatsächlich mit meiner schlechten Laune belästigen? Vielleicht liegt es einfach nur an zu viel Arbeit, und es ist gar nicht der Sport. Aber mir geht gerade dieser Unterhaltungsbetrieb Sport ziemlich auf die Nerven. All diese Begrüßungsclips von neuen Fußballern in irgendwelchen Vereinen, die sich den Regeln dieses Betriebs gemäß authentisch in ihrem Willen zeigen sollen, alles für den neuen Verein zu geben. Und überhaupt, dass dieser neue Verein eine glückliche Fügung im eigenen Leben ist. Natürlich fühlen und glauben das die meisten auch in diesem Moment, weil gerade dieser eine Verein so unglaublich besonders ist mit seinen Fans, so besonders, dass im selben Moment an einem anderen Ort dieser Republik in eine andere Kamera von einem Kollegen fast dieselben Worte gesprochen werden.

Das Geschäft ist so. Die Fans wollen solche Bilder. Alle Vereine machen das, selbst die in Hamburg oder Berlin, die anders sein wollen als die anderen im Geschäft, selbst die drehen solche Clips. Es gibt kein Entkommen aus dem System. Ja, ich bin genervt. Was soll ich machen? Jupp Schmitz ist immer eine gute Adresse in solch einem Fall. Und kommt mir nicht damit, wir haben doch keinen Karneval. Hier geht es um grundsätzliche Haltungen zum Leben.

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Fundstück: Klaus Wunders Aufgabe bei Bayern München

Für den Abschiedstext am Samstag über Arjen Robben und Frank Ribery in der Süddeutschen Zeitung hat Christof Kneer ein Interview mit Gerd Müller aus dem Archiv hervorgeholt. Die Interview-Reminiszenz sollte verdeutlichen, wie sehr sich das Bayern-Flügelspiel der Gegenwart mit Robben und Ribery vom immer während erfolgreichen Bayern-Spiel der Vergangenheit über die Sturmmitte unterschied.

Nach den Worten von Gerd Müller wurde Klaus Wunder vom MSV Duisburg nur deshalb gekauft, um die Spannung unter den etablierten Spielern hoch zu halten. So wie Gerd Müller es erzählte, gab es für Klaus Wunder nie eine wirkliche Chance, um sich bei den Bayern durchzusetzen. Es gab keine Absicht, die übliche Bayern-Taktik zu verändern. Klaus Wunder musste nur im Kader vorhanden sein, um ein Drohszenario zu inszenieren.

Natürlich ist diese Erinnerung nicht mehr als eine Anekdote. Die endgültige Wahrheit dieser Verpflichtung gibt es nicht. Wahrscheinlich hätte Robert Schwan was ganz anderes erzählt, geschweige denn der Trainer. Dennoch bestätigt die Anekdote in dieser Perspektive von Gerd Müller ein Muster bei Spielerverpflichtungen durch den FC Bayern München. Der Verein verpflichtet neue Spieler oft eben in dem Luxus, sie nicht unbedingt wegen ihres direkten Nutzens als aktiver Part der spielenden Elf. Oft gibt es andere Motive, für die sich die abgebenden Vereine und die Spieler hoch bezahlen lassen.

 

Ich weiß noch, wie zwiespältig ich als Kind diese Verpflichtung von Klaus Wunder durch den FC Bayern erlebt habe. Zum einen war mir als Zwölfjähriger bewusst, dass durch den Weggang von Klaus Wunder die spielerische Qualität der Mannschaft des MSV leiden könnte. Zudem war der Abschied selbst eine besondere Nachricht, die meine Stimmung drückte. Man muss sich vergegenwärtigen, ständige Wechsel von bedeutenden Spielern einer Mannschaft waren in diesen frühen 1970er Jahre nicht die Regel. Man verabschiedete sich am Ende einer Saison nicht von unzähligen Spielern, die während der Saison Stammspieler waren. Man begrüßte nicht zu Beginn der Saison eine halbe Mannschaft neu. So eine Nachricht erhielt also eine besondere Bedeutung.

Zum anderen war es der erfolgreiche FC Bayern München, der tatsächlich einen Spieler des MSV Duisburg verpflichtete. In den 1960er Jahren war das schon einmal passiert, aber nicht in meiner bewussten Zeit mit dem MSV. Diese Bayern bezahlten mit knapp unter einer Millionen Mark für damalige Verhältnisse unfassbar viel Geld für Klaus Wunder. Auf den MSV und damit auf mich als Anhänger der Mannschaft strahlte das auszeichnend ab. Der MSV spielte für einen Moment eine besondere Rolle in Fußballdeutschland. Das wiederum war gut. Mein Stolz auf diesen Wechsel bedeutete aber auch für mich, Klaus Wunder musste in München in die Startelf. Nur dann hätte dieser Wechsel für mich einen Sinn gehabt. Das geschah nicht. Je weniger er spielte, desto mehr verlor sich auch mein Stolz auf die beim MSV gezeigte Leistung von Klaus Wunder. Was habe ich damals schon von verdeckten Motiven der Bayern gewusst.

Der Algorithmus-Witz über S04

Am Timing muss noch gearbeitet werden. Vor drei, vier Wochen wäre alles perfekt gewesen. Aber wir stehen ja noch am Anfang der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, und Werbebotschaften mitsamt ihren Algorithmen sind von Künstlicher Intelligenz weit entfernt. Soweit ich weiß, ist Humor nämlich ein besonders schwieriges Feld für Künstliche Intelligenz. Zweite Liga! S04!

Oder war das gar kein Witz? Muss ich diese Frage als wirkliche Offerte an einen Fan in möglicher Abstiegstrauer verstehen? Auch dann, was für ein Timing! Mit Gefühlen haben es so Algorithmen eben nicht. Die lebenslange Liebe liegt sterbenskrank im Bett, und schon sabbert am Rand des Zimmers jemand begierig. Sollen wir nicht? Ich kann was, was die/der nie drauf hatte. Auf eine Nacht. Erst einmal. Alles kann, nichts muss. Algorithmen-Entwickler müssen offensichtlich noch einige größere Probleme lösen.

 

 

Fußballlyrik – Der neue Trainer

Der neue Trainer

Mit Wochen ohne Sieg
nun Letzter der Tabelle.
Nach Abstieg droht der Absturz.
Was hilft denn auf der Stelle?

Entlassungen von Trainern!
Statistik weiß Bescheid.
Erfolg kommt oder nicht.
Nur lindert Handeln Leid.

Statistik sagt egal,
ob Trainer bleiben, gehen.
Ein Team muss so und so
den Abstiegskampf bestehen.

Statistik sind die Fälle.
Wir aber sind der Fall.
Was wirklich wird, das zeigt
sich erst im Spiel mit Ball.

Mit der Anmeldung beim FC-Innenhafen-Kickerturnier das MSV-NLZ unterstützen

Am 27. Januar 2019, einem Sonntag, veranstaltet der MSV-Fanclub Innenhafen zum zweiten Mal sein Kickerturnier für Fans. 40 Zweier-Mannschaften werden am Innenhafen im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr den Sieger ausspielen. Neben den selbstverständlichen Pokalen gibt es Sachpreise, seien es Logen-, Business- und Sitzplatzkarten zu einem Heimspiel des MSV Duisburg, MSV-Trikots sowie Wellness-Gutscheine. Turnierbeginn ist um 13 Uhr. Gegen 17 Uhr wird das Finalspiel beendet sein.

Ein Team besteht aus mindestens zwei und maximal vier Spielern. Gespielt wird in 8 Gruppen zu 5 Mannschaften im Turnier-Modus. Die ersten beiden Mannschaften je Gruppe ziehen in die Finalrunde ein.

Startplätze sind noch frei.

Die Startgebühr pro Team beträgt 40 Euro. Bei Firmenmannschaften erwartet der gemeinnützige Fanclub eine zusätzliche Spende von 200 Euro. Hierfür erhalten die Unternehmen selbstverständlich eine Spendenquittung.

Der Erlös der Veranstaltung wird dem MSV-Nachwuchsleistungszentrum gespendet.

Alle weiteren Infos und das Anmeldeformular findet Ihr mit einem Klick auf der Seite des Fanclub Innenhafen.

Radiogespräch mit Helmut Hahues beim Bürgerfunk Moers und Weihnachtsgeschenke

Neulich bekam ich eine E-Mail mit dem Betreff: „Zebrastreifenblog! Sie sind so verführerisch. Sie“. Man kann von Spam-Mails halten, was man will, aber manchmal machen sie mit einfachen Mitteln gute Laune. So eine gute Laune hatte ich auch nach meinem Gespräch mit Helmut Hahues vom Bürgerfunk Moers an jenem Samstag, als der MSV gegen Paderborn gespielt hat. Es war mein persönliches Vorprogramm zu dem Heimspiel, wie auf dem Foto unten leicht zu erkennen ist. Gutes Gespräch, gutes Spiel: Der Heimsieg folgte als Hauptprogramm.

Am 11. November wurde das Gespräch dann gesendet, bei dem uns wir zunächst über meine Fußballbuchprojekte unterhalten haben, über 111 Fußballorte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss und über Mehr als Fußball. Anschließend kamen wir auf die Geschichte des Ruhrgebiets zu sprechen. Dabei hatte ich auch die Gelegenheit einen Text aus 111 Orte im Ruhrgebiet, die uns Geschichte erzählen zu lesen, den Text über die „Zeche Friedrich Heinrich“ in Kamp-Lintfort, ab Minute 12.35.

Und was die Bücher angeht, bleibt noch das Stichwort Weihnachtsgeschenke. Die Fußballorte im Ruhrgebiete gibt es zusammen mit Mehr als Fußball für 20 Euro statt früher knapp 30 Euro. Die Fußballorte alleine kosten 8,90 Euro statt früher 14,95 Euro. Mehr als Fußball alleine kostet 14,90 Euro. Einfach oben klicken und bestellen. Wenn ihr in Duisburg oder näherer Umgebung wohnt, bringe ich die Bücher auf meinen Wegen durch die Stadt vorbei, sonst kommt Versand noch hinzu.

Und wer die gesamte Sendung einschließlich Zebratwist und anderer Musik hören möchte, der kann das über NRWision machen.

Feuchte Fußballbloggerträume – Ein Lied

Feuchte Fußballbloggerträume

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Fotos nackter Spielerfrauen,
die lasziv auf Betten liegen
oder sich den Hintern hauen
lassen, wenn die Männer siegen.

Schwuler Profi, der sich outet,
Ehebruch und Megastar.
dessen Torschussquote flautet.
Auch die Welt, wie sie mal war.

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Schwul, fail, Foul und komisch.
Freundin von und Wut-PK.
Was die Welt in Massen sucht,
ist in meinem Blog schon da.

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