Archive Page 2

Spieltagslyrik – Auch der Pokal hat allgemeingültige Gesetze

Auch der Pokal hat allgemeingültige Gesetze

Wenn die Chancen sich ergeben,
werden auch die Tore fallen,
sagen Trainer gern vor Spielen.
Leider folgt das nicht bei allen.

Vor dem Tor muss erst ein Spieler
cool und technisch sauber schießen.
Sonst spricht nach dem Spiel der Trainer
von den Chancen, die sie liegen ließen.

Auf dem Rasen sah er Effizienz,
beim Gegner, wie ein zwölfter Mann.
Selbst im Pokal gilt das Gesetz:
Ins Tor trifft der, der schießen kann.

Werbeanzeigen

Das schnellste Fußballspiel des Achtelfinales

Wahrscheinlich ist der zweite Name von Steffen Baumgart, dem Trainer des SC Paderborn, Herr Grimmige Entschlossenheit. Leicht und entspannt  habe ich ihn bislang noch nicht gesehen. Aber ich sehe ihn ja auch nur auf Pressekonferenzen wie dieser, während der er die Spielweise seiner Mannschaft sehr schön auf den Punkt bringt. Seine Mannschaft befände sich immer in einem Pokalspiel, sagte er. Abwartend könne sie gar nicht spielen.

Damit sehen wir für die Begegnung des MSV gegen den SC Paderborn heute Abend alle Vorzeichen für das schnellste Fußballspiel seit Menschengedenken, vielleicht auch nur dieser Pokalsaison. Schließlich konnten wir uns im Spiel des MSV gegen Darmstadt ebenfalls über viele schnelle Spielzüge freuen. Gut auch, dass Young-Jae Seo wieder mitspielen wird. Ich erinnere mich an eines seiner Tacklings am Freitag, das ein wenig nach asiatischer Kampfkunst aussah. Zunächst hatte er ins Leere gegrätschte, dann rollte er über den Rücken ab und grätschte mit dem anderen Bein in Gegenrichtung erneut. Wenn es nicht ganz so war, verzeiht mir das Überblenden seiner Spielaktion mit Zeitlupenaufnahmen von David Carradine oder Jackie Chan. Denn es sah spektakulär aus, und er war erfolgreich.

Mir würde es natürlich auch reichen, wenn er wieder so souverän und cool wie gegen Darmstadt am eigenen Strafraum Bälle behauptet, Gegner ausspielt und zielsichere Pässe an den Mann bringt. Davon ab wird er nicht alleine gegen Paderborn gewinnen können, sondern Teil einer Mannschaft sein, die gesehen hat, dass eingeübte Spielzüge gelingen.

Vor dem Spiel gegen Darmstadt brauchte ich die Unterstützung Kraft spendender Musik. Heute vertraue ich der Mannschaft. Ich brauche keine „Wunder“-Schlager und möchte dennoch den Zeit vertreibenden Clip nicht missen, samt der möglichen Wiederholung eines guten Omens vor dem Spiel. Das gebe ich zu.

Beide Mannschaften der heutigen Begegnung setzen sehr auf eingeübte Abläufe. Wie wir in dem Clip unten sehen, führt diese Art Training auch in anderen Zusammenhängen und früheren Zeiten zu schönen Ergebnissen. Helga und Ernst Fern leiteten neben ihrer Tanzschule in Düsseldorf in den 1960er Jahren auch eine Televisions-Tanzschule. Ich kann nur dazu anraten, auch in die Clips mit den anderen Tänzen mal einen Blick zu werfen. Man erhält eine interessante Einsicht in Umgangsformen und Schicklichkeiten. So weit liegt diese Zeit noch nicht zurück. Eine redende Frau scheint in dieser TV-Tanz-Welt noch selten gewesen zu sein. Es gibt sie. Das darf ich verraten. Ihr müsst aber geduldig suchen.

Verdienter Sieg heißt, die Statistik angemessen deuten

Nach dem Spiel stand vielen Anhängern des MSV im Stadionbus die Erschöpfung im Gesicht geschrieben. Müde und wissend lächelten wir uns zu. Was hatte der MSV Duisburg uns wieder einmal abverlangt. Bis zur 70. Minute gestalteten die Zebras das Spiel sicher. Mit 3:0 waren sie in Führung gegangen. Dreimal hatten wir schnelle Spielzüge gesehen, bei denen sich Torgefahr kontinuierlich aufbaute. Wir hatten drei verschiedene Grundsitutationen gesehen von Tempoaufnahme beim Aufbau im Mittelfeld vor dem 1:0 über das Flügelspiel mit Flanke beim 2:0 bis zum rasanten Konter beim 3:0. Die Mannschaft hatte die Grundsituationen jeweils so aufgelöst, dass man das Entstehen eines Tores als Erkennen und Verwirklichen einer Spielzugsidee idealtypisch mitverfolgen konnte.

Wir wussten natürlich, dass ein 3:0 in Duisburg in der 70. Minute noch lange nicht den Sieg bedeutet. Deshalb wäre das 4:0 von Ahmet Engin so wichtig gewesen. Wenn er seinen Alleingang aufs Darmstädter Tor nach dem Abspielfehler der Darmstädter im Mittelfeld hätte für ein Tor nutzen können, wären wir entspannt gewesen. Er schoss vorbei und dann fiel das erste Darmstädter Tor in der 73. Minute. Der Druck des Gastes nahm zu. Unsere Blicke fielen immer öfter auf die Spieluhr und dennoch ist mein Zeitempfinden ab der 80. Minute komplett aus den Fugen geraten.

Gestern morgen habe ich einen Spielbericht gelesen und konnte es nicht glauben, dass das zweite Tor der Darmstädter erst in der 88. Minute gefallen ist. Das muss doch in der in der 82. oder 83. Minute gewesen sein, dachte ich. Ich konnte es nicht glauben, weil ich es in der 89. Minute auf meinem Stehplatz nicht mehr ausgehalten habe. Ich wollte hoch zu den Toiletten, nichts mehr sehen, nichts mehr hören, nur das Ergebnis wollte ich noch wissen. Eine Minute nur war nach diesem Tor vergangen, ehe ich losmarschierte. Mir kommt diese Zeit, die ich mir das Spiel nach dem Tor ansah, immer noch so viel länger vor.

Als ich die Treppe hoch gelaufen war, sah ich die 90 auf der Anzeigetafel. Der Abpfiff schien nahe. Also kehrte ich zurück und sah zu meinem Entsetzen vier Minuten Nachspielzeit. Was für ein Zittern bis zum Schlusspfiff. Was für eine Achterbahn der Gefühle. Welch Erleichterung über einen Freistoß auf dem linken Flügel in der Nachspielzeit. Welche Fassungslosigkeit, dass selbst dieser Freistoß nicht wenigstens in kurzzeitigen Ballbesitz mündete. Er führte zum sofortigen Abseitspfiff nach der Freistoßausführung und dem Pass über fünf Meter vielleicht. Diese Nachspielzeit war eine Tortur.

Verzweifelt versuchten wir auf den Rängen Einfluss zu nehmen. Verzweifelt wollten auch wir mit unseren Mitteln, den Ball vom Duisburger Strafraum weghalten. Das Stadion stand hinter der Mannschaft. Doch ununterbrochen schafften es die Darmstädter in Strafraumnähe oder flankten sogar noch in den Strafraum hinein. Die Zebras warfen sich in Schüsse. Sie kämpften, sprangen und köpften. Es hieß alles oder nichts. Ein Unentschieden wäre der Abstieg gewesen. Da bin ich sicher. Entlastung gab es im Grunde nicht mehr. Entlastung brachte erst der Schlusspfiff.

Ich war nicht der einzige Anhänger des MSV, dem die Hoffnung auf den Klassenerhalt abhanden gekommen war. Nicht einmal an die helfende Kraft des Tabellenrechners glaubte ich nach der Niederlage in Bochum. Diesen Tabellenrechner werde ich demnächst wohl dann mal zu Rate ziehen.

Im Spiel des MSV gab es bis zur 70. Minute kaum Zufälliges. Es war gut strukturiert. Die Mannschaft wirkte stabil. Über die Leistungen der einzelnen Spieler wurde schon genug geschrieben. Interessant ist die unterschiedliche Wertung des Spiels durch die beiden Trainer und in der Folge auch durch den Sportjournalisten vom Kicker. Er gehörte zu den Stirnrunzlern dieser Welt, nachdem Thorsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz von einem „verdienten Sieg“ sprach. Thorsten Lieberknecht tat gut daran, das so zu betonen. Denn Darmstadts Trainer Dirk Schuster hatte zuvor offensichtlich Mühe, die Niederlage seiner Mannschaft zu akzeptieren.

Ich sehe geradezu, wie der Kollege vom Kicker nach der Pressekonferenz Dirk Schuster tröstend in den Arm nahm. Gemeinsam haben sie sich dann noch einmal die Statistik angeschaut. Tränen stiegen in ihre Augen, und ich meine sogar, man hörte sie leise in den Katakomben der Arena das alte Klagelied singen:

Welch Unglück des Lebens!
Welch Trauer im Herzen!
Dunkel die Tage nach mehr Ballbesitz.
Das können wir nie verschmerzen.
Mehr Ecken hatten wir
und Abschlussüberzahl.
Der Fußballgott schickt uns nur Qual.
Verlassen von dem Fußballgott
trotz bester Werte der Statistik.
Oh, Fußballgott, warum?!

Nun, wir kennen diese alte Leier auch nach Spielen des MSV unter Ilia Gruev. Warum hatte der MSV solche Spiele mit guten statistischen Werten in der Offensive nicht gewonnen? Aus demselben Grund, warum auch Darmstadt das Spiel nicht gewonnen hat. Einen Grund, den der Sportjournalist kurioserweise sogar in seinem Artikel erwähnt. Offensichtlich ignoriert er diesen Grund bei der Leistungsbewertung des Darmstädter Spiels. Der letzte Pass der Darmstädter kam zumindest bis zur 70 Minute nur selten gefährlich in den Strafraum. Das hat etwas mit der funktionerenden Defensive des Gegners zu tun bei gleichzeitiger unzulänglicher Ballverwertung der eigenen Mannschaft. Das ist auf der Seite des Gegners Taktik, die aufgeht, und auf der anderen Seite sind das Fehler der eigenen Mannschaft. Mit einer Statistik ist es oft nicht einfach. Meist muss sie gedeutet werden, und meine Deutung entspricht dann doch der von Thorsten Lieberknecht.

Spieltagsstärke finden mit dem Personal Mental Health Coach

Als ich heute morgen wach wurde, wusste ich sofort, ich bin noch nicht da, wo ich heute am frühen Abend sein muss. Leute, ich meine nicht das Bett. Ich meine die Einstellung. Thorsten Lieberknecht kann noch so viel davon erzählen, was ihm im Spiel gegen den VfL Bochum Hoffnung gegeben hat, ich komme immer noch nicht hin zu dieser Hoffnung. Das hatte ich am Mittwoch befürchtet.

Wir Selbstoptimierer der Gegenwart wissen aber, das hat nur mit einem selbst zu tun. Das Ich braucht einfach einen anderen Blick auf den Mist dieser Welt. Dann ist es mit der ersten Millionen überhaupt kein Problem, also mit dem Abstiegskampf. Ich brauche einen „Personal Mental Health Coach“. Am besten schnell, am besten sofort verfügbar, am besten online.

Eine der Größen der Branche, Katja Ebstein mit ihrem Glauben an die Wunder, die es immer gibt, hat sich für mich schon ein wenig verbraucht. Doch Christian Kemp hilft mir heute sehr, im Spiel gegen Darmstadt auf meinem Platz in der Kurve vom Anpfiff an präsent zu sein. „Voller Wunder ist die Welt“ klingt nach dem sakralen Pop der 70er auf evangelischen Kirchentagen. Ich glaube gerade deshalb an seine Wirkung. Dank sei Christian Kemp, einem der meist unterschätzten „Personal Mental Health Priest“ der jüngsten Vergangenheit in Deutschland.

Nicht mal eine Chance durch den Tabellenrechner

Mehr als meine Worte von gestern über den Blick auf die Vergänglichkeit braucht diese Niederlage gegen den VfL Bochum eigentlich nicht. Das Vergängliche lässt sich nicht mehr verdrängen. Es wird ein Ende der Saison geben, und meine Hoffnung wird immer geringer, dass diese Saison für den MSV Duisburg ein gutes Ende nimmt.

Nicht das Ergebnis ist entscheidend. Gegen den VfL Bochum kann der MSV Duisburg 2:1 verlieren. Wie diese Niederlage zustande kam, zerbröselt jedes meiner fantasierten Bilder von erfolgreichen Spielern der Zebras. Auf ein Unentschieden hatte ich gehofft. Stattdessen hatte ich in der ersten Halbzeit schon Angst vor einer demütigenden Niederlage mit vier bis fünf Toren Unterschied. So schlimm ist es nicht geworden. Das ist aber auch schon zugleich die bittere Einsicht dieses Spiels.

Der MSV kann allenfalls sehr hohe Niederlagen verhindern. Mehr ist nicht drin. Tore gelingen der Mannschaft nur, wenn der Gegner krasse Fehler macht. Die Tore gegen den MSV fallen nach kleineren Fehlern in der Defensive. Ein Gegner wie der VfL kann auch kleine Fehler nutzen. Darin drückt sich auch das unterschiedliche Leistungsvermögen beider Mannschaften aus.

Seitdem ich den Zebrastreifenblog schreibe, habe ich in einem Abstiegskampf der jeweiligen Saison immer eine Mannschaft des MSV gesehen, die mir Hoffnung machte. Auch wenn sie wie im ersten Zweitligajahr nach dem Wiederaufstieg  in der Relegation den Abstieg dann doch nicht verhindern konnte. Ich habe bislang immer diese Hoffnung mit dem Tabellenrechner untermauern können, wenn ich in meiner Prognose die ungünstigsten Spielergebnisse für den MSV berücksichtigt habe.

In dieser Saison sehe ich keine Chance für Hoffnung durch den Tabellenrechner. Denn meine Prognosen waren ja nicht blind gegenüber der Realität. Für meine Prognosen braucht es aber den Glauben, dass den Spielern zwar Fehler unterlaufen, diese Fehler aber durch das Erzielen eigener Tore behoben werden können. Mit realistischem Blick auf diese Saison gibt es diese Tore so gut wie nie. Fehler allerdings geschehen immer. Daran ändert auch ein Tabellenrechner nichts. Natürlich beginnt am Freitag das Spiel gegen Darmstadt mit einem 0:0. Momentan sage ich, genau das ist das Problem: Kein Tor Vorsprung beim Anpfiff. Ich kann nur hoffen, die Spieler des MSV finden den Glauben an den Erfolg schneller wieder als ich.

Von Abläufen und einem unveröffentlichten Gedicht

Nach dem Ende der Winterpause bewegen wir uns den unausweichlichen Entscheidungen der Saison entgegen. Damit sind wir schnell beim wirklichen Leben. Denn das Unausweichliche erinnert an unsere Vergänglichkeit. Deshalb ist die Zeit bis zur Winterpause trotz aller Niederlagen immer auch eine Zeit der Hoffnung auf das ewige Leben. Diese erste Hälfte der Saison ist auch eine Zeit des Verdrängens der Vergänglichkeit. Irgendwie wird es gut ausgehen. Irgendwie werden wir dem Tod doch entkommen.

Bis zur Winterpause leben wir als Anhänger eines Vereins in der Abstiegszone im Möglichkeitsraum. Die Wahrheit einer jeden Niederlage wird durch die Hoffnung auf dauerhafte Heilung jeden Leids gelindert. Nun spielt der MSV heute Abend beim VfL Bochum, und das wirkliche Leben macht sich als Sorge bemerkbar. Wir hören von einem Gegner, der oben noch mitspielen will. Wir hören von Therapieversuchen während der Winterpause beim MSV. Wir hören davon, dass wir weiter gefährdet sind.

Zum Lieblingswort wurden mir die Abläufe auf der Pressekonferenz des MSV vor dem Spiel. Thorsten Lieberknecht wollte mit dem Einüben von Abläufen der Mannschaft zur Sicherheit verhelfen. Laut Dustin Bomheuer haben die Abläufe in den Testspielen gewirkt. Die Mannschaft fühlte sich sicher. Die Ergebnisse sind Zeugnis dieser Sicherheit. Abläufe – welch schönes handliches Wort für Laufwege, Passfolgen oder koordinierte Bewegungen in der Defensive, Ablauf, das klingt machbar. Meine Sorge lindert der Ablauf leider nicht. Zu deutlich sehe ich, wie komplex das Zusammenwirken von vielen Menschen wird, wenn der Zufall bei dem Zusammenwirken eine große Rolle spielt. Zu nah ist mir das wirkliche Leben gerückt.

Zu sehr hat sich ein Vierzeiler bislang bewahrheitet, der mir kurz nach der Entlassung von Ilia Gruev in den Sinn kam und den ich aus guten Gründen nicht veröffentlicht habe. Ich würde ihn gerne nach der Saison veröffentlichen, weil er eine Wahrheit über den Fußball erzählt. Wenn der MSV kein Beispiel für diese Wahrheit sein soll, wäre ein Punktgewinn in Bochum schon mal ein Anfang. Die Hoffnung auf mehr kommt mir allerdings gerade schon wieder wie die Hoffnung auf das ewige Leben vor.

Weggelesen – Fussballwappen von Hardy Grüne

Zugegeben, ich war etwas skeptisch, als ich im letzten Herbstkatalog vom Verlag Die Werkstatt ein Buch über Fußballwappen angekündigt sah. Ich hatte nur den Titel gesehen und das Cover. Coffe table books sind nicht so mein Fall. Doch beim zweiten Blick sah ich, Hardy Grüne war Autor des Buches – mit einem Klick zu seiner Seite im Netz. Das nun verringerte meine Skepsis schon sehr. Repräsentative Hochglanzbücher für den Wartebereich von Spieleragenturen würde der Mann sicher nicht machen.

Denn Hardy Grünes publizistisches Engagement für Fußballkultur hatte ich auch über die Fußballzeitschrift Zeitspiel wahrgenommen. Dort ist er einer von zwei Herausgebern. Zeitspiel widmet sich vierteljährlich einerseits historischen Themen, andererseits geht es um den Fußball „auf seinem Weg in die Gegenwart“ abseits von „Bundesliga und Champions League, WM und EM“. Hier geht es zur Seite der Zeitschrift. Hier geht es zur Beschreibung des Projekts auf der Seite von Hardy Grüne. 

Hardy Grüne löste meine Erwartungen ein. „Fussballwappen“ ist nicht nur ein Buch zum Blättern und Ansehen. „Fussballwappen“ ist gespickt mit der Historie des Fußballs auf Vereinsebene. Für jeden Verein gibt es neben der einen Seite Vereinswappen auf der anderen Seite einen Parforce-Ritt durch Vereinsgeschichte oder historische Besonderheiten, die Folgen für das jeweilige Wappen hatten. Manche der Veränderungen bei den Vereinswappen regen zum Nachdenken über Fußballkultur im Besonderen und Kultur im Allgemeinen an. Denn das Vereinswappen verweist auf die Tradition des Fußballs und je näher die Gegenwart rückt, desto mehr spielt bei der Gestaltung der Wappen der großen Vereine das Marketing eine Rolle.

Es macht Spaß, sich die Wappen genau anzusehen und die Entwicklung der Ausdrucksformen jeweils zu verfolgen. Knapp die Hälfte der Wappen stammen von deutschen Vereinen, die andere Hälfte von Vereinen aus der gesamten Welt mit Schwerpunkt Europa. Hier im Zebrastreifenblog hole ich natürlich schnell mal die Wappenseite des MSV hervor. Wer sie als Teil des Buchs sehen möchte, klickt weiter und blättert über etwa 15 Seiten im Buch herum.

Wer mit Fußballwappen derart anregend von Vereinsgeschichte und der Kultur des Sports erzählen kann wie Hardy Grüne, besitzt einen besonderen Blick auf den Fußball.

 

 

Hardy Grüne: Fußballwappen.
Verlag Die Werkstatt 2018.

214 Seiten, 21 x 21 cm, Hardcover
über 1000 Abbildungen, durchgehend farbig
ISBN: 978-3-7307-0416-5

€ 24,90


JETZT BESTELLEN
Das Buch über den Sommer 2013 in Duisburg rund um den MSV bis zum Wiederaufstieg zwei Jahre später

Kees Jaratz im Buchhandel

Die Seite zum Buch

Statt 14,95 € nur noch 8,90 €
Hier bestellen

Hier geht es zum Fangedächtnis

Kees Jaratz bei Twitter

Bloglisten

Werbeanzeigen

%d Bloggern gefällt das: