Drei Zeilen für den Sieg

Der Niederrhein-Pokal ist nicht mein Wettbewerb, zumindest keiner, über den ich viel schreiben kann. Wenn Tore des MSV fallen, er gar den Niederrhein-Pokal gewinnt, fühle ich mich fremd unter jubelnden Anhängern des MSV. Mir den Fußball anzuschauen und Spaß mit Freunden haben ist das eine, mich zu begeistern ist etwas anderes. Niederrhein-Pokalspiele besaßen für mich vor dem Anpfiff bislang jedes Mal Freundschaftsspielseigenschaften.

Ich las gestern, der MSV hat das Spiel gegen den KFC Uerdingen durch ein Tor von Simon Brandstetter kurz vor dem Schlusspfiff gewonnen. Das freut mich, dann kann ich demnächst vielleicht nach Essen, Oberhausen oder wohin auch immer bei einem Viertel- oder Halbfinale ein wenig Fußballnostalgie der Ruhrstadt genießen. Diese Stadionatmosphäre bei den größeren Vereinen des Pokalwettbewerbs gefällt mir am Niederrhein-Pokal. Deshalb wäre ich auch in Uerdingen dabei gewesen. Allerdings war die Anfahrt mit über 1000 Kilometern etwas weit, und ich habe mich zu einem Alternativprogramm entschieden.

Der Basketball um die Ecke bot beeindruckenden Spitzensport. FC Barcelona Lassa besiegte Saski Baskonia in der Verlängerung mit 98:92. Ein spannendes Spiel in lauter Halle durch zweistündigen Dauersupport und dabei – welch Überraschung – einige Fangesänge, die Cover-Hits von Zebrakurven-Dauerbrennern waren. Vielleicht überlasse ich die Urheberrechtsfrage aber den Musikwissenschaftlern mit dem sonderbaren Spezialinteresse Fangesang,  das Heimatstadiongefühl auch im etwas herunter gekommen wirkenden Palau Blaugrana habe ich jedenfalls kurzzeitig genossen.

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4 Responses to “Drei Zeilen für den Sieg”


  1. 1 CATENACCIO 07 10. Oktober 2016 um 08:03

    Dieses Gefühl, wenn man den DFB-Pokal als natürliche Heimat betrachtet, ohne die Last, vorher über die Dörfer des Niederrheins zu tingeln… ich kenne das.

  2. 3 Bernhard 10. Oktober 2016 um 10:51

    Die Grotenburg hat noch die Athmosphäre wie damals das Wedaustadion und auch das Schwelgernstadion. Patina gratis.
    Zum Spiel: Das war kein Bauernverein. Die Gegner hatten Spielkultur und sich nicht hinten rein gestellt. Insgesamt faires Spiel. Unsere B-Elf hüftsteif. Wäre schön, sich in ein paar Jahren in Liga 2 regelmäßig zu treffen.

    • 4 Kees Jaratz 10. Oktober 2016 um 19:47

      Dank für deine Einschätzung – Wegen der Patina wars Verpassen schade, und den Verlauf hat ich befürchtet. Letztlich fast keine Chance für Beifall. Fast wie für Union bei uns. Der aufstiegswillige Verein kommt ins Spiel, und der höherklassige muss sehen, wie er zurecht kommt.


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